Klimawandel-Dürre: Jetzt sterben die niedlichen Igel!

Von Michael Gäbler, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=62619121

von AR Göhring

„Trockene Sommer: Igel verhungern und verdursten“, schreibt das Klimawandel-Magazin „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

Manche Zeitungsmeldung ist derart offensichtliche Regierungs-PR, daß man sich nicht wundert, daß Frankfurter Allgemeine, Welt und Bild, die ehemals konservativen und bürgerlichen Zeitungen, jährlich bis zu zweistellige Prozentzahlen verlieren. Welcher Leser will für Propaganda auch noch zahlen?

„Viele der Tiere verhungern oder verdursten“, sagt eine Biologin der FAZ. Wegen der „Hitze“ und „Trockenheit“ in Deutschland fänden die Igel kein Wasser zum Trinken und keine Würmer, da diese sich unter den trockenen Oberboden zurückziehen. Jaja – selbst in den letzten heißen zwei, drei Hochsommer(!)-Wochen hat es zwischendurch ordentlich geschüttet. Auf Rügen zum Beispiel war der Waldboden bei Binz klatschnaß; und schwimmen in der Ostsee haben sich nur ein paar Hartgesottene getraut.

Man findet seit den 1990ern immer weniger überfahrene Tiere, weil es einfach immer weniger gibt. Und warum ist das so? Die Antwort ist unten im FAZ-Text versteckt:

„Bis heute ist der Bestand regelrecht zusammengebrochen“, erklärt Nora Künkler, Biologin und Sprecherin der Sielmann-Stiftung. Durch Pestizideinsatz, Insektensterben, dichte Bebauung und fehlende Brachflächen finden die Stacheltiere immer weniger Nahrung und Lebensräume.

Aha – wie die „Dürre“ ist das Igelsterben der Bautätigkeit in deutschen Gemeinden geschuldet. Und dem Energiepflanzenanbau – dafür brauch man nämlich riesige Monokulturen und ordentlich Pestizide, was auch der Vielfalt und Zahl der Insekten abträglich ist. Es ist zum Haare-Ausraufen: Unsere Regierenden und Mächtigen ruinieren unsere Natur und Landschaft, aber schuld ist nach Ansicht von Redaktions-Aktivisten eine ominöse Dürre, in Klammern der Klimawandel.

 

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18 Kommentare

  1. Wenn denn wirklich die Igel vom Aussterben bedroht sind, wäre dieses wohl nicht auf eine Ursache zurückzuführen. Wie misst man den Populationsrückgang ? Gibt es ein jährliche Igelzählung Zensus?
    Gerne möchten ich die zahlreichen Agrar-Expertisen ergänzen:
    Im ökologischen Landbau gelingt es durch den sehr sparsamen Einsatz von Stickstoff in der Fruchtfolge den Boden immens mit Humus anzureichern.
    Diese Humusanreicherung führt dann zu einer immensen Vermehrung des Bodenlebens. Zahlreiche Bio- Landwirte unterlassen sogar dass Pflügen, um die Igelpopulationen auf dem Acker nicht zu stören. Ups … oder stimmt hier etwas in meiner Argumentationslogik nicht.
    In diesem Sinne, so wie der Klimawandel nur eine Ursache haben kann (CO2), lässt sich das Igelsterben auch auf eine Ursache (Schuldigen) zurückführen.

  2. Ich habe auch Igel in meinem Garten, schon seit zwanzig Jahren. Ich lasse wenn ich Hecken schneide einen Haufen Schnitt für die Igel liegen. Die vermehren sich prächtig. Ich sehe jedes Jahr junge Igel über die Terrasse laufen und sich, zum Leidwesen meiner Katze, über deren Futternapf her machen.

  3. Einen Igel habe ich hier nachts herumschleichen sehen, kürzlich. Dann hat es geregnet, viel geregnet. Er hat versucht sich in einen Kaninchenbau zu retten. Danach hat er den Kontakt zu mir abgebrochen. Nicht nett von ihm.

    Zitat: „[…] Unsere Regierenden und Mächtigen ruinieren unsere Natur und Landschaft, […]“

    Eine eindeutig objektiv wahre Aussage. Die Mächtigen und Regierenden tun nämlich genau das Gegenteil, von dem was sie versprechen. Das hat zur Folge, bspw., statt weniger CO2, wird es sehr viel mehr davon geben.

    Zitat: „[…] aber schuld ist nach Ansicht von Redaktions-Aktivisten eine ominöse Dürre, in Klammern der Klimawandel.“

    Selbst auf frischer Tat ertappte Schwerverbrecher, Mörder und so weiter, leugnen frech deren Tat. Die Leugnung bringt also nix. Im Gegenteil, die Akteure überführen sich selbst all dieser Menschen verachtenden Taten.

    Zitat:“[…] Es ist zum Haare-Ausraufen: […]“

    Aber nein! Es ist alles logisch erklärbar. Nur wird die fachmännische Antwort, Autoren, wie einen Helmut Kuntz (EIKE) bspw. total mißfallen und sein falsches Weltbild absolut sicher zum Einsturz bringen. 😉 Für Menschenkenner nichts Neues. Die Physik und Naturwissenschaften lehren nichts über Menschenkenntnis.

    • Geehrter Herr Kegelmann,

      wenn ich Ihren Kommentar richtig deute, ist das CO2 bzw. der Klimawandel schuld an der Dürre. Wenn alles „logisch erklärbar“ ist, zeigen Sie mir doch bitte den Logikfehler meiner Überlegungen. Mehr CO2 = höhere Temperatur = mehr verdunstendes Wasser = mehr Niederschläge. Ein anderer logischer Aspekt: weniger Insekten = weniger Larven = weniger Igelnahrung. Dazu mal beim DLR nachgucken, z.B. (https://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/st/et_1810_10_3_Trieb_BCDR_51-55_ohne.pdf). Oder mal eine Landpartie machen. Maismonokulturen soweit das Auge reicht und auf jedem zweiten Hof ein „Zirkuszelt“ einer Biogasanlage. Und natürlich jede Menge Gülle, gern auch importiert, sowie Spritzmittel und Bewässerung, damit die ausgelaugten Böden noch genug hergeben. Fruchtfolge war gestern. Vom Einsatz großer, dieselgetriebener Landmaschinen mal ganz zu schweigen.

  4. Man nimmt es eben in der Wissenschaft nicht zur Kenntnis: Die Lüge vom schädlichen CO2 dient nur den Kommunisten unter der Oberkommunistin Dr. A. Merkel. Man schaue sich an was die in HH Geborene um das Haus von R. Havemann trieb und was sie als „Marschiereviel“ in der doch totaldemekratischen Republik im freien Osten trieb.
    Daß mehr CO2 zu besserem Pflanzenwuchs an Land und im Meer führt, ist ja unbekannt.
    Allerdings ist auch nicht bekannt, daß Maisanbau extrem schädlich in der Landwirtschaft ist. Die Böden werden düngerisch komplett ausgelaugt. Aber es nützt ja der ökologischen Stromerzeugung mit diesen umweltschädlichen Pflanzen.

  5. Mir fällt bei dem Wort Dürre immer der folgende jüdische Witz ein:

    Der HERR sprach zum Propheten des Volkes Israel aus einem brennenden Dornbusch: „Wenn das Volk nicht von der Sünde abläßt, schicke ich eine große Dürre“. Der Prophet erwiderte: „Eine kleine Dicke wäre uns lieber“.

    Soviel für heute zur Klimareligion. Etwas Humor kann nie schaden.

  6. Igel sind Allesfresser und finden immer Nahrung. Den Igeln auf meinem Grundstück geht es ganz gut. Die Nachbarn haben Zierteiche, es gibt den Morgentau, den Rasensprenger. In gut und schlecht umsorgten Gärten und auch in Feld und Flur hat der Igel keine Not. Das ist selbstverständlich nur schwer nachvollziehbar, wenn man in einem 20-Geschosser wohnt. Dort ist der Igel selbstverständlich zum Tode verurteilt und muß unbedingt gerettet werden.

    • Allesfresser? Nicht ganz- Insektenfresser, im Herbst nehmen sie auch Obst. Körner, Samen, harte Sachen können sie nicht beißen wie Nager. Wenn eiweißreiche Würmer, Insekten fehlen, kann es schon eng werden. Aber grade im Sommer? Höchstens mal zwei Wochen, wenn es trocken ist.

    • Kleine und gesunde Igel bei sich aufnehmen ist verboten, die Tiere sind geschützt und selber in der Lage, in naturnahen Gärten für den eigenen Unterhalt zu sorgen und sich ein Fettpolster für den Winter anzufressen. Das trifft wohl für den Igel im Film zu. Der Mensch darf nur dann helfend eingreifen, wenn die Tiere noch sehr jung sind und die Mutter gestorben (überfahren) wurde oder die Jungigel Verletzungen zeigen. Oft reicht ein Zufüttern im Freien. Als vermeintlicher Tierfreund – oftmals Großmütter ohne Enkel – sollte man aber wissen, dass man laut Bundesarten- und Naturschutzgesetz den unter Naturschutz stehenden Igel erst ab dem 1. November und nur unter 500 Gramm Gewicht oder verwaiste bzw. verletzte Igel zur kurzzeitigen Pflege aufnehmen darf. Die Naturschutzgesetze kennen den Begriff „Klimaänderung“ nicht. Eine Aufnahme in menschliche Obhut vor dem 1. November ist generell verboten. Den meisten Deutschen ist eh nicht bekannt, dass die Igelin oft Anfang August ihre Jungen gebärt und diese im September schon unterwegs, aber halt noch sehr klein sind und oftmals sogar noch gesäugt werden. Ich berichte aus eigener Erfahrung, da sich in meinem Garten konstant Igel aufhalten, die sogar tagsüber durch den Garten marschiert sind. Der Igel ist mein Vorbildtier, er greift selbst nicht an, zeigt aber seine Stacheln, wenn er angegriffen wird. Vor allem will er in Freiheit leben.

      • +1
        Wir füttern jedes Jahr im Freien zu ab dem ersten Frost und bis es nicht mehr angenommen wird.
        Es muss ein Ausgleich für den Strassentod zumindest versucht werden.

      • Mein Kommentar war auch als Scherz gemeint.

        Natürlich darf man Wildtiere nicht so einfach aus der Natur entnehmen.

        Kleine Eichhörnchen, oder Igel, oder angefahrene und kranke Tiere kann man bei uns im Tierheim abgeben, oder die Tierrettung anrufen.

        Oder den Revierförster informieren.

        Diese Ökos aber nehmen in der Tat Wildtiere bei sich auf. Im Wattenmeer werden durch die Ökos auch Heuler von ihren Müttern getrennt, etc.. Weil die denken, die kleinen wurden verlassen. Oder die nehmen Vögel aus dem Nest, etc..

      • Aus dem Bundesnaturschutzgesetz:

        §45 Ausnahmen

        (5) Abweichend von den Verboten des § 44 Absatz 1 Nummer 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen. Die Tiere sind unverzüglich freizulassen, sobald sie sich selbständig erhalten können.

        D.h. es gibt keine Gewichtsobergrenze für Igel und auch kein Datum, ab dem man sie erst pflegen darf.

    • Michael Krügers Video zeigt doch einen Weißbauchigel, oder nicht? Stammen aus Arabien/ Spanien. Ein echter Klimaflüchtling!

      • Das sieht nach einem afrikanischen Weißbrustigel aus. Die sind als Haustiere erlaubt.

        Laut Bundesamt für Naturschutz (WISIA online) sind in D nur Braunbrustigel (Westlicher Igel) besonders geschützt. Das liegt vermutlich daran, dass diese die einzige wildlebende Igelart bei uns sind.

  7. Und wenn es demnächst kräftig regnet, wird die gleiche stiftungsalimentierte Dame räsonieren, die Igel würden ersaufen. Egal was passiert, sie sind vom Aussterben bedroht,- wie auch die Presse, die ja mit einem dreistelligen Millionenbetrag von unserer Qualitätsregierung unterstützt werden soll. Aber da entstehen natürlich keine Abhängigkeiten die zu Beißhemmungen führen,- ein Schelm wer Schlechstes dabei denkt.

  8. Einen Grund hat die Biologin der Sielmann Stiftung vergessen: der Straßenbau. knapp 5% der Landschaft sind mit asphaltierten Straßen überbau, in der Summe so groß wie das Land Thüringen. Die Igel wurden in den letzten 40 Jahren einfach totgefahren beim Überqueren der Straßen. Da dies überwiegend nachts geschiet, wird das leise Artensterben kaum bemerkt. Andertags holen sich bereits Füchse und andere Aasfresser die Kadaver, zumal die plattgefahrenen Kadaver meist in den Straßengraben entsorgt werden.

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