Der Terawatt-Heraus­forderung begegnen

Die Zukunft schlechthin, auch wenn manch einer es nicht wahrhaben will: Kernkraft! Hier das Kernkraftwerk Neckarwestheim. Bild: Markus Lorch / pixelio.de

Duggan Flanakin
Das jüngste Buch von Robert Bryce legt eindringlich klar, elektrischen Strom als ein Menschenrecht anzusehen. In seinem jüngsten bahnbrechenden Buch A Question of Power: Electricity and the Wealth of Nations erklärt der in Texas ansässige Energie-Analyst, dass „Strom zu einem Menschenrecht geworden ist“.

Es ist kein von „unserem Schöpfer gestiftetes“ und auch nicht eines aus einer Verfassung oder einer UN-Charta hervorgehendes Menschenrecht. Wir haben keinen Anspruch darauf, es geschenkt zu bekommen. Aber es ist definitiv ein fundamentales Recht, Zugang zu dieser alles antreibenden Energiequelle zu haben; ein Recht für alle Menschen, um ihre Lebensumstände zu verbessern; und es darf niemandem der Zugang zu ausreichender, zuverlässiger und bezahlbarer Elektrizität verwehrt werden – nur aufgrund einer verlogenen Behauptung, dass der Stromverbrauch auf irgendeine Art und Weise Klima und Umwelt schädigen würde.

Man versuche, sich einmal vorzustellen, wie unsere Wohnungen, Schulen, die Gesundheitsvorsorge, das Geschäftsleben, die Gemeinde oder die Welt – unser Leben! – ohne diese großartige Energiequelle aussehen würde. Dann würde man Bryce aus vollem Herzen zustimmen.

In Kapitel 16 spricht Bryce von der „Terawatt-Herausforderung“ [the Terawatt Challenge]. Dieser Terminus wurde von Nobelpreisträger Richard Smalley geprägt, welcher postulierte, dass falls man allen Völkern der Welt ausreichend Strom zur Verfügung stellen würde, man großenteils die massiven Probleme wie Armut, verschmutzte Umwelt, verseuchtes Wasser und Nahrungsmittel-Verknappung eliminieren könnte. Bryce erklärt feierlich, dass unsere Welt von diesem Ziel immer noch weit entfernt ist. Aber wir können es erreichen.

Bryce erläutert die Historie der Nutzbarmachung von Strom, von Benjamin Franklin über Tesla, Edison und Westinghouse – bis hin zu dem weitaus weniger bekannten, aber genauso bedeutenden Pionier Frank Julian Sprague, der Motoren für elektrische Aufzüge (beim Bau von Wolkenkratzern unerlässlich) sowie die erste elektrische Eisenbahn der Nation entwickelte. Er illustriert, wie Franklin D. Roosevelt (FDR) bezahlbaren Strom ins ländliche Amerika brachte und den Bau massiver Staudämme überwachte, welche billigen Strom in jeden Winkel der USA brachten. Es war FDR, der im Jahre 1932 erklärte, dass „Strom nicht länger ein Luxus, sondern eine definitive Notwendigkeit“ ist.

Bryce konfrontiert uns dann mit der entsetzlichen Realität, dass etwa 3,3 Milliarden Menschen (45% der Menschheit!) heutzutage in Gebieten leben, wo der jährliche Pro-Kopf-Stromverbrauch weniger als 1000 kWh pro Jahr beträgt – das ist etwa die Menge, die sein heimischer Kühlschrank verbraucht. Diese Menschen überleben gerade noch so mit herausgezogenem Stecker.

Weitere 2,7 Milliarden Menschen (37%) hangeln sich durch ihr Leben in Low-Watt-Ländern. Nur 19% aller Menschen auf dem Planeten Erde leben in „High-Watt“-Ländern (Verbrauch über 4000 kWh pro Jahr) – die unterste Grenze, sagt Dr. Alan Pasternak, bei deren Unterschreiten Länder ihren Human Development Index nicht verbessern können.

Ein Haupthindernis ausreichender Stromversorgung für die Unplugged – und sogar die Low-Watt – Nationen ist also das Fehlen gesellschaftlicher Integrität, Kapitalanlagen und bezahlbare Energie. Und doch , um sicherzustellen, dass die gesamte Menschheit ihr volles Potential ausschöpfen kann – um Frauen aus endloser Schinderei zu erlösen und um es ihnen zu ermöglichen, ihre natürlichen Talente und ihr Können zu entwickeln – ist es erforderlich, dass das Menschenrecht für Strom anerkannt und realisiert wird.

Wie können wir dieses hochgesteckte, aber notwendige Ziel erreichen? Eine wesentliche Komponente gesellschaftlicher Integrität ist, dass Regierungen ihre gesetzgeberischen Kompetenzen nutzen. Die freiesten und wohlhabendsten Länder sind jene, deren Parteien an politischer und ökonomischer Macht teilhaben. In den ärmsten Ländern formen die Eliten die Gesellschaft zu ihrem eigenen Vorteil um auf Kosten der großen Masse ihrer Bevölkerung. Kapital – und Energie – sind viel leichter in einer freien Gesellschaft zu haben.

Um die Größe der Lücke zwischen Low-Watt- und High-Watt-Nationen zu illustrieren, zeichnet Bryce den kometenhaften Aufstieg der Gigantischen Fünf nach – Alphabet (Google), Amazon, Apple, Facebook und Microsoft – von denen jeder Einzelne mehr Strom in jedem Jahr verbraucht als viele Länder insgesamt verbrauchen. Finanzdienstleister, von Visa zu Bitcoin, haben ebenfalls gigantischen Strom-Hunger, ebenso wie die Marihuana-Industrie.

Diese Riesen wissen alle aus Erfahrung um die Kosten, die ihnen durch Stromausfälle entstehen – und ihren Kunden. Sowohl das Wetter als auch Sabotage gefährden das Stromnetz, aber die noch größere Bedrohung desselben ist die Dummheit jener, die glauben, dass Wind und Solar allein ausreichend Strom für eine High-Tech-Gesellschaft erzeugen können, geschweige denn für die Milliarden der Welt.

Bryce erläutert, wie vier Faktoren – Kosten, Speicherung, Größenordnung und Landverbrauch – die Erneuerbaren daran hindern, unsere Energieversorgung zu übernehmen. Strompreise in Ländern wie Deutschland schießen nach oben. Dort war man nach Fukushima in Panik geraten und hatte sich dran gemacht, alle Kernkraftwerke herunterzufahren. Ein Drittel der deutschen Industrie, darunter der Automobilsektor, sehen die steigenden Stromkosten als Bedrohung für ihre Existenz, schreibt Bryce.

Steigende Stromkosten folgten auch der Inkraftsetzung des Green Energy Act in Ontario, was wiederum zur politischen Schlappe der Liberal Party führte sowie zur Annullierung von 758 Verträgen bzgl. erneuerbarer Energie. Sogar in Kalifornien haben Menschenrechts-Aktivisten ein Gerichtsverfahren angestrengt und den Staat verklagt, weil die Klimapolitik des Staates Minderheiten und Verbraucher mit niedrigem Einkommen diskriminiert. Diese Klage befindet sich derzeit auf dem Weg durch die Instanzen.

Bryces Argumentation belegt, dass die Eliten, welche erneuerbare Energie durchpeitschen – genau wie Despoten in unterentwickelten Low-Watt-Ländern – die Armen und die Mittelklasse ignorieren und ländliche Gebiete behandeln, als ob diese unbewohnt oder einfach nur irrelevant sind – mit ihrer Verfolgung unerreichbarer Ziele, welche die Steuerzahler schwer belasten und zugleich die Zuverlässigkeit der Stromversorgung bedrohen.

Sollte beispielsweise Kalifornien der Vorschrift nach 80% Erneuerbare erreichen, wird dies einer massiven Ausweitung kostspieliger Energie-Speicherung bedürfen wegen der jahreszeitlichen Variabilität der Wind- und Solarstrom-Erzeugung. Das heutige Wachstum grüner Energie kann nicht einmal mit der jährlichen Zunahme der globale Strom-Nachfrage mithalten und schon gar nicht die gesamte konventionelle Energie ersetzen. Aber der letzte Nagel im Sarg der Erneuerbaren ist der Landverbrauch.

Bryce verweist auf zahlreiche Studien, welche zeigen, dass ein Gesamt-Windnetz bedeuten würde, dass Windparks ein Zehntel der gesamten Landfläche der Nation [= der USA] überziehen würden. Frustriert durch die Gleichgültigkeit urbaner Eliten gegenüber den Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen in ländlichen Gebieten und auf Habitate aller Art, bekämpfen ländliche Staaten Windparks mit verstärkter Kraft. Gigantische Solarpaneel-Felder stellen einen auch vor die Wahl zwischen verschwindenden Ökosystemen und „sauberer“ Energie, die tatsächlich hohe Verschmutzung mit sich bringt. Der Abbau von Metallen und Mineralien zur Herstellung dieser Erneuerbaren-Systeme wäre ebenfalls monumental.

Trotz der Opposition der Umwelt-Fundamentalisten wenden sich Entwicklungsländer rapide der Kernkraft zu als Treibstoff der Zukunft. Aber, wie Bryce anmerkt, es bedarf nationaler Verpflichtungen nach Art des New Deal, um sowohl über die politische Stabilität als auch finanzielle Rücklagen zu verfügen, um große Kernkraftwerke zu errichten und ökonomisch zu betreiben. High-Watt-Länder haben sich selbst exorbitante Kosten für Genehmigungen und Vorschriften auferlegt, was die Aussichten für Kernkraft erheblich limitiert.

Dank Fracking ist Erdgas üppig verfügbar und billig geworden. Es muss ein Hauptbestandteil bei der zukünftigen Stromerzeugung annehmen. Und doch verbieten die Regierungen in High-Watt-Ländern das Fracking, verbieten den Bau neuer Pipelines und verlangen sogar, dass Bürger ihre Gas verbrennenden Einrichtungen einmotten sollen.

Trotz all der Angriffe auf bezahlbare und zuverlässige Treibstoffe ist Bryce optimistisch hinsichtlich der Fähigkeit und des Willens der Welt, die Terawatt-Herausforderung anzunehmen und einer stromhungrigen Welt ebendiesen Strom zur Verfügung zu stellen ohne die Biosphäre zu zerstören. Tatsächlich ist es einem Fünftel der Welt innerhalb nur eines Jahrhunderts gelungen, von Kein-Strom zu High-Watt überzugehen, und weitere drei Achtel sind auf irgendeine Weise elektrifiziert worden – und deren Umwelt hat durchweg davon profitiert.

Die humanistische Reaktion auf die Terawatt-Herausforderung ist Bryce zufolge die Milliarden, die im Dunklen leben, zu ermächtigen, in das helle Licht von Modernität, Fortschritt sowie eines besseren, längeren und wohlhabenderen Lebens zu treten. Das wird gesellschaftliche Integrität erfordern sowie massive Infusionen von Kapital und die richtige Wahl der Treibstoffe. Bryce räumt ein, dass die Elektrifizierung der Welt dauern wird. Aber es kann – und muss! – gemacht werden.

Die regierungsamtliche Gesetzgebung ob dieses Vorhabens wurde zunehmend aufgebläht und korrupt. Wir müssen bedeutsam unsere Standards sowohl für fossilen Treibstoff als auch für Kernkraftwerke ändern, uns aufgeschlossen zeigen gegenüber technologischen Fortschritten, die Falschheit der Behauptungen vieler Umwelt-Fundamentalisten erkennen sowie die Tatsache, dass es enorme Kosten für Natur, Habitate, menschliche Gesundheit und Menschenrechte bedeuten würde, wenn man mehr dieser Kraftwerke nicht hat.

Duggan Flanakin is director of policy research for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of many articles on energy, climate change and environmentalism.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/meeting-the-terawatt-challenge

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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13 Kommentare

  1. Wenn ich als fundamental gläubiger Katholik [wer mich deswegen als Fundamentalist bezeichnet, den nenne ich Depp!] sage, daß wir ohne Strom gerade noch schnaufen können, dann ist damit alles gesagt. Auch wenn manche dabei Nachhilfe brauchen.

    Ohne Strom funktioniert nichts mehr, kein Wasser, keine Wärme, kein Licht, nix kochen. Nudeln, Kartoffeln uä im Notvorrat sind wertlos. Konservendosen mit Linsen- und Erbseneintopf usw kann man auch kalt essen. Brotreste, die man nicht mehr essen mag, dörren als Notvorrat. Mit Wasser auf einem Gaskocher aufgebrüht sind sie Suppe.
    Ein voller TK-Schrank kann schlagartig zum Problem werden.
    Bieseln (preuss. pissen) geht weiterhin, aber sonst? Camping-Clo im Block?

    Verbesserungsvorschläge werden wohlwollend geprüft.

  2. In unserer Lokalzeitung, natürlich ganz auf Mainstreamkurs und bei der „Klimakrise“ Kämpfer an vorderster Front, erschien vor einigen Monaten ein Leitartikel mit dem Tenor: Die Nutzung der fossilen Energien Kohle und Erdöl waren der Anfang vom Ende der Menschheit und Kernkraft sei sowieso des Teufels.
    Ich versuchte der Autorin über Email folgende Stellungnahme zu schicken in Erwartung einer Antwort, die ich natürlich nie erhielt:
    Sehr geehrte Frau XXXX,
    in Ihrem Leitartikel vom XX.XX.XXXX erklärten Sie die Nutzung der fossilen Energien Kohle und Erdöl als von Anfang an falsch, da durch sie der Untergang der Menschheit unausweichlich sei.
    Ich will Ihnen deshalb mal einen Überblick darüber geben, was diese Energieträger der Menschheit gebracht haben und was sie verhindert haben.
    1. Ohne diese Energieträger hätte der Mensch auf die einzig zur Verfügung stehende Ressource Holz zugreifen müssen, um z.B. im Winter nicht zu erfrieren, Metalle herzustellen usw. Als Folge hätte es höchstwahrscheinlich Mitte des 19. Jahrhunderts in Europa keine Wälder mehr gegeben und die Bevölkerung wäre im Winter massenhaft erfroren.
    2. Es hätte keine effizienten Maschinen wie die Dampfmaschine gegeben, die die Grundlage für unseren Wohlstand geschaffen hat.
    3. Elektrischer Strom wäre nur in geringsten Mengen zur Verfügung gestanden, maximal über Handgeneratoren oder Wasserkraft. Allerdings wäre ohne Kohle die dazu notwendige Metallverarbeitung nicht möglich gewesen.
    4. Erdöl ist auch die Grundlage für viele Medikamente und inzwischen unerläßliche Rohstoffe, ohne es wäre die Medizin noch auf dem Stand von 1850.
    5. Die Fortbewegung hätte sich auf Pferde- und Ochsenfuhrwerke beschränkt, die Eisenbahn wäre nie erfunden worden.
    6. Die Lebenserwartung wäre durch den Holzverbrauch immer mehr gesunken, insbesondere durch die hohe Sterblichkeit im Winter und durch fehlende Medikamente.
    7. Und, liebe Frau XXXX, die Fern-Kommunikation wäre auf altbewährte Mittel wie Telegrafentürme und Rauchzeichen beschränkt. Facebook, Twitter und ähnliche Medien wären selbst für so modern denkende Menschen wie Sie nicht verfügbar, zumal die notwendige Hardware, wie oben beschrieben, gar nicht zur Verfügung stehen würde.
    Es gäbe noch viele überzeugende Gründe für fossile Energieträger, nur würde der Platz für deren Aufzählung hier nicht ausreichen.
    Ich hoffe, Ihnen mit diesen Ausführungen etwas zum Nachdenken gegeben zu haben, vielleicht werden sie dazu beitragen, dass ihre Einstellung zu den fossilen Energieträgern sich doch ein bisschen ändert.

    mfg

    Ich warte bis heute auf eine Antwort.

    • Ich empfehle für derartige Aktionen, zu denen ich auch greife, einen Ausspruch von Marlene Dietrich.
      „Es ist leichter, den Duft von Camembert in den von Chanel Nr. 6 zu verwandeln, als ein Vorurteil los zu werden.“ Damit sind wir bei einem anderen Standpunkt:
      „Je weiter sich jemand von der Wahrheit entfernt hat, um so größer ist sein Haß auf den, der die Wahrheit verteidigt.“

  3. Sehr gut, dieser Fachbeitrag, da möchte man am liebsten jeden Satz einzeln unterschreiben.

    Zur Kernaussage:
    „Wir haben keinen Anspruch darauf, es geschenkt zu bekommen. Aber es ist definitiv ein fundamentales Recht, Zugang zu dieser alles antreibenden Energiequelle zu haben; ein Recht für alle Menschen, um ihre Lebensumstände zu verbessern; und es darf niemandem der Zugang zu ausreichender, zuverlässiger und bezahlbarer Elektrizität verwehrt werden – nur aufgrund einer verlogenen Behauptung, dass der Stromverbrauch auf irgendeine Art und Weise Klima und Umwelt schädigen würde.“

    Volle Zustimmung, wenn das gilt:
    Bei der Nutzung der fossilen Energieträger entstehen Schadstoffe wie z.B. Ruß, Staub, Feinstaub oder Schwefeldioxid. Durch den Einbau entsprechender Filter kann aber vermieden werden, dass die Luft dadurch verschmutzt wird. In Deutschland funktioniert das ohne Probleme. Kostet natürlich Geld, ist aber gerade in Corona-Zeiten bestens angelegt. Es muss gelten: Saubere Luft und Wohlstand für alle!

    Hätten wir eine vernünftige Regierung (Achtung: ich träume jetzt) würde Deutschland Folgendes machen:
    1.) komplettes Streichen der schwachsinnigen Co2-Grenzwerte (inklusive der Strafzahlungen)
    2.) Anpassung der no2-Grenzwerte auf fachgerechte Werte
    3.) komplettes Austrocknen des GRÜNEN Subventionssumpfes
    4.) keine co2-Steuer, keine co2-Zertifikate
    5.) das Prinzip der freien Marktes muss auch in der Energiewirtschaft gelten, d.h. kein EEG, keine Vorrangeinspeisung
    6.) „Green Deal“ wird ersatzlos gestrichen
    7.) Keine vorzeitige Abschaltung der Atom/Kohle-Kraftwerke
    8.) Die Pläne vom THTR-300 (Thorium-Hoch-Temperatur-Reaktor mit 300 MW Leistung) aus der Schublade ziehen
    9.) Diese Pläne überarbeiten, Skalierung in den Leistungsklassen 10/40/160/640/2500 MW/Reaktorblock, Vereinfachung, Modularisierung
    10.) Bauen, z.B. in der Leistungsklasse 2 x 2500 = 5000 MW
    11.) Start Entwicklung Dual Fluid Reaktor
    12.) Export von Atom/Kohle-Kraftwerke auch im Rahmen von Entwicklungshilfe

    Diese neuen Kraftwerkstypen könnten die dringend benötigte Energie in beliebiger Höhe sicher, zuverlässig und preiswert liefern. Nicht nur in Form von Strom sondern auch in der Herstellung von künstlichem Heizöl, Kerosin, Diesel, Benzin. Gut für den Betrieb von Gewächshäusern, Frostschutzsystemen, Heizungen falls es so richtig kalt werden sollte. Das könnte man auch gerne im europäischen Verbund (Euratom) machen, u.a. mit dem Ziel, die Kosten zu senken und die vielen, uralten Kernkraftwerke überall in Europa mit dem neuen inhärent sicheren Typ zu ersetzen.

    Das wäre alles machbar, aber nicht mit dieser Regierung.

    Die Alternative wäre ein Politikwechsel. Im Bundestag gibt es abseits der Altparteien sehr viele freiheitliche Kräfte (inkl. Werte-Union), denen ich das zutrauen würde. So eine Krise ist immer auch eine Chance. Jetzt muss alles auf den Prüfstand für die Zeit danach, für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise! Fast die ganze Welt liegt wirtschaftlich gesehen am Boden. Nur mit einer möglichst preisgünstigen, sicheren, zuverlässigen, sauberen und vom Wetter unabhängigen Energieversorgung kann der Aufschwung gelingen.

    • „(Achtung: ich träume jetzt)“

      Puh, habe ich beim ersten Mal überlesen.
      Wollte schon einen Arzt vorbei schicken
      😉

  4. „Aber der letzte Nagel im Sarg der Erneuerbaren ist der Landverbrauch.“ Und dies sogar in den riesigen USA…
    In unserem grünen Hirn-Notstandsland, geführt von ebensolchen Politikern, höre ich schon den unvermeidbaren Ruf nach „Lebensraum im Osten“, damit wir all die unzähligen Windräder aufstellen können! Damit wir ungebremst voranschreiten können – auf unserem Weg zurück ins Mittelalter!

    • Ich stimme Ihnen zu.
      Ihr Argument, dass es u.U. wieder heisst: Lebensraum im Osten. . .
      das gibt es eigentlich schon.
      Es wird gelegentlich noch mal abgedruckt und lautet:
      Stromherstellung in der Sahara und weiterleiten nach Europa.

    • #Dr. Roland Ullrich
      „„Aber der letzte Nagel im Sarg der Erneuerbaren ist der Landverbrauch.“ Und dies sogar in den riesigen USA…“

      600TWh für Deutschland bekommt man aus unter 1% der Landfläche mit Solarmodulen da reichen die bereits vorhandenen Dachflächen aus in der Fläche.
      Das geht auch ohne das man einen zusätzlichen Landverbrauch hat in weiten Bereichen.
      Herr Dr. Roland Ullrich,
      nur mit Solarstrom kann man selbst in Dunkeldeutschland 40% bis 60% des jährlichen Strombedarfs von Deutschland decken und wir haben nicht nur Solar bei den erneuerbaren!

      • Geehrter Herr Herrera,

        ich vermute, Sie leben in der Stadt? Kommen Sie mal auf´s Land und bewundern die riesigen Mais-Monokulturen, die mit viel Energieeinsatz und Dünger gezüchtet werden, um anschließend eine lächerliche Menge CH4 zu gewinnen. Und natürlich den weiten Blick mit den wunderschönen Windmühlen. Btw: für das Problem, wie wir Solar- und Windstrom speichern, haben Sie sicherlich auch eine praktikable Lösung.

      • Sie rechnen mit Durchschnittswerten.
        Unsere Stromversorgung funktioniert aber so: Die Erzeugung MUSS der Last (dem jederzeitigen Verbrauch) folgen. Quasi millisekundengenau.

        Das leistet Solar und Wind nicht. Niemals, Herr mit den vielen Namen.

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