Gedanken zur Krise: Unzeitgemäßes zu Corona

von Prof. Dr. Günter Scholdt
Nach dem Pandemie-Alarm kommt die Stunde der Wahrheit. Angela Merkel nannte Corona die größte Herausforderung seit 1945. Vielleicht ist sie das für Deutschland wie die gesamte Kanzlerschaft dieser politischen Unglücksfigur.

Gäbe es noch winzige Zweifel, dass wir im postheroischen Zeitalter leben, wären sie durch die Eindrücke der letzten Wochen restlos beseitigt worden. Denn mit der heutigen panischen Grundhaltung zu einer medizinischen Krise hätten die Menschen im Zweiten Weltkrieg seelisch keine zwei Wochen Bombenalarm ausgehalten. Und 1917 wären die Kämpfe wohl um Monate vertagt, wenn nicht umgehend beendigt worden.

Darin mögen manche eine hoffnungsvolle alternativgeschichtliche Utopie erblicken. Nur sollte man nicht gleich ins Gegenteil verfallen und aus Angst vor dem Tode „kollektiven Selbstmord“ (Mikrobiologe Sucharit Bhakdi) begehen. Eben dies tun wir momentan, zwar nicht leiblich, aber was wir unserer Gesellschaft und Wirtschaft zumuten, bietet einen Vorgeschmack darauf. Und da wir bereits bei martialischen Vergleichen waren: Wenn Churchills England beanspruchte, durch Unerschrockenheit die Freiheit der Welt gerettet zu haben, könnte Boris Johnson durch eine (hierzulande medial unterbelichtete) Standhaftigkeit in dieser Frage der Welt einen vergleichbar couragierten gesundheitspolitischen Dienst leisten, sofern ihn öffentlicher Druck nicht noch zum gänzlichen Umfallen zwingt. Zumindest böte dies die singuläre, keineswegs zynisch ergriffene Chance, tatsächlich zu erfahren, wie hoch der Preis eines alternativen Umgangs mit derlei Seuchen tatsächlich ist.

Dabei verzichten wir besser auf ethische Fundamentalsätze, als da sind: Gegenüber dem unersetzbaren Wert eines Menschenlebens haben kommerzielle Argumente zurückzustehen. Denn erstens können wir nicht die Augen davor verschließen, dass bei diesem Krisenmanagement etliche Multimillionäre zu Lasten vieler ihre skrupellosen Profitinteressen einstreichen, und sollten daher genau beobachten, wer bei dieser gigantischen Vernichtung von Volksvermögen und dem Ruin zahlreicher kleiner und mittelständischer Existenzen gleichwohl verdient. Auch darf man sich jetzt schon auf die bösen Verteilungskämpfe „freuen“, die umgehend einsetzen, wenn im Rahmen von (mit hohen Steuern finanzierten) Wiederaufbauprogrammen Abermilliarden zunächst allen genommen und dann an die lautesten und potentesten Schreier umverteilt werden.

Noch wichtiger ist ein zweiter Punkt: Glaube man ja nicht, die jetzige Isolationspolitik koste keine Menschenleben! Hunderte von Millionen in aller Welt, darunter Kinder und Alte, werden auf einen Miniaturlebensraum beschränkt, seelisch über Monate durch Horrorbilder terrorisiert, als seien mittelalterliche Pestumzüge zurückgekehrt. Schüler erleiden erhebliche Bildungseinbußen. Neue Epidemie-Zuständigkeiten ohne Parlament und persönliche Zugriffsrechte werden vorbereitet. In Altersheimen und beim Betreuten Wohnen finden sich Menschen in den „Zellen“ ihrer Zimmer interniert, ohne Hofgang, wie er wenigstens Sträflingen noch zusteht. Welche seelisch belastende Freiheitsberaubung als Zwangsfürsorge!

Wird je ermittelt, welche Auswirkungen diese Zustände auf andere Gebrechen haben: Herz- und Kreislaufschwächen, in Krankenhäusern verhinderte (rechtzeitige) Behandlung weiterer Übel, die jetzt aus dem Fokus der Aufmerksamkeit geraten? Nahezu für jedes altersbedingte Gebrechen ist Bewegung das A und O täglicher Therapie. Was richten wir stattdessen an? Führen Immobilität und mediale Angstkampagnen rund um die Uhr nicht gleichfalls zumindest mittelbar zu zahlreichen durch diese Art „Prävention“ bedingten Toten? Fließt jemals in die Bilanz ein, was wir an gesundheitlichen Kollateralschäden billigend in Kauf nehmen, während wir fast sämtliche nationalen Energien auf einen einzigen Krankheitstyp konzentrieren?

Und welche Naivität, zu glauben, dass die Zerrüttung einer (Welt‑) Wirtschaft ein ausschließlich ökonomischer Faktor wäre! Wird durch solche vernichtete wirtschaftliche Substanz nicht auch das dringend reformbedürftige Gesundheitssystem essentiell gefährdet? Sind zusätzliche (gewaltsame) soziale Konflikte nicht dadurch schon vorprogrammiert? Und ahnen diejenigen, die sonst ständig die Solidarität mit der ganzen Menschheit im Munde führen, nicht, wie sich Wirtschaftskrisen insbesondere für die Dritte Welt auswirken? Vermutlich mit sechs- bis siebenstelligen Letalitätsziffern.

In der gegenwärtigen Kontroverse um das richtige Vorgehen streiten als exemplarische Protagonisten die Virologen Christian Drosten und Alexander Kekulé gegen den Lungenfacharzt Wolfgang Wodarg und den Hygienespezialisten Sucharit Bhakdi, wobei Erstere den Staat und die Blockmedien hinter sich haben, Letztere das alternative Internet und zum Beispiel den Psychologen Franz Ruppert, der das Ganze für eine Massenhysterie hält. Wir Nicht-Experten sollten also gänzlich schweigen. Aber manchmal lassen sich gerade aus der Distanz Plausibilitäten beurteilen oder anmahnen, dass die täglichen Schreckensbilanzen nicht allzu viel ausblenden. Bedacht sei zumindest dreierlei:

Erstens: Alle genannten Todeszahlen müssen sich vor dem Hintergrund der gut 25.000 Influenza-Opfer betrachten und relativieren lassen, die im Winter 2017/18 ohne öffentliches Getöse quasi abgehakt wurden. Die Menschen starben übrigens trotz partieller Impfung, adäquater Medikation und einer gewissen Teilimmunität.

Zweitens: Haben wir überhaupt valide Opferzahlen? Angelo Borrelli, Leiter der Zivilschutzbehörde Italiens, sagte immerhin (laut „Tagesschau“ vom 21.03.2020), dass sie bei der Bilanz „nicht unterscheiden zwischen Corona-Infizierten, die gestorben sind, und denen, die wegen des Coronavirus gestorben sind“. Das aber reduziert die Aussagekraft erheblich.In Deutschland sterben übrigens seit Jahren ohnehin rund 2.500 Menschen pro Tag. Welche Steigerung der Infektions- und Letalitätszahlen ergibt sich andererseits allein daraus, dass man nun plötzlich (Tote) vermehrt auf dieses Virus testet? Selbst bereits palliativ behandelte Tumorpatienten zählen als Corona-Tote, so sie einen positiven Abstrich haben. Die Infiziertenzahl allein sagt wenig aus. Wurden bei den ungewöhnlich hohen Sterbeziffern in Wuhan und Bergamo Spezifika berücksichtigt (Umweltbedingungen; Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems; spezifische Hygienebedingungen)?

Drittens: Welche Mortalitätsrate ergibt sich dadurch, dass die geschürte Panik eine (strukturelle) Überbelastung der Krankenhäuser zusätzlich fördert, die ihrerseits böse Folgen hat? Von (mittelfristigen) psychosozialen Schäden ganz abgesehen. Und so weiter, und so fort.

Das Generationenproblem

Man verkauft uns die jetzige Katastrophenpolitik als besondere Solidarität mit den Alten, wofür man sie jedoch fraglos neben den momentan zunächst betroffenen Jungen noch gebührend zur Kasse bitten wird. Wäre das der Fall – und ich sage es als Angehöriger des zur Risikogruppe gehörenden Jahrgangs 1946 –‍, kämen wir in Grenzbereiche, in denen man derartig hohe wirtschaftliche Opfer nicht mehr ohne weiteres annehmen, geschweige denn fordern darf. Zumindest nicht, wo ein Volk noch tatsächlich Gemeinschaft lebt. Wenn sich das erhöhte Altersrisiko bei solchen Epidemien also nur dadurch mindern lässt, dass man jeweils eine Wirtschaft verheert, stellt sich die Frage der (auch moralischen) Güterabwägung.

Die Form, in der sich unsere öffentlich-rechtlichen Hintertreppen-„Satiriker“ des Funkformats „Bohemian Browser Ballett“ dazu äußerten (die 65-plus-Generation könne ruhig dezimiert werden, da sie schließlich unseren Planeten „in den letzten 50 Jahren voll an die Wand gefahren“ habe), ist zwar schlicht peinlich. Viel berechtigter hätten sich diese staatsfinanzierten Schnösel, auf deren Empfehlung wir sonst leichten Herzens Billionen Euros für vermeintliche Klima-„Rettung“ verfeuern, einmal der gänzlich zerrütteten Demographie dieses Landes zuwenden sollen: das heißt der trendsetzenden Lebensführung ihrer eigenen Altersgruppe, die den Generationenvertrag unter Versorgungsgesichtspunkten längst gekündigt hat. Nur deshalb ist der Anteil der Alten in unserem Land so groß geworden, dass sich offenbar Politiker nicht mehr trauen, gegen deren Ängste eine der Gesamtheit dienende Politik zu machen. Dabei ist es (angesichts verbreiteter Hysterien gerade bei den weniger gefährdeten Jüngeren) nicht einmal ausgemacht, dass die regierungsgesteuerte Panik überwiegend aus den Reihen der Alten stammt. Als Folge sind jedenfalls jetzt schon bestimmte ungute Töne in Richtung der Alten vernehmbar.

Es hilft nichts. Wir müssen endlich wieder in der Realität ankommen und uns von Gaukeleien verabschieden, es gäbe für fast jede Krise Absicherungen und Sicherheit. Und sollte die Seuche tatsächlich so ansteckend sein, müssen wir da durch, und das Erreichen einer relativen „Herdenimmunität“ ist auf Dauer die einzig handhabbare Wirklichkeit, da wir schließlich mit ständig sich wandelnden Krankheitserregern konfrontiert sind. Das Hinausstrecken mag kurzfristig Krankenhausengpässe beseitigen, und nur das rechtfertigt partiell und äußerst kurzfristig exorbitante Maßnahmen für besonders Gefährdete. Aber gerade da, wo wir mit zweiten oder dritten Grippewellen rechnen, führt das zu Zeiträumen, die schlechterdings untragbar sind. Schließlich stellt Covid-19 ja nur eine Form potentieller Virenmutationen dar. Wir werden auch künftig mit vergleichbaren Attacken auf unsere Gesundheit zu kämpfen haben. Denn der totale Sieg über Epidemien ist eine Illusion wie diejenige vom ewigen Leben. Wollen wir also alle zehn Jahre aufs Neue die Weltwirtschaft ruinieren, bis jeweils aktualisierte Impfstoffe hergestellt sind?

Die Quarantänegesellschaft

So, wie die jetzigen Medien agieren, darf man sich totalitäre Kriegspropaganda vorstellen, das heißt Trommeln von morgens bis abends. In den Fernsehstudios der Talkshows geben Experten und bloß Prominente (wie kurioserweise der „Fernsehdoktor“) einander die (hoffentlich desinfizierten) Klinken in die Hand. Medizinische Medienstars werden geboren, denen eine Macht zuwächst wie früher nur Militärgouverneuren. Immerhin fällt auf, dass all diejenigen, die stets behaupteten, Angst sei ein schlechter Ratgeber, oder die Ängste von Alternativen geradezu für politkriminell oder unmoralisch hielten, plötzlich 24 Stunden am Tag Alarmsirenen schrillen lassen. Oder gilt wieder die Devise: „Was zugelassene Angst ist, bestimme ich“?

Kurios ist, dass auch in dieser Situation nicht auf die üblichen Agitationsmuster verzichtet wird. So hatte etwa der böse Trump zunächst alles falsch gemacht, als er die Grenzen des Landes sperrte. Anschließend lerne ich von der „Qualitätspresse“, dass die EU alles richtig macht, wenn sie etwas später das Gleiche tut. Solche feinen Differenzen hätte ich früher nicht begriffen, zumal ich noch in der von der Bundesregierung verkündeten Überzeugung lebte, dass sich Grenzen grundsätzlich nicht schließen lassen, ein Prinzip, nach dem man aktuell übrigens in bestimmten Migrantenfällen immer noch verfährt.

Der hiesige Virusalarm charakterisiert unsere politmediale Klasse im Kern, wobei die (soeben auf arg strapazierter Rechtsgrundlage etablierte) medizinische Notstandsdiktatur für eine Technokratie eigentlich den Idealzustand bildet. Wir haben eine atomisierte Gesellschaft, die sich nicht mal mehr in Kleingruppen versammeln darf und fast alternativlos der politmedialen Allmacht einer sogenannten Elite ausgesetzt ist. Die wieder verhängt Ausgangssperren oder überwacht per Handychecks deren Einhaltung. Furchtgesteuerte Massen wiederum folgen wie Lemminge, solange ihre Führungsfiguren als Retter erscheinen. Das Ganze löst sogar frühere parteipolitische Akzeptanzprobleme, insofern sich eigentlich längst diskreditierte Regierende (nach dem Muster Helmut Schmidts bei der Hamburger Flut) nun als Großheiler präsentieren können.

Und natürlich lassen sich auf diese Weise nicht nur medizinische Viren bekämpfen, sondern bei anderer Gelegenheit auch allerorten zu isolierende „Klimaleugner“ oder „Rechtsextremisten“, vor denen die Gesellschaft geschützt werden muss. Wer könnte sich im Zuge des großen Einigungsappells schließlich der Überzeugung widersetzen, dass jetzt ein Maximum an Prävention geboten sei? Man gewöhnt sich schnell an ein Quarantäne-Herrschaftsmodell: mit „Mutti“ am Krankenbett der Nation, Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang samt Einbläser‍(innen) als Gesinnungsvirologen sowie Papa Habeck in edler Sorge vor geistig Infektiösen, die seiner Klimareligion misstrauen. Und siehe da, für den unermüdlichen Kampf gegen rechts bleibt in unseren Blättern wenigstens als Thema Nummer zwei noch Platz. So erfährt man etwa von ausgewiesenen Politlinguisten, was ich früher für fast schon klinisch abstrus gehalten hätte, dass das Verb „ausschwitzen“ etymologisch von Auschwitz herrührt.

Äußerst praktisch ist natürlich auch, was bei solchem Nachrichtenfokus alles unter den Teppich gekehrt werden kann. Die Schuldenbremse ist Schnee von gestern. Für die zuvor bereits schwächelnde Wirtschaft entfällt die Verantwortung; das schluckt alles das Kausalitätsmonster Corona. Auch lässt sich unter dem Radar der Aufmerksamkeit etliches schnellstens erledigen: die Erhöhung der Rundfunkgebühr, die Diskreditierung des Bargelds wie ein paar weitere meinungsstrangulierende Verordnungen oder Verbotsmaßnahmen.

Zudem beruhigt, dass Horst Seehofer dem deutschen Volk jüngst versicherte, selbst im Zeichen von Corona bleibe der Kampf gegen Rechtsextremismus in seinem Visier. Auch der „Verfassungsschutz“ war nicht müßig, seinen Regierungsauftrag zur Zerstörung der einzig nennenswerten parlamentarischen Opposition zu leisten. Wie in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs, mit dem ja jetzt so vieles verglichen wird, arbeiten unsere Bürokraten selbst in solchen Tagen noch bienenfleißig daran, sogenannte Staatsfeinde auszumachen. Gelobt sei die Kontinuität einer unermüdlichen Bürokratie!

Nun, Meinungsfreiheit beziehungsweise offen-selbstkritische Medien werden demnächst wohl ohnehin nicht allzu groß geschrieben. Wer solche Verluste an Volksvermögen und ‑chancen zu verantworten hat, kann sich keine wirklich freie Ursachendiskussion leisten. Und wir dürfen uns in künftigen Debatten schon mal darauf einrichten, mit dem zumindest moralischen Straftatbestand der „Corona-Leugnung“ konfrontiert zu werden. Bereits jetzt unterscheiden unsere Mainstreammedien per Framing ja zwischen „seriösen Wissenschaftlern“ Marke Drosten und Verbreitern „wirrer Behauptungen“ à la Wodarg – ganz wie es das durchgespielte Szenario einer amerikanischen Pandemie-Übung zur Diskreditierung von Kritik empfahl.

Nach der Katastrophe

Einmal muss der ausgerufene Pandemie-Alarm, wenn nicht alles zu Scherben gehen soll, offiziell abgeblasen werden. Dann kommt die Stunde der Wahrheit einer schonungslosen Bilanz, für die wir uns weder ideologisch noch moralistisch verhärten sollten. Wer sich dann – und sei es besten Gewissens – Übertreibung oder Verharmlosung anlasten muss, wird an diesem Vorwurf ohnehin noch lange tragen. Schlimmer jedoch wäre eine unsauber-apologetische Aufarbeitung der Krise, sei es um eine Niederlage dieser Größenordnung nicht einzugestehen, sei es aus Furcht, von heute auf morgen vom medialen Volksfreund zum Volksfeind zu schrumpfen, sei es aus psychischer Unfähigkeit im Stimmungsorkan Befangener, die ja zuvor meist nur trieben, weil sie sich selbst getrieben fühlten.

Unser Volk hat jedoch ein Anrecht darauf, zu erfahren, ob diese administrative Vollbremsung unerlässlich war, die nicht nur Wirtschaft und Gesellschaft böse zur Ader ließ, sondern zudem etliche Reserven verbrauchte, die man gerade für ein ohnehin überstrapaziertes wie reformbedürftiges Renten- und Gesundheitssystem hätte aufwenden müssen. Wir haben Anspruch auf ungeschönte Bilanzen, in denen alle relevanten Faktoren berücksichtigt sind, vor allem die Frage, ob in den Letalitätsziffern Corona Hauptursache oder nur Begleiterscheinung war. Wir werden Verlaufskurven und Hochrechnungen prüfen müssen unter Berücksichtigung von Gegenzählungen diverser Erkrankungen infolge der Quarantäne. Wo immer zu eruieren, sind Vergleichszahlen bei alternativem Krisenmanagement einzuholen. Und vieles mehr.

Es ist klar, welcher ungeheure psychische Druck auf Ärzten lastet, die mehrheitlich gewiss in bester Überzeugung warnten. Wie viele von ihnen werden der Versuchung entgehen, einen möglicherweise glimpflicheren als vorhergesagten Ausgang lieber als Präventionserfolg denn als Fehlprognose zu deuten, zumal wo hässliche Debatten und Wahlkämpfe drohen? Wer in Forschung und Gesundheitspolitik wird mit allen Konsequenzen bereit sein, wie Ödipus auch gegen sich selbst zu ermitteln, wenn schmerzliche Ergebnisse drohen?

Aber selbst wenn die Gesundheitspolitiker mit Grund ein positives Fazit ziehen dürfen: Wird man sich zur analytischen Klarheit durchringen, dass in absehbarer Zeit eine solche Schocktherapie den Völkern nicht nochmals auferlegt werden darf, ohne dass es in den ohnehin zerklüfteten Gesellschaften Europas zu blutigen Konflikten kommt? Ein Modell für künftiges Handeln kann dies jedenfalls nicht sein. Und für politisches Verhalten schon gar nicht, so groß die Versuchung sein mag, sich in der Krise den Part als „Lebensretter“ zu geben.

Gerade für Deutsche, bei denen es allzu oft scheint, sie hätten sich mehrheitlich das fürs Freiheitsbewusstsein zuständige Organ herausoperieren lassen, heißt es künftig, die durch Kollektivzwang geförderte Corona-Gesinnung schnell wieder aus den Köpfen zu bringen. Bis hin zu den makabren Praktiken, dass Todgeweihte nun aus Hygieneschutz ihre letzten Tage ohne adäquate Familienbegleitung verbringen müssen. „Das Leben ist der Güter höchstes nicht“, formulierte Schiller, was Brecht glaubte in ein „Das Leben ist der Güter höchstes“ korrigieren zu müssen: Dem muss man nicht folgen.

 

Anmerkung der EIKE-Redaktion:

Wir danken Herrn Prof. Günter Scholdt, em. Professor für Germanistik an der Universität des Saarlandes und Leiter des Literaturarchivs Saar-Lor-Lux-Esass, für die freundliche Genehmigung, seinen Aufsatz in den EIKE-News übernehmen zu dürfen. Er erschien zuerst in „Eigentümlich frei“ am 30.März 2020. Für nähere Infos zu G. Scholdt (hier) seine Homepage. Seine jüngste Buchveröffentlichung erschien soeben in der Basilisken-Presse, Marburg an der Lahn, unter dem Titel „Populismus. Demagogisches Gespenst oder berechtigter Protest“.

Anlässlich einiger Leserkommentare, welche sich nur auf Grund von Missverständnissen erklären lassen, bittet die EIKE-Readktion, folgendes sorgfältig zu beachten:

  1. EIKE bleibt durchaus „bei seinen Leisten“. Die politischen Begleiterscheinungen der realen Corona-Krise gleichen in maßgebenden Punkten nämlich denen der nur herbei geredeten Klimakrise. Und Klima/Energie sind maßgebende EIKE-Themen.
  2. Die Beiträge in den EIKE-News stellen die Auffassung des jeweiligen Verfassers dar und sind NICHT mit der Meinung der EIKE-Redaktion gleichzusetzen. Wir geben lediglich möglichst vielen wissenschaftlichen Sichtweisen ein Forum, ohne uns mit diesen Sichweisen gemein zu machen.
  3. EIKE ruft dazu auf, die gesetzlich angeordneten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie strikt zu befolgen – unbeschadet individueller kritischer Beurteilungen der Maßnahmen. Was kritische Meinungsäußerungen angeht, leben wir immer noch in einem Rechtsstaat mit freier Meinungsäußerung als hohem Gut.
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38 Kommentare

  1. Gerade im NDR. Drosten ist jetzt doch auf einmal für allgemeine Maskenpflicht und App. Dann kann das Kontaktverbot weitgehend aufgehoben werden.

    Ach neee, wer hätte das gedacht. Wie war das mit Hände waschen und Kontaktverbot und Ladenschließungen?

    Ich hatte schon vor Corona Masken, auch FFP2. Als Hobby-Handwerker.

  2. Ich frage mich: WAS müssen RKI, Politik und Lügenmedien noch an Unfug verzapfen bzw. anrichten, daß ihre Glaubwürdigkeit angekratzt wird.
    Auch HIER tummelt sich eine Vielzahl an rührend Staatsgläubigen, die der Obrigkeit jeden Blödsinn durchgehen läßt und andächtig weiter an deren Lippen hängt. WAS müssen diese politischen Flitzpiepen, die bisher wirklich ALLES, ALLES, ALLES falsch gemacht haben, was man zwecks einer rationalen Seuchenbekämpfung so tun müßte, noch anstellen, daß die akademischen Staatsjünger vomGlauben abfallen? Der Laschet z.B. – immerhin will er unsere BundeskanzlerIn ersetzen – ist sogar zu doof, sich abzugucken, wie man einen Mundschutz richtig anwendet!
    Völlig richtig wird auf die Toten hingewiesen, die als Opfer der Hysterie die möglichen Corona-Toten weit übersteigen werden, z.B. jene, deren Pflegekräfte in ihre Heimatländer abgehauen sind und die (z.B.) wegen Dehydrierung ins Krankenhaus kommen …
    Diese schweizer Seite scheint mir noch die vernünftigste im globalen Hysteriekonzert zu sein: swprs.org/covid-19-hinweis-ii

    • „Auch HIER tummelt sich eine Vielzahl an rührend Staatsgläubigen, die der Obrigkeit jeden Blödsinn durchgehen läßt und andächtig weiter an deren Lippen hängt. WAS müssen diese politischen Flitzpiepen, die bisher wirklich ALLES, ALLES, ALLES falsch gemacht haben, was man zwecks einer rationalen Seuchenbekämpfung so tun müßte, noch anstellen, daß die akademischen Staatsjünger vomGlauben abfallen?“

      Die Dummen müssen erst mal wegsterben, dann bleiben die Intelligenten übrig, sag ich immer.

      Merkel hat derzeit soviel Zuspruch von den Wählern wie lange nicht mehr und auch Spahn und Scholz. Und Svenja Schulze bringt jetzt Klimaerwärmung und Corona und Seuchen als Übel zusammen. Dümmer gehts nicht.

  3. „VOLLTREFFER“ ?!? – auf o.g. Homepage des Autors, ist für MICH ab HEUTE mein STICHWORT für die kommenden WOCHEN (Event 201 = 19/07/2020; Tag 201) – vielleicht mal „Oumuamua“ googeln 😉

  4. Schuster bleib bei Deinen Leisten. Das sollte auch für EIKE gelten. Beim Klimawandel hat EIKE wirklich Gute Argumente, aber bei Corona nicht. Das wird dem Ruf von EIKE schaden, wenn EIKE daneben liegt wovon ich ausgehe.

    z.B.

    „Das aber reduziert die Aussagekraft erheblich.In Deutschland sterben übrigens seit Jahren ohnehin rund 2.500 Menschen pro Tag. Welche Steigerung der Infektions- und Letalitätszahlen ergibt sich andererseits allein daraus, dass man nun plötzlich (Tote) vermehrt auf dieses Virus testet?“

    Was ist denn mit Spanien, dort sterben im Durchschnitt 1100 Menschen am Tag im ganzen Land.
    Jetzt sind es fast 1000 am Tag nur Madrid und Katalonien. Selbst wenn man davon ausgeht das in Spanien nicht 100.000 sondern wegen der Dunkelziffer 1.000.000 schon erkrankt sind, was wird dann erst sein wenn 70% also 30 Mio infiziert sind?
    Oder wollt Ihr als nächstes behaupten, das man die Toten aus dem ganzen LAnd alle erst mal nach Madrid transportiert, damit man Sie dort als Coronatote ausgeben kann? Tut mir leid, aber die Todeszahlen und die Auslastung der Intensivstationen sprechen eine Klare Sprache. (Noch) nicht hier in Deutschland, aber in Spanien und Italien.
    Bei uns in D haben wir wahrscheinlich einfach durch die vielen Tests eine viel geringere Dunkelziffer.
    In New York haben die Bestatter 180 Tote, aber eigentlich nur platz für 50Tote.
    Wenn das bei jeder normalen Grippe so wäre hätten die Medien schon längst jedes Jahr das übliche Trump-Bashing vollzogen.

    Man sollte sich lieber darauf konzentrieren, die Maßnahmen in Frage zu stellen. besonders das Wochenlange kleinreden der Wirksamkeit von einfachen Schutzmasken.

    Es gibt Studien, das einfache OP-Schutzmasken bei Tröpfchenifektion nur 20% weniger effektiv sind.
    Also lieber Maskenpflicht für alle, auch wenns nur 50% Schutz ist, statt einsperren von 50% der Bevölkerung während sich die anderen 50% auf der ARbeit unvermindert anstecken können und gleichzeitig die Wirtschaft/Handel jeden Tag Milliarden verliert und der Staat noch mal Milliarden zu Rettung drauf legt.

    Japan mit 126 Mio Einwohnern auf engstem Raum zeigt wie es geht!

    • Sehr geehrter Herr Stiller,

      die „Feldversuche“ auf den Kreuzfahrtschiffen lassen berechtigen Zweifel, daß jemals Krankheitsraten von 70% erreicht werden. Auf der prices diamont wurden von angeblich 3700 Menschen etwa 700 infiziert. Es gab 12 Todesfälle.
      Sicher, jeder einzelne Tod eines Menschen ist tragisch und für die Angehörigen ein enormer Verlust – das gilt für alle ca. 60.000 bisher mit diesem Virus gestorbenen Menschen.
      In Italien sind mit dem Virus innerhalb eines Monats etwa 15.000 Menschen gestorben, in Spanien 11.000 Menschen. Ich entnehme Ihren Zeilen, daß Sie davon ausgehen, daß viel mehr Menschen mit dem Virus sterben. Das bezweifle ich.
      Es gibt andere Leute, die davon ausgehen, daß auch Leute, insbesondere ältere Menschen, psychologisch bedingt, an den Maßnahmen sterben.
      Ich gehe von einer völligen Durchseuchung Europas aus. Das ist ja auch die offizielle Meinung zum Thema – deshalb gibt es ja die Ausgangsbeschränkungen.
      Deshalb sind die asiatischen Vorgehensweisen zur Eingrenzung gar nicht möglich.
      Bezüglich New York sind Sie einer Ente aufgesessen.
      New York hat 8,6 Mio Einwohner. Daher gibt es seit vielen Jahren innerhalb der Stadt nur begrenzte Bestattungsmöglichkeiten. Die meisten Bewohner von New York werden daher außerhalb bestattet. Und es sterben jährlich etwa 60.000 Menschen in New York – mit, oder ohne Corona. Demzufolge gibt es auch weit mehr als „50 Plätze“ weil statistisch pro Tag 165 benötigt werden.
      Und dann kommen wir zu meinem Lieblingsthema – den Masken.
      OP-Masken dienen dazu eigene Keime an der Streuung zu hindern.
      Nur dafür haben sie einen Nutzen.
      Beim Einatmen sammeln sich alle Keime am „Filter“ und werden dann eben verzögert eingeatmet.
      Eine p3 Maske, ist eine Staubmaske und blockiert das Einatmen von mindestens 98% Staubpartikeln. Gegen Viren bieten sie keinen Schutz. Gegen Viren benötigen Sie eine Vollmaske mit umgebungsunabhängiger Luftzufuhr. Wer etwas andes behauptet ist ein Scharlatan.
      Egal was Sie sich vor den Mund pappen – es hält keine Viren ab, sofern Sie Umgebungsluft atmen.
      Genauere Auskünfte erhalten Sie in jedem Krankenhaus, bei jeder Sachverständigenorganisation und bei jeder Berufsgenossenschaft.

      Viele Grüße

      S. Eulitz

      • Sehr geehrter Herr Eulitz,

        ———–
        „es auch weit mehr als „50 Plätze“ weil statistisch pro Tag 165 benötigt werden.“
        ———–
        Ich sprach von einem einzigen Bestattungsinstitut, welches 50 Plätze hatte aber 180 benötigt hätte. Und bei den anderen Bestattungsinstituten wäre es ähnlich.

        ————
        „Egal was Sie sich vor den Mund pappen – es hält keine Viren ab, sofern Sie Umgebungsluft atmen.“
        ————
        Nein nicht 100% aber es schützt besser als nichts. Dazu gibt es auch Studien. Schon allein dadurch, das man sich nicht unbewusst mit den Fingern ins Gesicht fasst und die Tröpfchen beim Sprechen nicht so weit herausgeschleudert werden.
        Es wirkt auch dadurch, das Menschen mit Maske eher gemieden werden, also großerer Abstand eingehalten wird. Verharmlosung und wegreden hingegen wirkt absolut nicht.

        ————
        „In Italien sind mit dem Virus innerhalb eines Monats etwa 15.000 Menschen gestorben, in Spanien 11.000 Menschen. Ich entnehme Ihren Zeilen, daß Sie davon ausgehen, daß viel mehr Menschen mit dem Virus sterben. Das bezweifle ich.
        Es gibt andere Leute, die davon ausgehen, daß auch Leute, insbesondere ältere Menschen, psychologisch bedingt, an den Maßnahmen sterben.“
        ————–
        Und die kommen dann ins Krankenhaus und die Ärzte haben dann nichts besseres zu tun als diese dann an ein Beatmungsgerät anzuschließen um sie dann sterben zu sehen. Das klingt für mich nicht sehr plausibel.
        Und die 15000 Menschen sind nicht in gesamt ITalien gestorben, sondern nur in einer relativ begrenzten Region in Italien. Wenn man nämlich die Toten in den Regionen mit
        dem Wert der gleichen Region im Vorjahr vergleicht, liegt die Sterberate über 400% höher. Und das trotz der Maßnahmen an die sich zum Glück viele Italiener halten.
        Ja, ich gehe definitiv davon aus, das ohne Maßnahmen noch mehr Menschen sterben werden. Sie werden es in Schweden sehen, diese werden in spätestens 2 Wochen genauso einen Rückzieher machen wie die Briten.

        • Sehr geehrter Herr Stiller,

          die Johns Hopkins University erklärt, für New York, aktuell 1905 Menschen, die mit dieser Virus-Mutation gestorben sind – in Summe, nicht pro Tag.
          https://coronavirus.jhu.edu/map.html
          Und bitte verdrehen Sie mir nicht die Worte.
          Sie schrieben, daß derzeit in Madrid und Katalonien (also Barcelona) allein derzeit 1000 Menschen pro Tag sterben.
          Mit diesem mutierten Virus sind es, in ganz Spanien, bisher in Summe 11947 Menschen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht…es gibt noch andere Todesursachen. Und durchaus ist gerade für alte Menschen, aber nicht nur bei denen, die Psyche ein gewaltiger Aspekt.
          Wie viele Menschen wurden denn an ein Beatmungsgerät angeschlossen?
          Und wie viele davon sind gestorben?
          Und denken Sie, daß wie in einer, von diesem mutierten Virus abgesehen, in einer keimfreien Welt leben? Hat dieses Virus sämtliche anderen Erreger verdrängt? Ganz sicher nicht. Oder kann es Mehrfachinfektionen geben? Mit Sicherheit.
          Die absoluten Sterbezahlen mit dem mutierten Virus kennen wir. Sie unterstellen allerdings weit höhere Zahlen. Worauf stützen Sie denn diese These?
          Und Sterberaten werden übers Jahr gerechnet. Es gibt jedes Jahr eine „Grippewelle“. Und die hält sich nicht an den Kalender.
          Welche Auswirkung dieses mutierte Virus hat, wird man in einem Jahr abschätzen können, wobei natürlich der Einfluß von Influenza-Viren und anderen Erregern nicht vergessen werden darf.
          Und ja, Masken schützen nur davor, daß man andere Menschen ansteckt.
          Für den eigenen Schutz sind sie absolut nutzlos.
          Für den eigenen Schutz wird umgebungsunabhängige Vollmaske und ein entsprechender Overall benötigt – Dupont grau abgeklebt.
          Wenn ich so arbeite bin ich nach 2 Stunden fix und fertig. Man kann sich zwingen und den Tag rumbringen. Aber mehrere Tage lang hält man das nicht durch.

          Viele Grüße
          S. Eulitz

          • Sehr geehrter HErr Eulitz,

            ————-
            „Sie schrieben, daß derzeit in Madrid und Katalonien (also Barcelona) allein derzeit 1000 Menschen pro Tag sterben.
            Mit diesem mutierten Virus sind es, in ganz Spanien, bisher in Summe 11947 Menschen. Ob es Ihnen gefällt oder nicht…es gibt noch andere Todesursachen.“
            ————
            Ich schrieb auch, das in Spanien im ganzen Land nur 1100 Menschen Pro tag sterben. Demzufolge dürften im restlichen Spanien nicht mehr als 100 Menschen sterben. Das ist wohl kaum anzunehmen. Bitte unterschlagen sie nicht die Fakten.

            ————
            die Johns Hopkins University erklärt, für New York, aktuell 1905 Menschen, die mit dieser Virus-Mutation gestorben sind – in Summe, nicht pro Tag.
            ————-
            Und wie soll das, Ihrer Meinung nach, die Aussage der Reportage entkräften, das dadurch die Leichenhallen der Bestatter überlastet sind? Wohl eher im Gegenteil ,das die Coronatoten wohl tatsächlich zusätzliche Tote sind.

      • Wie Sie schon erwähnen, infiziert Corona immer nur einen Teil der Exponierten. Ein Fußballspieler vom SC Paderborn ist infiziert, alle anderen nicht. Der Virus scheint sehr viele Menschen nicht zu erreichen, was epidemiologisch interessant ist. Mit den Masken gebe ich ihnen recht. Das ist Symbolpolitik. Außerdem sind vernünftige Masken absolut nicht zu bekommen. Keine Ahnung, woher Herr Kurz in Österreich die ganzen Mundschutze hernimnt. Ein OP-Mundschutz wird höchstens ein paar Stunden getragen, dann muss ein neuer her.

      • „Beim Einatmen sammeln sich alle Keime am „Filter“ und werden dann eben verzögert eingeatmet.
        Eine p3 Maske, ist eine Staubmaske und blockiert das Einatmen von mindestens 98% Staubpartikeln. Gegen Viren bieten sie keinen Schutz. Gegen Viren benötigen Sie eine Vollmaske mit umgebungsunabhängiger Luftzufuhr. Wer etwas andes behauptet ist ein Scharlatan.“
        Erklären Sie uns dann bitte, warum dass Japan trotz Nähe zu China geringe Probleme mit dem Corona-Virus hat? Ich bin gespannt.

        • Sehr geehrter Herr Berberich,
          meiner Meinung nach läuft sich das Virus ganz einfach tot.
          Es spielt sicher eine Rolle, welche Vor- und Begleiterkrankungen bestehen.
          Aber im Wesentlichen halte ich diese Virusmutation für keine Gefahr.
          Es ist natürlich eien Gefahr für Alte, Kranke, kleine Kinder – aquivalent zur Grippe, die ja ebenfalls aktiv ist und bei Überschneidung sicher entsprechend gefährlich wirkt.

          Viele Grüße
          S. Eulitz

      • „Eine p3 Maske, ist eine Staubmaske und blockiert das Einatmen von mindestens 98% Staubpartikeln. Gegen Viren bieten sie keinen Schutz. Gegen Viren benötigen Sie eine Vollmaske mit umgebungsunabhängiger Luftzufuhr. Wer etwas andes behauptet ist ein Scharlatan.“

        Das ist Quatsch. Was kleinste Partikel abhält, hält auch zu einem gewissen Grad Viren ab. Zumal die über Tröpfchen übertragen werden. Eine Maske mit Filter, also ffp1-3 hält dabei mehr ab, als eine einfache OP-Maske, die ja hauptsächlich den Patienten vor Keimen und Bakterien schützen soll.

        Und vom Atem durchfeuchtete Masken lassen mehr durch, als ein trockener Mundschutz mit noch kleineren Poren. Die Filtermasken sollen auch mehrfach verwendbar sein. Ich habe noch eine ffp2 aus dem Baumarkt als passionierter Heimwerker.

        Trump empfiehlt jetzt sogar den Mundschutz.

        Und das Robert-Koch-Institut macht das auch schon lange zum Schutz vor Influenza. Nur jetzt bei Corona sind die zuerst umgeschwenkt und haben in Anbetracht dessen, dass es keine Masken gibt, schlichtweg Blödsinn verbreitet.

    • „Also lieber Maskenpflicht für alle, auch wenns nur 50% Schutz ist, statt einsperren von 50% der Bevölkerung während sich die anderen 50% auf der ARbeit unvermindert anstecken können und gleichzeitig die Wirtschaft/Handel jeden Tag Milliarden verliert und der Staat noch mal Milliarden zu Rettung drauf legt.

      Japan mit 126 Mio Einwohnern auf engstem Raum zeigt wie es geht!“

      Volle Zustimmung. Aber die haben uns doch lange erzählt wir brauchen keine Masken … Und man soll soziale Kontakte vermeiden … Und das Händeschütteln …

      Nun zeigt sich, China, Japan und Süd Korea haben mit Masken und Apps Erfolg. Und Corona wird auch nicht durch Schmierinfektion übertragen.

      Deutschland, das Idiotenland hat aber keine Masken und auf Bau und in der Landwirtschaft geht es sowieso ohne Masken und Abstand weiter, wir sollen aber Kontaktverbot einhalten, da wir keine Masken haben …

      Bei mir im Haus hat die Vermietergesellschaft eine Großbaustelle zur Sanierung einer Wohnung aufgemacht. Ich habe das mehrfach der Polizei und den Gesundheitsamt gemeldet, da überall Baustaub war und Wasser und uns das Wasser abgedreht wurde. Abstand wurde auch nicht eingehalten. Nichts wurde von den Behörden unternommen, aber wir sollen uns die Hände waschen …

      • Sehr geehrter Herr Krüger,
        —————
        „Aber die haben uns doch lange erzählt wir brauchen keine Masken … “
        —————
        Natürlich, als das behauptet wurde, war schon der Run auf die Masken groß und nirgends erhältlich. Man brauchte die Masken aber dringend für die Krankenhäuser und wollte den Mangel nicht unnötig verschärfen. Also hat man abgewiegelt, während man vor WOCHEN schon bei Trigema nachgefragt hat, ob man Mundschutz Masken nähen kann. Nix FFP3, sondern normale Mundschutzmasken wie jedes Krankenhaus und Zahnarzt diese benutzt. Warum sollten Krankenhäuser und Ärzte diese einfachen OP Masken überhaupt benutzen, wenn sie doch so Wirkungslos sind?

        Hier kann man schön sehen wie Infektionen im Vergleich Deutschland / Japan verlaufen sind. Japan hatte im Januar auch schon Infektionen, aber kein Exponentielles Wachstum. Masken sind dort etwas selbstverständliches.

        • Sehr geehrter Herr Stiller,

          weiter oben habe ich Ihnen bereits geschrieben, warum diese einfachen Masken benutzt werden.
          Sie dienen dazu, daß die eigenen Keime beim Ausatmen nicht gestreut werden. Niemand im OP muß sich vor Keimen schützen. Geschützt werden muß der Patient.
          Für den eigenen Schutz ist sowas nutzlos.
          Vielleicht hilft es manchen Leuten als psychologische Stütze.
          Es gibt zudem kein „expotentielles Wachstum“ – nicht in der BRD, nicht in Europa und nicht weltweit.

          Viele Grüße

          S. Eulitz

          • Sehr geehrter Herr Eulitz,

            „Für den eigenen Schutz ist sowas nutzlos.“
            Und weil man sich nicht selbst Schützen kann, schützt man andere am besten auch nicht …. traurige Einstellung. Da orientiere ich mich lieber an Japan.

            „Es gibt zudem kein „expotentielles Wachstum“ – nicht in der BRD, nicht in Europa und nicht weltweit. “
            Und deshalb, haben auch Länder, wie Italien und Spanien welche eigentlich weniger Einwohner haben als China oder einfach nur die Region Hubei, so deutlich viel mehr tote und infizierte zu beklagen.

  5. Wie funktioniert das?
    Es gibt keine verifizierten Diagnosen, keine Zahlen und keinerlei Untersuchungen, den SARS‑CoV‑2 betreffend. Es ist mir zumindest fraglich, wie immer wieder von nachgewiesenen Folgeschäden wie Langzeitschäden geschrieben werden kann, die dadurch gesteigert vorkommen und von gleichartigen/ähnlichen Erkrankungen abhebend eine zukünftige, höhere, Gesamtquote vorhergesagt wie belegt werden kann.

    • @Dr. Uwe Erfurth
      In D haben wir derzeit vllt 150 Tote am Tag durch Corona und 2500 durch andere Erkrankungen. Den Unterschied sieht man kaum.

    • Auf die Euromomo Übersterblichkeitsgrafik
      http://www.euromomo.eu/outputs/zscore_country_total.html

      habe ich schon vor längerer Zeit hier im Kommentarbereich hingewiesen. Sie taugt nicht für die Planung von Maßnahmen, aber rückwirkend für die Bewertung, ob CoViD-19 in Europa schlimmer war als die Influenza-Wellen der letzten Jahre. (In Italien toppt die aktuelle KW 13 bereits alle früheren Zeiten).

      Eine Frage an die Statistiker hier: Warum liegt die Kurve ganz überwiegend über dem Mittelwert z=0 ? Warum gibt es zu den Übersterblichkeiten keine entsprechenden Untersterblichkeiten, die das ausgleichen? So wie das abgebildet ist, ist z=0 nicht der Mittelwert der Kurve.

      Wer kann helfen?

      • Die Lösung findet sich ganz unten auf der Methods-Seite von EuroMoMo:
        https://www.euromomo.eu/methods/methods.html

        Der Mittelwert, d.h. die Baseline, wurde nur aus den Kalenderwochen 15-26 („Frühjahr“) und 36-45 („Herbst“) gewonnen. Begründung: In diesen Zeiten treten keine Influenza- oder Hitzewellen auf, die zu einer Übersterblichkeit führen.

        Meine Kritik: Mit diesem (hypothesengeleiteten) Vorgehen ist die Grafik nur sensitiv für Übersterblichkeiten außerhalb der genannten Zeiträume, d.h. im Winter und Sommer. Treten Erhöhungen der Sterblichkeit hingegen in den genannten Zeiträumen aus, z.B. im Frühjahr ab KW 15, dann ziehen gehen diese Sterbedaten in die Mittelwertsberechnung (=die Baseline) ein und ziehen den Mittwelwert nach oben. Geneüber diesem künstlich erhöhten Mittelwert wirken die Peaks dann flacher oder verschwinden ganz.

  6. Nun doch eine Anmerkung zu den angeblichen Influenza-Toten (25.000) 2017/2018: Dies ist nach meiner Kenntnis eine geschätzte Zahl,wobei die im Sommerhalbjahr-Toten von den Winterhalbjahr-Toten abgezogen werden. Diese sog. Übersterblichkeit wird dann einfach der Influenza in die Schuhe geschoben, damit man die Bereitschaft zum Impfen fördert. Denn RKI und WHO und BigPharma hängen nun mal zusammen.Oder wird das bezweifelt?

    • Laborbestätigt waren 2017/18 offenbar nur 1674 mit Influenzavirus, d.h. wohl an dessen Sekundärkomplikationen, gestorben. Geschätzte Übersterblichkeit hingegen 25100. Siehe die Tabelle unten, hier:
      https://www.tagesschau.de/faktenfinder/corona-grippevergleich-101.html

      Übrigens gab es demnach 2016/17 eine fast genau so hohe Übersterblichkeit, auch 2012/13.

      Wer kann die große Diskrepanz der Zahlen 1674 und 25100 erklären?
      Warum spricht das RKI, und viele hier in den Kommentaren, speziell 2017/18 von eine extremen Grippewelle, nicht aber 2012/13 und 2016/17?

      Nach meiner klinischen Erfahrung und der von Kollegen war die Influenza nur 2017/18 so extrem, da sich ein weiterer Virusstamm ausbreitete, auf den der hauptsächlich verwendete Impfstoff nicht passte.

      Warum also ist diese „Übersterblichkeit“ auch in anderen Jahren so hoch?

      Über Erklärungsversuche würde ich mich freuen.

      • „Übrigens gab es demnach 2016/17 eine fast genau so hohe Übersterblichkeit, auch 2012/13.
        Wer kann die große Diskrepanz der Zahlen 1674 und 25100 erklären?
        Warum spricht das RKI, und viele hier in den Kommentaren, speziell 2017/18 von eine extremen Grippewelle, nicht aber 2012/13 und 2016/17?“

        Ich verwende die monatlichen Sterbeziffern des Statistischen Bundesamtes. Referenzwerte erhalte ich durch Glättung der Zeitreihe mit einem symmetrischen Gauß-Filter (15 J). Es ergeben sich für die Winter-Monate folgende Werte (bitte zur besseren Lesbarkeit der Tabelle in Excel kopieren):

        2012/13;Einwohner in 1000;;80500
        Monat; StZif; Ref; Diff;Diff StF
        201212; 11,5; 11,31; 0,19; 1275
        201301; 12,0; 11,88; 0,12; 805
        201302; 12,0; 12,36;-0,36;-2381
        201303; 13,1; 12,16; 0,94; 6286
        201304; 11,9; 11,03; 0,87; 5809
        Summe ; ; ; ;11793

        2016/17;Einwohner in 1000;;82500
        Monat; StZif; Ref; Diff;Diff StF
        201612; 12,0; 11,61; 0,39; 2674
        201701; 13,7; 12,28; 1,42; 9769
        201702; 14,3; 13,12; 1,18; 8099
        201703; 11,8; 12,75;-0,95;-6504
        201704; 10,8; 11,40;-0,61;-4104
        Summe ; ; ; ; 9934

        2017/18;Einwohner in 1000;;83800
        Monat; StZif; Ref;Diff;Diff StF
        201712; 11,6; 11,7;-0,10; -698
        201801; 12,1; 12,4;-0,29;-2025
        201802; 13,5; 13,3; 0,19; 1327
        201803; 15,2; 12,9; 2,29;15992
        201804; 11,7; 11,5; 0,21; 1466
        Summe; ; ; ;16062

        Wenn man die Gompertz-Funktion an die momentanen Corona-Sterbefälle in Deutschland anpasst, sind etwa 28000 Sterbefälle zu erwarten.

  7. Es wird doch immer klarer, in Italien, NY und Spanien stapeln sich bereits die Leichen.

    Und in Deutschland ist die Sterberate von 0,3 auf 1,3% angestiegen, in wenigen Tagen.

    Vor allem Ü70-Ü80järige sterben an Corona.

    Und Leute Ü50, die Corona hatten, behalten zumeist irreversible Lungenschäden zurück. 20-30% der Lungenfunktion gehen verloren, etc..

    Wollen wir das?

  8. „Wie viele von ihnen werden der Versuchung entgehen, einen möglicherweise glimpflicheren als vorhergesagten Ausgang lieber als Präventionserfolg denn als Fehlprognose zu deuten, ..?“
    Übertriebene Warnungen und Maßnahmen werden häufig von Karrieristen in die Welt gesetzt. Institute, Fachbehörden und Ministerien sind voll von solchen Leuten, die für Punktvorhersagen und treffsicheres Katastrophenmanagement schlicht ungeeignet sind. Die Propaganda eines Präventionserfolges wird von den zentralen Figuren zur persönlichen Schadensbegrenzung jetzt schon vorbereitet.

  9. Ich lebe in Tschechien und ich kann Ihnen sagen:dass du Freiheit und Wohlstand geniesen kanst, hat eine voraussetzung: du bleibst am leben uhd gesund. Die Leute hier willkommen die Regierungsmassnahmen, welche auch den Zwek haben, nicht die Anderskranke auf Seite zu shieben. Es siehst so aus, mit Erfolg. Deshalb kann ich nicht Herr Profesor zustimmen.

  10. Neue Erkenntnisse sind so ungeheuerlich, dass ich doch noch einmal darüber schreibe.
    Das Robert Koch‑Institut verhindert die Obduktion der, angeblich wegen SARS‑CoV‑2, verstorbenen Patienten. Somit ist weiterhin nicht bekannt, ob die, jetzt muss man sagen, angebliche Pandemie wirklich auf das entsprechende Virus Anwendung finden darf oder die Toten der ganz normalen Grippesaison zuzuordnen sind. Werden nämlich die, der Grippesaison zugeordneten Toten und die der CoV‑2 verstorbenen zusammengefasst, kann tatsächlich, wie von Anfang an vermutet, von einem normalen Verlauf, wie es ihn alle Jahre vorher auch gegeben hat, ausgegangen werden.
    Es stellt sich noch immer die Frage, ob die Maßnahmen gerechtfertigt sind und warum, von Anfang an, nicht nach den Sterbeursachen, der als CoV‑2 ausgewiesenen Patienten gesucht wurde.
    Wie immer sind die Medien kritiklos und verstärkend das Sprachrohr einer Obrigkeit, die sich nicht zeigen will und AUCH die deutsche Politik fest in ihrer Hand hat.
    Die Medien stellen gerade die besten Virologen als Idioten hin und Michel folgt dem schadenfroh.
    Warum ist Denken so schwer, wo es doch NOCH NICHT unter Strafe steht?

  11. Ihre 25.000 Tote aus der Grippesaison 2017/18 sind die Übersterblichkeit. Verifiziert Grippetote waren es unter 2000.

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