Die Medien meldeten 55% Erneuerbare im ersten Halbjahr 2020

Bewirkt massive Umweltvernichtung: „Erneuerbare“ Energieerzeugung. Bild: unsplash.com

von Rolf Schuster
Mit rund 73 Milliarden Kilowattstunden erzeugten Windkraftanlagen an Land und auf See die mit Abstand größte Menge an Ökostrom. Aus Solaranlagen stammten rund 25 Milliarden Kilowattstunden. Der Rest entfiel auf Biomasseanlagen (rund 20 Milliarden Kilowattstunden) und Wasserkraft (7 Milliarden Kilowattstunden).

Quelle Handelsblatt

Rechnen wir die Zahlen von Entso-e nach, so ergeben sich die unten gezeigten Zahlen (in TWh) und prozentuale Anteile. Ich ermittele einen Anteil von 56,5%.

Warum der Anteil des Ökostroms so stark angestiegen ist, wird mit keinem Satz erwähnt. Durch politische Maßnahmen und Nachfrageeinbrüche, gibt es einen signifikanten Einbruch des Stromverbrauches (Last).

Die EEG-Anlagen mussten sich aber der gesunkenen Nachfrage nicht anpassen.

Dadurch mussten vor allem Kernkraft, Kohle und Gas ihre Erzeugungsleistung anpassen.

Auch zeigt sich, dass der grenzübergreifende Austausch von elektrischer Energie kleiner wird.

Besonders der Export von Deutschland in die angeschlossenen Nachbarländer sinkt, bedingt durch die Abschaltung von Kernkraft – und konventionellen Kraftwerken.

Doch wie sieht der Mix der verschiedenen Energieträger aus?  Dazu nutze ich das Kupferplattenmodell. Hierzu wurde der Energiemix jedes Nachbarlandes ermittelt und anteilmäßig auf den Exportstrom verteilt.  (Export des Nachbarlandes = Import durch Deutschland)

Anschließend wird der Energiemix der Nachbarländer addiert. Die Ermittlung der deutschen Exportströme wurde nach dem gleichen Verfahren ermittelt.

Diese Grafik zeigt die Anteile der Energieträger am Import und Export von und nach Deutschland. Leicht zu erkennen ist, dass Deutschland fast so viel Kernkraft importiert, wie es Windstrom exportiert.

 

Daraus ergeben sich folgende Austauschsalden mit den Nachbarländern.

Ein weiteres Problem ist die Residuallast.  ( = Last – Wind – Solar)

Die deutsche Energieversorgung beginnt, aus den Fugen zu geraten, da die Residuallast, zum ersten Mal in einen negativen Wert abgeglitten ist. Dies ist ein Indiz, dass die „Erneuerbaren“ beginnen, sich zu kannibalisieren.

JahrResiduallast MinimumResiduallast Maximum
201028.493 MW 74.863 MW
201120.700 MW 73.725 MW
201215.796 MW 74.225 MW
201314.327 MW 72.282 MW
201412.815 MW 71.817 MW
20156.857 MW 70.432 MW
20166.062 MW 72.397 MW
20175.373 MW 72.370 MW
20184.866 MW 69.461 MW
20192.619 MW 70.561 MW
1 HJ  2020-2.215 MW 66.148 MW

Ein weiteres Warnsignal ist die Entwicklung der negativen Börsenpreise. Das Wochenende 04.07. und 05.07.2020 addierte weitere 17 Stunden hinzu.

Auch die deutschen Kosten des Engpaßmanagement sind ohne Frage „Weltspitze“.

Mir erscheinen die deutsche Energiepolitiker wie Geisterfahrer, die, da Sie keine Rücklichter sehen, sich an der weltweiten Spitzenposition sehen.

Zusatzinformation: Daten zu Offshore-Windkraftanlagen auf dem Meer

 

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51 Kommentare

  1. Der BDEW (Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft e.V)
    hat eine neue Umfrage veröffentlicht.
    Die Frage ist:
    „Halten Sie es für sinnvoll, dass sich Ihre Stadt oder Gemeindeverwaltung verstärkt für die Installation von Photovoltaik-Modulen auf Dächern öffentlicher Gebäude einsetzt?“

    mit JA ca. 88%
    mit NEIN ca. 5%

    Damit ist klar das die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren weiter geht und nicht bei „55% Erneuerbare im ersten Halbjahr 2020“ zu ende ist.

    https://www.bdew.de/media/documents/Anlage_PI_20200709_Grafik_PV_oeffentliche-Gebaeude.pdf

  2. Es ist bereits ein Unding die Residuallast als Last minus Wind minus Solar zu definieren. Residuals sind N e b e n g r ö ß e n in der Statistik. Aus der Grundlast eine Residuallast zu machen spielt den Energiewendern in die Hände, weil damit Solar und Wind zur Hauptquelle mutieren, eine Rolle, die sie systembedingt nie einehmen können. Das ganze könnte man neudeutsch „technisches Framing“ nennen, der technisch kundige Bürger nennt das „sich in die Tasche lügen“. Dieses ist das Kerngeschäft aller Energiewender weltweit, gleich welcher Provenienz.

    • “ Aus der Grundlast eine Residuallast zu machen spielt den Energiewendern in die Hände,“

      Das wird doch gar nicht gemacht. Wo lesen Sie denn das?

  3. Ein Hinweis zur Sache: Zum Erhitzen von Wasser oder etwas anderem brauchen Sie elektrische Energie also Wh (Wattstunden). Die Leistungsaufnahme (Watt) des Geräts bestimmt, wie lange das Erwärmen dauert. Energie = Leistung mal Zeit. Deshalb klappts auch mit dem Campingkocher.

    Die maximale bereitgestellte Leistung ist begrenzt durch die „Anschlussleistung“ des Stromversorgers. Sie beträgt für Haushalte meistens 10 KW. Wenn jemand 3 Backöfen und 2 Waschmaschinen gleichzeitig mit Vollgas laufen lässt, fliegt die Hauptsicherung raus und man ist vom Stromnetz getrennt. Auf diesen Wert sind die Stromnetze heute ausgelegt.

    In Zukunft wird die verfügbare Anschlussleistung mit Smartgrid je nach aktueller Stromproduktion vom Stromversorger geregelt. Wie das genau funktionieren soll, ist noch nicht ganz klar. Die wahrscheinlichste Variante ist eine Information an die Haushalte, dass jetzt in wenigen Minuten die maximale Anschlussleistung auf x KW gesenkt wird und bei einer Überschreitung der Anschluss abgeschaltet wird (= Sicherung fliegt raus). Das nennt sich im Schönsprech „Nachfragemanagement mit Smartgrid“.

    • Die meisten Wohnungen werden seit ca. 50 Jahren über Drehstromzähler versorgt. Die Spannung beträgt 400 Volt, die Hauptsicherungen sind in der Regel mit 63 Ampere ausgelegt. Die zur Verfügung stehende Leistung beträgt somit 400 Volt x 63 Ampere x 1.732 (Wurzel 3)= 43,64 kW.

    • Zitat Uwe Pilgram
      „Die maximale bereitgestellte Leistung ist begrenzt durch die „Anschlussleistung“ des Stromversorgers. Sie beträgt für Haushalte meistens 10 KW.“

      Wir haben ca. 35A Hauptsicherungen das sind ca. 23kW die gezogen werden können und keine 10kW Herr Uwe Pilgram.

    • Ich verstehe den tieferen Sinn Ihres Kommentars nicht. In die Lyrik kann ich es nicht einordnen und Fakten oder erhellende Meinungskundgabe suche ich bei Ihnen vergeblich. Ich fühle mich von Ihnen persönlich beleidigt als Irrer, weil Leute wie ich versuchen die Energiewende im Alltag funktionieren zu lassen. Bisher waren die Versuche bis auf einige schlechte Weichenstellungen der Politik durchaus erfolgreich. Und entgegen der hier herrschenden Meinung steht die Enrgiewende nicht am gescheiterten Ende, sondern mitten im Fortgang. Je länger es läuft umso preiswerter wird es, weil die Anfangsinvestitonen für Marktreife mehr und mehr erledigt sind. Und wenn wir nicht alle Reaktionen auf den Klimawandel für später aufheben, müssen wir vieleicht nicht einmal die 100% EE über alle Energieanwendungen erreichen, weil mit geringen menschlichen Zusatzbeiträgen an Treibhausgsasen wird die Natur viel leichter fertig. Denn die Natur ist extrem anpassungsfähig (von 0K bis Millionen K ist der Natur der Zustand immer recht). Nur der Mensch und seine Zivilisation fangen außerhalb enger Grenzen zu schwächeln an.

      • Ja, es tut mir leid, mein Statement ist kurz und pointiert. Aber andererseits das Resumee aus alldem, was mir im Laufe der Zeit sehr klar wurde. Die vielen Argumente dazu, die hier schon vorgebracht wurden, kann man jederzeit nachlesen. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an, sie in meinem Kommentar hier alle nochmals zu wiederholen.
        Vielleicht soviel: Das unglaublich teure, unwirtschaftliche, extrem umweltschädliche und trotzdem geradezu fanatisch verfolgte CO2-Einsparkonzept ist nicht nur unsinnig, sondern wird vor allem dem Industriestandort Deutschland, das sich zugleich seine Anti-Kernkraft-Phobie leistet, sehr viel mehr schaden, als es ein angeblicher, in großen Teilen fragwürdiger und unverstandener „anthropogener Klimawandel“ jemals vermag. Selbst Geoengineering wäre die unendlich schlauere Lösung, wenn man sich wirklich vor zu viel Erwärmung fürchtet.
        Bisher hat die Zunahme des lebenswichtigen Spurengases CO2, vor dem Industriezeitalter schon lebensgefährlich knapp, Begrünung und Pflanzenwachstum gefördert sowie den Welthunger verringert. Während wir durch unselige Klima-Katastrophen-Propaganda hierzu permanent und systematisch einseitig informiert werden. Ebenso klar ist, dass alle Herkules-Anstrengungen das CO2 kaum verringern werden, die erhofften Auswirkungen auf die Temperaturen sind noch ungewisser.
        Wie soll man soviel Irrsinn anders bezeichnen?

        • @Ulrich Tengler: Soviel will ich Ihnen verraten: Ich komme aus einem anspruchsvollen Bereich der Physik und habe dort „mit Auszeichnung“ promoviert. Im aktiven Berufsleben stehe ich nicht mehr. Sonst könnte ich mir meine ungeschminkten Aussagen nicht leisten. Der Irrsinn unserer „Klimapolitik“ ist mir erst richtig klar geworden, als die FfFs begannen, die Straßen zu bevölkern und Greta, unterstützt von Bischöfen und Merkel, kurz vor der Heiligsprechung stand. Der dreiste Alarmismus gewisser Potsdämlicher haben dann den Rest besorgt…
          Aber vielleicht verraten Sie mir, weshalb Sie mein Beitrag derart provoziert. Gerade Sie selbst sind, wie ich gerade gelesen habe, in Ihrer Ausdrucksweise nicht unbedingt zimperlich.

          • Herr Dr. Ullrich,
            sorry, ….da hat uns die Saftware von Eike einen Streich gespielt, ich hatte meine Frage an „Aigner“ adressiert (wurde nach Abschicken bei mir auch so angezeigt/im Faden einsortiert).

            Ihren Beiträgen konnte ich schon immer sehr zustimmen…, da sind wir auf einer Wellenlänge.

            Fazit: Ich werde zukünftig die Adressaten sicherheithalber immer eindeutig benennen, um solchen Mißverständnissen vorzubeugen.

            Die Frage an Aigner nach seinem Lebensunterhalt bleibt allerdings bestehen, HERR AIGNER! Nun mal Butter bei die Fische!

          • Mein Beitrag um 21:03 bezieht sich auf
            Dr. Roland Ullrich
            9. Juli 2020 um 19:44
            (sicher ist sicher…)

      • Haben Sie sich Ihre „Lyrik“ vor den Abschicken selbst einmal durchgeslesen?

        Ein nötiger Kommentar meinereiner würde garantiert „ausgekreuzt“ vom admin, … aber eine Frage an Sie habe ich trotzdem:

        Mit was verdienen SIE Ihren Lebensunterhalt? Bitte erlernter Beruf und jetzige Tätigkeit, ich denke, dann wird Einiges klarer ….. 😉

      • „steht die Energiewende … mitten im Fortgang“….
        Woher kenne ich das?
        „Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf“.

        • Zitat Stefan Steger
          „Woher kenne ich das?
          Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf“.

          Deshalb kündigt Söder im schwarzen Bayern den großflächigen Ausbau der Sonnenenergie an auch um den Sozialismus einzudämmen.

          Nicht Rot nicht Grün nicht die Sozialisten nein die schwarze CSU bringe die verpflichtete Errichtung von Solarmodulen bei Neubauten.
          Ministerpräsident Söder will den Ausbau der Sonnenenergie vorantreiben.
          Bayern sei ein Sonnenland, deshalb sollen auf neuen Gewerbeflächen, Gewerbedachflächen vom kommenden Jahr an Solaranlagen auf dem Dach verpflichtend werden für private 2022.

          https://www.br.de/nachrichten/meldung/bayern-will-solar-pflicht-fuer-neubauten-einfuehren,3002ea310

      • @Hubert Aigner
        Das Problem der Energiewende liegt in der „Beschlußfassung“ Solar und Wind seien die Grundlastträger, eine Funktion, die diese auf Grund der stochastischen Verfügbarkeit nie einehmen werden können, egal wieviel zusätzliche Leistung noch dazuinstalliert wird. Im Gegenteil, die Probleme der weitgehenden Nichtkongruenz von Nachfrage und Verfügbarkeit wachsen mit dem situativen Stromüber und -unterschuß nicht linear, sondern progressiv. Das ist das Gesetz der Grenzkosten in der Ökonomie. Und das ist keine Definitionsfrage, sondern „Naturgesetz“, da die Natur immer auf Effizienz setzt, Herr Darwin lässt grüßen. Es gibt keinen Grund, warum Entscheider in der Wirtschaft sich anders verhalten sollten. Es ist also so, daß die Erzeugung der Stromnachfrage folgen muß. Eine Umkehr dieses Prinzips führt unweigerlich in den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands. Wer Anderes glaubt, soll sich doch einmal Statistiken von Stromverbrauch und Bruttosozialprodukt weltweit ansehen! Wenn die Energie rationiert wird, wird die Produktion in Prozessen (z.B. Chemie etc.) als erstes massiv gefährdet. Folge wird eine Abwanderung ins Ausland sein. Zusätzlich werden die Produktionskosten durch die schnell wachsenden „Stromnebenkosten“ in die Höhe getrieben, was bei kleinen Margen schnell Richtung Rentabilitätstod führt. Also beides Entwicklungen, die dem willkürlichen und deshalb abstrusen Austausch der Rolle „Grundlasterzeugung“ geschuldet ist. Was gewendet werden wird ist nicht die Energieerzeugung, sondern der Wohlstand. Für die Masse wird es deutlich weniger werden, für die „Wender“ bringt diese Wohlstandswende volle Taschen, denn die politischehn Wender haben sich in diese Bereiche eingekauft. Schon vor über 10 Jahren wäre das in der Wirtschaft ein Compliance Verstoß gewesen.

      • Ich weiß nicht wie es passiert ist, aber wenn hier schon Wert auf Klarnamen gelegt wird, dann muss ich mich als T. Aigner zum obigen Kommentar bekennen. Meiner Meinung nach hatte ich meinen Namen korrekt angegeben.
        @Ulrich Tengler: Maschinenbau mit Schwerpunkt Energie- und Kraftwerkstechnik an der TU München studiert, durch die Ingenieurskirse 1991 in die Haustechnik rübergerutscht und seither viel mit Planung, aber auch Fehlersuche in nicht funktionierenden Konstruktionen der Heizungs- und Klimatechnik von glücklosen Kollegen beschäftigt. Nebenbei Schülernachhilfe in Mathe, Physik und Chemie, weil ich wie viele hier auch ein wenig über das geringe Technikverständnis der Bevölkerung enttäusht bin. Deshalb versuche ich meist dann hier mich zu melden, wenn die Fakten arg überstrapaziert werden. Über Meinungen kann man streiten, aber ein Haushaltsherd hat nun mal nur mit Backofen und vier Kochplatten insgesamt ca. 11kW Anschlussleistung.

        • Also, wenn Sie als „Kraftwerkstechniker“ heute die unbestreitbaren Dummheiten der Heizis bearbeiten müssen (ich selbst könnte ein Buch schreiben über Heizies und Fraunhofer-ISE….), dann ist das aus meiner Sicht „karrieremäßig“ ein wenig erbärmlich für Sie, sorry. Das Leben stellt zwar oft die Weichen ein wenig anders, aber haben Sie mal darüber nachgedacht, warum SIE als Kraftwerkstechniker in D nicht mehr gefragt sind???

          … zumindest haben Sie aus meiner Sicht bisher nicht die erforderlichen Schlüsse gezogen, wenn ich Ihre Beiträge hier lese ….

          Ihre durchaus richtigen Erkenntnisse zum Bildungsniveau reichen da nicht.

          • Hallo Herr Tengler,
            immerhin habe ich im Gegensatz zum Herrn Doktor Ullrich Ihren Kommentar verstanden.
            So wie ein Abiturient auch gut als Handwerker arbeiten kann, ohne sich einen Zacken aus der Krone zu brechen, schaffe ich es moralisch sehr gut, besser qulifiziert zu sein als unbedingt notwendig. Da tiefes Fachwissen sehr schnell welkt, stand ich einige Jahre nach meinem Richtungswechsel vor der Entscheidung in die arrogante Industrie zu wechseln, die mir kurz zuvor, ohne mich im Geringsten zu kennen, gesagt hatte, sie würde nie wieder Ingenieure einstellen (Dies war die genervte Reaktion darauf, dass bei dem Quasi-Einstgellungsstop damals eine große Zahl Berufseinsteiger verzweifelt Anschluss suchte und entsprechend viele Anfragen gestellt waren.
            Ich hatte mich damals entschieden in der Haustechnikranche zu bleiben, weil ich dort schon viel praktische Berufserfahrung hatte.
            Ich kann also nicht behaupten, dass ich nicht gefragt wäre, ich selbst habe nie mehr nachgefragt, weil eine Branche, die ca. 1990 behauptet hatte, dass Wind nie mehr als 0,1% Energieanteil im Elektrizitätnetz erreichen würde (damaliger RWE-Chef), muss leider auf mich verzichten.

    • Sehr geehrte Frau Sieger,
      wenn Sie jetzt noch beachten, dass die Stromproduktion aus Wind/Sonne derzeit ca. 150 Euro/Mwh kostet, dazu noch weitere zig Euro an Durchleitungskosten u.ä. dazukommen und 2020 mehrere TWh gehandelt wurden, können Sie sich (hoffentlich) zumindest in der Größenordnung ausrechnen, wie hoch der finanzielle Verlust durch diesen Handel ist.
      Mfg

    • Typische „Rosinenpickerei“ von grünen „Verlierern“, auch Sie scheinen Ihre Stromrechnung nicht lesen zu können, …. geschweige denn begreifen ….., von den Zusammenhängen in der Elektroenergieversorgung natürlich auch keine Ahnung.

    • „Ausgeführter Strom im ersten Halbjahr für 45,12 €/MWh, Eingeführter Strom im ersten Halbjahr für 44,01 €/MWh“.

      Im vergangenen Jahr lag der Strompreis für Privat-Verbraucher bei 305 € pro MWh. Da müsste sich ja in diesem Jahr der Strom für mich noch mehr verbilligen als Benzin und Diesel momentan an der Tankstelle. Ich bin da mal gespannt.

    • Deswegen haben wir auch die höchsten Strompreise in Europa,Tendenz steigend.Dazu kommen noch die vielen Steuergelder die da zusätzlich verpulvert werden.Von der Zerstörung der Natur der Landschaft der Quasienteignung der Immobilienbesitzer in Windmühlennähe und deren gesundheitliche Belastung ganz zu schweigen.

      • Richtig, Herr Müller, aber der exportierte Strom besteht zu gut 3/4 aus Solar- und Windstrom. Aber wieviel wurde (aufgrund geseztlich angeordnetem Einspeisevorrang und verordneter Abnahmegarantie auf Kosten des Stromkonsumenten) an die Ergzeuger dieses exportierten EE-Stroms gezahlt? Der Strommexport ist für den deutschen Verbraucher ein reines Zuschussgeschäft!

  4. Den Leuten muss man schlichtweg erzählen, dass der Strom aus EE keine Rolle spielt, sondern deren Anteil am Gesamtenergieverbrauch! Der liegt nicht mal bei 5% in Deutschland. Das wusste Luisa Neubauer kürzlich nicht mal bei Lanz, oder wollte es nicht wissen!

      • Frau Sieger,
        Primärenergie ist die Energie, die in Deutschland insgesamt aufgewendet werden muss.
        Nicht nur Strom, sondern auch Verkehr, Heizung, Industrie mit Stahl,Zement usw usw.
        Und die wird halt zum allergrössten Teil mit fossilen Brennstoffen erzeugt.
        Strom ist nur ein kleiner Teil.
        Wind und Sonne liefern da nur knapp 5%.
        Aber 100% Dekarbonisierung bedeutet nunmal, auch die restlichen etwa 85% durch EE zu ersetzen.
        Knifflig!

        • Günter Dehren schreibt am 9. Juli 2020 um 20:03
          Strom ist nur ein kleiner Teil.
          Wind und Sonne liefern da nur knapp 5%.

          Braunkohle und Steinkohle zusammen liefern weniger als 2,5% als Strom im 1. Halbjahr 2020.

          • Und wieviel Steinkohle wird für Zement und Stahl verbraucht?
            Wieviel Erdöl, Erdgas und Braunkohle werden verheizt?
            Wieviel Benzin und Diesel werden auf der Strasse in CO2 verwandelt?
            Sie können sich doch sicher unter „Deutschland 100% dekarbonisieren bis 2050“ etwas vorstellen.

  5. … und wenn ich einen 10 Liter Wassertopf auf meinen E–Herd stelle und versuche diesen bei kleinster Stufe auf der kleinsten Platte zum Kochen zu bringen, kann ich soviel Strom verbrauchen wie zum Kochen nötig wäre und habe dennoch kein kochendes Wasser!
    Ebengenauso wie Prozesse eben genügend Leistung brauchen um von Statten zu gehen.
    Ohne diese Leistung keine Wirkung, kein Prozess, kein Produkt!
    Kein gekochtes Wasser!

    Also, jedem Haushalt würden damit eine durchschnittliche Leistung von 360 Watt zur Verfügung stehen – nichtmal genung zum Eierkochen!

    • Sorry, es würden etwa 720 Watt im Druchschnitt zur Verfügung stehen. Reicht nichtmal zum Aufbacken von Brötchen im normalen haushaltlichen Backofen mit 8 kW Leistungsaufnahme.

      • Ich habe einen Waserkocher mit 600W Leistung (Camping) und bekomme, logischerweise in gut 3-facher Zeit wie mit 2000W, aber trotzdem wunderbar kochendes Wasser. Wenn Sie so schlechtes Küchengerät haben, dass die meiste Leistung verloren geht, sollten Sie sich besser ausrüsten. Ihren Backofen haben Sie aber beim Profiküchenverkäufer bekommen, denn mein Haushalts-Backrohr (ohne Kochplatten) hat genau 1200W Anschlussleistung und nach dem Aufheizen für Backen oder Braten ist der Heizstab mehr als 50% der Zeit aus.

        • Hallo T.Aigner,
          Sie haben einen 600W-Campingwasserkocher mit 10 Liter Fassungsvermögen? Erstaunlich!
          Ihre Logik, dass Ihr 600W-Kocher etwa 3 Mal so lange braucht wie ein 2000W-Kocher ist einfach nur falsch. Vielleicht kennen Sie ja einen Physiklehrer, der Ihnen das in aller Ruhe erklären kann mit dem Nutzungsgrad.
          MfG

          • Jetzt muss ich hier schon zum dritten mal erklärend eingreifen: Wenn ich 10 Liter kochendes Wasser bräuchte, müsste ich natürlich dafür sorgen, dass nicht die ersten Füllungen meines Kochers kalt werden bis die letzte erhitzt ist. Dafür gäbe es Thermoskannen, aber ich kann mich mein Leben lange nicht daran erinnern, 10 Liter Wasser auf einmal kochend im Haushalt gebraucht zu haben. Und ganz ohne Theorie kann ich mit meinem Wasserkocher bei jeder Tasse Tee feststellen, dass die Wassererhitzung mit 600W ca. 3,3-mal so lange braucht wie mit 2000W. Die Verlustmenge, die in der längeren Zubereitungszeit entsteht (bzw. verloren geht (für die Erbsenzähler hier)) gleiche ich , wenn es sein muss dadurch aus, dass ich auch mit 97°C heißem Tee zufrieden bin. Und zum Glück muss der Ausgleich nicht sein.

          • Haben sie noch niemals etwas eingekocht Herr Aigner???
            Einkochen und dadurch haltbar machen ist doch ÖKO!!!

      • „normalen haushaltlichen Backofen mit 8 kW Leistungsaufnahme.“

        Ein Backofen in üblicher Ausführung bringt es dagegen lediglich auf 3 – 4 kW
        aber keinen 8 KW braucht der „Backofen“.

      • Der Backofen hängt an einer ganz normalen Steckdose mit 16 A abgesichert. Es sind die vier Brennstellen die in der Summe über 5 KW brauchen.

    • Neulen, Holger schreibt am 8. Juli 2020 um 19:04
      „Also, jedem Haushalt würden damit eine durchschnittliche Leistung von 360 Watt zur Verfügung stehen – nichtmal genung zum Eierkochen!“

      Bei uns steht um die Mittagszeit auch bei Bewölkung und Regen über 3000W Solarleistung/Solarstrom zur Verfügung und damit kann man das meiste in der Küche und Haus zu 100% mit Solarstrom abdecken.

      • „Bei uns steht um die Mittagszeit auch bei Bewölkung und Regen über 3000W Solarleistung/Solarstrom zur Verfügung “

        … auch Weihnachten?

        3 kW bei Bewölkung??? Sind Sie so ein großkopferter PV-Schmarotzer? 400 – 500 qm Kollektorfläche? Woher haben Sie den Bären, den Sie uns aufbinden wollen? Sie betrügen sich selbst, was nicht weiter schlimm ist, ….. wenn Sie nicht gleichzeitig uns und Ihre Nachbarn betrügen würden …….

        • Ulrich Tengler schreibt am 9. Juli 2020 um 9:44
          „3 kW bei Bewölkung??? Sind Sie so ein großkopferter PV-Schmarotzer? 400 – 500 qm“

          Bei heutigen PV-Modulen reichen ca. 55 bis 60m² (ca. 7m * 8m) Modulfläche das bei Bewölkung noch ca. 3000Watt kommen in der Mittagszeit.

          • Weihnachten auch, Herr W. Müller? (Die Antwort fehlt!!!)

            Ich betreibe als „Prepper“ eine 250 Wp – Anlage (für Notakkus) mit MESSTECHNIK und Aufzeichnungen (unbändiges technisches Interesse….), mit der ich in Friedenszeiten einspeise (Module 1,5 Jahre alt, Ausrichtung ideal).

            Gestern hatte ich bei dem trüben Wetter über den ganzen Tag 0,2 kWh „Ernte“. Wenn ich das skaliere und Sie mittags 3 kW ziehen wollen mit 60 qm, dann xxxxx Sie hier wie gedruckt, scheint aber DIE wichtigste charakterliche Eigenschaft der PV-Schmarotzer zu sein.

            BTW: vor einigen Jahren (Röttgen war Umweltminister…) hatte ich mir um die sieben Angebote zu PV eingeholt. Ein einziges war halbwegs seriös und hat mir um die 800 kWh Ernte per anno und kWp vorausgesagt. Ich hatte im ersten Jahr 214,1 kWh „geerntet“, also stimmig! Nur Ihre PV-Angeberdaten sind nicht stimmig…. ;-))

      • Sehr geehrter Herr Mueller,
        ich gehe mal davon aus, dass bei Ihnen auch nachts genügend Solarstrom zur Verfügung steht, damit Sie auf Ihre 100% kommen!
        MfG

        • Hubert Langer schreibt am 9. Juli 2020 um 10:22
          „ich gehe mal davon aus, dass bei Ihnen auch nachts genügend Solarstrom zur Verfügung steht, damit Sie auf Ihre 100% kommen!“

          Herr Hubert Langer haben Sie Verständnisschwierigkeiten ?

          Ich schreibt doch am 09.07.2020 was von:
          „Bei uns steht um die Mittagszeit auch bei Bewölkung und Regen über 3000W Solarleistung/Solarstrom zur Verfügung und damit kann man das meiste in der Küche und Haus zu 100% mit Solarstrom abdecken.“

          Keine Ahnung wann bei Ihnen Herr Langer die „Mittagszeit“ ist aber mit Sicherheit nicht „nachts“.

          Nachts um 23Uhr wird nicht gekocht aber um 11Uhr ist das wesentlich wahrscheinlicher.
          Nachts um 1Uhr wird nicht die Wäsche gewaschen aber um 13Uhr ist das wesentlich wahrscheinlicher.
          Nachts um 2Uhr arbeitet nicht die Spülmaschine aber um 14Uhr ist das wesentlich wahrscheinlicher.

      • Und ich zahle über 8 Eurocent für jede KWh extra, damit Sie mittags 3.000 Watt Eigenstrom zur Verfügung haben?
        Schöne neue Welt…

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