Explosionsgefährliche Auto-Akkus? BMW ruft massenweise Elektro-Hybridwagen zurück

Ein BMW i3, der Elektro-Trabi aus München-Dingolfing. Von Thesupermat - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38927299

von AR Göhring

Unser Leser M.P. weist darauf hin, daß ‚auto motor sport‘ und andere Fachmagazine melden, BMW rufe seine Plugin-Hybride en masse zurück. Wo liegt das Problem?

(Man sieht: EIKE-Leser sind besser als ‚Spiegel‘-Redakteure etc…)

Seit August diesen Jahres ruft BMW seine Hybridwagen (PHEV, englisch plug-in hybrid electric vehicleder Modelle X1 bis 3 und X5, 3er, 3er Touring, 2er Active Tourer, 7er, 5er (inkl. Touring) und ‚Mini Countryman‘ zurück. Als Grund werden Verarbeitungsfehler beim Schweißen und Verunreinigungen angegeben, die zum Teil Kurzschlüsse im Hochvoltspeicher (d.h. der Traktionsbatterie) auslösen können. Betroffen sind teilweise die Chargen aus der Zeit 20. Januar bis zum 18. September.

Neben dem Rückruf gibt es zudem einen Auslieferungsstopp. Weltweit betroffen sind über 25.000 Wagen, davon 8.000 in Kundenhand (Deutschland: 5.300/1.800). Die bereits verkauften Modelle dürfen gegenwärtig nicht an einer Säule geladen werden; während der Fahrt nur mit Einschränkungen. Was kein Problem sein dürfte, da viele Kunden vor allem ihre Geschäftswagen nicht am Netz laden.

Das Kraftfahrtbundesamt startet Ende Oktober eine Überprüfungsaktion der verkauften Kfz. Das Prozedere dauere etwa 30 min. ohne Reparatur, ggfls.

Nicht nur BMW hat das PHEV-Sorgenkind; auch Ford mußte sein Modell Kuga bereits zurückrufen. Grund war ein Speicherfehler mit Brandgefahr, der ein Aufladen des Akkus verbot.

 

 

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32 Kommentare

  1. Ich berichte mal von meinen Autobränden!

    Statistisch geriet mir ein Auto alle 11 Jahre in Brand.
    Der erste Brand war bei Schweißarbeiten, Kunststoff an der Schweißstelle.
    Sehr schnell gemerkt, baldigst gelöscht, geringfügiger optischer Schaden.

    Lustiger war danach der Brand bei meinem Käfer.
    Die Mitfahrerin auf dem Rücksitz meinte, ihr würde es warm am Po.
    Bei dem Käfer befand sich die Autobatterie unter dem Rücksitz.
    Durch ihr Gewicht schaffte sie es, eine Stahlfeder auf die Batteriepole zu drücken.
    Angehalten, Rücksitzbank hochgeklappt, Schmorstelle am Sitz bewundert.
    Provisorisch legte ich eine Fußmatte auf die Batterie, Fahrt ging weiter.

    Ernsthafter sah es beim BMW aus, mitten auf der Autobahn bei Vollgas.
    Ich zog eine riesige Wolke hinter mir her, sah kaum noch den Verkehr hinter mir.
    Angehalten, Motorhaube auf, da brannte es wirklich am Motor.
    Die jungen Damen im Auto bekamen mittlere Panik.
    Geistesgegenwärtig schnappte ich mir deren große Limoflasche und ein Handtuch.
    Das Handtuch gut mit Limo getränkt und damit den Brandherd abgedeckt.
    Der Brand war am Krümmer, der kaum brennen kann.
    Ich hatte einen Stehbolzen verloren, mit dem der Krümmer am Motor befestigt ist.
    Das Gewindeloch war offensichtlich zu tief gebohrt, ging bis in den Ölkreislauf.
    Wenn Öl auf den heißen Krümmer tropft, qualmt und brennt es.
    Irgendwo eine halbwegs passende Schraube ausgebaut und die dort eingedreht.
    Die Fahrt ging weiter, ich kippte jedoch 1 Liter Öl nach.
    Den BMW habe ich danach noch bestimmt 5 Jahre gefahren, treues Gefährt.

    Als Jugendlicher träumte ich von einem Elektroschweißgerät.
    Der Traum wurde war in Form von zwei Autobatterien vom Schrottplatz.
    Mit 24 Volt kann man schon brauchbar elektrisch schweißen.
    Die beiden Batterien zusammen hatten höchstens noch 1 kWh Speicherkapazität.
    Mit 50 kWh beim Elektroauto gibt das nicht warmen Popo sondern Feuer unterm Hintern!
    Die Akkus müssen sich nichtmals zerlegen, es reicht ein ordentlicher Lichtbogen.
    Tropft dann der flüssige Stahl auf den Lithiumakku … Gute Nacht!

    • Ich war 27 Jahre lang bei der Feuerwehr aktiv und gehe immer noch regelmäßig zum Stammtisch der Kameraden. Wir werden, weil nahe einer Autobahnauffahrt, regelmäßig zur Unterstützung bei Unfällen alarmiert.  Ich müsste mal in den Statistiken blättern, aber gefühlt habe ich selbst so um die 50 Fahrzeugbrände miterlebt,  davon etwa 10 Prozent nach Unfällen,  die allermeisten nach Selbstentzündung.  Ein Viertel neuwertige Fahrzeuge, die meisten älter. Ein E-Auto war logischerweise nicht dabei. Davon fahren zu wenige und die wenigen sind alle neuwertig. Aus der Praxis würde ich sagen: In einem konventionellen Fahrzeug sind viel mehr Dinge verbaut, die sich entzünden können, da denke ich alleine an die geballte Elektrik im heißen Motorraum und an die entzündlichen Flüssigkeiten.  Ein Benzin- oder Dieseltank entzündet sich spontan NIE. Ein Akku aber offenbar schon (auch Starterbatterien gehen ab und an hoch). Das ist ein gravierender Fehler im System.  Ich prophezeie mal, dass die Hersteller von E-Autos und von Traktionsbatterien in naher Zukunft enorm nachbessern müssen, wenn sich Brände häufen, was zwangsläufig passieren wird, wenn mehr Elektroautos fahren und die E-Flotte in die Jahre kommt.

  2. Beim Hybrid ist dank kleinerer Batterie das Akku-Brandpotential zwar kleiner, aber vielleicht schafft man es jetzt dank E-Hybridantrieb: Nämlich den bisher ziemlich feuerfesten Tank mit dank Akku-Brandbeschleuniger endlich auch in Brand zu stecken…

  3. BMW und VW schaffen sich ab – gemäß der politisch-masochistischen Vorgabe von Merkel & Co. durch verordnete Planwirtschaft. Wenn die fertig sind, kann Babyface Kühnert die dann entstehenden Schrottwerke enteignen….

  4. BMW ruft massenweise Elektro-Hybridwagen zurück ?

    Massenweise bei nur ca. 100 Stück die in Deutschland beim Endkunden sind.

    Nur wenige von weltweit ca. 4.500 Plugin-Hybrid-Modellen (PHEV) aus dem Hause BMW mit potenziell mangelhaften Zellmodulen im Hochvoltspeicher sind laut Hersteller bereits ausgeliefert.

    “In Deutschland sind insgesamt ca. 800 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen, davon befindet sich ein sehr kleiner Anteil von ca. 100 Fahrzeugen bereits in Kundenhand”
    So BMW am 2. Oktober 2020

     

      • Wieviele Deutsche sind eigentlich bisher so bescheuert gewesen und kauften sich ein Akku-Auto? Man bedenke: Reichweite bei 100 km Reservereichweite (wie bei meinem uralt-VW) so um die 250 km. Aber das auch nur bei Normaltemperatur. Im Winter liegt die Reichweite beim Nissan Leaf (40 kWh) liegt laut WLTP 270 Kilometer. Bei kalten Temperaturen sind es 209 reale Kilometer. Nur mal so eben 22% Energieverlust.

        Wer sich so ein Primitivding anschafft, der muß bescheuert sein.

  5.  
    Geniale BMW – Bosse!
    Noch immer gelingt es ihnen , dem deutschen
     Steuerzahler das bloße Umverpacken von tausenden in Asien beschaffter kleiner, wiederaufladbarer Elektrospeicherspeicherzellen in etwas größere Gebinde als förderungswürdige Entwicklung neuer Hochtechnologie zu verkaufen !

  6. Unsereiner fährt gern mit einem Elektroauto und weiß, dass Verbrenner häufiger in Flammen aufgehen.

    Dass BMW bei den Feigenblättern in homöopathischer Stückzahl nicht wirklich die Testtiefe an den Tag legt und aus Fehlern lernt ist ziemlich naheliegend.

    Andere Hersteller zeigen, dass kein Kobalt in der Batterie notwendig ist – BMW und Mercedes dagegen werden nächstes Jahr finanziell auf die Nase fallen.

    • Sie wissen gar nix und Ihre Kriterien sind irrelevant. Die gleichen Menschen, die das menschenverachtende Untersuchungsgefängnis in Berlin Hohen-Schönhausen erbaut und geführt haben, ziehen Sie jetzt mit dem E-Auto über den Tisch.

    • Ja, schlecht gewartete Verbrenner-Autos, also die ganz üblen deutschen „Stinker“, können in Flammen aufgehen, meistens sind Fehler in der Elektrik die Ursache, wenn man von den wenigen Unfällen, bei denen im Motorraum Benzin austritt, absieht. Des Weiteren können poröse Kraftstoffschläuche, bspw. durch Marderbisse, dazu führen. Ein gut gewarteter „Stinker“ brennt nicht. Anders ist es bei den Weltrettungs-Batterien mit Nobel-Preis, die führen sowohl das Reduktions- als auch das Oxidationsmittel in einem Gehäuse mit sich.

      Na, Grünling, dämmert es ? Oh, ich habe ganz vergessen, Grünlinge können nicht komplex denken, daher sei Ihnen verziehen.

      Also, Grünling, troll Dich. „Kannst Du auch Männchen machen und mit dem Schwanz wedeln?“

    • @ Jörg Deutering :

      Herr Deutering, das Hauptproblem ist nicht Kobalt sondern Lithium (zwar reichlich vorhanden aber meist in so geringen Konzentrationen, dass eine Anreicherung unbezahlbar wäre. Das Lithium in den wenigen abbauwürdigen Lagerstätten (z.B. in Chile) reicht für eine globale E-Mobilität auf Lithium-Ionen-Akkus-Basis nicht aus ! ). Und Silizium-Luft-Batterien sind noch Zukunftsmusik in Bezug auf Verwendung in E-Fahrzeugen. Falls  Sie mir nicht glauben wollen, erkundigen Sie sich beim KIT und anderen Instituten des Lithium-Ionen-Batterie Netzwerks, die regierungsseitig die Aufgabe haben, eine E-Mobilität zu ermöglichen ! Wenn also von deren Seite schon auf massive Probleme bei der Realisierung einer globalen E-Mobilität hingewiesen wird, kann man davon ausgehen, dass E-Mobilität global gesehen eine Sackgasse ist !!

    • Den Diesel-PKW, der in Flammen aufgegangen ist, möchte ich mal sehen!

      Es wird Ihnen nämlich nur mit erheblichem Aufwand gelingen, Diesel-Treibstoff überhaupt zu entflammen! Die Schwer-Entflammbarkeit ist ja gerade eine der ganz wesentlichen Eigenschaften dieses Energieträgers, die man nicht oft genug erwähnen kann! Sie wird nur praktisch überhaupt nicht kommuniziert, obwohl diese ein ganz wesentliches Sicherheitsmerkmal darstellt!

      Wahrscheinlich ist die Physik die letzte Hoffnung, die uns bleibt, dass dieser Batterie-Irrsinn irgendwann ein Ende hat. Die Gesetze der Physik lassen sich eben durch niemanden – auch nicht durch Politiker – in die Knie zwingen. Und ich prognostiziere Ihnen: Die Dinger werden noch viel häufiger in die Luft fliegen, je mehr man versucht, die Energiedichte der Akkus in die Höhe zu treiben!

      Selbst der Vergleich mit brennenden Benzinern hinkt auf Grund der nicht annähernd vergleichbaren Fahrzeugbestände!

    • Eine gute Idee – im Gegensatz zu Ihrer naiven ironischen Bemerkung ist mein Rat ernst gemeint.

      Hämmern Sie mal einen Nagel durch Ihre Batterie und schauen Sie dann, was passiert. Dieses Experiment sollten Sie aber nur unter freiem Himmel durchführen.

    • Nö, die kleinen Akkus der Pedelecs sind meist standardisiert und gut getestet. Je länger ein kg-Akkumodell in Gebrauch ist, desto sicherer die Anwendung.

    • Hallo Herr Bluecher,

      das würde ich auf jeden Fall so machen. Pedelec draussen auf eine nicht brennbare Unterlage stellen, möglichst weit weg von brennbaren Dingen. Dann erst laden. Wegen brennender Akkus sind schon einige Garagen samt restlichem Inhalt in Flammen aufgegangen. Manchmal sind die Häuser gleich mit abgebrannt. So ein Pedelec, was regelmäßig genutzt wird ist eine kleine Hydropuls-Anlage. Was da so alles an Erschütterungen und Vibrationen auf den Akku einwirkt ist enorm. Egal ob standartisiert oder getestet. Jede unsaubere Verschweissung oder jedes nicht ausreichend festgezogene Bauteil kann da zu Katastrophe werden.

    • Kein Scherz: Diese Meldungen gab es bereits alle schon! „Haus abgebrannt, weil E-Bike-Akku sich entzündet hatte.“

      Was passieren wird, wenn die Energiedichte der Li-Io-Akkus weiter gesteigert wird, kann man sehr schön in der Modellbau-Szene sehen: Die Modellflieger verwenden gerne sog. Lipo’s (Lithium-Polymer-Akkus). Verlangt man diesen hohe Stromstärken ab (so wie auch in einem E-Auto), werden diese sehr heiß. Mitunter entzünden sie sich dann. Es empfiehlt sich, die Dinger grundsätzlich in einem feuersicheren Behälter aufzubewahren. Fast jeder Modellflieger hat das schon erlebt, wie so ein Ding hochgeht.

      Soviel zu leichtfertigen Äußerungen wie: „Die Akkukapazität wird sich in den nächsten Jahren noch verdoppeln.“

  7. >> Weltweit betroffen sind über 25.000 Wagen<<

    Was, so eine winzige Produktionsmenge kriegen die nicht hin? Und das auch noch bei den primitiven Akkus?

    Unsereiner würde ohnehin niemals mit nem Akku-Auto fahren. Die Dinger sind umweltschädlich.

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