Corona bringt’s an den Tag – Stadtluft in Stuttgart: Der Diesel ist es nicht

Fahrverbot für Dieselfahrzeuge - ohne Berechtigung; Bild fotoART by Thommy Weiss / pixelio.de

von Holger Douglas
In Bayern bestätigte das Bayerische Landesamt für Umwelt gerade, dass sich auch in Würzburg die Luftschadstoffe kaum verändert hätten. Der Verkehr habe zwar deutlich abgenommen, doch der Rückgang des NO2-Gehaltes sei nur gering. Andere Faktoren spielten bei der Luft eine Rolle.

Das bedeutet: Die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge in den Innenstädten nutzen nichts und sind überflüssig. Das unfreiwillige »Corona-Experiment« mit weitgehendem Stopp des Autoverkehrs demonstriert nachhaltig, was von den Kampagnen des umstrittenen Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe e.V. zu halten ist: nichts.

Das »Corona-Experiment« entlarvt ebenso, wie zwecklos die von dem grünen Verkehrsminister in Baden-Württemberg, Winfried Hermann, erlassenen Fahrverbote sind. Sie haben offensichtlich keinerlei Auswirkungen auf die NO2 Konzentrationen in der Luft.

Hermann ist mit verantwortlich für einen gigantischen Schaden nicht nur für die Autofahrer, sondern auch für weite Teile des Autohandwerks und der Autoindustrie. Die derzeitige dramatische Situation bei Autoherstellern und Zulieferern wurde letztlich entscheidend von der unseligen Dieseldiskussion und den Forderungen »Weg mit der individuellen Mobilität« verursacht.

Jetzt stellt sich heraus: Die Messwerte beispielsweise der Station Am Neckartor in der Stuttgarter Innenstadt lagen bereits im Februar und März unter dem Grenzwert von 40 µg/m3. Da floss der Verkehr noch, »Shutdown« war noch nicht angesagt.
Der Ingenieur und Messfachmann Martin Schraag arbeitete heraus, welche Rolle das Wetter spielt. So zeigt sein Blick auf die Winddaten: Das erste Quartal 2020 war deutlich windiger als das im Vorjahr. Schraag: »Gut für die Durchlüftung, schlecht für die DUH«. So lagen die NO2-Werte bei 36 µg/m3 und damit unter dem in Deutschland geltenden Grenzwert von 40 µg/m3. Die DUH betreibt Manipulation.

Schraag weist auch darauf hin, dass in der Region weniger als fünf Prozent der zugelassenen Diesel alte Euro-4 Diesel sind. Die neueren Fahrzeuge und die mit Software-Updates Nachgerüsteten stoßen kaum noch Abgase aus. Auch das hätte sich in den Ergebnissen bemerkbar machen müssen.

Doch die Messstationen registrieren nach wie vor NO2-Spitzenwerte. Die Ursache liegt auf der Hand: Von den Höhenzügen Stuttgarts wehen Winde in den Talkessel.
Die NO2 Werte schwanken im Tagesverlauf stark. Im Winter können Heizungen die Ursache sein; das Wetter, ergibt sein Blick in die Daten, übt entscheidenden Einfluss aus.

Die Experten der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) haben sich um diese Einflüsse offensichtlich nicht gekümmert und wissen offiziell von nichts. Sie gehen weiterhin von einem Anteil des Verkehrs von 80 Prozent an den Luftschadstoffen aus.

Doch sie kommen jetzt in Erklärungsnöte, wie Schraag ahnt. Die 80 Prozent können nicht stimmen, wenn deutlich weniger Autos fahren und die Werte sich dennoch nicht verändert haben.

In Bayern bestätigte das Bayerische Landesamt für Umwelt gegenüber dem Bayerischen Rundfunkgerade, dass sich auch in Würzburg die Luftschadstoffe kaum verändert hätten. Der Verkehr habe zwar deutlich abgenommen, doch der Rückgang des NO2-Gehaltes sei nur gering. Andere Faktoren spielten bei der Luft eine Rolle.

Der Diesel also kann es nicht sein.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

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14 Kommentare

  1. das hier öffentlich über gleichbleibende Luftbelastung durch Feinstaub und NO2 diskutiert wird glaube ich nicht. Eher wird die Coronakrise als zeichen gesehen, daß die Belastungen zurückgehen.
    Gibt man die entsprechende Frage bei google ein liest man fast nur Artikel N(außer Eike) die über, zum Teil zurückgehende Luftverschmutzungen berichten, angefangen von den doch eindrucksvollen Satellittenaufnahmen über Norditalien.
    Die Werte vom Stuttgarter Neckartor liesen sich dann wie die berühmte Ausnahme. Daran aber den Zweifel am Dieselverbot festzumachen dürfte schwer sein.

  2. Die Auflösung der volksschädlichen DUH ist überfällig.

    https://www.presseportal.de/pm/127746/4571620

    Ergänzend der Kommentar des Bayernpartei-Vorsitzenden, Florian Weber: „Ich würde hier sogar noch einen Schritt weiter gehen. Die entweder auf Halbwissen oder bewusstem Nichtwissen beruhenden Kampagnen der „Deutschen Umwelthilfe“ entlarven diese als Ansammlung von Scharlatanen. Und doch haben diese Kampagnen etwa bei kleinen Handwerksbetrieben einen riesigen wirtschaftlichen Schaden verursacht.

    Man sollte daher diesen Abmahnverein behördlicherseits auflösen und das Vereinsvermögen an die wirtschaftlich Geschädigten verteilen. Das wäre zumindest eine kleine Kompensation für die verursachten Schäden.“

  3. Mich fasziniert immer wieder, wie genau wir bei den anderen wissen, was sie falsch machen.
    Ich wette auch, diese Daten vom „Großen Shutdown“ werden keine Verwendung in der Politik der Zukunft finden.

  4. Wer es noch nicht kapiert hat: Wir sind ein Volk von komplett grün-verblödeten Volltrotteln mit den dazu passenden Politikern und Schleimspur-Medien (Holger Douglas und TE gehören zu den rühmlichen Ausnahmen!)
    Der Klimairrsinn läuft nach genau gleichem Muster. Zusätzlich geht hier ein grüner Traum in Erfüllung: Die Verantwortlichen können uns bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag ungestraft und pausenlos rupfen – zumindest so lange, bis das Wahlvolk im Land die große Klima-Verarsche endlich begriffen haben wird!

  5. Die sollten mal in reinen Wohngebieten messen, wenn nachts am Wochenende stundenlang die LKW-Konvois durch die Wohnviertel kurven und PM2.5 und NO2 in die Luft blasen – und reichlich CO2 !
    Wie sagt Kachelmann so schön wie treffensd:
    „It’s the Holzofen, stupid – Holzöfen machen nicht nur krank, sondern auch dumm“
    Btw, Holzöfen werden von der DUH gefördert und als klimaneutral gepriesen.
    Es gibt Gerüchte, dass sie bei den Holöfen mitverdienen.

    • Ergänzend sei noch nachgetragen, dass die DUH da ein für sich sehr erfolgreiches Gechäftsmodell entwickelt hat.
      Abmahnungen bei zu hoher NO2 Belastung, weil der Verkehr nicht ausreichend ausgesperrt wird, Straßen nicht gesperrt wurden.
      So, da hat man dann die Holzöfen gefördert, die auch die NO2 Werte in die Höhe treiben, was auch immer passiert, die DUH kann abkassieren und die Grenzwerte über LKW, Diesel und sonstige Verbote werden ggfs. weiter gedrückt, aber die Holzöfen bruzzeln weiter Geld in die Kasse.
      Ich staune, dass diese Praktiken nicht so langsam verboten werden.

  6. Was kann man denn von den generell math.-nat. komplett ungebildeten Politikern erwarten? Doch gar nix. Was unsereiner an Typen an der Uni zur Ausbildung hatte, spottet jeder Beschreibung. Damit die überhaupt Literatur finden konnten, mußte man mit denen in die Bibliothek fahren.
    Der Bildungsstand der Abiturienten ist schlichtweg mieserabel.

  7. Das war von Anfang an klar,interessiert die Grünen aber nicht, ihr Feldzug gegen das Auto ist ihre Wahlkampfstrategie.

    Und die gehirngewaschene Stuttgarter verdienen es nicht besser, sie schreien förmlich nach grünen Verboten und Gängelungen, vor der Eroberung des Landtags waren die Grünen mit Hermann an vorderster Front gegen S21, nach der Wahl plötzlich dafür und haben den wunderbaren mittleren Schlossgarten vernichtet, obwohl Stuttgart bereits zu CDU-Zeiten Blitzerhauptstadt war, hat Hermann die ganze Stadt und Region mit zusätzlichen Radarsäulen förmlich zugepflastert, Parkplätze werden permanent abgebaut oder zu Brandschutzzonen erklärt, Haltestellenbuchten werden dermaßen vergrößert, dass es zu zusätzlichen Staus kommt, Ampelanlagen so eingestellt, dass die ganze Stadt eine einzige rote Welle ist, schikanöse Pförtnerampeln gebaut, zweispurige Streckenabschnitte zu dem einzigen Zweck der Verkehrsbehinderung entfernt, Strassen in Radwege verwandelt, zur Krönung kam dann dieses auf Lügen basierende Fahrverbot, was einer Enteignung gleichkommt.

    Kuhn hat dann noch mittels eines Gefälligkeitsgutachten Tempo 40 über die Hintertür eingeführt, man weiß nie, ob man jetzt 30, 40 oder 50 fahren darf, alle paar Meter ändert sich das, alle paar Tage kommen neue Verschlimmbesserungen dazu, Ideen haben die genug, nicht umsonst hat Kuhn Hunderte neue Bürokraten eingestellt.

    Bei den Kommunalwahlen hoffte ich auf eine entsprechende Quittung für die Grünen, Pustekuchen, 26 %, bei der nächsten OB-Wahl 2021 wird die grüne Kandidatin mit an Sicherheit grenzender Warscheinlichkeit die neue Oberbürgermeisterin.

    In drei Jahren bin ich Rentner und werde augenblicklich aus der Stadt fliehen, hier ist Hopfen und Malz verloren.

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