Der Mai will nicht wärmer werden. Wo bleibt die CO2-Treibhaus­wirkung?

Die Maivegetation ist seit vielen Jahrzehnten gleich. Keine Verfrühung. Foto Kowatsch.

Josef Kowatsch
Den Mai 2020 gibt der Deutsche Wetterdienst mit 11,9°C an. Er liegt damit unter dem Mittelwert seit 1888.

Grafik 1: Keine Maierwärmung seit 1888. Der rote Temperaturkurvenverlauf zeigt das übliche Auf und Ab mit leicht wärmeren und kälteren Phasen. Unten rechts die ins Diagramm eingeblendete CO2-Konzentrationsgrafik vom Mouna Loa, die allerdings bereits 2019 endet. Derzeit soll die Konzentration bei 417 ppm sein.

Beim Beginn der Betrachtung vor 133 Maijahren war der Mai gleich warm wie 2020. Allerdings wurde damals der Schnitt aus ganz anderen Messstationen gebildet als heute, die Wetterstationen standen an viel kälteren Plätzen. Einzel stehende Klöster in der Landschaft, singuläre Gutshöfe oder Wetterstationen bei Forsthäusern am Waldrand gibt es nicht mehr. Die Wetterstationen stehen bevorzugt dort, wo die Menschen leben oder arbeiten. Ländliche Stationen stehen heute bei Flughäfen, in Gewerbegebieten oder bei Kläranlagen. Auch der Charakter der einst freien Landschaft hat sich wärmend verändert: großflächige Trockenlegungen, Windräder und der Straßenbau durchziehen die Natur. Jede Straße ist bei Sonnenbestrahlung ein Wärmeband in der Landschaft.

Interessant sind noch weiter zurückreichende Einzelstationen, allerdings haben sie genau den gleichen Nachteil wie die DWD-Maitemperaturreihe in Grafik 1. Die Umgebung der Stationen hat sich in den über 200 Jahren durch menschliche Eingriffe wärmend verändert, ebenso wie der Standort. Diese Stationen stehen unter gleichem Namen an einem wärmeren Platz. Aber immerhin erhalten wir einen Maiverlauf aus der kleinen Eiszeit.

Beispiel Hohenpeißenberg

Der Standort der Wetterstation war bis 1936 am direkten Anbau zur Klosterkirche, und zwar an der Nordwand, damals natürlich auch im Winter unbeheizt. Seit gut 50 Jahren steht die DWD-Station in einem neuen DWD-Zentrum, frei stehend und den 220 bis 230 Sonnenstunden ausgesetzt, allerdings in einer international genormten Wetterhütte mit entsprechenden Strahlungsabschirmungen. Mai 2020: 10,3°C

Abb. 2: Zwei Dinge fallen auf: Der Mai wurde in den 240 Jahren nicht wärmer. Und: Die wirklichen warmen Maimonate liegen lange zurück, die meisten sind vor 1881, dem Beginn der DWD-Messreihen. Die Jahre um 1881 zeigten eine ausgeprägten Kältedelle.

Bleiben wir bei Grafik 1, den DWD-Deutschlandtemperaturen. Je näher wir auf der Zeitachse der Gegenwart kommen, desto mehr ähnelt das damalige Deutschland dem heutigen Zustand, die Wärmeinselunterschiede zu heute werden etwas kleiner.

Abb. 3: Die Maitemperaturen Deutschlands zeigen seit 1915 überhaupt keine Erwärmung mehr. In der Mitte des letzten Jahrhunderts waren die Maimonate vier Jahrzehnte lang kälter, momentan sind wir wieder auf einem leicht höheren Niveau, das 1988 begann. Mit CO2 hat der Verlauf nichts zu tun, denn dieses lebensnotwendige Gas hat im ganzen Zeitraum kontinuierlich zugenommen. Für 1915, dem Grafikbeginn, ist die Konzentration auf 280 bis 300 ppm geschätzt.

Die Sonne bringt es an Tag- mehr Sonnenschein bedeutet mehr Wärme

Einen wesentlichen Einfluss auf die Lufttemperaturen, besonders im Sommerhalbjahr, hat die Sonnenscheindauer, welche in Deutschland in den meisten Monaten während der vergangenen Jahrzehnte zunahm. Damit ist auch der kleine Temperatursprung im Zeitraum 1988 bis 1992 erklärbar. Er ist natürlichen Ursprungs, denn nirgendwo ist bewiesen, dass mehr CO2 die Sonnenstunden erhöhen würde.

Über die Auslöser der stärkeren Besonnung und Bestrahlung im Mai lässt sich nur mutmaßen. Neben geänderten Großwetterlagenhäufigkeiten, einer geänderten Landnutzung (weniger Verdunstung durch mehr Versiegelungen der Böden und Meliorationsmaßnahmen) kommen auch die Sonnenaktivität selbst, Änderungen bei den Wolkenarten durch den Luftverkehr und ab Ende der 1980er Jahre die erfolgreichen Maßnahmen zur Luftreinhaltung (Filter, Katalysatoren) in Betracht. Der Mai 2018 war mit über 250 Sonnenstunden sehr sonnenscheinreich.

Interessant ist deshalb wie sich die Maitemperaturen seit 1992 in Deutschland innerhalb des letzten höheren Temperaturniveaus verhalten:

Abb.4: Seit 1992 gehen die Maitemperaturen laut DWD wieder leicht, wenn auch nicht signifikant zurück.

Selbstverständlich fallen die Maitemperaturen bei wärmeinselarmen Station viel stärker. Als Beispiel nehmen wir Gießen, die DWD-Station steht schon immer in der freien Fläche nördlich der Stadt vor dem Ort Wettenberg.

Abb. 5a: Wärmeinselarme Stationen wie Gießen-Wettenberg kühlen in den letzten 3 Jahrzehnten viel stärker ab, als die mehrheitlichen DWD-Stationen in den Wärmeinseln.

Gründe des Mai-Temperatur-Rückganges seit 1992: die kälter werdenden Eisheiligen.

Grafik 5b: Wir haben im Team, Baritz/KowatschPscheidt/Seifert nicht wenige DWD-Stationen untersucht. Interessant war, dass die fünf Tage vor den Eisheiligen und die fünf Tage nach Eisheilgen oftmals leicht wärmer wurden, bzw. das Niveau hielten. Ausschließlich die rapide fallenden fünf Tage vom 11. bis 15. ziehen den Maigesamtschnitt nach unten.

Die Eisheiligen werden kälter, eigentlich so richtig erst ab 1996, eine Tatsache die der DWD überhaupt noch nicht registriert hat. So steht auch diesmal in der DWD-Presseerklärung vom 8. Mai die Überschrift „Eisheiligen machen kaum noch Angst“ zwar richtiges über die Geschichte und die kalten Eisheilgen 2020, der letzte Abschnitt als Gesamtfazit ist aber grottenfalsch und der DWD argumentiert gegen die eigenen Daten, siehe hier. Zitat:In den vergangenen Jahren sind die Eisheiligen oft ganz ausgeblieben. Manchmal kam es zu Kaltlufteinbrüchen bereits Anfang Mai oder erst Ende Mai. Fröste traten jedoch auch dann immer seltener auf. Gelegentlich wurden die Eisheiligen bei Tageshöchstwerten von über 25 Grad Celsius sogar zu „Schweißheiligen“. Deshalb ist die Frage berechtigt, ob man eigentlich noch von einer echten Singularität sprechen kann. Viele Experten führen die Veränderungen auch auf den Klimawandel zurück, denn mit der stetigen Erwärmung der globalen Atmosphäre fallen auch Kaltlufteinbrüche im Mai immer weniger frostig aus.“

Unglaublich, wie der ungenannte Pressereferent des DWD dieser dem Verkehrsministerium unterstellten Dienststelle voll daneben greift und sein eigenes Haus blamiert.

Weiter oben haben wir erwähnt, dass die Maitemperaturen der DWD-Stationen nach dem Kriege in einem kleinen Temperaturwellental waren und ab 1988 bis 1992 der Anstieg auf ein leicht höheres Niveau erfolgte. Diese Aussage gilt etwas abgeschwächt für die Wärmeinselarmen Stationen, in deren Umgebung sich seit 40 Jahren kaum etwas verändert hat wie Amtsberg am Fuße des Erzgebirges. Die Natur und Umwelt in der Umgebung blieb dieselbe und damit intakt. Die Wetterstation steht dort am selben Fleck seit 1981 und der Maiverlauf ist folgender: Keine Spur irgendeiner CO2-Treibhauserwärmung.

Abb. 6: Keine Spur irgendeiner Treibhauserwärmung bei der wärmeinselarmen Station Amtsberg, im Gegenteil, der Mai wurde seit 1981 kälter.

Nun zeigt der DWD aber gerne seine Maigrafik seit 1881, die wir hier etwas geändert als im DWD-Archiv zeigen. Natürlich stimmen die Einzelwerte.

Abb. 7: Seit 1881, also seit 140 Jahren sind die Maitemperaturen bei den DWD-Stationen leicht gestiegen. Eine Betrachtung seit 1915, siehe Grafik 3 zeigt keinen Anstieg mehr, weil die ersten 35 kühleren Maimonate fehlen.

Der leichte Anstieg hat seit 1881 hat 2 Gründe

  1. Die Jahre um 1881 lagen in einem Kältewellental
  2. Es handelte sich um andere Stationen an kälteren Orten.

Der zunehmende Wärmeinseleffekt.

Besonders nach dem Krieg hat sich Deutschland wesentlich verändert, in der Einwohnerzahl, durch die Bebauung, sowie Trockenlegung ganzer Landschaften, eigentlich der gesamten deutschen Fläche. Überall greift der Mensch wärmend in die Natur ein und die hoch stehende Maisonne heizt die Bebauung tagsüber stark auf, während die einstige Feuchtwiese nicht über 20°C hinauskam und nachts stark abkühlte. Aus einst kleinen Wärmeinseln sind seit 1945 riesige zusammenhängende Wärmeregionen entstanden. Allein im Heimatort des Artikelverfassers hat sich die Einwohnerzahl verdoppelt, die bebaute Fläche verzehnfacht und der Energieverbrauch mindestens verhundertfacht. Da alle Klimastationen des DWD in den Wärmeregionen stehen, einsame Forsthäuser am Waldrand mit Wetterstation gibt es nicht mehr- messen die heutigen Thermometer diese schleichende Wärmeinselerwärmung natürlich mit. Wissenschaftlich richtig ist somit nur die Aussage, dass die Thermometer an den heutigen Standorten höhere Temperaturen messen als in der Nachkriegszeit und vor 1900.

Ausschließlich durch den sich ständig vergrößernden Wärmeinseleffekt bei den DWD-Messstationen wirkt der Mensch an der Erwärmung mit. Diese Wärmeinselerwärmung als Folge eines CO2-Treibhauseffektes zu sehen, ist ein schlichter wissenschaftlicher Irrtum. Und die angeblich 97% der Wissenschaftler, die angeblich diese Falschmeinung vertreten, gibt es nicht, weil es nie eine Abstimmung gegeben hat.

Ein weiterer wärmeinselarmer Standort ist die US- Klimastation Dale Enterprise in Virginia. Bei einer Farm werden am selben ländlichen Standort innerhalb dergleichen Familie bereits seit 5 Generationen die Temperaturen erfasst. Es ist die älteste Klimastation in Virginia und die drittälteste in den USA.

Abb. 8: Keinerlei Erwärmung des US-Wetterstation Dale-Enterprise seit 1880.

Wir fragen uns: Würde der Maiverlauf in Deutschland vielleicht ähnlich aussehen seit 1880, wenn Deutschland so geblieben wäre wie 1880 und alle DWD-Stationen auch noch in denselben kälteren Umgebungen von einstmals stehen würden? Oder würde sich eine noch viel deutlich fallendere Maitrendlinie ergeben?

Wie der Mai sich weiterentwickelt wissen wir nicht, denn CO2 ist kein Erwärmungsgas, und ob die Landschaftszerstörung durch Bebauung und Trockenlegung im selben Maße sich fortsetzen wird, dürfte eher zweifelhaft sein. Somit werden zunehmend natürliche Gründe das Temperatur- Sonnenstunden- und Niederschlagsverhalten der 31 Maitage entscheiden.

Überspitzt könnte man auch formulieren, der DWD möge seine Wetterstationen einfach wieder an ähnliche Standorte stellen wie 1881, dann hätte der ganze CO2-Treibhauserwärmungsschwindel schnell ein Ende gefunden.

Verstärkter Natur- und Umweltschutz ist eine notwendige Schlussfolgerung aus der Corona-Krise, ebenso wie sauberes Wasser, saubere Luft und unvergiftete Böden.

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93 Kommentare

  1. @Josef Kowatsch
    8. Juni 2020 um 10:13

    Ich bin zwar Hersteller von Temperatursensoren und kann die auch bedarfsweise im 0,02 K-Bereich im hier interessierenden Bereich kalibrieren, aber auf meinem Grundstück „übertreibe“ ich es nicht mit der Messerei. Wir haben hier im Ort eine DWD-Station, deren langjährigen Ableser ich vor der Wende häufig mit Thermometern für die Station „versorgt“ habe.

    Da Kachelmann mit dem DWD kooperiert, haben wir seit einigen Jahren halbwegs zuverlässige Vorhersagen. Die DWD-Station liegt ca. 800 m Luftlinie von uns entfernt, sogar 22 m höher, weist aber oft nicht so tiefe Minima wie unser Grundstück aus. Sobald die Sonne weg ist, haben wir 3 – 5 K tiefere Temperaturen gegenüber dem Ortskern, weil wir in einem nach nordost gerichteten Tal vom Kamm des Thüringer Waldes gesehen liegen. Ein zufällig an der Nordseite eines sehr gut isolierten Nebengebäudes aufgehängtes altes „Gradleiterthermometer“ (Anzeige stimmt …) zeigt uns zuverlässig die Frostgrade an, die den Pflanzen im Garten lange im Frühjahr zusetzen können. Auch Nachtfröste schon im August sind keine Seltenheit, die die DWD-Station nicht abbildet.

    Früh ist in solchen Lagen immer der erste Blick auf die Dächer der Nachbarhäuser, die zuverlässig durch Bereifung Temperaturen „unter Null“ signalisieren.

    Ich will ihre Arbeit mit Sicherheit nicht in Frage stellen, ganz im Gegenteil, aber Wetterstationen bilden sicher eine ganze Menge ab, aber im Fall der Fälle noch nicht einmal das Mikroklima wenige hundert Meter daneben. Deshalb ist die ganze heutige Debatte um die Temperaturen auch Erbsenzählerei. Es ist in Ordnung, dass gemessen wird und aufgezeichnet, aber die Kämpfe, die angesichts der realen Messunsicherheiten um die Millikelvin ausgetragen werden, sind für mich pervers. Z.B. die von Petersen „ermittelte“ Angabe zum 100jährigen Erwärmungstrend beim HPB von 0,0058 K per anno (nicht °C, Herr Petersen!!!) zeugt eher von absoluter Inkometenz des Schreibers. Der Herr Petersen sollte sich mal mit Temperaturmessung und Kalibrierung etwas vertraut machen, damit er vielleicht im Ansatz erahnen könnte, was solch eine Angabe in der Messpraxis bedeutet…. Solche Leute sind für mich nur grüne Schreihälse ohne jegliche fachlichen Hintergrund, die nur irgendwelchen Ideologien folgen …. sorry …

    • „Z.B. die von Petersen „ermittelte“ Angabe zum 100jährigen Erwärmungstrend beim HPB von 0,0058 K per anno (nicht °C, Herr Petersen!!!) zeugt eher von absoluter Inkometenz des Schreibers.“
      Da muss ich Herrn Petersen schon in Schutz nehmen. Die Angabe von Temperatur-Trends in °C/Zeiteinheit ist möglich und sinnvoll. Für mich bedeutet K (Kelvin) eine Temperaturangabe auf der absoluten Temperatur-Skala. Die Existenz eines absoluten Temperatur-Nullpunkts (im thermodynamischen Gleichgewicht) ist eine essentielle wissenschaftliche Erfahrung, die die Einführung einer eigenen Einheit verdient. Im Gegensatz dazu ist es eine Konvention Temperatur-Differenzen mit K zu bezeichnen. Diese Konvention verstößt gegen den gesunden Menschenverstand. Die Differenz von zwei Teilmengen Äpfel sind immer noch Äpfel. Versuchen Sie einmal solche Kelvin-„Haarspaltereien“ ihren kleinen Enkeln zu erklären.

      • In Meiner Jugend gab es für die Temperaturdifferenzen „grd“, das war eindeutig und man wußte, was gemeint war. Das Kelvin ist heute die SI-Einheit für die Temperatur, die Celsius-Skale ist ein „populärwissenschaftlicher“ Kompromiß. Temperaturdifferenzen haben folglich auch die Einheit Krelvin, bei Spannungsdifferenzen bleibt die Einheit ja auch das Volt.

        Berechnungen mit Temperaturwerten erfolgen ja auch zumeist zwingend in der Kelvinskale vom absoluten Nullpunkt aus. Da ist Mitdenken leider oft schon zuviel verlangt.

        Ich hatte es schon mal geschrieben: Um sich fachlich eindeutig austauschen zu können, sollten sich ALLE, die meinen Fachleute zu sein, an die Fachtermini halten. Leider werden ja aber auch Masse und Gewicht in der Praxis sträflich vermischt, was ja physikalisch fast noch schlimmer ist als die Malaise bei der Temperatur. Begreifen Ihre Enkel, dass 1 Kg auf der Erde genausoviel wiegt wie auf dem Mond, aber dort ein viel geringeres Gewicht hat???

        • „Die Celsius-Skale ist ein „populärwissenschaftlicher“ Kompromiß.“
          Ich glaube Sie haben noch keine einschlägigen Tabellenwerke von Schmelzpunkten und Siedepunkten von Stoffen studiert.

          „Begreifen Ihre Enkel, dass 1 Kg auf der Erde genausoviel wiegt wie auf dem Mond, aber dort ein viel geringeres Gewicht hat???“
          Ein Apfel auf dem Mond würde wahrscheinlich auseinander fliegen, da die Verdunstungrate dort sehr hoch ist.

          • „Ein Apfel auf dem Mond würde wahrscheinlich auseinander fliegen, da die Verdunstungrate dort sehr hoch ist.“ .. das könnte so sein, … aber DAS war nicht meine Frage, Herr Berberich .. ;-), wissen Sie es tatsächlich nicht und müssen ablenken?

            Was die „Tabellenwerke“ betrifft: Da brauche ich von Ihnen wirklich keine Belehrungen, die Celsiusskale hat sich eben seit Jahrhunderten eingebürgert und wurde mit der Kelvinskale irgendwie sinnvoll in Zusammenhang gebracht. Allerdings funzen maßgebliche naturwissenschaftliche Berechnungen nur unter Berücksichtigung des Nullpunktes der Kelvin-Skale. … und das Wasser kocht seit ITS 90 auch nicht mehr bei 100°C ….

        • Als Einheit für Temperaturdifferenzen wird von der DIN in Anpassung an das Internationale Einheitensystem (SI) mit der Norm DIN 1345 (Ausgabe Dezember 1993) das Kelvin empfohlen. Die DIN ergänzt dazu: „Nach dem Beschluss der 13. Generalkonferenz für Maß und Gewicht (1967–1968) darf die Differenz zweier Celsius-Temperaturen auch in der Einheit Grad Celsius (°C) angegeben werden.“ Hier wird also der Einheitenname Grad Celsius als besonderer Name für das Kelvin benutzt.

          Gefunden in Wikipedia

          MfG
          Ketterer

          • … und, WAS ist da jetzt der Erkenntnisgewinn??? Meinen Sie, außer Ihnen kann hier niemand die Suchfunktion bei Suchmaschinen bedienen?

    • Danke Herr Tengler.
      Herr Petersen hat seinen Flüchtigkeitsfehler bei den 0,0058 K/Jahr für die Jahresdaten übrigens auch selbst korrigiert. Wem passiert das nicht bei einem Kommentar? Das Bsp und die Grafik Hohenpeißenberg sollten im Artikel nur unterstreichen dass der Monat Mai seit 200 Jahren nicht wärmer wird und die warmen Maimonate lange zurückreichen. Im neuen Artikel habe ich dies um ein Beispiel erweitert. Meine Bitte an beide Herren, diskutieren sie dort auch mit, genauso würde ich es gerne sehen, wenn Herr Petersen auf die Diskussion um den neuen Standort Gießen-Wettenberg seine Meinung abgibt. Wurden die Standortunterschiede vor 15 Jahren vom DWD wirklich weghomogenisiert?

      • Ich habe keine Ahnung zu Giessen

        Ich hab ja nichts dagegen und würde das auch unterstützen, wenn man den Amis das Fahrenheit, oz oder das psi austreibt, den Ärzten das mmHg und Ernährungsbewußten die cal, aber die Kelvin-Debatte ist hier irrelevant, weil es nichts an den Werten ändert.

    • Herr Tengler,

      Der Sinn von Wetterstationen ist neben dem lokalen Klima auch Daten für die Wettervorhersage zu liefern. Daher ist die Wetterhütte auch so aufgestellt, dass sie die Lufttemperatur der freiströmenden Luftmasse bestimmt, denn diese ist repräsentativ für das grossräumige Wetter und seine Vorhersage.

      Dass sich an Gebäuden, Hängen, in und über Vegetation, zum Boden hin etc. die Temperatur gegenüber der des freien Luftkörpers ändert, ist mikrometeorologisch erklärbar und Gegenstand des Mikroklimas.

      Gucken Sie sich einfach mal die Temperaturmesswerte zu Synopterminen von Stationen an, die unterscheiden sich untereinander regional weniger als bei Ihnen und jedenmanns Garten zwischen Kellereingang, Hauswand und Blumenbeet. Messen Sie einfach richtig, nämlich repräsentativ.

      • Haben SIE mir nicht neulich erklären wollen, dass Klimamodelle und Wettervorhersagen so überhaupt nix miteienander zu tun haben???

        BTW: „Daher ist die Wetterhütte auch so aufgestellt, dass sie die Lufttemperatur der freiströmenden Luftmasse bestimmt“… Was glauben Sie, auf wieviel heutige Stationen (Wetterhütten sind sehr rar geworden…), deren Daten für den Klimaschwindel „mißbraucht“ werden, das tatsächlich zutifft? Auf unsere hier im Ort z.B. nur mit Einschränkungen ….

  2. 06.06.2020; 12.00 Uhr – ZDF Nachrichten, Der Mai 2020 ward er wärmste seit Wetteraufzeichnungen 0,63 ° und das Great Barrier Reef ist verloren … Apokalypse Kohlenstoffdioxid; der Weltuntergangstag (30.Mai) ist aber schon vorbei .. oder?

    • „und das Great Barrier Reef ist verloren“

      Jo!
      Die Malediven sind auch eben untergegangen.
      Schon schlimm!
      Und erst, wenn die Nordsee um 30m gestiegen ist…

      • Es ist medial alles möglich … Der „Klimaidiotologe“* neigt immer dazu, an einmal aufgestellten Meinungen festzuhalten und sich dabei als Hüter der Wahrheit vorzukommen …
        *Schellnhuber wird 70 …

  3. Herr Limbach, Herr M. Müller
    Kann es sein, dass Sie sich nun etwas verrennen. „Der Mai will nicht wärmer werden. Wo bleibt die CO2-Treibhauswirkung?“ Im Grunde genügt doch schon die Grafik 1. Obwohl die Messstationen des DWD heute alle an wärmeren Umgebungen stehen, ist der Schnitt seit 1888 bis heute höher als der Mai 2020. Und zwar liegt der Mai 2020 genau um 0,6 C unter dem Mittelwert seit 1888. Dieser Mittelwert ab 1888 bis 2020 ist mit 12,5 C auch um 0,4 C höher als der Mittelwert des Bezugszeitraumes 1961 bis 90. Schon daran sieht man, dass die Jahrzehnte nach dem Krieg in einer Kältedelle lagen. Alle weiteren Grafiken meines Artikels betätigen doch lediglich die Grafik 1. Ich hätte im Vorfeld die Frage erwartet: Wo bleibt die Wärmeinselerwärmung des Monates Mai

    • Ich verrenne mich?

      Herr Kowatsch, ich habe Ihnen nur eine einzige Frage gestellt, die Sie anscheinend partout nicht beantworten wollen. Mir ist völlig rätselhaft, warum Sie so mauern.

      Verrennen kann man sich nur, wenn die Diskussion Fahrt aufnimmt. Im Stillstand geht das nicht.

      • Herr Limbach, bitte beantworten Sie doch meine Frage, dann ist die Ihrige geklärt. Aber ich denke wir lassen das jetzt, es führt zur unnötigen Haarspalterrei ohne Erkenntniszuwachs. In den nächsten Tagen erscheint ein Kurzartikel über den Mai, vielleicht dann wieder..

        • Ja, wenn Sie die Frage nicht interessiert, ob die Temperaturdaten am Hohenpeißenberg durch Instrumentenwechsel, Änderungen der Ablesemethoden etc. verzerrt sind oder nicht, dann lassen wir das.

          Bei vergangenen Daten interessiert Sie das nicht, bei heutigen Daten interessieren Sie sich für allerkleinste Effekte. Da vermisse ich Objektivität und Neutralität, also die Grundvoraussetzungen für wissenschaftliches Arbeiten.

      • Danke Herr Petersen
        Das kenne ich und ich habe die angebliche Korrektur in die falsche Richtung schon einige Male beim DWD als auch beim Leiter der Wetterwarte auf dem HPB angemahnt. 1) Eine Nullpunktverschiebung des Thermometers der ersten 140 Jahre ist nur behauptet und 2) man kann überhaupt nicht von einem WI-Effekt von 0 ausgehen. Wie kann man nachträglich im Jahre 2009 so eine Nullpuntkverschiebung des ursprünglichen Thermometers feststellen und damit die Jahreswerte leicht nach unten korrigieren. Ob Herr Winkler auch die Maiwerte und die anderen Monatswerte korrigiert hat, weiß ich nicht. 2) WI-effekt von Null: Einen WI-effekt von 0 gibts nur dann, wenn das Thermometer unverändert am selben Platz steht und sich im Umkreis der Ortes auch nichts verändert hätte. Und just das ist auch leider beim HPP nicht der Fall. Dr. Thomas vom HPB hat mir angedeutet, dass man beabsichtige, für einen längeren Zeitraum Parallelmessungen durchzuführen, also die ehemals kleine Wetterstation wieder an die Nordwand der unbeheizten KLosterkirche in 7m Höhe aufzuhängen. Das wär schon mal was, jedoch: inzwischen ist die Kirche samt Anbau beheizt, die Wege um die Kirche sind gepflastert, die Gebäude samt Parkplätzen auf dem Berg haben zugenommen und in der Fläche um den Berg wurde die Landschaft trockengelegt, was natürlich auch zur Austrocknung der Bergrückens führt und damit zu höheren Sommertemperaturen. Danke, dass Sie das Thema angeschnitten haben und nochmals in Kürze meine Antwort: Der DWD bzw. der beauftragte Peter Winkler hat in die falsche Richtung die Daten korrigiert. Die letzten 50 Jahre hätte man nach unten korrigieren müssen, um mit früher vergleichen zu können. Wieviel? Wir schätzen den WI-effekt bei den Jahresdaten des HPB auf 0,2 bis 0,4 C ein. Meine verwendeten Daten vom Monat Mai sind deshalb die ursprünglichen Originaldaten, stets mit der Anmerkung, dass der HPB einen kleinen WI-effekt in den letzten 50 Jahren entwickelt hat. Bitte warten Sie auf meinen neuen Artikel, die warmen Maimonate vor über 120 Jahren treten auch bei anderen längeren Zeitreihen auf.

    • Herr Kowatsch,

      Hohenpeissenberg zeigt einen linearen Erwärmungstrend von 0,58 °C pro Jahr im Jahresmittel über die Messreihe seit Beginn 1781. Da ist der CO2-Effekt ursächlich mit dabei. Wenn Sie diesen Trend in der Teilmenge Mai nicht sehen, so liegt das an unkorrigierten Daten (siehe mein link auf Bericht DWD 233)
      und generell daran, dass Sie durch Reduktion auf Monatstrends das Rauschen vergrössern und damit methodisch die Detektierbarkeit von Trends so etwa einen Faktor 3 verschlechtern.

      Es ist so, als wenn Sie an der Nordseeküste stünden und nach ein paar anbrandenden und zurückweichenden Wellen konstatieren würden, dass sich keine Flut anbahnt 🙂.

      • Herr Petersen
        Vielen Dank für Ihren link oben mit einer ausführlichen sehr umfangreichen Beschreibung, mit den vielen historischen Daten und Gegebenheitsschilderungen und auch noch in deutscher Sprache. Das wird mich nun lange beschäftigen. Ich kannte bisher nur die 9-seitige englischsprachige Version von Peter Winkler. Ich nehme an, Sie sind selbst vom DWD bzw. Insider, deshalb meine Frage, wann sollen die Parallelmessungen an der Nordwand des ehemaligen Gebäudeanbaus zur Klosterkirche durchgeführt werden? Der Platz ist in der Broschüre ja eingekreist. Anregung: Wäre es wissenschaftlicher nicht sinnvoller, nicht den ehemaligen Standort zu nehmen, sondern eine Nordwand in der Nähe aufzubauen mit den unmittelbaren historischen Standortumgebungen, also auch Bäume, Büsche und Erdwege um die Wand herum. Dazu die Messhöhe von einst 988 + 7m einzuhalten oder entsprechend zu korrigieren. Natürlich könnte man die historischen Werte nicht mehr nachmessen, aber den von mir aufgrund von Besichtigungen und Schilderungen einstiger Gegebenheiten abgeschätzten WI-effekt von 0,3 C doch einigermaßen belegen. Interessieren würden mich vor allem die WI-effekte der einzelnen Monate. Wie mir mitgeteilt wurde, werden die Temperaturen derzeit digital, aber auch herkömmlich mit Thermometer nach den Mannheimer Stunden am derzeitigen Standort im DWD-Zentrum gemessen. Ich würde empfehlen auch beides gleichzeitig am noch zu planenden historischen Standort zu verfolgen. Wie ich von diversen Wetteramtsleitern erfahren habe, sind derartige Vergleichserfassungen auch standortbezogen. Ein gleichartiges Ergebnis an einem Standort könnte anderswo durchaus wieder andere Ergebnisse bringen. Historische Umgebungsbeschreibungen sind in ihrem link angegeben.
        Vielen nochmals für die neuen Diskussiongrundlagen.

        • Herr Kowatsch,

          Hier finden Sie noch mehr zur Nullpunktskorrektur:

          http://old.dmg-ev.de/gesellschaft/publikationen/dmg-mitteilungen_2009.htm

          Heft 2009-4, Seiten 14-15

          Nach P. Winklers Recherchen kannte Lamont den Effekt der Nullpunktsverschiebung durch Glasschrumpfung während der ersten 6 Jahre nach Herstellung der Thermometer mit der damaligen Glaszusammensetzung, aber er korrigierte die fehlerbehafteten Daten von 1781 bis 1850 nicht. Der Effekt war unter den Meteorologen damals bekannt.

          Ich glaube, Winkler war 2009 schon pensioniert und hat diese Untersuchung aus eigenem Interesse gemacht. Über einen Nachbau der historischen Messplätze weiss ich nichts.

          Ein WI-Effekt am Hohenpeissenberg ist aufgrund der dünnen Besiedlung und seiner singulären Lage oberhalb der Bodeninversion nicht vorhanden, denn ein WI-Effekt benötigt wie der Name schon sagt eine „Luftglocke“ mit geringem Austausch mit der Umgebung und künstlichen Wärmequellen darin, deren Wärme vor allem nachts unterhalb der Inversion in der „Glocke“ bleibt und zu einer erhöhten Temperatur im Vergleich zur Umgebung führt. Beides ist dort nicht gegeben.

          Was Sie wohl meinen sind die Temperaturunterschiede zwischen verschiedenen Aufstellungen von Thermometern durch kleinräumige Effekte (mikrometeorologische Effekte) am Ort der Station. Daher muss man Temperaturreihen auch homogenisieren.

          • Danke Herr Tengler, meine Ergänzung zu Herr Petersen. Nach der Abkühlung der Jahresdaten durch Korrektur beträgt der Ansteig 0,58 C in hundert Jahren. Es wurde nicht bis 1850, sondern bis nach 1900 korrigiert, also genau die erste Hälfte der Grafik. Außerdem nicht gleichmäßi8g, einige Einzeljahre wurden fast ein Grad nach unten gesetzt, andere gar nicht. Für die Einzelmonate und somit auch für den Mai gibt es keine korrigierten Daten. Schon deshalb muss ich auf die Originaldaten für den Monat Mai zurückgreifen, genauso wie für andere Monatsbetrachtungen.
            Angeblich kein WI-effekt des HPB, außer der Stationsverlegung seit 70 Jahren um etwa 20m tiefer, was ca 0,1 C ausmacht. (vernachlässigbar). Ihre Begründung sind theoretischer meteorologischer Natur ohne Versuchsbeweise. Ich befasse mich seit mindestens 2 Jahrzehnten mit diesem Effekt, habe viele Versuchsreihen durchgeführt und vor allem als guter Naturbeobachter die Vegetation verglichen. Auch die Wetterstation HPB hat einen wenn auch schwachen WI-effekt, der von uns vor 10 Jahren auf 0,3 C taxiert wurde. Die WI = 0,3 C Taxierung ist sehr vorsichtig, zumal das Thermometer in seiner strahlungssicheren Hütte nun den vollen und zunehmenden Jahressonnenstunden ausgesetzt ist, im Gegensatz zum früheren Standort Nordwand. Bitte führen Sie selbst mal einfache Versuchsreihen in ihrem Garten durch, dann stellen sie fest, dass es an der Nordwand eines Hauses immer kälter ist als im Schatten auf freier Fläche. Besonders im Sommer sind die Unterschiede groß, im Winter vernachlässigbar, was auch die Temperaturreihen des HPB seit 50 Jahren besonders gut zeigen. Mein Fazit heute: Unser vor 10 Jahren taxierter WI-effekt 0,3 C seit 1936 ist eher zu nieder angesetzt, er beträgt mindestens 0,3 bis 0,5 C. Ich rede also nicht von mikrometeorologischen Effekten. Trotzdem arbeite ich gerne mit den Original-Daten des HPB, denn diese stammen von einer WI-armen Station.
            Ihr Beispiel mit dem Ozean und die einmalige Beobachtung der Wellen an einem Ort ist nicht schlecht, sie müssen nur dazuschreiben, dass der Beobachter seit 240 Jahren den ganzen Mai an denselben Ort kommt und kein Hochwasser wahrnimmt. Gut, das kann sich auch zukünftig ändern.

      • „Hohenpeissenberg zeigt einen linearen Erwärmungstrend von 0,58 °C pro Jahr im Jahresmittel über die Messreihe seit Beginn 1781.“

        Habe Sie sich da in der Kommastelle vergriffen????? DAS sollte einem Fachmann, den Herr Kowatsch in Ihnen vermutet, wirklich nicht passieren. °C sollte, mal nebenbei unter Fachleuten, terminologisch richtig K sein….

        Zu ihrem Link zu „Heft 2009-4, Seiten 14-15“:

        Rein zufällig neben meinen Kenntnissen und Erfahrungen in der Thermometrie der „berührenden Temperaturmessung“ bin ich Glasfachmann.

        Das Problem des „Nullpunktanstieges“ und damit der Verschiebung und Verzerrung der gesamten Temperaturanzeige haben auch heute noch alle Glasthermometer, trotz angepasster Gemengerezeptur. Höher auflösende Glas-Themometer hatten deshalb auch „in der neueren Zeit“ noch „Hilfsskalen“ bei 0°C, auch wenn der eigentliche Meßbereich ganz woanders lag, um regelmäßig den Alterungsprozess über den relativ einfach darstellbaren Schmelzpunkt des Wassers überwachen zu können. Dazu gibt es den Effekt der „Nullpunktdepression“, der aber im meteorologischen Anwendungsprofil als Fehler eine kleinere Rolle spielt.

        Regelmäßige Nachkalibrierungen sind also SCHON IMMER geboten gewesen. Alte Meßreihen in Kenntnis der möglichen Größenordnung und Richtung der „Nullpunktverschiebung“ nun „aufzuhübschen“, verbietet allerdings jeglicher Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Man kann sicher froh sein, dass es solche alten Daten gibt, aber jegliche seriöse Fehlerbetrachtung verbietet die Benutzung solcher Daten für die Ableitung der heutigen Klimaschwindelszenarien.

        • „Hohenpeissenberg zeigt einen linearen Erwärmungstrend von 0,58 °C pro Jahr im Jahresmittel über die Messreihe seit Beginn 1781.Habe Sie sich da in der Kommastelle vergriffen?????“
          Herr Petersen meint wohl pro Jahrhundert. Analysiere ich das gleitende 12-Monate Mittel mittels Trend-Berechnung erhalte ich für das Jahr 1781 5,4 °C und für 2019 7,1 °C, also eine Differenz von 1,7 °C. Die Variabilität ist viel größer. Zum Beispiel betrug das Mittel 200507-200606 6,6 °C, stieg dann an auf 9,6 °C für 200606-200705 und fiel in 200705-200804 auf 7,3 °C. Die Natur und die Landwirtschaft passt sich an diese Gegebenheiten an. Am Hohen-Peißenberg wachsen noch keine Palmen und es werden noch keine Ananas geerntet.

          • Guten Tag,

            Es muss natürlich heißen:
            „Hohenpeissenberg zeigt einen linearen Erwärmungstrend von 0,58 °C pro JahrHUNDERT im Jahresmittel über die Messreihe seit Beginn 1781.“
            In der Graphik ergibt sich der lineare Trend zu 0,0058 °C/Jahr.

            Herr Tengler, danke für Ihre Bemerkungen zu Thermometerfehlern und dem Glas. Wie man in den Links lesen kann, war dieser Fehler schon im 19. Jahrhundert bekannt, und es wurden daraufhin Korrekturen angebracht. Diese Korrekturen sind natürlich möglich. Ich verstehe daher nicht, wie Sie behaupten können: „verbietet allerdings jeglicher Anspruch auf Wissenschaftlichkeit.“

            Wenn die Verschiebung ermittelt wurde, kann man die Temperaturreihe entsprechend verschieben. Natürlich bleibt dabei ein Fehler, da die Verschiebung nicht exakt vermittelbar ist und eventuell nur durch Vergleiche und Erfahrung angebracht wird. Das Ziel ist es, diesen Restfehler geringer zu halten als der Fehler vorher. Außerdem werden Temperaturreihen bei Homogenisierung eh verschoben.

            Wenn Sie noch nie Klimareihen verarbeitet haben: ich kann nur sagen, dass Fehlerkorrekturen der beschriebenen Art für die Klimatologie seit 200 Jahren Standard ist, nicht weil man damit Politik macht, sondern weil das Verfahren durch Kontrollmessungen bestätigt wird.

            Herr Kowatsch,

            „Bitte führen Sie selbst mal einfache Versuchsreihen in ihrem Garten durch, dann stellen sie fest, dass es an der Nordwand eines Hauses immer kälter ist als im Schatten auf freier Fläche. Besonders im Sommer sind die Unterschiede groß, im Winter vernachlässigbar, was auch die Temperaturreihen des HPB seit 50 Jahren besonders gut zeigen. “

            Glaube ich, aber das versteht man nicht unter WI-Effekt, sondern ist der von mir beschriebene Effekt mikrometeorologischer/-klimatologischer Unterschiede. Daher auch Homogenisierung und wenn möglich überschneidende Vergleichsmessungen.

        • Danke Herr Tengler
          Der Monat Mai kühlte am alten Standort an der Nordwand der Klosterkirche von 1781 bis 1936 um 0,9C je Jahrhundert ab, nach den Originaldaten. Vom Mai gibts keine korrigierte Daten. Gäbe es die, dann dürfte die Abkühlung gleich sein, die Trendlinie läuft lediglich parallel versetzt etwas tiefer und die Anfangsjahre bleiben deutlich wärmer.
          Herr Berberich: Bedenken Sie, die Trendlinienänderung der Jahresmittel durch das Absenken der ersten 140 Jahre ist durch P. Winkler nur bis zum Jahre 2009 berechnet. Bis 2020 gibt es kleine Differenzen. Natürlich wurde es seit 70 Jahren überall in Deutschland bis 2020 wärmer, die Jarhestemperaturen lagen nach dem Kriege in einem Wellental, die Gründe sind natürlicher Art und menschengemacht durch den WI-effekt, der zunehmenden Flächenversiegelung (Bebauung) und Trockenlegung der Lanschaft. Aber da sind wir uns einig.

          • Wenn man die Historie der Station und die „Historie“ und „Eigenarten“ der verwendeten Instrumente und deren Benutzungszeiträume kennt, kann man durchaus einmal Trends für diese Lokalität ableiten, aber das nachträgliche Verändern der Daten, um es irgendwie „passend“ zu machen, sollte unterbleiben. Es wird leider zu schnell vergessen, wie solche Datensätze entstanden sind und bestimmte Leute gehen dann damit hausieren, ohne die Randbedingungen zu erwähnen, weil diese nicht in ihr Konzept passen.

            Ich beschäftige mich nicht so intensiv wie Sie, Herr Kowatsch, mit Wetterdaten. In einem anderen Zusammenhang (aber auch Klimaschwindel) hatte ich schon mal vor über 20 Jahren den Hinweis auf eine alte Station im Müncher Umfeld, bei der dann nach Festellung des Instrumentenfehlers Daten über viele Jahrzehnte „korrigiert“ worden sein sollen. Nun kenne ich diese Station und werde sie nie wieder vergessen.

  4. Sehr geehrter Herr Kowatsch,

    Zuersteinmal auch von mir vielen Dank für Ihren Bericht.
    Wie so oft muss ich Ihre Methodik schon ein wenig kritisieren. Es ist wie ein Katz und Maus-Spiel:
    Sie bringen Die Grafik der Station Gießen. Das ist auf den ersten Blick in Ordnung. Ich hatte Sie aber an anderer Stelle schon einmal darauf hingewiesen, dass bei einer Stationsverlegung in den Grafiken ein „Caveat“ vermerkt sein sollte.

    Sie sind doch hier der vehemente Anhänger des WI-Effekts: Wie jedermann mittels Google- Maps nachvollziehen kann ist die Station Gießen-Wettbergen im Betrachtungszeitraum ihrer Grafik aus dem bebauten Bereich in das höher gelegene Umland gezogen. Damit verbietet sich die von OIhnen gelieferte Interpretation der „Gießen-Grafik“

    https://cdc.dwd.de/rest/metadata/station/html/812300829159

    Ein Abgleich mit der nahe gelegenen DWD-Station 3042 – Löhnberg-Obershausen sollte alos erfolgen BEVOR man Ihre Schlüsse zieht.
    MfG
    Ketterer

    P.S. Sie waren doch einmal Lehrer. Waren Sie mit Ihren Schülern so nachsichtig wie mit sich selbst?!?

    • Hallo Herr Ketterer
      Mit meinen Schülern war ich noch nachsichtiger. Zu ihren Einwänden: 1) Zum Stationswechsel in der Fläche zwischen Gießen und Wettenberg. Früher: „Die Station liegt am nördlichen Rand der Liebigshöhe, die das Stadtgebiet im E begrenzt.“ Daraus schließe ich, dass die Siedlingsgrenze früher am südlichen Rand der Lieblingshöhe endete und die frühere Station lag am nördlichen Rand. Der Abstand ist nicht angegeben. Auch beim derzeitigen Standort rücken die Siedlungsausläufer von Wettenberg immer näher an die frei stehtende DWD-Station heran. Außerdem wurde mir mitgeteilt, dass noch 2 Monate lang Parallelmessungen stattgefunden hätten. Ihre 2.ter Einwand ist richtig, die alte STation stand auf 186 m NN und die neue auf 202,7m NN. Das macht je nach Monat 0,1 bis 0,2 C Wi-effekt, und ich glaube auch nicht, dass die Daten vom DWD homogenisiert wurden. Um diesen Betrag müßte man die fallende Maitrendlinie korrigeren.
      Mit der Station Löhnberg-Obershausen habe ich mich aus Zeitgründen noch nicht beschäftigen können, (Standortwechsel, Einwohnerzunahme, Umfeldwechsel, evt. Gewerbegebiet) da ich momentan im Team die Antwort auf die Frage suche, warum die Eisheiligen seit 1992 kälter werden und ob es auch bei anderen Monaten sowas wie Eisheilige für 5 Tage gibt. Ausgesprochene WI-Stationen wie Hof oder Holzhausen oder München selbst zeigen seit 1988 keine Maiabkühlung, sondern einen Stillstand.

      • Herr Kowatsch,
        In meinem Link zu den Metadaten ist der genaue Standort (Breiten und Längengrad) des alten und neuen Standorts angegeben.

        Alter Standort innerhalb der geschlossene. Einzelhausbebauung, neuer Standort auf der freien Feld, über 200m von den Gebäuden der Uni entfernt, welche auch recht frei in der Landschaft stehen.

        Was ist also ungefähr der (negative) WI-Effekt im Betrachtungszeitraum? Da sind Sie doch der Experte.

        MfG
        Ketterer

        • Herr Ketterer. Sie wissen doch nicht, wie weit die Bebauung vor 15 Jahren war. Sollte es so sein wie Sie feststellen, dann ist der negative WI-effekt allerdings größer als die 0,1 C, die ich Ihnen genannt habe. Falls sich niemand meldet, der dort wohnt, dann könnte uns vielleicht Herr Petersen weiterhelfen. Auf alle Fälle werde ich die Standortversetzung mit negativem WI-effekt bei den nächsten Arbeiten anmerken, genauso wie ich dies beim HPB mit positivem WI-effekt anmerke.
          Vielen Dank für Ihre Einwände.

          • @ Kerrn Kowatsch:
            Sie schrieben: „Herr Ketterer. Sie wissen doch nicht, wie weit die Bebauung vor 15 Jahren war.“

            Sie wissen es nicht? Einfach mal einen Kurs belegen in Luftbildinterpretation.
            Bei goolge earth gibt es die Sat-Aufnahmen von 2008; aber werden nicht benötigt um meine Argumente zu stützen:
            Allein schon die Vegetation in den umliegenden Gärten lässt darauf schließen, dass die Bebauung dort schon über 20 Jahre besteht. Ähnliches lässt sich aus dem Baustil ableiten (googlen Sie einmal nach VHS Gießen).

            Und die Bebauung in der Umgebung des neuen DWD- Standortes hat sich in den vergangenen 12 Jahren nur unwesentlich verdichtet. Was bleibt also: Ihre Grafik sollte wenigstens mit einer Markierung der Stationsverlegung versehen werden.

            MfG
            Ketterer

          • Herr Ketterer: Wenn dem so ist, dann haben Sie recht, das hatte ich bereits gestern so geschrieben. Es geht mir jetzt um die Größenabschätzung des negativen WI-effektes für den neuen Standort seit der Versetzung. Deshalb nochmals der Aufruf an Herrn Petersen als „Insider des DWD“, hier eine Bestätigung der Ketterer-Aussagen zu geben. Herr Petersen, bitte schauen Sie sich die Diskussion zwischen mir und Herrn Ketterer an. Sie nennen das nicht WI-effekt, sondern mikrometeorologische/-klimatologische Unterschiede und behaupten beim Diskussionspunkt HPB, dass diese durch Parallelmessungen weghomogenisiert würden

  5. Wer ein Brechmittel sucht, ich habe eines:
    https://www.wetteronline.de/wetterticker/neue-un-klimainitiative-zum-weltumwelttag-202006056920408
    ////
    Heute ist Weltumwelttag. Zu diesem Anlass startet das Klimasekretariat der Vereinten Nationen eine neue Initiative gegen die Erderwärmung. Die Kampagne steht unter dem Motto „Race to Zero“ und hat sich zum Ziel gesetzt, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wie Kohlendioxid möglichst auf Null zu senken.
    Weltweit haben sich schon knapp 1000 Unternehmen, Hunderte von Städten und Universitäten, viele Bundesstaaten und Regionen sowie 36 Großinvestoren dazu verpflichtet, bis spätestens 2050 ihre Emissionen auf netto Null zu drücken. Unter den Unternehmen sind Rolls-Royce, Nestlé und Inditex, ein globaler Modehändler. Zudem haben sich über 120 Staaten dazu verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden.
    Der Präsident der nächsten Weltklimakonferenz, der britische Energieminister Alok Sharma, sagte, die Wirtschaftssysteme sollten weltweit nach der Corona-Krise nachhaltiger und sauberer wieder aufgebaut werden. Die neue Initiative „Race to Zero“ solle Firmen und regionale Regierungen dazu ermutigen, mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz zu zeigen.
    (WO/dpa)
    ////
    Wie gesagt, zum ko****

    • In 12 Jahren nach der Prophezeiung und 2 Jahre sind ja schon vorbei also 2030 geht ja die Welt runter. Warum muss man überhaupt bis 2050 planen, wenn die Welt schon 2030 runter geht?
      Die sollen ihr Computerprogramm löschen und nochmal rechnen. Da gibt es irgendwo eine Verwechslung. 2030 „race to Rero“ und 2050 Weltuntergang. Obwohl wieso soll die Welt runter gehen, wenn 2030 die Welt mit Null Emissionen wiederum gerettet wird?

    • Albert Einstein:
      „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“

  6. Sehr geehrter Herr Leibner, ich weiß dass es sich etwas nach Klage anhörte und las. Selbstverständlich müssen wir uns auf solche veränderten Wetterbedingungen einstellen, wo auch immer die her kommen. Menschengemachter oder natürlicher Klimawandel, darum geht’s mir doch erst mal gar nicht. Aber ich würde schon gerne die Ursachen wissen, zumindest grob, als lapidar von irgendwelchen Wetterschwätzern im ÖR-TV als Ursache den CO2-Klimawandel serviert zu bekommen, der es natürlich nach deren „Ideologie“ nur sein kann. Ich hatte den Eindruck, dass hier kaum jemand meine Beobachtungen der letzten Monaten teilen oder verstehen wollte.
    Also bitte, das war keine Klage oder Anklage, ich mache mir einfach nur Sorgen darüber wie es weitergeht mit dem Wetter und Klima und möchte die Ursachen verstehen.
    Danke nochmal für Ihre Antwort und Auskünfte.

  7. Es würde sich mehr lohnen, den gesamten Frühling nicht nur temperaturmäßig, sondern im Kontext aller meteteorolog. Größen zu betrachten. Da zeigt sich Folgendes:
    1. Extrem sonnig – mit ca. 709 Stunden (DWD-Flächenmittel) wurde der alte Rekord aus 2011 knapp überboten.
    2. Nur verhalten zu warm mit etwa 9,2°C – das reichte nicht für einen Platz unter den wärmsten 15 Lenzen seit 1881. Man stelle sich vor, die wärmende Sonne hätte nur etwas weniger geschienen – das wäre ein echter Kaltfrühling gewesen!
    3. Zu niedrige relative Feuchte und zu wenig Regen, dazu massivste Frostschäden – ein Murks-Frühling zum Vergessen für alle Landwirte und Gärtner!
    4. Deutlich zu hohes Luftdruckmittel über Mitterleuropa.
    5. Viele Nord- und Ostwetterlagen.
    6. Und die CO2-Konzentration? Stieg trotz der nun ruinierten Weltwirtschaft überdurchschnittlich an – wann demonstrieren unsere Edel-Schulschwänzer (Greta & Co.) gegen die böse Natur, die sich nicht an das hält, was sie fordern?

    • „Es würde sich mehr lohnen, den gesamten Frühling nicht nur temperaturmäßig, sondern im Kontext aller meteteorolog. Größen zu betrachten. Da zeigt sich Folgendes:..“
      Hierin stimme ich Ihnen voll zu. Interessant ist z.B. auch ein Vergleich der Korrelation der Sonnenscheindauer SD – Tagesmittel-Temperatur TMK und SD – rel.Feuchte RelF%. Ich betrachte die Monate März – Mai der Wetterstation Potsdam zwischen 1960 und 2020. Im März ist die Korrelation TMK – SD mit 0,20 gering, steigt im April auf 0,65 an und erreicht im Mai 0,78. Im Unterschied dazu ist die Korrelation von RelF% – SD bereits im März mit -0,58 recht groß, steigt im April auf -0,87 und im Mai auf -0,88. In Potsdam wird auch die Globalstrahlung gemessen. Hier ist die Korrelation zu TMK im März 0,03, steigt im April auf 0,73 und im Mai auf 0,80. Die Korrelation zu RelF% ist im März -0,66, im April und im Mai -0,85. Letztlich sind dies einfache Zusammenhänge.

      • „Letztlich sind dies einfache Zusammenhänge.“ Die Erfahrung „Korrelation ist nicht Kausalität“ mündet hier in die Fragen
        (1) Wird die erhöhte Sonnenscheindauer durch die geringe Luftfeuchtigkeit verursacht?
        (2) Wird die niedrigere Luftfeuchtigkeit durch die erhöhte Sonnenscheindauer verursacht?
        Zu (1) Die Luftfeuchtigkeit kann sich z.B. verringern, wenn sich der Wind in Stärke und Richtung ändert. In Potsdam weht der Wind im Mai im Mittel 1893-2020 aus dem Westen mit 1,5 m/s und aus dem Norden mit 0,2 m/s. Die Nordwind-Komponente hat seit 1992 zunehmende Tendenz die Westwind-Komponente abnehmende Tendenz. Dies führt tendenziell zu einer geringeren Luftfeuchte.
        Zu (2) Die Sonnenschein-Dauer ändert sich wenn sich der Aerosol-Gehalt der Atmosphäre ändert. Leider kenne ich für den Standort Potsdam keine Zeitreihen aus der man die Änderung der globalen solaren Einstrahlung infolge von Aerosolen bestimmen kann. Vielleicht kann mir jemand einen Tipp geben.

        • Danke Herr Berberich, so kompliziert und wahrschienleich noch mehr sind die Zusammenhänge. Es git nätürliche Gründe unter ihren genannten, aber auch menschenerzeugte, dabei möchte ich 2 hinzufügen. Die menschenverursachte Austrockung der Landschaft, die zu weniger Luftfeuchtigkeit führt mitsamt der ständigen sich ausweitenden Versiegelung der Landschaft. Für mich ist nur eins sicher und deshalb immer die ständige Wiederholung in den Artikeln: C02 verändert gar nichts, für die Landschaftstrockenlegung und Zerstörung einstiger Naturflächen, die einen großen Einfluss auf die Gesamtwitterung haben ist kein anthropogenes CO2 verantwortlich. Aber weshalb der Mai in über 200 Jahren in Mitteleuropa nicht wärmer wurde, dazu kann ich nicht einmal Hypothesen nennen.

  8. Lieber Herr Kowatsch!
    Auch ich möchte mich bei Ihnen endlich einmal für Ihre unermüdliche, wertvolle Arbeit bedanken! Und auch für Ihre Eselsgeduld! Sie könnten auch ein guter Psychotherapeut sein.
    Eine kleine Episode aus meinem Leben: Ich (damals 63) besuchte meinen Vater (damals 91) vor 2 Jahren. Am Nordrand des Villacher Beckens als gutsituierter Pensionist im eigenen Haus lebend, erklärte er seinem Sohn (wie immer) an einem wunderschönen Junisonntag die Welt und speziell unsere unmittelbare Umgebung: Es ist zu heiß, alles ist dürr und verbrannt, wie soll es weitergehen? Ich bat meinem Vater, aus dem Fenster zu blicken: vor uns einige hundert Hektar Ackerland, Wiesen und Weiden, dahinter die Silhouette von Villach, dahinter die wunderbaren Karawanken und Dolomiten als Grenzen zu Slowenien und Italien. Und alles in den schönsten Grüntönen, Goethe hätte sich gefreut!
    Ich fragte meinen Vater: „Papa, zeig mir bitte eine Stelle, die trocken und dürr ist.“ Er blickte aus dem Fenster, sah mich wie ein Wesen von einem anderen Stern an, und dachte sich wohl, daß das nicht sein kann, was er sieht, nachdem er von ORF und seinen 2 Tageszeitungen schon seit vielen Jahren die wahren Fakten erfährt, nämlich, daß es trocken und dürr ist.

  9. Sehr geehrter Herr Kowatsch,vielen für die ausführliche Antwort, das leuchtet mir teilweise ein, aber ich habe auch den Eindruck, in meiner Region zumindest, Rand des nördlichen Ruhrgebiets, dass einfach viel, viel weniger Regen fällt. Wir hatten vor einigen Jahren mal 2-3 Wochen warme Phasen mit viel Sonne im Frühjahr, oder auch kürzer, aber meist kam dann Regen und Gewitter. Es gibt kaum noch Gewitter. Selbst in Essen, früher ein Regenloch, wo ich regelmäßig mit dem Motorrad mal richtig nass wurde, fällt viel weniger Regen. Alleine mit dem Grundwasser kann man das nicht erklären, es muss ja auch Wasser nachkommen. Also irgendwas „stimmt nicht“ im Vergleich zu vor 10-15 Jahren mit den Tiefs, die vom Atlantik normalerweise den Regen brachten.
    Noch ein Beispiel aus der Vergangenheit. Bin mit meinem Vater bis vor 10 Jahren einmal im Jahr im Juni oder Juli nach Ijmuiden gefahren zum Hochseeangeln, spontan, wetterabhängig. Es war stets schwierig, mal eine Phase zu erwischen mit 2 Tagen sicheren Sonnenschein und Hochdruckeinfluß über der Nordsee. Meist hat’s geklappt, hatten aber auch schon Pech mit Wind und Regen auf dem offenen Meer in einer eher Nussschale ohne Unterdeck. Ich sach mal heute oder die letzten 3 Jahre wäre es überhaupt kein Problem gewesen, man hätte sich die Tage
    aussuchen können, es war die ganze Zeit im Sommer „schön“. Inzwischen finde ich eine Woche Regen schön, ich kann die ständige Sonne und Wind und Trockenheit bald nicht mehr ertragen. Entschuldigung dass ich mit solchen Beispielen versuche das Phänome zu erläutern und zu belegen, aber das bilde ich mir doch alles nicht ein, oder?

  10. Die Überschrift lautet: „Der Mai will nicht wärmer werden. Wo bleibt die CO2-Treibhaus­wirkung?“ Wie immer wird aus einzelnen ausgewählten Stationen ein Bild skizziert, das Fragen aufwirft. Falls sich jemand fragt, wo die „Globale Erwärmung“ ist, sollte er sich auch globale Datensätze ansehen, z.B. die immer als besonders vertrauenswürdig ausgewiesenen Satellitendaten von UAH (Roy Spencer, John Christy), die für Mai mit 0,54°C den zweitwärmsten Mai in den Satellitendaten ausweisen (1998 0.64, 2020/2016 0.54, 2017 0.45).

    • @Marvin Müller: Trotzdem, es ist absolut berechtigt, auf die lokalen Gegebenheiten hier zu schauen. Die (männlichen) Wetterfrösche der ÖRR machen dies permanent, wenn sich auch nur irgendwie und ansatzweise ein alarmierender Klimatrend ableiten lässt. Mit dem derzeitigen Niederschlagsdefizit genau dasselbe – da fehlt in den ÖRR jeder Hinweis auf den Langzeittrend, den Herr Kowatsch regelmäßig bringt. Aber bei den Klimablödsinn-Verbreitern der ÖRR benutzt man sowas immer, um Assoziationen zu dem „gefährlichen“ anthropogenen Klimawandel herzustellen – regierungskonforme Klima-Indoktrination für ein Millionenpublikum. Und diese Klimakatastrophen-Influencer darf man mit Zwangsgebühren finanzieren – eine typische Fehlkonstruktion in Blödland!
      Herr Kowatsch ist vergleichsweise um Lichtjahre besser! Traurig genug, dass man sich heutzutage im Internet informieren muss, um nicht komplett verdummt zu werden!
      Und was die globalen Daten anbelangt, dann erklären Sie bitte, warum die Erwärmung ganz überwiegend auf der Nordhalbkugel stattfindet. Und warum in den USA die wärmste Phase in den 1930er Jahren war. Nimmt man „Adjustierungen“, inhärente Fehler und die Fragwürdigkeit einer „globalen“ Temperatur dazu, dann ist es geradezu ein Muss, auch lokale Gegebenheiten anzuschauen. Zumal dies die unsäglichen Klima-Alarmisten in Politik und Medien bereits bei jeder lokalen, kurzzeitigen Wetterkapriole tun, wenn sich damit nur irgendwie das Katastrophen-Narrativ bedienen lässt!
      Aber nichts Neues: Grüne Klimaverdummung pur in diesem Land!

      • Dr. Roland Ullrich schrieb am 3. Juni 2020 um 15:10:

        @Marvin Müller: Trotzdem, es ist absolut berechtigt, auf die lokalen Gegebenheiten hier zu schauen.

        Ich stelle nicht Herrn Kowatschs Betrachtungen in Frage. Ich stelle nur in Frage, ob man aus diesen lokalen Betrachtungen etwas über globale Vorgänge schlussfolgern kann. Herr Kowatsch hat auch immer noch nicht auf meine Frage geantwortet, warum er eigentlich annimmt, dass die Temperatur an jedem Ort stetig steigen müßte und eine Abweichung davon ein Argument gegen den Treibhauseffekt wäre …

        Und was die globalen Daten anbelangt, dann erklären Sie bitte, warum die Erwärmung ganz überwiegend auf der Nordhalbkugel stattfindet.

        Haben Sie einfach mal danach gegoogelt? Schon ein triviales Suchen nach „warming northern and southern hemispheres“ liefert jede Menge Lesestoff. Diese unterschiedliche Erwärmung wurde auch vorhergesagt (bereits 1983 …), siehe z.B. Climate: What did We Know and When Did We Know it?.

        • Herr Müller „..Herr Kowatsch hat auch immer noch nicht auf meine Frage geantwortet, warum er eigentlich annimmt, dass die Temperatur an jedem Ort stetig steigen müßte und eine Abweichung davon ein Argument gegen den Treibhauseffekt wäre …“
          Antw: Weil das von den CO2-Treibhausgläubigen mit kleinen Einschränkungen so behauptet wird. Sie haben die Aussage etwas überspitzt. Wenn der HPB in Grafik 2 seit 240 Jahren trotz wärmender Standortveränderung keine Maierwärmung zeigt, dann gibt es entweder den CO2-THE nicht oder er hat 240 Jahre an diesem Ort ausgesetzt.
          Wenn ich bekannten CO2-Erwärmungsgläubigen schreibe, dass der April im Jahre 2007 bei allen deutschen Stationen einen starken Temperatursprung aufweist -er wurde plötzlich um 2 Grad wärmer- dann könne dieser Temperatursprung nur einen natürlichen Grund haben, so schreibt ein ARD-Wetterfrosch mir zurück, ich solle den Betrachtungszeitraum verlängern, dann erhalte ich eine stetig steigende Trendlinie und das sei der Beweis des CO2-THE. Ich wollte von ihm seine Meinung/Vermutungen über die Gründe des plötzlichen Temperatursprunges einholen.

          • Josef Kowatsch schrieb am 4. Juni 2020 um 10:19:

            Herr Müller „..Herr Kowatsch hat auch immer noch nicht auf meine Frage geantwortet, warum er eigentlich annimmt, dass die Temperatur an jedem Ort stetig steigen müßte und eine Abweichung davon ein Argument gegen den Treibhauseffekt wäre …“
            Antw: Weil das von den CO2-Treibhausgläubigen mit kleinen Einschränkungen so behauptet wird.

            Vielleicht sollten Sie nochmal prüfen wer was genau sagt und vor allem kucken, was die Wissenschaft zu dem Thema sagt. Und denken Sie doch einfach mal ein paar Jahre zurück, da war Latif hier auf Eike ein grosses Thema mit seiner Aussage, dass natürliche Variabilität auch für einige Jahre/Jahrzehnte zu einem Abfallen der globalen Temperaturen führen könnte (sie haben da sogar mitdiskutiert …). Oder schauen Sie auf den kürzlich von Herrn Limburg verlinkten Artikel von den Erstellern der BEST-Temperaturreihe, die bei einem drittel (?) der Stationen ein Abfallen der Temperaturen beobachten … Alles Indizien, dass Ihre Meinung vom Wirken des Treibhauseffektes von der Wissenschaft so nicht geteilt wird …

            Herr Müller noch ein Nachtrag: Und selbst, wenn die Maitemperaturkurve auf dem Hohenpeißenberg seit 240 Jahren um 2 C gestiegen wäre, dann wäre das noch längst kein Beweis, dass CO2 dafür die Ursache ist.

            Wenn ich schreibe, dass man aus einer einzelnen Station keinen Schluss ziehen kann, gilt das natürlich für beide Richtungen. Oder habe ich irgendwo etwas geschrieben, das etwas anderes suggeriert? Und aus einem Anstieg der Temperatur kann man auch noch keinen Schluss auf die Ursache ziehen, da braucht es schon etwas mehr …

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,

            Sie schrieben:
            „Wenn der HPB in Grafik 2 seit 240 Jahren trotz wärmender Standortveränderung keine Maierwärmung zeigt, dann gibt es entweder den CO2-THE nicht oder er hat 240 Jahre an diesem Ort ausgesetzt.“

            Wir haben ja von Herrn Limburg viel gelernt über die Probleme der Erstellung von Temperturzeitreihen. Daher meine Frage:
            Gab es in der Messstation Hohenpeißenberg Wechsel von Thermometerstandorten, Instrumentenwechsel, Änderung der Ablesemethodik etc? Wir haben gelernt, dass solche Veränderungen solche pauschalen Aussagen wie von Ihnen getätigt nicht zulassen.
            Oder haben Sie eine Zeitreihe genommen, wo man diese Veränderungen versucht hat zu korrigieren?

            PS:
            Das Herauspicken eines Monats ist sinnlos, da die normalen Monatsschwankungen groß sind. Wenn wir klären wollen, ob die Station eine Erwärmung zeigt, müssen wir schon lineare Trends berechnen.

            Es gibt viele Orte auf dem Globus, die eine Erwärmung im Mai zeigen (siehe Spencers Satellitendatensatz). Wenn ich ihre Artikelüberschrift spiegle, drängt sich dort dann nicht die Antwort auf „Da ist die CO2-Treibhauswirkung!“. Um nicht missverstanden zu werden: Ich finde diese Antwort genauso gehalt- und sinnlos wie ihre Frage in der Überschrift, ich distanziere mich von beidem.

        • Herr Müller noch ein Nachtrag: Und selbst, wenn die Maitemperaturkurve auf dem Hohenpeißenberg seit 240 Jahren um 2 C gestiegen wäre, dann wäre das noch längst kein Beweis, dass CO2 dafür die Ursache ist. Für den Klimawandel gibt es natürliche Gründe und menschengemachte, der menschengemachte heißt zunehmender Wärmeinseleffekt bei den Stationen. Ich gehe davon aus, dass der Hohenpeißenberg zunehmend versteppen wird trotz gleicher Regenmenge, weil in der Landschaft um den Berg die Trockenlegungen voranschreiten. Ein Peitinger Moor am Bergfuß gibt es nicht mehr. Die Austrockung des HPB wird sich in zunehmenden Sommertemperaturen zeigen. Weniger Verdunstung heißt aber auch weniger Wasserdampfgehalt in der Luft und Nachlassen der Sommerniederschläge. Wie immer heißt die Hauptaufgabe Naturschutz und nicht CO2-THE.

          • Herr Limbach, Sie schreiben: …Es gibt viele Orte auf dem Globus, die eine Erwärmung im Mai zeigen.. Meine Antwort: Bitte nenne Sie mir einen Ort, der ähnlich lange Maidaten hat und in dessen Umgebung sich ähnlich wenig verändert hat wie auf dem HPB oder der Virginia Station, siehe Grafik 8

          • Sehr geehrter Herr Kowatsch,

            möchten Sie nicht zuerst meine Frage nach der Hohenpeißenberg-Zeitreihe beantworten? Das ist doch die wesentliche Frage, wenn wir klären wollen, ob dort eine globale Erwärmung messbar ist.

            MfG

        • Ja, ich habe mir den Film angesehen, in dem durchweg Anhänger der offiziellen Klimaforscher zu Wort kommen, und behaupten, die Klimamodelle hätten seit den 80er Jahren alles richtig vorhergesagt! Nun, hier gibt es bekanntlich zahlreiche, bestens begründete Gegenstimmen… Wenn an einer Stelle auf die Ozeane verwiesen wird, die auf der Südhalbkugel stärker kühlen als im Norden, dann kann das wohl kaum einen Nullanstieg im südlichen Polarbereich bewirken. Und die Hinweise auf mehr Landmasse, abnehmende Eisbedeckung und weniger Reflexion im Norden, wobei letztere sehr wahrscheinlich zyklische Vorgänge sind, haben primär wenig mit anthropogenem CO2 zu tun. Viel Raum auch für Wärmeinseleffekte, auf die auch Herr Kowatsch immer wieder hinweist, sowie ozeanische Oszillationen.
          Und wo bleibt z.B. die Sonnenscheindauer, ein ganz wesentlicher Temperaturtreiber? Zumindest für das Alpenklima zweifelsfrei nachgewiesen. Dr. Lüning verweist in seinem neuen Klima-Lehrfilm ebenfalls auf die Zunahme der Sonnenscheindauer als (Mit-)Ursache für die (mutmaßlich) beobachtete Erwärmung. Vielleicht findet man im Internet/NASA mehr dazu, ich lasse mich gerne belehren… Interessant ist allerdings, dass die zunehmende Abkühlung der Stratosphäre durch vermehrtes CO2 anscheinend von der IPCC-konformen Klimaforschung akzeptiert ist.
          Es bleibt aber Tatsache, dass die vom IPCC bemühte Wasserdampfverstärkung, und ohne die sind die in der großen Mehrzahl übertriebenen Temperaturprognosen des IPCC nicht möglich, auf höchst schwachen Füssen steht – weil insbesondere die damit verbundene Wolkenbildung bis heute nicht verstanden ist und schon gar nicht korrekt modelliert werden kann.
          Für mich gibt es eine Reihe von Gründen, der Alarm-Klimaforschung nicht zu trauen. Nimmt man den Irrsinn mit der „großen Transformation“ hinzu, dann wäre Nichtstun und Kraftwerke modernisieren weitaus klüger, sicherheitshalber vielleicht noch Verfahren des Geoengineering in Reserve. Und die fossilen Vorräte gehen sowieso zur Neige. Und freuen wir uns derweil über verstärktes Pflanzenwachstum, das ähnlich wie die Ozeane aufgrund des steigenden CO2-Partialdrucks, immer mehr CO2 aufnimmt!

          • Dr. Roland Ullrich schrieb am 4. Juni 2020 um 14:26:

            Wenn an einer Stelle auf die Ozeane verwiesen wird, die auf der Südhalbkugel stärker kühlen als im Norden, dann kann das wohl kaum einen Nullanstieg im südlichen Polarbereich bewirken. Und die Hinweise auf mehr Landmasse, abnehmende Eisbedeckung und weniger Reflexion im Norden, wobei letztere sehr wahrscheinlich zyklische Vorgänge sind, haben primär wenig mit anthropogenem CO2 zu tun.

            Sie hatten die Frage aufgeworfen, warum sich die Südhalbkugel langsamer erwärmt, als die Nordhalbkugel. Darauf gab es in dem Video Antworten, die wichtigsten Punkte waren:
            * größere Anteil an Ozeanen auf der Südhablkugel, die länger brauchen, um sich zu erwärmen
            * größerer Anteil an Landmassen auf der Nordhablkugel, die sich schneller erwärmen
            * zurückgehendende Eis-flächen im Norden, die aufgrund der verringerten Albedo zu größerer Erwärmung führen (Eis-Albedo-Feedback)
            * die Erklärungen stammen teilweise schon aus dem Jahr 1983
            Ich bilde mir ein, im Video kam auch zum Ausdruck, dass diese Dinge auch passieren würden, wenn die Einstrahlung durch die Sonne zunehmen würde.

            Also eigentlich beantwortet das ihre Frage und wir könnten vielleicht Unklarheiten noch diskutieren. Aus irgendeinem Grund schmeissen Sie dann aber alles möglich andere noch in den Topf, nur um dann wieder irgend ein Mißtrauen zu begründen. Geht das nicht auch mal etwas sachlich?
            Und warum so ein Statement:

            Interessant ist allerdings, dass die zunehmende Abkühlung der Stratosphäre durch vermehrtes CO2 anscheinend von der IPCC-konformen Klimaforschung akzeptiert ist.

            wenn Sie im Video gerade gesehen haben, dass dieses Verhalten vorrausgesagt wurde?

          • @Marvin Müller: Schelte macht sich immer gut, wenn auch nicht unbedingt gerechtfertigt. Aber im Ernst: Stärkere Erwärmung der Landmassen beantwortet nicht unbedingt die Ursachen, es gibt mögliche Beiträge durch Wärmeinseleffekte, erhöhte Sonneneinstrahlung, ozeanische Oszillationen. Richtig ist an ihrer Kritik: „Null Erwärmung im Südpolarbereich, Maximum in der Nordpolarregion“ verstärken zwar meine Zweifel an der alleinigen CO2-Ursache erheblich. Passt auch mit der These einer Nord-Süd-Klimaschaukel nicht so recht zusammen. Ein strenger Beweis kann es nicht sein, solange ich nicht alle anderen Ursachen kenne.
            Soweit ich die Diskussionen verfolge, ist der Klimaeinfluss des anthropogenen CO2 bis heute generell nicht bewiesen. Zu komplex ist das Wettergeschehen in der Troposphäre… Auch bei den historischen CO2- und Temperaturverläufen ist die angebliche Rolle des CO2 als Temperaturtreiber nicht zu erkennen. Obwohl das einige immer wieder versuchen und der IPCC-Computermodellierer Stocker sogar sein Publikum diesbezüglich dreist belogen hat – in der Weltwoche nachzulesen…

  11. Und die ARD-Tagesschau will uns weis machen, der Frühling 2020 sei „viel“ (!) zu warm gewesen.

    Frühjahr 2020 „VIEL zu warm“ oder doch nicht!?

    • Warum gelingt es dem Deutschen Wetterdienst nicht, Messungen erst dann zu veröffentlichen wenn die endgültigen Ergebnisse vorliegen? Beispiel: Mai-Temperatur 2020 vorläufig 11,9 °C (siehe oben), endgültig 12,06 °C.
      Für mich endet das Frühjahr am 20.Juni. Eine Diskussion darüber ob das Frühjahr 2020 „viel zu warm“ war, halte ich somit für verfrüht. Eine solche Diskussion ist auch sinnlos, da „viel zu warm“ für mich keine Diskussionsgrundlage ist. Ich sitze bei ARD und ZDF schon lange nicht mehr in der 1.Reihe.

      • @Paul Berberich
        Es gibt ja den kalendarischen und den meteorologischen Frühling.
        Letzterer endete am 31.05.2020.

        • Es gibt auch die naturwissenschaftliche Größe Temperatur und die meteorologische Größe „Temperatur-Anomalie“. Den Unsinn der letzterern Größe ersieht man aus der aktuellen Diskussion „Der Mai will nicht wärmer werden? Letztlich hängt diese Frage vom Standort und der Wahl des Referenz-Intervalls ab.Ich hoffe dass im offiziellen Sprachgebrauch in Zukunft die Temperatur wieder einen höheren Stellenwert einnimmt, nicht die „Anomalie“.

      • Hallo Herr Berberich,
        Sie meinen den astronomischen Frühling.Maßgeblich für uns Meteorologen sind aber die meteorologischen Jahreszeiten. Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März um 8.30 Uhr MESZ und endet am 1. Juni um 8.30 Uhr MESZ.

        Dipl.-Met. Christian Freuer

        • „Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März um 8.30 Uhr MESZ und endet am 1. Juni um 8.30 Uhr MESZ.“
          Das führt doch immer zu Begriffsverwirrungen des Namens Frühling (siehe oben). Die Metereologen können ihr Frühjahr doch auch mit MAM bezeichnen. Dies ist genauer, internationaler und kürzer. So bezeichnet NASA Giss das Mittel dieser Monate auch, da auf der Südhalbkugel diese Monate in den Herbst fallen. Mich ärgert es immer wenn im Namen der Wissenschaft mit Ungenauigkeiten Panik verbreitet wird.

        • „Der meteorologische Frühling beginnt am 1. März um 8.30 Uhr MESZ und endet am 1. Juni um 8.30 Uhr MESZ.“
          Diese Definition führt doch zu einem praktischen Problem. Um die meteorologischen Frühlings-Temperaturen anzugeben, muss man die Monats-Mittelwerte für März-Mai korrigieren um die Zeiten 1. März 0- 8:30 MESZ und 1.Juni 0-8:30 Uhr MESZ. Der DWD löst dieses Problem offensichtlich dadurch dass viele Stationen keine Messwerte für den 31. 5. angeben wie in 2020 geschehen.

        • „Ich kann die 12,06 C für den Mai 2020 nicht finden. Im DWD-Archiv ist dieser Mai nun doch auch mit 11,9C gespeichert:“
          Ich habe die Daten am 2.6.2020 11:20 heruntergeladen von
          ftp://ftp-cdc.dwd.de//climate_environment/CDC/regional_averages_DE
          air temperature mean; 2.6.; 12,06 °C; 4.6.; 11,91 °C
          sunshine duration; 2,6.; 246,1; 4.6.; 240,5
          precipitation; 2.6; 38,3; 4.6; 38,4
          Offensichtlich wurden die Werte zwischenzeitlich korrigiert. Die am 31.5.2020 bei einzelnen Wetterstationen (z.B. HohenPeißenberg) fehlenden Werte wurden inzwischen offensichtlich auch ergänzt. Danke für den Hinweis.

  12. Herr Kowatsch, können Sie über die Messstationen, etwas mehr sagen hinsichtlich ihrer Anzahl, Ort und Genauigkeit des Messverfahrens? Ich stelle mir vor, dass im Kaiserreich auf größerer Fläche weniger gemessen wurde, als später in der Weimarer Republik. Sind während ’45 und ’90 Messwerte von beiden deutschen Staaten aufgekommen oder würde das ohnehin nicht ins Gewicht fallen? Ich denke schon, da hinter den Mittelgebirgen (Thüringer Wald, Harz, Erzgebirge) durchaus andere sogar lokal äußerst verschiedene Temperaturen auftreten können. Wie sehen sie das?

    MfG,
    Meier

    • Herr Meier Zu Ihren vielen Fragen über die Messstationen. Momentan sind es etwa 1900 aus denen der DWD-Deutschland-Schnitt in den derzeitigen Grenzen gebildet wird. Der DWD behauptet, dass alle Stationen außerhalb der jetzigen Grenzen aus dem Schnitt entfernt wurden, d.h. nur Stationen die bereits 1881 bestanden und innerhalb der jetzigen Grenzen liegen und auch noch nach demselben Messverfahren gearbeitet haben, bilden den Kaiserreich-Gesamtschnitt. wie gesagt, laut DWD. Das bedeutet aber, dass wohl nur 2 Hände voll Stationen diese Bedingungen erfüllen können. Und eine gleichmäßige Verteilung wäre schon gar nicht möglich und auch keine Umgebungskonstanz. Beispiel Berlin-Tempelhof, 1881 noch ein Guthof mit einer preußischen Garnison in der Nähe, heute ein moderner Berliner Stadtteil. Ein Großteil aller DWD-Stationen wurde erst nach dem Kriege errichtet und dabei eine gleichmäßige Verteilung innerhalb der heutigen Bundesländer angestrebt. Wenn unser BaWü-Umweltminister ständig als Bezugsjahr für BaWü das Jahr 1931 nimmt, dann sind alle Aussagen wertlos, da es BaWü 1931 noch gar nicht gab und die damlaigen Wetterstationen im Gebiet der heutigen Grenzen ganz andere waren und eine andere Verteilung hatten. Auf alle Fälle waren es viel weniger.

  13. Als Gartenfreund, der dieses Jahr verstärkt auf Tomaten und Chili sowie andere sonnenliebende Gemüse setzt, bemerke ich die überwiegend kalten Nächte und die auch nicht gerade so heißen Tage. Natürlich frage ich mich, wann die Leugner des natürlichen Klimawandels endlich den „missing link“ zwischen Corona-Pandemie und Klimawandel erfunden haben und den normalen Menschen und dissidenten Wissenschaftlern etwas vom Pferd erzählen. Fakt bleibt bei diesen Zahlen, wir hatten einen kalten Mai, was in Mitteleuropa nichts ungewöhnliches ist, wie ebenso die heißeren Jahre.

      • … und in Norwegen kann an etlichen Liften die Sommerski- Saison nicht beginnen, weil sie kaum erreichbar sind bzw. sogar ersteinmal die Liftstationen ausgegraben werden müssen… noch Anfang Juni… Schneebedeckung der Nordhemisphäre ist rekordverdächtig.

        Es ist also wohl immer ein Plätzchen auf der Erde zu finden, wo man über *Extreme* -auch da ist die Auswahl groß- fabulieren kann.

        DWD Station Lingen meldete ja auch schon wieder Rekorde vorigen Mittwoch…. wird aber verlegt.

        Ansonsten: Ich erwarte gar nichts mehr anderes als die andauernde Meldung *heissester Monat seit anno Duck* *Heissestes Jahr seit üppzig Jahren*, maximal erstaunt es mich, sollte es doch nur *drittheissestes* gewesen sein… Glaubt das gefälligst, auch wenn ihr am Arsch frieren solltet!

  14. In 12 Jahren wollte doch die Erde unter gehen wegen der menschen gemachten Erwärmung durch CO2 Ausstoß und der dadurch entstehenden Überschwemmung (man erinnert hier an Arche Noah).97 % der Wissenschaftler waren sich doch einig bis auf die 3 % Klimaleugner. Warum wird es auf einmal kälter, wenn 97 % der Wissenschaftler sich einig sind?

  15. @Martin Trittelvitz
    Es gibt mehr Messstationen, auch in Deutschland gibt es welche. Die Messwerte sind aber meist höher als mitten im Pazifik (Mauna Loa).

  16. Strahlungsbilanz der Erde nach Trenberth et al. (2009)

    Klicke, um auf BAMSmarTrenberth.pdf zuzugreifen

    Abstrahlung(↑) und zugehörige Gegenstrahlung(↓) der gemittelten Sonneneinstrahlung von 161W/m² (Trenberth et al. (2009)) finden im atmosphärischen Fenter bzw. im Klimafenster statt:

    161W/m²(Einstrahlung im optischen Fenster)
    = Wärmeabstrahlung im Klimafenster:
    17W/m²(Konvektion) + 80W/m²(Verdunstung) + 396W/m²(↑) – 333W/m²(↓) + 1W/m²(Nettoabsorbtion)
    Darin bilden „+ 396W/m²(↑) – 333W/m²(↓)“ den sogenannten Treibhauseffekt.

    Wie aus der Darstellung des Klimafensters
    http://www.peter-boesche.de/atmFenster.gif
    ersichtlich, liegt lediglich eines der CO2-Absorbtionspektren mit ~15µm in der Nähe dieses Abstrahlungsfensters; CO2 hat deshalb allenfalls marginalen Einfluss auf Abstrahlung(↑) und Gegenstrahlung(↓). Der weit überwiegende Anteil der atmosphärischen Gegenstrahlung(↓) kommt von der Wolkendecke und selten – bei stark erhöhten O3-Werten, z.B. in der Nähe von Gewittern – vom letzteren, siehe dazu https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftdaten/karten/eJxrXZScv9B4UXHyQpNFKYmrjAwMLXUNzHSNzBaVZC40XFRczgAA9AgM_Q==

    • Trenberth Strahlungsbilanz, hm, Mittelwerte bis der Arzt kommt, Tag u. Nacht, Sommer wie Winter, an jeder Stelle… die Einstrahlung beträgt aber 1367 W/ m² u. nun? Für mich eher Esoterik…

      • …und für mich Realität:
        1367/4 = 341
        refk -102
        absorb -78
        ergibt 161
        hingegen ist das, was Kowatsch da schreibt, für mich unhaltbare Spekulation.

        • Herr Bösche,

          Koennen sie wenigstens in einem Satz sagen, was die unhaltbare Spekulation von Herrn Kowatsch sein soll?

          Was sie sagen ist nicht nur unhaltbare Spekulation sondern falsch.
          Seit wann findet die Gegenstrahlung im atmosphaerischen Fenster statt so wie sie oben behaupten?

          • 1.
            Da es keinen Zusammenhang (allenfalls marginal. s. obigen Kommentar) zwischen dem Treibhauseffekt und CO2 gibt, kann man natürlich auch in den Temperaturverläufen über mehrere Jahre keinerlei Spuren einer CO2-Treibhauserwärmung finden.
            2.
            Letztlich strahlt die Erde die von der Sonne empfangene Leistung(161W/m²) zu 100% im Klimafenster wieder in den Weltraum zurück. Da die Atmosphäre aber einen Teil dieser von der Erdoberfläche abgestrahlten Leistung (396W/m²) wieder zur Erdoberfläche (333W/m²) zurückstrahlt, muss deren TEMPERATUR so lange ANGESTEIGEN, bis o.a. 100% erreicht sind.

          • 1. Keine Ahnung wo sie lesen das Herr Kowatsch diesen Zusammenhang darstellen will.
            2. Leistungen werden sicherlich nicht zurückgestrahlt, sondern Energie mit einer bestimmten Leistung. Da liegen sie leider falsch. Zum Anderen kann die Atmosphäre nicht mehr Energie abstahlen, als sie erhält. Da die Atmsphäre in alle Richtungen abstrahlt verdoppelt sich der Energieverlust eines jeden Volumens der Atmosphäre durch Abstrahlung bei entsprechender Leistung. Wenn die Oberfläche der Atmosphäre nicht den Wärmeverlust ausgleichen würde, was durch Konvektion, Latente Wärme und etwas Strahlung passiert, würde sich die Atmosphäre abkühlen.
            Die Atmosphäre kann die Oberfläche nicht erwärmen, da die Oberfläche die Atmosphaere erwärmt.

          • 1.
            Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist:
            Schließlich versucht Herr Kowatsch, den *Nichtzusammenhang* darstellen, siehe z.B.: Abb. 6:
            „Keine Spur irgendeiner Treibhauserwärmung“
            2.
            Selbstverständlich wird mit Leistungsströmen (W/m²) auch Energie übertragen, ich sehe da keinen Unterschied; wieso meinen Sie, dass ich da falsch liege?
            Ansonsten verstehe ich Ihre weiteren Ausführungen nicht. Abstrahlung und Gegenstrahlung finde im atmosphärischen Fenster statt, welches weitgehend mit dem Messbereich eines IR-Thermometers identisch ist, so dass sich dessen Messwerte mittels Stefan-Boltzmann-Faktor (5,670 * 10^-8 in W/(m² * K^4) in Leistungsströme umrechnen lassen. Falls Sie eines besitzen, können Sie damit die gerade aktuellen Leistungsströme messen, indem sie es gen Erde bzw. Himmel richten.

          • 1. „Schließlich versucht Herr Kowatsch, den *Nichtzusammenhang* darstellen.“ Ja jetzt stimmt es

            2. Grundausbildung Physik. Energie ist Energie, Leistung ist Leistung.
            Die Gegenstrahlung kommt, wenn dann, von Bandlinien, die die sogenannten THG absorbieren. Das Atmosphaerische Fenster liegt ausserhalb dieser Bandlinien.

  17. Gibt es eigentlich nur eine einzige Quelle für den CO2 Anteil nämlich diese Exponentialkurve vom Mouna Loa Observatorium? Ich kann mir nicht vorstellen dass die Konzentrationen von CO2 weltweit einheitlich sind. Schließlich sind die Industriezentren, Regenwälder, Wüsten und Ozeane auch nicht gleichmäßig verteilt und die haben alle Auswirkungen auf die regionale CO2 Verteilung.

      • @Werner Schulz: Wenn Sie die von Ihnen zitierte Graphik ansehen, dann ist die Schwankungsbreite des atmosphärischen CO2 mit etwa 3% über den Globus nur relativ gering. Damit lässt sich auch nicht annähernd erklären, dass dazu im Gegensatz die Temperaturanstiege über den Globus gemäß REMSS-Satellitendaten von etwa Null im Südpolarbereich bis zu den Maximalwerten im Nordpolarbereich variieren!
        Für mich einer von mehreren Gründen einen maßgeblichen Einfluss des anthropogenen CO2 auf die irdischen Temperaturen zu bezweifeln – übereinstimmend mit den wie immer ausgezeichneten Darlegungen von Herrn Kowatsch!
        Hingegen bewirkt das anthropogene CO2, ziemlich eindeutig und ebenfalls gemäß REMSS-Satellitendaten, oberhalb der Troposphäre eine sehr ausgeprägte und kontinuierliche Abkühlung während der letzten 40 Jahre, seit es Satellitenmessungen gibt! Offensichtlicher Grund: Verstärkte IR-Abstrahlung in den Weltraum durch vermehrtes CO2!

        • Wenn ich mir die Grafik ansehe, frage ich mich wie man am Besten die Verteilung in der Hoehe darstellen kann, quasi das dreidimensionale Bild.

          Gase die strahlen kühlen!

    • Und wo ist eigentlich die angeblich durch die CO2 Erwärmung erhöhte Wasserdampfsättigung der Luft, die ja angebl. zu weiterer Erwärmung führt, und zugleich aber auch zu erhöhter Luftfeuchtigkeit und damit Wolken und damit Niederschlag? Ich für meinen Wohnort im Westen Deutschlands kann das nicht erkennen, in den früher klassischen Regenmonaten März, April, Mai kam so gut wie nichts an Regen, der Waldboden ist staubig und trocken wie in der Wüste, die ersten Bäume werfen Blätter ab wie im Herbst, nur grüne, oder gar dicke Äste, Wiesenflächen die vor einigen Jahren noch eher vermoost waren, sind staubtrocken und das wenige Kraut darauf ist vertrocknet und abgestorben, der Mais auf den Feldern wächst kaum und steht in furztrockenem Sandboden der staubt, wenn der Hund drüber läuft, Mitte Mai! Wo ist die Feuchtigkeit, die Gewitter? Standwetter mit etwa 40% Luftfeuchtigkeit scheint der Normalfall zu werden, und die „heißen“ Monate kommen erst noch…ich mache mir wirklich Sorgen, egal was jetzt die Ursache von all dem ist.

      • Herr Meyer, bestimmt gibt es mehrere Ursachen der zunehmenden Trockenheit, ich nenne hier eine menschenverschuldete: Zwar ist die Niederschlagsmenge laut DWD in den letzten 100 Jahren – bis auf die letzten 2 Jahre- gleich geblieben, sogar etwas gestiegen, das ist aber nur die halbe Wahrheit der Gesamtbetrachtung. Tatsächlich wird die Landschaft Deutschlands zunehmend trockener wie Sie das an Einzelbeispieln beschreiben. Der Grund der zunehmenden Trockenheit trotz gleicher Regenmengen ist menschengemacht. Wir Menschen legen großflächig die deutsche und europäische Landschaft trocken: Der Staat durch den Straßenbau, die Gemeinden durch die ständige Erweiterung der überbauten Flächen in die einst freien nassen Naturflächen hinein, die Bauern durch die seit Jahrzehnten anhaltende Trockenlegung ihrer Äcker und Wiesen und die Forstleute durch neue Entwässerungssysteme im Wald, damit die schweren Erntemaschinen nicht einsinken, der Bau über 30 000 Windräder, welche die Böden durch Verwirbelung zusätzlich austrocknen, neue trockengelegte Zufahrtsstraßen zu den Standorten der WKA. Und schließlich unser Trinkwasser, das wir aus dem Wasserspeicher Boden holen. Schauen Sie mal auf das Etikett ihrer Sprudelflasche. Mit jedem Klogang ziehen wir Wasser aus dem Erdreich. Das Problem der zunehmenden Trockenheit ist im Entstehen, nämlich Wassermangel und trockene Böden trotz gleicher Niederschlagsmengen. Wer das mit CO2-Klimawandel erkärt, verhindert jedes Nachdenken über das entstehende Problem. Insbesonders die Berge werden immer trockener, vor allem Singulärberge in der Landschaft wie der Hohenpeißenberg. All die Trockenlegungsmaßnahmen erhöhen den Wärmeinseleffekt der Landschaft.

        • Danke für den Link, aber was nützt es bitte, wenn der Jahresdurchschnitt an Niederschlag stets über die Jahre gleich bleibt, sogar ein wenig steigt, sich aber die Konzentration und Verteilung vollkommen verändert haben?
          Abgesehen davon wird die Niederschlagsmenge ab 2001 für Deutschland nicht angezeigt.
          Extrem war es doch dieses Jahr, der Februar mit bis zu 3 facher Niederschlagsmenge als im Durchschnitt. Dieses zuviel Wasser nützt doch wenig, wenn es danach 3 Monate oder länger gar nicht mehr regnet, außer vielleicht den Grundwasserspiegel wieder etwas anzuheben.
          Das meiste fließt mit dem Hochwasser der Flüsse einfach ins Meer. Diese Dauerregenphase dann seit der ersten Märzwoche wie abgeschnitten. Ab da Standwetter mit Hochdruckeinfluss, wechseldenen Temperaturen, ständigen Sonnenschein, sogar noch Nachtfrösten zu den Eisheiligen, aber stets trocken mit geringer Luftfeuchtigkeit, mit wenigen, kurzen Unterbrechungen mit sehr wenig Niederschlag. Das seit 3 Monaten, im Frühjahr! Ok, das kann mal ein Ausreißer sein, aber die Extrem-Trockenphasen in Verbindung mit großer Hitze in den Sommern 2018 und 2019 sind ja wohl auch nicht wegzudiskutieren. Ich bin kein Experte oder Statistiker, aber ich bin jeden Tag in Wald und Feld unterwegs, und ich sehe was heute ist und früher war, und ich lese auch was die Bauern berechtigterweise zu klagen haben. Das alles als „normale“, lokale Wetterphänomene herunterzuspielen indem man auf langangelegte, landesweite Statistiken verweist, ist doch gelinde gesagt ignorant. Man Frage doch mal die Menschen im Osten um Berlin rum, Richtung Polen, da scheint es noch extremer zu sein mit der „unnormalen?“ Trockenheit.

          • Auch das war alles schon einmal da, wie historische Aufzeichnungen (nicht nur Wetterdaten) beweisen. Bauern klagen… eigentlich immer, bin selbst studierter Bauer. Wären die Monate nass-kalt gewesen … haben Sie sich schon einmal die Ackerfrüchte angeschaut, die derzeit so angebaut werden? Vergleichen Sie diese bitte mit denen von früher! Dann schreiben Sie noch einmal. Im Gegensatz zu früher stehen uns heute Mittel wie Bewässerung u. Frucht- u. Sortenwahl zur Verfügung! Studien aus Sedimenten in China haben gezeigt, dass dort Monsunbänder in regelmäßigen Abständen verschoben wurden u. Dynastien erblühten o. untergingen. Gleiches hat man in Tropfsteinen u. der Besiedlung/ Verlassen Trojas nachgewiesen. Es ist völlig normal, dass sich Regengürtel mit dem Klimawandel verschieben. Nur können in der Türkei Menschen leben, bei wesentlich weniger Niederschlag u. hier bei uns. Und niemand muss seine Heimat verlassen, wenn er sich darauf einstellt. Es sei denn, ich will in ungeeignetem Boden in trockneren Gebieten Weizen, Mais o. Raps anbauen, weil es dafür am meisten Subventionen gibt, bzw. meine Biogasanlage subventionierten Strom erzeugt. Dann muss ich Glück haben, dass das Wetter mitspielt.

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