Wird Deutschland versteppen? Die Deutschen legen ihr Land trocken.

Foto Kowatsch: Trockenes Flussbett, trotz ausreichendem Regen im August 2020

Josef Kowatsch
Konstant trommeln auf uns die Falschmeldungen verschiedenster Interessenverbände ein, dass es immer weniger regnen würde, und falls doch, dann hätte die Anzahl der Starkniederschläge zugenommen. Das Wasser würde nicht in den Boden gelangen, sondern gleich oberflächlich abfließen. Besonders schlimm träfe es den Osten Deutschlands. Schuld daran sei einzig der menschengemachte Klimawandel und der sei wiederum auf das angebliche Treibhausgas CO2 zurückzuführen. Einzelne Berufsgruppen fordern von der Politik eine Klimaunterstützung, die natürlich von allen bezahlt würde.

Gleich vorweg die Antwort des Deutschen Wetterdienstes: Es regnet nicht weniger und es gibt auch keine Zunahmen von Starkniederschlägen in Deutschland und auch nicht im Osten. Als Beweis sollen dem Leser die Aufzeichnungen der Wetterstation Goldbach bei Bischofswerda in der Oberlausitz dienen. Und zwar über die letzten 50 Jahre.

Grafik 1a: In der Trockengegend im Osten Deutschlands haben die Niederschläge der vergangenen 50 Jahre sogar zugenommen, wobei die letzten 8 Jahre eine abnehmende Tendenz zeigen. Der Schnitt der letzten 8 Jahre ist aber immer noch deutlich über dem Gesamtschnitt der letzten 50 Jahre. (866 l/m2 zu 796 l/m2)

Niederschläge seit 1881 auf ganz Deutschland bezogen:

In der folgenden Liste hat das Team um Jörg Kachelmann aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht. Dabei wurden die Jahre ab 1990 orange markiert. Es finden sich seit 1881 nur drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren. Es gab also seit 1990 mehr als doppelt so viele nasse Jahre als sehr trockene Jahre. Fazit: Einen Trend zu Dürrejahren gibt es also absolut nicht. Dabei muss man bedenken, alle Statistiken sagen keine Zukunft voraus, sondern stellen die Fakten der Vergangenheit bis heute dar. Quelle.

Grafik 1b: Die nassen Jahre haben innerhalb der letzten 30 Jahre zugenommen. Es ist mehr Niederschlag gefallen.

Mehr Dürre, obwohl es mehr regnet.

Die Aussagen der Jäger, Förster, Bauern und Kleingärtner und zuletzt der Medien sind dennoch richtig, unsere Landschaft wird immer trockener, gerade im Osten Deutschlands. Nur deren Begründungen mit dem Klimawandel sind grottenfalsch.

Kein Klimawandel, nicht der vermeintlich mangelnde Regen und schon gar nicht das Kohlendioxid. Kohlendioxid trocknet nichts aus, sondern als feuchtigkeitsliebendes Molekül zieht es sogar Wasser in der kälteren Atmosphäre an und hält es fest nach der Gleichung

CO2 + H2O H2CO3

Bei Berührung des wärmeren Bodens zerfällt das H2CO3-Molekül wieder in Wasser und Kohlendioxid. Wasser feuchtet den Boden an und CO2 ist der unbedingt notwendige Bestandteil jeder Fotosynthese und damit jedweden Pflanzenwachstums. Mehr CO2 in der Atmosphäre führt damit eher zu nasseren Böden und besserem Pflanzenwachstum.

Trotz alledem werden die Böden Deutschlands besonders im Sommer trockener.

Bild 2a: Anhaltende Dürre 2018 in Teilen Deutschlands – das ist keine Auswirkung einer CO2-bedingten Klimaerwärmung. Foto: Stefan Kämpfe

Oder dieses Bild vom 7. August 2020

Bild 2b: Die Aufnahme zeigt eine Hügelkuppe im Ostalbkreis in Süddeutschland, vor der Aufnahme hatte es drei Tage lang anhaltend 40% des gesamten Augustniederschlages geregnet, und trotzdem ist der Untergrund sehr trocken.

Antwort: Die Deutschen legen ihre Landschaft selbst trocken.

Zur Römerzeit war das Gebiet des heutigen Deutschlands ein großes Sumpf- und Auengebiet, die Feuchtigkeit des Bodenkörpers bis in große Tiefen betrug wohl weit über 50%, und zwar im Schnitt. Alle Täler waren versumpft und nicht begehbar. Die Wanderwege führten über Höhen oder an den Talhängen entlang. Seitdem haben die Deutschen den nassen bis in große Tiefen voll gesaugten Schwamm Boden immer mehr trockengelegt und das entzogene Wasser ist heute Bestandteil der Ozeane.

Vor allem in den letzten 60 Jahren hat diese Trockenlegung bedrohliche Ausmaße angenommen, deren negative Folgen sich bereits zeigen durch: Austrocknung der Landschaft bei gleichzeitigem  Hochwasser und leichtem Meeresspiegelanstieg.  Die Niederschläge in Deutschland sind in den letzten 120 Jahren gleich geblieben, wobei die letzten 30 Jahre etwas nässer waren, sagt der Deutsche Wetterdienst. Und auch die Anzahl der Starkniederschläge hat nicht zugenommen, sagt der DWD. Die Anzahl der Gewitter hat eher abgenommen, sagt der DWD. Fazit: Es regnet also gleich viel mit leicht zunehmender Tendenz und so wie immer. Trotzdem nimmt einerseits die Austrocknung der Landschaft zu und gleichzeitig auch die Hochwassergefahr bei starken Regenfällen. Wasser, das ehemals im Boden gebunden war, füllt heute die Weltmeere.

Wenn auch Medienmeldungen wie immer übertrieben sind, wird unsere Landschaft immer trockener, und zwar aufgrund menschlicher Eingriffe und gezielter Naturzerstörungen. Besonders die Bergkuppen trocknen bereits sichtbar aus und versteppen zusehends. Also eine Landschaftsversteppung von oben her bei gleichzeitigem Absinken des Grundwasserspiegels.

Damit ist neben Hochwasser bei Starkregen die zweite Gefahr für unser Land absehbar: Die Grundwasserspeicher werden nicht mehr aufgefüllt. Wasserknappheit für einzelne Regionen bei einer längeren Trockenperiode wird die absehbare Folge sein.

Einzelgründe  der Austrocknungen:

Im folgenden Verlauf sollen sechs vom Menschen verschuldete Gründe der Austrocknung beschrieben werden.

  1. Die moderne Agrarindustrie.

Bauern, die haben in den letzten 50/60 Jahren ihre Wiesen und Äcker mit Sickerschläuchen und weitreichenden Drainagen trockengelegt. Hecken und Bäume, ganze Streuobstwiesen wurden entfernt und Unebenheiten (Buckelwiesen) aus der letzten Eiszeit beseitigt. Insbesondere die Umstellung auf Monokulturen wie den Maisanbau für Biogasanlagen führen aufgrund des Pestizideinsatzes und des Kunstdüngereinsatzes zu einer nachhaltigen Zerstörung der oberen wasserspeichernden Humusschicht. Es entstanden allmählich „Betonackerböden“, die kein Wasser mehr nach unten durchlassen. Äcker und Wiesen sind neuzeitliche Industriehallen ohne Dach. Gewellte Böden mit Nassstellen und Bäumen gibt es in keiner industriellen Produktionsstätte, so das Selbstverständnis nicht weniger Landwirte. Die Folgen des selbst geschaffenen „Betonackers“ sind fatal: Ein großes Maisfeld an einem leicht geneigten Hang oberhalb eines Hauses bedeutet höchste Hochwassergefahr für die Bewohner des Hauses bei einem Starkregen.

Bild 3: Die Bauern legten hauptsächlich in den letzten 50 Jahren die deutsche Landschaft trocken. Der Erfolg/Misserfolg der teuren Maßnahmen zeigt sich jetzt. Vor dem Aufnahmezeitpunkt hatte es drei Tage lang ausgiebig geregnet. Der durch den Maisanbau entstanden Betonackerboden kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und speichern.
  1. Wald an den Talhängen und den Höhen:

Die Zeit der Pferdefuhrwerke und Pferde zum Holzrücken sind längst vorbei. Man schlägt nicht mehr Holz, sondern man erntet mit Großmaschinen, den Harvestern.

Bild 4: Die schweren Erntemaschinen brauchen feste Zufahrtswege mit drainiertem Untergrund und einen trockenen Waldboden, unzählige Ablaufgräben führen das Wasser aus dem Wald hinaus. Die Erntemaschinen verdichten zusätzlich den einst schwammigen, Wasser speichernden Waldboden.

Über 30 000 Windräder auf den Hochflächen und in den Wäldern: Jedes Windrad erfordert wegen seiner Höhe und seiner Hebelwirkungen eine hohe Standfestigkeit. Der Boden unter Windparks muss besonders trocken sein, weil sonst die Betonfundamente dem Winddruck und der Eigenresonanz der Anlage nicht standhalten würden.

Bild 5 Foto: Alexander Blecher, Das Gesamtfundament hat ein Gewicht von 4000 Tonnen.

Zudem erfordern die Windräder feste Zufahrtsstraßen für die Großfahrzeuge zur Anlieferung der Bauteile und der späteren Wartung. Und durch die ständige Sonneneinstrahlung auf die Flächen gibt es weitere zusätzliche Austrocknung. Hohe Bäume kühlen, hohe Betonmasten erwärmen die Landschaft.

3) Auenlandschaften in den Tälern.

Bild 6, Vor 70 Jahren: Ein ausufernder Kocher im Gebiet Brühl=Bruchwald, heute trockengelegt, begradigt und bebaut.

Aufgrund der ständig ausufernden Bebauung, die sich in einstige Freiflächen hineinfrisst, sind ehemalige Feuchtgebiete und Feuchtwiesen trockengelegt worden. Die Flüsse sind begradigt, oft ausbetoniert und die Überschwemmungszonen=Versickerungszonen sind verschwunden. Als jahrzehntelanger Gemeinderat und guter Naturbeobachter vor Ort konnte ich miterleben, wie die Wiesen und Feuchtauen um unseren Ort zunehmend trocken fielen.

4) Die zunehmende Bebauung, insbesondere nach dem 2.ten Weltkrieg.

Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten und Südosten Europas führte zu einem Bevölkerungsdruck im Restdeutschland, der nur durch eine rasche Bebauung aufgefangen werden konnte. Eine Bebauung, die heute noch anhält, da der Wohlstand nach einer Vergrößerung und Verschönerung verlangt. So fressen sich täglich neue Trockengebiete in die einst freie nassere Naturlandschaft.

Bild 7: Auf der zugebauten Fläche am Hang des Wettenberges (wet=nass) kann nichts mehr versickern. Das auf dem Bild üppige Grün um die Häuser verkommt in den Sommermonaten zum gelben Trockenrasen. Bei Starkregen wird die landwirtschaftliche Fläche unterhalb kurzzeitig überschwemmt, bei schönem Wetter hingegen schneller austrocknen. Die Erwärmung des gesamten Gebietes ist eine weitere Folgeerscheinung. Straßen und Hausdächer werden in den Sommermonaten bis 60°C heiß und speichern die Wärme bis in die Nachtstunden hinein.

Kuriose Siedlungs-Namen: In Wohngebieten wie Wasserstall gibt es kein stehendes Wasser mehr, im Baugebiet Teich keine Teiche und im Brühl stehen alle Häuser im Trockenen, kein versumpfter Bruchwald weit und breit. Der letzte Restsumpf wurde in meinem Heimatort vor 35 Jahren trockengelegt, als ein Schäfer festsaß. Wir haben in Deutschland fast keine Auen mehr, in welchen Wasser versickern darf. Regenwasser wird nicht in Überflutungswiesen zurückgehalten, sondern möglichst schnell abgeleitet. Die menschengemachten, einst gut gemeinten, in der Wirkung aber großflächige Naturzerstörungen nach dem Kriege brachten zunehmend die Trockenheit in die deutsche Landschaft. Nahezu jede weitere Baumaßnahme macht täglich den Boden trockener. Wir stehen erst am Anfang des Problems „Versteppung der Landschaft“ in Deutschland. Mit CO2 und Klimawandel hat das nichts zu tun. Man braucht nur 5 bis 10 Häuser mit einer Zufahrtsstraße in eine Nasswiese stellen und 10 Jahre später ist der Fremde erstaunt über die Bezeichnungen der Siedlungen wie Wasserfurche, Fuchsloch, Lachwiese, Horlach, Weiherwiese. Kocheraue, im Kies. Unsere Ortsmitte ziert ein Straßenschild „In der Pfitze“, vor 70 Jahren gab es Pfützen noch reichlich in derselbigen, im Frühjahr sogar mit Froschlaich in den Wasserlöchern.

5) Bund, Land und Gemeinden: Der Straßenbau

Täglich werden in Deutschland etwa 100 Hektar freie Naturfläche überbaut, zum einen innerhalb bereits bestehender Ortschaftsbebauung durch Erweiterungen und Anbauten, aber auch ganz erheblich durch neue Siedlungen und den Straßenbau in der einst freien Naturlandschaft. Nicht nur breitere Autobahnen und Bundesstraßen, sondern vor allem auch die Kreis- und Ortsverbindungssträßchen, sowie die Asphaltierung der einstmals erdgebundenen Feldwege, die alle auch eine Wassersammlung und Wasserableitung benötigen. Auch trägt eine Straße ganz erheblich zur Landschaftserwärmung bei, im Hochsommer wird der dunkle Belag 50 bis 60°C warm und nachts wird die tagsüber gespeicherte Wärme in die Landschaft abgegeben. Die Straßen sind Wärmebänder in einer einst kühleren lebendigen Natur-Landschaft. Wer die Landschaft trockenlegt und wer die Landschaft erwärmt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie nach einigen Jahren auch trockener und wärmer ist.

6) Sinkender Grundwasserspiegel und zukünftige Wasserverknappung.

Aus den geschilderten Gründen sickert immer weniger Regenwasser in größere Tiefen, in welchen das Grundwasser gespeichert ist. Dafür steigt der Meeresspiegel. Aber damit nicht genug. Wir holen unser Trinkwasser aus den Tiefenquellen und legen so auch noch den gesamten Bodenkörper unter uns trocken. Alle Getränke werben auf dem Etikett mit ihrer natürlichen sauberen Tiefenquelle. Aus Tiefenquellen werden Freibäder und Berieselungsanlagen für drainierte Sportplätze und Parkanlagen gespeist. Jede Klospülung sind 6 bis 10 Liter bestes Grundwasser, das dem Boden entzogen wurde und dann die Weltmeere weiter auffüllt.

Eine kleine Überschlagsrechnung soll das Problem verdeutlichen. Nehmen wir an, dass in den letzten 10 Jahren jedem Kubikmeter Boden 10 Liter Wasser auf 50 m Tiefe in Deutschland entzogen und ins Meer geleitet wurde. Meeresspiegelanstieg? Antwort: Auf einer Meeresfläche=Deutschland von 357 386 km2 ein Anstieg von 5 Zentimeter.

Fazit: In den nächsten 30 Jahren wird sich Deutschland trotz gleichbleibender bzw. leicht vermehrter Niederschläge größtenteils in eine Steppe verwandeln, wenn nicht sofort durch die Politik gegengesteuert wird. Die Versteppung zeigt sich trotz gleichbleibenden Niederschlägen bereits jetzt bei den Hügeln und Kuppen, den kleinen Anhöhen in der Landschaft.

Wir wollen weder die Versteppung Deutschlands noch eine Wasserrationierung in den Sommermonaten.

Lösungsvorschläge: So könnten interessante Ansätze und Lösungen aussehen

Prinzip: Regenwasser muss am Entstehungsort zurückgehalten werden.

1. Entfernen der Drainagen und der Sickerschläuche aus den Äckern und Wiesen, dadurch nimmt der Reiz der Landschaft nebst Artenreichtum zu, da in den teilweise noch vorhandenen Senken wieder Feuchtzonen entstehen dürfen.

2. Das Wasser wird auf den landwirtschaftlichen Flächen in Tümpeln, Erdvertiefungen und Versickerungslöchern zurückgehalten. Versickerung ist notwendig, um die Grundwasservorräte aufzufüllen, aber auch die Verdunstung trägt zur Landschaftsabkühlung bei Hochsommerwetter positiv bei. Regenrückhaltung ist das Gegenteil von schnellem Ableiten, das in den letzten 60 Jahren praktiziert wurde.

Bild 8. Der letzte verbliebene Tümpel auf einer Hochfläche (hinter dem Hund). Im Mittelalter war die Fläche übersät mit Tümpeln. Die schwäbische Bezeichnung woagarai, falsch übersetzt mit Wagenrain drückt dies aus. Woaga , gesprochen wie schwoab, heißt Tümpel, im Fränkischen wooga. Am 18.08.2020 waren bereits 76% der Augustniederschläge gefallen.

3. Städte: 15% der Deutschlandfläche sind überbaut und trockengelegt. Eine Stadt bildet das negative Zentrum. In der Stadt ist es im Sommer bis zu 10°C heißer als im Umland. Abhilfe: Niederschläge sollten aufgefangen und zwischengespeichert werden für die heißen Tage. Wo möglich, sollten unterirdische Versickerungsflächen geschaffen werden.

4. Neue Baugebiete: a) Das Oberflächenwasser der öffentlichen Flächen muss an der tiefsten Stelle ein erdgebundenes Versickerungsloch erhalten oder eine Versickerungsfläche als Ersatz der einstigen Dorfteiche, Hülben und Auwiesen. b) Privat: Die Häuser müssen das Dachregenwasser in einem unterirdischen Regenwasserbecken von ca. 2 Kubikmetern zurückhalten, mindestens eine Seite darf nicht betoniert sein, damit das Wasser zwecks Grundwasserbildung versickern kann. Nur der Überlauf darf in die Kanalisation gelangen.

5. Zunehmend müssen Bäche und Flüsse wieder rückgebaut werden, natürliche zusätzliche Wasserarme, die bei Hochwasser gefüllt und einerseits als Hochwasserschutz dienen, aber auch als Versickerungsflächen zur Verfügung stehen. Dadurch wird sich die Vielfalt der Kulturlandschaft erhöhen.

6.Flächenversiegelung in den Orten. Viele Parkplätze lassen sich mit Rasengittersteinen auch ökologisch aufwerten oder gleich in der Schotterwiese parken. Selbst der Parkplatzrundweg auf dem Bild ist nicht asphaltiert.

Bild 9. Parkplatz am Ortsrand derselben Gemeinde. Falsch und richtig

Genauere Erläuterung des ersten Lösungsvorschlages anhand des Bildes 3

Bild 10: Aufnahme vom 7. 8. 2020. Zuvor hatte es drei Tage geregnet, etwa 40% des Augustniederschlages.

Auf dem Bild ist von dem überdurchschnittlichen Niederschlag nichts erkennbar:  Es handelt sich um eine ausgeräumte industrielle bewirtschaftete Agrarlandschaft zwischen der Hüttlinger Gemarkungsgrenze und der Gemeinde Neuler. Das Gelände ist eingeebnet und damit der leichteren Maschinenbearbeitung angepasst. Von beiden Seiten her leicht fallend zu einem Wasserauffang-graben in der Bildlmitte, der in Richtung Westen – links – abgeleitet wird ins Schlierbachtal bei Niederalfingen. Dieser Entwässerungsgraben ist im Verlauf an den drei Bäumen der Bildmitte erkennbar. Im Grunde braucht man nur einen Zustand ähnlich wie vor 150 Jahren herstellen, viele Kleinmaßnahmen, die einen Niederschlag möglichst lange auf dieser Hochfläche halten. Das käme auch der Landwirtschaft zugute.
Mögliche Kleinmaßnahmen: Entfernung der Sickerschläuche und Drainagen aus den Böden, zu 70% Zuschütten von 2 Ableitungsgräben von Neuler her in die Bildmitte zum Sammelgraben. Auch der Sammelgraben sollte zu 70% zugeschüttet werden. d.h. 70% der Gräben bleiben als Grabenreste erhalten, dort sammelt sich bei Regen das Wasser in kleinen Tümpeln und kann versickern zur Grundwasserneubildung. Die erzeugten Tümpel erhalten verlangsamt ihren Wassernachschub aus den Wiesen und Äckern – Drainagen sind weg. Dadurch wertet man auch den Naturcharakter der Landschaft auf. Die wie an einer Schnur aufgereihten Tümpel werden im Sommer sicher austrocknen, bilden aber trotzdem auch im Sommer eine Feuchtzone für gefährdete Lebewesen. Die Tümpel werden sich bewachsen, Nässe liebende Sträucher und Bäume werden sich ansiedeln wie in alter Zeit.
Weiter: die ebene Agrarfläche erinnert an eine Industriehalle ohne Dach. In die Äcker und Wiesen müssen wieder quer zur Neigungsfläche Rillen bzw. Erhebungen eingezogen werden, damit sich der oberflächlich abfließende Niederschlag davor staut und ins Erdreich versickern kann. Links oder rechts eines Ackerstreifens können Vertiefungen als Wassersammelstellen zur Versickerung eingebracht werden. So erreichen wir eine Bodendurchnässung bis wenigstens 50 cm Tiefe. Hätte man am 7. August am Fotostandort ein Spatenloch gegraben, dann wären die oberen 5 cm trocken, weitere 20 cm feucht und darunter alles trocken gewesen. Drei oder vier Tage später hätte auch die schmale Feuchtzone im Erdreich gefehlt, weil sich die Pflanzen dort mit Wasser versorgt haben. Pflanzen, deren Wurzeln gar nicht über 5 cm herab reichen wie manche Gräser, bleiben gelbbräunlich.
Bodenerosion bei Starkregen: Die Landschaft hat im Bereich der Maisäcker keinen Humus mehr, der wurde zerstört durch die Pestizide, Kunstdünger und die schnell abfließenden Niederschläge. In dem Weiler Niederalfingen am Unterlauf des Schlierbaches muss die Gemeinde wiederkehrend das Bachbett ausbaggern, um die Hochwassergefahr innerorts zu verringern. Leider darf dieser Aushub dann nicht mehr auf die Felder zurückgebracht werden wegen angeblich zu vieler Schwermetalle und Pestizide.
Vor 150 Jahren war die Fläche eine gewellte unebene Landschaft mit Feucht- und Trockenzonen, die je nach Biodiversität mit Äckern und Wiesen bewirtschaftet wurden – Kühe, Gänse, Ziegen. Neben den vielen Tümpeln mit Nassbewuchs breiteten sich vor allem Eichen und Birken auf den Flächen aus. Im Jahre 2007 sind die letzten Birken beim Standort des Fotografen wegen Trockenheit abgestorben. Eine Eiche steht noch, ist aber stark vom Eichenprozessionsspinner befallen und wird auch nicht überleben. Die Eichenprozessionsspinnerschwärmer sind eine begehrte Nahrung für Fledermäuse. In der Landschaft fliegen aber keine Fledermäuse. Es fehlen u.a. die alten Bäume.
Im Grunde müssten sich die Bauern bzw. der Bauernverband überlegen wie er das Wasser wieder in der Landschaft halten will. Ärgerlich ist die jetzige Strategie der Bauern, welche den schon immer währenden Klimawandel bejammern, gezielt Falschinformationen (weniger Niederschläge) in die Bevölkerung streuen und von den Politikern Abhilfe verlangen. Wer die Landschaft und Natur trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie anschließend auch trocken ist.
Aber: Wir müssen den Bauern helfen und sie mit Ideen zur Selbsthilfe füttern.

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156 Kommentare

  1. Hallo zusammen, ich bin neu in der Runde, stimme nicht allem zu, würde aber gerne noch ein paar Vorschläge zum Thema Wasserspeicherung im Boden ergänzen.
    1. Seit ca. einem Jahr beschäftige ich mich mit der Pflanzenkohle und deren Erzeugung sowie Anwendung.
    Pflanzenkohle im Boden hat U.a. die Fähigkeit Wasser und Nährstoffe zu Speicher, den Boden gegen Verdichtung zu schützen und das alles Pflanzenverfügbar zu machen. Also bei Regen Wasser speichern und dann über die Pflanzen wieder abzugeben.
    2. Für die Städtische Anwendung gibt es das so genannte „Stockholmer Baumpflanzsystem“, es reguliert und speichert das Regenwasser im Boden. Langfristig ist weniger Bewässerung notwendig und erzeugt ein besseres Mikroklima in der Stadt.
    Noch eine Bemerkung zum Thema Regenwasser sammeln für den Garten etc.
    Seit der Einsparung von Trinkwasser zur Toilettenspülung und der Trennung in Abwasser und Regenwasser, mit Ableitung z.B. direkt in die Flüsse, sind viele Abwasserkanäle verstopft (da nicht genug Wasser fließ zum freispülen) und müssen gereinigt und saniert werden.

    • Sehr geehrter Herr Eller,
      1. Sie meinen mit Pflanzenkohle Terra Preta (googeln). Das ist sicher gut, aber großflächig nicht bezahlbar. Auf Sandböden ist der Effekt am Größten.
      2. SBS könnte für Regenwasserrückhaltung und daraus folgende Grundwasserbildung in Städten ein guter Weg sein.
      3. Ich bekomme wenig mit, dass öffentliche Kanäle verstopft sind. Im privaten Bereich gibt es Baufehler und oft Müllentsorgung über die Toilette. Da hilft auch kein Regenwasser.
      Für eine gute Klärung der Menschengülle braucht man das Trennsystem, weil größere Regenmengen die Kläranlagen überfluten und dann alles ungeklärt in die Vorfluter läuft mit der Folge, dass dort alle Fische und anderen Lebewesen sterben.
      mfg Franz Attenkofer

      • Wenn öffentliche Kanäle mangels Wasser verstopft sind, macht dich das nicht beim Kunden bemerkbar, sondern der Versorger schickt teures Trinkwasser durch die Rohre, um die festgesetzte Scheisse wegzuspühlen. Im Ergebnis spart man ein wenig zu Hause, aber der Trinkwasserverbrauch in der Summe steigt.

        Wie alle Projekte nach der grünen Naturwissenschaft.

        • Unter verstopft verstehe ich schon dass nichts mehr abläuft. Momentan besteht mehr die Sorge, dass alte Kanäle nicht mehr dicht sind und das Wasser versickert. Un das zu prüfen wird viel Geld ausgegeben.

        • Herr Attenkofer, im privaten Bereich ist das schon richtig.

          Die großen Mengen fließen nicht mehr in Rohre, sondern in „Abwasserkanäle“, wie Herr Eller richtig formuliert hat. Verringert sich das Verhältnis Wasser zu Scheiße, fließt die Suppe langsamer, das registrieren die Wasserwerke natürlich umgehend, und sofort wird die Suppe mit frischen teuern Trinkwasser verdünnt, bevor der unschöne, bekannte Effekt eintritt, dass beim Spülen das Wasser nicht runter, sondern hochkommt.

          Das hat man vom Wassersparen.

          Wassermangel in bestimmten Regionen hat nichts damit zu tun und mit weniger Druck zu Duschen ändert nichts.

          Im Übrigen, haben Sie schon mal an einem Baum gepinkelt? Kommt alles wieder durch die Leitung. Kreislauf eben…

          • Sehr geehrter Herr Gregoriev,
            Im Wald sehe ich das anders. Wir fahren seit Jahrtausenden Holz raus und füllen die Nährstoffe nicht wieder nach. Durch den hohen Luft-Eintrag von Stickstoff wird noch mehr Wachstum generiert und die Bäume leiden auch wegen der Wald-Boden-Übersäurung (pH-Wert fast wie Essig) besonders in schwierigen Zeiten (Trockenheit) an Nährstoffmangel.
            Staatlich verordnet sind wir dabei, eine unserer Lebensgrundlagen, den Waldboden kaputt zu machen.
            mfg
            Franz Attenkofer (Waldbauer)

          • Herr Attenkofer, es ging nicht um Wladboden, sondern um den Wasserkreislauf. Wenn Sie beim Baden nicht mit Wasser sparen sondern ausgiebig verbrauchen, entziehen Sie der Natur kein mg Wasser.

            Mein Grundstück war damals nicht erschlossen, daher trinke ich Brunnenwasser. Von Kenner als 1A Geschmack bezeichnet. Obwohl ich schon mal gegen einen Obstbaum im Garten gepinkelt habe.

            Egal ob man viel oder wenig Wasser verbraucht, es kommt alles wieder zurück.

            Der Rest ist auch schwach, trotz Titel. Wer fährt seit Jahrtausende Holz aus dem Wald, der Neandertaler oder der Homo Erectus?

          • Herr Georgiev, Sie schreiben: „.. Egal ob man viel oder wenig Wasser verbraucht, es kommt alles wieder zurück…“ Bitte lesen den Artikel zuerst durch, das haben Sie anscheinend noch nicht getan. Es kommt eben nicht mehr alles zurück, weil ein erheblicher Teil des Niederschlages sofort abgefangen und ins Meer zurückgeht. Grob geschätzt macht der Anteil ein Viertel des Niederschlages aus.

    • Danke Herr Eller
      1)Pflanzenkohle herstellen, wir haben dieses Jahr damit begonnen, sie haben schon 1 Jahr länger Erfahrung. Könnten Sie Ihre Erfahrungen bezüglich der Erwartungen schildern? 2) Ihre Bedenken zu Regenwasser sammeln für den Garten und das immer mehr praktizierte Getrenntsystem: Regenwasser zum Gießen benutzen ist eine sinnvolle Maßnahme vor Ort gegen die Trockenlegung Deutschlands. Das Dachrinnenwasser auf direktem Wege in Bäche einzuleiten (Getrenntsystem) löst das Problem der Austrockung Deutschlands überhaupt nicht, im Artikel wurden Vorschläge für eine Versickerung auf dem Grundstück gemacht,der von etlichen Kommentatoren ergänzt wurde. Bitte machen auch Sie dazu auch Vorschläge. Zum Problem der Verstopfung der Abwasserkanäle wegen angeblichen Wassermangels: Als Gemeinderat ist mir die Sache bekannt. Auf Nachfrage wurde mir als Grund angegeben, dass dies vorwiegend im alten Siedlungsteil der Ortschaften passiere, dort wären die Abwasserrohre zu klein dimensioniert. Eine Abhilfe wäre der allmähliche Austausch der Rohre. Außerdem würde immer mehr Abfall, also Müll über die Clospülung kostenfrei entsorgt, was hauptsächlich zu den Verstopfungen führe. Angeblich zu wenig Wasser zum Spülen: Bitte zählen Sie ihre täglichen Clogänge zuhause und auswärts, sie werden überrascht sein, etwa 10x täglich allein zum Pinkeln. Macht etwa 50 Liter Trinkwasser und 1,5 Liter Urin zum Hinterherspülen für die längere Sitzung. Das Problem der Verstopfung hat also andere Gründe und muss mit einer Rotationsbürste und Hochdruckspülung wieder freigeblasen werden.

      • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
        Um die auch von Ihnen anerkannte Problematik von Mischabwassersystemen zu verdeutlichen, möchte ich kurz eine soeben selbst gemachte Erfahrung mitteilen.
        Bei uns läuft ein kleiner Bach vorbei, der auch Vorfluter einer ehemaligen kleinen Misch-Abwasserkläranlage war. Vor knapp 10 Jahren wurde dort mit Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes die beanstandete Kläranlage stillgelegt und eine kleine Druckleitung zur Großkläranlage verlegt, das Mischsystem wurde aber belassen. Wenn es nun regnet läuft das System über und es kommt die Scheiße ungeklärt in den Bach (dunkelbraune Brühe). Da liegen dann tote Fische im Bach rum. Als ich beim letzten Mal das unserer Gemeineverwaltung gemeldet habe, bekam ich kurz darauf einen Drohanruf von einer, von der Gemeinde beauftragten Firma dass, wenn ich so was noch mal melde ich eine hohe Rechnung für eine Überprüfung des Systemes bekäme. Ich werde mich hüten, finde es aber nicht richtig, dass es in unserem Landkreis in den meisten Gemeinden solch Abwasserlösungen gibt.

        • Herr Attenkofer: Solche Mischwassersysteme werden natürlich allmählich abgeschafft in den Gemeinden und das Trennsystem bevorzugt. Aber wie gesagt, wenn das Dachrinnenregenwasser nur zeitverzögert über Regenrückhaltebecken in den Bach gelangt, dann vermindert dies zwar die Hochwassergefahr, aber der Regen gelangt trotzdem schnell ins Meer anstatt den Boden zu befeuchten. Die immer trockener werdenden Landmasse führt zu neuen Gefahren wie Trinkdwasserknappheit, wie Versteppung Deutschlands und Zunahme der Waldbrandgefahr. Sie haben weiter oben für die Städte und für großflächig versiegelte Flächen auf das bereits mögliche SBS-System aufmerksam gemacht, mit der allmählichen Versickerung des anfallenden Oberflächenwassers in die Böden. Dafür vielen Dank.

      • bzgl. Pflanzenkohle: Ich habe im Wald vor Jahren eine alte Köhlerstelle gefunden, dort liegt Holzkohlegruß in einer bis 0,5m starken Schicht unter ca. 0,2 cm Humus bzw. Nadelstreu (also wohl schon 200 Jahre). Habe experimentell davon auf ca. 20m² Gartenbeete welche eingebracht, von der Menge her so ca 1cm pro Beet, eingearbeitet.
        Eine signifikante Verbesserung der Wasserhaltung auf diesen Beeten gegenüber anderen konnte ich nicht feststellen, allerdings eine Strukturberbesserung des Bodens (steiniger Lehmboden).
        Am besten scheint es zu sein, wenn die Kohle vorher mit kompostiert wird, wobei dann für mich nicht zu unterscheiden ist, ob positive Effekte für die Kulturen von der Kohle oder dem Kompost kommen.

  2. Lieber Herr Kowatsch, ganz herzlichen Dank für den hochinteressanten Bericht/Information und beste Grüsse aus der Nachbarschaft.
    Nach meinem Verständnis daraus und auch den Leserkommentaren müssten wir die Toiletten-benutzte Kanalisation abschaffen und wieder Sickergruben einführen. Ich kann mich an meinen Heimatort Solingen erinnern, wo ausserhalb der Stadtmitte mit Start des ländlich Gebietes die meisten Häuser diese Sickergruben hatten. Dann würde Toilettenspülwasser – egal ob Frisch- oder Regenwasser – in den Boden und eben nicht in die Meere gelangen, wo sie versalzen und über aufwendige industrielle Entsalzung wieder nutzbar gemacht werden müssen. Damals hatten wir „fette“ Feuchtböden das ganz Jahr über. Dank auch an Herren Meyer, Schöllhammer und Heinzow für Ihre interessanten Informationsbeiträge!

    • Sehr geehrter Herr Kroworz,
      Schön, dass Sie auf den Verleugnerzug aufspringen.
      Mit Ihrem Vorschlag Toiletten-Abwasser ungeklärt im Boden zu versickern, würde man das Grundwasser vergiften. Wegen der Altsünden wird die Landwirtschaft gerade in die Zange genommen.

    • Lieber Herr Kroworz!
      Ich bin mir sicher, daß Sie sich auf keinem Verleumderzug befinden! Ich bedanke mich für Ihren Kommentar mit Hausverstand, und erlaube mir folgende Bemerkungen, vielleicht auch zu Ihrer Beruhigung:
      * Industrieabwässer schließe ich aus, diese müssen selbstverständlich mechanisch und biologisch gereinigt werden!
      * Unsere heutige Gesellschaft kann leider zwischen Grund- und Trinkwasser nicht mehr unterscheiden.
      * Ihre gute alte Sickergrube entlässt die Abwässer mechanisch gereinigt in das Grundwasser. Jedes Kind wusste seinerzeit, daß das kein Trinkwasser ist!
      * Die übrigbleibende biologische Verunreinigung besteht in erster Linie aus (meistens von uns ausgeschiedenen) Coli-Bakterien, welche tatsächlich zu schlimmen Krankheiten führen können. Aufgrund deren Lebensdauer führte man seinerzeit die 40 Tage Regel ein, wonach infolge der Verweildauer des Grundwassers es wieder als Trinkwasser genutzt werden könnte.
      * Aus obigem Grund gibt es auch zurecht die Grundwasserschutz- und -sperrgebiete.
      * Biologische Kläranlagen haben Sinn, wenn das durch Sickeranlagen lediglich mechanisch gereinigte Abwasser nur in Vorfluter, Bäche, Flüsse, Seen oder Meere entlassen werden kann.
      * Trotzdem wäre wahrscheinlich die große Mehrheit der Weltbevölkerung zufrieden, wenn deren Abwässer wenigstens mechanisch im Sinne Ihrer Sickeranlagen gereinigt werden würden. Ich denke dabei an die jährlichen Ganges-Ritual“reinigungen“.
      * Klicken Sie was? Ich schon: Wir „Westler“ verkaufen/oktruieren den „Drittländern“ teuren Zappelstrom in Form von Vogelschredder- und PV-Anlagen sowie weitaus überteuerte biologische Abwasseraufbereitungsanlagen. Und noch anderen Unsinn!
      * Wieso denn einfach, wenns kompliziert auch geht!

      Viele Grüße aus Österreich, strahlenfrei und grundwassertrinkwasserfähig

  3. Die Deutschlandfläche beträgt 357 386 Quadratkilometer. Im Artikel und in den Kommentaren ist schon erwähnt, dass der Staßenbau einen Anteil von der Größe des Landes Thüringens versiegelt, die Gesamtflächenversiegelung sogar 15% wie Niedersachsen und Saarland zusammen. Soeben wurde mit mitgeteilt: In der freien Landschaft beträgt die Gesamtfläche des Maisanbaues mit den Betonackerböden 2720 Quadratkilometer, nochmals soviel wie das Saarland. Tendenz zunehmend. Quelle: https://www.maiskomitee.de/web/upload/pdf/statistik/dateien_pdf/Maisanbauflaechen_D_je_BL_in_ha_2019-2020_vorlaeufig_20200803.pdf
    Wird Deutschland versteppen, trotz zunehmender Niederschläge? Antwort ja.

    • 29.08.2020, 11:34 Uhr
      So stark trifft der Klimawandel Bayern
      Heiße Tropennächte, vertrocknete Felder und grüne Skipisten – das ist schon jetzt Realität in Bayern. Daten zeigen, wie sehr sich der Klimawandel auf die verschiedenen Regionen im Freistaat auswirkt. Es ist ein klarer Trend zu erkennen.

      Allein in den letzten zehn Jahren ist die Durchschnittstemperatur in Bayern um 0,8 Grad gestiegen. Das geht aus den Antworten der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen Politikerin Lisa Badum hervor. Der Klimawandel sei schon jetzt deutlich spürbar im Freistaat. Es brauche nicht mehr viel Fantasie, um zu verstehen, wie extrem die Klimakonsequenzen erst werden, wenn wir bei 1,5 Grad Erderhitzung stehen, sagt Badum.

      Bayerns wärmste Städte liegen in Franken
      Die wärmste Stadt in Bayern ist laut den Daten des Deutschen Wetterdienstes Kahl am Main im Landkreis Aschaffenburg. Dort betrug die Durchschnittstemperatur im vergangenen Jahr 11,7 Grad. Im Jahr 2010 waren es noch 9,6 Grad – ein Anstieg über mehr als zwei Grad in nur zehn Jahren.

      Auf Platz zwei und drei der wärmsten Städte in Bayern liegen Kitzingen und Würzburg. Besonders dort seien zunehmend Hitzewellen, sowie heiße Tage und Tropennächte zu erwarten, prognostiziert der Deutsche Wetterdienst. Am stärksten vom Klimawandel betroffen seien die Alpen.

      Böden immer trockener
      Gerade in der Land- und Forstwirtschaft macht sich der Klimawandel bemerkbar: Die Böden werden immer trockener. Laut dem Modell des Deutschen Wetterdienstes wird für dieses Jahr der niedrigste Wert für die Bodenfeuchte prognostiziert. Wenig Niederschläge und die daraus folgende Dürre sorgen auch für schlechte Ernten.

      So hat sich die Zahl der Flächen, die bewässert werden müssen, laut Antwort der Bundesregierung zwischen 2009 und 2015 verdoppelt. Auch die Flächen, auf denen Bewässerung möglich ist, haben stark zugenommen.

      Eine weitere Folge der Trockenheit: Die Gefahr für stärkere Waldbrände steigt. Die Daten zeigen, dass immer häufiger die höchste Gefahrenstufe für Waldbrände in Bayern ausgerufen wurde.

      • Kein Mensch bestreitet diese Aufzählungen. Im Gegensatz zum Gejammere der Bundesregierung und ihres Kommentares machen wir uns bei EIKE Gedanken, welche vielfältigen Faktoren dies bewirkt haben könnte, es gibt natürliche und menschengemachte. Wir kommen nicht zum Ergebnis, dass dieser Klimawandel mit seinen teilweise negativen Auswirkungen CO2-bedingt wäre, denn die Erde braucht mehr CO2 und nicht weniger. Für die CO2-Erwärmungsbehauptung gibt es weder Versuchsbeweise noch technische Anwendungen und bereits die deutschen Physikergrößen Einstein/Heisenberg hielten nichts von diesem CO2-THE. Deswegen wenden wir uns gegen eine CO2 Klimasteuer, da sie am Klima nichts ändern wird. Nur wer die Gründe des Klimawandels kennt, kann auch dagegensteuern. Hier im Artikel haben Sie erfahren wie man gegen die Dürre gegensteuern könnte. Sogar Kommentatoren haben weitere beste Vorschläge gemacht. Haben Sie sich schon mal gefragt, weshalb die Wetterstation Kahl am Main seit 20 Jahren eine starke Erwärmung zeigt und Netzstall bei Nürnberg gar keine? Bleiben Sie bei EIKE, hier erfahren sie vielfältige Antworten zum Klimawandel.

        • Das war ein Kommentar des bayrische Rundfunks.
          Es würde mich interessieren wie viel Milliarden Kubikmeter umgerechnet in Holz wir in den letzten 100 Jahren verbrannt haben. Verbrennung = Wärmeerzeugung.

      • „Allein in den letzten zehn Jahren ist die Durchschnittstemperatur in Bayern um 0,8 Grad gestiegen.“
        Aufgrund der Variabilität des Wetters verwendet man als Klimaperiode mindestens 30 Jahre. Von 1990 bis 2019 ist nach meiner Trend-Rechnung die Jahres-Mittel-Temperatur in Bayern von 8,0 °C auf 9,1 °C (0,4 +/- 0,2 °C/Dekade) gestiegen die Temperatur der Sommermonate JJA von 16,5 °C auf 18,0 °C (0,5 +/-0,2 °C/Dekade). Mit Panikmache kommt man nicht weiter, sondern nur mit konkreten Lösungsvorschlägen.

        • Wir werden uns doch nicht um zehntel Grad streiten, ob der Deutsche Wetterdienst oder Sie Recht haben. Bei vielen Leuten muss das Bewusstsein erst geweckt werden. Die freuen sich über das andauernde Urlaubswetter und denken nicht darüber nach.

          • Herr Attenkofer, lustig ihr erster Satz an Herrn Berberich und mich: „.. ob der Deutsche Wetterdienst oder Sie Recht haben…“ Unsere Daten sind allesamt vom Deutschen Wetterdienst, weil wir Zugang zu den Archiven haben. Es geht um die Auslegung, Gewichtung, Bewertung und wissenschaftlichen Schlußfolgerungen aus den Daten. Nur wer an der Sache nicht mitverdient ist unabhängig. Das sind Herr Berberich und ich. Da Sie im Gegensatz zu den Medien auch nichts an der Panikmache verdienen und kein Interesse an Katastrophen haben, stimme ich ihrem ersten Satz zu.

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            Da Sie mit dem Klima und der Klimageschichte sehr bewandert sind, hätte ich eine Frage.
            Wir schreiben gerade unsere Familiengeschichte. Unsere Kirchenbuch-Familiendaten reichen bis ~1600 zurück, die erste Personennennung war 1366 und unser Ursprungsort (Einöde) in meiner Nähe wurde 940 erstmals erwähnt. Ich würde gerne bei meiner Bauernhoflinie den Personen deren Klima- und Zeitumstände beifügen (Zwischeneiszeit, Vulkanausbrüche, Pest usw.). Wo kann ich dazu Wissen erhalten?
            Vielen Dank im Voraus für Ihren Rat.
            mfg
            Franz Attenkofer

          • „Wir werden uns doch nicht um zehntel Grad streiten, ob der Deutsche Wetterdienst oder Sie Recht haben.“ Ich habe Daten Regional Averages des DWD verwendet. Ich halte es für Unsinn bei Wetter und Klima mit 10 Jahres-Zeitintervallen Alarmismus zu betreiben. Dies muss man schon begründen, z.B. mit der Energiewende. Von 2001 bis 2010 ist nach meiner Trend-Rechnung die Jahres-Mittel-Temperatur in Bayern von 8,7 °C auf 8,2 °C (-0,6 +/- 0,6 °C/Dekade), die Temperatur der Sommermonate JJA von 17,7 °C auf 16,9 °C (0,8 +/-1,2 °C/Dekade) gesunken!

          • Herr Attenkofer, zu Ihrer Anfrage, meinen Sie vielleicht so etwas wie dies Herr Petersdorff für seine Heimat beschrieben hat: https://kaltesonne.de/extremwetter-in-den-letzten-tausend-jahren/ . Der Author wohnt in Niedersachsen bei Seesen. Für Ihren Ort in Oberbayern wäre die erste Ansprechstation das Rathaus, in Landshut müßte bestimmt jemand so eine Chronik vom Heimatkreis haben. Meist sind es Rentner, die ein Leben lang irgendwelche Ereignisse aufgeschrieben und chronologisch geordnet haben.

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            Vielen Dank für den interessanten Artikel.
            Bei uns habe ich bisher keine ähnliche Arbeit gefunden.
            mfg
            Franz Attenkofer

          • Nachtrag:
            Es gibt eine Waldbeschreibung von unserem Naturwissenschaftlichen Verein aus dem Jahr 1896 für das Gebiet Niederbayern. Hier ist eine fast wissenschaftliche Klimabeschreibung dieses Zeitraumes für unser Gebiet enthalten.

          • Herr Attenkofer. Da muss Ihre Zeitung was durcheinandergebracht haben. Der Deutschlandschnitt der drei Sommermonate beträgt für die letzten 30 Jahre laut DWD-Archiv 17,6 C, der Sommer 2020 laut DWD 18,2 C. Also nur 0,6 C über dem Schnitt der letzten 30 Jahre. Bayern ist immer leicht kälter, weil das Land zugleich die höchstgelegenen Wetterstationen hat. Der Sommer auf der Zugspitze bringt es 2020 halt nur auf 3,1 C. Kahl am Main hat dagegen 20,1 C.

          • Herr Kowatsch,Sie haben Recht, bei der Referenzperiode wird 1961 – 1990 sind es 1,9 Grad und bei 1981 -2010 sind es 1,1 Grad.
            Wir hatten einen Schaukelsommer. Das hab ich auch so empfunden.

        • Herr Attenkofer. Von meinem Mitautor Stefan Kämpfe gebe ich Ihnen folgende Empfehlung weiter: „Klimageschichte Mitteleuropas. 1200 Jahre Wetter, Klima, Katastrophen. Von Rüdiger Glaser, 2008 erschienen. Auch in „Geschichte der Kulturlandschaft“ von Peter Poschlod, 2017 im Ulmer-Verlag erschienen, findet man gute Infos zur Klimageschichte seit der Römerzeit.“
          Noch eine kleine Ergänzung zum Kommentar der Bayrischen Rundfunks, siehe 29.08. Kahl am Main ist am wärmsten im By. Das ist kein Wunder, denn die Wetterstation liegt mit 107 mNN am tiefsten in Bayern, dazu im warmen Maintal an einem Südhang. Die Jahre 2019 und 2010 zu vergleichen geht nicht, denn 2010 war in ganz Deutschland eines der kälteren Jahre und 2019 eines der wärmsten. Warum vergleich der BR nicht 1994 mit 2019. Beide Jahre waren nämlich gleich warm. Die Schlussfolgerung des BR hätte dann lauten müssen, dass es seit 25 Jahren in Bayern keine Temperaturerwärmung gibt und im Gebirge wäre es bei manchen Wetterstationen sogar kälter geworden seit 1994. Alle Behauptungen kann man mit den Daten des Deutschen Wetterdienstes belegen. Was wäre nun richtig? Wie Sie sehen, muss man die seit 20 Jahren währende Panikmache immer überpüfen und relativieren. Der Wetteramtsleiter von Goldbach, siehe Grafik 1 hat mir gestern mitgeteilt, die Zeitungen in seiner Region seien voll mit Dürremeldungen aus einzelen Gebieten. Eine Grafik seiner Station über die Niederschläge der letzten 50 Jahre wird nie nachgefragt, das entspricht auch dem Verhalten unserer beiden Tageszeitungen.

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            Vielen Dank für die Buchempfehlung.
            Dass sich das Klima sehr verändert, sind wir uns einig.
            Wir erleben es am gravierendsten an unserem Wald. Zum Glück durfte ich 2017 vom Waldwissenschaftler Herrn Petercord erfahren, dass ab jetzt die Fichten in unserem Gebiet dem Tode geweiht sind. Er sagte 2003 war dies in Unterfranken, und 2008 im Raum Ansbach der Fall. Darauf hin habe ich unsere älteren Fichtenbestände abgeräumt. Wie Recht er doch hatte. In Baden Württemberg sind heuer schon 170 000 m³ tote Buchen umgeschnitten worden. Ich meine, dass die Wissenschaftler schon wissen, was auf uns zu kommt. Sie dürfen aber keine Panik verbreiten.
            Heute steht bei uns in der Zeitung, dass die Monate Juni, Juli und August deutschlandweit um 1, 9 Grad wärmer als im Schnitt der letzten 30 Jahre waren. In Bayern nur 1,4 Grad. Die Zahlen sollen vom DWD sein.
            mfg
            Franz Attenkofer

          • Franz Attenkofer 1. SEPTEMBER 2020 UM 18:01
            „Heute steht bei uns in der Zeitung, dass die Monate Juni, Juli und August deutschlandweit um 1, 9 Grad wärmer als im Schnitt der letzten 30 Jahre waren. In Bayern nur 1,4 Grad. Die Zahlen sollen vom DWD sein.“
            Nach meinen Zahlen vom DWD (in °C): Spalte 2 Monats-Mittel JJA 1991-2020; Spalte 3 JJA 2020
            Deutschland; 17,55; 18,18
            Bayern; 17,32; 17,60
            Würzburg; 18,92; 19,84
            Kitzingen;18,72; 19,45
            Nürnberg; 19,21; 19,03
            München; 18,94; 19,03
            Weihenstaphan-Dürnast; 17,45; 17,74
            Holzkirchen; 17,00; 17,42

    • Maisanbaufläche in Deutschland: https://www.maiskomitee.de/web/upload/pdf/statistik/dateien_pdf/Maisanbauflaechen_D_je_BL_in_ha_2019-2020_vorlaeufig_20200803.pdf Das ist eine Fläche fast so groß wie Brandenburg, bei jährlicher Zunahme um 1000 Quadratkilometer ist in 2 Jahren die Fläche Brandenburgs erreicht. Durch das Abschalten der Kohlekraftwerke braucht der alternativ erzeugte Zappelstrom Ergänzungskraftwerke, das können dann nur Gaskraftwerke sein. Da bei den Grünen sowohl das Frackinggas abgelehnt wird als auch russisches Erdgas bleibt nur das Biogas aus dem Maisanbau. Leider wird die Trockenlegung und Versteppung Deutschlands dadurch zunehmen.

      • Mais:
        Soweit ich informiert bin, werden keine neuen Biogasanlagebn gefördert (Strompreis) und auslaufende Förderungen kämpfen gerade um eine Verlängerungsmöglichkeit.

        • Herr Attenkofer: Maisanbau für Biogasanlagen, Sie haben recht, die Förderungsgelder für Biogasanlagen wurden in den letzten Jahren zusammengestrichen und nächstes Jahr soll eine weitere Kürzung folgen. Umso mehr wundert mich, dass die Maisanbauflächen zunehmend sind in Deutschland. Demnach muss es für die Landwirte doch weiterhin lukrativ sein, ihre Maisanbauflächen zu erweitern. Wissen Sie die Gründe, zumal auch die Bioethanolherstellung aus Mais stagnieren soll?

          • Mais ist einfach zu führen. Er braucht keine zusätzlichen Pflegemaßnahmen. Ich vermute, weil durch die extrem steigenden Einschränkungen und Auflagen der Gürtel immer enger geschnallt werden muss, bereitet man so den Ausstieg vor.

  4. Noch eine historische Ergänzung zum Erkennungsbild des Artikels. Der ausgetrocknete Bach trägt den Namen „Struitbach“, manchmal findet sich der Begriff auch als „Striet, Strüt oder Strut“ in den heutigen Namen, z.B der Weiler Ramsenstrut ganz in der Nähe. Die Brücke auf dem Bild ist der exakte Limesverlauf über den Bach und durch die einstige Struitwiese. Struit könnte man frei mit Grenze, Sumpf oder auch Streit übersetzen. Streit spricht man auf altschwäbisch struit aus. Historisch könnte sich in Sumpfauen immer ein Streit um den genauen Grenzverlauf gegeben haben. Dieser Struit=Sumpfbach ist seit einigen Jahren im Sommer trocken, obwohl die DWD-Wetterstation Ellwangen mit 833 l/m² Niederschlag (nur 10 km entfernt) im Schnitt der letzten 3 Jahre um 9 Liter über dem Schnitt der letzten 50 Jahre liegt. Vor über 10 Jahren noch war die Struitwiese nur im Sommer trocken, das restliche Jahr „batschnass“, außer dem Limesstreifen, der Sie durchquerte. Der Bach selbst hatte noch das ganze Jahr Wasser zur Freude des Hundes. Deutschland trocknet halt aus, obwohl der Niederschlag leicht zunimmt. Auch dieser August hat sein 100% Soll an dieser Stelle bereits überschritten, trotzdem ist der Bach „furztrocken“.

    • Höhere Temperaturen verbrauchen mehr Wasser.
      Im Rottal ist ein sogenannter Mühlbach ausgetrocknet. Wenn da früher Mühlen angetrieben werden konnten …….
      In BW 30 % geringerer Silomaisertrag.
      Laut Helmholzinstitut (Berlin) fehlt in Teilen Ostdeutschlands innerhalb der letzten 3 Jahre ein ganzer Jahresniederschlag.
      War gerade im Wald. Da hab ich auf tonigem Boden ein Wasserloch auf ebenem Gelände im Bereich einer Wasserscheide. Wenn das leer ist, dürsten die Bäume. Obwohl es vor 2 Wochen 66 Liter geregnet hat, ist kaum mehr Wasser drin. Jetzt soll es ja wieder 50 Liter regnen.

      • Herr Attenkofer. Ein seit Jahrzehnten immer mehr trockengelegtes Land erwärmt sich vor allem in den sonnenscheinreichen Sommermonaten, weil das Wasser zur Verdunstungskühlung zunehmend fehlt. Deshalb sind die Sommermonate in Deutschland wärmer geworden. Im Winter fällt der Effekt weg, der Winter wurde deshalb nicht wärmer. Im Artikel sage ich voraus, dass die Trockenheit weiter voranschreiten wird, da die Grundwasservorräte nicht aufgefüllt werden, sondern weiter sinken werden, trotz der leicht zunehmenden Niederschläge.

        • Sie reiten auf Land-Trockenlegung immer rum. Bei uns und überall sind ein paar kleine Ecken drainiert (viel weniger als 1%). Wir mussten im Frühjahr bis vor ein paar Jahren einfach warten, bis der Boden befahrbar wurde. Die ersten Feldarbeiten wurden bei leichtem Frost gemacht. Heuer war das erste Mal, dass wir wegen des starken Windes und der Unterbodentrockenheit gewisse Arbeiten, für die die Bodenoberfläche noch feucht sein soll, nicht machen konnten. Im Wald betreiben wir großen Aufwand die Hauptwege zu befestigen, weil wir im Winter keinen Bodenfrost mehr haben. Das konnte man früher gut planen, indem vor Weihnachten das Holz geschnitten wurde, um es dann im Januar/Februar bei Bodenfrost ohne Bodenschäden raus fahren zu können. Bodenfrost gibt es nicht mehr. Erdwege waren sicher naturschonender, als Kiestrassen.
          Trocken gelegt wurde z. B. das Donaumoos (vor 1900) und das wird jetzt wieder renaturiert. Beim Oderbruch könnte auch eine größere Sache sein. Das Obstbaugebiet bei Hamburg sicher auch. Aber das sind verschwindend kleine Gebiete. Ihre Suche nach Nebensächlichkeiten ist enorm.

          • Herr Attenofer, ich reite nicht auf der Landtrockenlegung rum, sondern auf den 6 Punkten im Artikel. Bitte lesen Sie, bevor Sie antworten, die Punkte des Artikels immer mal wieder durch. Sie müssen registrieren, dass 15% der Deutschlandfläche bereits überbaut sind und täglich kommen knapp 100 ha dazu. 15% versiegelt, das ist die Größe von Niedersachsen und Saarland, die fast kein Regenwasser mehr aufnehmen, sondern ins Meer ableiten. Und die Mehrzahl der DWD-Wetterstationen stehen zunehmend in diesen versiegelten Gebieten. Wetterstationen bei Forsthäusern am Waldrand gibts keine mehr. Das ist für mich der Hauptgrund, weshalb die Sommermonate laut DWD seit über drei Jahrzehnten wärmer werden, die Wintermonate nicht. Natürlich können Sie durch Einzelbeobachtungen die DWD-Messungen anzweifeln. Aber zunehmende Trockenheit und zunehmende Erwärmung hängen unmittelbar zusammen, da sind wir uns doch einig. Mir erschließt sich nicht immer, was Sie den Lesern sagen wollen. Die Hauptaussage des Artikels ist: Deutschland wird trockener, obwohl die Regenfälle leicht zunehmend sind. Warum mache ich mir die Mühe all der Recherchen? Antwort: Die Leser sollen die Aussagen gedanklich prüfen, weitere Argumente hinzufügen, nach Abhilfe bei sich und im Heimatkreis suchen und ein Umdenken im Freundeskreis und in der Politik bewirken. Jeder dort, wo er seine Fähigkeiten hat. Wer allerdings eine vorgefaßte Meinung hat, dass alles vom CO2 kommt -wie ich selbst einmal -, der tut sich schwer.

  5. >>Zudem erfordern die Windräder feste Zufahrtsstraßen für die Großfahrzeuge zur Anlieferung der Bauteile und der späteren Wartung. <<
    Windmühlen zur Stromerzeugung sind der größte Quatsch, den ein deutscher Meteorologieprofessor, der in Bayern geboren wurde, aus Eigeninteresse fabrizierte. Er hat südlich des Hindenburgdamms eigene Windmühlen gebaut.
    Windmühlen sind extrem schlimme Umweltschädlinge, beginnend mit der Massakrierung von Insekten, Vögeln und Fledermäusen und endend mit der Erzeugung von extrem gefährlichen Schall, insbesondere Infraschall. Und der Plastik- und Glasfasermüll ist ebenso extrem schädlich. Nicht zu vergessen die Bodensäulen, die das Grundwasser schädigen, den Infraschall über extreme Entfernungen verbreiten und die Bodentierwelt dadurch schädigen.
    Aber darüber wird geschwiegen.
    Mit den extrem umweltschädlichen Windmühlen und den Solarzellen ließe sich ja nicht das Geld der Bürger abgreifen.

    • Was ist nicht schädlich? Atommüll kann nicht sicher 10 000 Jahre gelagert werden. Solange gibt es uns in Europa noch gar nicht.
      Wir verbrennen pro Jahr so viel fossile Energien, wie sich in 1 Million Jahren gebildet hat. Allein die Wärme daraus ist ein Teil der Erderwärmung. Das CO² kommt oben noch drauf. Es gibt immer Leute, die meinen, es besser zu wissen (Trump). Aber die Mehrheit der Wissenschaft ist sich einig.

  6. Der Artikel sowie die kompetenten Kommentare sind einfach Spitze.

    Dafür besten Dank.

    Eine Anregung hätte ich. Könnte man die Funktion Artikel drucken

    um eine Spalte ( mit Kommentaren ) erweitern.

    Die Kommentare sind auch sehr aufschlußreich.

    Vor allen Dingen ist es die sachliche Art des

    Umgangs miteinander.

    • Sehr geehrter Herr Herzog!

      Ich weiß nicht, welchen Browser Sie benutzen, bei mir ist es meist Firefox.
      Dort habe ich im Hauptmenü die Funktion Drucken, Druckersymbol.
      Bei mir kann ich noch auswählen, ob ich den Druck in eine PDF-Datei umleite.
      Netter Nebeneffekt, man kann dann auch einzelne Seiten der PDF-Datei ausdrucken.

      • Guten Tag Herr Schöllhammer !

        Danke für die Information.
        Ich verwende Firefox als Browser.
        Umwandlung in PDF – Datai möglich.
        Sind dann auch die Kommentare dabei?
        Höre gerne
        Danke
        Freundliche Grüße
        Lothar Herzog

        • Sehr geehrter Herr Herzog!

          Gerade habe ich es mit dem Artikel hier ausprobiert.
          Die PDF-Datei ist mit Kommentaren gut 80 Seiten lang geworden.
          Ich benutze ein unixoides Betriebssystem.
          Benutzer von Win müssen eventuell eine Umleitung in PDF installieren.
          Alternativ können Sie mit Firefox auch als HTML speichern.
          „Seite speichern unter …“
          Ich habe es gerade ausprobiert, auch die Kommentare sind da.

    • Deutschland trocknet aus, obwohl die Niederschläge leicht zugenommen haben. Die Ellwanger Wetterwarte – die für mich nächstgelegene- hat über die letzten 3 Jahre, die sogenannten Dürrejahre sogar einen höheren Niederschlagsschnitt als über die letzten 50 Jahre. 833mm zu 824 mm. Wesentliche menschenverursache Gründe der Austrocknung sind im Artikel genannt und wurden durch gute Kommentare ergänzt. Ich selbst möchte einen weiteren vielleicht nicht menschenverschuldeten Grund hinzufügen, der von meinem oftmaligen Co-autor Stefan Kämpfe in seinem neuen Artikel bei Abb. 14 genannt wird, die sinkende relative Luftfeuchte. „… Sowohl im 1000-hPa-Niveau (bodennahe Luftschicht) als auch im 850-hPa-Niveau (etwa 1500m Höhe) sank die relative Luftfeuchte (Verhältnis real vorhandene zu maximal möglicher Wasserdampfmenge der Luft in %) merklich. Siehe: https://www.eike-klima-energie.eu/2020/08/24/im-wuergegriff-der-zirkulationsarmen-wetterlagen-die-augusthitze-2020-deren-besonderheiten-und-folgen/

      • Ist eigentlich bekannt, wie viel Grundwasser wir jährlich entnehmen? Das ist sicherlich nicht weniger geworden. Unsere Entnahmen sind sicher ein Hauptproblem, das sich im Lauf der Jahre summiert. Da nur sehr wenig als Trinkwasser verwendet wird, könnten wahrscheinlich 95 % durch Oberflächenwasser ersetzt werden. Entsprechend der Aussagen hier müsste von dem genügend da sein.

  7. Ich komme aus der Region Weiltal im Taunus, wohne heute in Finnland.
    Ein WhatsUp an meine Bekannte in meiner früherer Heimat:

    Von Jörg: Erinnerungen an die Kindheit:
    Hitzefrei gab es früher von der Schule, da sind wir in die Weil baden gegangen…
    Fakten, die die Medien gerne vergessen:
    Trockenheit in Deutschland oder in Hessen, noch nie dagewesen? Kann nicht sein, denn im Sommer 1961 habe ich jeden Tag viele Liter Wasser aus der Weil geholt und mit dem Milchkarren in Muttis Garten gebracht. – Die Wiesen innerhalb und ausserhalb des Dorfes waren nass.
    Viele Kleine Gräben führte das überflüssige Wasser in die Weil. Mutter Elli und andere Bauernfrauen haben früher mit der Sense das Gras gemäht, den die Wiesen waren zu nass um mit dem Traktor gemäht zu werden.

    Sieht man sich die Statistik des DWD die letzten hundert Jahre an, ist kein Mangel an Regen, alles ist regional. Mal Trocken, mal Nass. Würden die heutigen Journalisten mal ihre eigenen Blätter von damals lesen: https://www.fr.de/rhein-main/trockenste-hessen-11676423.html
    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/duerre-in-deutschland-felder-so-trocken-wie-vor-50-jahren-13669742.html
    Die trockene Weil: nach der grossen Überschwemmung im Frühjahr 1961 hat man sämtliche Wiesen entlang der Weil ( und auch so ziemlich alle gleichartigen Wiesen entlang von Bächen und Flüssen in Deutschland) mit Dränage versehen, was dazu führte das so ab Ende 1960 immer weniger Wasser in der Weil war. Und die Wiesen konnten maschinell gemäht werden.
    Anbei ein Foto von Überschwemmung mit Feuerwehrmann Siebert (ich) in Aktion.
    Der Grundwasserpegel ist gesunken. Gleichzeitig haben die Gemeinden das Grundwasser angezapft um die Wasserwerke zu füllen.
    Auch das Problem mit den Wäldern ist hausgemacht. So hat man in der Kaiserzeit und der Nazizeit die Wälder gerodet und dann ”Nutzwälder” sprich Tannen und Kiefern, gepflanzt. Das war verkehrt, das weiss man heute. Borkenkäfer gab es immer, nur waren die Baumbestände vor 100 Jahren nicht so dicht, und fast immer Mischwald. Und die Laubbäume speichern das Grundwasser.
    So, man will ja alles auf die globale Erwärmung schieben. Aber global ist die Temperatur nur um knapp 1 ° C gestiegen in den letzten 100 Jahren. Alles nur Wetter sage ich…
    Apropo grillfest letzte Woche: deutsche Bratwurst, finnische dito und Karoffelsallat in Familien Tradition. Nur die Kartoffeln habe ich geschält, als sie nicht mehr so heiß waren.
    Und viel Bier ist geflossen…

    • Sie treffen ins Schwarze. Es hat sich was verändert. Der Brocken im Harz ist ein sagenumwobener bekannter deutscher Berg. Dort sind die von Ihnen gepriesenen Laubmischwälder schon im Jugendalter verdorrt. Nur noch abgestorbener Junglaubwald.

  8. Hallo Herr Kowatsch. Danke für den gründlich recherchierten Artikel. Apropos „Drainierwut“ : ich mag es kaum glauben, aber wenn es den stimmt, wo bleibt denn das ganze Wasser? Alles un die Kanalisation/Flüsse ? Die müssten dann doch bei Starkregen regelmässig überlaufen? Dann bliebe ja auch nur noch die Waldfläche zur Grundwasser Auffüllung (~1/3 der Fläche). Das würde sich in Zukunft sicher bitterlich rächen. Aber die Vorgartenbesitzer drangsalieren, dass sie diese Miniflächen nicht versiegeln sollen

    • Im Wald stehen die größten Pflanzen, die wir haben und diese brauchen auch deswegen am meisten Wasser. Wir sind gerade an einem Punkt angelangt, wo durch den Klimawandel die Wälder vertrocknen, also fürs Grundwasser nur wenig übrig bleibt.

      • Leider sind es die falschen Bäume, Kiefern und Fichten zB haben hier in der Menge und als Monokultur nichts zu suchen, die gehören in den borealen Nadelwald. Schön und nützlich wäre es ja auch, wenn Mischwald aufgeforstet würde, aber aus Erntegründen müssen es regelrechte Plantagen sein, die dann auch noch unter Borkenkäferbefall („Schrei, das ist der Klimawandel“) leiden.
        Schon in den 80ern in der Schule hatten wir in Erdkunde ein Schaubild, wieviele Arten durch die Monokultur und die Begradigung der Flüsse verschwunden sind (nicht, daß ich Kreuzottern zurückhaben müßte, aber die waren nun mal dabei), da war von CO2-Klimawandel noch keine Rede, da wurde noch „die nächste Eiszeit“ verkündet.

        Früher galt der Wald übrigens mal als „Wasserspeicher“, Herr Attenkofer.

        Und die letzten natürlichen Wälder müssen jetzt dem WKA-Wahn weichen…

          • „…der Klimawandel hat alles verändert.“
            Ich würde dies anders formulieren. In der Landschaft hat sich viel verändert. Und dies trägt auch zum Klimawandel bei.

          • Ja, die Menschen haben viel verändert.
            Der Hauptanteil ist aber die Versiegelung und der Abgasausstoss (usw.).

          • Lieber Herr Attenkofer, kann es sein, daß Sie Ursache und Wirkung verwechseln? Wieso sind Fichten-Monokulturen und die damit eingeschleppte Borkenkäferplage ein Ergebnis des „Klimawandels“?
            Und ich habe geschrieben, daß der Artenschwund ein Ergebnis von Flußbegradigungen ist, weil die natürlichen Überschwemmungsflächen verschwunden sind. Und in den 80ern hatten wir noch keinen „Klimawandel“, sondern „Neue Eiszeit“.
            Das CO2 kann übrigens nicht ursächlich für die „Erderwärmung“ sein, weil es schwerer ist als Luft und deshalb nur bodennah nachzuweisen ist (wie die Eisbohrkerne „beweisen“), und das Modell von einer sich verstärkenden CO2-Schicht in 30 km Höhe ausgeht, wo es allerdings kein CO2 gibt.

          • Da träumen Sie sich eine eigene Welt zusammen. 1980 gab es mehr Fichtenwälder als heute. Ebenso wurden in den letzten 50 Jahren keine Gewässer mehr begradigt, sondern viel mehr renaturiert und der CO²-Gehalt der Atmosphäre hat sich seit der Industrialisierung fast verdoppelt. Ihre angeführten Naturveränderungen sind also verbessert worden, aber die Anreicherung der Atmospäre aus der Verbrennung von fossilen Energien steigt immer weiter. Man kann sogar sagen, dass es 20 Jahre dauert, bis sich die heutigen Emissionen auswirken. Wenn wir also heute aufhören würden fossile Energien zu verbrennen, würde es 20 Jahre dauern, bis sich das klimatisch etwas verbessert.

          • @Paul Berberich

            Herr Franz Attenkofer ist völlig durcheinander. Der Klimawandel hat absolut nichts verändert. Er meint wohl, verwechselt das mit „panta rhei“ (alles fließt) von Heraklit. Im Grunde seines Herzens ist er Grieche. Das ist alles.

            Der Klimawandel hat nix verändert.

            Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften, Theodore W. Schultz (1902-1998), hat hervorgehoben, daß man die Bodenqualität, durch menschliche Intelligenz und Klugheit, merklich, signifikant steigern kann. Das betraf einige europäische Länder. (Ich habe betreffendes Buch selbst gelesen, habe es in digitaler Form, irgendwo auf einem der vielen Rechner, finde es auf die Schnelle jedoch nicht.)

            In Kenia hat ein europäischer Agroökonom oder so ähnlich, aus einer Steinwüste, auf der zuvor Zement abgebaut worden ist, auf der NICHTS mehr wuchs, durch Umsicht und Klugheit und mit aktiver Unterstützung des abbauenden Unternehmens, ein grünes Paradies wieder erschaffen. Das geschah bereits vor mehr als 20 Jahren. Heute fahren die Touristen dahin und trauen deren eigenen Augen nicht, wenn man denen die Geschichte erzählt.

            Auch in Deutschland wäre das möglich. Leider sind unsere grünen Faschisten dumm und faul. Anstatt zu bereichern, bereichern die nur die eigene Tasche und zerstören den Reichtum anderer.

          • Sehr geehrter Herr Berberich,
            Als Landwirt kann ich beurteilen, was naturwissenschaftlich logisch ist. Sie meinen, eine Wüste ohne Wasser fruchtbar machen zu können. Träumen Sie weiter. Es gibt gewisse Grundsätze, die Leben einfach braucht. Z. B. braucht nachhaltige Landwirtschaft ~ 500 Liter Regen pro Quadratmeter und Jahr, verteilt auf das ganze Jahr. Das hatten viele Gegenden Deutschlands in den letzten 3 Jahren nicht. Bei Wald liegt der Wasserbedarf höher. Wie Sie vielleicht wissen, gibt es dann je nach geringerer Regenmenge Abstufungen von der Steppe bis zur Wüste. Und Grundwasser bildet sich nur wenn Wasser im Überschuss da ist (z. B. im Winter).

        • Die hier mehrfach beschriebenen Waldschäden sind NICHT nur in den Monokulturen zu finden. Das finden sie auch im Odenwald, im Frankenwald und im Schönbuch und andere Diskussionsteilnehmer haben ähnliches auch schon aus Pfalz, dem Hunsrück und Westerwald (AFAIR) gemeldet.

          MfG
          Ketterer

          • Herr Attenkofer, Sie schreiben, es gäbe Gegenden in Deutschland, die hätten in den letzten 3 Jahren, also 2017/2018/2019 keine 500 Liter Regen/m2 gehabt. Bei Ihnen in der Landshuter Gegend ist das nicht der Fall, das haben Sie auch nicht behauptet. Aber bitte nennen Sie Gegenden, auf die Sie sich beziehen.

          • Das Nächste von mir ist Franken. Dort sinkt der Grundwasserstand fast jährlich um 1 Meter.
            Hat eigentlich schon jemand eine Aussage getroffen wie sich die Zukunftsbaumarten, die länger überleben, weil sie mit ihrem tiefer wachsenden Wurzelwerk noch mehr Wasser aus dem Boden holen können, sich auf die Grundwasserbildung auswirken?

          • Herr Attenkofer. Überall sinkt der Grundwasserspiegel in Deutschland. Die Gründe dafür sind menschengemacht, im Artikel genannt und mancher Kommentator hatte noch gute Ergänzungen zum Artikel. Ihre Aussage war jedoch, dass es in manchen Gegenden in den letzten 3 Jahren unter 500 Liter/m2 geregnet habe. Bitte nennen Sie mir nun eine Wetterstation in Franken, die wie Sie behauptet haben im Schnitt der letzten 3 Jahre unter 500 Liter/m2 liegt. Sogar Nürnberg(Stadt) kommt auf einen Schnitt von 553 l/m2 in den letzten 3 Jahren. Das ländlichere Amberg in der Oberpfalz liegt bei knapp 600 l/m2. Natürlich sehr wenig, aber die Gegend war schon immer regenarm. Unsere Wetterstation Ellwangen hat für denselben Zeitraum einen Schnitt von 833 l/m2. Der Bauernpräsident heißt Hubert Kucher und auch der beklagt gebetsmühlenartik den fehlenden Niederschlag durch den Klimawandel, der mangels Niederschlag die Böden austrocknen würde. Dabei kommt der Mann auch noch aus Ellwangen.

  9. Danke für den interessanten Artikel incl. der Lösungsvorschläge.

    Einen nicht unerheblichen Anteil dürfte auch die Flurbereinigung (Grundlage ist das Flurbereinigungsgesetz von 1953) haben. So wurden in diesem Zusammenhang auch Bäche begradigt und z.T. verrohrt sowie Ackerrandstreifen und Hecken gerodet.
    Kleiner Hoffnungsschimmer: An manchen Stellen wurden / werden die Fehler wieder korrigiert.

    • Jetzt wird nach allen Nebensächlichkeiten gesucht. Der höhere Wasserverbrauch durch den Klimawandel und die Versiegelung von 100 Ha je Tag sind die Hauptgründe. Ich hoffe man versteht, was damit gemeint ist.

  10. Sehr geehrter Herr Kowatsch, ich bedanke mich für den interessanten Artikel!

    Ich lebe etwa eine Autostunde westlich von Köln/Bonn ländlich.
    Mit Grünen (Partei) kann ich nicht viel anfangen, unterhalte mich aber gern mal mit echten Ökos, die hier teilweise Nebenerwerbslandwirtschaft betreiben.

    Sie schrieben vom Ansatz, wie man selbst der Versiegelung entgegenwirken kann.
    Recht genau das machen wir mit Erfolg und geringen Kosten.
    Einfahrt und Parkplätze sind durchlässig gepflastert mit Splittbett.
    Unser Wasser von den Dachrinnen gelangt nicht in die Kanalisation.
    Wir haben im Garten „Drainagerohre“, über die wir das Wasser versickern lassen.
    Bei normalem Regen geht das bestens, manchmal gab es Probleme bei Starkregen.
    Mit nur einer kleinen Regentonne war das Problem sichtlich gemildert.
    Demnächst kommt noch für das zweite Fallrohr eine Regentonne 500 l dazu.
    Seit drei Jahren gieße ich nicht mehr mit Trinkwasser, nur mit Regenwasser.
    Ist auch das zweite Fallrohr an einer Wassertonne, habe ich 1100 l Kapazität.
    Nicht selten lasse ich Wasser ab, damit es langsam und kontrolliert versickert.
    Auch 2018 und 2019 hatte ich zumindest für die Gemüsebeete genug Wasser.
    Für interessierte Leser, eine einfache Tonne 200 l mit Hahn, Anschluss Fallrohr und Podest kostet etwa 50 Euro, wenn man selbst installiert.
    200 l reichen locker für einen Vorgarten, wie häufig in Vorstädten anzutreffen.

    • Danke Herr Schöllhammer, leider hat niemand ihre Anregungen als Kommentar aufgegriffen. Ich nehme an, ihr Grundstück steht auf einem ebenen Gelände, bei einer Hanglage wäre diese Art der Grundwasserbildung zu prüfen, ob nicht irgendwelche Rutschungen ausgelöst werden könnten. Der Leiter der Wetterwarte Goldbach, siehe Anfangsgrafik hat mir aus den Siedlungsgärten seines Ortes eine ähnliche Anwendung zugeschickt, nämlich ehemalige marode Abwasserschächte, die Regenwasser aufnehmen, aber wohl nicht halten können. Auf den Bildern sieht man deutlich einen grünen Rasen um die Schächte, bzw dort wo unterirdisch Wasser gespeichert ist. Andere Stellen des Rasens sind deutlich braun. Als einfachste Lösungen für unsere Siedlungen reichen Regentonnen, die man (zeitweilig) überlaufen läßt und dafür sorgt, dass das Wasser vom Haus weg in den Garten versickert. Bei uns ist aufgrund der ausreichenden Augustniederschläge der ganze Rasen grün, aber entlang der Versickerungsrinnen halt saftig grün.
      Meine Bitte Herr Schöllhammer, machen Sie ihre Methode in Ihrer Kreiszeitung bekannt, laden Sie ihren Landtags- und Bundestagsabgeordneten ein, damit er die Anregungen aufnimmt und erfährt, dass wir über Deutschland verteilt eigentlich genügend Niederschlag haben, der Klimawandel bringt nicht weniger, das ist eine Mär der Medien und Interessenvebände. Der ausreichende Niederschlag muss in den Bodenkörper gelangen. Es hilft auch wenig, wenn man den Dachniederschlag zur Clospülung benutzt, denn über die Kläranlage geht der Niederschlag auch sofort in den Fluß und dann ins Meer. Der Niederschlag muss immer im Erdreich bis in größere Tiefen versickern können. Es ist dann unerheblich, ob ein Monat wie bei uns der Juli niederschlagsarm war, schon die Februarniederschläge haben den Schwamm Boden bei uns aufgefüllt. Bei Trockenheit zieht es die Feuchtigkeit aufgrund der Kapillarkräfte des Bodens nach oben zu den Wurzeln der Pflanzen. Ich hoffe, ihre Methode der Regenwasserversickeung findet viele Anhänger in Deutschland. Nicht nur der grüne Rasen und die Früchte im Garten danken es ihnen, sondern sie leisten auch ihren Beitrag zur Grundwasserspeicherung in Deutschland.

      • Ihr Vorschlag mit einer Regentonne ist nicht zu verachten, aber vielleicht doch zu wenig. Es sollte wenigstens eine Regenmenge von 20 Liter je Quadratmeter aufgefangen werden können, das sind bei 100 m² Dachfläche 2000 Liter. Wir hatten vor 2 Wochen innerhalb von 2 Tagen 66 Liter je m² Landregen. Mich würde noch interessieren wie viel Quadratmeter Straßen und Wege es bei uns pro Einwohner gibt.

        • siehe Internet: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163401/umfrage/anteil-der-strassen-in-deutschland-an-der-gesamtflaeche/
          Im Jahre 2014 betrug der Anteil der Straßen bereits 15 757 Quadratkilometer von 357 386 Deutschlandfläche, das war etwa die Gesamtgröße von Schleswig-Holstein. Der Straßenanteil hat inzwischen zugenommen, Schleswig Holstein wurde durch die Winterstürme und Küstenabbrüche wohl etwas kleiner. Interessant ist die gesamte überbaute Fläche, etwa 15%, macht die Landesgröße von Niedersachsen. Alle überbauten Flächen werden bei Sonnenschein einiges wärmer als die ursprüngliche Freifläche, die dunklen Solarpaneele in freier Landschaft, -sie zählen bei Überbaut in der Statistik gar nicht mit- bis zu 90 Grad. Man könnte noch so viel CO2 reduzieren, das würde nichts ändern. Schon aus diesen Beispielen ist erkennbar, wie hoch die Summe der Wärmeinseln in Deutschland ist, die zur Aufheizung beitragen und deren Wärme von den Thermometern der heutigen Wetterstationen erfaßt werden. Das sind flächenmäßig längst keine Inseln mehr, sondern Heizplatten auf großen Flächen verteilt. Die inzwischen trockengelegte Landschaft wie im Artikel beschrieben bringt die Resterwärmung im Vergleich zu 1881, dem Beginn der DWD-Wetteraufzeichnungen. CO2 bewirkt im Vergleich dazu doch gar nichts. Es gibt keine einzige Wetterstation in Deutschland, die im Vergleich zu 1881 keinen Wärmeinselanteil in ihren Temperaturreihen hat.

      • Herr Kowatsch, freut mich, daß meine Vorschläge ankommen.

        Bei der Ortsangabe habe ich mich verschrieben, östlich von Köln/Bonn.
        Die nächste Wetterstation dürfte Dattenfeld (Windeck) sein.
        https://www.proplanta.de/wetter-statistik/windeck-dattenfeld-nordrhein-westfalen_niederschlag_wetterstatistiken_05594.html

        Prinzipiell ist Ihre Idee mit Lokalzeitung und Politikern zu begrüßen!
        Unsere Politiker hier bis Landtag kommen nicht selten aus Bauernfamilien.
        Die können noch was mit Umwelt- und Naturschutz anfangen, wird auch gemacht.
        Hier auf den Dörfern dürfte jedes zweite Haus mindestens eine Regentonne haben.
        Abwasser ist hier recht teuer, manche sammeln auch für die Klospülung.
        Das Wasser wird immerhin nicht dem Grundwasser entnommen.

        Unser Haus steht am Hang, mit Erdrutsch rechne ich aber nicht.
        Im Garten befinden sich viele Büsche und (Obst)Bäume, die für Halt sorgen.
        Auch wurde die Humusbildung angesprochen.
        Wir haben zwei Komposthaufen und ein Kompostsilo, prima Dünger.
        Fast jedes Jahr werden die Hochbeete damit gefüllt, einige Schubkarren.
        Werden die Hochbeete zu hoch, verteile ich den Humusboden auf andere Beete.

    • Es ist einer der Grundsätze der *Permakultur*, die ich vorbehaltlos unterschreibe:

      Man muss das Wasser, möglichst alles, auch Grauwasser, so lang wie möglich auf seinem Grundstück halten.

  11. An alle: zuerst einmal danke an alle für die interessante Diskussion. Ich glaube, wir haben nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera. Wie Kaempe schon gesagt hat, hängen wir am Strom wie der Fixer an der Nadel. Im Idealfall würden wir unsere Nutzung so weit es geht einschränken und versuchen eine Landwirtschaft zu betreiben, die sich an einem vernünftigen Mittelmass zwischen Intensivierung und Naturalwirtschaft versucht. Leider gehen wir den umgekehrten Weg. Immer größere kapitalintensivere Maschinen und eine immer weiter gehende Missachtung natürlicher Gegebenheiten auf der einen Seite. Auf der anderen Seite eine kleine (reiche) Minderheit, die von Biolandwirtschaft versorgt wird. Ich kann weder die einen, also die Grünen,ernst nehmen, noch die anderen, die die sehr realen Schäden der industriellen Landwirtschaft einfach leugnen.
    Der Mensch lernt nur aus Katastrophen. Also werden wir auf Stromausfälle warten müssen und auf absehbare, durch die industrielle Landwirtschaft hervorgerufene Katastrophen. Ich bin aber insofern Optimist, als ich glaube, dass der Mensch sich auch damit arrangieren wird.

  12. Interessant, wie sich die Meisten auf die Land- und Forstwirtschaft stürzen. Ich würde hier den geringsten Teil der Niederschlagsverluste sehen. Durch neue Anbaumethoden (Mulchsaat) ist hier der Wasserabfluss auf den Feldern minimiert worden. Für mich gibt es 2 Haupt-Problembereiche. Zum Einen die viel höhere Verdunstung durch die höheren Temperaturen in Verbindung mit einer viel längeren Vegetationszeit (statt 3 Monaten haben wir nur noch 3 Wochen Winter) und die Versiegelung der Böden, wo alles Regen-Wasser sofort vollständig in die Flüsse geleitet wird. Da hilft auch kein Regenrückhaltebecken, da wird das Regenwasser nur langsamer in die Flüsse geleitet.

    • Herr Attenkofer, ein Regenrückhaltebecken ist aus Beton, das hat keiner der Kommentatoren und auch der Aufsatz nicht vorgeschlagen. Schauen Sie sich die guten Vorschläge von Herrn Schöllhammer an, entweder nachahmenswert oder zumindest anregend für eine gewinnbringende Diskussion mit der Erweiterung, wie lassen sich die Ideen auf die morderne Land- und Forstwirtschaft übertragen.

      • Bei uns sind die Regenrückhaltebecken nur aus Erde. Unsere Erde ist aber ziemlich tonhaltig und lässt nur wenig Wasser durchsickern. Deshalb ist am Boden ein kleiner dimensioniertes Ablaufrohr, damit die Flüsse etwas entlastet werden. Wir sind froh, dass wir keine wasserdurchlässigen Sandböden haben, da wäre es noch trockener.

    • Herr Attenkofer
      Gestatten Sie mir noch eine kleine Richtigstellung einer Aussage „..statt 3 Monaten ahben wir durch die höheren Temperaturen nur noch 3 Wochen Winter..“ Richtig ist, drei Wochen Winter haben wir nur noch in den Städten oder auf den Straßen. Die viel zu wenigen Wetterstationen auf dem Land zeigen für die Jahreszeit Winter keine Temperaturerhöhung, siehe die vielen Artikel von Kämpfe/Kowatsch bei EIKE. Im Sommer schon.

      • Sehr geehrter Herr ?,
        Ich bin Landwirt und wohne auf einer Einöde. Bis vor 20 Jahren gab es im November eine Winterperiode. Nach Weihnachten kam meist der Winter, der sich mit kurzen Unterbrechungen bis in den April zog. Heute gibt es im Winter fast keine Fröste mehr. Ende Januar kommt evtl. der Naßschnee vom April und im März beginnt der Frühsommer. Es gibt für unsere Gegend eine genaue Wetterbeschreibung aus der Zeit vor 1900 mit durchschnittlichen Dauerfrost- und Dauerschneeangaben. Kann ich Ihnen bei Interesse gerne zukommen lassen.

        • Herr Attenkofer, bitte nennen Sie ihren Wohnort, ich suche die nächste Wetterstation und zeichne die Wintergrafik der letzten 30 Jahre, richtig ist ihre Bemerkung zum November, der wurde wärmer. Der Winter in Deutschland hat sich in den letzten 30 Jahren in den Februar und Anfang März rein verschoben. Dadurch ist der Frühlingsstart später, der Herbst dafür verlängert. Vor 1900 hatten wir in Mitteleuropa und England eine kleine Eiszeit, das bestätigen ihre Wetterbeschreibungen von damals. Bei uns sind derartige Fakten in den Oberamtsbeschreibungen erwähnt, in Einzeljahren wurde das Streuobst nicht reif. Besser als Beschreibungen sind Temperaturgrafiken, z.b. vom Hohenpeißenberg, die Wetterstation stand von 1781 bis 1936 am gleichen Platz an der Nordwand der Klosterkirche. Die Jahrestemperaturen zeigen zwischen 1840 und 1900 eine Kältedelle, ausgerechnet in dieser Kältedelle, nämlich 1881 beginnt der DWD seine Wetteraufzeichungen.

          • Ich wohne bei Landshut. Wenn Sie behaupten, dass es keinen früheren Vegetationsbeginn gibt, warum hat sich dann die Ernte um fast 4 Wochen nach vorne verschoben?

          • Herr Attenkofer, sie fragen, „warum hat sich die Ernte um fast 4 Wochen nach vorne verschoben?“. Antwort: Da müßten Sie selbst auch logische Gründe finden können, denn sie als Landwirt kennen die Saatgutsorten besser als ich. Sie wissen doch selbst, für die Ernte sind nicht die Wintermonate Februar und Anfang März maßgebend, sondern die Wachstumsmonate. Sie machen die Angabe von 4 Wochen früher, ich frage Sie seit wann? Sollte sich ihre Aussage auf einen längeren Zeitraum von gut 30 Jahren beziehen, dann spielt die CO2-KOnzentrationszunahme in der Luft eine Rolle. CO2 wirkt wie ein zusätzlicher Dünger für die Pflanzen und beschleunigt das Wachstum in den Wachstumsmonaten.

          • Es gibt einen phänologischen Kalender, in dem beschrieben wird, um wie viele Tage sich die Blüte bestimmter Pflanzen in den letzten 50 Jahren allmählich nach vorne verschoben hat.
            Die Düngung hat mit einem schnelleren Wachstum nichts zu tun. Das ist alleine Temperaturabhängig. Im 17.ten Jahrhundert gab es Jahre, in denen nur 3 Monate im Jahr ohne Frost waren. Dem entsprechend schlecht waren die Ernten.

          • Herr Attenkofer, zu Ihrem Kommentar vom 24.08, um 10.56 Uhr. Sie wohnen bei Landshut auf dem Land. Es geht um den Vegetationsbeginn. Leider beginnt die DWD-Wetterstation Landshut mit ihren Aufzeichnungen erst 2008, die wäre geeignet, da sie außerhalb von Landshut ist. Die nächste in der freien Fläche ist bei Trostberg, etwa 45 km von Ihnen entfernt. Und wie erwartet, wurden die beiden Monate Februar und März seit 1989 leicht kälter, die Trendlinie zeigt eine Abkühlung von 0,5 C für die beiden Monate zusammen an. Wenn es bei Ihnen einen verfrühten Frühlingsbeginn geben sollte, dann ist der Grund bestimmt nicht die Erwärmung der beiden Monate, denn die ist nicht vorhanden. Wir (Kämpfe/Kowatsch) beschreiben schon lange die leichte Abkühlung dieser beiden Monate, was sich auch an der Verspätung der Erstblüher wie Märzenveilchen und Forsythie in Deutschland zeigt. Trotzdem glaub ich Ihnen, wenn Sie schreiben, dass die Ernte der Nutzpflanzen zeitlich früher ist, da es auch meinen Beobachtungen entspricht. Nur ist ihre Begründung dafür halt nicht richtig. Ich habe Ihnen einen richtigen Grund bereits genannt, nämlich die CO2-Zunahme seit über 30 Jahren. CO2 ist geradezu ein „Wachstumshormon“ für die Pflanzen. Als Landwirt sollten Sie vielleicht noch andere Gründe nennen können.

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            Können Sie sich vielleicht noch an die Aprile der letzten Jahre erinnern? Da gibt es jetzt immer ohne Übergang vom Winter Frühsommer mit bis zu 28 Grad. Ohne die gewohnten Rückschläge mit Schnee (Der April weiß nicht was er will). Das CO² kann nur mit Wachstumstemperaturen und genügend Wasser wirken. In Zukunft wird das Wasser aber der begrenzende Faktor.

          • Kowatsch, Nachtrag
            Wo Sie absolut Recht haben ist der Zuwachs bei den Bäumen. Der hat sich durch die Stickstoffeinträge aus den Emissionen und der längeren Vegetationsperiode enorm erhöht.
            Beim Ackerbau wächst ohne Düngung und Pflanzenschutz weiterhin wenig.
            Wir hoffen, dass wir durch den Stau an den Alpen bei den Niederschlägen weiterhin im Vorteil sind.2018/19 hat es bei uns je 550 mm geregnet. 150 Liter davon immer in der Wachstumsperiode der Feldfrüchte. Heuer haben wir ab Mai bereits 350 Liter.
            Auffällig ist, dass es keine Herbstnebel mehr gibt und es auch im Winter sehr sonnig ist. Das war vor 30 Jahren noch nicht.

          • Herr Attenkofer, wir waren bei den Vorfrühlingsmonaten Februar/März. Für den April gebe ich ihnen vorbehaltlos recht, der wurde durch einen Temperatursprung vor 14 Jahren um ein Grad wärmer und auf diesem tollen Niveau hält er sich immer noch. Der April wurde zu einem vorgeschalteten Mai und alle Aprilblüher sind verfrüht, z.B. Kirsche um fast 2 Wochen. Also: Märzblüher verspätet, Aprilblüher früher. Ich nehme an, dass der nun wärmere Monat April ein weiterer Grund sein dürfte für die frühere Ernte. siehe: https://www.eike-klima-energie.eu/2020/05/12/der-april-wurde-durch-einen-temperatursprung-im-jahre-2007-waermer/
            Auch bei den Herbstnebeln beobachten wir dasselbe, immer weniger Nebel, da die Landschaft austrocknet, trotz gleichbleibender oder leicht steigender Niederschläge. Schnellere Nebelauflösung sind automatisch mehr Sonnenstunden, mehr Sonnenstunden bedeutet leichten Temperaturanstieg auch für November und Dezember. Hat alles nichts mit CO2 zu tun. Aber doch eine menschenverursachte Klimaänderung. Die vielfältigen menschengemachten Wärmeinseleffekte brachten den Temperaturanstieg der letzten 50 Jahre in Deutschland.

          • Im Februar/März ist der Boden noch so kalt und die Tage noch so kurz, dass da die Auswirkungen noch gering sind. Beobachten Sie mal wann das Gras wächst. Unsere Sportvereine haben alle ein Rasenproblem weil die Saison (Training) im März beginnt und der Rasen sich erst im Mai regenerieren kann.

          • Herr Attenkofer, Zu Ihren Regenangaben: Sie schreiben, bei uns (außerhalb von Landshut) hat es in den Jahren 2018 und 2019 je 550 mm geregnet. Fakt ist: Die DWD-Wetterwarte Landshut registriert für 2017=739 mm, 2018=694 mm, 2019=635mm. Überraschend für mich, 2019 war weniger als 2018

          • Ich glaube da mehr meinen eigenen Aufschreibungen.
            2018 gab es im Frühsommer 3 x 50 Liter Regen, die vom Boden aufgesaugt werden konnten und es war dann bis November sehr trocken.
            2019 war der Frühsommerregen verteilter und es hat schon Anfang Oktober 30 Liter geregnet. Von November bis März fielen jeweils ~ 300 Liter Regen.
            Da es sich beim Frühsommerregen um lokale Ereignisse handelt, hatte der Raum Velden 2018 nur 30 Liter Frühsommerregen.
            Heuer haben wir ab Anfang Mai ~ 350 Liter Regen und am Wochenende soll es wieder 40 Liter regnen.

    • Betreffs *Mulchsaat*: so etwa *system Wenz*?
      eines müssen Sie zugeben: Immer noch exotisch und keinesfalls bereits in größerem Maßstab eingesetzt.

      • System Wenz kenne ich nicht. Müssen Sie mir vermitteln. Wir stellen gerade auf gesellschaftlichen Wunsch auf fünfgliedrige Fruchtfolge mit Blühfrüchten um, was Mehrarbeit bedeutet. Auch Leguminosen werden wieder eingesetzt. Mit Blühpatenschaften haben wir vom Amt und der Kommune Ärger bekommen.

          • Sehr geehrter Herr Müller,
            Hab mir die Homepage der Grünen Brücke angeschaut.
            Wir haben einen konventionellen Mischbetrieb. Wegen des Baues eines Schweinestalles und der daraus folgenden Schulden können wir nicht so einfach umstellen. Da wir am Rand einer Kleinstadt sind, haben wir verschiedene Beerenobst-Selbstpflücken und Christbäume. Da könnte ich mir vorstellen, dass wir mit hochpreisiger Bioware viele Nahkunden verlieren.
            Aber ich habe einen Bio-Kollegen, der intensive Düngung mit Biogasgülle und Fremd-Pferdemist betreibt, aber auch viele Hackfrüchte anbaut. Daraus folgend hat er ein starkes Distelproblem. Ich hab ihm die Adresse gemailt und um seine Meinung gebeten.

          • War nur eine Frage meinerseits, Herr Attenkofer. Ich will beileibe nicht dieses System Wenz als allgemeingültig, überall anwendbar… usw. preisen. Ich keine Erfahrung damit, wäre aber an solchen von unabhängigen Stellen interessiert.

          • Sehr geehrter Herr Müller,

            Ich habe meinen Bio-Kollegen gefragt. Er sagt, er kennt das System Wenz und Beobachtet es.
            Bei uns soll ein Bio-Weltacker angelegt werden. Ich hab mich gemeldet, dies zu unterstützen. Bin gespannt, was ich da lerne.

            mfg
            Franz Attenkofer

  13. Bauernbashing jetzt auch bei EIKE?

    Es macht mich fassungslos zu lesen, wie durchaus korrekte Beobachtungen in der landwirtschaftlichen Umwelt mit völlig falschen Begründungen erklärt werden. Die falschen Begründungen scheinen bei Grünen und Biobauern abgeschrieben.

    Frage: Wenn Grüne, Linke und NGO´s bei den Ursachen des Klimawandels lügen, aus welchem Grunde sollten sie dann bei landwirtschaftlichen Themen die Wahrheit sagen?

    Ich erspare mir hier die Korrektur aller falschen Schlußfolgerungen, so lang kann ein Kommentar gar nicht sein. Daher nur wenige Anmerkungen damit der Autor merkt wie falsch er bei den behaupteten Ursachen seiner Beobachtungen liegt:

    1.) Pestizide: Im Mais werden nur Herbizide zur Unkrautbekämpfung eingesetzt. Diese ersparen das mehrfache (bis zu 10 malige)Striegeln und Grubbern der Fläche. Somit wird durch Herbizide die Mineralisation, also die Auflösung des Kohlenstoff/Stickstoffgefüges verhindert. Humus bleibt erhalten und wird nicht wie beim Bioanbau zerstört.Im Übrigen wird beim Striegeln auch das Bodenleben, inklusive der Vogelgelege zerstört. Bei der bösen „industriellen Landwirtschaft“ ist das anders, dort überleben diese Lebewesen.

    2.) Kunstdünger: Eigentlich müssten der Autor und die Kommentatoren selbst drauf kommen: Im Gegensatz zum Brotgetreideanbau wo die Nährstoffe unwiederbringlich in der Kläranlage entsorgt werden, kommen beim Maisanbau die Nährstoffe in Form von organischem Dünger zurück. Kunstdünger wird lediglich zu max. 20% eingesetzt. Wie bitteschön soll dieser wenige Kunstdünger den Humus zerstören? Das Gegenteil ist der Fall. Besuchen Sie einfach Veredelungsregionen und lassen Sie sich von Fachleuten (also den aus Ihrer Sicht strunzendummen Bauern) erklären, was tatsächlich vor sich geht.

    Die von Ihnen genannten Betonäcker gibt es tatsächlich, sind aber nur eine Erscheinungsform desselben Problems. Auf nicht tonhaltigen Böden sind die sichtbaren Effekte andere. Durch Abschaffung der Tierhaltung und Düngeverbote müssen in vielen Regionen Deutschlands die Bauern auf 100% Kunstdünger ausweichen. Durch behördliche Gängelung wachsen die Betriebe immer weiter und müssen sich auf wenige Früchte konzentrieren. Um Überleben zu können, leben die wenigen noch exisierenden Betriebe in den Marktfruchtregionen von der Hand in den Mund. Organischer Dünger aus den Veredlungsregionen wird dort kaum eingesetzt. Zu groß ist die Angst vor behördlicher Gängelung wenn dies tatsächlich jemand versucht.

    Ich würde mir wünschen, dass EIKE sich in der Landwirtschaft umhört, bevor es grüne Propaganda als unumstößliche Wahrheit verkündet. Ich sehe hier bei EIKE exakt dasselbe, wass Eike den Klimawandelgläubigen vorwirft.

    • Sehr geehrter Herr Gebken
      Bitte nehmen Sie die Aufforderung aus meinem Schlussabschnitt wahr, für Sie ist dieser geschrieben: „Im Grunde müssten sich die Bauern bzw. der Bauernverband überlegen wie er das Wasser wieder in der Landschaft halten will“. Also bitte stellen Sie hier Ihre Denkmodelle und Diskussionsansätze vor, die verhindern das Deutschland weiter austrocknet und die Landschaft vor allem im Sommer weiter erwärmt. Sie haben beim Lesen realisiert, dass neben dem Straßenbau, den Windrädern vor allem die Landwirte für die Erwärmung der freien Naturfläche verantwortlich sind. Und beachten Sie meinen Schlusssatz: „Wir müssen den Bauern helfen und sie mit Ideen zur Selbsthilfe füttern“ Ich sage es Ihnen aber ganz deutlich, ich bin nicht bereit eine CO2-Klimaabgabe zu zahlen, damit Bauern einen Ausgleich für ihre selbstverschuldete Trockenlegung und Landschaftserwärmung erhalten. Sondern nur für Maßnahmen, die dem nachweislich entgegenwirken. Also machen Sie bitte Vorschläge.

      • Besuchen Sie mich auf dem Hümmling und schauen Sie sich an was hier in den letzten 100 Jahren von den ach so bösen konventionellen Bauern geschaffen wurde. Aus einer Wüste wurde ein Garten Eden gemacht.

        Wir müssen keine Vorschläge mehr machen, denn hier wurde bereits das realisiert was getan werden musste. Leider wird dies von den Medien und von NGO´s und der Politik nicht wahrgenommen. Der Grund: All diese Krisengewinnler können nur existieren wenn sie „ihre“ Krisen am Leben erhalten. Die Lüge ist das gängige Instrument dafür. Und heute passiert wieder das, was bereits im Mittelalter passiert ist: Heute sind es nicht die mangelnden Möglichkeiten, heute sind es die Krisengewinnler, die uns zwingen unsere Böden zu zerstören.

        Was ist auf dem Hümmling im Einzelnen geschehen?

        Durch mittelalterlichen BIO-Raubbau war das gesamte Gebiet am Ende des 19en Jahrhunderts entwaldet, die Böden waren zerstört, etliche Dörfe waren durch Wanderdünen bedroht. Ackerbau war nur auf kleinen Eschen möglich. Der Rest wurde extrem überweidet. Hinzu kamen nicht nutzbare Moore, die unaufhörlich Methan in die Atmosphäre pusteten. Der landwirtschaftliche Ertrag reichte für Subsistenzwirtschaft, mehr nicht.

        Heute sind wieder ca. 40% des Hümmlings bewaldet, dank der Landwirtschaft, die durch Ertragssteigerungen diese Flächen frei geben konnte, mit dem Erfolg dass sich auch hier wieder Krisengewinnler breit machen und große Teile des Hümmlings zum „Naturpark“ erklärt haben.

        Auch die Gemeinden haben von den Ertragssteigerungen profitiert. Nur dadurch war es möglich Ackerland für Schulen Siedlungen und Gewerbe umzuwidmen.

        Und die Moore? Die Moorauflage beträgt im Schnitt ca. 1 m. Hier sind die Grundwasserstände hoch. Gott sei Dank konnte noch der größte Teil des Torfes untergepflügt werden, so dass er ein für alle mal vor den Krisengewinnlern geschützt ist, die überall dort wo das nicht geschehen ist immer mehr in die Arbeit der Bauern eingreifen. Noch können wir die nicht gepflügten Wiesen vor dem Zugriff der NGO´s schützen, doch überall dort wo diese das Regiment übernehmen, kommt es zur Zerstörung der obersten Bodenschichten durch Mineralisation und massiver Ausgasung des Kohlenstoffs.

        Auf dem Hümmling wurde Humus geschaffen!!! Vor 2000 Jahren war das gesamte Gebiet mit Eichen und Erlenwald bedeckt. Die Hunusschichten waren dick. Wasser wurde gespeichert. Durch den Raubbau war all das verschwunden. Dank der Arbeit von drei Bauerngenerationen haben wir den Humus zurückbekommen. Die Wasserstände sind in Ordnung. Nirgendwo wird soviel Grundwasser neu gebildet wie auf dem Hümmling. Mit der Folge dass die Begehrlichkeiten der Wasserversorger ständig wachsen. Industrien sind im Umkreis entstanden, die unser Wasser verbrauchen. Selbst in Hamburg hat man inzwischen Wasser das vom ehemals trockenen Hümmling stammt.

        All das war nur möglich durch den Fleiß von Menschen, für die die Gesellschaft heute nur noch Verachtung übrig hat. Die man ungestraft gängeln, diffamieren, beleidigen und enteignen darf.

          • Lieber Herr Gebken, ich habe Sie aufgefordert ein Beispiel/Vorschlag zu nennen, das haben Sie eindrucksvoll getan. Dann frage ich mich, weshalb Sie sich überhaupt so negativ vom Inhalt des Artikels angesprochen fühlten, Sie waren doch gar nicht gemeint. Sie haben sicher die Kommentare hier im Block einiger Gartenbesitzer gelesen, die den Artikel realistisch finden und selbst beschreiben, wie sie im Kleinen gegen die Trockenlegung Deutschlands ankämpfen. Im Himmling gescheiht das seit 3 Generationen wie Sie das in aller Kürze, aber doch prägnant beschreiben. Dass ihr Alternativmodell nicht deutschlandweit bekannt ist, könnte auch an der Vermarktung liegen. Aufgrund ihrer Anfangsreaktionen im Kommentar oben werden Sie wohl auch von den Medien und Abgeordneten in die falsche Rubrik eingeordnet. Industrielle Landwirtschaft wie von mir beschrieben ist eine Sackgasse, Biokleingärtner/Gartenbesitzer sind gut, können aber Deutschland nicht versorgen und speichern zu wenig Wasser auf die Landesfläche berechnet. Vielleicht ist ihre Vorgehensweise im Hümmling der richtige Weg, der am Ende der Versteppung und Austrocknung der Landschaft entgegenwirkt. Sind die landwirtschaftlichen Kuppen und Anhöhen im Hümmling eigentlich grün?, bei uns sind diese – siehe Bild 2b- trotz ausreichender Niederschläge 2020 gelbbraun.

  14. Ergänzung zur Landschaftstrockenlegung: Von einem Bekannten, der beim staatlichen Naturschutz arbeitet, entnehme ich folgenden Text aus seiner Broschüre über die Landschaftstrockenlegungen der Landwirte: „…Das System des Drainierens war so erfolgreich, dass eine regelrechte Drainierwut entbrannte, die sich bald bei weitem nicht mehr auf die Auen beschränkte. Seit den 70er Jahren werden die Tonrohre zunehmend durch perforierte Kunststoffschläuche ersetzt, die ihre Aufgabe noch besser erledigen, die Schläuche werden wegen der schweren Maschinen tiefer verlegt (meist 80cm) und die Abstände zwischen den Schläuchen werden enger gewählt (häufig ca. 8 m), damit die Böden nach dem Regen möglichst rasch von den immer schwerer werdenden landwirtschaftlichen Maschinen befahren werden können. Heute können wir behaupten, dass fast das gesamte Offenland in der Bundesrepublik mit deutscher Gründlichkeit flächig trockengelegt ist.
    Diese Entwicklung vollzog sich für die in der Regel nicht mehr in der Landwirtschaft tätige Bevölkerung völlig unbemerkt und wenn man heute einem Bürger sagen würde, dass der „Naturuntergrund“ neben seinem Spazierweg in Wirklichkeit ein Tunnelsystem enthält, welches in seiner Länge und seinem Vernetzungsgrad beim Erschauen die Tunnel der Pariser Metro als leicht überschaubar erscheinen ließe, er würde uns wohl nur fragend anschauen…“

    • Hallo Herr Kowatsch,

      da liegt ein Irrtum über das Wesen der Landwirtschaft vor. Wie wird „Industrielle Landwirtschaft“ definiert? Im Zweifelsfalle fällt doch alles darunter was nicht „Öko“ ist. Also auch alle Hümmlinger Bauern.

      Das Problem ist die Bewertung im Detail. Ich glaube nicht, dass auch nur ein Einziger der gefühlt 80 Millionen deutschen Landwirtschaftsexperten auch nur die geringste Ahnung davon hat, über was er redet. Ich jedenfalls habe noch Niemanden gefunden. Spätestens nach 2 Minuten fachlichem Deialog sind die am Ende und brechen das Gespräch ab.

      Beispiel: Ihr Beispiel mit den Dränagen: „…Das System des Drainierens war so erfolgreich, dass eine regelrechte Drainierwut entbrannte, die sich bald bei weitem nicht mehr auf die Auen beschränkte. Seit den 70er Jahren werden die Tonrohre zunehmend durch perforierte Kunststoffschläuche ersetzt (…)“

      Es wurde also in den 50ern und 60ern drainiert. Was maßt sich hier der „Staatliche Naturschutz“ mit dieser Aussage an? Angebliche Naturschützer die im Jahre 2020 leben, glauben das Handeln der Verantwortlichen der 60er Jahre bewerten zu können?

      Zur Erinnerung: Bis in die späten 70er Jahre hatten wir in Deutschland Mangelernährung!!!!! Rachitis war bei Kindern gang und gebe. Die Dränage von Flächen war ein Werkzeug um die Ernährung der Bevölkerung zu verbessern.Die grandiosen Erfolge sind deutlich sichtbar. Niemand muss in Deutschland mehr hungern! Anscheinend ist es den „Staatlichen Naturschützern egal, ob die Schwächsten hungern müssen. Da wir Deutschen reich sind, können wir die fehlenden Nahrungsmittel dann aus dem Ausland kaufen wo dann andere stellvertetend für uns verhungern oder aussterben wie der Orang Utan.

      Auch auf dem Hümmling sind infolge der Dürre Bäume gestorben, ca. 1%, hauptsächlich Fichten, die hier eh nicht hingehören. Dort wo diese abgestorben sind und der Boden in Ruhe gelassen wird, wachsen inzwischen Unmengen kleiner Eichen. Bäume also, die hier hingehören. Eichen und Erlenwälder gedeihen hier prächtig.

      Der mangelnde Regen war übrigens eine Folge der verstärkt aufgetretenen Nordwinde. Das hat mit der Entwässerung nichts zu tun; wenngleich es aus meiner Sicht wünschenswert wäre, die Grundwasserstände partiell anzuheben. Problem dabei: Gebiete die seit den 60er/70er nutzbar sind würden absaufen.

      • Herr Gebken
        Getroffene Hunde bellen, in diesem Falle nicht getroffene noch lauter. So könnte man vielleicht ihr Verhalten am besten beschreiben. Sie nennen richtige Gründe der bäuerlichen Landschaftstrockenlegungen nach dem Kriege, die bestreitet doch überhaupt niemand von uns und erst recht nicht mein Bekannter Ralf Worm, der Leiter des Landschaftserhaltungsverbandes Ostalb. Im Gegenteil, ausdrücklich diese Gründe werden auch von mir genannt für das bäuerliche Verhalten nach dem Kriege. Nur ist eben ein Großteil der Landwirte über das Ziel gehörig hinausgeschossen und die Böden fallen aufgrund der Drainagen zu schnell trocken. Dieser Prozess wird sich fortsetzen und noch verstärken, da die Landschaftsversiegelung weiter zunehmen wird. Kritisiert wird im Artikel das Verhalten dieser Bauern, ihre selbst erzeugte Trockenheit mit dem Klimawandel und mit fehlenden Niederschlägen, die es nicht gibt, zu begründen und einen finanziellen Ausgleich für ihr eigenes Fehlverhalten in Form einer Klimaabgabe von uns zu verlangen. Wer nun nach 50 Jahren einen zu trockenen Ackerboden hat, der sollte als Erstmaßnahme seine Drainagen auch selbst wieder entfernen, auch wenn diese vom Großvater eingebracht wurden. Da Sie nach ihren eigenen Beschreibungen vieles richtig gemacht haben, brauchen Sie sich auch nicht angegriffen fühlen und ihren Stand erst recht nicht mit Gründen verteidigen, die überhaupt nicht zur Debatte standen. In der Psychologie nennt man ihre Reaktion….. sag ich jetzt nicht.

        • Von Drainagen haben Sie keine Ahnung. Wo Drainagen sind wird es langsamer trocken, als in anderen Bereichen. Wo keine Drainagen sind, säuft der entsprechende Bereich ab. Das mag für Wasserinsekten vorteilhaft sein, aber auf den Gesamtwasserhaushalt hat es keine Auswirkung.

    • Das ist komplett richtig, Herr Kowatsch. Ich besitze 2 Ha Grünland, die nicht gedüngt werden und ab 15. Juni frühestens einmal im jahr gemäht werden dürfen.(Dafür bekomme ich einen Zuschuss über EULLA) Vor kurzem erfuhr ich, wofür die jährliche Beitragsabgabe v0n € 5 an den zuständigen Wasser- und Bodenverband dient: Vor Jahrzehnten schon wurden die beiden Wiesen (am Furße des Soonwaldes) drainiert, und damit für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. (Das geschah lange vor meiner Zeit; ich wußte es deshlab gar nicht) Inzwischen steht fest: als heutiger Eigentümer darf ich an der kontinierlichen Trockenlegung meiner eigenen Wiesen nichts ändern! Während jeder Bauer jederzeit seine Wiesen entwässern darf, egal wie wertvoll sie für den Naturschutz sein mögen. Das ist eine latente Enteignung von Nicht-Landwirten. Das Wasser der Wiesen wird in einen Graben entwässert, von wo es in den nächsten Bach, von dort in die Nahe, von der Nahe in den Rhein und vom Rhein in die Nordsee geführt wird. Und dafür zahle ich auch noch! Das alles hat mit Flurbereinigung zu tun, einer ganzheitlichen Verlandwirtschaftung unserer gesamten Fläche, und da liegt das ganze Übel unserer sterbenden Natur.

        • Das ist ein Irrtum Herr Attenkofer, der Niederschlag versickert genauso schnell in die Tiefe wie er fällt und über die Kapillarkräfte und Oberflächenspannung der Wassermoleküle wird er in der trockenen Umgebung verteilt. Nur in nassen Jahren bleibt die Wiese grün. Zum Bild 10 des Artikels. Ich war gestern wieder dort. Bei uns sind bereits über 100% der üblichen Augustniederschläge gefallen, der Hügel ist noch genauso gelbbraun.

          • Das kommt auf den Boden an. Auf Sand haben Sie Recht. Bei uns wird Bentonit abgebaut, das heißt wir haben meist sehr schwere Böden. Die Forstwirschaft sagt, dass bei uns 80 % wechselstaunass sind. Im Sommer verdunsten pro Tag 3 – 4 Liter Wasser je Quadratmeter. In vielen Jahren ist bei uns der Garten-Rasen im Sommer verdorrt. In den letzten 3 Jahren nicht.

  15. Da kommt doch noch etwas hinzu. Damit viele Regen entsteht, werden Partikel, auch Aerosole genannt, in der Luft benötigt. Wird die Luft immer sauberer dann fehlen diese Partikel und der Regen nimmt in den Gebieten ab. Deshalb hatten Forscher schon in den 1950er Jahren den Einfall, Chemikalien in die Wolken zu sprühen, damit künstlicher Regen erzeugt wird.
    https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCnstlicher_Regen

    Jetzt habe ich noch etwas über eine Studie erfahren:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Regen#Starkregen_und_Klimawandel
    „Im Zusammenhang mit dem weltweiten Klimawandel infolge der
    anthropogenen Zunahme von Treibhausgasen wird auch eine mögliche Zunahme von Starkregenereignissen diskutiert.“

    Wenn CO2 dieses Treibhausgas ist, brauchen wir viel mehr CO2 und es regnet.

    Hier in Berlin regnet es jeden Tag. Nur die letzten zwei Tage war mal Pause. Und heute regnet es schon seit 7:00 Uhr.

    Von anderen aus dem Land Brandenburg habe ich erfahren, dass es dort immer wieder viele Wolken gibt, aber es regnet nur sehr selten. Da helfen dann vielleicht Kohlekraftwerke ohne Filter. Aber das wird dort durch die Politik abgeschafft.

  16. Das ist doch mal ein guter Ansatz, der wegführt von der ewigen Polemik, ob es denn nun am CO2 liegt oder nicht. Vor allem wird hier erkennbar, dass wir tatsächlich verantwortlich sind, aber in ganz anderer Weise: man steht jetzt nicht hilflos davor (wobei man ja allenfalls noch versucht, sich mit irgendwelchen Zahlungen ein gutes Gewissen zu erkaufen) sondern es werden konkrete Gründe und damit konkrete Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Ich glaube, diese drastischen Schilderungen der Landschaft und ihrer Veränderungen durch die menschliche Nutzung sind einleuchtend und nachvollziehbar für die meisten Menschen. Vielen Dank!

  17. Danke für diesen insgesamt guten, zutreffenden Beitrag. Drei Anmerkungen habe ich dennoch:
    Erstens: Mit gut 0,04 Vol-% dürfte die CO2-Konzentration zu gering sein, um als H2CO3 den Boden wesentlich zu befeuchten. Vielleicht (das ist aber nur eine unbewiesene These!) trägt CO2 gar zur Austrocknung bei, denn mit mehr CO2 läuft die Fotosynthese effektiver – die Pflanzen müssen ja, um CO2 aufzunehmen, ihre Stomata öffnen, wobei sie stets auch Wasserdampf verlieren. Bei mehr CO2 tun sie das seltener – weniger Wasserdampf wird also frei. Tatsächlich sank die relative Feuchte über Deutschland im Sommer seit 1948 um mehr als 5% (NOAA-1000-hPa-Daten), doch hat das wohl mehr mit den im Beitrag sehr gut beschriebenen Nutzungsänderungen zu tun.
    Zweitens muss man die Niederschläge, deren Datenlage aber sehr unzuverlässig ist, saisonal betrachten – die Zunahme geht fast ausschließlich auf Kosten des Winters; im Sommer wurde es (bislang aber nicht signifikant!) etwas trockener. Wichtiger ist die Wasserhaushaltsgleichung N=V+A (Niederschlag gleich Verdunstung plus Abfluss). Das zunehmende N reichte nicht aus, um die wachsende Verdunstung (bedingt durch mehr Sonnenscheindauer und Erwärmung) und vor allem den durch Meliorationen, Nutzungsänderungen und Versiegelungen wachsenden Abfluss auszugleichen – es wird also trotz mehr Winterregen trockener in Deutschland. Man könnte A aber leicht verringern (Entsiegeln, Wasserläufe renaturieren, mehr Wasser in Speicherbecken auffangen).
    Drittens: Leider begannen die Sünden, welche nun zur totalen Zerstörung unserer Landschaft und des Klimas geführt haben, schon mit den großen Rodungen des Mittelalters. Die Entwässerungen von Oderbruch, Donaumoos, Oberrheinaue (Tulla!), Emsland und Wische beschleunigten den Niedergang unserer einst fruchtbaren, artenreichen Kulturlandschaft. Und die CO2-Vermeidungsstrategien der 2000er Jahre verschlimmern diese Misere noch enorm, weil Windräder und Solarparks die Niederschlagsbildung stören und die Landschaft weiter erwärmen – dumm gelaufen.

    • Die natürliche Vegetation in Mitteleuropa ist Wald. Eine Kulturlandschaft im eigentlichen Sinne wurde erst durch die umfangreichen Rodungen im Mittelalter (mittelalterlche Warmzeit) geschaffen. Sie war die Grundlage für das Bevölkerungswachstum in dieser Zeit. Es entstanden umfangreiche Acker- und Grünlandflächen. Das heute vielgepriesene „natürliche Grünland“ gab es hier vorher nicht, ausgenommen in einigen Gebirgslagen.
      Mit der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung wurde ebenfalls der verbliebene Wald als Quelle für Bau- und Brennmaterial und stark in Anspruch genommen. Holz war praktisch die einzige Energiequelle zur Wärmeerzeugung.
      Neue politische und wirtschaftliche Entwicklungen nach 1713 bestimmten in zunehmendem Maße das Geschehen im Wald. Der hohe und stetig zunehmende Geldbedarf der Fürstenhöfe führte unter dem Einfluss des Merkantilismus zu einem Ausbau von Gewerbezweigen mit einem sehr hohen Holzverbrauch wie Montanindustrie, Ziegeleien, Glashütten und Porzellanmanufakturen. Zur Deckung des stetig zunehmenden Bedarfs wurden sowohl die landesherrlichen Waldungen als auch die der Untertanen herangezogen.
      In der Regel hinterließen diese Entwicklung riesige Kahlflächen, für deren Wiederbewaldung niemand sorgte.
      „Im 18. Jh. war der Wald auf seinem tiefsten Zustand in seiner Entwicklung angelangt…es ist im großen Überblick allgemein eine weitgehende Waldverwüstung gegeben, bei der noch vorhandenen Waldbestände ausgeplündert waren und wesentliche Waldteile als Ödland oder mit Blößen durchsetzter Heide-, Busch- oder Hutewald dalagen… Das größte Übel aber waren die nicht aufgeforsteten und dann verödeten Waldflächen“ (Mantel 1990, S. 423).
      Nicht besser sah es auf den landwirtschaftlichen Flächen aus. Es wurde nur entnommen und in der Regel nichts zurückgebracht, besonders die Allmende betreffend. Übernutzung war damals der allgemeine Zustand. Es ist aus der Zeit bekannt, dass die Äcker in der Regel „zweifaches Korn“, die besseren Böden „dreifaches Korn“ liefern konnten. Man stelle sich das vor: man erhielt als Ergebnis der Arbeit nur das Doppelte oder das Dreifache der Saatmenge zurück. Heute sind es das 25 bis 50 fache der Saatmenge. Das änderte sich erst mit der beginneneden Industriealisierung. Durch die zunehmende Nutzung von Kohle als Brennstoff wurde der Wald als Ebergiequelle praktisch bedeutungslos. Durch die Aufforstungsaktionen ab dem 19. Jahrhundert haben wir heute die doppelte Waldfläche wie zum beschriebenen Tiefpunkt. Ebenfalls mit der Industriealisierung, mit der sich entwickelden Wissenschaften (Agrikulturchemie, Bodenkunde, Pflanzenphysiologie) und den technischen Mitteln gab es immer bessere Möglichkeiten der Landbewirtschaftung und Nahrungsmittelerzeugung.
      Wenn man die Grundlagen des heutigen Wohlstandes kritisiert, sollte man sich vorher informieren, aus welcher historischen Situation dieser hervorgegangen ist und ob man dahin zurück will. Das kann ganz schnell geschehen. Wir sind im Moment auf dem Weg dahin.

      • Danke Herr Blücher, Ihre Ausführungen sind sehr gut und uns bekannt. Man muss die Geschichte kennen, wenn man die Gegenwart verstehen will. Ich unterstütze alles was Sie sagen. Ihr Schlußabschnitt endet jedoch komisch. Keiner der Kommentare hat hier die Grundlagen des Wohlstandes kritisiert, es geht bei Lösungsvorschlägen darum, diesen Wohlstand zu erhalten und die negativen kummulierenden Auswirkungen der Zukunft zu minimieren. Dieser Gedankenteil fehlt in ihrem Kommentar. Und auf meinen Aufsatz bezogen frage ich Sie: Wie wollen Sie der zunehmenden Austrocknung der Landschaft und der knapper werdenden Grundwasservorräte durch sinnvolle Maßnahmen entgegenwirken. CO2-Abgaben für neue Windräder oder bezuschußte Solarflächen können das doch nicht sein.

        • Was halten Sie eigentlich von dem Vorschlag, dass unter alle versiegelten Flächen (neu) Drainageschläuche verlegt werden, in die das Regenwasser eingeleitet wird und damit der Grundwasserspeicher besser versorgt werden kann.

          • Das ist ein guter Vorschlag, bei den Lösungen für die Stadt ist die Idee im Aufsatz angedeutet. Anstatt teure unterirdische Rückhaltecken aus Beton zu bauen, die das Wasser verlangsamt in die Flüsse abgeben, alles landet trotzdem im Meer ohne Grundwasserbildung. Die Großstädte haben dann allerdings den Nachteil, dass sich ihre U-Bahnstränge wieder mit Wasser füllen würden. Man müßte diese Versickerungsflächen auf das Niveau unterhalb der U-Bahnen und Vertunnelungen verlegen. Solche Lösungen wären weitaus billiger wie die per Gesetz vorgeschriebenen betonierten unterirdischen Rückhaltebecken in den Gemeinden. Ich werde das bei unserem nächsten Baugebiet von 2,5 ha vorschlagen: Sammlung des Niederschlages am tiefsten Punkt auf 400 m2 Fläche (1 Bauplatz geht verloren), Aushebung einer Muldenvertiefung von der aus 10m langen Versickerungsschläuchen in Tiefe führen. Mal sehen, welche Verordnungen das verbieten werden bzw. wie sich die Verwaltung, der Planer und die restlichen GR gegen neue Ideen stemmen werden.

          • Wenn dem so wäre, dass für die U-Bahn das Grundwasser abgepumpt werden muss, wäre das eine ökologische Katastrophe. Ich denke schon dass die Tunells wasserdicht sind. Während der Bauzeit könnte das anders sein.

  18. Ach so, die Grünen und Anhang pflanzen jetzt Blühstreifen vor die Maisäcker. Als ob das helfen würde. Früher war da Dauergrünland, wo der Klee, etc. blühte. Blühstreifen sind auch nur „Tankstellen“ für Nektarsammler, aber nicht deren Lebensraum. Das kapieren die Grünen auch nicht. Der werden immer aggressiv, wenn ich denen das auf Facebook erkläre.

    • Hallo Herr Krüger,
      statt der völlig sinnlosen Blühstreifen wäre es besser, die Ränder der Feldwege nicht ständig schon im Mai zu mähen, sondern sie frühestens ab Juli extensiv zu nutzen (keine Düngung, Schafbeweidung, Mahd) oder sie ganz in Ruhe zu lassen. Breitere Feldwege sowie die Grenzen zwischen sehr großen Schlägen könnten außerdem mit Hecken und Obstbäumen bepflanzt werden, was die Austrocknung der Ackerböden mindert (der die Verdunstung enorm beschleunigende Wind wird gebremst). Und dass „Blühstreifen“ Murks sind, sieht man schon an den verwendeten Arten: Phacelia, Sonnenblumen, Marokkanische Malve und ähnliche Kurzblüher, die nur für etwa 3 bis 7 Wochen blühen, während an naturnahen, grasigen Weg- und Feldrändern von April bis September immer irgend etwas blüht – selbst bei großer Trockenheit.

  19. Es verdunstet auch schlichtweg mehr!

    1. Da die Sonnenstunden und der Sonnenschein in Deutschland in den letzten 40 Jahren deutlich zugenommen hat!

    2. Da viel Dauergrünland wie Wiesen und Weiden im Zuge der Energiewende zu Maiswüsten umgebrochen wurde! Die Böden liegen im Winterhalbjahr brach. Betonböden, die Staubstürme verursachen und jeglichen Niederschlag sofort verdunsten, mangels an Vegetation.

    3. Flüssen wie Ems, Weser, Elbe immer weiter begradigt und vertieft werden und die Binnenhochwasser direkt ins Meer abfließen. Früher waren in Bremen die Binnenhochwasser die höchsten Hochwasser, heute sind es die Gezeitenhochwasser.

    Punkt 2. und 3. kann man direkt den Grünen ankreiden und Trittin.

  20. In der Köln-Bonner-Bucht bis ins nördliche Rheinland-Pfalz waren die letzten drei Jahre (2018, 2019, 2020) in den Monaten April bis September von extremer Niederschlagsarmut gekennzeichnet! Wer das relativiert, verharmlost, negiert, umdeutet etc., der lebt auf dem Mond oder auf einem anderen Planeten!

    Drei Folgejahre von solcher extremer Trockenheit habe ich in meinem bisherigen Leben noch nie erlebt!

    In der Region Rottbitze/Kretzhaus sind Quadratkilometer an Wald mit abgestorbenen Fichten abgeholzt worden (die Trockenheit in 2020 hat dieser Baumart offensichtlich den Rest gegeben)! Eine Vielzahl von Holztransportern blockierte teilweise Parkplätze am Schmelzbachtal!

    Abgestorbene Fichten „schmücken“ in hoher Zahl auch die Berghänge des Wiedtales! Sie sind im Kontrast zu den noch grünen Laubbäumen deutlich erkennbar! Hier wartet noch viel Arbeit auf die Forstwirtschaft!

    • „In der Köln-Bonner-Bucht bis ins nördliche Rheinland-Pfalz waren die letzten drei Jahre (2018, 2019, 2020) in den Monaten April bis September von extremer Niederschlagsarmut gekennzeichnet! Wer das relativiert, verharmlost, negiert, umdeutet etc., der lebt auf dem Mond oder auf einem anderen Planeten!“
      Die erforderlichen Daten gibt es für das Jahr 2020 noch gar nicht. DWD regional averages gibt für Rhein-Pfalz folgende 12 Monats Mittelwerte der monatlichen Niederschlagsmengen (mm) an:
      2016;08;2017;07; 45,6
      2017;08;2018;07; 66,0
      2018;08;2019;07; 53,9
      2019;08;2020;07; 62,7
      Der Durchschnitt 1880-2020 beträgt 63,7 mm pro Monat.

      • Danke Herr Berberich, leider hat sich Herr Fuchs auf ihre Richtigstellung hin nicht mehr gemeldet. Herr Fuchs hätte zuerst den Artikel lesen sollen, bevor er seine Aussagen gemacht hat. Wir glauben ihm, dass seine Heimat trocken ist, im Artikel hätte er kostenlos erfahren dürfen, dass der Grund dafür nicht der fehlende Niederschlag ist. Im Grunde hat er eine voreilige falsche Schlussfolgerung gezogen, (vielleicht ist Herr Fuchs Redakteur einer Tageszeitung) ohne sich vorher bei seiner nächsten Wetterstation über die Menge der Niederschläge zu erkundigen. Verstehe ich nicht, Telefonanruf hätte genügt. Land trocken, trotz des vielen Regens, das ist wohl ein Problem der Deutschen.

    • Wie ich bereits zu Hern Attenkofer schrieb: Fichten gehören hier nicht in großer Zahl und als Monokultur hin, die tragen hauptsächlich zur Austrocknung bei, man muß sich nur das „Unterholz“ und den Boden in einer reinen Fichtenschonung nach Jahren ansehen, da versickert nichts mehr, dafür hat man bei Regen in einer Hanglage regelrechte Sturzbäche, weil der Boden mitten im „Wald“ quasi versteppt ist.
      Fichten sind borealer Nadelwald, die natürliche Zusammensetzung in einer gemäßigten Zone ist Laubwald/Mischwald mit Tannen, nicht mit Fichten oder Kiefern.
      Einzelne Exemplare schaden sicherlich nicht, aber die Monokultur ist sehr schädlich, das ist schon menschengemachter Klimawandel. Hat nur eben nichts mit CO2 zu tun.

    • >>Hier wartet noch viel Arbeit auf die Forstwirtschaft!<<
      Die Forstwirtschaft hat das doch alles mit ihrer Monokulturwirtschaft fabriziert. Es ist doch komplett abartig Monokulturen zu fabrizieren. Das macht ja nicht nur die Pflanzenwelt platt sondern auch die komplette Tierwelt, beginnend im Boden und endend in der Vogel- und Insektenwelt.
      In Schleswig-Holstein hat man wegen der Winde mit den "geernteten" Steinen Ackerwälle errichtet, die die Windgeschwindigkeiten reduziert haben und durch den Pflanzenwuchs es der Vogel- und Bodentierwelt erlaubt haben, sicher ihre Gebiete zu nutzen. Als Segelflieger konnte ich noch zu Honeckerzeiten erkennen, was östlich der Todesgrenze an Unfug mit den Gigantfeldern fabriziert worden war.
      Was aber jetzt mit den Windmühlen in S.-H. fabriziert wird, spottet jedweder Beschreibung. Wenn unsereiner bei sich drehenden Windmühlen Golf gespielt hat, hat er miserabel gespiel. Wenn sich die Mistdinger nicht drehen sind die Schläge wesentlich besser.

        • Herr Attenkofer, Herr Dr. Heinzow hat Physik studiert und u.a. an der Uni Hamburg unterrichtet. Er weiß nicht alles, aber vieles besser. z.B. Sie glauben an den CO2-Erwärmungseffekt, ich anfangs auch, denn zunächst hinterfragt man nichts, wenn die geballte Macht der Medien etwas behauptet und es tatsächlich wärmer wurde. Ich habe jahrelang versucht, die behauptete CO2 Erwärmung in Versuchen nachzuweisen. Ergebnis: es gibt keinen einzigen Nachweisversuch und auch keine technische Anwendung dieses behaupteten Erwärmungseffektes. Deswegen haben schon Einstein und Heisenberg den Effekt verworfen. Auch Ihnen wurde bestimmt noch kein Erwärmungsversuch gezeigt. Infolgedessen muss die Erwärmung – in Deutschland übrigens erst seit Ende der 80er- Jahre, andere Gründe haben. Komisch ist auch, dass sich nur die Sommermonate erwärmen, die Wintermonate nicht. Eine CO2-Erwärmung müßte sich gleichmäßig über alle Monate verteilen. Aus diesem Grund suche ich nach anderen Gründen der Erwärmung. Einer davon sind sicher die vielen Freisolaranlagen in den Flächen ihres ländlichen Wohnortes Velden, die werden im Sommer über 90°C heiß und vertreiben großräumig die Luftfeuchtigkeit. Natürlich nur im Sommer, fragen Sie bei Segelfliegern nach oder beobachten Sie Greifvögel, den den warmen Aufwind nutzen. Ihr Wohnort mit der ungewöhnlich hohen Einwohner- und Versiegelungszunahne (fast wie in Israel), den großen Freifotovoltaikanlagen, den großräumigen Trockenlegungen der letzten 50 Jahre dürfte ein ausgesprochen gutes Beispiel für eine menschenverursachte wachsende Wärmeinsel sein. Diese Erwärmung in Velden hat nichts mit CO2 zu tun. Sie sind Landwirt und deshalb auch Naturbeobachter. Vielleicht helfen Ihnen beim Umdenken diese paar Anregungen.

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,
            Ich weiß nicht wo Sie ihre Daten her haben, aber die Erwärmung im Winter ist genau so da wie im Sommer. Leider kann ich Ihnen keine Anhänge senden. Die Fa. Exxon hat um 1980 eine Studie erstellen lassen, bei der die zukünftige Anreicherung des CO² prognostiziert wurde und zugleich die daraus zu erwartende Erwärmung berechnet war. Genau das ist eingetroffen.
            Die von Ihnen angeprangerten Freiflächen-Solaranlagen durften nur entlang von Autobahnen und Bahntrassen gebaut werden und sind deswegen verschwindend gering. Da sind Sie der Regierung auf den Leim gegangen.
            Das Helmholzinstitut (Berlin) berichtet, dass in Ostdeutschland in vielen Bereichen in den letzten 3 Jahren ein ganzer Jahresniederschlag fehlt. In Kombination mit der Erwärmung ist das eine Katastrophe.
            Außer dem neuen Münchner Flughafen (damals hat nur die Entwässerungsplanung 34 Mio Mark gekostet) ist in Südbayern in den letzten 50 Jahren nichts mehr trocken gelegt worden. Da wir in einem wechselstaunassen Gebiet sind, sollte hieraus kein Klimaeffekt abgeleitet werden können. Es wird über den Rhein-Main-Donaukanal viel Wasser nach Franken geleitet. Das reicht jetzt aber auch nicht mehr.
            Knapp die Hälfte unserer Betriebsfläche ist Wald. Wir wissen nicht, ob unser Sohn daraus in Zukunft noch Einkommen erwirtschaften kann, „müssen“ aber viel Geld und Arbeit in das Aufräumen und die Anpflanzung der Schadflächen stecken. Momentan liegen 50 000 m² kahl. Zugleich werden uns Biber, Wildschweine und Wolf aufgebürdet.
            Daran können Sie erkennen, wie lebenswichtig für uns die Einschätzung des künftigen Klimas ist.

  21. Klasse! Früher haben sich die Grünen um so was gekümmert – heute ist es nur noch das megaidiotische CO2! Respekt vor dieser ausführlichen und kenntnisreichen Zusammenstellung! Andererseits schier zum Verzweifeln – die Dummheit der Menschen ist grenzenlos!
    Verständnis habe ich, wo man aus Gründen der Rationalisierung und des (ebenfalls wichtigen!) Ertrags die Zeit nicht mehr zurückdrehen will. Aber dann bitte aufhören zu jammern und über vernünftige Gegenmaßnahmen nachdenken!
    Aber es ist ja so bequem, nach dem Staat und nach noch mehr irrsinniger Klimarettung (=CO2-Einsparung!) zu schreien! Schließlich wird genau dies den Menschen von der Politik und den Medien von früh bis abends als alleinige Schadensursache eingetrichtert!
    Und die Idioten auf der Straße samt Dumm-Greta und Dumm-Luisa gieren förmlich nach noch mehr Klima-Verblödung! Idiotistan ist und bleibt das allerdümmste Land auf Gottes Erdboden!
    Wenn überhaupt noch Resthirn zu retten ist, dann mit Sachstandsbeschreibungen wie der Ihren, danke Herr Kowatsch!

    • Die Erhöhung der CO2-Werte in der Atmosphäre hat zu einer Verbesserung des Pflanzenwuchses an Land und im Meer geführt und damit zu einer verbesserten Ernährung der Tierwelt.
      Aber das wissen halt die sog. Grünen nicht. Woher sollen die das wissen? Obwohl sich in den letzten 50 Jahren das Menschheitswissen vergrößert hat, wurde die Abiturschulzeit um 1 Jahr verkürzt und das zu lernende Wissen verringert.
      Ergebnis:
      Die Typen von den Grünen wissen noch nicht einmal, daß je größer ne Windmühle wird, desto miserabler wird deren Stromerzeugung und desto umweltschädlicher werden die Dinger.
      Aber was solls, das Bildungsniveau der Lehrer ist halt immer schlechter geworden.

      • Wenn Sie die Leute für Dumm verkaufen wollen, dann sagen Sie doch warum wir in Deutschland trotz erhöhter Co²-Werte gerade schlechte Ernten haben.

  22. Hallo,
    in der Aufzählung ehlen zwei ganz wichtige Punkte:
    1. Massives abpumpen des Gundwassers im Bergbau, vor allem im Braukohletbebau in der Lausitz und im Steinkohle Bergbau in NRW, in NRW laufen die Pumpen noch und müssen weiterlaufen um Bergschäden zu vermeiden.
    2. Die Temperaturerhöhung führt zu mehr Verdunstung und zwar deutschlandweit. Da nutzen leicht steigende Regenmengen auch nichts (Nach der Clausius-Clapeyron-Gleichung nimmt der Wasserdampfgehalt der Atmosphäre mit jedem Grad Celsius um 7 % zu. ).
    Ich besitze selber einen kleinen Wald in Brandenburg. Dort sind in den letzten Jahren seit 2018 praktisch alle Birken gestorben. Einige von Ihnen waren 60 Jahre alt. Die Prozesse die Sie beschreiben laufen seit den 60er Jahren und viele hben sich bereits verlangsamt. Trotzdem sind die Birken nicht in den letzten 60 Jahren gestorben sondern 2018 und 2019, als der es besonders heiss war und wir die Auswirkungen des vom Menschen verurschten Klimawandels zu spüren bekamen.
    Ihre ausführungen sind nicht falsch aber Sie blenden den größten Teil des Problems aus und das sind Fossile Brennstoffe und das nicht nur bei der Vrbrennung sondern auch bei der Gewinnung.

    • Danke Herr Philipps. Ich habe den Hauptfaktor der Trockenlegung Deutschlands, den Bergbau vergessen, hier würde seit einem Jahrhundert Grundwasser in großer Menge abgepumpt in die Flüsse und von dort ins Meer. Richtig, aber bestimmt hab ich noch mehr vergessen, da der ganze Bereich Großindustrie ausgespart ist.
      Mehr Verdunstung bei mehr Sonnenstunden ist als Argument für die freie Landschaft richtig, aber in den 15% sich weiter ausbreitenden Wohn- und Gewerbegebieten kann nichts mehr verdunsten, da aller Regen abgeleitet wird.

    • Hallo Herr Philipps,
      leider blenden Sie auch zwei ganz wesentliche Aspekte aus:
      1. Der „böse“ Braunkohlentagebau schuf und schafft nach seinem Ende eine viel strukturreichere Landschaft (reden Sie mal mit Herpetologen, Insektenkundlern oder Botanikern, die fahren gezielt in die aufgelassenen Restlöcher, weil es da von seltenen Arten nur so wimmelt!). Und die vielen, neuen Seen in Tagebau-Restlöchern um Leipzig und Cottbus sind genau das, was der Austrocknung engegenwirkt (vor der Braunkohle waren das meist Siedlungen, Sandäcker oder dürre, artenarme Kiefern-Kunstforste).
      2.Sie können gerne bei sich daheim Licht, Kühlschrank, Fernseher, Handy und Computer auslassen. Leider hängen wir alle aber an der Droge Strom, wie der Fixer an der Nadel. Wind und Solar sind keine Lösung, da zu teuer, unzuverlässig und mindestens ebenso umwelt- und klimaschädlich, wie die fossilen Brennstoffe. Letztere sind wenigsten preiswert und liefern zuverlässig und witterungsunabhängig Strom; Erdgas ist sogar eine der umweltfreundlichsten und flexibel einsetzbaren Energiequellen.

    • Die wesentliche Frage haben Sie aber nicht geklärt: Gehören Birken zum normalen Baumbewuchs in der Gegend?
      Mitte der 70er Jahre haben in der Lünebürger Heide die monokulturellen Kiefernwälder gebrannt. Die sind da ja nun nicht von allein entstanden.

      Und als ich durch die ex-„DDR“ gefahren bin und auch mit dem Flieger drüber weggeflogen bin, konnte ich die menschlichen Eingriffe und deren Folgen direkt beobachten. Bei Cuxdorf an der Nordsee sind auch Kiefernwälder angelegt worden und haben deshalb nicht gebrannt, weil die mit extrem breiten Schneisen davor geschützt wurden.
      Überall da, wo der Mensch angefangen hat Unfug zu fabrizieren, ich erinnere an den Mittleren Westen der USA, wo die extremen Nordwinde die extrem fruchtbaren Flächen Mitte der 30er Jahre so mir nix dir nix wegbliesen, sind die Spätfolgen extrem.
      Durch den Hindenburgdamm wurde vor Sylt die schützende Sandbank beseitigt, und das führt langfristig zur Beseitigung der Insel. Als ich noch in den 50er Jahren da war, existierte vor Westerland die Bank noch und der Strand war richtig breit. Jetzt ist da fast gar nix mehr.

      • Herr Heinzow, falls Sie mit Ihrer Frage mich meinen sollten. In der Landschaft meines Wohnortes gab es auf den Hochflächen einst viele Tümpel und Teiche, die das Regenwasser zurückhielten. Auf dem Bild des Tümpels „woagarai“ sehen Sie einen starken Weidenbewuchs, sicher gehörten einst auch Weiden als natürlicher Bewuchs in die jetzt ausgräumte Agrarlandschft. Sie fragen nach Birken. In der Tat könnten die Birken als Erinnerung an bestimmte Ereignisse gepflanzt worden sein, denn in den anderen bäuerlichen Weilern der Umgebung steht meist noch ein (Rest)Birke am Dorfteich. Danke für die fragende Anregung zur Geschichte, werde mich erkundigen. Vielleicht kennen Sie das alte deutsche Volkslied „Drei weiße Birken“, die drei wurden gepflanzt, um an ein historisches Ereignis zu erinnern. Oftmals auch als Erinnerung an Geburten, Todestage oder wenn junge Söhne in den Krieg ziehen mußten. Erst in der Gedankenwelt der Gegenwart werden Birken durch Apfelbäumchen ersetzt.

    • “ aber Sie blenden den größten Teil des Problems aus und das sind Fossile Brennstoffe und das nicht nur bei der Vrbrennung sondern auch bei der Gewinnung.“

      Sie wiederum gewichten das Problem nach Ihrer ideologischen Präferenz.

      mal locker gesagt: Die Wasserhaltung des Braunkohltagebau Welzow rührt mich eine Dreck. Ich bin 150km entfernt und vom Ruhrgebiet noch viel weiter weg.

      Aber die Dinge, die Herr Kowatsch aufführt, sehe ich im Umkreis täglich.
      Sie sind einerseits für mangelden Resilenz gegen Trockenperioden verantwortlich, andererseits für verstärkte Schadensereignisse bei Starkniederschlägen (die, falls sie auftreten, von Ihrer Fraktion ausschließlich und sofort widerum als Beleg für die *Schädlichkeit* fossiler Energie gewertet werden).

      Zusätzlich sehe ich im Radarbild, dass Regengebiete, die von West-NordWest zu mir heranziehen, an einem dort gelegenen Windpark mit 23 Einheiten beginnen zu zerfransen um sich dann beim Durchlaufen eines weiteren mit 11 Einheiten nahezu aufzulösen. Wo vor den Windparks noch 30mm Niederschlag fallen, kommen noch 5mm 20 km weiter hier an.
      Wetter und auch (Mikro- und Meso-)Klimata hängen stark von orographischen Faktoren ab. Windparks beinflussen diese in einem m. M. n. starkem Maße, ohne einen wesentlichen Beitrag zur Substitution fossiler Brennstoffe leisten zu können.
      ###############
      Ich war vor kurzem in einer alten Windmühle. 1850 erbaut, baute man in den 1910-er Jahren in einem Nebengelass eine Dieselmaschine ein, die über eine Kardanwelle die
      Vertikalwelle, die die Mühlsteine, Siebe und Fegen von unten antreiben konnte. Der Antrieb über die Flügel wurden dann ausgekuppelt.

      Ich habe überlegt und überlegt… ich bin nicht darauf gekommen, warum man einen solchen Unsinn machte, wo doch der Wind keine Rechnung schickt.

      • Vielleicht überlegen Sie wie viele Windstunden es im Jahr gibt und zu welchen Arbeitszeiten sie dann noch genug Wind haben. Da könnte es sinnvoll gewesen sein eine Auslastung der teuren Technik von 10% vielleicht auf 80 % zu steigern.

    • Sie begehen einen gigantischen Fehler, Herr Philipps.
      Fakt ist, daß die Freisetzung des CO2 durch den Menschen den weltweiten Pflanzenwuchs verbessert hat und weiter verbessert. Und damit hat nicht nur die Pflanzenwelt mehr Nahrung zur Verfügung, sondern auch die Tierwelt.

      Aber der Quatsch der Schädigung der Böden geht weiter. Nach Ende des Getreidewuchses wird geerntet und umgepflügt. Und das führt ohne weiteren Pflanzenwuchs im Winter über die Stürme zum Wegblasen der fruchtbaren oberen Bodenschichten. Und wie schlimm das sein kann, kann ich als Flieger in Norddeutschland erkennen. In Schleswig-Holstein, da wo es noch die Steinwälle mit dem variablen Pflanzenwuchs und den vielen Voglefamilien gibt, wächst das Getreide bestens und Massen von Schadinsekten gibt es fast gar nicht. Und Grundwasser muß auch nicht per Pumpe dazu verwendet werden, um die Äcker zu „beregnen“.
      Dagegen gibt es das jenseits der Ulbrichtgrenze nicht. Da gibt es nur riesige Äcker und dementsprechend gigantische Monokulturen. Und es gibt fast keine natürliche Pflanzen- und Tierwelt.
      CO2 hat eindeutig positive Folgewirkungen, Windmühlen und Solarzellen extreme Umweltprobleme zur Folge und sind extreme Tier- und Pflanzenschädlinge. Und der Infraschall der Windmühlen schädigt die Gesundheit der Menschen im Umkreis bis zu 7 km.

      • Ihre Ausführungen sind sehr einseitig Gegendbezogen. Bei uns gibt es keine Winderosion. Zu DDR-Zeiten wurde dort viel bewässert. Und das CO² hilft nichts wenn nicht ein mehr an Wasser dafür zur Verfügung steht. Im Gegenteil, das werden Sie auch schon erfahren haben die Anreicherung von CO² in der Atmosphäre überhitzt die Erde.

        • >> Im Gegenteil, das werden Sie auch schon erfahren haben die Anreicherung von CO² in der Atmosphäre überhitzt die Erde.<<
          Das ist schlichtweg kompletter Blödsinn. Mehr CO2 in der Atmosphäre führt zu mehr Pflanzenwuchs. Und mehr Pflanzenwuchs senkt die Temperaturen. Wobei die Temperaturänderung wesentlich geringer ist als die jährliche Temperaturvariabilität.
          Die größte Temperaturerhöhung hat der Städtebau verursacht. Segelflieger wissen das. Die kennen nämlich die von der Sonneneinstrahlung verursachte Cumuluswolkenhöhe. Und die ist über den Städten bis zu satte 300m höher, je nach Wetterlage.

          • Vielleicht haben Sie es noch nicht mitbekommen. In Deutschland vertrocknen gerade die Wälder. Was hilft da CO²?

  23. Sehe das genau so und immer wenn ich „über Land“ fahre und die Bewässerungssprinkler der Bauern in voller Aktion sehe, frage ich mich, wieviel davon effektiv bei den Pflanzen ankommt:
    Ein Teil wird vom Winde verweht (und landet bestenfalls beim Nachbarn)
    Ein Teil verdunstet beim Auftreffen auf dem Boden sofort
    Ein Teil läuft ab
    Ein Teil versickert an den Pflanzen vorbei
    Nur ein geringer Teil wird wohl dort landen, wo er hin soll!
    Besser wäre auf jeden Fall eine Tröpfchenbewässerung, aber natürlich viel aufwendiger;
    Ich glaube, die Israelis machen das so.
    Da ist es doch viel einfacher, weiter das Grundwasser abzusaugen und dann „Haltet den Dieb“ zu rufen.
    Der Schuldige ist ja schnell ausgemacht: Der ach so böse menschengemachte Klimawandel – da brauchts dann kein Nachdenken mehr und unsere beschxxxx Medien transportieren diesen Unsinn dann auch noch. Kritischer Journalismus? Fehlanzeige!

  24. Vielleicht den folgenden Unsinn belegen: „Insbesondere die Umstellung auf Monokulturen wie den Maisanbau für Biogasanlagen führen aufgrund des Pestizideinsatzes und des Kunstdüngereinsatzes zu einer nachhaltigen Zerstörung der oberen wasserspeichernden Humusschicht.“
    Welchen Einfluss hat es auf den Boden, ob Monokulturen für Biogasanlagen oder andere Dinge bestellt werden??
    Welcher Einfluss sollen Pestizide haben?
    In welcher Weise soll und kann überhaupt Dünger egal ob Kunst oder woher auch sonnst nachhaltig die Humusschicht zerstören?
    Wie groß ist der Unterschied der Humusschicht zwischen sagen wir Dreifelderwirtschaft und jetziger Monokultur?

    • Herr Steudter: Mein Rat, probieren Sie es selbst aus oder lassen Sie sich die organische Düngung bei einem Kleingärtner, der durch organischen Dünger immer wieder die Humusschicht ergänzt, anschaulich erklären. Anschaulich heißt, betrachen Sie den Betonackerboden des herkömmlichen Landwirtes mit dem Boden des Kleingärtners, evt. unter einer Stereolupe. Nehmen Sie jeweils einen Eimer Wasser und schütten Sie ihn auf den Boden des Kleingärtners und auf einen Maisboden wie von Bild 3. Der zeitliche Aufwand soll hier unberücksichtigt bleiben.

    • „Wie groß ist der Unterschied der Humusschicht zwischen sagen wir Dreifelderwirtschaft und jetziger Monokultur?“
      Hallo Herr Steudter,
      vermutlich ist er nicht sehr groß, denn im Mittelalter wurden die Böden auch schon intensivst genutzt und ausgebeutet. Kunstdünger und Pestizide sind, wenn wir alle weiterhin preiswert und in guter Qualität Nahrungsmittel haben wollen, unverzichtbar, wenn sie sachgerecht nur nach Bedarf (neue, digitale Präzisions-Landwirtschaft!) und nicht auf Feldrändern, an Gräben oder Feldgehölzen eingesetzt werden. In Städten und Kleingärten freilich gehören sie verboten – weg mit den Gift-Arsenalen in den Gartenfachmärkten! Leider sind auch die städtischen Grünflächenämter nicht zimperlich mit der Giftspritze – weil unsere ach so tollen Gewerkschaften ja das Bücken zum Jäten und andere körperlich schwere Arbeiten am liebsten abschaffen würden. Und was die Humusbilanz betrifft – weg mit Mais und anderen „Energiepflanzen“ als „Biogas-Lieferant“. Statt dessen Leguminosen wie Ackerbohnen, Erbsen oder Futterkulturen wie Klee- und Luzernegras rein in die Fruchtfolge; außerdem kann auch mit dem Unterpflügen von gehäckseltem Getreidestroh mehr Humus erzeugt werden.

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