Erdwärme und Wärmepumpen – die Rettung fürs Klima?

14.000-kW-Absorptions-Wärmepumpe zur Nutzung industrieller Abwärme in einem österreichischen Fernheizwerk. Von Reinraum - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=8617897

von AR Göhring

Wasserstoff, Kernfusion, neue Akkutypen – die physikalische Realität der „Energiewende“ zwingt Politiker, Aktivisten und Journalisten zum Bewerben immer neuer „Wunderwaffen“ gegen den angeblich bevorstehenden industriellen Klimakollaps. Auch das „Handelsblatt“ beteiligt sich daran mit einem Artikel zu den Vorzügen der Wärmepumpe.

Nach dem bevorstehenden deutschen Verbot von Ölheizungen, deren CO2-Emissionen klimaschädlich seien, bleiben neben der Fernwärme realiter nur noch die vor allem im Osten Deutschlands üblichen Erdgasanlagen, die aber zur Abhängigkeit von russischen Lieferungen beitragen, was der Regierung Merkel IV politisch nicht gefallen kann.

Einen Ausweg könnten Wärmepumpen liefern, die Energie aus dem Boden, seltener auch aus der Umgebungsluft oder sogar dem Grundwasser ins Haus holen. Klingt gut – örtliche Versorgung ohne Leitungsverluste, keine Emissionen, keine Explosionsgefahr. Die Erfahrung, zum Beispiel mit der Solarthermie, lehrt aber, daß alternative Konzepte meist extrem unwirtschaftlich sind und sogar äußerst naturzerstörend sein können.

Wie funktioniert die Wärmepumpe prinzipiell? Sie nutzt das Phänomen der Verdunstungskälte: Verdampft eine Flüssigkeit auf einer Oberfläche, nimmt sie etwas Wärmeenergie mit, was sich auf der Oberfläche als Abkühlung bemerkbar macht. Wir Menschen kennen das Prinzip vom Schwitzen, das unseren Körper bekanntlich effizient kühlt, sogar bei 100°C in der Sauna.

In Wärmepumpanlagen nutzt man Kältemittel, die besonders leicht verdampfen und so dem Boden, dem Wasser oder der Luft Energie entziehen, um diese dann dem Heizwasserkreislauf abzugeben. Das Wasser muß natürlich von einer Elektropumpe bewegt werden, die wiederum vom örtlichen Kraftwerk gespeist wird. Da „grüner“ Zappelstrom im Mittel nur einen Anteil von unter 50% ausmacht (und ausmachen darf), ist die Wärmepumpe schon deswegen teilweise eine Mogelpackung.

Lobbyisten geben an, daß weltweit im Jahre 2019 etwa 20 Millionen Anlagen neuinstalliert wurden. In Deutschland ist die Technologie nicht sehr beliebt, wenn sie auch hohe Zuwachsraten verzeichnen kann. 2019 wurden 80.000 Anlagen abgesetzt, was aber viel zu wenig ist, um die angepeilte Klimaneutralität 2050 zu erreichen, sagt ein Experte von Agora Energiewende, der Beratungsfirma der Bundesregierung. Grund sind nicht die hohen Einbaukosten; der Staat fördert auch hier fleißig die wohlhabenden Hausbesitzer. Noch (?) nicht aber bei den laufenden Kosten, die wegen der Abgabenlast zu hoch sind. Pikanterweise liegt das zum größten Teil an unseren weltweit fast einzigartig hohen Stromkosten. In Frankreich werden viel mehr Wärmepumpen gekauft, aber das ist angesichts des billigen Kernkraftstroms auch nicht überraschend.

Neu ist die Technologie interessanterweise nicht: Schon als die Klimakatastrophe noch als Eiszeit verkauft wurde, in den 1970ern, entwickelten Hersteller wie Stiebel Eltron Wärmepumpen, die von den Bürgern wegen der damals hohen Ölpreise angenommen wurden.

Heute setzen die großen deutschen Hersteller durch politischen Druck wieder auf die Technologie. „Das Klimaschutzpotenzial, das in deutschen Kellern schlummert, ist riesig“, sagt ein Vertreter von Vaillant. Ob er das tatsächlich glaubt, ist zweitrangig; wir dürfen mit Sicherheit aber von verstärkter Lobby-Tätigkeit ausgehen. Ähnlich wie die Windrad-Industrie werden auch die Heizungsbauer ihre Interessen bei der Regierung geltend machen. Wenn sie den Strompreis für den Geringverdiener unter den Bürgern dadurch senken können, wäre es sogar zu begrüßen. Wahrscheinlich wird es aber, ähnlich wie bei den E-Autos, auf ordentliche Subventionen für die wohlhabenden Käufer hinauslaufen. Vermutlich wird der Erwerb einer Wärmepumpe in Zukunft zum Großteil vom Steuerzahler finanziert; und anschließend kann der Besitzer die Betriebskosten noch kräftig über die Steuererklärung abschreiben.

Passend äußert sich ein Vertreter von Viessmann:

Die Wärmewende in Deutschland ist auf einem guten Weg. Aber insgesamt noch viel zu langsam“

Wärmewende“, das ist schon wieder so ein Wieselwort aus dem Vokabular Angela Merkels und ihrer Höflinge. Was kann der Bürger und Kunde erwarten? Dasselbe wie seit 2000 – die fast schon sprichwörtliche „Kugel Eis“ im Monat wird es niemals kosten, sondern, sehr, sehr viel mehr. Man könnte statt von „Wende“ von „Energietotalitarismus“ im Namen der Klimarettung sprechen.

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35 Kommentare

  1. Wenn man die grünen Umwelt- und Menschenverachter-Psychopathen durchschaut hat, kann man getrost die Worte „Verbot“ (von Ölheizungen) durch „Entzug“ (von Wärme, Energie und Behaglichkeit) und „Folter“ (Kältefolter, Erfrierungsfolter – in England erfrieren im Winter alte Menschen in ihren Häusern, weil sie entscheiden müssen „Essen oder Strom“) ersetzen, dann kommt man hinter die perfiden Machenschaften. Was hat ein Dummer zu melden oder mir vorzuschreiben, welche Heizung ich in mein Haus einbaue? Richtig: gar nichts, das geht ihn schlichtweg nichts an….

    • Dieses Problem aus dem Vereinigten Königreich ist mir bekannt und war bereits mehrmals in der internationalen Presse nachzulesen, dürfte also jedem „klugen“ Briten bekannt sein. An die drei (2,9) Millionen Rentner, ältere Menschen sollen davon betroffen sein. Das sind grob 4,3 Prozent der dortigen Bevölkerung, die jeden Winter vor der Entscheidung stehen: frieren oder etwas zu Essen haben.

      Wahr ist wiederum, es liegt nicht am fehlenden Geld. Kein Umweltanbeter leidet an Geldmangel. Das ist absolut sicher ausgeschlossen. Ein Wohlstansproblem also. Im Gegenteil. Das läßt menschliche Abgründe erahnen.

      Die Briten, die heute das Sagen haben, sind derart dumm und skrupellos, die holen sich sogar Holzpellets aus Kanada, angeblich, um Energie zu gewinnen. Kranker geht kaum. Die brechen also deren eigene affige Umweltregeln.

      • @Matthias Kegelmann
        „Die Briten, die heute das Sagen haben, sind derart dumm und skrupellos, die holen sich sogar Holzpellets aus Kanada, angeblich, um Energie zu gewinnen. Kranker geht kaum.“

        Die Deutschen, die heute das Sagen haben, sind derart dumm und skrupellos, die holen sich sogar Steinkohle aus Australien, angeblich, um Energie zu gewinnen. Kranker geht kaum.

        Die Deutschen, die heute das Sagen haben, sind derart dumm und skrupellos, die holen sich sogar Gas aus 6000km Entfernung aus Russland , angeblich, um Energie zu gewinnen. Kranker geht kaum.

        Die Deutschen, die heute das Sagen haben, sind derart dumm und skrupellos, die holen sich sogar Öl aus den USA, angeblich, um Energie zu gewinnen. Kranker geht kaum.

        Andere, die nichts zu Sagen haben Montieren einige PV-Platten und noch eine Wärmepumpe und haben die nächsten 20 Jahre Wärme, schlauer geht kaum.

      • @Matthias Kegelmann,
        nicht nur die Briten, auch die Deutschen die heute das Sagen haben,
        sind derart dumm und skrupellos,
        die holen sich sogar Rohöl aus dem „Ölsand“ aus Kanada,
        angeblich, um Energie zu gewinnen.
        Kranker geht kaum.

    • Die Politik kommuniziert jetzt verstärkt, dass man schon 2035 „klimaneutral“ sein will. Da ist dann nichts mehr mit Öl und Gas. Wenn Sie bis dahin Ihre funktionierende Heizung nicht still gelegt haben, wird das der Bezirkswart übernehmen.

  2. Am Sonntag bin ich etwas durch das Neubaugebiet bei uns im Ort geschlendert und mir ist aufgefallen das so gut wie jeder Neubau eine Wärmepumpe hat.
    Auch haben so gut wie alle Neubauten bereits eine Fotovoltaikanlage auf dem Dach und teilweise an den Fassaden.
    Die heutigen Häuser haben nur noch einen sehr geringen Wärmeverlust und das deckt eine Wärmepumpe auch im Winter ab.

    Und der Strom kommt teilweise aus der eigenen Fotovoltaikanlage für das Haus und auch für die Wärmepumpe.

    Die klassische Öl oder auch Gasheizung ist im Neubausektor
    bei den Einfamilienhäusern praktisch „tot“.

    • Im Winter bringt die PV-Anlage keine Leistung so dass die WP über den Kohlestrom vom nächsten Kraftwerk läuft. Geheizt wird nun einmal im Winter und da ist die PV-Anlage im Winterschlaf. Und an fast allen dieser Häuser sehen Sie früher oder später die Edelstahlkamine vom Holzofen an den Fassaden hoch wachsen. Heizen wie zu Großvaters Zeiten – mit der WP als Öko-Fassade.

      • @Gerald Pesch
        „Im Winter bringt die PV-Anlage keine Leistung so dass die WP über den Kohlestrom vom nächsten Kraftwerk läuft.“

        Die PV-Anlage bringt im Winter eine keiner Leistung und es wird so gut wie nichts in das Öffentliche Stromnetz eingespeist, das ist richtig Herr Pesch.

        Für die WP reicht das aber meistens auch im Winter noch vollständig aus und wenn nicht gibt es einen „Strommix“ aus PV-Strom+Netzstrom.
        Nur man hat bei PV-Strom keine Kosten und bei PV-Strom+Netzstrom geringere Kosten für die Heizenergie.

    • … wird tot gemacht, denn die Neubauverordnung sieht vor, dass man bei Anschaffung einer Gas– oder Ölheizung obendrein eine teure Sonnenkollektoranlage(samt Wäremspeicher im Keller) aufs Dach setzen muss!

    • Sie schreibe einen großen Schmarrn! Schauen Sie sich mal die „öko-energetischen“ Auflagen für die heutigen Bauwerber an. Die werden quasi gewungen, diesen „Öko-Weg“ irgendwie zu gehen, da muß z.B. auch PV aufs Dach wegen der energetischen Schönrechnerei, dass im Winter die Sonne wenig scheint und damit jede Wärmepumpe „anderen Strom“ braucht, blendet die grünverblödete Politik aus.

      Ich hatte mal zwei Jahre eine Wärmepumpe laufen, zum Glück in einem Fraunhofer-Feldtest mit viel Messtechnik im Haus, da hat man schon nach drei Wochen im Sommer erkennen können, dass WP meist nichts taugen ……. JAZ nach zwei Jahren „amtliche“ 2,0 …….

    • Und wie ist der Wirkungsgrad? Wieviel wird elektrostäbisch zugeheizt? Naaa??
      Merke: Je besser die Bude gebaut ist, desto schlechter ist das Amortisationsgeschehen, weil die geringe Wärmemenge, die gebraucht wird, bei fossilen ein Kinderfurz ist, und dementsprechend die Anschaffungskosten in keinem vernünftigen Verhältnis stehen.

    • Also reißen wir unsere maroden Altbauten ab,immerhin über 85 Prozent,und bauen neue fürn Appel und ein Ei. „Wir habens ja und wir schaffen das.“
      In welchem Irrsinnsland lebe ich ?

  3. Die Wärmepumpe entspricht thermodynamisch exakt einem Kühlschrank: auf der einen Seite wird geheizt, auf der Anderen gekühlt. Der Unterschied ist nur, beim Kühlschrank ist die Kühlung gewollt und das Aufwärmen der Luft hinter dem Kühlschrank ein Nebeneffekt, bei der Wärmepumpe umgedreht, das Erwärmen ist das Ziel, das Kühlen von Irgendetwas ein erforderlicher Nebenffekt.

    Letztendlich heizt man mit Strom! Ohne Strom geht nichts!

    Das Positive ist, im Idealfall braucht man für 4 KWh Heizenergie nur 1 KWh Strom, also ein „Wirkungsgrad“ von 400% (geht nicht, wissen wir), oder die Leistungszahl 4 (Verhältnis Wärme zum verbrauchten Strom). Bei einer Erdwärmepumpe mit Tiefenbohrung wird Grundwasser mit rund 10 Grad auf 7-8 Grad abgekühlt, diese Wärmeenergie von rund 75% plus Elektroenergie von 25% wird zu Warmasseraufbereitung und Heizung genuzt.

    Die Nachtele:

    Große Temperaturunterschiede sind unmöglich, daher nur für Fussbodenheizung in EFH geeignet, mit energieeffiziente, aber sehr langsame Wirkung. Will man eine Wärmepumpe in einem Hochhaus einsetzen, werden die oberen Etagen erst in einer Woche warm…

    Für Warmwasser braucht man im EFH einen 300 L Behälter, da das Wasser nicht heiß, sondern eher „lauwarm“ um die 40-45 Grad wird.

    Also teuer. Der größte Witz sind Luftwärmepumen, die in Berlin gefühlt 90% ausmachen. Da eine Baugenehmigung nur mit regenerativen Energie von xx% erteilt wird, und die mit Abstand billigste Variante die Luftwärmepumpe ist. Wärmeenergie braucht man mit Abstnd am meisten bei Minusgrade, da kann man die Luft aber nicht mehr runterkühlen, also arbeitet die WP mit der Leistunszahl 1, also reine Elektroenergie ohne „Zusatz von Wärmeenergie durch Kühlung von Luft „. Die energetische Bilanz von Wärmepumpen ist also sehr sehr schwach, die finazielle sowieso. Wie immer bei der grünen Physik. Und auch wie immer nur für den priviligierten Teil der Bevölkerung theoretisch möglich, als Mieter im Hochhaus kann man sich keine WP ins Wohnzimmer stellen.

    @ Herr Hagen Müller

    Der WP Strom ist 2-3 Cent billiger, dafür hat man eine verplombte Zeitschaltuhr vor dem WP-Zähler, der zu Spitzenzeiten von 2x 2h pro Tag die WP abschaltet. Für die Heizung bei dem trägen System absolut nicht relevant, man sollte nur nicht hintereinander zwischen 9 und 11 Duschen, der Letzte duscht kühl. Mit einem Smartmeter bestimmt der Versorger gemäß Situation die Abschaltzeiten, man kann sicher damit leben. Beide Tarife stegen aber unaufhaltsam…

    • „Für Warmwasser braucht man im EFH einen 300 L Behälter, da das Wasser nicht heiß, sondern eher „lauwarm“ um die 40-45 Grad wird.“ Solche Behälter eignen sich dann sehr gut für dioe Legionärskrankheit!
      Wir hatten einen Öko-Architekten – der empfahl uns damals (1981) auch eine Stiebel Eltron-Pumpe. Katastrophe hoch zehn: a. nur schwach warmer Boiler (80 Liter) für insgesamt 5 Personen; b. nach 4 Jahren kaputt – da pfiff das Wasser durch die Wand. Mordsüberschwemmung.
      Seit wir einen Warmwasserbehälter von 300 L haben in Zusammenhang mit einer Ölheizung – alles gut.
      Dieses Land wird immer tiefer in die grün angestrichene Diktatur gezogen. Das ist die Katastrophe!

  4. Alle mit Wärmepumpenheizung die ich kenne haben nebenbei einen Pellet- oder Holzscheidofen in Betrieb. Bei Dauerfrost wird aus der Wärmepumpe nämlich ganz schnell eine elektrische Direktheizung…..

    • ich habe selbst so etwas damals verbaut als Strom noch bezahlbar war, und das mit dem kaminofen ist die beste lösung, sonst gehe ich ja nur für’S evu arbeiten 😉

  5. Wir heizten von 1985 bis 2005 mit Luft-Wärmepumpen. Das war kaum rentabel.
    Seit 2005 nun mit einer selbst gebauten Grundwasser-Wärmepumpe. Das war schon sehr rentabel.
    Ab jetzt wird mit 2 chinesischen GW-Wärmepumpen geheizt. Die kosteten zusammen ~2000€ und haben mit unseren T-Werten (GW=14°, Heiz-W= 35°-40°) einen COP>6. Das heißt für die 32 GWh Wärme, die unser 5 FH im Winter braucht, fallen da nur Kosten für 5400 kWh ~ 1300€ an. Das Warmwasser für jetzt 7 Personen wird seit 2013 mit einer Abluft-WP gemacht und braucht ~2000 kWh ~440€/Jahr. MINTlern, die selber schrauben können, kann ich das empfehlen. Laien, die auf die SaniTäter der SHK-Branche angewiesen sind, nicht. Die werden gnadenlos über den Tisch gezogen.
    Näheres auf http://www.waermebrunnen.de

    • Sie schreiben richtig „Grundwasserwärmepumpe“. Da wo man kein Grundwasser anbohren kann, und einen Boden mit hohem spezifischen Erdbodenwiderstand (K*m/W) vorfindet, sind auch diese Wärmepumpen schnell elektrische Direktheizungen….

  6. Mit Niedrigtemperaturheizung, guter Wärmeisolierung und Grundwasser in Reichweite wäre das im Prinzip keine schlechte Lösung. Zumindest für den ersten im Grundwasserstrom, die Nachfolgenden dahinter müssen mit „wärmereduziertem“ Grundwasser vorlieb nehmen. Da aber etwa ein Drittel der bereit gestellten Heizenergie letztendlich aus der Steckdose kommt, ist es klar, warum sich bei uns der Run in Grenzen hält. Der „deutsche Weg“ fällt uns überall auf die Füße. Es sei denn, wie Herr Göhring richtig vermutet, man schröpft wieder einmal das große Heer derjenigen, die unsere komplett irrsinnige Klima- und Dekarbonisierungs-Politik am Ende bezahlen müssen.

  7. Solange es sich (wie bei mir) um eine Grundwasser-Wärmepumpe handelt, ist das (mit etwas Idealismus) für ein Mehrfamilienhaus nicht unattraktiv. Was dagegen Irrsinn ist, sind Luftwärmepumpen. Im Sommer funktionieren die hervorragend (und nerven die Nachbaren), aber im Winter werden sie schnell zu Stromheizungen, weil der Wirkungsgrad in die Knie geht.

  8. Wer Wärme oder Kälte erzeugen will, benötigt nun mal Energie.
    Eine Ölheizung ist heute sehr effizient, robust und preisgünstig.
    Wer ehrlich ist, muss das anerkennen.
    Eine Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe kann, allein aus wirtschaftlicher Erwägung, nicht mithalten. Ob Öl oder Gas, für alles gibt es Vorteile und Nachteile, sind letztlich der Glaube, die Sympathie und der Preis der Erstinvestition für den Kauf entscheidend.
    CO₂ ist kein Argument und die Gesetzgebung ist ein Verbrechen.
    Der Wille alles zu diktieren, die Tatsache für alles Regeln und Verbote zu erstellen und die deutsche Sucht nach Führung, an das Händchen genommen zu werden, das ist ekelhaft.

  9. Ob die Erdwärme und Wärmepumpen – die Rettung fürs Klima sind ist doch nicht entscheidend.
    Wärmepumpen sind die Rettung der Heizkosten und wenn größtenteils der Strom von der eigenen Solaranlage kommt ist heizen kostenlos, zumindest kostenneutral.
    Wer seine alte Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt bekommt noch 45% der Kosten erstattet.
    Nicht nur die Kosten der Wärmepumpe , alle anfallenden Kosten werden zu 45% vom Steuerzahler übernommen.

  10. Strom für Wärmepumpen wird nach Sondertarfif abgegeben, sep. Zähler (Smartmeter) wird vorgeschrieben. Kann einer hier konkrete Zahlen, resp. Preise, nennen?

    Aber bitte keinen Schmonzens ala „…betreiben wir mit Solarstrom zum Preis von -3,5ct/kWh…“

    genauso wäre ich an realen Verbrauchszahlen interessiert,. schade, dass auf diesen Aspekt der Artikel gar nicht eingeht.

    • @Hagen Müller
      „mit Solarstrom zum Preis von -3,5ct/kWh…“

      Mit nur Solarstrom zum Preis von ca. -3,5ct/kWh ist man im Bereich von Wiederstandheizungen (Heizpatronen, Heizstäben) für den Solarstrom bei der Sektorkopplung.

      Der Solarstrom und die Wärmepumpen ermöglicht bis zu -10ct/kWh Kostenverringerung für den Solarstrom bei Sektorkopplung.
      Mit einem kWh Solarstrom kann man mit der Wärmepumpe ca. 3kWh Wärme erzeugen und 3kWh Wärme aus Heizöl kosten ca. 10 Cent.
      Vermiedene Heizölkosten von ca. 10Cent entsprechen ca. 1kWh Solarstrom.
      [gerechnet mit ca. 40 Cent/Liter Heizöl]

      • Haben Sie eine Wärmepumpe im Einsatz?
        Wenn ja, wäre es Ihnen ein Leichtes gewesen, Eckdaten Ihrer Anlage zu kommunizieren, wie es der User @Steinbock getan hat.
        Da Sie nur allgemeines Gewäsch abliefern, haben Sie entweder keinerlei praktische Erfahrungen oder reden sich bzw. mir irgendwas schön.

  11. Wunderwaffe Wärmepumpe:

    Wie ist das eigentlich? Die Wärmepumpe ist ein umgedrehter Eisschrank, und dessen Wirkungsgrad ist bei kleinen Temperaturdifferenzen am höchsten und bei großen am schlechtesten.

    Für die Wärmepumpe bedeutet das, daß sie bei großen Temperaturdifferenzen (eiskalte Tage) am schlechtesten arbeitet und die schlechteste Effizienz hat, d.h. gerade dann, wenn sie hohe Wärmeleistungen erbringen soll, dann ist ihr Stromverbrauch überproportional am höchsten: Das sollte doch Probleme im Stromnetz geben, weil sie an den kalten Tagen, an denen das Stromnetz eh schon anderweitig hochbelastet ist, besonders viel Strom frißt und das Netz damit extraordinär hoch belastet.

    Der Riesenvorteil einer Öl- oder Kohleheizung ist doch gerade, daß diese einen großen Energiespeicher im Hause hat, der im Sommer gefüllt wird und bei kalten Tagen keine Energie von draußen braucht. Damit glättet sich der Verbrauch aus: Sie ist ein idealer Puffer, was die Wärmepumpe gerade nicht ist.

    Triggert man damit nicht zusätzliche Probleme in der eh schon kaputtgemachten Stromversorgung?

    MfG

    G.Wedekind

      • Super! Dann wird’s allerdings eng mit dem Aufladen des E-Autos bei 10 KW Anschlussleistung des Versorgers. Aber nachts kann man sich ja im Winter einfach gut zudecken.

      • Das ist zwar richtig, Herr Neulen.

        Die WP mit Tiefenbohrung (mit Abstand das teuerste System) hat eine konstante Wärmezufuhr. Habe beim Enzug vor 10 Jahren die Sicherungen für denn Heizstab abgeschaltet und nie wieder zugeschaltet.

        Bei den anderen Systemen kaum möglich.

      • @Neulen, Holger
        „Zum Glück haben alle diese Wärmepumpen intern einen Heizstab, der dann mit 6 bis 8 kW halteben heizt!“

        Nur haben wir den interne Heizstab der Wärmepumpe nicht an Netzstrom angeschlossen da wird nur PV-Überschussstom im Sommer verbrannt in den Heizstäben der Wärmepumpe.

        • Im Sommer ist meine Heizung aus. Und für Warmwasser im Sommer braucht man keine teure Wärmepumpenanlage…. was für ein Unsinn hier erzählt wird, von immer denselben Leuten! Zumindest legen das bestimmte Eigenheiten in Orthographie, Ausdruck, auch Interpunktion nahe….

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