Auch ohne Corona Shutdown – Die Energiewende ist am Ende

Grenzen dichtgemacht © fotandy - Fotolia.com

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Über mehr als 20 Jahre wurden Verfahren zur Erzeugung von elektrischer Energie aus Sonne und Wind erprobt mit dem Ziel, Deutschland vollständig mit dieser alternativen Energie zu versorgen, die angeblich nichts kostet, denn die Sonne würde ja keine Rechnung schicken. Das Ergebnis dieser Experimente ist niederschmetternd. Kein Ziel wurde erreicht: Die Stromkosten steigen ständig weiter, die Emissionen von Kohlenstoffdioxid (CO2) wurde kaum gesenkt und eine verlässliche Stromversorgung ist gefährdet. Doch die politischen Ideologen und die Profiteure wollen die Energiewende trotzdem weiter treiben. Deutschland ist auf den Marsch zurück ins Mittelalter.

Doppelte Stromversorgung in Deutschland

Deutschland braucht eine Stromleistung zwischen 40.000 und 85.000 Megawatt (MW), abhängig von der Tageszeit und dem Wochentag. Zum Verständnis: Ein Großkraftwerk leistet 1.000 MW. Nachts und zum Wochenende wird weniger Leistung abgerufen als zu den Arbeitszeiten am Tag. Diese Leistung kann vollständig und nachfragegerecht von den konventionellen Kern-, Kohle- und Gaskraftwerken erbracht werden, die eine Gesamtleistung von rund 100.000 MW haben mit einer Verfügbarkeit von mindestens 90 Prozent. Neue Überlandleitungen sind für die Stromversorgung nicht erforderlich, da die Kraftwerke über das Land verteilt in Verbrauchernähe stehen.

Die Energiewende hat durch hohe Subventionen, die als Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbaren-Energiegesetz (EEG) bekannt sind und von den Endverbrauchern aufgebracht werden müssen, den Bau von Wind-, Solar- und Biogasanlagen zum Boomen gebracht. Viele Profiteure sind inzwischen Millionäre. Allein die installierte Leistung von Wind und Solar ist inzwischen auf mehr als 100.000 MW gestiegen. Weitere 4.000 MW haben die Biogasanlagen. Dafür werden rund 10 Prozent der Landwirtschaftsfläche in Deutschland verbraucht. Die Maisfelder sind unübersehbar. Die Biogasanlagen sind regelbar und haben eine mittlere Jahresleistung von 90 Prozent der installierten Leistung. Die Wind- und Solarleistung wird dagegen vom Wetter gesteuert. Sie liegt zwischen Null (nächtliche Windstille) und 60 Prozent (Starkwind und Sonnenschein). Im Jahresmittel leisten die Anlagen weniger als 20 Prozent der installierten Leistung. Die Leistung ist weder planbar noch regelbar.

Die regenerative Stromerzeugung ist drei- bis fünfmal teurer als die konventionelle. Der Strom ist zweitklassig, da er nicht nach Bedarf produziert werden kann. Er ist weniger wert als bedarfsgerechter Kraftwerkstrom. So wird er auch an der Börse gehandelt. Bei Starkwind gibt es häufig Überschussstrom, der kostenpflichtig entsorgt werden muss (negative Börsenpreise). Der Stromverbraucherschutz NAEB bezeichnet diesen Strom als Fakepower, weil er fälschlich von der Bundesregierung als Strom der Zukunft bezeichnet wird.

Nach dieser Dokumentation über die Kosten und Verfügbarkeit von Strom kann es eigentlich nur eine Entscheidung geben: Schluss mit der Energiewende! Doch die Bundesregierung, die sie stützenden Parteien und die Profiteure wollen die Energiewende weiter treiben ohne Rücksicht auf die Kosten. In Deutschland soll der Fakepower-Anteil am Bruttostromverbrauch in den nächsten 10 Jahren auf 50 % steigen und 80 % im Jahr 2050  erreichen.

 

Die Grenzen der Energiewende

Nach den oben genannten Kosten ist es wirtschaftlicher Unsinn, Fakepower in das Stromnetz einzuspeisen. Doch es gibt auch technische Grenzen. Fakepower allein kann kein stabiles Netz aufbauen. Ein Netz braucht einen starken Stromerzeuger, der Frequenz und Phase vorgibt. An diesen Taktgeber müssen sich die schwankenden Fakepower-Erzeuger angleichen, bevor sie einspeisen können. Da dies nie zu 100 % gelingt, muss ausreichend Grundstrom aus großen Anlagen vorhanden sein. Die Praxis hat gezeigt, ein stabiles Netz ist nur zu erreichen, wenn die Grundlast mindestens 45 Prozent beträgt (Faustformel – insbesondere für den Fall n-1 (Ausfall einer großen Einheit – Strecke, Umspannwerk, Kraftwerk). Es ist technisch nicht möglich, ein Stromnetz mit mehr als 55 % Fakepower gesichert und Risikofrei zu betreiben. Das Netz bricht dann zusammen.

Wir brauchen die Grundlast-Kraftwerke auch für eine ausreichende Momentan-Reserve im Netz. Die großen rotierenden Massen der Turbinen und Generatoren sind Energiespeicher. Wird ein Verbraucher zugeschaltet, kommt die zusätzliche Energie unmittelbar von den rotierenden Massen, die dadurch abgebremst werden. Die geringe Frequenzänderung ist ein Signal, mehr Dampf auf die Turbinen zu leiten, bis die Sollfrequenz wieder erreicht ist. Dieser Vorgang ist automatisiert und läuft innerhalb weniger Sekunden ab. Ohne Momentan-Reserve ist es schwierig, eine stabile Netzfrequenz sicherzustellen.

Fakepower hat eine Schwankungsbreite von 0 % (Dunkelflaute) bis 60 % (Starkwind und Sonnentag) der installierten Leistung. Die starken Schwankungen müssen ausgeglichen und an den Bedarf angepasst werden. Dazu sind Regelkraftwerke erforderlich, die im ungünstigen Teillastbereich laufen oder unter Dampf bereit stehen. In Bereitschaft verbrauchen sie ein Zehntel des Volllast-Brennstoffes, ohne Strom zu liefern. Der Brennstoffverbrauch und damit die Kohlenstoffdioxid-Emissionen pro Kilowattstunde steigen für die Regelkraftwerke mit der Zunahme von Fakepower.

 

Grüner Wasserstoff ist keine Rettung

Die heute vorhandenen Fakepower-Anlagen erzeugen mehrmals im Monat mehr Strom als verlangt wird. Dies ist immer der Fall, wenn Starkwind und Sonnenschein mit einer geringen Stromnachfrage zusammentreffen. Der überflüssige Strom wird dann zu Dumpingpreisen exportiert. Findet sich kein Abnehmer, muss er kostenpflichtig entsorgt werden, das heißt, an Abnehmer muss auch noch Geld gezahlt werden (negative Börsenpreise).

Abhilfe soll grüner Wasserstoff bringen. Mit dem überflüssigen, aber teuer vergüteten Strom soll per Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff getrennt werden. Propagiert wird das Verfahren als Power to Gas (P2G). Der Wasserstoff soll dann bei Bedarf in Gaskraftwerken wieder zur Stromerzeugung eingesetzt werden. Er kann auch zu Methan und anderen Brenngasen oder auch zu flüssigen Treibstoffen synthetisiert werden. Die Verfahren dazu sind bekannt einschließlich des Wirkungsgrades, das heißt, der Energieverluste bei den Umwandlungen. Fakepower zu Wasserstoff und zurück zu Strom hat Energieverluste von ca. 80 Prozent. Es muss also die fünffache grüne Strommenge produziert werden, um den benötigten Speicherstrom bei Dunkelflauten wieder in das Netz einspeisen zu können. Allein die Fakepower  zur Erzeugung von einer Kilowattstunde Speicherstrom würde 50 Cent kosten.

Hinzu kommen die Kosten für die Elektrolyse, Zwischenspeicherung und des Gaskraftwerkes. Ein Preis von mehr als 100 Cent/Kilowattstunde dürfte dann Realität werden.  Zurzeit erreicht Fakepower rund ein Drittel der Bruttostromerzeugung. Bei einem Anteil von 80 % (was aus den oben geschilderten Gründen nicht geht), müssten die Fakepower-Anlagen mehr als verdoppelt werden. Zusätzlich würde für die Verluste bei der Speicherung nochmals etwa eine Verdopplung notwendig werden. Das sind viermal mehr Wind- und Solaranlagen als wir heute haben. Es ist illusorisch, diese Anlagen in Deutschland aufstellen zu können.

Noch unsinniger ist die Idee, Stahl mit Wasserstoff zu erzeugen. Grundsätzlich ist das möglich. Wasserstoff kann jedoch nur unter 1.000 Grad Celsius Sauerstoff binden. Das Erz muss also im festen Zustand reduziert werden. Solche Verfahren, allerdings mit Holzkohle als Reduktionsmittel, haben unsere Vorväter in Rennöfen zur Stahlherstellung angewendet. Die Devise von progressiven Politikern, die solche Verfahren vorschlagen, heißt offensichtlich: Zurück ins Mittelalter. Jedem, der die Grundrechnungsarten beherrscht, müsste klar sein, mit Wasserstoff hergestellter Stahl kann nicht konkurrenzfähig sein gegenüber  dem Rest der Welt, die dafür weiterhin die preiswerte und technisch sehr viel günstigere Kohle einsetzt.

 

Elektroautos ein Flop

Der Überschussstrom soll auch zum Aufladen der Elektroautos verwendet werden. Doch wo soll der Strom nachts herkommen, wenn die Sonne nicht scheint? Denn nachts werden die meisten Elektroautos wieder aufgeladen. Überschlagsrechnungen zeigen, wir würden mindestens 20 neue Großkraftwerke brauchen, wenn die mehr als 40 Millionen PKWs in Deutschland mit Elektroantrieb laufen.

Elektroautos sind Verlustbringer. Das hat die Post in einem Großversuch bewiesen. Sie hat Elektroautos, die in eigener Regie mit dem Namen Street Scooter hergestellt wurden, für die Endverteilung der Postsendungen eingesetzt. Auf den ersten Blick eine gute Idee. Die Fahrzeuge legen weniger als 100 Kilometer am Tag zurück. Die Batterie kann daher klein sein. Bei Stopps ist der Motor ausgeschaltet. Es wird Energie gegenüber einem Diesel gespart, der im Leerlauf wartet. Die Aufladung erfolgt nachts auf dem Betriebshof. Das Konzept ging nicht auf. Die Post hat ein Minus von 500 Millionen Euro mit den Street Scooters erwirtschaftet und die Elektromobilität aufgegeben.

 

Die Energiewende vertreibt die Industrie

Energie ist der Motor der Industrie. Ohne Energie läuft nichts. Sie muss jederzeit preiswert zur Verfügung stehen. Die deutsche Wendepolitik hat den Strompreis in den letzten 20 Jahren verdoppelt und unberechenbar gemacht. Ständig werden neue Gesetze diskutiert, die die Stromkosten weiter erhöhen. Mit der großen Unsicherheit über die zukünftigen Strompreise werden Entscheidungen über neue Investitionen in Deutschland stark belastet. Immer mehr Firmen verlagern ihre Betriebe in kostengünstige Länder mit einer berechenbaren Strompolitik. Deutschland verliert durch die Energiewende Fertigungsstätten und Arbeitsplätze.

 

Corona-Virus verschlimmert die Situation

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Corona-Virus führen offensichtlich zu einer schweren Wirtschaftskrise. Dies könnte für die Bundesregierung und die politischen Parteien ein guter Grund sein, die Energiewende zu beenden. Das Argument, wir dürften in dieser Notsituation nicht noch Volksvermögen vernichten in Gestalt funktionierender Kraftwerke, ist sicher einsichtig. Hinzu kommt die Forderung nach preiswerter Energie für das wieder erwachende Arbeitsleben. Die Coronakrise soll mit 150 Milliarden Euro in Deutschland bekämpft werden. Das Geld könnte leicht beschafft werden mit der Aufgabe der Energiewende, die uns allen zurzeit mindestens 40 Milliarden Euro im Jahr kostet. In vier Jahren gäbe es wieder die schwarze Null und die Strompreise würden halbiert.

Die Forderung nach Schluss der Energiewende muss auch für die Europäische Union gelten. Wir brauchen preiswerte und verlässliche Energie in ganz Europa. Allein mit finanziellen Hilfen (mit zusätzlich gedruckten Geld) kann die Doppelkrise „Corona“ und „Energiewende“ nicht gelöst werden.

 

Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel

Pressesprecher

Stromverbraucherschutz NAEB e.V.

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12 Kommentare

  1. Also, da liebe ich mir mein EIKE, in welchem auch desöfteren hitzige Widerworte in die Kommentare einfliessen.
    Bei obigem Video von „Autark“ gibt es nur gedankenlose positive Bemerkungen zu dem Geschwafel von den kleinteiligen, autarken Stromgewinnungsanlagen. 3 Minuten Zuhören reichten mir.

  2. Volle Zustimmung. Habe aber eine Befuerchtung: Moeglicherweise gibt es wieder eine Kaltzeit und damit vielleicht ein Absinken des CO2. Das koennte mit einem wirtschaftlichen Zusammenbruch zusammenfallen. Aber die gruenen Apostel wuerden sagen, dass der geringere CO2-Ausstoss unser Klima gerettet haette. Ein weiteres Beispiel wo Korrelation mit Kausalitaet verwechselt werden koennte.

  3. Das Schweizerische Bundesamt für Bevölkerungsschutz hat vor einigen Jahren eine Pandemie und den Zusammenbruch der Stromversorgung als höchste Risiken mit höchster Wahrscheinlichkeit eingestuft. Die Pandemie ist jetzt da. Und die Strommangellage kommt noch in den nächsten 20 Jahren.

    • Bei den Schweizer Kernkraftwerken Leibstadt und Gösgen haben sich Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.
      Das schreibt der „Tages-Anzeiger“.
      Demnach haben sich in Leibstadt zwei Personen angesteckt und in Gösgen eine.
      Meiner Solaranlage ist das egal ob jemand im Haus Corona haben.

      • Falsch sie damit also der Meinung sind, das sie nicht vom Netz abhaenging sind, dann sollten sie sich noch mal mit Ihrer Solaranlage beschaeftigen.
        Wenn das Netz weg ist, dann nuetzt Ihnen die Solaranlage auch nichts.

        Dann braeuchten sie eine Batterie und einen Netztrenner, der verhindert, das Ihr Solar weiter in das Netz einspeist. Sollte dann Ihre Batterie alle sein, kriegen sie das System nicht mehr gestartet bis sie wieder Netzanschluss haben.

        Sie haben recht, der Solaranlage ist es egal, aber Ihnen vielleicht trotzdem nicht.

  4. Sehr geehrter Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel,

    genauso ist es! Mit Ihrem Fachbeitrag bin ich zu 100 % einverstanden. Aber eigentlich ist es vollkommen egal, ob man für oder gegen die „Energie-Wende“ oder „Welt-Klima-Rettung“ ist. Denn die Physik/Mathematik dahinter ist knallhart, und nimmt keine Rücksicht auf GRÜNE Träumer, genau wie in Ihrem Fachbeitrag beschrieben.

    Das Problem sind die Altparteien (ohne Werte-Union) mit Sprüchen wie „Jetzt sind sie halt da!“. Erst dann wird widerwillig reagiert. Beispiel Corona-Krise: Der Virus war im Januar-2020 „da“. Dann hat er sich exponentiell vermehrt. Im März-2020 Hat man dann festgestellt, dass der Virus, der jetzt „da“ ist, nun doch ein Problem ist. Schutzkleidungen auf dem freien Markt waren nicht mehr verfügbar. Krisenvorsorge wieso? Wir schaffen das! Ähnliches bei der EU-Kommission, die wohl zurzeit mit ihren Beratern voll beschäftigt ist, mit den Kampagnen zum „Green Deal“. Zentrale Einlagerung von Schutzkleidung, wieso Krisenvorsorge? Braucht die EU-Kommission nicht, denn es gibt ja das NULL-Problem co2-Unfug! Dafür werden die Billionen EUR benötigt!

    Mit der „Energie-Wende“ wird es wohl ähnlich laufen. Erst „wenn er da ist“, der Blackout, erst dann wird gehandelt.

    Die Alternative wäre ein Politikwechsel. Im Bundestag gibt es abseits der Altparteien sehr viele freiheitliche Kräfte (inkl. Werte-Union), denen ich das zutrauen würde. So eine Krise ist immer auch eine Chance. Jetzt muss alles auf den Prüfstand für die Zeit danach, für den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Krise!

    Eine sichere, preiswerte Energieversorgung hat oberste Priorität. Kandidaten für die komplette Entsorgung: Energiewende, co2-Grenzwerte, co2-Steuer, Green-Deal, der GRÜNE Subventionssumpf usw. Keine vorzeitige Abschaltung der Atom/Kohle-Kraftwerke, und Start Entwicklung des Dual Fluid Reaktors.

    Es muss wieder die soziale Marktwirtschaft von Ludwig Erhard in allen Bereichen gelten!

    Mit den Altparteien ist das nicht machbar. Auch das GRÜNE Syndikat inklusive der „Qualitätsmedien“ wird versuchen, das zu verhindern. Es droht die GRÜNE sozialistische Mangelwirtschaft, also Wohlstand nur für die Partei-Bonzen.

    Oder siegen die Kräfte der Vernunft, der Freiheit, die Befürworter der sozialen Marktwirtschaft (Wohlstand für Alle)?

    Es wird spannend!

  5. Corona und der Atomausstieg….
    https://www.tichyseinblick.de/meinungen/gruene-in-der-corona-krise-sushi-bar-oelheizungen-und-kernkraftwerke/

    Kernkraftwerke abschalten
    Wer nur einen Hammer im Werkzeugkasten hat, für den sieht jedes Problem aus wie ein Nagel. Und da der Kampf gegen die Kernkraft der Gründungsmythos der Grünen ist, fällt ihnen jetzt vor allem ein, dass die verbliebenen Kernkraftwerke wegen Corona sofort abgeschaltet werden müssten. Konkret fordern sie die Abschaltung der Kernkraftwerke Emsland, Grohnde und Gundremmingen bis zum Ende der Coronakrise. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf ein Schreiben von Grünen-Politikerin Sylvia Kotting-Uhl an die Umweltminister in Niedersachsen und Bayern sowie an Bundesministerin Svenja Schulze (SPD). Sylvia Kotting-Uhl ist sie Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Weil der Stromverbrauch aktuell zurückgehe, seien die Anlagen nicht systemrelevant, so argumentieren die Grünen. Die Kernkraftwerke könnten damit „zu Hotspots einer weiteren Verbreitung des Coronavirus“ werden. Das sei „unangemessen und unnötig“. Kotting-Uhl schreibt an die Umweltminister: „Ich bitte Sie, das Risiko abzuwenden.“ Die Revisionen in Niedersachsen sollten bis zur Überwindung der Coronavirus-Pandemie ausgesetzt „und beide Kraftwerke bis dahin abgeschaltet werden“. Auch das Kraftwerk Gundremmingen solle bis auf Weiteres abgeschaltet bleiben. Der Meiler in Bayern war vor einigen Tagen vom Netz genommen worden, weil im Innern ein defektes Brennelement vermutet wird. Die drei Kraftwerke würden aktuell nicht benötigt, schreibt Kotting-Uhl unter Verweis auf den derzeitigen Stromverbrauch in Deutschland. Der ist angesichts zahlreicher stillgelegter Fabriken und Gewerbebetriebe rückläufig. „Die deutschen Atomkraftwerke sind unter den gegebenen Umständen weniger denn je systemrelevant“, schlussfolgert die Grünen-Politikerin.
    …..
    Wenn man glaubt dümmer geht nicht mehr kommt garantiert ein(e) grünen Politiker*In um die Ecke und zeigt „dümmer geht immer…“

    • Jetzt weiß aber jeder, wo die „Hotspots“ der Unfähigkeit im Bundestag sitzen!

      Die GRÜNEN sind wohl auch nicht „systemrelevant“, könnte man also abwählen.

    • @Vive l’Europe
      Super Video,da wäre ich allein nicht drauf gekommen.Hier wird allgemeinverständlich sichtbar, dass diese neue Marktwirtschaft,von der die Grünen träumen,wie eine Seifenblase platzt!!!
      Wo es letztendlich endet,weiß aktuell niemand.Alle lassen sich durch den Corona-Virus anstecken und glauben lieber einer Glaskugel.Selbst wenn man die dahinterstehende Mathematik auf Lieschen Müllers Prozentrechnung verkürzt,kapieren sie es nicht.Gute Nacht Deutschland !!
      Elektrizität funktioniert mit Lichtgeschwindigkeit.Marketing hat bestimmt stimulierende Effekte.Für aktuelle Regelungstechnik ist sie aber unbrauchbar,weil zu
      viel Totzeit-Glieder daran beteiligt sind.
      Mich würde es freuen,wenn Sie sich noch einmal melden.

  6. Wie wahr! Aber wer erreicht schon die Hirne von Klima-komplettverblödeten Politikern(innen) mit rationalen Argumenten?

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