Globaler ‚Great Reset‘* ist wie Klimapolitik zu Drogen – Sozialismus in Grün

Klimapolitik: Wir sollen unter Drogen gesetzt werden, um nicht gegen dieselbe aufzumucken. Bild: Siegfried Fries / pixelio.de

H. Sterling Burnett, Christopher Talgo
Für den Termnus ‚Great Reset‘ ließ sich keine geeignete Übersetzung finden. Es weiß aber wohl jeder, was gemeint ist. – Der Übersetzer
Anfang Juni enthüllte das Weltwirtschaftsforum (WEF) den „Great Reset“. Wie auf StoppingSocialism.com (einem Projekt des Heartland Institute) ausführlich untersucht wurde, ist der Great Reset eine Farce, die sehr wenig mit der Rettung oder Erhaltung der Umwelt zu tun hat und alles mit Vetternwirtschaft und der gewaltsamen Verordnung unzuverlässiger und unbezahlbarer grüner Energiesysteme auf der Welt. Kurz gesagt, der Great Reset ist der Green New Deal im weltweiten Maßstab.

Wie es die Befürworter des Grünen New Deal bei seiner Einführung taten, befleißigen sich diejenigen, die den Great Reset vorantreiben, der Angstmacherei und ungerechtfertigter Untergangsprophezeiungen, um die Menschen glauben zu machen, dass dies der einzige Weg sei, eine globale Apokalypse abzuwenden.

Klaus Schwab, Gründer und geschäftsführender Vorsitzender des Weltwirtschaftsforums, sagte: „Wir haben nur einen Planeten, und wir wissen, dass der Klimawandel die nächste globale Katastrophe mit noch dramatischeren Folgen für die Menschheit sein könnte. Wir müssen die Wirtschaft in dem kurzen noch verbleibenden Zeitfenster dekarbonisieren und unser Denken und Verhalten wieder in Einklang mit der Natur bringen.

Wir brauchen einen Mentalitätswandel, den Übergang vom kurzfristigen zum langfristigen Denken, den Übergang vom Aktionärskapitalismus zur Verantwortung der Aktionäre. Ökologische, soziale und gute Regierungsführung müssen ein angemessener Teil der Rechenschaftspflicht von Unternehmen und Regierungen sein“, sagte Schwab.

Dies klingt unheimlich nach der Prognose der Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY), der zufolge die Welt in 12 Jahren untergehen wird, wenn der Green New Deal nicht zum Gesetz des Landes wird.

Nicht zu übertreffen, beschrieb der Prinz von Wales die dringende Notwendigkeit des Great Reset so: „Um unsere Zukunft zu sichern und Wohlstand zu schaffen, müssen wir unser Wirtschaftsmodell weiterentwickeln und die Menschen und den Planeten in den Mittelpunkt der globalen Wertschöpfung stellen. Wenn es eine entscheidende Lektion aus dieser Krise zu lernen gibt, dann die, dass wir die Natur in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen müssen. Wir dürfen einfach nicht noch mehr Zeit verschwenden“.

Es ist bezeichnend, dass fast alle sich für einen massiven wirtschaftlichen und sozialen Wandel als Reaktion auf den Klimawandel einsetzenden Staats- und Regierungschefs der Welt sagen, dass wir diese umfassenden Veränderungen sofort umsetzen müssen, sonst wird die Welt untergehen. Woher wissen sie das? Sie wissen es nicht.

UNO-Generalsekretär António Guterres fügte hinzu: „Der Great Reset ist eine willkommene Erkenntnis, dass diese menschliche Tragödie ein Weckruf sein muss. Wir müssen gleichberechtigtere, integrativere und nachhaltigere Volkswirtschaften und Gesellschaften aufbauen, die angesichts von Pandemien, des Klimawandels und der vielen anderen globalen Veränderungen, mit denen wir konfrontiert sind, widerstandsfähiger sind“.

Praktischerweise bieten weder Guterres noch die anderen eine spezifische Politik zur Erreichung dieser Klimaziele an. Stattdessen verlassen sie sich auf Plattitüden und Wohlfühlmechanismen, um Unterstützung für ihre Position zu gewinnen.

Die vielleicht aufschlussreichste Beschreibung der schieren Größe und des Umfangs des Great Reset stammt von Ma Jun vom China Green Finance Committee. Jun sagt, dass die im Great Reset skizzierten Veränderungen „grüner sein müssen als jede der früheren Konjunkturerholungen“.

Jun sagt, das Konjunkturpaket des Great Reset sei „sehr groß – größer als die historischen Zahlen“. Wie groß? Laut Jun etwa 20 Prozent des BIP der USA oder 8 Prozent des BIP Chinas. Das ist größer als groß.

Jun bezeichnete auch die folgenden politischen Maßnahmen als wesentlich im Rahmen des Great Reset:

1. „Stellen Sie sicher, dass der Prozentsatz grüner Projekte höher ist als jemals zuvor in der Geschichte“.

2. „Stellen Sie sicher, dass Projekte, die nicht als grün gekennzeichnet werden können, strenge Umweltstandards einhalten.

3. „Konsumanreize müssen grün sein. Regierungen könnten eine Liste grüner Konsumgüter erstellen, und diese sollten auf einer Liste von Verbrauchersubventionen und Coupons bevorzugt werden.

4. Programme zur Schaffung von Arbeitsplätzen müssen grün sein. Wanderarbeiter haben Arbeitsplätze verloren. Statt ihnen Arbeitslosengeld zu zahlen, sollten wir sie auffordern, Bäume zu pflanzen und sie dafür zu bezahlen.

5. Regierungen [müssen] grüne Anleihen so weit wie möglich in Betracht ziehen. Das erhöht die Marktteilnahme und ermutigt den Privatsektor, sich ebenfalls zu beteiligen.

6. Alle Zentralbanken, die eine quantitative Lockerung in Betracht ziehen, sollten grüne Anleihen verwenden.

Es ist ironisch, dass China auf diese übergrüne Politik drängt. China ist bei den Kohlendioxidemissionen weltweit führend und einer der weltweit führenden Verbraucher fossiler Treibstoffe, einschließlich Kohle. „Tu, was ich sage, und nicht, was ich tue“ scheint hier in höchstem Maße zu gelten.

Die Abbildung oben (Quelle Data source: EDGAR – Emissions database for Global Atmospheric Research.)

Beim Great Reset geht es nicht um die Rettung der Umwelt, ebenso wenig wie beim Green New Deal. In Wahrheit sind beide Programme Trojanische Pferde für eine massive Umverteilung des Reichtums und sozial gerechter Systeme auf einem bisher nicht gekannten Niveau. Bis heute haben viele prominente Demokraten und Organisationen der extremen Linken (insbesondere Pseudo-Umweltinstitutionen) den Green New Deal und/oder den Great Reset unterstützt.

Nächstes Jahr wird der WEF ein Gipfeltreffen ausrichten, um „wichtige globale Regierungs- und Wirtschaftsführer in Davos mit einem globalen Multistakeholder-Netzwerk in 400 Städten auf der ganzen Welt für einen zukunftsorientierten Dialog zu verbinden, der von der jüngeren Generation vorangetrieben wird“.

Das Letzte, was die Welt braucht, ist ein Haufen verirrter Eliten, die im schweizerischen Davos Urlaub machen, um die Weltwirtschaft auf der Grundlage von Junk Science und Klischees über soziale Gerechtigkeit neu zu gestalten, um der demografischen Bevölkerung von Greta Thunberg zu gefallen.

Wenn diese Eliten wirklich über den weltweiten Klimawandel besorgt sind, sollten sie ihrem Jet-Set-Lebensstil entsagen und wie wir alle leben. Leider erscheint das so unwahrscheinlich, wie wenn Greta ihre 15 Minuten Ruhm aufgeben und wieder Vollzeit zur Schule gehen würde.

Guest essayist Chris Talgo (ctalgo@heartland.org) is an editor at The Heartland Institute.

Quellen: Stopping Socialism; World Economic Forum; United States House of Representatives

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/global-great-reset-is-climate-policy-on-steroids-socialism-in-green

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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7 Kommentare

  1. Teile der Artikel- Überschrift: „… Sozialismus in Grün“

    Auch wenn es wohl die meisten hier nicht hören wollen: Das, was da heraufzieht bzw. in vollem Gange ist, ist keine *sozialistische Gesellschaft* oder *DDR2.0*.
    Wir steuern auf einen Feudalkapitalismus zu, mtw. darf dieser auch Finanzfeudalismus genannt werden.

    Kennzeichen ist m.M.n., dass entgegen wie in den ehemals bürgerlichen Gesellschaften üblich jetzt das fiktive Finanzkapital (fiktiv, weil in keiner Weise mehr gedeckt) die Hoheit über das reale Produktivkapital gewonnen hat (über die Verschuldung).

    U. a. der *New Green Deal* soll diesen Prozess beschleunigen und zementieren. Z. B. mit dem aktiven Entzug bzw. Nichtgewährung von Kapital für nicht- *grüne* Projekte.

    Das allerlei Gruppen mit linker und sozialistischer Ausrichtung diese Vorhaben unterstützen, ist m.M. nach kein Widerspruch, sie sind nämlich nicht die Gestalter, sondern deren Hilfsgarden.

    • Die neue totalitäre Herrschaftsform, die angestrebt wird, heißt technocracy.
      Alles, was man über technocracy wissen sollte, kann man mit Hilfe der homepage und den Büchern von Patrick Wood in Erfahrung bringen.

  2. Hmm, dann bestimmt jemand, was GRÜN ist u. das wird dann gefördert.
    Ein Geschäftsmodell mehr nicht, welches Null mit Schutz von irgendwas zu tun hat.
    Biogemüse kommt auch nicht unbedingt vom Bauern nebenan, sondern aus Afrika.

  3. Idiotistan ist überall, auch in Davos. A propos Droge: Inzwischen glaube ich, die westliche Welt ist süchtig nach Weltuntergang. Wegnahme der Droge führt zu ernsthaften Entzugserscheinungen! Ähnlich wie bei Göring (der ohne h): Erst unter den Bedingungen des Zwangsentzugs in Nürnberg lief er wieder zu alter Form auf und entzog sich gerade noch rechtzeitig mit einer Zyankali-Kapsel dem Strick…
    Aber sachte: Bisher hat man nicht den Eindruck, dass die Davos-Treffen mehr leisten als die Klimagipfel…

  4. The participants of WEF (Great Reset) are themselves never affected by: to ban all forms of youth unemployment, to ban taxation of tesaurated earnings as well as negative interest on family savings, to forbid endorsement or funding of violent enclaves and violent subcultures and violent religions, to prohibit moralistic government programs, to expose inept lawmakers.

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