Klimahysterie kostet Menschenleben – aber Aktivisten wollen die Panik am Leben halten

Warten auf de Klima-Weltuntergang. Bild: m.gade / pixelio.de

Michael Shellenberger, New York Post
[Vorbemerkung des Übersetzers: nachdem das EIKE schon über die Kehrtwende von Michael Shellenberger berichtet hatte {u. a. hier} kommt er hier selbst zu Wort.]
Klima-Alarmismus ist machtvoll, weil er zu einer Ersatzreligion für vermeintlich säkulare Menschen geworden ist, de viele der gleichen psychologischen Vorteile vermittelt wie der traditionelle Glaube.

Letzten Monat habe ich das Buch „Apocalypse Never“ veröffentlicht, das populäre Umweltmythen entlarvt. Darunter: dass der Mensch ein sechstes Massensterben verursacht und dass der Klimawandel Naturkatastrophen verschlimmert.

Obwohl ich erwartet hatte, dass mein Buch kontrovers sein würde, hätte ich nicht erwartet, dass der Top-Klimareporter von CNN es mit einer Zigarettenwerbung vergleichen würde. Oder dass mir ein Umweltjournalist mit fast einer halben Million Followern auf Twitter vorwirft, ich würde für die „Vorherrschaft der Weißen“ werben.

Ich bin wohl kaum ein Klimaleugner. Tatsächlich bin ich seit 20 Jahren Klimaaktivist und seit mehr als 30 Jahren Umweltaktivist. Regierungen, einschließlich des US-Kongresses, bitten mich regelmäßig, mein Zeugnis als Energieexperte abzulegen. Und in diesem Jahr hat mich das IPCC gebeten, als Gutachter für seinen nächsten großen Bericht zu fungieren.

Ich habe mich letztes Jahr entschlossen, meine Stimme zu erheben, nachdem mir klar geworden war, dass Alarmismus der psychischen Gesundheit schadet. Eine große Umfrage unter 30.000 Menschen auf der ganzen Welt ergab, dass fast die Hälfte glaubte, der Klimawandel würde die Menschheit aussterben lassen. Psychiatrie-Erfahrene setzen sich heute routinemäßig mit der Angst von Jugendlichen vor dem Klima auseinander. Im Januar stellten Meinungsforscher fest, dass eines von fünf britischen Kindern berichtete, Albträume darüber zu haben.

Und doch sagt der IPCC nicht Milliarden oder gar Millionen von Todesfällen durch den Klimawandel voraus. Das liegt zum Teil daran, dass wirtschaftliche Entwicklung und Vorsorge Naturkatastrophen, Krankheiten und andere Umweltauswirkungen des Klimawandels abmildern. Und die Wissenschaftler erwarten, dass sich unsere Fähigkeit zur Schadensminderung noch lange in der Zukunft ausweiten und verbessern wird.

Seit ihrem Höhepunkt in den 1920er Jahren ist die Zahl der Todesopfer durch Naturkatastrophen pro Jahrzehnt um 92 Prozent zurückgegangen. In jenem Jahrzehnt starben 5,4 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen. In den 2010er Jahren waren es nur 0,4 Millionen. Der Rückgang fiel in eine Zeit, in der sich die Weltbevölkerung fast vervierfachte und die Temperaturen um mehr als 1 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau gestiegen war.

Wären die Todesfälle noch geringer gewesen, wenn die Temperaturen nicht um 1 Grad gestiegen wären? Vielleicht, aber wir werden es nie wissen. Ein enormer Rückgang der Zahl der Todesopfer überwog die Zunahme der Todesopfer bei schwereren Katastrophen. Könnte der künftige Temperaturanstieg den Trend der sinkenden Sterblichkeit umkehren?

Vielleicht, aber der IPCC sagt dies nicht voraus. Das liegt zum Teil daran, dass wir – wieder einmal – die Menschen so viel besser vor Naturkatastrophen schützen können, ob mit oder ohne Klimaeinfluss.

Klima-Alarmisten ignorieren unentwegt unsere Fähigkeit zur Anpassung. Um nur ein Beispiel zu nennen: In Frankreich gab es im Jahre 2006 4000 weniger Todesfälle durch eine Hitzewelle als erwartet, dank verbesserter Gesundheitsversorgung, eines Frühwarnsystems und eines größeren öffentlichen Bewusstseins als Reaktion auf eine tödliche Hitzewelle drei Jahre zuvor.

Selbst in armen, für Extremwetter anfälligen Ländern wie Bangladesch ging die Zahl der Todesopfer dank kostengünstiger Wetterüberwachungs- und Warnsysteme und Sturmschutzbauten massiv zurück.

Einige haben gesagt, dass der Klimawandel Epidemien wie COVID-19 häufiger oder schwerer machen wird, aber die Hauptfaktoren für die Pandemie des neuartigen Koronavirus hatten nichts mit dem Klima zu tun, sondern mit dem Versagen des chinesischen Regimes, die öffentliche Gesundheit zu schützen.

Aus diesem Grund nennt der IPCC „Armutsbekämpfung, Interventionen im Bereich der öffentlichen Gesundheit wie die Bereitstellung von Wasser und sanitären Einrichtungen und ein Frühwarn- und Reaktionssystem für Katastrophen und Epidemien“ – und nicht Emissionsreduktionen – als Schlüssel zur künftigen Senkung des Krankheitsrisikos.

Warum behaupten also einige Alarmisten, dass der Klimawandel Katastrophen verschlimmert? Zum Teil, damit sie die sichtbarsten und dramatischsten Ereignisse der Welt, vom Hurrikan Sandy bis zu den Waldbränden in Kalifornien, nutzen können, um das Thema bei den Wählern stärker in den Vordergrund zu rücken.

Würde man einräumen, dass die Schäden durch den Hurrikan Sandy überwiegend auf das Versäumnis New Yorks zurückzuführen sind, seine Hochwasserschutzsysteme zu modernisieren, oder dass die Waldbrände in Kalifornien auf die Anhäufung von Totholz nach jahrzehntelanger Vernachlässigung zurückzuführen sind, dann würden alarmistische Journalisten, Wissenschaftler und Aktivisten der visuell starken Ereignisse und „Nachrichtenhaken“ beraubt, die sie brauchen, um die Menschen zu erschrecken, Geld zu sammeln und sich für die Klimapolitik einzusetzen.

Bei Klima-Alarmismus geht es nicht nur um Geld. Es geht auch um Macht. Seit mehr als drei Jahrzehnten rechtfertigen Eliten mit Klima-Alarmismus die Bemühungen um eine Kontrolle der Nahrungsmittel- und Energiepolitik in ihren Heimatländern und auf der ganzen Welt.

Gerade im vorigen Jahrzehnt haben die Klima-Alarmisten erfolgreich Gelder der Weltbank und ähnlicher Institutionen umgelenkt, weg von der wirtschaftlichen Entwicklung und hin zu vermeintlich wohltätigen Zwecken, wie z.B. Sonnenkollektoren für Dorfbewohner, die wirtschaftliches Wachstum nicht antreiben können.

Entgegen den Behauptungen des Top-Umweltreporters von CNN ist die Nutzung von Energie, die Kohlendioxid ausstößt, nicht wie das Rauchen von Zigaretten. Die Menschen müssen erhebliche Mengen an Energie verbrauchen, um einen angemessenen Lebensstandard zu erreichen. Niemand muss Zigaretten rauchen.

Letztlich ist der Klima-Alarmismus mächtig, weil er sich als die alternative Religion für angeblich säkulare Menschen herausgebildet hat, die viele der gleichen psychologischen Vorteile bietet wie der traditionelle Glaube.

Klima-Alarmismus gibt ihnen einen Zweck: die Welt vor dem Klimawandel zu retten. Er bietet ihnen eine Geschichte, die sie zu Helden macht. Und er bietet ihnen einen Weg, einen Sinn in ihrem Leben zu finden – unter Beibehaltung der Illusion, dass sie Menschen der Wissenschaft und der Vernunft und nicht des Aberglaubens und der Phantasie sind.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/michael-shellenberger-climate-hysteria-costs-lives-but-activists-want-to-keep-panic-alive/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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11 Kommentare

  1. Hallo,
    keiner spricht von Glyfosat!😎
    Denn erst sterben die Bienen und dann stirbt der Mensch.
    In Österreich ist es schon verboten?!
    MfG Manfred

    • Für die Biene gibt es weit schlimmeres als Glyphosat. Die systemisch wirkenden Neo- Nikotinoide z. B.
      Glyphosat wirkt nicht direkt auf den Organismus der Biene. Allerdings werden gerade in der jetzigen Jahreszeit, wo die Felder abgeerntet sind und die Massentrachten vorbei, Ackerunkräuter beflogen. Die Glyphosat- Dusche, Netzmittel im Fertigprodukt inklusive, bekommt denen dann nicht gut. (Jeder Bio- Gärtner kennt das Blattlausmittel Schmierseife, Wasser plus ein Schluck Spiritus.) Besonders bescheiden ist es, wenn blühende Weissklee- Bestände (Gründünger) behandelt werden…
      Aber das betrifft nur einen Teil der Flugbienen, der gesammte Stock verkraftet das. Problematischer sind z. B. o.g. Mittel, die teils über Futter und den Pollen in den Stock verschleppt werden und dann sogar auf die Brut wirken….

    • Mal schaun, ob die Menschheit etwas harmloseres als Glyphosat finden wird! Mit grüner Öko-Landwirtschaft alleine bleibt dann nur noch die Anordnung von Analsex – siehe Video weiter unten. Insofern sind die Grünen konsequent!
      Damit kein Missverständnis aufkommt: Wenn sich Betuchte Öko-Produkte (die es oftmals gar nicht sind!) leisten können und Bauern dadurch ein Zusatzeinkommen haben, so ist das sicherlich ok! Eine seriöse Perspektive für die Welternährung ist die Öko-Landwirtschaft allerdings nicht!

    • Weitgehend verboten, aber noch nicht überall. Wir in Bad Aussee sind eine Glyphosat freie Gemeinde, bis auf einmal der Unkrautvernichtugszug der ÖBB die Gleiskörper besprühte und es von der ÖBB bestätigt wurde, dass es sich dabei um Glyphosat handelt. Das kann man aber auch als Glyphosat freie Gemeinde nicht verhindern wenn eine staatliche Institution darüber hinweg sieht. Der kleine Mann soll es nicht benutzen, die großen Männer machen was sie wollen ! So schaut´s aus !

  2. Den IPCC verschont Mr Shellenberger hier noch mit Kritik. Gut, dieser (IPCC) hat auf dem Greta-Brief auch nicht unterschrieben. Doch gerade der IPCC trägt/trug am stärksten zur Meinungsbildung der Weltbevölkerung bezüglich der Klimahysterie bei. Vielleich brauch Mr Sh. ja noch den IPCC.

  3. Es gibt einen schönen Bericht vom RKI aus 2010 – da hatten wir ja noch keinen behandlungsbedürftigen Klimawandel – über 250 Seiten, der beleuchtet jede Pflanze und alles Mögliche und sagt „Es wird 1,5 Grad wärmer werden, die Menschen werden sich hier wohler fühlen und wir können Orangen und Zitronen anbauen, es wird superschön für Alle“ – also so grob jedenfalls, hier der 250-seitige Bericht:

    https://www.rki.de/DE/Content/Gesund/Umwelteinfluesse/Klimawandel/Klimawandel-Gesundheit-Sachstandsbericht.pdf?__blob=publicationFile

    Seitdem ist hier der grüne Wahnsinn eingefallen, unser schönes Land entwaldet, verspargelt, ausgetrocknet und die Leute fühlen sich gar nicht mehr wohl, erkranken und sterben wie die Fliegen – zumindest im Umkreis von 15-25 Kilometern um Windkraftanlagen herum.

    Wie wird man also jetzt wieder den Wahnsinn und Irrsinn los?
    Mit einem Blackout? Für einige Tage, gar Wochen? Entzug vom Handy, Internet und Internetporno (Internetporno verändert das menschliche Gehirn physich und zwar genau so schlimm wie Heroin und Kokain, das dürfte wahrscheinlich die Ursache für den an Kretinismus grenzenden Schwachsinn sein, dem wir hier ausgesetzt sind.)

    Dann schalten die kranken grün-Gehirne vielleicht vom Zerstörungs- in den Überlebensmodus, ansonsten bleibt die grüne Lösung:

    Grüne Jugend: „Analsex für den Volkstod“ 12.07.2020

    • Klasse!! Aber sage einer, die Grünen bleiben sich nicht treu: Zuerst Verteidiger von Sex mit Kindern, und jetzt „Analsex für den Volkstod“. Beides führt zum gleich Ziel.
      Doch der grüne Irrsinn hat geradezu apokalyptische Dimensionen:
      Im Gewande der „Gutmenschen“ und „Klima-Weltretter“ bewirken die Ideologie-getriebenen Grünen tatsächlich den größtmöglichen Schaden für die Menschheit. Und die rotgrünen Mainstream-Medien, die bedingungslosen Unterstützer, die jederzeit dabei sind, den Menschen den „richtigen“ rotgrünen Weg aufzuzeigen, gerieren sich als die Totengräber von Pressefreiheit und Demokratie.
      Eine Meisterin des Machterhalts hat sich frühzeitig an die Spitze der Bewegung gesetzt.
      Wie werden wir den grünen Irrsinn wieder los? Wahrscheinlich erst, wenn ein anderer, nach Möglichkeit noch größerer Wahnsinn kommt! Äußerst schwer vorstellbar…

  4. Prima analysiert – der Mann weiß, wovon er redet! Und in punkto Klima-Alarmismus hat er recht: Wer lässt sich schon gerne Religion, Lebenssinn sowie ein bequemes Sortierraster für gut/böse bzw. Weltretter/Menschheitsvernichter nehmen, wobei man selbstverständlich, gemeinsam mit dem Mainstream, auf der unfehlbar richtigen Seite steht! Bezeichnend auch der Vergleich mit den Zigaretten: cancerogene Teerstoffe – Schadgase – CO2: Schon schließt sich der Kreis und das CO2 ist dort, wo es Alarmisten unter allen Umständen haben wollen!
    Ich denke, ein wichtiges Motiv der Alarmisten ist, dass der Zweck (nämlich „Klima-Weltrettung“) die Mittel heiligt, was bis zu den Temperaturadjustierungen reicht. Ganz offensichtlich haben wir es mit einer fanatischen Sekte zu tun…

    • Und diese Sekte sollte sich endlich dazu aufraffen, sich in Deutschland als Kirche eintragen zu lassen, als „Climatology Church“. So kann man wenigstens Kirchensteuer abgreifen. Und über die Banco Ambrosiano waschen. Genug pädophile „Würdenträger“ wären auch vorhanden. Kein Unterschied zu den Katholiban. Dazu Unfehlbarkeits-Dogma, pathologische Rechthaberei und Ketzer-Verfolgung. Alles verbieten und vieles vorschreiben. Claudia Roth als Päpstin verkündet dann Zölibat für alle Weißen, weil sich Rassisten ja nicht vermehren dürfen.

      • Ihre Ignoranz stinkt zum Himmel.
        Typisch für vom Glauben Abgefallene.
        Gibt es einen vernünftigen Grund, sich hier so dumm zu verhalten?

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