Offener Brief an die Fürther Nach­richten anlässlich eines Leitkom­mentars T1(2)

Helmut Kuntz
Anlass ist der Leitkommentar des Redaktionsleiters in der lokalen Printausgabe vom Montag, den 17.08.2020: „Bebauen. Und Bewahren – Unser Umgang mit Natur und Umwelt rächt sich“, in dem den Lesern stereotyp eine Sammlung des gängigen Unsinns zum Klima und seine angeblich (ausschließlich) schlimmen Folgen als „recherchierte Wahrheit“ vermittelt wurden.

Warum ein offener Brief auf EIKE?

Der Autor macht sich ab und zu die (bisher vergebliche) Mühe, „seiner“ Lokalredaktion zu vermitteln, dass das Thema Klimawandel viel komplexer ist, als es die dpa (von der die meisten Artikel kopiert werden) als Vermittler der meistens vom – oder mit dem PIC – herausgegebenen -, in aller Regel alarmistischen Publikationen darstellen. Und dass die meisten, klimaalarmistischen Publikationen (sehr höflich ausgedrückt) eine simulierte Zukunft und Extreme fabulieren, welche zumindest derzeit keinesfalls durch Klima-Messdaten belegt sind.

Dies nicht lediglich als pauschale „Anklage“, sondern genau so umfangreich belegt und mit nachprüfbaren Fundstellen versehen, wie seine EIKE-Artikel.

Ab und an entwickeln sich daraus erfreuliche Korrespondenzen. Doch der eigentliche Sinn, die Redaktion in ihrem fast täglich in einem Kommentar oder Artikel vermittelten Klimaalarm zu „bremsen“ und die Mechanismen – vor allem Publizierungen – der Klimaalarmfraktion einfach mal zu hinterfragen, ist bisher vollkommen wirkungslos geblieben.

Im Gegenteil, man gewinnt den Eindruck, dass der Klimaalarm laufend verstärkt wird, mit der Konsequenz, dass sich die Zeitung diesbezüglich nicht mehr von der GRÜN-Linken, „bezahlpflichtigen Parteizeitung“ im Süden Bayerns, der SZ unterscheidet, weshalb sie der Autor in „Anschreiben“ inzwischen durchgehend als „Frankenprawda“ tituliert.

Im Leitartikel vom 17.08.2020 kumulierte sich der Klimaalarm-Unsinn (wieder) so konzentriert und geradezu „lehrbuchhaft“ klimapropagandistisch, dass es angebracht erschien, eine Gegendarstellung zu verfassen.
Wegen des erheblichen Zeitaufwandes und da sich darin auch viel allgemein interessante Information findet, wird diese nicht nur an die Redaktion (wo sie vielleicht in einer „Datensenke“ verschwindet), sondern auch an das EIKE zur Diskussion gegeben.

Bebauen und Bewahren“

An die Redaktion der Frankenprawda
Erneut Glückwunsch für einen Leitkommentar entsprechend der von unseren Leitpolitikern, der unfehlbaren Frau Merkel und den richtungsbestimmenden GRÜNEN, vorgegebenen Erfüllungsverpflichtung zur Desinformation der Leser, um bei den Untertanen keine Opposition zu den vorgesehenen, extrem teuer werdenden Maßnahmen zum unsinnigen – da nicht möglichen, aber auch vollkommen unnötigen -, sogenannten Klimaschutz aufkommen zu lassen.

Etwas Hoffnung hatte ich bisher, dass meine Gegenargumentationen zu bisherigen Redaktionskommentaren mit dem Thema Klima zumindest soweit Zweifel aufkommen ließen, dass die Aussagen der sogenannten Klimafachpersonen sehr mit Vorsicht zu betrachten sind, da fast immer politisch motiviert (schließlich werden sie fast ausschließlich darüber finanziert) und weitgehend durch Simulieren mit geeigneten Parametern „entstehen“, sich also nicht aus den Messwerten der wahren Natur generieren.
Diese kleine Hoffnung muss ich leider (wieder) begraben. Die Redaktion ist weiterhin blind Ökokirchen-gläubig und will es wohl auch bleiben.

Im Grunde kein Problem, wenn die Redaktion ihre Leser von den sprichwörtlichen „Kanzelpredigten“, die als Wirklichkeit verkauft werden, verschonen würde(n).

Im Folgenden gehe ich wieder auf einige markante Aussagen des Kommentars ein und zeige, welche Information ein klimakritisch eingestellter und die wirklichen Messdaten betrachtender Leser dazu alternativ vorlegen kann und welche – dann mit Messdaten aus der Natur belegte – Schlussfolgerungen gezogen werden können.

Antworten zum Leitartikel

Leitartikel: „… immer sichtbarer werden zudem die Folgen des zumindest auch von den Menschen beschleunigten Klimawandels“

Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Ein gelungener Satz. Lasse man die Zuweisung der Ursache für das seit der schlimmen, nachmittelalterlichen Kaltzeit endlich und zum ganz großen Segen für die Menschheit wärmer geworden Klima undiskutiert. Aber die überwiegend positiven Folgen sind wirklich anhand nachprüfbarer Daten sichtbar:

  • Weltweit explodierende Ernteerträge, alleine aufgrund deren die wissenschaftlich gesicherte, da mathematisch simulierbare Vorhersage des sicheren Verhungerns der Menschheit in wenigen Jahrzehnten, aufgestellt durch den durch den Wissenschaftler Malthus, ausblieb.
  • Abnahme der in der Kaltzeit schlimm wütenden Wetterextreme, da sich die Temperaturgradienten von den Polen zum Äquator verringern.
  • Mehr Niederschlag, rein physikalisch aufgrund der höheren Feuchtespeicherfähigkeit durch höhere Temperaturen bedingt

Anbei Auszüge aus meinem Foliensatz über das Klima und seinen stetigen Wandel mit Darstellungen von Wetterextremen zur Zeit, als der Mensch angeblich im „Einklang mit der Natur“ gelebt hat, die ihn aber gnadenlos verhungern oder an epidemischen Krankheiten sterben ließ und deren damaligen Extreme (gegen die man damals wenig gewappnet war) heutzutage wohl zur Massenpanik führen würden.

Bild 1 Hochwasser des Main bei Würzburg seit dem Mittelalter. Grafik Vom Autor erstellt
Bild 2 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors
Bild 3 Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Dazu noch die Ertragssituationen der Ernteerträge, welche unter anderem auch dank dem wärmer gewordenen Klima und der erhöhten CO2-Konzentratio seit dem Mittelalter stetig zunehmen.

Bild 4 Ernteerträge Deutschland seit 1400 (Relativwerte). Grafik vom Autor ergänzt

Und der Ertragszuwachs explodiert geradezu seit dem Beginn des besonders „schlimmen“ Klimawandels (ab ca. 1950). Um das seit ca. 2000 erreichte, extrem hohe Ertragsniveau pendeln seitdem die Erträge. Ein Trend zur Verringerung durch den Klimawandel ist nicht erkennbar. Daran ändern auch die jüngsten, trockeneren Jahre nichts.

Bild 5 Ernteerträge Weizen in Deutschland seit 1845 bis 2020. Grafik vom Autor zusammengesetzt

Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern weltweit:

Bild 6 Ernteertragsverlauf weltweit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Nicht vergessen sollte man, dass die Inseln nicht untergehen, sondern der Meerespegel aktuell der Niedrigste seit Jahrtausenden ist.

Bild 7 Meerespegel seit der letzten Eiszeit. Wetterextreme im Mittelalter. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Entsprechend zeigen die Vulnerabilitätsdaten einen überzeugend, positiven Trend:

Bild 8 Mortalitätszuordnung global. Auszug aus einem Foliensatz des Autors

Fazit
Die positiven Folgen des sich zum Glück seit der langen, schlimmen Kaltzeit wieder erwärmenden Klimas sind unübersehbar. Der innige Wunsch des Arrhenius Anfang 1900, das schlimme, kalte Klima möge bitte, bitte dank CO2 wärmer werden [5]) ist eingetroffen.

Leitartikel: „In Jakutien … herrschen aktuell nicht selten Temperaturen von über 30 Grad – in der normalerweise kältesten Region der Welt mit 60 Grad Minus im Winter …“

Darstellung von mir als Klimaskeptiker: In der FN-Redaktion herrsch wohl überhaupt kein Zwang, ein Thema aktuell nachzusehen. Dann hätte man schnell herausbekommen, dass es sich bei dieser Klima-Alarmmeldung um eine der typischen Klimaalarm-„Enten“ handelt, die regelmäßig zur „Motivierung“ der Klimaalarm-Gläubigen unters Volk geworfen werden.
Möglichst über die „dpa“, damit sich die „Ente“ als Wahrheit publizieren lässt, wie es unser Bundespräsidenten-Versuch sagte (Steinmeier: „Fakten sind Fakten, wenn sie von der dpa gemeldet werden“).
Zudem sollte man vielleicht auch etwas genauer hinsehen und beschreiben: Jakutien ist eine der kältesten – bewohnten – Regionen der Welt. Die kälteste Region ist und bleibt aber nach wie vor die Antarktis.

Aber die „Intelligenz“ der GRÜNEN Führung (Stromnetze speichern, Kobolde in Batterien, Gigabytes geben die erforderliche elektrische Energie ins Netz, die Zitteranfälle von Frau Merkel kommen vom Klimawandel, abstruseste Klimawandel-Zuweisungen beliebiger Wetterereignisse … ) scheint in der Redaktion „anzukommen“.

Der Wetterfachmann Kachelmann aus der Schweiz – und damit nicht so stark von deutscher, GRÜNER Ideologie abhängig – brachte es auf den Punkt:
kaltesonne, 20. Juni 2020: Wenn sich Lobbyisten als Klimaexperten ausgeben

Bild 9 Tweet von Kachelmann zum sibirischen Hitzeereignis

Kommentar dazu in „kaltesonne“, bezogen auf den Tweet der GRÜNEN „Fachfrau“:
… Wie schon im Frühjahr als eine normale Sturmflut die deutschen Küsten traf und sie deshalb in Panik verfiel aber gleichzeitig über viel Windstrom frohlockte, ist es jetzt das Thema Sibirien. Das ist gerade eine beliebte Sau, die durchs Klima-Dorf getrieben wird. Nochmal zur Erinnerung. Sibirien ist fast 40 mal so groß wie Deutschland, es gibt nicht die Standardtemperatur für Sibirien, denn die Ausdehnung reicht von Kasachstan bis zum Nordpolarmeer und vom Ural bis an den Pazifik. Simone Peter beruft sich auf einen Artikel des Guardian. Und der macht nettes Cherry Picking und verwechselt munter Wetter und Klima:
„Russian towns in the Arctic circle have recorded extraordinary temperatures, with Nizhnyaya Pesha hitting 30C on 9 June and Khatanga, which usually has daytime temperatures of around 0C at this time of year, hitting 25C on 22 May. The previous record was 12C.“
… Beide sibirischen Städte haben, da sie auf der Nordhalbkugel liegen, gerade Sommer. Die Sonne scheint sehr lang und hat so die Möglichkeit die Luft zu erwärmen. Strömungen sorgen darüber hinaus für unterschiedliches Wetter. Man erkennt es auf der Karte von Ventusky sehr gut an der grünen Farbe. Dort ist es aktuell kühl. Für Lobbyisten vom Schlage Simone Peter ist das wahrscheinlich ein unvorstellbares Ereignis. Sie mischen munter Wetter und Klima, weil es gerade gut passt. Würde irgendjemand bei einem neuen Tiefstwert im Winter in Sibirien eine neue Eiszeit ausrufen? Nein, denn das wäre in etwa auf dem gleichen Niveau wie Simone Peter.

Ergänzend noch, was eine Internetseite über die Temperatur in Jakutsk vermittelt:
wetter.de: Wie ist das Klima in Jakutsk?
Jakutsk gilt als die Großstadt mit den kältesten Temperaturen auf der Welt … Die Temperaturunterschiede in Jakutsk sind gewaltig. Im Hochsommer liegt die durchschnittliche Höchsttemperatur im Juli bei 25,2 Grad Celsius.
Im Sommer wurden dagegen schon Höchstwerte bis zu 38 Grad verzeichnet. Im Winter wiederum fällt die Tiefsttemperatur bereits über Tag auf durchschnittlich bis zu minus 36 Grad im Januar ab und erreicht nachts sogar durchschnittlich minus 44,9 Grad …:

Fazit
Die aktuell von vielen mit (teils bewusster) Unkenntnis zum Klima als Klima-Menetekel gemeldeten 30 Grad scheinen an diesem Ort nicht ungewöhnlich zu sein. Früher war es halt uninteressantes Wetter und heute ist das Gleiche sofort zu meldender, ganz schlimmer Klimawandel.

Leitartikel: „Die Dürre, die aktuell auch bei uns trotz regionaler Gewitter zu erleben ist, wird zur Bedrohung für die Land- und Forstwirtschaft. Die Wälder sind aktuell gefährdeter als zu den Zeiten des (damals überwundenen) Waldsterbens“

Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Woher hat Herr Jungkunz diese Aussage? Ist es vielleicht eine reine Annahme, weil es einfach so sein muss, oder hat es vielleicht Herr Hubert Weiger geflüstert, der davon überzeugt ist, damals die Wälder unseres Globus persönlich gerettet zu haben (habe ich aus einem Interview in den FN)?

Allerdings ist die Aussage falsch. Und das lässt sich anhand der Bayerischen Waldberichterstattung (und denen aus anderen Bundesländern) leicht zeigen. Man muss nur wissen, dass in den neueren Berichten die schlechtere Vergangenheit abgeschnitten ist, um die aktuelle Zeit als schlechter erscheinen zu lassen. Früher nannte man so etwas Betrug. Seit es aber die Münchner Rückversicherung im Viewer zu ihrer Schadensdatenbank so macht, nennt sich das „Homogenisierung“. Zum Glück findet sich so Manches in Archiven und lässt sich rekonstruieren. In einigen EIKE-Artikeln habe ich dies dargestellt:
[Link] EIKE 29. Februar: Den Bayerischen Wäldern geht es nur schlecht, weil die schlimmere Vergangenheit abgeschnitten wird
So haben die Bayerischen Bäume seit 1991 keine schlechtere Schadstufe 0.

Bild 10 Bayern, Schadstufenklassen alle Baumarten

Und selbst der aktuell ganz schlimm „gebeutelten“ Fichte ging es früher schlechter

Bild 11 Bayern, Schadstufenklassen Fichte

Bei den Tannen ist es geradezu extrem:

Bild 12 Bayern, Schadstufenklassen Tanne

Nun noch ein Bild des Waldzustandes Bayern für alle Baumarten seit 1983 -2017.
2017 ging es den Bäumen mindestens genau so gut wie 1984 – 1986, also mitten im „Waldsterben“. Dabei findet sich dieses „Waldsterben“ in den Berichtsgrafiken praktisch überhaupt nicht. Vielleicht trat es nur in den Erzählungen des BUND wirklich auf …

Bild 13 Bayern Waldzustand 1983 – 2017, vom Autor zusammengesetzt aus den Berichtsdaten 2017 und 2007 mit Hilfslinien ergänzt

Wie sehr der Waldzustand mit der Tagespolitik korreliert, zeigt ein Bericht von 2010:
28.01.2010, Landkreismagazin: … betonte Landrat Matthias Dießl. … “Der Zustand unserer Wälder hat sich in den letzten Jahren stark verbessert, das ist vor allem ein Erfolg der professionellen Forstwirtschaft aber auch langjähriger Aufklärungsarbeit”, so Matthias Dießl weiter.

Bild 14 Zeitungsbericht Nürnberg von 2010

Ein weiteres Beispiel einer rein politisch motivierten Waldzustandsdarstellung: [Link] EIKE 05.08.2015: Nicht ewig leiden die Wälder– Wie der deutsche Wald innerhalb von drei Monaten genesen ist

Sogar das Umweltministerium hat jüngst noch festgestellt und publiziert, wie gut es dem Wald gut geht und dass er vor allem nicht unter einem „Klimawandel-“Negativtrend leidet.

Bild 15 Waldzustandsfeststellung im deutschen Klimamonitoringbericht 2019

Dass die aktuelle Dürre kein wirkliches Problem ist und deren Zuordnung zum Klimawandel eine bewusste Panikmache ohne jegliche, datentechnische Begründung, habe ich oft schon (auch der Redaktion) gezeigt. Bisher hat noch niemand darin konkrete Fehler gefunden:
[Link] EIKE 17.07.2020: Wenn man denkt, niveauloser geht nicht mehr, kommt ein neuer Artikel daher
Daraus der Niederschlag der Langzeitreihe Bamberg seit 1879. Man erkennt viele Abschwünge und den aktuellen als einen vollkommen natürlichen in der langen, zyklischen Reihenfolge:

Bild 16 Jahresniederschlags der Messstation(en) Bamberg. Vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Am Jahresniederschlag von Bayern lässt sich diese natürliche, zyklische Variation noch deutlicher sehen und dazu, dass der Niederschlag insgesamt zunimmt.

Bild 17 Bayern, Nachdem angeblich „ganz Europa“ unter der Dürre leidet, noch der Niederschlagsverlauf von Zürich seit 1864.

Nur klimasimulierende Computer (und deren Bediener) „sehen“ dahinter eine zunehmende Dürregefahr …

Bild 18 Zürich, Jahresniederschlag seit 1864. Grafik vom Autor erstellt

Sicher sollte der Kommentar-Satz auch auf die aktuell etwas trockeneren Jahre referieren. Dass diese kein Anzeichen eines Klimawandels sind und der Niederschlagstrend sogar stetig zunimmt, wurde schon mehrmals berichtet:
[Link] EIKE 29.06.2020: Herr Maas verschenkt unser Geld und gewinnt damit viele (gierige) Freunde
[Link] EIKE 27.06.2020: Ein Zeitungsredakteur durch den Stadtwald ging um den Klimawandel persönlich zu sehen
[Link] EIKE 16.11.2017: Der Waldzustand in Bayern ist schlechter, obwohl er besser wurde

Wer darüber immer noch nicht genügend Grafiken gesehen hat, kann weitere zum Thema auf Wetterkanal ansehen:
Wetterkanal: Niederschlagsentwicklung in Deutschland seit 1881:
Hitliste der Jahre – Top 20 seit 1881
… In der folgenden Liste habe ich aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht … ist ein Trend beim Niederschlag nicht zu erkennen. Es finden sich seit 1881 drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren. Es gab also seit 1990 sogar mehr sehr nasse Jahre als sehr trockene Jahre. Ein Trend zu Dürrejahren gibt es also absolut (noch) nicht.

Bild 19 Liste der jeweils trockensten und nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 (Deutschland). Quelle: Wetterkanal

Fazit

Wer anhand solcher Messwerte von einer belegten, Klimawandel-bedingten Zunahme von Dürren spricht, begeht entweder Datenbetrug, hat keine Ahnung oder ist ein Vertreter der politisierten Klimawissenschaft, in der das gewünschte Ergebnis an allen Messdaten vorbei simuliert wird.

Leitartikel: „Europa und Deutschland erlebt laut einer aktuellen Analyse die extremste Trockenphase seit 254 Jahren … „

Darstellung von mir als Klimaskeptiker: Eine Frage: Hat jemand aus der Redaktion von dieser Analyse, aus der diese Aussage abgeleitet wurde, wenigstens die Headers – und vielleicht sogar noch ein kleines bisschen mehr – gelesen?
Die Studie titelt: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming
Es wird nicht von der „extremste“ Trockenphase, sondern über eine „außergewöhnliche“ gesprochen. Zudem geht es vorwiegend um die (simulierte) Zukunft und weniger um die Vergangenheit.

Für die simulierte Zukunft ist das Ergebnis – wie es der DWD-Viewer längst ausweist (Bild xxx) – auch in dieser Studie völlig unspektakulär. Denn das Standardszenario rcp2.6 weist auch in deren Simulationen zum Jahr 2100 auf keine Niederschlagveränderung hin: … and to a very negligible (vernachlässigbar) number in RCP 2.6 for the projected period 2051–2100
Nur beim Extremszenario rcp8,5 simuliert sich – wie bekannt, deshalb wird auch beim PIK immer damit simuliert – eine erhebliche Veränderung beim Niederschlag.

Allerdings fand die Studie auch (wieder) heraus, dass sich die großen Dürren nicht wirklich nach dem CO2-Gehalt richten, was etwas „verschleiernd“ formuliert wurde:
… Addressing the mechanism (attribution) of the 2018–2019 drought event itself is another line of research, which requires a comprehensive analysis and is beyond the scope of the present study.

Der Hinweis zur Studie könnte deshalb den Inhalt besser wiedergebend lauten: Auch extremere Dürren wiederholen sich – wie Naßzeiten – weiterhin regelmäßig. Die (leider praktisch unbrauchbaren) Niederschlagssimulationen weißen für den Standard-Emissionspfad bis zum Jahr 2100 ebenfalls keine Veränderung aus. Folge: Der Niederschlag wird bleiben, wie man es schon lange kennt, ein ständiges Wechselspiel, weiterhin auch mit den aus der Vergangenheit bekannten Extremen.

Wirklichen Alarm gibt das nicht her. Die Studie wurde aber nicht geschrieben, um „Entwarnung“ zu vermitteln: Human-induced climate change is evident and it poses a great concern to society, primarily due to its potential to intensify extreme events around the globe …
Also wird ein anderer, eigentlich mehr nebensächlicher Inhalt, eine Bewertung der Dürren der europäischen Vergangenheit „herausgekehrt“. Auch dieses Ergebnis ist allerdings eher unspektakulär:
… The historical reconstruction of composite 254-year long-term climatic database22,23 indicates that although the precipitation anomaly exhibits a drier than average situation during the summer months of 2018 and 2019 across the
Central Europe,
its intensity is not that high and there are also many other years with similar range of precipitation anomalies
Nimmt man anstelle des reinen Niederschlags allerdings einen Niederschlags-Index, ist die Studie überzeugt, eine Warnung belegen zu können: … On the other hand, 2018–2019 were two out of the three warmest summer periods in
the record. To account for this joint efect of precipitation and temperature anomalies, we estimate the drought
index based on the standardised precipitation evapotranspiration index (SPEI)24 that considers the atmospheric
water supply and demand (see Methods) … It is evident from the analysis that the 2018–2019 drought is a record breaking event in terms of the consecutive event in the last 254 years, … It is also worth mentioning that the 1949–1950 years ranked the second most large-scale consecutive drought years …
Die Kernaussage zur Einzigartigkeit der letzten Dürre wird im Text allerdings etwas vorsichtig dargestellt: … The observational record suggests that the ongoing 2018–2019 European drought event is unprecedented in the last 250 years, with substantial implications for vegetation health …

Und damit kommt man zum wichtigen Punkt, der eigentlich bei jeder Zitierung beachtet werden sollte: Wie steht es mit der methodischen Qualität? Ist es überhaupt möglich, für ganz Europa und über diesen großen Zeitraum ausreichend genaue Niederschlagsdaten zu generieren, um für die jüngsten Dürren eine „Einzigartigkeit“, gar Klimawandeleinfluss abzuleiten?

Details zu dieser Bewertung folgen im nächsten Kapitel.
Vorab dazu eine Plausibilisierung der (extremen) Problematik historischer Niederschlagsanalysen, selbst für regionale Gebiete im Technologieland Deutschland und nur über die Hälfte der Zeit zurückreichend.

Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends

Wer sich etwas auskennt weiß, dass es selbst in Deutschland ganz wenige Niederschlagsreihen gibt, welche weiter als über 1950 zurückreichen. Damit wäre es schwer, eine ausreichend detaillierte und regionale Verteilung des Niederschlags der letzten 254 Jahre für Deutschland zu generieren.

Wer es nicht glaubt, kann die dabei auftretenden Schwierigkeiten alleine beim Versuch, es für die vergangenen 120 Jahre durchzuführen, in einer anstelle der zitierten, bezüglich der Historienbetrachtung lediglich 6 Seiten langen, in einer mit 209 Seiten für ein deutsches Bundesland nachlesen:
[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246, 17. März 2015: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends

Anmerkung: Dieses Dokument aus Sachsen [4] ist jedem zu empfehlen, der die Probleme bei der Ermittlung von historischem und Simulation des zukünftigen Niederschlags im Detail erfahren möchte. Im Kern ist es eine schonungslose, detaillierte Darstellung der Unmöglichkeit, länger zurückreichende Klimadaten zu ermitteln, vor allem aber eine Darstellung der gravierenden Mängel der Simulationsprogramme.
Ein enormer Aufwand wurde in diese Untersuchung hineingesteckt. Nur um „herauszubekommen“, dass das Klima und dessen Wetter wohl bleiben wird, wie es ist.

Vorab daraus eine Darstellung der Messstations-Fehldaten (grau). Wie gesagt, beginnen diese massiv bis extrem vor 1950. Warum es ab ca. 2005 wieder mit Fehldaten beginnt, ist in der Studie nicht erklärt (nur bemängelt). Böse Stimmen würden sagen: Man legt aktuell keinen Wert mehr auf Messdaten aus der wahren Natur. Denn diese weichen zu stark vom „zulässigen“ Ergebnis ab, welches sich viel billiger am Schreibtisch in Simulationen bedarfsgerecht erzeugen lässt … Wieviel Körnchen Wahrheit darin steckt, mag jeder Leser selbst entscheiden. Der Autor hat diesen Eindruck nicht einfach so fabuliert, sondern in seinen vielen Recherchen wirklich gewonnen …)

Bild 20 [4] Fehldaten (grau) sei 1900 für Messstationen in Sachsen
Zu Dürren und Trockenheit in Sachsen:
Alleine diese Untersuchung zeigt seit 1900 drei vorhergehende, vergleichbare 3-Trockenjahre wie um das Jahr 2003.

Bild 21 [4] Nasseste und trockenste drei Jahre in Sachsen seit 1900
Interessant ist in dieser Studie auch die schonungslose Darstellung, dass die Niederschlagsimulationen bereits aktuell hoffnungslos falsche Ergebnisse berechnen (wie es der DWD-Klimaviewer ja ebenfalls deutlich zeigt). Trotzdem werden damit hemmungslos Vorhersagen bis 2100 gerechnet und von unseren Medien als „Zukunftswahrheiten“ verbreitet.

Bild 22 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse
Bild 23 [4] Niederschlags-Messwerte (schwarz) und Simulationsergebnisse
Dabei ist es „herrlich“ zu sehen, wie die „Fachpersonen“ damit umgehen. Sie simulieren möglichst viele Läufe, entfernen die „falschen“ Ergebnisse (woher wissen die Simulanten, welche Läufe falscher und welche richtiger sind? Die, welche nicht zum gewünschten Ergebnis passen?) und vom Rest nimmt man den Mittelwert, egal, wie hoch die Spanne ist (bei deren Größe ein wirklicher Statistiker weiß, dass er den Datensatz unbesehen als Datenmüll wegwerfen kann). Das mag alles sein, nur Wissenschaft ist es nicht.

Bild 24 [4] Abbildung 5.2-8: Verlauf der über 30 Jahre geglätteten Niederschlagsanomaliewerte (mittel RAI)
Zwar geht es hier um Dürren, doch interessant dürfte sein, dass diese Untersuchung wenig, bis keine Klimawandel-bedingte Zunahme von Starkregen ermitteln konnte.

Bild 25 [4] Sachsen, Variabilität und Veränderung der jahreszeitlichen Starkniederschlagsintensität von 1931 – 2012
Nun die Reihenfolge der nassesten und trockensten Jahre in Sachsen. Verblüffend ist: In keiner Spalte steht an erster Stelle ein Jahr nach 2000. Obwohl diese Tabelle mit dem Jahr 2012 endet, bleibt das Jahr 1982 auch aktuell als Minimum.

Bild 26 [4] Tabelle der zehn trockensten und nassesten Jahre in Sachen von 1901 – 2012
Dazu eine Grafik des 3-Jahresniederschlags:

Bild 27 Bundesland Sachsen, 3-Jahresniederschlag 1983 – 2019 (rot: Regressionsgerade). Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Nun die Klima-Änderungssignale, wie sie sich in Sachsen zeigen:
[4] 5.3.3
Projizierte Klimaänderungssignale im 21. Jahrhundert
Hinsichtlich der zukünftig zu erwartenden Starkniederschlagshäufigkeit und –intensitäten sind sich die innerhalb des Projektes EWGKLAM verwendeten regionalen Klimamodelle recht uneins, so dass im Ensemblemittel die Änderungssignale zumeist nahe Null sind – also keine Veränderungen in den Starkniederschlägen zeigen …
.

Bild 28 (Teilbild) [4]
Die folgende Grafik zeigt, dass Trockenperioden im Winterhalbjahr abnehmen und im Sommerhalbjahr länger wurden.
Allerdings ergaben sich seit 1980 bei den Trockenperioden fast keine Änderungen mehr und man beachte auch die Größenordnung: in den beobachteten 70 Jahren eine Änderung von 0,5 … 1 Tag.

Bild 29 (Teilbild) [4]
Bild 29a [4] Bundesland Sachsen, Trendbetrachtungen Trockentage und Trockenphasen
Damit endet der Teil 1. Im zweiten Teil geht es unter anderem um die ominöse „254-Jahre“-Studie.

Anlage

Der anbei besprochene Leitkommentar


Bild 48 Der besprochene Leitkommentar vom 17.08.2020

Quellen

[1] FAZ 13.08.2020: DREI TROCKENSOMMER IN FOLGE: Die schlimmste Dürre seit der Französischen Revolution

[2] UFZ-Helmholtz Centre for Environmental Research, Vittal Hari at al.: increased future occurrences of the exceptional 2018–2019 central european drought under global warming

[3] Carlo Casty Æ C at al. 22 May 2007: A European pattern climatology 1766–2000

[4] Berichte des Deutschen Wetterdienstes Nr. 246: Niederschlagsveränderungen in Sachsen von 1901 bis 2100 Starkniederschlags- und Trockenheitstrends

[5] EIKE 13. April 2020: Wurde schon 1912 vor dem schlimmen Klimawandel gewarnt? Ein Zeitungsartikel, doch zwei Interpretationen

[6] Schriften des Forschungszentrums Jülich, Band / Volume 38, Kerstin Susanne Treydte: Dendro-Isotope und die Jahrringbreiten als Klimaproxis der letzten 1200 Jahre im Karakorumgebirge/Pakistan

[7] Axel Bojanowski 12. August 2020: Meine Antwort an Stefan Rahmstorf zu seiner Kritik an meinem WELT-Kommentar

[8] Der Spiegel 20.07.2020: Die Freitags-Revolutionäre

 

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26 Kommentare

  1. Ein ehrlich recherchierender und suchender Mensch kommt darauf, daß das Klima nicht menschengemacht sein kann. Die Komplexität, die vielen nicht vorhersehbaren Einflüsse lassen mit Sicherheit darauf schließen, daß das Klima vom Schöpfer des Universums, vom Schöpfer der Erde gemacht, geführt wird. Er, der die Erde erschaffen hat, er macht das Klima. Es hat nichts damit zu tun, ob viele Menschen auf der Erde leben, selbst bei doppelter Anzahl wie jetzt, kann er aus seinem unerschöpflichen Reichtum den Menschen alles notwendige, (nicht was er will), geben. Das ganze sinnlos verpulverte Klimageld könnte den Welthunger mehrmals stillen. Eine Ursache der Gottesferne unserer Zeit liegt in der darwinistischen Evolutionstheorie, welche eine Lüge und ein massiver, klarer Irrtum der Wissenschaft ist, hier einiges dazu,
    https://www.bonifatius.tv/home/dr-dr-gosbert-weth-evolutions-dogma-wissenschaftlich-widerlegt-teil-1_5625.aspx

      • Günter Dehren, Bonifatius TV ist Spendenfinanziert, das hat mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen von Dr. Weth nichts zu tun. Öffentlich Rechtliche Sender lassen ihn nicht zu Wort kommen.

    • Ich glaube nicht, dass Gott etwas von der Physik des Klimas versteht. Und den nun für den Klimawandel verantwortlich zu machen, ist reichlich bequem.

  2. Noch ein Kommentar zur Mathematik.
    Sie ist eine reine Geisteswissenschaft. Mit der Wirklichkeit der Natur hat sie nichts zu tun.
    Das gilt nicht nur für das Rechnen mit Zahlen, sondern insbesondere auch für die Infinitesimal-Rechnung. Differenzieren und Integrieren seht immer die Stetigkeit der Funktion voraus.
    Stetigkeit existiert aber in der Natur fast nie, vor allem nicht bei Wetter und Klima. Die Behandlung von CO2 mit Mathematik gebietet es, die Physik als Religion zu bezeichnen und nur noch (Molekular-) Biologie und Chemie als „Basic Sciences“ zu bezeichnen.

  3. Mein Fazit: Viel Arbeit – wenig Lohn, gilt auch für mich.
    Nicht vergessen, immer geht es im Kern um CO2.
    CO2 ist ein Janus-Kopf, kann durch Absorption wärmen und durch Emission kühlen.
    Lässt man (z. B. Kondratyev 1984 in London) die Emission weg, obwohl man sie genau kennt (!), wird man Weltstar und schafft das perfekte CO2-Treibhaus.
    Betrachtet man die Wirklichkeit so, wie sie ist, erkennt man, CO2 ist die bedeutendste kühlende chemische Struktur von Erde und Venus.

  4. Warum ist es leider vergeblich, mit noch so vielen Fakten und Belegen aufzuzeigen, dass die „Klimakatastrophe“ eigentlich Normalität ist? Die Medien schreiben maßgeschneidert für ihre Leserschaft und was die gerne liest. Und von der Ausrichtung der Medien her natürlich am liebsten streng nach rotgrünen Glaubensleitlinien – also möglichst den Erziehungsauftrag gleich mit erledigen.

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ullrich,
      unsere Medien verstehen sich in erster Linie als Erziehungsanstalten.
      Das rot können Sie streichen. Rote Ziele waren noch nie medial interessant. Die traditionellen roten Ziele haben sich zudem mit dem Verschwinden der traditionellen Arbeiterschaft bzw. deren Problemen aufgelöst.
      Deshalb ist die SPD ja nur noch eine lose Hülle, die man nicht füllen konnte, mit den genügend anstehenden aktuellen sozialen Problemen, sondern sie ist, nach der Flucht in die „neuen Mitte“ und der plumpen, versuchten, Rolle rückwärts nur noch Karikatur ihrer selbst.
      Auch davon wollen die Medien kein Teil sein…
      Grüne Ziele sind das Gebot der Stunde. Es geht ja um nix geringeres, als die Rettung der Welt – drauf geschissen, wenn man den Patienten dabei zu Tode kuriert.
      Da liegt eine unerschöpfiche Spielwiese. Da kann man aus vollen Kübeln wabbernder Grütze schöpfen. Und wer was dagegen sagt ist praktischerweise Verschwörungstheoretiker, oder gar Nazi.
      Egal, welche Fehler auch gemacht werden, welche Zerstörungen und Schäden angerichtet werden – die grüne Ideologie macht nichts falsch, weil der Zweck die Mittel heiligt und die Rettung der Welt auch den größten Scheiß rechtfertigt. Und weil das so hip und unverfänglich ist folgt auch die Politik gern den Verkündungen der Medien. Wer will schon Verschwörungstheoretiker, oder Nazi sein, wenn man stattdessen die Welt zu Tode kurieren kann?
      Viele Grüße
      S. Eulitz

  5. Das Entscheidende ist: Das Klima lässt sich überhaupt nicht voraussagen. Dazu sind die Vorgänge zu komplex und eben auch nicht voraussehbar. Das hhält sich an keine Regeln, noch nicht mal an die eigenen. Und durch Gleichungen welcher Art auch immer ist das auch nicht zu berechnen. Das hat auch das IPCC schon sehr richtig festgestellt: Das Klima ist ein nicht linearer, chaotischer Vorgang, und kann daher nicht vorausberechnet werden. Eine Abkühlung ist daher genau so wenig auszuschließen wir eine weitere Erwärmung!

  6. Habe ich das richtig verstanden, lieber Herr Kuntz?
    Das alles haben Sie den Fürther Nachrichten geschrieben?
    Wenn es wirklich einer von den Journalisten dort ganz gelesen hat, glaube ich kaum, dass er es verstanden hat.
    Da braucht es „Einfache Sprache“!
    Eben so wie die Artikel der Fürther Nachrichten.

    • Der Herr Kuntz gehört zu den 3 oder 0,3 %, so wie viele hier bei EIKE auch. Der „Leitkommentator“ der Frankenprawda glaubt an die angeblichen 97% – 99,7%. Man kann auch aus meiner Sicht nur mit Argumenten gegen diese Ideologie versuchen, dass die Logik bei solchen Hirnen doch einmal ein wenig greift. Da kommt man vor allem nicht um die Gegenüberstellung von Gegenwart und Vergangenheit herum, denn das sollte für diese Verblendeten eigentlich verständlich sein und könnte vielleicht am ehesten zu der Erkenntnis führen, dass die heutigen klimatischen Abläufe nix besonderes sind.

      Vielleicht könnten Sie ja mal versuchen, Kuntz in eine „einfachere Sprache“ zu übersetzen.

  7. Da hat der Herr Kunz sich viel Arbeit gemacht, aber es ist eine gute Zusammenstellung der aktuellen Zustände mit viel nützlichem Zahlenmaterial. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass die Sturmflutpegel in der Nordsee sich ähnlich verhalten wie die angegebenen Flußpegel, in der Vergangenheit gab es die katastrophalsten Sturmfluten (1219, 1362, 1634, 1717,). Den höchsten Sturmwasserstand gab es auf der Insel Norderney am 16.02.1962 mit 2,95 m über dem mittleren Tidenhochwasser (MTHW), dass war ein Worst Case Szenario. Niemals wieder ist das Wasser seither so hoch gekommen, trotz aller Unkerei über Meeresspiegelanstiege. Dürfte interessant werden, ob die Nordsee diesen Wert irgendwann einmal wieder überschreitet. Im Augenblick sieht es nicht danach aus, schwere Stürme aus Nordwest werden eher seltener statt häufiger, wie allgemein behauptet wird. Die Probleme mit der Lokalpresse, wie sie oben angesprochen werden, sind wohl überall in Deutschland gleich, es ist mangelndes Wissen und fehlende Zivilcourage der Redakteure. Da schreibt man doch lieber gleich von der „dpa“ ab und übernimmt die Mainstreammeinung, obwohl man bei vernünftiger Recherche zu einem anderen Ergebnis kommen müßte.

  8. „simulierte Zukunft und Extreme fabulieren, welche zumindest derzeit keinesfalls durch Klima-Messdaten belegt sind.“

    Ist schon erstaunlich, wie die Möchtegern-Hobbyforscher hier aus Klimadaten der Vergangenheit versuchen, die Zukunft zu prognostizieren. Wie kann man nun so naiv sein und annehmen, das Klima der Zukunft sei alleine durch seine eigene Vergangenheit determiniert statt durch Diffentialgleichungen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten?

    • „Sverre Petersen“
      Lesen könnte bilden. Der Satz von mir als „möchtegern-Hobbyforscher“ sagt nicht mehr, als dass die aktuellen Klimadaten völlig anderes aussagen, als die derzeitigen Berechnungen der Klimasimulationen, die großteils grottenschlecht daneben liegen.
      Wie Sie als „möchtegern-Klimasimulierer“ allerdings darauf kommen, dass sich der weitere Klimaverlauf nicht nach den Gesetzmäßigkeiten der Vergangenheit, sondern ganz neu den Differentialgleichungen (eigentlich sind es wohl Differentialgleichungs-Systeme) einer bisher in wichtigen Belangen unverstandenen (und vor allem mit Differentialgleichungssystemen wegen der Komplexität nicht mehr abbildbaren) Klimaphysik richten wird, ist mir ein Rätsel.
      Gerade die angeführte Studie aus Sachsen zeigt fast nur Beispiele, dass die Simulationen das Wetter nicht richtig nachbilden können und man immer verzweifelt neue Läufe sucht, die es im Ansatz schaffen. Wobei das „Heraussuchen“ nur rückwirkend gelingt, weil man die Vergangenheit teilweise kennt. Wie es die Simulierer für die Zukunft machen, ist beschrieben: das „wahrscheinlichste“ Szenario wird das richtige sein … Theologen sind nicht unpräziser in ihren Vorhersagen.
      Auch die Eiszeiten lassen ahnen, dass sich das Klima eher nach der Vergangenheit richten wird, als nach der vom PIK simulierten Zukunft. Gut, dem hat Herr Schellnhuber widersprochen: es wird keine neuen Eiszeiten mehr geben. Wenn die Nächste dann doch kommt, dürfte er allerdings verstorben sein und somit seinen Unsinn nicht mehr ausbaden müssen …

      • helmut kuntz

        24. AUGUST 2020 UM 13:31

        „Wie Sie als „möchtegern-Klimasimulierer“ allerdings darauf kommen, dass sich der weitere Klimaverlauf nicht nach den Gesetzmäßigkeiten der Vergangenheit, sondern ganz neu den Differentialgleichungen (eigentlich sind es wohl Differentialgleichungs-Systeme)“

        Sie haben offenbar nicht verstanden, was ein Physiker macht. Die Differentialgleichungen gelten natürlich universell, in Vergangenheit und Zukunft. Wie gut bzw. schlecht man das Klima heute regional berechnen kann, sehen Sie ja am Beispiel Sachsen. Das ist nicht überraschend, die regionalen Klimamodelle müssen noch kleinräumigere Effekte berücksichtigen, um einen Vorhersagewert zu bekommen. Das Risiko für sommerliche Dürren zeigt sich für CO2 Szenarien ohne Klumaschutzmaßnahmen signifikant in heutigen modellen nur auf größeren Flächenskalen.

        Ob die Dürren der letzten Jahre wissenschaftlich tatsächlich dem Klimawandel attributiert werden kann, weiß ich nicht, ich kenne keine Arbeit dahingehend, die Aussagen basieren also nur auf dem Trend auf kontinentaler Skala, der sich aus der Klimaphysik für das ungebremste Co2 Szenario ergibt.

        einer bisher in wichtigen Belangen unverstandenen (und vor allem mit Differentialgleichungssystemen wegen der Komplexität nicht mehr abbildbaren) Klimaphysik richten wird, ist mir ein Rätsel.“

        • @Sverre Petersen
          24. August 2020 um 21:17

          Was SIE anscheinend nicht begriffen haben, ist das, was „Dr. Gerhard Stehlik 25. August 2020 um 9:09“ in seinem Beitrag formuliert hat.

          Ihr Wissenschaftsbegriff in Bezug auf den Klimaschwindel ist in praxi leider nicht mehr als eine spezielle Onanie mit religiösen Zügen. Da können Sie z.B. in Sachsen „kleinräumig“ werden, bis zum „Gehtnichtmehr“, zuverlässige Vorhersagen werden Sie nicht bekommen…..

          Ich bezweifele nicht Ihre geistigen Potenziale, Sie sollten aber nicht glauben, dass Sie ein grüner Gott sind ….

    • „Wie kann man nun so naiv sein und annehmen, das Klima der Zukunft sei alleine durch seine eigene Vergangenheit determiniert statt durch Diffentialgleichungen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten?“

      Wie lautet die Differentialgleichung, mit Hilfe derer Sie die künftige Strahlungsleistung der Sonne berechnen?
      Welche Differentialgleichung hilft Ihnen bei der Bestimmung des künftigen Bewölkungsgrades?

      • Herr keks,

        „Wie lautet die Differentialgleichung, mit Hilfe derer Sie die künftige Strahlungsleistung der Sonne berechnen?
        Welche Differentialgleichung hilft Ihnen bei der Bestimmung des künftigen Bewölkungsgrades?“

        Das kennt man in der Tat nicht, für den zukünftigen CO2 Gehalt auch nicht, daher gibt es ja auch nur Klimaprojektionen: wenn Klimafaktor A sich um x ändert, ändert sich Klimaparameter B um y. Daher wissen wir, wie und wieviel sich das Klima bei Änderung der Sonneneinstrahlung oder dem CO2 gehalt ändert.

        • „Sverre Petersen“
          Sie haben wirklich ein betont sonniges Gemüt. Erinnert mich an einen Kommilitonen während meines Studiums, der meinte, weil er „Differenzieren“ kann, jedes technische Problem umgehend zu lösen (das Studium dann aber abbrach).
          „wenn Klimafaktor A sich um x ändert, ändert sich Klimaparameter B um y. Daher wissen wir, wie und wieviel sich das Klima bei Änderung der Sonneneinstrahlung oder dem CO2 gehalt ändert“
          Glauben Sie Ihren Schwachsinn wirklich?
          Erklären Sie die Eiszeiten und dazu die D. Öschger-Ereignisse, dann sind Sie novelpreisverdächtig und die Klimasimulationen wären um die wichtigste Kenntnis reicher, das Klima überhaupt zu „verstehen“. Denn bisher richtet sich das Klima nicht entfernt nach den bisher programmierten Gleichungssystemen, bzw. die Simulationen, sondern die Simulationen werden so lange an das Klima angepasst, bis sie wenigstens einen kurzen Abschnitt ohne allzu viele Fehler nachbilden. Im DWD-Klimaviewer lässt sich das herrlich sehen. Vor allem, was danach häufig passiert: Die Simulationen wissen „nicht mehr weiter“ und fangen an, sinnlos zu oszillieren.
          Einfach, weil man einige, allerdings ganz wichtige Ursachen des Klimas nicht kennt (bei den Eiszeiten hofft man, wenigstens eine ganz grobe Erklärung zu kennen, die aber nicht einmal vorhersagen kann, wann eine kommt oder endet).
          Nicht einmal der in den Simulationen wichtigste Klimafaktor – das Forcing – ist bisher physikalisch bestimmbar und auch nicht geschlossen berechenbar – weshalb sein Wert und Bandbreite sich regelmäßig ändern (derzeitige Spanne ganz grob von 0,5 … 6).
          Aber in „Ihren“ Gleichungssystemen soll dieses Nichtwissen drin stecken? Gut, die Freitagshüpfer und das PIK (und sie) sind davon überzeugt. Das Klima lässt sich nicht über Randwertprobleme erklären, sondern damit nur über eine kurze Zeitspanne annähern. Zudem ist kein Mensch mehr in der Lage, die ins Uferlose steigenden Randwertprobleme der ausufernden Gleichungssysteme noch zu überblicken, geschweige, richtig zu parametrieren.

          • helmut kuntz
            24. AUGUST 2020 UM 23:32

            Nun, Herr Kuntz, die Kommilitonen, die während meines Studiums abgebrochen haben beherrschten die Physik jedenfalls immer noch sattelfester als Sie. Das mit den Diffentialgleichingen in der Physik haben Sie nicht verstanden.

        • „wenn Klimafaktor A sich um x ändert, ändert sich Klimaparameter B um y.“

          Ja, sowas kann man programmieren. Dumm nur, daß die Korrelationen nicht der Realität entsprechen. Siehe die vielen Projektionen, welche weder die Vergangenheit noch die Zukunft abbilden konnten

          „Daher wissen wir, wie und wieviel sich das Klima bei Änderung der Sonneneinstrahlung oder dem CO2 gehalt ändert.“

          Sie „wissen“ gar nichts, Sie „glauben zu wissen“ (bestenfalls…)

    • „das Klima der Zukunft … determiniert … durch Diffentialgleichungen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten“ Wer sowas schreibt, der will uns einfach alle verarxxxen und nichts anderes. Es ist schlichtweg unmöglich, nicht zu kapieren, dass die „Diffentialgleichungen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten“, angewendet von unseren Alarmforschern, weder die Vergangenheit noch die Zukunft halbwegs zutreffend beschreiben. Aber macht nichts, auch Greta und Angela glauben an die „unfehlbare“ Klima-Alarmforschung!

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