Zeit für Klima-Vernunft

Sinnbild „gefährlicher“ Wärme: tropischer Regenwald. Bild: bertl100 / pixelio.de

Viv Forbes
Die Kohlendioxid-Hysterie erweist sich immer mehr als genau das – eine Hysterie. Es ist an der Zeit für etwas Klima-Vernunft.

Svante Arrhenius (1859 bis 1927) war der schwedische Wissenschaftler, der zuerst die These aufstellte, dass die Verbrennung von Kohlenwasserstoffen wie Kohle, Gas, Öl, Schlamm und Holz eine globale Erwärmung auslösen könnte. Im Jahre 1895 berechnete er – falsch, wie sich herausstellte – dass eine Verdoppelung des atmosphärischen Kohlendioxid-Gehaltes zu einer globalen Erwärmung um 4 bis 5 Grad führen würde.

Arrhenius zufolge sollte diese Erwärmung von Nutzen sein, würden doch verschiedene Klimazonen der Erde dadurch „ausgeglichener“ werden sowie das Wachstum von Pflanzen und auch Getreide stimuliert.

Etwa ein Jahrhundert später hauchte der Schaumschläger/Politiker Al Gore der Theorie neues Leben ein, und zwar mit der Behauptung, dass der zusätzliche Eintrag von Kohlendioxid aufgrund menschlicher Aktivitäten zu einer gefährlichen globalen Erwärmung führen würde.

Nun weigerte sich aber die Temperatur, sich den alarmistischen Computermodell-Vorhersagen entsprechend zu verhalten. Also schwenkte man um zu einem universellen Schreckgespenst: „Klimawandel“, und man machte für jedes Fitzelchen schlechten Wetters die Industrie des Westens verantwortlich.

Damit wurden jedoch nicht genug Menschen verängstigt, so dass das Ganze zu einem „Klima-Notstand“ mutierte. Unter dem Dach dieses Begriffs wurden Kohle, Öl, Gas, Autos und Nutzvieh für alles Schlechte verantwortlich gemacht. Waldbrände, Korallenbleiche, Dürren und Überschwemmungen, Hitzewellen und Schneestürme, Verschmutzung überall sowie das Aussterben von Spezies sind allesamt der vermeintliche Beweis für den hinaus posaunten Klima-Notstand.

Zeit für Kohlenstoff-Vernunft

Menschliche Aktivitäten können nicht den atmosphärischen Kohlendioxid-Gehalt oder die globale Temperatur kontrollieren. Weitaus stärkere Kräfte sind hier wirksam, wie etwa Absorption und Ausgasung von Kohlendioxid seitens der Ozeane, Bewölkung, sich abschwächende magnetische Felder und Polumkehrungen, El Nino und La Nina, solare Zyklen, variable kosmische Strahlung und vulkanische Aktivität (vor allem am Meeresboden).

Geologische Aufzeichnungen belegen, dass das heutige Kohlendioxid-Niveau aus geologischer Perspektive auf einem historischen Tiefststand liegt – so niedrig, dass Pflanzen schon langsamer gedeihen und mehr Wasser brauchen.

Zusätzlich zeigen Eisbohrkern-Aufzeichnungen aus Grönland und der Antarktis, dass die Temperatur immer vor einer Zunahme des Kohlendioxids in der Luft steigt. Das heißt, steigende Kohlendioxid-Niveaus sind eine Folge steigender Temperaturen und nicht deren Ursache. Sich erwärmende Ozeane sind wie warmes Bier: Kohlendioxid wird freigesetzt. Bei Abkühlung wird es von den Ozeanen wieder aufgenommen.

Man fürchte die Kälte, nicht die Wärme

Der dichte Pflanzen- und Tierbestand in den Tropen zeigt eindeutig, dass die Menschen keine Angst haben müssen vor globaler Erwärmung. Tatsächlich würde Russlands Präsident Putin eine solche Erwärmung für sein kaltes Land sehr begrüßen.

Wir lebten bisher in einem natürlichen Warm-Intermezzo, aber der Höhepunkt der Wärme liegt bereits hinter uns. Es wird immer Fluktuationen und Extremwetter-Ereignisse geben, aber die nächste große Klimaänderung wird Abkühlung sein, der 11. große Abkühlungszyklus innerhalb einer Million Jahre. Alles, was dazu nötig ist, sind die Ozeane aufheizende untermeerische Vulkane und Kühlung durch Abschirmung des Sonnenlichtes infolge der vulkanischen Asche in der Luft. Dies wird zu Verdunstung aus den Ozeanen und starken Schneefällen auf dem Festland führen. Schafft es die Sonne einmal nicht, den gesamten Winterschnee zu schmelzen, werden Gletscher und Eisschilde wieder wachsen.

Eiszeiten waren eine periodisch wiederkehrende Bedrohung vieler Lebensformen auf der Erde. Sollten sich Eisschilde aus dem Nordpolargebiet wieder südwärts ausbreiten, wird es massiven Bevölkerungsschwund geben, und die Überlebenden werden lernen müssen, sich wieder Erfahrungen als Jäger und Sammler anzueignen, falls sie keinen Zugang zu einer zuverlässigen Energieversorgung haben. Windräder und Solarpaneele werden unter winterlichen Bedingungen nicht funktionieren, und Wasserkraftwerke werden einfrieren. Zum Höhepunkt der Kleinen Eiszeit sind sogar die Niagara-Fälle im Jahre 1848 zugefroren.

Bürokraten werden überleben

Die Klima-Bürokratie der UN wird möglicherweise immer noch Klima-Steuern einsammeln und Konferenzen organisieren an Orten mit einem warmen Klima und zuverlässiger Energieversorgung.

Der Klima-Alarm ist der große Zug zum Absahnen für Akademiker, Bürokraten, Globalisten, Politiker und Spekulanten, die nach Ausreden suchen, um noch mehr Macht und Reichtum für sich anzuhäufen.

Der so genannte Klima-Notstand ist ein Vorgang globaler Politik und nicht ein wissenschaftlicher. Damit sollen wir so stark geängstigt werden, dass wir Geld und Macht aus den Nationen des Westens an die UN übertragen sollen – eine Fake-Antwort auf ein künstlich erzeugtes Problem.

Viv Forbes is a geologist and chairman of the Carbon Sense Coalition.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/time-for-climate-sense

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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10 Kommentare

  1. „Man fürchte die Kälte, nicht die Wärme‘
    Ich fürchte, simplen Gemütern muss man sogar solche Sätze einfach erklären. Z.B. durch Fragen, wie, wieso kennt kann den Begriff Einwintern, aber nicht Einsommern! Welches Tier hält einen Sommerschlaf?

  2. Im Großen und Ganzen richtig und zeigt somit den ganzen Irrsinn der Klimahysterie recht treffend auf! Thesen für eine „nächste Eiszeit“ gibt es viele. Mehr Niederschläge und somit mehr Schnee und mehr Vereisung gehören sicherlich dazu – relativ neu sind die „Ozeane aufheizende untermeerischen Vulkane“, eine interessante Variante.
    Beiträge, die den alltäglichen CO2-Klima-Blödsinn relativieren, sind immer wertvoll. Dumm nur, dass die agierenden Klima-Alarmisten total immun dagegen sind. Ich befürchte, auch wenn sie zu 100% widerlegt sind, machen sie uns mit ihrem CO2-Klimadogma trotzdem weiter verrückt. Und wenn die Eiszeit wieder da ist, werden uns die „allwissenden“ grünen „Klimaexperten“ mit dogmatischer Gewissheit belehren, dass die Vereisung Folge des menschgemachten Klimawandels sei! Politik und Medien applaudieren und FfF dreht auf der Straße völlig durch…

  3. Otto Stetter
    Ich habe da Mal eine Frage,kennt ihr bei Eike die Seite
    https://unwetter-radar.de/co2-radar/.
    Wenn dort der CO2 Gehalt an allen Orten richtig angegeben ist,dann verstehe ich nicht woher die hohen Werte kommen,oder wird da am Manoa Loa nur gemessen wenn der Vulkan mal hustet.Ich habe zwar nur die Volksschule besucht,aber wenn ich mir die Karte anschaue dann komme ich auf die gesammte Erde gesehen,im Durchschnitt höchstens auf150 ppm

    • Wenn man sich in der genannten Seite das Menü rechts anschaut, scheint die Darstellung offenbar den CO-Gehalt (nicht CO2) wiederzugeben. Ein Video zur CO2-Verteilung wurde kürzlich bei Kalte Sonne gezeigt:

    • @Otto Stetter
      Es ist kurios, aber auf der Karte steht, im Gegensatz zur Überschrift, immer nur CO, also Kohlenmonoxid. CO2 lässt sich nicht einstellen.

      • Eben.
        Ausserdem ist der Ausdruck ppb auf deutsch Teile per Milliarde, weder per Million noch für Billion.
        Also spricht alles für Kohlenmonoxid. Dann geht es halt weiter wüst durcheinander mit CO2.
        Lieber Herr Stetter, CO2 wird nicht nur auf dem Mauna Loa gemessen, sondern weltweit täglich an tausenden Stationen.

  4. Mehr als etwas irritieren mich die “ … die Ozeane aufheizende untermeerische Vulkane und Kühlung durch Abschirmung des Sonnenlichtes infolge der vulkanischen Asche in der Luft … “ als Bedingung und Ursache für die nächste Eiszeit.
    Das kann ich mir nach den vielen, sehr zyklisch erschienen Eiszeiten als Ursache (nicht mehr) vorstellen.
    Ab dem beginnt man an der Hintergrundkompetenz des Verfassers zu zweifeln. Eigentlich schade, denn sonst stimmt ja einiges.

  5. „Zum Höhepunkt der Kleinen Eiszeit sind sogar die Niagara-Fälle im Jahre 1848 zugefroren.“
    Passierte es nich auch vegangenen Winter?

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