Erster Reaktor in Weißrussland

Kernreaktor Symbolbild; Bild Bluenews.org.

von Dr. Klaus Dieter Humpich
In Ostrovets in der Region Grodno (54° 36′ 49″ N, 25° 57′ 19″ E) geht das erste Kernkraftwerk Weißrussland ans Netz. Es besteht aus zwei Druckwasserreaktoren des Typs VVER-1200 mit insgesamt 2340 MWel,netto. Die Auftragserteilung und erste Baustellenvorbereitungen erfolgten noch 2011.

Die Grundplatte von Reaktor 1 wurde im November 2013 und von Reaktor 2 im May 2014 betoniert (offizieller Baubeginn eines Kernkraftwerks). Damit hat auch die russische Nuklearindustrie gezeigt, daß sie Kernkraftwerke fristgerecht und ohne Kostenüberschreitungen im Ausland fertigstellen kann. Der erste Reaktor dieses Typs ging 2016 (Novovoronezh II-1) in Betrieb. Es folgten 2017 Leningrad II-1 und 2019 Novovoronezh II-2. Auch hier zeigt sich wieder, der Bau von Kernkraftwerken in der vorgesehenen Zeit zu festen Kosten ist keine Hexerei. Das Geheimnis liegt im Bau möglichst baugleicher Kraftwerke in dichter Folge: So hat man stets geübtes Personal im Einsatz und dies ist die beste Garantie vor Termin- und Kostenüberschreitungen.

Preis und Finanzierung

Die Exporterfolge der russischen Nuklearindustrie beruhen auf der gleichzeitigen Finanzierung durch russische Banken. Der Auftragswert für das Kraftwerk betrug 10 Milliarden US$ (entsprechend 4274 US$/kW). Das ist durchaus günstig für ein Kraftwerk der Generation III+ mit allem Schnickschnack, wie doppeltem Beton-Containment und Kernfänger. Bei diesem Typ hat sich der Hersteller eng an europäischen Vorstellungen orientiert, wie sie auch im französischen EPR realisiert werden.

Die Finanzierung erfolgt quasi nach einem Bauherrenmodell: Es gibt einen Zahlungsplan mit festgelegten Raten zu festgelegten Zahlungsbedingungen. Dies ergibt eine interessante Aufteilung des Risikos zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber. Bis zur jeweiligen vertragsgemäßen Teillieferung trägt der Anbieter das Risiko von Kostensteigerungen durch Bauverzögerungen. Erst ab diesem Zeitpunkt wirken sich für den Auftraggeber zusätzliche Zinszahlungen durch eine verzögerte Inbetriebnahme aus. Wird eine Rate an den Hersteller fällig, wird diese durch eine russische Bank als Kredit für Weißrussland bereitgestellt. Erst ab diesem Moment muß der Kapitaldienst durch den Auftraggeber geleistet werden. Rußland finanziert so etwa 90% der Baukosten vor. Ganz nebenbei, haben die USA inzwischen erkannt, welchen Exportvorteil Rußland gegenüber finanzschwachen Ländern durch dieses Modell hat und streben wieder staatliche Ausfallbürgschaften an. So hat Rosatom im März 2020 veröffentlicht, daß es für die nächsten zehn Jahre über ein Auftragsvolumen im Ausland von US$ 140 Milliarden verfügt. Rosatom besteht aus 400 Unternehmen mit mehr als 250 000 Mitarbeitern. Für Rußland bedeutet dies nicht nur die Einwerbung von Exportaufträgen, sondern auch die Wandlung der stets schwankenden Deviseneinnahmen aus dem Rohstoffgeschäft in stetige langfristige Zahlungsströme – z. B. für Pensionszahlungen.

Die russische kerntechnische Industrie ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wie ein Phönix aus der Asche wiederauferstanden. Im Oktober 2015 wurde der erste Reaktordruckbehälter von Atomash in Wolgodonsk – nach 30 Jahren Pause – hergestellt. Das Werk wurde 1973 gegründet und stellte bis 1986 allein 14 Reaktorgefäße her. 1997 ging es endgültig pleite und hangelte sich dann mit Aufträgen aus dem Gas- und Ölsektor durch. Heute ist es wieder das Zentrum für Druckwasserreaktoren und verfügt über die Kapazität von vier kompletten Kernkraftwerken (Druckgefässe, Dampferzeuger etc.) jährlich. Das Werk verfügt über einen eigenen Anschluß an den Wolga-Don-Kanal. In diesem Jahr wurden bereits drei Reaktordruckgefäße und 17 Dampferzeuger für Projekte in Indien, Bangladesch und der Türkei ausgeliefert.

Der Bauablauf

Man bevorzugte in Weißrussland ein zur Errichtung paralleles, abschnittsweises Genehmigungsverfahren. Dies funktioniert sehr gut bei Serienbauweise ohne große lokale Anpassungen. Wie hier gezeigt, kann das die gesamte Bauzeit einschließlich notwendiger Planung und Vertragsverhandlungen vom „Wunsch“ ein Kernkraftwerk zu bauen, bis zur Inbetriebnahme auf rund zehn Jahre begrenzen. Wendet man dieses Verfahren jedoch beim erstmaligen Bau eines Kernkraftwerks (FOAK) an, kann es sehr schnell zu einem wirtschaftlichen Desaster führen. Eindringliches Beispiel hierfür ist die „ewige“ Baustelle des EPR in Finnland.

Auch bei diesem Projekt zeigt sich wieder der grundsätzliche Vorteil von Baustellen mit doppelten Blöcken. Auch die französische Industrie ist nun diesem Weg in Hinkley Point gefolgt. Die gesamte Baustelleneinrichtung, wie z. B. Schwerlastkran, Werkstätten, Unterkünfte usw. halbiert sich automatisch (bezogen auf die spezifischen Kosten). Man kann bei allen Projekten bereits beim zweiten Block eine merkliche Senkung der notwendigen Arbeitsstunden feststellen, da man bereits vor Ort eine geübte und aufeinander eingestellte Truppe im Einsatz hat. Dies gilt um so mehr, je mehr man lokale Unternehmen beauftragt. So kam man in Ostrovets mit angeblich 3000 Fachkräften aus.

Am 10. July 2016 ereignete sich beim Einbau des Reaktordruckbehälters ein Missgeschick: „Der Behälter rutschte langsam etwa 4 m ab und setzte sanft auf den Grund auf, keine Beschädigung, die Aufhängung am Gehäuse wurde verschoben“, so die offizielle Stellungnahme. Auf Wunsch der weißrussischen Genehmigungsbehörde wurde er durch einen neuen ersetzt. Am folgenden 3. April wurde der für Block 2 vorgesehene Behälter in Block 1 eingebaut. Für den Block 2 wurde der ursprünglich für das Kraftwerk Kaliningrad 2 vorgesehene Reaktordruckbehälter ersatzweise geliefert. An diesem Beispiel erkennt man, wie robust die Strategie einer Serienfertigung ist. Der notwendige Ersatz eines Bauteils mit 36 Monaten Lieferzeit wäre bei einem Einzelprojekt zu einer wirtschaftlichen Katastrophe geworden. So konnte der Fahrplan nahezu eingehalten werden und im August 2020 die Beladung mit den 163 Brennelementen abgeschlossen werden.

Der nukleare Friedhof

Es ist eine russische Tradition, die nuklearen Abfälle in unmittelbarer Nähe des Kraftwerks zu lagern. Man hat deshalb parallel die Genehmigung für ein Endlager durchgeführt. Die erste Stufe für US$ 10 Millionen soll bis 2028 fertiggestellt sein. Man geht bei einer Betriebsdauer des Kernkraftwerks von (erstmal) 60 Jahren aus. In diesem Zeitraum sollen 9360 m3 feste Abfälle (leicht und mittelaktiv) und 60 m3 hochaktive Abfälle anfallen. Beim Abbruch der Anlage sollen noch einmal 4100 m3 leicht und mittelaktive Abfälle und 85 m3 hochaktive Abfälle anfallen. Die leicht und mittelaktiven Abfälle sollen dauerhaft lokal gelagert werden. Für die hochaktiven Abfälle wird ein unterirdisches Zwischenlager geschaffen.

Die Geschichte der VVER-Baureihe

In Rußland werden Druckwasserreaktoren als Wasser/Wasser-Energie Reaktoren (VVER) bezeichnet. Diesem Kürzel wird die gerundete elektrische Leistung in Megawatt und gegebenenfalls eine Fertigungsnummer angehängt. So ist der VVER-1200 ein Druckwasserreaktor mit rund 1200 MW elektrischer Leistung. Erst am 8.9.1964 wurde der erste Druckwasserreaktor als VVER-210 im Kraftwerk Novovoronezh kritisch und blieb bis 1984 in Betrieb. 1971 folgte der erste VVER-440 und 1980 der erste VVER-1000. Die beiden letzten Typen wurden auch exportiert (Ukraine, Armenien, Finnland, Bulgarien, Ungarn, Tschechien., Slowakei, Iran, China).

Alleinstellungsmerkmal aller VVER sind liegende Dampferzeuger und sechseckige Brennelemente. Das grundsätzliche Konstruktionsprinzip wurde bis heute beibehalten und ist ausgereizt. Durch die stetige Leistungssteigerung ergibt sich eine evolutionäre Entwicklung, bei der man die Betriebserfahrungen, technische Weiterentwicklungen (z. B. Werkstoffe) und zusätzliche Sicherheitsanforderungen (Containment, Kernfänger etc.) stets in die nächste Baureihe ohne all zu große Entwicklungsrisiken einfließen lassen kann. Führt man jedoch eine Baureihe über einen solch langen Zeitraum fort, verkompliziert dies irgendwann die Anlage. Dies gilt beispielsweise für die liegenden Dampferzeuger (Durchmesser 4 m, Höhe 5 m, Länge 15 m, Gewicht 340 to). Stehende Pumpen, Druckbehälter usw. mit liegenden Dampferzeugern zu verbinden, führt zu einer sehr unaufgeräumten Konstruktion mit langen und verschlungenen Rohrleitungen. Dies erschwert Wartung und Wiederholungsprüfungen. Das Reaktordruckgefäß wächst auch mit steigender Leistung. Durch die Beibehaltung der Grundkonstruktion mit zwei Anschlussebenen (4 Rücklauf und 4 Vorlaufleitungen plus Noteinspeisung) besteht das Druckgefäß aus 6 geschmiedeten Ringen und einer Kalotte. Die Schweißarbeiten am oberen und unteren Teil dauern jeweils 15 Tage bei einer Temperatur von 200 °C. Anschließend muß jede Hälfte noch bei 300 °C geglüht werden um die Spannungen in den Nähten zu verringern. Nachdem beide Hälften in einem weiteren Schritt zusammengeschweißt wurden, muß das gesamte Gefäß noch komplett mit einer korrosionsbeständigen Legierung plattiert werden. Alles sehr umständlich und damit teuer. Die Fertigungszeit beträgt deshalb etwa 36 Monate.

Hintergründe

Weißrussland ist als selbstständiger Staat aus der Auflösung der Sowjetunion hervorgegangen. Es ist ein relativ kleines und dünn besiedeltes Land mit knapp 60% der Fläche von Deutschland, aber nur 10 Millionen Einwohnern. Durch die enge Verknüpfung der Wirtschaft in der ehemaligen Sowjetunion – die bis heute noch nicht überwunden ist – kommt praktisch die gesamte Kohle, das Rohöl und Erdgas immer noch aus Rußland. Diese extreme Abhängigkeit hat immer wieder zu Spannungen zwischen beiden Ländern geführt. Vereinfacht kann man sagen, daß Putin-Rußland hat immer wieder versucht durch angedrohte Preiserhöhungen und Lieferunterbrechungen Weißrussland seinen Willen aufzudrücken – umgekehrt hat Weißrussland versucht, seine „Kosten“ durch Erhöhung von Transitgebühren erträglich zu halten. Insofern sind die Ostsee-Pipeline und das Kernkraftwerk Ostrovets unmittelbare Produkte dieses Konflikts. Rußland mußte Weißrussland ein Kernkraftwerk bauen und vorfinanzieren, sonst hätte es Weißrussland durch den Bau der Ostsee-Pipeline unweigerlich in die Arme des „Westens“ getrieben. Ein weiterer Satellitenstaat wäre dem „roten Zaren“ – wie schon vorher die Ukraine – davongelaufen.

Ein Kernkraftwerk entzieht sich weitestgehend politischer Erpressbarkeit: Wegen der außerordentlichen Energiedichte von Uran kann es für Monate und Jahre ohne neue Brennstofflieferungen betrieben werden. Auch ein russisches Kernkraftwerk stellt heute kein Problem mehr da. Es gibt für die Reaktoren heute Brennelemente von verschiedenen Herstellern außerhalb der russischen Einflußsphäre. Auch die Versorgung mit Ersatzteilen und „Kow-how“ ist nicht unbedingt ein Problem. Eine enge Kooperation mit der Ukraine, Finnland usw. kann im Ernstfall helfen – es haben schließlich all diese Länder ein Problem mit russischer Technik und Politik.

Der Beitrag erschien zuerst im Blog des Autors hier
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49 Kommentare

  1. Im Juli 2016 stürzte die 330 Tonnen schwere Reaktorhülle aus einer Höhe von zwei bis vier Metern zu Boden.
    Mehr als zwei Wochen verschwiegen Weißrusslands Behörden den Zwischenfall.
    Erst nachdem ein Oppositionspolitiker darüber berichtet hatte, gab die Regierung in Minsk den Vorfall zu, und erst nach zahlreichen Medienberichten entschied man sich, die Reaktorhülle doch noch auszutauschen.
    Manch einer fühlte sich an die Informationspolitik der sowjetischen Behörden nach der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl erinnert.

  2. Heute kam in den Nachrichten, dass das moderne Kohle-KW Moorburg im Rahmen einer Auktion evtl. vorzeitig stillgelegt wird (nach nur 5 Jahren Betriebszeit):
    https://www.haz.de/Nachrichten/Der-Norden/Kohlekraftwerk-Moorburg-Vattenfall-will-Kraftwerk-in-Hamburg-stilllegen.
    Wenn ich mir nun das aktuelle Theater um Nordstream anschaue, wird die Frage immer drängender, wie der Strom in Zukunft denn erzeugt werden soll. Gas soll ja die konventionellen KW in der Dunkelflaute ersetzen – aber Bitte nicht aus dem Reich Putins – Haha! Oder darf es etwa Flüssiggas aus dem Reich Trumps sein?
    Da bleibt nur noch der Ausbau der Kernenergie.

    • @ Stefan Steger

      Ihr Humor in allen Ehren, aber private Gaskunden finden das überhaupt nicht lustig. Zwei Wettbewerber sind allemal besser als nur ein Anbieter. Die Kunden werden hart geschröpft. Das ist regelrecht mafiös. Für viele Kunden sehr undurchsichtig.

      Weil Putin „intelligent“ ist, nutzt er Gas natürlich als politische Waffe. (Merke: Hier argumentiert ein Liebhaber Russlands.) Jeder nutzt seine Marktmacht zu seinem Vorteil aus. Das ist überhaupt nicht als Vorwurf gemeint, sondern politischer Alltag.

      • @Matthias Kegelmann
        „Zwei Wettbewerber sind allemal besser als nur ein Anbieter. Die Kunden werden hart geschröpft. Das ist regelrecht mafiös.“

        Wir haben eine Wärmepumpe die zu 70% bis 75% mit eigene Solarstrom
        befeuert wird da kann kein Gaspreis der Welt mithalten.

        • Ach ja, Ihre Wärmepumpe läuft im Dezember mit „Solarstrom“? Oder rechnen Sie sich das nur über den Jahresertrag in kWh schön und verstehen nicht den Unterschied zwischen Leistung und Energie?

          • Herr Gerald Pesch.
            im Dezember sind das ca. 50% Solarstrom und 50% Strom vom Versorger.
            Über das gesamte Jahr gerechnet komme ich auf ca. 70% bis 75% eigene Solarstrom und nur ca. 25% bis 30% wird dazu gekauft.
            Das wird sich aber in diesen Winter ändern da wir die Solaranlage in der Leistung ca. verdoppelt haben da werden selbst im Dezember nur noch ca. 30% Strom für die Wärmepumpe zukaufen müssen.

            Finanziell gesehen ist die Heizenergie ohnehin kostenlos da die Einnahmen der Solaranlage den Stromeinkauf vom Versorger mehr als abdecken.

          • @Lutz Niemann
            „Die Wärme braucht man im Winter“

            Welcher Winter?
            Der Dezember von 2019 mit ca. +3,8°C
            oder
            Der Dezember von 1969 mit ca. -4,6°C

            Herr Lutz Niemann,
            der Klimawandel lässt auch bei uns die Temperaturen ansteigen, auch im Winter.
            Die knackig kalten Winter liegen auch bereits 50 Jahr zurück.

      • Herr Kegelmann,
        Sie haben recht, aber in Anbetracht der bescheuerten deutschen Energiepolitik bleibt mir nur noch so etwas wie Zynismus. Dass am Ende der deutsche Energieverbraucher die sauteure Zeche zahlen wird, ist klar; aber das ist wohl die einzige Möglichkeit, die deutschen Zipfelmützen vom Irrsinn der Energiewende zu überzeugen.

      • @ M. Kegelmann
        Wann hat Russland bisher je Gas oder Erdöl als politische Waffe benutzt? Gas wurde selbst in Zeiten des kalten Kriegs von Russland zuverlässig geliefert.
        Die USA werden bei einer alleinigen Abhängigkeit von ihrem Frackinggas diese Lieferungen als Druckmittel benutzen. Z.B. um Deutschland zu zwingen, endlich 2% des Budgets an die NATO zu zahlen. Da gehe ich jede Wette ein.

        • Hallo Herr Blaschke,
          im Gegensatz zu den USA hat Russland nie öffentlich seine Ressourcen als politische Waffe genutzt. Aber Politik bedeutet verhandeln, und beim Verhandeln gewinnt immer der, der die besseren Karten hat, sofern er keine Fehler macht. NS2 verbessert das Blatt Russlands, daher wüten so stark die Amis.

          NS2 verändert schon die gesamte Situation.

          Polen, die Ukraine und die Balten machen so ein Theater, weil Ihnen die Einnahmen aus dem Gastransit reduziert werden, und vor allem weil ihr Erpresdungspotential wegbricht, anders ausgedrückt, ihre Verhandlungsposition wird deutlich schlechter. „Ihr wollt mehr Geld für den Transit? Dann schicken wir weniger über eure Rohre und mehr unter die Ostsee!“

          Das ist legitimer Handel.

          Deutschland gewinnt durch NS2 am meisten, da es die Ukraine als Gashauptverteiler ablöst. Auf Staatssekrätersebene kann man das sicher richtig einschätzen, auf obersten Ebene traue ich unserer Führung gar nichts zu.

          • Sie dürfen davon ausgehen, dass JEDER Lieferant seine Lieferungen einstellt, wenn Sie seine Ware nicht bezahlen. Und das war u.a. damals der Fall.
            Die politische Komponente bestand lediglich darin, dass Minsk zu diesem Zeitpunkt drohte, dafür die Transitlieferungen anzuzapfen. Und DAS ist die eigentlichen politisch Waffe!

            Mir ist es unverständlich, dass ein Bohei darum gemacht wird, wenn ein Lieferant unter Einsatz seines Kapitals versucht, Transite sicher zu machen, seine Lieferwege abzusichern vor genau solchen Erpressungsversuchen. In unseren Medien wird so getan, als sei es ein ureigenens Recht von Weissrussland und der Ukraine, an den russischen Gaslieferungen nach EU leistungslos mitzuverdienen bzw. sich sogar richtig zu bereichern (die auch in der Charitè wundergeheilte Timoschenko ist u.a. dadurch zur Oligarchin geworden).

            Das absolut Beknackte daran ist, dass unsere Medien mangels Verständnis und einäugiger Sicht auf Russland nicht mal auf die Idee kommen, dass solche Aktionen, wie die damals von Minsk und desweiteren auch von Kiew, auch UNS schaden, sogar ganz ohne Lieferstopps, allein über den Preis.

          • Die einzige Einnahmequelle der Ukraine ist der Gastransit, wobei die Ukraine häufig sowohl Russland als auch die EU erpresst hat, Europa ohne Gas zu lassen. Daher wurde Nordstream 1 gebaut.

            Zweitens, wenn Sie ihre Gasrechnung nicht bezahlen, wird ihnen der Hahn zugedreht. Das muss Russland genau so machen, oder?

    • „…wie der Strom in Zukunft denn erzeugt werden soll. Gas soll ja die konventionellen KW in der Dunkelflaute ersetzen – aber Bitte nicht aus dem Reich Putins …….
      Da bleibt nur noch der Ausbau der Kernenergie.“

      Man darf NS II nicht nur durch die deutsche Brille sehen bzw. auf deutschen Bedarf reduzieren. Das hat auch einen europäischen Kontext, und zwar nicht ausschließlich den, den die *MSM* erwähnen, nämlich, dass die Polen, Balten und Ukrainer dagegen sind…

      Erdgas wird auch u.a. für Niederländer, Briten u.a. wichtiger …
      Naja, mal sehen.
      Das russische Verlegeschiff „Akademik Tscherski“ liegt im Hafen von Mukran. Das Heck und der Bug sind verhängt (so war es jedenfalls vor 2 Wochen).
      Die Maler pinseln grade einen neuen Namen plus neuen Heimathafen ??? 😉

  3. von Dr. Klaus Dieter Humpich
    „Damit hat auch die russische Nuklearindustrie gezeigt, daß sie Kernkraftwerke fristgerecht und ohne Kostenüberschreitungen im Ausland fertigstellen kann.“

    Da kann man nur lachen Herr Dr. Klaus Dieter Humpich.

    Der erste Block sollte 2017 den Betrieb aufnehmen,
    der zweite Block im Jahre 2018 und heute ist bereits 2020 oder nicht?
    Quellenangabe:
    https://www.world-nuclear-news.org/NN-Contract_signed_for_Belarusian_reactors-1110114.html

    „The first unit is scheduled to be commissioned in 2017 and the second in 2018.“
    Übersetzung:
    Die erste Einheit soll 2017 und die zweite 2018 in Betrieb genommen werden.

    Mal abwarten was die IAEA an GWh für das AKw im Weißrussland veröffentlicht für 2020,
    2017 sind des 0GWh
    und auch 2018 sind es 0GWh
    und auch 2019 sind es 0GWh.

    Nur Herr @Lutz Niemann ist der Meinung:
    „KKW’s liefern Strom zu jeder Zeit, wenn er gebraucht wird.“

    • So ist es, „KKW’s liefern Strom, wenn er gebraucht wird.“
      Die Anbeter von Sonne und Wind sollten das Licht dann anmachen, wenn im Sommer zur Mittagszeit der Sonnenstrom überreichlich fließt. Ich gehöre nicht dazu, ich möchte das Licht dann anmachen, wenn es dunkel wird, und das ist besonders im Winter.

      • Lutz Niemann
        „So ist es, „KKW’s liefern Strom, wenn er gebraucht wird.““

        So ist es, das AKW lieferte in den letzten 3 Jahren keinen Strom, doch die Weißrussen brauchten Strom.

  4. Interessant. Bei anderen Artikeln hatte ich auch schon mal spekuliert, dass in 10 bis 20 Jahren eventuell russische Kernkraftswerksschiffe in der Ostsee dümpeln um uns aus der zu erwartenden Stromarmut zu helfen, eventuell sogar den Rhein runter fahren. Falls dann noch tatsächlich eine globale Abkühlung einsetzen sollte und die Windmühlen im Winter einfrieren, werden wir darum betteln, Russland hin oder Russland her.

  5. Wie hier sind stattdessen die Spezialisten für die grüne Wiederauferstehung des Mittelalters – romantisch grüßen die schnuckeligen Windmühlen…

  6. „Das Geheimnis liegt im Bau möglichst baugleicher Kraftwerke in dichter Folge“
    Genauso hat Frankreich 50 Kernkraftwerke innerhalb 10 Jahren gebaut.

    • Nur sieht das bei der Kernkraft in der Welt etwas anders aus (IAEA).
      2020 sind bis jetzt 3 AKW-Blöke stillgelegt und nur 1 Neubau ist gestartet.
      2019 sind 13 AKW-Blöke stillgelegt und nur 6 Neubau wurden gestartet.
      2018 sind 7 AKW-Blöke stillgelegt und nur 5 Neubau wurden gestartet.
      2017 sind 5 AKW-Blöke stillgelegt und nur 4 Neubau wurden gestartet.

      Herr Dehren Sie sehen mit den Kraftwerken geht es langsam Berg ab.
      Es werden nur noch sehr selten Kernkraftprojekte gestartet in der Welt.
      Die ca. 442 Kernkraftwerke auf der Welt müssten um nur den Aktuellen Stand zu halten jährlich ca. 10 AKW-Blöke den Baubeginn melden.

      Die Altersstruktur den Kernkraftwerke sagt doch alles aus wie es weiter geht.
      https://pris.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/OperationalByAge.aspx

      • Manchmal geht es mit der Zahl der KKW’s bergab.
        Das ist ein Erfolg der Demagogie, nicht ein Erfolg des Verstandes.
        „Den Deutschen wird erst dann ein Licht aufgehen,
        wenn in Deutschland das Licht ausgeht.“
        Nur Deutschland steigt freiwillig aus und will offenbar zurück auf dei Bäume.

        • @Lutz Niemann
          „Ich gehöre nicht dazu, ich möchte das Licht dann anmachen, wenn es dunkel wird, und das ist besonders im Winter.“

          Nur haben die Leute in Weißrussland Null MWh die letzten 3 Jahre an Strom vom AKW und Stromausfälle sind in Weißrussland fast an der Tagesortung.

          Solar und auch Windkraftanlagen habe in den letzten 3 Jahren aber bereist kräftig bei uns an MWh abgeliefert das AKW im Weißrussland noch nichts.

          Dr. Klaus Dieter Humpich verkündet….
          „Damit hat auch die russische Nuklearindustrie gezeigt, daß sie Kernkraftwerke fristgerecht und ohne Kostenüberschreitungen im Ausland fertigstellen kann.“
          Nur von „fristgerecht“ kann man bei der russische Nuklearindustrie nicht sprechen und die Kosten sind ohnehin ein Russisches Staatsgeheimeis und nicht transparent veröffentlicht.

        • @Lutz Niemann
          „Nur Deutschland steigt freiwillig aus und will offenbar zurück auf dei Bäume.“

          Lutz Niemann nur gehen weltweit die Kernkraftwerke zurück,
          Deutschland spielt da keine große Rolle die sind ohnehin ab dem 31.12.2022 in Deutschland nur noch ein Kostenfaktor für die Steuerzahler für Jahrhunderte.

  7. Der entscheidende Grund für den Bau des KKWs hat der Autor übersehen: Fukushima und der Atomausstieg in Deutschland. Im Gegensatz zu unsere Führung können Lukaschenko und vor allem Putin strategisch denken. Bei einem unausweichlichen Strommangel in Deutschland kann man Geld verdienen und sich als „Retter in der Not“ präsentieren, wenn man auf der kürzeste Strecke zwischen Belarus und Deutschland ein KKW hinstellt.

    Genau das wurde 2011 (!) beschlossen und trägt die Handschrift von Putin.

    Die Sprüche vom „Roten Zaren“ und über die Beziehungen zwischen RF, U und RB hätte sich der Autor späten sollen, die mindern die Qualität des Artikels.

    • Interessant. Bei anderen Artikeln hatte ich auch schon mal spekuliert, dass in 10 bis 20 Jahren eventuell russische Kernkraftswerksschiffe in der Ostsee dümpeln um uns aus der zu erwartenden Stromarmut zu helfen, eventuell sogar den Rhein runter fahren. Falls dann noch tatsächlich eine globale Abkühlung einsetzen sollte und die Windmühlen im Winter einfrieren, werden wir darum betteln, Russland hin oder Russland her.

      • Muss sowohl meine Aussage etwas relativieren und vor allem bestätigen:

        In der Enklave Kaliningrad bei Neman nahe an der litauischen Grenze war ein KKW geplant und der frühen Bauphase, als Litauen dagegen eine Resolution in der EU erwirkt hat oder wollte (Jahr 2010). Es war geplant, den Strom, der um ein vielfaches den Verbrauch von Kaliningrad übertraf, „nach Deutschland und St. Petersburg zu exportieren“. Das Projekt wurde 2014 durch Putin endgültig abgesagt.

        Wenn man auf der Karte schaut, liegen zwischen Grodno und Neman keine hundert Kilometer. Vom Standort Grodno aber kann St. Petersburg ohne die Nutzung vom Stromnetz der baltischen Staaten versorgt werden. Also hat Putin um 2010 beschlossen, das in Kaliningrad geplante Kraftwerk um Strommangel von Deu, St. Petersburg sowie der baltischen Staaten und Belarus 100 km südlich zu verlagern.

        Zu diesem Zeitpunkt war aber schon die Deutsche Energiewende und EU-Politik gegen Atomstrom deutlich sichtbar. Litauens Einspruch lag auch am Wunsch ein eigenes KKW zu bauen, dar der EU-Beitritt zum Abschalten eines Meilers gezwungen wurde und man nicht vom russischen Atomstrom abhängig werden wollte. Gekommen ist es genau umgedreht, wie in der EU üblich wird in Litauen niemals ein KKW gebaut, Putin dem Ärger aus dem Weg gegangen, Belarus profitiert mit und Litauen wird nun doch Russisch/Belarussischen Strom bei Engpässen kaufen.

        Der Startschuß war aber der schon 2007/08 sich langfristig abzeichnende Strommangel in Deutschland erwirkt durch Eiskugeln-Trittin.

        Man kommt nicht umhin dem russischen Präsidenten u.A. in diesem Fall Weitsicht zu attestieren, umgekehrt proportional zu unseren Energie-Planer

        • Am 8.5.2010 konnte man Merkel und Putin einträglich nebeneinander sitzend auf der Tribüne am Roten Platz bei der Parade sehen, sie feierten den Sieg über Deutschland. Was sie geredet haben ist nicht bekannt, sie brauchten auch keinen Dolmetscher.
          Genau 4 Monaten später wurde der beabsichtigte Bau von ZWEI KKW’s im früheren Königsberg bekannt gegeben. Auch zur Versorgung von Berlin.
          Ich vermute da einen Zusammenhang.

          • Ihre Vermutung ergibt Sinn, Herr Niemann!

            Allerdings hat sich das Verhältnis seitdem deutlich verschlechtert und unsere Königin hat im Jahrzehnt dazwischen deutlich den Bezug zu Realität verloren.

            Was ich schon vor einer Woche vermutet habe scheint sich zu bestätigen:

            „EU-Reaktion auf Giftanschlag
            Merkel schließt Folgen für Nord Stream 2 nicht aus“

            https://www.n-tv.de/politik/Merkel-schliesst-Folgen-fuer-Nord-Stream-2-nicht-aus-article22020152.html

            Es ist doch unübersehbar die Fortsetzung der Politik mit amerikanischen Mitteln, incl. das Geschrei in unseren Medien, um das doofe Volk vorzubereiten und Merkel den Anlass für eine alternativlose Entscheidung zu liefern.

            In den russischen Medien ist die Geschichte bereits vergessen, schlicht und einfach weil die Person nicht von öffentlichen Interesse ist. Selbst wenn jemand seine Mordlust nicht mehr zügeln kann, wird ein Politiker vom Format Putins warten, bis das Gas fließt, oder? Die Reaktionen waren ja voraussehbar.

            Jede Energiequelle wird eine nach der anderen beharrlich vernichtet. Deutschland ist nicht mehr zu retten!

    • In Rußland gibt es einen Zaren.
      In Deutschland gibt es eine Zarin.
      Der unsinnige „Schnickschnack“ – das hat Herr Humpich richtig formuliert – verteuert die KKW’s und verlängert die Bauzeiten oft bis fast zur Unendlichkeit, siehe EPR in Finnland.
      Der unsinnige Strahlenschutz, der nur beim Umgang mit Kernbrennstoffen gilt und nicht bei Höhenstrahlung und in der Medizin, ist die Ursache alles Übels. Das kann man alles auf der exzellenten Seite des Herrn Humpich nachlesen. Dort suchen unter LNT.

      • Sehr geehrter Herr Niemann,

        der fachliche Teil des Beitrags von Herrn Humpich ist excellent, da gibt es nicht hinzuzufügen. Meine Kritik bezieht sich auf den Satz:

        „Rußland mußte Weißrussland ein Kernkraftwerk bauen und vorfinanzieren, sonst hätte es Weißrussland durch den Bau der Ostsee-Pipeline unweigerlich in die Arme des „Westens“ getrieben. Ein weiterer Satellitenstaat wäre dem „roten Zaren“ – wie schon vorher die Ukraine – davongelaufen.“

        der auf absolute Ahnungslosigkeit über die geschichtlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge im Bereich der Ex-UdSSR offenbart. Darüber zu informieren reicht kein kurzer Kommentar und wäre hier fehl am Platz. Ich hoffe Sie glauben mir einfach ein bisschen.

        Was die Zaren betrifft, der russischen vertritt nach meiner Einschätzung ausschließlich die Interessen Russlands, die naturgemäß manchmal den deutschen und EU-Interessen entgegengesetzt sind, während die deutsche Zarin ausschließlich am eigenen Machterhalt interessiert ist. Die wachsende internationale Bedeutung Russlands beruht u.A. darauf, dass das Volk seinem Zaren mehrheitlich vertraut, daher kann dieser unpopuläre Maßnahmen durchsetzten, z.B. Entscheidungen, die zu Sanktionen führen können, das Volk nimmt ihm die gesunkene Lebensqualität dadurch nicht besonders übel. Während die deutsche Zarin auf Medienmanipulation angewiesen ist und dem Zeitgeist hinterher rennen muss, anstatt etwas fürs Volk zu tun.

        • Aus aktuellem Anlass erweitere ich meine Beurteilung über die Weltpolitik zum Thema Russland ohne Bezug auf den Artikel.

          Nawalny hatte vor mehr als einem Jahrzehnt eine Sternstunde und hatte gewissen Bekanntheitsgrad erreicht. In Russland ist er nun so populär wir unser Reiner Hoffmann in Deutschland. Der Name ist im Westen um Größenordnungen bekannter als in Russland und ist für das System absolut keine Gefahr. Daher wäre es das dümmste, was Putin tun könnte, ihn mit dem berühmten russischen Gift vergiften zu wollen.

          Die letzten Tagen und Stunden mehren sich die Stimmen, die ein Stop von Nordstream 2 verlangen, als Vergeltung für Navalny. Primitiver kann man eine false flag Operation nicht ausdenken, mit antirussischen Scheuklappen glaubt man den Unfug aber gern. Man sollte lieber den Bürgermeister von Saßnitz befragen, wie Kongressabgeordnete ihn am Telefon gedroht haben, die letzten Rohren nicht verlegen zu lassen, ansonsten wird Saßnitz platt gemacht. Wenn solche Interessen im Spiel sind, dann spielt das Leben oder die Gesundheit eines unbedeutenden Russen keine Rolle.

          Aber man glaubt hier den politischen Unfug der Mainstreammedien so gern wie den physikalischen Unfug von Harald Lesch. Ich sehe es schon kommen: Merkel hat sich immer „hart“ gegenüber amerikanischen Forderungen zum Stop gezeigt. Nun hat sie andere vorgeschickt und kommt zum Schluß „Ich habe alles versucht um die deutschen Interessen zu verteidigen, aber der böse Putin hat es versaut. Nun müssen wir teures Gas kaufen und die Energiepreise erhöhen.“ Abgekartetes Spiel!

          Da es Bezug zu Energie hat, bitte ich die admins meine politische Einschätzung zu veröffentlichen.

          Und bei allen Lesern einen möglichst pragmatischen Blick auf die Politik Russlands bei aller Abneigung vieler gegenüber dem Präsidenten!

          • „Primitiver kann man eine false flag Operation nicht ausdenken“
            nanana. So denkt ein PdG (*Putin der Große*) nun mal. Weil man es als unlogisch erachtet, tut er es genau so. Also vielleicht. Oder ganz sicher.

            Auf jeden Fall aber hat Putins FSB geschlampt. Entweder beim Vergiften oder beim Beschützen. Also ich wär sauer, sau- sauer, an Putins Stelle.

            Ansonsten bliebe anzumerken, dass die Chancen für Wunderheilungen von Oppositionellen gerade in der Charitè sehr groß sind.

          • @ Hagen Müller

            Man kann sowohl hier als auch in Russland denken und schreiben was man will. Man sollte nur davon ausgehen, dass ein russischer Präsident eine Politik verfolgen müsste, die dem russischen Volk gefallen sollte, egal ob diese Politik im Westen Zustimmung findet oder nicht. Daher sind Ihre, meine und die Meinung der schreibende Zunft hier über den Fall und über PdG unerheblich, sondern nur die Meinung des russischen Volkes wichtig.

            Man kann manchmal auch davon ausgehen, wenn jemand einen slavischen Namen hat, vielleicht slavische Wurzeln hat und daher die slavische Mentalität besser versteht.

          • Ich fürchte Herr Müller, meine Ironie-Sensoren waren beim ersten Lesen Ihres Beitrags abgeschaltet und ich habe den Sinn erst jetzt verstanden.

            Bitte um Nachsicht!

        • Sehr geehrter Herr Georgiev!

          Ihr dritter Absatz:

          „der auf absolute Ahnungslosigkeit über die geschichtlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge im Bereich der Ex-UdSSR offenbart. Darüber zu informieren reicht kein kurzer Kommentar und wäre hier fehl am Platz. Ich hoffe Sie glauben mir einfach ein bisschen.“

          streichelt meinen Geist und anschließend meine Seele. Endlich Jemand, der sich offen und elegant äußert. Dieses ewige Rußland- und Putin-Bashing, basierend auf MSM-Wissen, schlägt mir nämlich leider allmählich auf den Magen.

          Mit freundlichen Grüßen

          • @ Heimo Suntinger
            Ich stimme Georgiev ebenfalls zu. Für mich ist EIKE vor allem ein Verein mit einem Portal, in dem es um Energie, Klima und Energiewende geht. Immer wieder auftretende politische Meinungen sollten m.E. lieber unterbleiben, allein schon deshalb, weil das fachliche Niveau für diese politischen Meinungen zumeist nicht vorhanden ist.
            Im Übrigen haben das Putin- und Russland-Bashing incl. der verhängten Sanktionen dazu geführt, dass Deutschland in der Wirtschaftsleistung von Platz 5 auf Platz 6 abgerutscht ist. Platz 5 belegt jetzt Russland. Merkel hat also den von ihren Auftraggebern geforderten Beitrag zur weiteren Deindustrialisierung Deutschlands erfolgreich geleistet.
            Und Russland hat gezeigt, zu was Sanktionen in der Lage sind.

          • Sehr geehrter Herr Blaschke!
            Fast vollkommene Übereinstimmung!
            „Energie, Klima und Energiewende“ haben leider doch sehr viel mit Politik zu tun! Das Ergebnis erlebe ich ja. Und daß das fachliche Niveau bezüglich Rußland, Putin (und ebenfalls China) zumeist nicht vorhanden ist, sehe ich ebenfalls.
            Und wenn Politiker über energetische Kobolde fabulieren, ist es fast zwingend erforderlich, danach zu fragen, wer denn jetzt politisches Niveau hat? Und wem es fehlt? Bedeutet (heutzutage) politisches Niveau, daß man von allen anderen Dingen keine Ahnung haben muß?
            Rußland und China werden auf dieser edlen Seite stets (meines Erachtens zurecht) gelobt, wenn es um den Ausbau ihrer Energie- und Verkehrsinfrastrukturen geht. Und stets getadelt, wenn es um ihre sonstige „Politik“ geht.
            Da stimmt doch was nicht, oder?

  8. Danke, Herr Humpich, für die Info über das, was in der Welt außerhalb unseres Landes so geschieht.
    Ich lese da „mit allem Schnickschnack, wie doppeltem Beton-Containment und Kernfänger“ — oh je, auch in anderen Ländern wird der von Deutschland und Frankreich eingeführte Unfug wie 2 übereinander gebaute Betonhüllen und der corecatcher gebaut. Auf diese Weise werden die KKW’s unnötig verteuert und irgendwann unwirtschaftlich gemacht. Ähnliche Beispiele gibt es schon in der Schweiz, Abschaltung vom KKW wegen Unwirtschaftlichkeit.
    Als ich vor vielen Jahren Biblis besichtigt habe, speiste dieses KKW den Strom für 2,2 ct/kWh ins Netz ein. Und zu der Zeit lieferten die KKW’s in den USA den Strom für 1,1 ct/kWh ins dortige Netz, weil es dort nicht so viele unsinnige Auflage der Behörden gab. Heute kann das evt. schon anders sein, das weiß ich nicht so recht.
    KKW’s liefern den billigsten Strom.
    KKW’s liefern den umweltfreundlichsten Strom.
    KKW’s liefern Strom zu jeder Zeit, wenn er gebraucht wird.
    KKW’s können die Menschheit bis in alle Ewigkeit versorgen, aber nur mit Schnellen Reaktoren und vollständigen Brennstoffkreislauf wie es zur Zeit nur Rußland entwickelt hat (China und Indien werden folgen, vielleicht).
    Es gibt KEIN Problem mit Endlagerung, aber dazu müsste man die Fachleute fragen, nicht die „Experten“.

    • @Dr. Lutz Niemann

      Diese „Experten“ sind genau das Problem. Empirischer Fall: Das skandalumwitterte Unternehmen Enron, welches dann Bankrott ging. Später entdeckte interne Papiere des Unternehmens Enron ließen durchblicken, daß die Unternehmensspitze bereits damals mehr Sinn darin sah, das Stromangebot künstlich und kriminell zu verknappen als den Kunden professionell und bestens zu versorgen, mit möglichst niedrigen Preisen. Schon in den 1990ern soll Enron Lobbyisten bezahlt haben um das Kyoto Protokoll voranzubrigen. Ziel war es, die Menschen mit sog. künstlichen Emissions-Zertifikaten abzukassieren (CO2-Variante womöglich).

      Schaut man bspw. auf Kalifornien, dann begannen die dortigen Probleme mit dem Strom, bereits ab den 2000er Jahren. Die dortige spärliche und unklare Gesetzeslage kriminell ausnutzend, begann das Unternehmen Enron rein künstlich Stromengpässe zu erzeugen um die Preise künstlich in die Höhe zu treiben. Es kam dabei auch zu gewollten Blackouts. Man spielte mit den anderen Wirtschaftsakteueren und manipulierte ziemlich nach Belieben. Einige andere Unternehmen sollen durch Enron gezielt in den Ruin getrieben worden sein.

      Quelle:
      https://www.spiked-online.com/2020/08/27/the-problem-in-california-is-poverty-not-climate-change/

    • @Lutz Niemann
      „Als ich vor vielen Jahren Biblis besichtigt habe, speiste dieses KKW den Strom für 2,2 ct/kWh ins Netz ein.“

      Wie soll das den funktionieren wenn bereits die Abbruchkosten
      bei über 2 Cent/kWh sind beim AKW.
      Beispiel AKW-Mühleberg
      Insgesamt belaufen sich die Rückbaukosten auf 3 Mrd. Franken.
      In den 47 Jahren des Betriebs hat das Kraftwerk 130 Mrd. kWh Strom produziert.
      Sind ca. 0,023 Franken/kWh (2,1 € Cent/kWh) für den Rückbau.
      Quellenangabe:
      https://www.energate-messenger.ch/news/199178/muehleberg-ist-endgueltig-vom-netz

  9. Man sollte sich darüber klar sein, daß die Uran235-Reaktoren Quatsch sind. Die besten und sichersten Reaktoren sind die Thorium-Reaktoren. Aber die sind ja von den SPD-Bonzen „verboten“ worden. Wie so Vieles hat die SPD kompletten Bullshit geleistet. Das Schlimmste, was die und die überzeugte Kommunistin Dr. A. Merkel geleistet haben sind die Windmühlen, die nicht nur die Insekten- und Vogelwelt vernichten, sondern auch die Gesundheit der Menschen im Umkreis bis zu 7 km. Und über das, was auf den Meeren passiert, wird geschwiegen.

    • @T. Heinzow

      Das folgende ist rein theoretisch. Ein Gedankenspiel, das mich nicht mehr loslassen tut. Man nimmt einen Transporter. Darin baut man ein Gerät ein, welches Schallwellen aussenden kann, in der jeweils gewünschten Frequenz. Man nähert sich mit diesem Transporter einem Windrad und beschallt es mit einer bestimmten Frequenz, die dem Windrad schadet. Ist ein Windmonster außer Gefecht gesetzt, „fährt“ man damit zum nächsten Windmonster.

      Diese Schallwellen sind ja nicht hörbar, beim aussenden und sind zielgerichtet. Korrekt? Wenn das Windmonster zu vibrieren anfängt, das müßte dann zu hören sein. Aber im Wald ist sowieso kein Mensch, während dieses Vorgangs.

      Die Idee ist verbesserungsfähig, natürlich. Ideale oder notwendige Entfernung des Transporters zum Windradgetriebe. Stärke der Schallwellen. Für Physiker kein Problem. Könnte das funktionieren? (Die gesetzliche Seite ignorieren wir jetzt einmal!, weil ja nur ein „albernes“ Gedankenspiel, zur Errettung unserer wertvollen und wunderschönen Fauna.)

      • Es gäbe da viel einfachere und effizientere Methoden. Aber da es in D verboten ist Sachbeschädigungen zu begehen, benenne ich die nicht.
        Allerdings hat man in D die ERlaubnis erteilt die Gesundheit der Bürger zu schädigen: Mit Windmühlen. Die sind nämlich extrem gesundheitsschädlich.

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