15. April: Tag der teuersten Fehlentscheidung

Bundeskanzlerin A. Merkel bei Ihrer Pressekonferenz vom 15.4.20 Bild Screenshot ARD/PHOENIX

von Peer Ederer
Ein paar kleine Schritte sollen ab dieser Woche und ab dem 4. Mai aus dem Lockdown herausführen. Wir dürfen jetzt ein wenig mehr einkaufen, und ein wenig mehr in die Schule gehen. Das verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel am 15. April.

Die Bundeskanzlerin begründete die Zaghaftigkeit mit „einem bislang zerbrechlichen Erfolg“ gegen die Epidemie und klärte die deutsche Bevölkerung über die Epidemie-Reproduktionszahl R auf, die unversehens wieder auf 1,2 oder 1,3 steigen könnte, wenn wir nicht alle äußerst vorsichtig sind. Dazu gehört, sich weiterhin an die meisten Lockdown Maßnahmen zu halten, und auch längerfristig die Kontaktverbote zu beachten.

Die Frage ist allerdings, ob diese Lockdown-Maßnahmen überhaupt gegen die Epidemie wirken. Falls nicht, dann sind sie erstens nicht notwendig und zweitens ungeeignet, um die Bevölkerung vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu beschützen. In meinem Artikel vom 14. April (hier)  habe ich ausgeführt, dass die Lockdown Maßnahmen größtenteils unwirksam und daher weder notwendig noch geeignet sind. Meine Berechnungen wurden seitdem mit neueren Analysen durch die obere Bundesbehörde Robert-Koch-Institut (RKI) bestätigt: die Lockdown-Maßnahmen sind auch laut dem RKI nicht wirkungsvoll.

Der Lockdown besteht aus einem breiten Bündel an Maßnahmen, die zu unterschiedlichen Zeiten verabschiedet wurden. Die wichtigsten Maßnahmen kamen in drei Wellen.

Zuerst kam am 8. März die Empfehlung, keine Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern durchzuführen.

Daraus wurde am 10. März dann ein sofortiges Verbot.

Die zweite Welle kam ab dem 16. März mit Schließung der Bildungseinrichtungen und der meisten Grenzübergänge und einem generellen Veranstaltungsverbot mit mehr als 50 Teilnehmern.

Zwei Tage später am 18. März waren bundesweit sämtliche Geschäfte geschlossen mit Ausnahme von Lebensmittelläden, Apotheken, Tankstellen und ähnlichen essenziellen Versorgungsstationen. Touristische Reisen wurden verboten, sowie alle Kirchen, Sportstätten und Spielplätze wurden geschlossen.

In der dritten Welle, ab dem 22. März wurden dann auch die Restaurants, Cafés, Friseure und andere persönliche Dienstleistungen geschlossen. Gruppen von mehr als 2 Personen wurden verboten, und es gilt seitdem, einen ständigen Abstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten, es sei denn mit Personen aus demselben Haushalt. In Bayern, Sachsen und dem Saarland wurde es zudem generell verboten, das Haus zu verlassen, außer mit einem guten Grund.

Einbruch der Wirtschaft um 40 Prozent

Die drei Wellen kann man jeweils zusammenfassen unter den Begriffen:

  • Verbot Großveranstaltungen ab dem 10. März,
  • Schließung des öffentlichen Lebens ab dem 16. März
  • Kontaktverbote ab dem 22. März.

Die Schätzungen gehen von einem derzeitigen Einbruch der Wirtschaft um 40% aus, ein historischer Wert.

An dem selben 15. April, an dem die Bundeskanzlerin über die Gefahr eines R-Wertes von höher als 1 warnte, hat das RKI sein 17. Epidemiologisches Bulletin veröffentlicht hier, (aktualisiert ab Seite 10) in dem wörtlich steht:

„Die R-Schätzung ergibt für Anfang März Werte im Bereich von R = 3, die danach absinken und sich etwa seit dem 22. März [bis 9. April] um R = 1 stabilisieren….[und] dass der aktuelle R-Wert das reale Geschehen etwas unterschätzt [also das wahre R niedriger als 1 ist].“

Dieser Satz bestätigt, dass die Maßnahmen der zweiten und dritten Welle des Lockdowns keine Wirkung hatten. Das werde ich im Folgenden erläutern.

Dazu ist es notwendig, sich die Abbildung 2 des RKI Bulletin genau anzuschauen. Dort hat das RKI das Erkrankungsdatum mit ersten Symptomen der Covid-19-Patienten rekonstruiert. Die Zahlen zeigen immer mittwochs einen Ausreißer nach oben: dem 18. März, dem 25. März, dem 1. April und dem 8. April. Es ist internationaler wissenschaftlicher Konsens, dass die Symptome der Krankheit meistens 5 Tage nach der Infektion auftreten: Wer sich ab Mittwoch schlecht fühlt, der hat sich folglich am Freitag/Samstag davor infiziert. Weil die Rate des engen sozialen Kontakts am Freitag/Samstag am höchsten ist, erkranken daher die meisten Menschen an einem Mittwoch. Die höchste erreichte Krankenzahl der Epidemie war am 18. März erreicht, danach ging die Anzahl der Erkrankungen pro Tag stetig zurück.

Für die Bemessung der Wirksamkeit der Maßnahmen ist allerdings nicht der absolute Rückgang der Erkrankungszahlen entscheidend, sondern ab wann das R begann, nachhaltig abzuflachen, also ab wann ein Infizierter weniger als drei andere infiziert. Und das passierte bereits Anfang März, wie das RKI selbst in dem Bulletin beschreibt (oben zitiert), also schon zwei Wochen VOR dem Lockdown der zweiten Welle mit ihren Schließungen des öffentlichen Lebens. Es muss daher zwingend schon irgendetwas VOR dieser zweiten Welle des Lockdown zu einer Reduktion der Infektionsrate geführt haben. Die Antwort darauf ist einfach: Erstens haben die Maßnahmen vom 8. März alle Großveranstaltungen abgesagt, und zweitens, schon davor waren mit dem rheinischen Karneval – der teuersten Party der Weltgeschichte – und dem darauf folgenden alpinen Après-Ski die wichtigsten Virus-Drehschleudern Europas von alleine saisonbedingt beendet worden.

Es gibt einen noch deutlicheren Beweis dafür, dass die Maßnahmen der zweiten Welle vom 16. März keine Wirkung hatten. Die Kurve in Abbildung 2 des Bulletins stellt den bundesdeutschen Durchschnitt dar. Es gibt aber vier große Bundesländer, deren Epidemieverläufe 6 Tage früher als der Bundesdurchschnitt liegen: Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen und Hamburg. In diesen vier Bundesländern begann die Reproduktionsrate R schon Ende Februar zu sinken und fiel bereits am 10. März auf 1,0 und einen Tag später auf 0,9, wie von mir ausgerechnet wurde, hier. Die Lockdown-Maßnahmen des 16. März wurden erst eine Woche nach dem 10. März verkündet – also konnten sie NICHT die Reduktion der Infektionsraten in diesen vier Bundesländern auslösen und haben auch anschließend KEINE statistisch erkennbare Wirkung mehr auf das Infektionsgeschehen dort gehabt.

Kontaktsperren hinterließen keine messbaren Spuren

Die Abbildungen 2 und 4 des RKI Bulletins bergen eine weitere Erkenntnis, die mindestens genauso gravierend ist, nämlich, dass auch die erhebliche Lockdown-Verschärfung der dritten Welle mit ihren Kontaktverboten ab dem 22. März ebenfalls keine Auswirkung hatte. Die Abbildung 2 zeigt auf den ersten Blick, dass die Krankheitszahlen im bundesdeutschen Durchschnitt mit KONSTANTER Rate vom 18. März bis zum 9. April gefallen sind. Wenn die Maßnahmen vom 22. März eine zusätzliche Wirkung gehabt hätten, dann hätte es 5 Tage später, ab dem 27. März (der durchschnittlichen Dauer bis zu Krankheitssymptomen), eine schnellere Reduktion der Erkrankungen geben müssen, aufgrund eines weiter gesunkenen R. Das ist aber nicht der Fall, das R blieb bis vor kurz Ostern laut der Abbildung 4 bei um die 0,9. (Erst während der Osterfeiertage sank es weiter herunter auf 0,7, wie wir mittlerweile wissen). Die Verschärfung der Maßnahmen am 22. März haben demnach ebenfalls KEINE messbaren Spuren in der Statistik hinterlassen.

Zusammengefasst: In vier großen Bundesländern begann die Epidemie bereits ab Ende Februar von alleine zu verschwinden, weil der Karneval und die alpinen Après-Ski Ferien saisonbedingt beendet waren. Das anschließende Großveranstaltungsverbot vom 8. März hat ein Wiederaufflammen bei Fußballfesten und anderen Festivals verhindert. Die zweite Welle der Maßnahmen ab dem 16. März haben in diesen vier Bundesländern keine weitere Wirkung in der Reduktion der Infektionsraten gehabt. Die beiden südlichen Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg führten die alpinen Après-Ski Partys noch fort, und in Bayern fand sogar noch eine Kommunalwahl am 15. März statt. Das Ergebnis war ein erst späteres Abklingen der Epidemie im Süden. In keinem der Bundesländer hat die dritte Welle der Maßnahmen mit den Kontaktverboten ab dem 22. März eine statistisch erkennbare Wirkung gezeigt. Daraus folgt: Um die Infektionszahlen zu verringern, müssen Großveranstaltungen und Partys verboten werden – aber die Schließung des öffentlichen Lebens und Kontaktsperren machen keinen Unterschied in der Infektionsrate.

Schweden und Italien passen ins Bild

In dasselbe Bild passen die Erfahrungen von sowohl Schweden als auch Italien. Schweden hat nur eine erste Welle an Maßnahmen durchgeführt, nämlich alle Veranstaltungen über 50 Personen zu verbieten. Alles weitere ist erlaubt und geöffnet, (wobei Social Distancing empfohlen und praktiziert wird), und dennoch ist auch in Schweden das R bereits unter 1,0 gefallen. Dagegen fällt das R in Italien nicht unter 0,8 – selbst mit dem längsten und schärfsten Lockdown in ganz Europa, während dem die gesamte Bevölkerung seit mittlerweile sechs Wochen in ihre Wohnungen eingesperrt wurde und selbst die Industrieproduktion bis auf das Notwendigste eingestellt wurde. Auch in diesem internationalen Vergleich zeigt sich, dass es ausreicht, Großveranstaltungen zu verbieten, um ein R von unter 1 zu erreichen, aber dass weitere Maßnahmen der Schließung des öffentlichen Lebens und Kontaktverbote keine Wirkung entfalten, das R deutlich weiter zu reduzieren.

Dass die Lockdown-Maßnahmen der zweiten und dritten Welle wirkungslos sind, scheint zunächst widersinnig. Aber die Zahlen lügen nicht. Vielleicht lässt sich das wie folgt erklären. Die Übertragungswege des Corona Virus sind hauptsächlich, vielleicht sogar ausschließlich, die Tröpfchen- und Aerosol-Übertragung aus dem offenen Mund durch Husten, Niesen, Singen, Grölen, Lachen, Schnaufen und vielleicht sogar nur einfaches Sprechen. Ein Infizierter kann stundenlang im öffentlichen Verkehr direkt neben mir sitzen, aber solange er mich nicht anspricht, besteht keine Infektionsgefahr.

Es gibt keinen Hinweis auf Infektionsgeschehen in übervollen Flugzeugen, Bahnen, Bussen, Flughafenterminals oder Bahnhöfen, selbst ohne Mundschutz. Aber nur das Gehen durch eine noch schwebende Atemwolke von einem infizierten keuchenden Jogger, der schon längst nicht mehr zu sehen ist, reicht aus, um mich erkranken zu lassen. Oder vermutlich reicht auch die Atemwolke eines Infizierten, der fünf Meter vor mir schwer schnaufend das Treppenhaus im Mietshaus hochgestiegen ist. In dem ersten Fall sind 30 cm Nähe ungefährlich, und in dem letzteren Fall sind viele Meter Abstand trotzdem infizierend. Das heißt, selbst mit allen Social Distancing Maßnahmen, gibt es trotzdem genügend spontane Neuinfektionen, auch in einer auf das Minimum reduzierten Gesellschaft, die dann anschließend im engeren Familienkreis, bei den unmittelbaren Arbeitskollegen (der wenigen die noch arbeiten können), oder im medizinischen und pflegerischen Personal gleich wieder Dutzende von neuen Infektionsketten entstehen lassen.

Sommerurlaub auf Balkonien 

Was folgt daraus für die weitere Handlungsstrategie im Umgang mit dieser Epidemie? Die erste Folge ist einfach. Solange es weder Herdenimmunität noch Impfstoff gegen Covid-19 gibt, kann es auch keine Großveranstaltungen mehr geben – und entsprechend auch kein dichtgedrängtes Sommerurlaubsgetümmel mit entsprechender Partyszene am Mittelmeer, geschweige denn außerhalb Europas. Der deutsche Sommerurlaub wird weitgehend auf Balkonien oder heimatnahen Fahrradwegen stattfinden.

Die zweite Folge hängt von der Strategie ab, was die Gesellschaft will. Ist die Gesellschaft bereit, den schwedischen Weg zu gehen, eine Herdenimmunität aufzubauen, oder möchte sie lieber den taiwanesischen Weg beschreiten, das Virus möglichst aus der Gesellschaft zu eliminieren, bis es einen Impfstoff gibt? Für keine der beiden Strategien, ist es notwendig, die Lockdown-Maßnahmen der zweiten und dritten Welle aufrechtzuerhalten. Sie sind weder wirkungsvoll noch geeignet.

Für den schwedischen Weg mit dem Ziel einer Herdenimmunität muss ein starker Schutz für die Risikogruppen errichtet werden, also derjenigen, die eine höhere Sterblichkeitsrate bei einer Infektion haben. Ansonsten muss das Infektionsgeschehen nur soweit begrenzt werden, dass das Gesundheitssystem nicht kollabiert. Ein Verbot von Großveranstaltungen scheint dafür zu reichen.

Für den taiwanesischen Weg brauchen wir hochfrequentes Testen, die blitzschnelle Identifikation von möglicherweise Infizierten im öffentlichen Raum durch eine Contact Tracing App und konsequente Quarantäneüberwachung von allen potenziell Infizierten. Keine dieser drei Maßnahmen wird zur Zeit in Deutschland ergriffen. Die Gemüter bewegt stattdessen die Mundschutzpflicht. Aber ob das Tragen vom Mundschutz im öffentlichen Raum Wirkung zeigt, muss sich erst noch erweisen. Vermutlich nicht – denn der allergrößte Teil des Infektionsgeschehen hat schon immer im privaten Raum stattgefunden.

Beweisbar unwirksamen Strategie

Ohne sich entweder für den schwedischen oder für den taiwanesischen Weg zu entscheiden, hat die Bundeskanzlerin am 15. April an einer beweisbar unwirksamen Strategie festgehalten: Schließung des öffentlichen Lebens, Kontaktverbote und gravierende Wirtschaftsrestriktionen. Die Corona Krise hat bereits viele teure Fehlentscheidungen gesehen, zum Beispiel, sich im Januar nicht intensiv mit dem Virus in China zu beschäftigen oder im Februar keine Vorbereitungen für eine Pandemie zu treffen – oder im März sich nicht durch konsequentes Datensammeln eine Entscheidungsgrundlage erarbeitet zu haben.

Die Stopp-Taste am 16. März zu drücken, war deswegen zunächst richtig, denn aufgrund der vorherigen Versäumnisse gab es fast kein relevantes Wissen über das Virus. Aber mittlerweile wissen wir mehr, und die Zahlen sprechen eine zunehmend klare Sprache. In der Rekordjagd nach der teuersten Fehlentscheidung dürfte der 15. April jetzt einen neuen Spitzenwert verbuchen. Es wäre besser gewesen, die Bundeskanzlerin hätte das Bulletin ihrer oberen Bundesbehörde Robert-Koch-Institut vom selben Tag gelesen. Als promovierte Naturwissenschaftlerin kann sie diese Zahlen schließlich selbst verstehen und einordnen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

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25 Kommentare

  1. Bundesaußenminister Heiko Maas hat für einen sehr vorsichtigen Lockerungs-Kurs bei den Coronavirus-Maßnahmen plädiert, um eine zweite Welle der Pandemie zu verhindern. Herr Mass hat leider nicht die Frage beantwortet unter welchen Bedingungen es zu einer zweiten Welle der Pandemie kommen kann. Bedingung ist dass die Reproduktions-Zahl wieder ansteigt, d.h. dass ein Infizierter während der aktiven Zeit mehr als einen Nachbarn ansteckt. Wo liegen die größten Risiken? Dies sind meiner Meinung nach Groß-Veranstaltungen und Reisen von einem Schwach- in ein Stark-Risiko-Gebiet und umgekehrt. Denkbar wären auch neue Übertragungswege: (1) von Mensch zu Tier und zurück. (2) Längere Lebensdauer der Viren auf Kontakt-Flächen infolge von Wetter-Änderungen. Dafür gibt es momentan aber keine Indizien in Deutschland. In Japan scheint momentan eine 2. Welle (auf niedrigem Niveau) aufzutreten. Die Ursachen sind mir leider nicht bekannt.

    • In Japan gab es viele Reiseheimkehrer im März, die wohl unkontrolliert einreisten. Es gibt einen leider sehr langen Achgut-Artikel über Japan und Corona.

  2. Also mein kleiner Supermarkt hat im Augenblick Hochkonjunktur. Da er die Abstandregeln nur mit maximal 3 Personen im Laden einhalten kann, hat er einen Ganz einfachen Bestell und Lieferservice aufgebaut, den seine Stammkunden aus der Hochrisikogruppe sofort aufgegriffen und mit Mundpropaganda weiter empfohlen haben. Alles ganz ohne Facebook und WhatsApp. Nur mit Telefon und Email.

    Naja. Auch am anderen Ende scheint auch gut zu laufen. Amazon brummt und Jeff Bezos ist inzwischen um 6,4 Mrd. Dollar reicher.

    Unser wirkliches Problem ist, dass wir nicht auf einen neuen Erreger vorbereitet waren. Und das, obwohl wir Jahr für Jahr seit immer wieder Wellen von Grippe haben, die in der „Saison“ 2017/2018 allein in Deutschland die Sterberate um 27.500 Tote erhöht hat. Aber vielleicht waren das ja alles Menschen, die sich über die Bildung der neuen Groko tot geärgert haben.

  3. Die Entscheidungen für einen Lockdown usw. werden von Leuten getroffen, die selbst nicht betroffen sind: Abgeordnete, Beamte, staatliche Angestellte etc die ALLE vom Staat alimentiert werden und deshalb die wirtschaftlichen Auswirkungen nicht zu spüren bekommen (naja der Lieblingsitaliener ist geschlossen – aber das war´s dann schon). Hätten all diese Leute selbst ein Unternehmen oder wären freiberuflich tätig, würden sie die damit verbunden Existenzprobleme und -Ängste am eigenen Leib zu spüren bekommen.

    • Na ganz ohne Folgen läuft das auch für diese Kaste nicht. Mit wegbrechenden Steuereinnahmen ist auch deren Salär nicht mehr so sicher wie manche gerne glauben wollen. Einen pensionierten Beamten hab ich da schon etwas zum Grübeln gebracht.

  4. Ein Interview mit Prof. Homburg sogar mainstream Medien. Kein böses Internet mit „fake news“ und „Verschwörungstheoretikern“.
    Hier muss ich Prof. Homburg jedoch etwas korrigieren oder ergänzen. Schweden hat im Vergleich zu 2019 ohne Coronavirus nicht mehr Todesfälle in diesem Jahr als mit Coronavirus. Sogar weniger. Dieser Einzelweg ohne Lockdown zeigt keine negativen Folgen für die Bevölkerung aber ganz sicher mehr Immunität.

    Um vielleicht für die sehr vergesslichen Bürger die Geschichte der Bundeskanzlerin in Erinnerung zu rufen. Bitte auch dieses video anschauen.
    Man konnte nicht alle Lügen reinpacken. Sonst würde das video mehrere Stunden bis vielleicht sogar einige Tage in Anspruch nehmen. Ich weiß auch nicht ob man bei Youtube solche großen videos uploaden kann.

  5. In Schweden gehen die aktiven Fälle weiter rauf

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/sweden/

    In Deutschland und Ländern mit Kontaktsperre runter

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

    Es sind nicht nur die Großveranstaltungen, wodurch sich das Virus verbreitet, sondern auch öffentliche Verkehrsmittel, siehe NY, oder Großfamilien, siehe Italien, Spanien, etc. und Krankenhäuser!

    Im jeden Fall bringt eine Kontaktsperre etwas, wenn man damit verhindert, dass viele Leute sich am selben Ort für längere Zeit versammeln.

    • Sehr geehrter Herr Krüger,

      bitte mal folgenden Link angucken:
      https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/#z-scores-by-country

      Auch wenn noch unter Vorbehalt verzögerter Daten zu betrachten wird klar, dass Schweden im Vergleich zu anderen Ländern doch recht gut dasteht. Die bei Worldometers gezeigten Grafiken sind nicht aussagekräftig, da sie von der Häufigkeit von Tests und der Klassifizierung der Todesfälle abhängt. Und auch das RKI zeigt in seinem letzten Bulletin, dass die Kontaktsperre vom 23.3. keine Wirkung gehabt hat. Leider sind Herrn Schaade wohl die Ergebnisse seines eigenen Institutes nicht bekannt. Schade.

    • „In Schweden gehen die aktiven Fälle weiter rauf“.
      Ich vergleiche die berichteten Covid19-Sterbefälle von Deutschland und Schweden mit der Gompertz-Funktion. Für den 24.4.2020 erhalte ich für Deutschland einen R-Wert von 0,87, für Schweden 0,98. Auch für Schweden ist also momentan die Epidemie eingegrenzt.

  6. Eigentlich könnte man bei diesem Artikel beim Anfangsstatement „Die Frage ist allerdings, ob diese Lockdown-Maßnahmen überhaupt gegen die Epidemie wirken.“ aufhören. Ein Autor, der glaubt, dass es bei einer ansteckenden Krankheit egal ist, ob man mit Erkrankten in Kontakt kommt oder nicht, ist nicht ernst zu nehmen. Ich habe mir dann mal angeschaut, wie Herr Ederer so rechnet, und konnte (zum wiederholten Male) nur feststellen, dass er von Mathematik keine Ahnung hat. In seiner selbstverfassten Quelle (siehe Excel-Datei auf tinyurl.com/y7ep8aef) „berechnet“ er Reproduktionszahlen. Nimmt man da mal den gleitenden Durchschnitt weg, kommt man zu der erstaunlichen Feststellung, dass es nach Herrn Ederer in Rheinland-Pfalz Null Erkrankte geschafft haben, 62 andere Personen anzustecken, was eine Reproduktionszahl von 84 ergeben würde (wenn denn Herr Ederers Verfahren richtig wäre)! Dass in der Mathematik bei der Berechnung von Reproduktionszahlen als Faktor die Kontaktanzahl von Infizierten einfließt – ach egal. Dass Herr Ederer noch nicht einmal in der Lage ist, aus seiner eigenen Excel-Tabelle die Werte für die Reproduktionszahlen abzulesen – auch egal. Der ganze Artikel läuft unter „egal“!

    • Ein Autor, der glaubt, dass es bei einer ansteckenden Krankheit egal ist, ob man mit Erkrankten in Kontakt kommt oder nicht, ist nicht ernst zu nehmen.

      Das hat der Autor nirgends behauptet und ist daher eine böswillige Unterstellung.

      Ergänzung:(Quelle: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/)
      Ein neunjähriges französisches Kind mit Corona-Infektion hatte Kontakt zu 172 Personen, von denen es jedoch niemanden angesteckt hat. Dies bestätigt frühere Ergebnisse, wonach die Corona-Infektion (im Unterschied zur Influenza) nicht oder kaum von Kindern übertragen wird.

      • Lieber Admin,
        neutral bleiben. Nicht einmischen. Und schon garnicht einen Kommentar bewerten. Entweder nicht Freischalten oder Schnauze halten.

        • Lieber Uwe Pilgram,
          der Admin dieses für Sie kostenlos zu lesenden Blogs, gibt nun wirklich sehr selten seinen Kommentar dazu.
          Auch dem Admin ist wohl zugestehen, dass er manchmal seine Meinung ebenfalls auszudrückt. Schließlich kommen hier wirklich fast alle Kommentare unserer Leser zensurlos zu Öffentlichkeit.
          Ihr „Schnauze halten“ finde ich nicht gut.

    • Mit dieser Aussage „Ein Autor, der glaubt, dass es bei einer ansteckenden Krankheit egal ist, ob man mit Erkrankten in Kontakt kommt oder nicht, ist nicht ernst zu nehmen“ kann man bei jedem Schnupfen einen neuen Lockdown machen und die Menschen wieder einsperren.

      Wir sind mindestens seit dem 22. März unter 1!
      Wir hatten 2018 23.000 Tote in 3 Monaten!
      Jetzt…???
      Die Maßnahmen sind nicht zu rechtfertigen, um irgendwas zu beschränken.
      Jetzt sind Präzendenzfälle geschaffen, die bei jedem neuen unbekannten Virus die selben Maßnahmen rechtfertigen.
      Und mal ehrlich, es gibt jedes Jahr mindestens ein neuen Virus und es werden jedes Jahr Menschen daran sterben.

      Mehr sag ist nicht.

  7. Zusätzlich noch eine Anmerkung.
    Man möchte doch eine Einigkeit bei der EU. EU Staat und jeder Nationalstaat handelt nach den Vorschriften des EU Staates. Wenn dieser Konstrukt jetzt schon aktiv wäre, dann hätten alle EU Staaten gleich gehandelt und vermutlich wäre ein Lockdown überall zu erwarten auch in Schweden. Damit hätte wir kein Beispiel Schweden ohne Lockdown und hätten eine bessere Vorgehensweise gar nicht registrieren können. So erzeugt man eine alternativlose Politik, die nicht kritisiert werden kann, weil es kein Gegenbeispiel gibt.
    Ich möchte die Menschen, die das lesen dazu bewegen zu überlegen, ob diese Form des Zusammenlebens tatsächlich besser ist. Meinungskorridore aufzubauen, die keine andere Meinung zulassen. Andersdenkende zu zensieren und diffamieren. Diversität nicht erlauben. Ist das besser oder die Meinungsfreiheit nicht nur auf Papier setzen sondern es zu leben?
    Ist es besser mehrere, unterschiedliche Nationen und Völker zu haben oder alles zu vereinheitlichen? EU Staat mit einem Multikulti-Volk?

  8. Ach, der Universalwissenschaftler Ranga Yogeshwar hat doch schon erklärt, dass der R-Faktor schon vor dem 23. März unter 1 war, weil entsprechende Maßnahmen ergriffen wurden und schon Sozialkontakte vermieden wurden. Und ohne Lockdown würde der R-Faktor wieder steigen. Wiederspricht zwar den Gesetzen der Logik, aber der Mann muss es doch wohl wissen. In Schweden ist es auch wieder ganz schlimm, man kämpft mit „Tausenden Toten“. Allerdings findet man die bei Euromomo nicht, Schweden steht deutlich besser da als z.B. Belgien und England. Falls Herr Lex noch diesen Blog liest: wie beurteilt er die rechtliche Situation denn heute?

    • @Martin R.
      Lockdown heißt Hausarrest und den haben die meisten Bundesländer ja garnicht. Bayern hat den Lockdown und führt die Coronaliga an, es ist beim besten Willen kein Vorteil zu erkennen.

  9. Ob Frau Merkel Zahlen verstehen oder einordnen kann, sei mal dahingestellt. Möglicherweise ist ihr diese Fähigkeit entglitten. Schließlich war sie wegen Corona selbst in Quarantäne. Zum heimtückischen Virus heißt es im neuesten Spiegel-Bericht, daß Covid19 auch die Gehirnzellen angreift, obwohl Tests zuvor negativ waren.

  10. Sehr gut geschrieben.
    Möchte noch ergänzen.
    Habe schon mehrere male erwähnt, dass in Schweden ohne Lockdown bzw. Einschränkung des öffentlichen Lebens die Todeszahlen sogar im Vergleich zu
    2019 ohne Coronavirus weniger sind. Lebt es sich mit Coronavirus besser?
    Schweden setzt auf natürliche Immunität. Es nennt sich auch Herdenimmunität.
    Die Menschen stecken sich mit Coronavirus an und werden dagegen immun. Wenn man
    so vorgeht, dann kann man sich auch eine Impfung sparen. Deswegen können wir auch davon ausgehen, dass die Immunität in z.B. Schweden schon fortgeschrittener ist als in Deutschland. Wenn die Kanzlerin den Weg von Schweden ginge, dann bräuchten wir in Deutschland auch keine Impfung.

    Hinzu kommt, dass durch diese drastische Maßnahmen der Wirtschaft enorme Schaden hinzugefügt werden. Mehr als 3 Millionen Arbeitslose sind zu erwarten. Es wird auch zu irreversiblen Schäden kommen. Das bedeutet eine Wiedergutmachung ist nicht möglich. Nicht wegen Coronavirus sondern wegen diesen drastischen Maßnahmen, weil die Kunden für die Unternehmen auf einmal wegfallen. Sehr kritisch ist es auch bei Gesundheitssystem. Viele Krankenhäuser und Praxen haben keine Patienten mehr, so dass sie keinen Einnahmen generieren können. Sie werden die Personalkosten und laufende Kosten wie Wartung, Miete usw. nicht mehr ausgleichen können. Viele Praxen und Krankenhäuser waren schon vor knapp an der Kasse. Noch 3 Monate und wir werden eine Pleite des Gesundheitssystem erleben. Nicht wegen Coronavirus sondern wegen Lockdown und Angstmache. Es reicht auch nicht, dass man alles wieder öffnet sondern man muss den Menschen die Angst wegnehmen. Sonst kommen sie vor Angst nicht.
    Die Kosten der Angstmache und des Lockdowns sind enorm. Das haben die Regierungen, die Virologen und die Medien zu verantworten.

    mfg

    • Das herunterfahren der Wirtschaft war völliger Unsinn und wird lange Zeit Nachwirkung zeigen. Es sind ja nicht einfach nur Arbeitslose aus der Gruppe der Arbeitnehmer, sonder insbesondere kleine Unternehmen bis hin zu den Einzelunternehmern, die sich schon mal auf ALG II einstellen können, sofern sie nicht freiwillig in die Arbeitslosengeldkasse einbezahlt haben. Und diese Leute haben dann noch ein Problem: massiv Schulden, wenn sie noch Kredite am laufen haben.
      Das kann die Bundesregierung niemals auffangen; die Unternehmen können das ganze auch nicht auffangen, denn alle diejenigen, die das zweifelhafte Glück haben in Kurzarbeit zu gehen, werden die ersten 6 Monate wohl kaum Geld haben, um wieder im normalem Umfang zu konsumieren. Geöffnete Geschäfte werden also immer weiter in Richtung pleite getrieben und es wird in der Folge emhr Arbeitslose geben.
      Im Anschluss werden wir wohl mit 8,5 – 9 Mio. Arbeitslosen rechnen können ( das liegt daran, das die Arbeitslosenzahlen von Haus aus immer mit kleinen rechentricks schöngerechnet werden und die echten Zahlen für jetzt im hier und heute an die 6 – 6,5 Mio. Arbeitslosen liegt.

      • „Das kann die Bundesregierung niemals auffangen; die Unternehmen können das ganze auch nicht auffangen, denn alle diejenigen, die das zweifelhafte Glück haben in Kurzarbeit zu gehen, werden die ersten 6 Monate wohl kaum Geld haben, um wieder im normalem Umfang zu konsumieren. “
        Ich arbeite in einer Klinik. Die Geschäftsführung hat heute eine Email geschickt. Da steht, dass wir sofort wieder öffnen und keine Termine absagen sollen, weil das Krankenhaus sonst pleite geht.
        Ich habe ihm gleich eine Antwort geschrieben:
        Wir sagen keine Termine ab und haben es von Anfang an nicht getan. Die Patienten melden sich nicht mehr und sagen ihre Termine selber ab, weil sie Angst haben. In der Niederlassung wurde auch schon alles runter gefahren, dass wir keine Überweisungen bekommen.
        Ich habe geschrieben, dass es auch nichts nützt, wenn wir alles hoch fahren solange die Angst noch da ist. Das geht vermutlich den anderen Unternehmen genauso. Werden die Leute Fußball schauen gehen, wenn es erlaubt ist? Vermutlich nicht. Wenn der Geist aus der Flasche raus ist, dann bekommt man ihn nicht mehr rein. Die Angstmache der Regierung (Auftritt Frau Merkel mit der Ansage – Es gibt jetzt Krieg), Angstmache der Medien und von Dr. Drosten haben eine Lawine ausgelöst, die jetzt nicht mehr aufzuhalten ist. Den wirtschaftlichen Selbstmord haben wir nicht Coronavirus sondern den Angstmachern zu verdanken.

    • „Wenn man so vorgeht, dann kann man sich auch eine Impfung sparen“
      Stimmt, sage ich auch.
      Das könnte aber auch der Grund sein,
      für die Panikmache, denn die Panik sorgt für Verständnis der Wähler für Geldausgaben des Staates.
      Impfstoffherstellung kann zum Billionengeschäft werden.

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