Was ist Settled Science?

Wann ist Wissenschaft settled, und wann ist sie es nicht? Bild: Angelika Koch-Schmid / pixelio.de

Titel im Original: A whimsical, satirical, sarcastic, not funny, none of the above ,or all of the above look at settled science. Übersetzt etwa: Ein skurriler, satirischer, sarkastischer, nicht lustiger, keiner der oben genannten oder alle der oben genannten Blicke auf die etablierte Wissenschaft
Joe Bastardi

Der vom Menschen induzierte Klimawandel gilt Vielen als settled science. Damit tauchen sofort zwei Fragen auf: 1) Was ist settled science? und 2) wenn das settled science ist, warum geben wir dann immer noch so viel Geld aus, um weiter in diesem Bereich zu forschen?

Wenn ich an „Settled Science“ denke, denke ich nicht an etwas, dass viele Menschen, die viel klüger sind als ich, mit Abschlüssen auf einem Niveau, von dem ich nur träumen kann, mit dem, was zu einem „Konsens“ geworden ist, nicht einverstanden wären. Wenn es eine abgeschlossene Sache ist, warum debattieren sie dann darüber? Aber es gibt viele, die sich über das Ausmaß der vom Menschen verursachten Erwärmung nicht einig sind, aber ihre Stimmen werden unterdrückt. Das bedeutet nicht, dass sie nicht da draußen sind. Ich denke auch, was ist wirklich settled science? Ich habe ein Beispiel: Wasser, das bei 0°C gefriert, ist settled science.

Da gibt es keine Debatte, oder?

Als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, wie viele Probleme dies in der heutigen Welt verursacht. Mehr Menschen sterben an Kälte als an Wärme, große Gebiete des Planeten werden für einige Monate im Jahr für Ernten unbrauchbar gemacht. In manchen Gebieten kann man überhaupt nichts ernten, weil die Temperatur fast immer unter dem Gefrierpunkt liegt. Die Geldsummen, die zur Bekämpfung der Verwüstungen durch Winterstürme ausgegeben werden, belasten das wirtschaftliche Wohlergehen des Planeten enorm. Schnee erzeugt Schnee und sorgt für mehr Kälte. Es braucht mehr Energie, um ein Haus oder ein Geschäft zu heizen, als um es zu kühlen. Da dies also settled science ist, warum kämpfen wir nicht dafür, den Gefrierpunkt zu senken? Schließlich würde dies ein viel gastfreundlicheres Klima bedeuten, das für die Menschheit weitaus besser wäre. Wer will Schnee schaufeln, auf vereisten Straßen fahren, seine Windturbinen einfrieren lassen oder Sonnenkollektoren mit Schnee und Eis bedeckt haben? Sicher treibt man Wintersport, aber schauen Sie sich all die Menschen an, die dabei verletzt werden. Zu ihrem eigenen Schutz sollten wir das ändern. Sicherlich würden wir viele Wintersportarten verbieten, aber wie die Bergleute nach dem Verbot von Kohle können wir sie einfach umschulen. Warum drängen wir nicht weltweit darauf, diese settled science zu ändern, damit wir die schreckliche Natur des Einfrierens von Wasser bei 0°C kontrollieren können? Stellen Sie sich vor, der Gefrierpunkt läge bei -10°C. Unzählige Menschen würden ein besseres Leben führen.

Wer wird in dieser Frage an die Spitze kommen? So viele Fragen, aber so wenige Antworten.

Warum also nimmt der Mensch diese Herausforderung nicht an? Weil wir uns ANPASSEN. Auf diese Weise werden Fortschritte erzielt. Wenn also der Planet aus welchem Grund auch immer 1 Grad wärmer ist, ist die Veränderung im Verhältnis zur Innovations- und Anpassungsfähigkeit des Menschen so graduell, dass es praktische Möglichkeiten gibt, damit umzugehen. Aber das Gefrieren des Wassers bei 0 Grad ist ein riesiges Problem, eines, das wir nicht gelöst haben. Ich träume von einer Welt, in der das Wasser bei -10 Grad Jahren gefriert*.

[*Autor Joe Bastardi ist Meteorologe und hat sich diese -10°C wohl nicht ganz willkürlich ausgedacht. Die Kleinst-Tröpfchen in Wolken gefrieren in der freien Atmosphäre tatsächlich erst bei etwa -10°C. Zwischen 0°C und -10°C sind sie weitgehend noch flüssig, was bei entsprechenden Temperaturen am Boden zu Glatteis führt. Anm. d. Übers.]

Lassen Sie mich nicht mit der Schwerkraft anfangen. Stellen Sie sich vor, wir könnten alle fliegen.  Der Traum von AOC [Alexandria Occasio-Cortez, eine US-Senatorin der Demokraten und hyper-alarmistisch ausgelegt] von Fahrzeugen, die kein CO2 in die Luft spucken, würde wahr werden.  Aber da Sie 100x mehr CO2 ausatmen als Sie einatmen, würden mehr Menschen, die fliegen, ein Problem verursachen.

Nun mögen einige sagen, dies sei kein Thema, über das man sich lustig machen dürfe. Wie kann ich es wagen, das Absurde zu benutzen, um zu versuchen, ein Argument vorzubringen.

[Es folgen am Ende Abschnitte mit so vielen Anspielungen auf die US-Boulevard-Szene, dass von der Übersetzung abgesehen wird. Das Ansinnen des Autors wird auch schon bis hier deutlich. Anm. d. Übers.]

Autor: Joe Bastardi is a pioneer in extreme weather and long-range forecasting. He is the author of “The Climate Chronicles: Inconvenient Revelations You Won’t Hear From Al Gore — and Others” which you can purchase at the CFACT bookstore.

Link: https://www.cfact.org/2020/08/17/a-whimsical-satirical-sarcastic-not-funny-none-of-the-above-or-all-of-the-above-look-at-settled-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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16 Kommentare

  1. Danke Herrn Müller für den Hinweis auf den Troll im Weber-Vodoo blog. Der Diskussionspunkt dort ist eh „Settled science“ und wurde überextensiv propädeutisch aufbereitet.

    „Settled science“ bedeutet nicht, daß etwas einfach zu verstehen ist, es heißt auch nicht, daß alles zu einer wissenschaftlichen Frage restlos beantwortet wäre.

    Wissenschaft zeichnet sich durch Erkenntnisfortschritt aus: man gewinnt Erkenntnisse, löst Rätsel, kann Beobachtungen erklären, hat eine Theorie und kennt ihre Grenzen und dazu gehört auch, zu erkennen, was noch geklärt werden muß. „Settled science“ ist der Teil, der trotz Erkenntnisfortschritt, Modifikation oder Erweiterungen der Theorie keine Revision der Erklärung früherer Beobachtungen bedarf.

    • „„Settled science“ ist der Teil, der trotz Erkenntnisfortschritt, Modifikation oder Erweiterungen der Theorie keine Revision der Erklärung früherer Beobachtungen bedarf.“

      Was für ein Quatsch!
      Wer legt denn fest, daß es „keine Revision der Erklärung früherer Beobachtungen bedarf“?

      • Die Wissenschaft selbst natürlich, wie auch die Feststellung, was settled ist. Das ist doch selbstverständlich, schlieslich ist Wissenschaft kein Wunschkonzert

    • Dazu gehören die Hauptsätze der Thermodynamik – die aber nicht zur „CO2 Klimaerwärmung“ passen. Pech für die Hauptsätze, die Klimakirche hat ja immer recht…..

  2. Settled science ist schlicht Klugscheißerei mit erstunkener oder halbwahrer Basis, aber 100 %ig medialem „support“.
    Für settled science wird man nie einen Nobelpreis bekommen.
    Dafür bekommt man in dieser Disziplin, als Schulschwänzer, durchaus schon mal den alternativen Nobelpreis und wird durch Herumsitzen Millionär. So gehts auch…

      • Marvin Müller

        3. SEPTEMBER 2020 UM 11:08

        Ja klar, das war ironisch gemeint, mir ist auch klar, dass unsere „interessierten Laien“ bildungsresistent sind und sich eher die Zunge abbeißen würden als zuzugeben, etwas nicht verstanden oder sich geirrt zu haben. Sich von dutzenden Lehrbüchern und Fachleuten aufschlauen zu lassen ist konträr zu deren Weltbild, denn in ihrem Weltbild ist nur das wahr, was sie hier und jetzt mal gerade behaupten, Konsens ist konspirativ, Wissen existiert nicht und die eigene Meinung ist das, an dem sich der Rest der Welt orientieren muss. Sie wissen schon, dass wir Teil des Spiels sind? Denn Widerspruch und Korrektur wird bei diesen einfältigen Leute so interpretiert, daß da was faul sein muß, denn für diese Leute besteht ja kein Bedarf an Bildung, und Bildung aus Interesse kennen diese Leute nicht, denn ihr Weltbild erklären sie sich ja nach Belieben, da irritiert Neues nur und Überraschendes und Unsicherheit ängstig sie.

  3. Werter Herr Andreas Demmig,
    da das Thema für Sie „settled“ ist, erwarte ich von Ihnen eine exakte Antwort auf die folgende Frage:
    Welche Gefriertemperatur hat chemisch absolut reines unbewegtes Wasser unter feldfreien Bedingungen?

    Mfg
    Werner Holtz

    • Sehr geehrter Herr Holtz,

      „… erwarte ich von Ihnen eine exakte Antwort …“ , das fällt aber unter Ihr Problem. Mir ist nicht bekannt, das ich Ihnen gegenüber irgend eine Verpflichtung eingegangen wäre.

      • Werter Herr Andreas Demmig,
        somit ist ihre Aussage vom 28. August 2020 um 0:13 „Warum soll noch mehr Geld für Forschung ausgegeben werden, wenn das Thema dieser Forschung „settled“ ist?“ inkorrekt. Wäre die Forschung nicht mehr nötig, hätten Sie meine Frage vom 28. August 2020 um 10:43 beantworten können.

        Es gibt mehr Fragen als Antworten, und jede vermeintliche Antwort erzeugt auch immer Fragen.

        Forschung ist nie „settled“. Da kann ich nur an den israelischen Forscher Prof. Shechtman erinnern (Stichwort: Quasikristalle), der hartnäckig über Jahre die gängige Lehrmeinung und Forschung anzweifelt, obwohl alle anderen ihn als Spinner abgetan und diskreditiert haben.

        Mfg
        Werner Holtz

  4. Der Autor übersieht hier die unterschiedlichen Qualitäten, Aggregatszustände, von Wasser. Die Definition des Gefrierpunktes von Wasser, des Umschlagens des Wassers in eine neue Qualität (Eis) wurde bei 0 Grad Celsius bestimmt. Eis ist nun sozusagen fest gewordenes Wasser. Null Grad markieren unterschiedliche Qualitäten. Und darauf kommt es im praktischen Leben an.

    • Sehr geehrter Herr Werner Holtz,
      reines und unbewegtes Wasser, dass bei wesentlich tieferen temepraturen erst gefriert – das habe ich schon im Physikunterricht an der Schule gehabt. Und das ist viele Jahre her. Das ist „settled“ – aber es gibt keine Probleme bzw. Widerstände die Anomalien zu diskutieren.

      Ihr Beispiel passt aber nun garnicht zum Thema des Beitrags: Warum soll noch mehr Geld für Forschung ausgegeben werden, wenn das Thema dieser Forschung „settled“ ist?

    • Reinstwasser gefriert nicht, es wird zu Glas!

      Glasbildung bei Reinstwasser: Erst seit kurzem ist bekannt, dass Reinstwasser beim Abkühlen nicht bei 0°C kristallisiert, sondern ähnlich wie die Tetraedernetzwerkstrukturen von SiO2-Quarz, -Tridymit und – Cristobalit Gläser ausbildet. Unterhalb 0°C liegt für Reinstwasser eine unterkühlte Schmelze vor die sich erst beim Glaspunkt von -40°C verfestigt. Die Eisbildung von Wasser wird also erst bei einer bestimmten Mineralsalzmenge erreicht, welche die Keimbildungsarbeit der Kristallisation erniedrigt.(Vortrag im Studium Generale Uni Konstanz 2006)

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