CNN befragt Greta Thunberg als Virus-Expertin?

„Wir müssen auf die Wissenschaftler hören“, sagte Greta vor drei Tagen im CNN-Interview. Damit meinte sie aber wohl sicher nicht die schwedischen Wissenschaftler um den Staatsepidemiologen Anders Tegnell. Denn gerade in Schweden gibt es keine Volksquarantäne, sondern einen lockeren Umgang mit der Virusinfektion, deren Folgen aus medizinischer Sicht harmloser sind als die der jährlichen Grippewelle.

Nein, Greta dachte wohl eher an Wissenschaftler Christian Drosten, der schon vor zehn Jahren im Rahmen der Schweinegrippe völlig haltlose panikmachende Aussagen tätigte (und dafür von einem gewissen Wolfgang Wodarg kritisiert wurde, der recht behielt).

Warum lud man eigentlich gerade Greta in die Diskussionssendung „Town Hall special“? Die Schülerin, die seit Jahren laufend die Schule schwänzt und überhaupt keinen Bildungsabschluß hat, besitzt weder eine Expertise in Meteorologie und Klimaphysik, noch in Epidemiologie oder Virologie. Behauptet sie auch selber nicht, denn sie sagte auf Twitter:

„Ich bin keine Expertin. Ich bin eine Aktivistin. Die einzigen, die mich als „Expertin“ bezeichnen, sind die, die mich lächerlich machen wollen. Meine Botschaft war immer, daß wir vereint für die Wissenschaft stehen und auf die Experten hören.“

Quelle Gretas Twitter-Konto

Ob Greta Thunberg wahrnimmt, daß in ihrer zweiten Heimat, Deutschland, bereits seit einiger Zeit eine viel größere Zahl von Wissenschaftlern gegen das Grüppchen Corona-Warner um Drosten argumentiert? Eher nicht, denn ihre Aussagen bei CNN klingen genau wie ihre altbekannten ahnungslosen Polit-Sprechblasen zum Thema Klimakollaps und soziale Gerechtigkeit:

„In jeder Krise sind immer die am stärksten gefährdeten Menschen am härtesten betroffen, und das sind Kinder. Besonders im globalen Süden leben Menschen in den ärmsten Teilen der Welt, insbesondere Menschen in Konfliktgebieten und Flüchtlingslagern“.
Zu der Annahme, das Covid19-Virus schädige nur ältere Patienten:

„Ja, dies betrifft ältere Menschen sehr, aber wir müssen uns auch daran erinnern, dass dies auch eine Kinderrechtskrise ist“, warnte sie, „weil Kinder in Gesellschaften am anfälligsten sind. Kinder bekommen das Virus und verbreiten es auch.“

An einer Stelle versucht sie sich doch ein bißchen als Wissende darzustellen:

„Viele Menschen bemerken nicht einmal, dass sie Symptome haben, und dann können sie das Virus verbreiten, ohne es zu wissen. Deshalb müssen wir besonders vorsichtig sein, denn unser Handeln kann für viele andere den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen.“

„Wir reden darüber, unsere Hände zu waschen und zu Hause zu bleiben, aber für viele Menschen auf der Welt haben sie keinen Zugang zu sauberem Wasser oder sanitären Einrichtungen, zu Seife. Sie haben vielleicht nicht einmal ein Haus, in dem sie zu Hause bleiben können. Deshalb müssen wir den Menschen, die am anfälligsten für diese Krise sind, auf eine Weise helfen, an die wir im globalen Norden möglicherweise nicht denken.“

„Die Leute beginnen zu erkennen, dass wir tatsächlich von der Wissenschaft abhängig sind und dass wir Wissenschaftlern und Experten zuhören müssen. Und ich hoffe wirklich, dass das so bleibt“, sagte sie und hoffte, dass dies auch für andere Krisen gilt, „wie die Klimakrise und die Umweltkrise“.

Man merkt, es tut der erkrankten minderjährigen Greta nicht gut, seit zwei Jahren wie ein Tanzbär am Nasenring durch die Manege geführt zu werden. Irgendwann glaubt jedes Kind selber, besonders erleuchtet zu sein. Insofern wundert es nicht, daß es auch kritische Stimmen aus den Medien gibt, die nichts davon halten, Greta nun auch für die SARS2-Krise zu instrumentalisieren. So vermeldet Sky Australien, das schon beim Thema Klimakrise als dissidentisch bekannt ist:

Die Glaubwürdigkeit von CNN wurde durch die Entscheidung erschüttert, die Aktivistin für den Klimawandel, Greta Thunberg, in das Coronavirus-Rathaus-Special aufzunehmen, so Gemma Tognini, Mitarbeiterin von Sky News.

CNN hat erhebliche Gegenreaktionen für seine Entscheidung erhalten, die 17-jährigen Aktivistin in sein Panel aufzunehmen, das am Donnerstag, US-Zeit, ausgestrahlt wird. [15. Mai]

Frau Tognini sagte Sky News, es sei „beschämend“, den Teenager in das Panel aufzunehmen.

Schande über CNN, Schande über den Produzenten dieses Programms, weil er es für angemessen hält, einen 17-jährigen Klimaaktivisten in einem Panel über diese globale Pandemie zu haben „, sagte sie.

Der Sohn von US-Präsident Donald Trump äußert sich ebenso zu Gretas Auftritt:
Greta Thunberg hat bereits als Teenager eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Heute ist sie eine weltbekannte Spezialistin für Infektionskrankheiten und Epidemiologin UND eine führende wissenschaftliche Stimme in Bezug auf die globale Klimapolitik.
Wow, einfach beeindruckend.

Quelle: Twitterkonto von Donald Trump

Nebenbei: CNN ist seit 1980 der erste reine Nachrichtensender der Welt und wurde im zweiten Golfkrieg 1991 international sehr bekannt. Die politische Ausrichtung ist heutzutage eindeutig links und grün; vergleichbar mit der BBC oder ARD/ZDF.