Ergebnisse der CO2 – Messung am Mauna Loa (Hawaii), Update: 7.7.2020

Der Vulkan Mauna Loa auf der Hauptinsel von Hawaii. De Earth Sciences and Image Analysis, NASA-Johnson Space Center - http://earth.jsc.nasa.gov/sseop/efs/lores.pl?PHOTO=STS61A-50-57, Dominio público, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=32993

Die nahezu unbewohnte Hauptinsel von Hawaii besteht aus drei Vulkanen, von denen einer seit langem als zerntrale Meßstelle für das atmosphärische CO2 dient. Warum auch immer – denn Vulkane sind die wichtigste nicht-biologische natürliche Quelle von Kohlendioxid. Manfred Köhler analysiert die aktuellen Meßergebnisse.

von Dr. Manfred Köhler

  1. Kernaussagen des Weltklimarates IPCC:

  • CO2 sei das wichtigste klimabestimmende Treibhausgas, dessen Erhöhung eine Erwärmung der Atmosphäre bewirken soll.
  • Klimasensitivität: eine Verdoppelung des CO2 – Gehaltes von 280 ppm auf 560 ppm hätte eine Temperaturerhöhung von 1,5 °C – 4,5 °C zur Folge.
  • Das Klima ist ein nichtlineares, hochkomplexes System mit zahlreichen positiven und negativen Rückkoppelungen, sodass eine Prognose des zukünftigen Temperaturverlaufes schwierig bis unmöglich sei.
  • Der Mensch trägt mit dem Verbrennen fossiler Energien in Form von Erdöl, Erdgas und Kohle zur Beeinflussung des CO2 – Gehaltes in der Luft bei.
  • Der menschliche Anteil am gesamten Kohlenstoffkreislauf der Atmosphäre soll ca. 3% – 6% betragen, die anderen 94% – 97% seien natürlichen Ursprungs.
  • Die seit dem Ende der letzten Eiszeit registrierte globale Erwärmung von 0,9 – 1,0° C im letzten Jahrhundert sei nur durch den Menschen verursacht.
  • Diese Erwärmung habe bereits katastrophale Auswirkungen auf die Umwelt.
  1. Überprüfbarkeit dieser Kernaussagen des IPCC

Bisher wurden diese Aussagen zur Erwärmung vorallem durch Computermodellierungen gestützt. Der größte Unsicherheitsfaktor liegt in der Klimasensitivität, die auch nach mehr als 40 Jahren weltweiter Forschung nicht genauer bestimmbar ist. Der Corona-Lockdown bietet jetzt die Möglichkeit, den menschlichen Einfluss auf den CO2 – Gehalt der Atmosphäre in einem Großversuch zu überprüfen.

  1. CO2 – Messung:

Am Mauna Loa – Observatorium wird seit 1958 durchgehend der CO2 – Gehalt der Atmosphäre gemessen. Diese weltweit längste Messreihe wird als Referenzkurve (sogenannte Keeling-Kurve nach dem Initiator Prof. Keeling) für die Entwicklung des CO2 – Gehalts auch vom Weltklimarat IPCC herangezogen.

Durch den Lockdown ist es laut IEA global zu einem Wirtschaftseinbruch um 8 – 10 % gekommen, der sich u.a. auch in einem deutlichen Rückgang des Erdölverbrauches niederschlägt (kurzzeitig mit negativen Rohölpreisen). Der Wirtschaftsrückgang  dauert jetzt bereits sechs Monate an (Jänner bis Juli 2020).

  1. Messdaten des Mauna Loa – Observatorium

Die nachstehende Abbildung ist der offiziellen Homepage der NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) entnommen:

CO2 –Gehalte in ppm am  Mauna Loa

Monat20192020Differenz 2020 – 2019
Jänner410,83413,392,56
Feber411,75414,112,36
März411,97414,512,54
April413,33416,212,88
Mai414,64417,072,43
Juni413,93416,392,46

 

  1. Ergebnisse

Die CO2 – Kurve am Mauna Loa steigt weiterhin gegenüber den Vergleichsmonaten des Vorjahres ungebremst an und hat Ende Mai/Anfang Juni den bisherigen Höchstwert von 417,07 (Monatswert) erreicht.

Informationen: der CO2 – Gehalt am Mauna Loa zeigt jahreszeitliche Schwankungen mit einem Maximum im Mai und einem Minimum im Oktober, die nach allgemeiner Ansicht mit der Vegetationsperiode auf der Nordhalbkugel zusammenhängen sollen. Diese Schwankungen erfolgen mit der Präzision eines Uhrwerkes. Obwohl die Vegetation der Erde durch das CO2 zugenommen hat und die Vegetationsperiode durch den Temperaturanstieg verlängert wurde, haben sich die Schwankungen weder verstärkt noch zeitlich ausgedehnt. Mögliche weitere Erklärungen finden sich unter Pkt. 7.8.

  1. Schlussfolgerungen zum 7.7.2020

Trotz der Reduktion der menschlichen CO2 – Emissionen durch die Corona bedingte Wirtschaftskrise zeigt das CO2 am Mauna Loa keinen Rückgang. Daraus folgt nach jetzigem Kenntnisstand:

  • Ein Einfluss der menschlichen CO2 – Emissionen ist am Mauna Loa auch nach sechsmonatiger Wirtschaftskrise nicht nachweisbar.
  • Maßnahmen zur Reduktion der menschlichen CO2 – Emissionen zur Klimabeeinflussung, soferne diese über den CO2 –Gehalt möglich sei, wären daher wirkungslos.
  1. Diskussion der Ergebnisse

  • Schon bald nach Beginn des Lockdowns hat die NOAA auf ihrer Homepage eine Information zu COVID – 19 erstellt, in der indirekt erklärt wird, dass der menschliche Einfluss  auf den CO2 – Gehalt gegenüber den natürlichen Variationen zu gering und zu kurz sei, um registriert werden zu können.
  • Von Umweltaktivisten wurde daher eine noch wesentlich stärkere und länger andauernde Reduktion des menschlichen CO2 Dieses Ansinnen ist verantwortungslos, da der bisherige Lockdown bereits den schwersten wirtschaftlichen Einbruch seit dem Ende des 2. Weltkrieges mit Millionen von Arbeitslosen verursacht hat ohne nachweisbaren Effekt auf das CO2.
  • Da die CO2 – Messungen am Mauna Loa nicht die erwarteten Ergebnisse zeigen, verlagert sich die Diskussion von Umweltaktivisten, NGO und Regierungsstellen zunehmend auf andere Luftbestandteile wie NOx und Feinstaub. Diese sind zwar echte Luftschadstoffe, hängen aber mit dem Klimawandel nicht zusammen, der bisher nur am CO2 festgemacht wurde.
  • Auf dem Mauna Loa wird auch die direkte solare Strahlung gemessen. Sie zeigte 1964, 1982 und 1991 deutliche Reduktionen.
  • Die jährliche Wachstumsrate des CO2 am Mauna Loa zeigte 1964, 1982 und 1992 ebenfalls eine auffallende Verlangsamung. 1963-1964 erfolgten massive Vulkanausbrüche des Agung (Bali), 1982 jene des El Chichon (Mexico) und 1991 des Pinatubo (Philippinen). Letzterer war der massivste Vulkanausbruch seit dem Krakatau und führte durch die ausgestoßenen Aerosole und Aschepartikel zu einer Reduktion des Sonnenlichtes um ca. 5%, wodurch sich auf der Nordhalbkugel die globale Temperatur um 0,5 – 0,6°C, weltweit um 0,4°C verringerte:

 

Der Rückgang von CO2 in der Atmosphäre trotz Vulkanausbrüchen, bei denen u.a. auch massiv CO2 ausgestoßen wird, geht auf die verminderte Sonneneinstrahlung zurück, die zu einer Abkühlung der globalen Temperatur und der Ozeane führt. Sie geben dadurch weniger CO2 an die Atmosphäre ab (siehe Pkt. 7.7).

  • Die eingestrahlte Sonnenenergie wird zum Großteil in den Ozeanen gespeichert und führt zu einer Erwärmung des Meerwassers. Laut IPCC (2019 – Summary for Policymaker, Pkt. A.2)  haben die Ozeane mehr als 90% der Wärme des Klimasystems aufgenommen, der Rest  ist in der Atmosphäre gespeichert.

Nach Cheng et.al. (2020) sind dabei besonders die Ozeane auf der Südhalbkugel südlich von 30° für den Wärmehaushalt wichtig, da sie ungefähr 35% – 43% der gesamten Wärme seit 1970 speichern.

Zwischen 1960 und 1980 stagnierte die Wärmespeicherung in den Ozeanen zeitgleich mit dem leichten Temperaturrückgang zwischen 1940 und 1975. Nach Prof. Schneider, wichtiger Leitautor des IPCC, erfolgte dies infolge verringerter Sonneneinstrahlung durch Aerosole (Santner B.D. & Ehrlich, P.R: Stephen Schneider 1945 – 2010, National Academy of Science, 2014).

  • Die Erwärmung der Ozeane führt physikalisch zwangsläufig zu einer Ausdehnung des Wasservolumens und damit zu einem Meeresspiegelanstieg. Daneben gibt Wasser bei Erwärmung ebenso zwangsläufig CO2 an die Atmosphäre ab, da die Löslichkeit sinkt

Die Löslichkeit von CO2 im reinen Wasser beträgt bei 0°C ca. 3346mg/l bei einem Druck PCO2 von 1,013 hPa. Sie nimmt bei einer Temperatur von 20°C auf rund 1600 mg/l ab. Kaltes Wasser in Polnähe kann somit rund doppelt so viel CO2 speichern als tropische Meere.

  • Die Ozeane der Südhalbkugel spielen im Wärmehaushalt der Erde eine wichtige Rolle. Aufgrund der Milankovic-Zyklen kommt es u.a. auch zu jahreszeitlichen Änderungen des Abstandes der Erde von der Sonne (nicht zu verwechseln mit dem Jahreszeitenwechsel in Folge der geneigten Erdachse!). Beim sonnennächsten Punkt (= Perihel) der Erdbahn, derzeit jeweils am 5. Jänner, beträgt der Abstand 147,1 Millionen km mit einer Bestrahlungsstärke von 1420 W/m². Im sonnenfernsten Stand (Aphel) von 152,1 Millionen km am 4. Juli beträgt die Bestrahlungsstärke aufgrund des Abstandsgesetzes nur mehr 1325 W/m². Die Südhalbkugel erhält damit periodisch schwankend bis zu 6,7 % mehr Energie von der Sonne als die Nordhalbkugel. Dies könnte neben der Vegetationsperiode mit ein Grund für die präzisen Schwankungen des CO2 – Gehaltes im Jahresverlauf sein.

https://www.energie-experten.org/erneuerbare-energien/solarenergie/solarstrahlung/solarkonstante.html

  • Entscheidend für die Klimaerwärmung ist die Klärung der Frage, wer erwärmt wen?
  • Verursacht der menschliche CO2 – Ausstoß, der bisher allerdings am Mauna Loa nicht nachzuweisen war, eine Erwärmung der Atmosphäre, die in Folge die Meere erwärmt (Schlagwort: 5% Luft erwärmen 95% Wasser)?

oder

  • Findet eine Erwärmung der Ozeane in Perioden mit vermehrt eingestrahlter Sonnenenergie statt, sodass in Folge CO2 an die Atmosphäre abgeben wird und dadurch den heute zu beobachtenden CO2 – Anstieg erzeugt?

Die bisherigen Beobachtungen in den zurückliegenden Eiszeiten durch 800.000 Jahre zeigen, dass sich zuerst die Ozeane im Rhythmus der Milankovic-Zyklen erwärmten, dann folgte das CO2 der Temperatur.

Es wird immer wieder die Nullemission von CO2 mittels Dekarbonisierung der Wirtschaft verlangt durch Förderung der Erneuerbaren Energien (Wind, Photovoltaik, Geothermie). In der folgenden Statistik scheinen diese allerdings  nur mit 1,86% der Weltenergieerzeugung auf. Die Nullemission ist mit den heute zur Verfügung stehenden und gesellschaftlich akzeptierten technischen Möglichkeiten der Energiegewinnung unrealistisch und würde wirtschaftliches Chaos und einen Zusammenbruch des sozialen Gefüges bewirken.

Weltweite Energieerzeugung nach Energieträger im Jahr 2017

Zusatzinformation: Daten zu Offshore-Windkraftanlagen auf dem Meer

 

 

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36 Kommentare

  1. Ist eigentlich die Information richtig, dass der Vulkanausbruch des Pinatubo im Jahre 1991,in wenigen Tagen soviel CO2 emittiert hat, wie die gesamte Menschheit bis dahin?

      • Gelesen habe ich das in einem Kommentar in der „Zeit“ oder im „Focus“. Dieser wurde unwidersprochen so veröffentlicht und blieb online stehen. Bisher konnte ich dazu keine Quelle finden, deshalb ja auch meine Frage an die Eike -Community.

        • Danke fuer die Rueckmeldung. Ich hoffe der Link hat ihnen dann weitergeholfen.

          Es gibt Übertreibungen auf beiden Seiten der Diskussion. Warum das unwidersprochen blieb darüber kann man nur spekulieren.

          • Danke für den Link. Leider gibt es zu diesem Thema( Wirkung des Vulkanismus wenig verlässliche Zahlen)

        • @Karla Vetter:
          In jeweils 2,7 Tagen erreicht der anthropogene CO2-Ausstoß den Wert der globalen jährlichen vulkanischen Emissionen (für 2010. Quelle:
          T. Gerlach, „Volcanic versus anthropogenic carbon dioxide“, Eos Trans. AGU, 92/24 (2011) 201 (dort auch weiterführende Literatur).
          Vulkane global: 0,26 Gt/a
          Atmung Weltbevölkerung 7,6 Mrd. Menschen 2,15 Gt/a

  2. Interessant wären meiner Meinung nach auch Zeitreihen der monatlichen atmosphärischen CO2-Konzentration in Deutschland. Leider konnte ich keine aktuellen Messwerte finden. ZDF-Berichte „Auch in Corona-Zeiten-CO2-Gehalt in Atmosphäre steigt“
    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/corona-klima-co2-kohlendioxyd-atmosphaere-100.html
    sind doch etwas mager. Als Laie würde man vermuten, dass sich der Anstieg der CO2-Konzentration mit der Zeit verringert, wenn die anthropogenen Emissionen geringer werden. Aber wie groß ist die Zeitkonstante?

  3. insgesamt Zustimmung zu diesem informativen Beitrag. Bliebe noch Folgendes anzumerken:
    1. Der Kohlenstoff-Kreislauf der Erde wird trotz aller Forschungen nur unvollständig verstanden. Sehr viel CO2 wird auch von Vulkanen freigesetzt; die meisten davon liegen „versteckt“ unter Meerwasser auf den ozeanischen Rücken und den Hot-Spots – das Wenigste davon ist als Insel sichtbar (Island, Kanaren, Hawaii, Pazifischer „Feuerring“… .). Neben den Landpflanzen nehmen die Algen der Ozeane sehr viel CO2 auf; Bodenorganismen und Bakterien setzen sehr viel CO2 frei… . Da ist noch jede Menge Forschung nötig.
    2. Aus Eisbohrkernen, deren eingeschlossene Luft freilich nur grobe Rückschlüsse zulässt, und anderen „Proxy-Daten“ wird deutlich, dass es erdgeschichtlich viel höhere CO2-Konzentrationen gab, ohne dass es zu einer „Klimakatastrophe“ kam. Ohnehin war die Erde die meiste Zeit eisfrei und viel wärmer als heuer; wir leben nur in einer kurzen Warmzeit des wegen der ungünstigen Lage der Antarktis noch sehr lange anhaltenden Eiszeit-Alters.
    3. CO2 ist ein Mangelnährstoff, eine Steigerung seiner Konzentration verbessert die Wuchsleistung und damit den Ertrag der meisten Pflanzen, insbesonders der so genannten C3-Pflanzen (Ertragsgesetze). Nicht umsonst wird in Gewächshäusern seit vielen Jahrzehnten mit CO2 begast; auch scheinen hohe CO2-Konzentrationen die Dürreresistenz der meisten Pflanzen zu verbessern; und das CO2-Optimum liegt für die meisten Arten so zwischen etwa 900 und 1500 ppm – weit mehr als die knapp 420 ppm der Gegenwart.

  4. Zweifellos richtig ist, dass Jahrzehnte gigantischer CO2-Einsparanstrengung sich allenfalls nur geringfügig auf die atmosphärischen CO2-Konzentrationen auswirken werden, was sich leicht ausrechnen lässt und es der Corona-Shutdown bereits sehr deutlich zeigt. Zumal die CO2-Hauptemittenten nicht daran denken, den westlichen Klima-Irrsinn mitzumachen. Noch viel fraglicher sind die erhofften Auswirkungen auf die Temperaturen. Denn die Quantifizierung der CO2-Klimasensitivität ist nach wie vor höchst umstritten. Nur die Klima-Alarmforscher erdreisten sich zu der kecken Behauptung, mit ihren Computerspielen (Giga: Garbage in, Garbage out) und den stets falschen Alarmprognosen genug zu wissen, um die Menschheit permanent verrückt zu machen – aber die Politik will es so!
    Die ganze Billionen-schwere Dekarbonisierung ist demzufolge komplett unsinnig! Und für die Klima-Ängstlichen bleibt immer noch das ungleich effektivere Geoengineering…

    Nicht richtig ist: „Aufgrund der Milankovic-Zyklen kommt es u.a. auch zu jahreszeitlichen Änderungen des Abstandes der Erde von der Sonne.“ Die Milankovic-Perioden liegen in der Größenordnung von Zehntausenden bis Hunderttausend Jahren und haben mit jahreszeitlichen Änderungen nichts zu tun. Die Änderungen der Sonneneinstrahlung im Jahresverlauf sind, wie korrekt beschrieben, Folge der elliptischen Exzentrizität der Erdumlaufsbahn.

    • zu: Jahreszeiten und Milankovic

      Die individuellen Phasenverschiebungen der Milankovic-Zyklustypen erzeugen zwangsläufig Intervalle die wesentlich kürzer sind als einzelne der Zyklustypen.
      .
      Anbei ein Diagram das die Milankovic-Zyklen des Foci[i]-Abstands und des Axenwinkels Nicht Zeigt. Auf den Schultern von Kepler bestimmt die Position des Perihel im Tropischen Orbit (die 2 Hauptelemente der Milankovic Theorie) die epochal kürzeste astronomische Jahreszeit (1 aus 2×Äquinoktium und 2×Sonnenwende).
      .
      NASA/JPL Ephemeriden DE421 datieren die beiden jüngsten Kepler-Ellipsen im Diagram auf ~1169ce und ~4034bce, mithin die Intervallänge 4×circa 5000 Jahre,
      https://en.wikipedia.org/wiki/Apsidal_precession#/media/File:Precession_and_seasons.svg

    • Sehr geehrter Herr Ullrich,
      ich habe versucht deutlich zu machen, dass die Jahreszeiten mit der Neigung der Erdachse zusammenhängen. Etwas anderes ist die Exzentrizität der Erdbahn um die Sonne, die im Jahresverlauf zu einer rhythmischen Verstärkung bzw. Abschwächung der Sonneneinstrahlung auf den gesamten Globus führt. Die Exzentrizität der Erdbahn unterliegt auch einer langfristigen Veränderung, sodass sich der Zeitpunkt des Perihels und des Aphels im Laufe der Zeit verschiebt.

  5. > Die Löslichkeit von CO2 im reinen Wasser beträgt bei 0°C ca. 3346mg/l bei einem Druck PCO2 von 1,013 hPa. Sie nimmt bei einer Temperatur von 20°C auf rund 1600 mg/l ab

    Haben Sie versucht abzuschätzen was das bedeutet? Ca. 1ppm pro 1K. Ziemlich irrelevant.

    • Herr Van Doren,
      Sie haben vergessen zu berücksichtigen, dass Atmosphäre und Ozean unterschiedliche Massenverhältnisse haben. Im Ozean ist dank seiner viel grösseren Masse rund 50mal mehr CO2 enthalten als in der Atmosphäre. Schon vergleichsweise kleine Temperaturänderungen des Wassers können daher dramatische Aenderungen des CO2-Gehalts der Luft bewirken.

      • Die Zahlen stehen alle da. Atmosphärisches CO2 wiegt 3200GT, oder 7,8GT pro ppm. Die Löslichkeit im Wasser: 87mg/l*K. Volumen von oberen 200m (das ist die Schicht, die im Gasumtausch mit der Atmosphäre steht) = 360 Millionen km^2 * 200m = 72*10^18 Liter. CO2 Anstieg pro Kelvin = 6,3GT CO2 oder weniger als 1 ppm.

        • Wenn sie sich da mal nicht um ein tausendfaches verrechnet haben!
          Ich komme auf 6300 GT pro Kelvin.

          7.24E+19 l
          0.087 g/l/K
          6.3E+18 g/K
          6.3E+12 t/K
          6301 Gt/K

          • Ich muss Ihnen recht geben, alles scheint zu stimmen und 1K würde dann wirklich 800ppm verursachen. Durch die Biosphäre und partiellen CO2-Druck etwas abgemildert. Das hieße trotzdem, dass wir kaum Einfluss darauf haben.

          • „Das hieße trotzdem, dass wir kaum Einfluss darauf haben.“

            Da wuerde ich ihnen recht geben!

          • Das ist aber eine komplett falsche Rechenweise. Das wäre die maximale Aufnahmekapazität von Ozeanen, das tatsächliche Gehalt von CO2 im Wasser ist allerdings durch den Partialdruck gemäß dem Henryschen Gesetz bestimmt. Das wären 0,4mg/L vorindustriell und 0,6mg/L zur Zeit. Die Differenz würde deshalb lediglich 15GT betragen, oder ca. 2ppm.

          • Die Rechnung haben sie aufgestellt. Sie rechnen scheinbar so, dass es mit ihrer Überzeugung übereinstimmt.

            Der tatsächliche Gehalt von CO2 als Gas in gelöster Form ist vielleicht vom Henry Gesetz abhängig. Aber leider geht CO2 eine chemische Verbindung mit dem Ozeanwasser ein, und damit erfassen sie niemals den Karbongehalt der Ozeane nur mit dem Henry Gesetz.
            Wussten sie schon, das die Ozeane schon sauer sind? Recherchieren sie mal bitte die Aragonit und Carbonate Kompensationstiefe.

  6. Warum wird CO2 eigentlich nur in Mauna Loa gemessen?
    Natürlich darf dies nicht in einem Wald oder Industriegebiet (wegen Einfluss von Flora-Fauna-Mensch) gemessen werden, der Messfehler wäre zu groß.
    Oder gibt es auch andere neutrale Orte, wo ein durchschnittlicher CO2-Luft-Anteil gemessen wird? Z.B. Messstationen auf Bergen, in Wüsten oder irgendeine Antarktis-Station?
    Wo kann man sich sowas anschauen, wenn vorhanden?

    • Academic tourism! Man muss schon (auf Kosten der Steuerzahler) nach Kiribati reisen, um sich vom Weltuntergang zu überzeugen! Es ist doch alles soooooo gut gemeint!

    • Ich habe täglich eine wahnsinnige Emission von CO2 in meiner Küche, wenn ich eine Flasche Sprudel õffne. Wärmer wird es leider dadurch in der Kùche nicht. Obwohl ich jeden Winter darauf hoffe.

  7. Covid 19 habe im Schlachthaus nicht nur durch „Tröpfchen“, sondern wesentlich durch „Aerosole“ infiziert! Das verblüfft den Physiker, denn eine derartige Unterscheidung gibt es nicht:

    Wenn Wasser aus der Gasphase an sog. Keimen kondensiert, dann wachsen oder schrumpfen die Partikel bekanntlich stets solange bis sich ein temperaturabhängiges Gleichgewicht eingestellt hat. Das Verhältnis von Oberfläche zum Volumen reduziert sich jeweils mit wachsender Masse, sodass kleine Partikel sehr lange in der Luft schweben.

    Diesen einfachen Sachverhalt übersehen sowohl das IPCC als auch der Autor, wenn es um einen angeblichen Einfluss des CO2 auf Wetter und Klima geht. Die dominante Wirkung der Aerosole in der Atmosphäre wird schlicht ignoriert: Grundsätzlich – bis in die Tropopause hinein dem CO2 überlagert – schließen diese teils neben Wolken nicht einmal sichtbaren Aerosole ein postuliertes atmosphärische Fenster für Wärmestrahlung. Ihr dominanter Beitrag zum Treibhauseffekt kompensiert daher stets alle Veränderungen der Wirkung des CO2. Das CO2 ist daher klimaneutral.
    https://de.scribd.com/document/372778420/Klimasensitivita-t-des-CO2-eine-Seifenblase
    https://de.scribd.com/document/413528852/Atmospha-risches-Kohlendioxid-tra-gt-nicht-zur-Erwa-rmung-bei

  8. Über die Ergebnisse der Messungen am Mauna Loa wird ständig und detailreich berichtet. Mich würde brennend interessieren, mit welchem Gerät/Methode gemessen wird und wie die nötige, permanente Kalibrierung der Messgeräte erfolgt.

    • Ich nehme an die Messung unterliegt einer Drift. So schön „linear“ wie diese über die Jahre ansteigt, ….
      Nachlesen über Kalibrierung können Sie auf den Seiten der NOAA. Jedenfalls auch hat ein und dieselbe Gesellschaft die Rechte an den Messungen und damit auch am Messgerät. Sollte die Apparatur einen Fehler aufweisen, wird dieser an allen Messstellen der Welt zu anerkannten CO2–werten wiederholt oder weitergegeben.

      Ein Schelm wer Böses dabei denkt!

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