Zuverlässigkeit von Klima-Modellierungen und Zyklen der Einflussgrößen auf das Klima

Nicola Scafetta, Universität „Federico II“, Neapel, Italien – update: Video verlinkt
Zusammenfassung seines Vortrags auf der Konferenz der Eike in München, 2019, in dem er auf die Zuverlässigkeit der programmierten Klimamodelle eingeht und den Versuchen des IPCC, diese zu validieren. In anschließenden Teil des Vortrags berichtet er von seinen Forschungen zu realen, sehr unterschiedlichen Einflüssen, die unser Wetter und damit das Klima bestimmen und deren Zyklen. Abschließend zeigt er Korrelationen unterschiedlicher Forschungszweige zur Klimahistorie, deren Ergebnisse keinerlei Hinzunahme von CO2 als Treiber (forcing) bedürfen, um das Klimageschehen zu erklären.

[Den Zusammenhang des Original Videos mit der hier folgenden Zusammenfassung finden Sie durch die Zeitmarken [mm:ss]. Alle eingefügten Folien aus dem Vortrag. Ich hatte große Probleme mit der SW um Untertitel hinzuzufügen.  Ein bearbeiteter Teil ging mir dann auch verloren. Dafür habe ich viel Zeit geopfert und mich dann lieber der Zusammenfassung zugewandt.  Der Übersetzer in eigener Sache]. 

CO2-Bedrohungsszenario und Reduzierung

Nach den Zusammenfassungen des IPCC für Entscheidungsträger, dürfen wir [weitere] 1,5°C Erwärmung nicht überschreiten, denn dann würden wir massive Probleme bekommen, die wir nicht beherrschen. [01:50] CO2 soll dabei der größte Treiber [der Erwärmung] sein, es wird sogar als Umweltverschmutzung bezeichnet. Auf einer Übersicht zusammen genannt mit NO2, SO2, Feinstaub, Ammoniak, Schwermetalle u.a.

[02:15] Das CO2 keine Verschmutzung der Atmosphäre ist, mit derzeit ,04%, kennt jeder aus eigener Anschauung: „Es ist die Basis alles Leben auf der Erde, als wesentliches Element der Photosynthese, CO2 in größeren Anteilen lässt Pflanzen besser wachsen, es kommt in Getränken und bei der Herstellung  von Lebensmittels vor. – Ich nenne es politische Propaganda.“

 

[03:39] Vortrag Prof. Scafetta; Eine real-time Karte der gemessenen  Luftverschmutzung auf der Erde, zeigt für die entwickelten Länder die geringste Belastung der Luft. Die höchsten Werte zeigen die asiatischen Länder.

Die Erreichung der in Paris so bejubelten CO2-Reduktionsziele zu erreichen] ist schlicht unmöglich, wenn man es auf die Welt –  „Rettet den Planeten“ bezieht. Dazu sind in einfach viele Kohlekraftwerke als sichere Stromversorgung vorhanden und weitere in Planung bzw. schon im Bau.

[03:05] Vor allem in Asien sind eine Größenordnung von mehr als 700 neuen Kohlekraftwerken in genehmigter Planung und im Bau.

 

Programmierte Klimamodelle und Ihre Ergebnisse

Die in die Zukunft reichenden Ergebnisse der programmierten Klimamodelle werden als ausreichende Begründung von den Entscheidungsträgern der Politik hergenommen, weitreichende Beschränkungen und Belastungen zu beschließen, die uns alle betreffen. Umso wichtiger, diese Modelle zu validieren.

 [Durch die Validierung wird der dokumentierte Beweis erbracht, dass ein Prozess oder ein System die vorher spezifizierten Anforderungen reproduzierbar im praktischen Einsatz erfüllt.]

[03:54] Zeigt den Vergleich der gemessenen Globalen Oberflächentemperatur (im Vortrag mit „Data“ bezeichnet) mit den Modellen.  Wie schon öfter gesehen, wurden für die Zeit vor dem Jahr 2000 die Modelle auf „kühler“ getrimmt, um den Anstieg  bedrohlicher aussehen zu lassen.

[05:15]Offiziell werden den Politikern und den Entscheidungsträgern die Ergebnisse der Klimamodelle als zuverlässige Prognosen verkauft [obwohl es Szenarien sind]. Eine wesentliche Frage nach der Zuverlässigkeit der Klima-Modelle CMIP5 / CMIP6 lautet:

  • Ist die gesamte Physik, sind alle Einflüsse und ihre Wirkungen bekannt?
  • Die Antwort auf diese Frage ist definitiv NEIN
  • Also können in die Modelle auch nicht alle Einflüsse einfließen

[06:13] Die Modelle berücksichtigen das geschätzte Forcing verschiedener Gase, einschließlich der Sonne. Der Einfluss der Sonne wird als vernachlässigbar dargestellt. Der Einfluss von Ozeane, Sonne, Landflächen und Vulkane wird als natürlich angesehen, alle Aerosole werden als anthropogen angenommen.

Die kleine Grafik unten rechts unterscheidet zwischen natürlichen Einflüssen, Vulkane wirken abkühlend – Die Modelle zeigen keine Erwärmung [blaue Linie]. Bei Berechnung mit den anthropogenen Einflüssen, zeigen die Modelle eine Erwärmung [ansteigende schwarze Linie].

[10:00] Daher die Behauptung des IPCC:  100% der Erwärmung 1850 – 1900 basiert allein auf menschlichen Einfluss  – denn: Ohne menschlichen Einfluss wird keine Erwärmung errechnet.

 

Aus der Zusammenfassung des IPCC Berichts für Politiker:

  • A.1 Menschliche Aktivität  verursacht etwa 1,0°C Erwärmung, (0,8 … 1,2°C)
    A.1.1 bei Fortschreibung des Trends werden 1,5°C  mehr Erwärmung in 2030 bis 2052 erreicht – hohes Vertrauen.

Als abschließende Feststellung wird oft genannt: Die … Debatte ist vorbei, … 97% der Wissenschaftler stimmen dem zu.

Glauben Sie das?

Die Fragestellung ist trickreich:

  • Unabhängig von der Ursache, glauben Sie, dass das Klima sich ändert? – 96% ja

In einer weiteren Frage erst, wird dann gefragt:

  • Klimawandel der letzten 50 Jahre wird verursacht durch…?
  • Dabei stimmen 29% zu: „weitestgehend oder „hauptsächlich“ durch menschliche Aktivität
  • Die anderen Antworten verteilen sich auf: „zum großen Anteil bis gering oder gar kein anthropogener Einfluss“

Das entspricht nun aber gar nicht der Behauptung: 96% der Befragten sind sich einig, dass der Mensch die Ursache von Klimaänderungen ist.

 

Wenn es nicht mit der Realität übereinstimmt, ist die Hypothese falsch

Die wissenschaftliche Methode, erfordert die Hypothese gegen die Realität zu überprüfen, zu bestätigen. Hier die Argumentation des IPCC:  Vergleich Messdaten vs. Modelle

Untere Hälfte. Der Vergleich der  Messdaten (schwarze Linie) mit den Modellen für natürliche UND menschliche Ursachen zeigt Übereinstimmung – das ist korrekt

In der Oberen Hälfte wird das Modellergebnis: NUR natürliche Ursachen mit der Realität verglichen – die Modelle zeigen keine Erwärmung –

  • Aber: dieser Modelllauf müsste mit einer Erde OHNE Menschen verglichen werden – das haben wir nicht!
  • Damit ist dieser Vergleich nicht wissenschaftlich zulässig

[16:45] Die Theorie des IPCC  ist mit den gebrachten Argumenten nicht gestützt

  • Diese Grafiken bezeugen Garnichts, nicht ohne die Validität der Modelle!
  • Es muss die Übereinstimmung der Modelle mit der Realität bewiesen werden.
  • Es zeigt nur die wahlweisen Parameter einer Programmierung.

 

Validierung der Modelle

[17:18] Was müsste getan werden, um die Modelle zu validieren?

  • Die Modelle müssten in der Lage sein, das Klima zu reproduzieren, als kein menschlicher Einfluss vorhanden war
  • Die Modelle müssen das dynamische Klimageschehen [das auf-und-ab in der Historie] reproduzieren.

[17:58] Im IPCC Report von 2001 wurde der Hockey Stick, Dr. Mann et.al. von 1998,  als Basis für „die Realität“ genommen und mit dem Anstieg des CO2 verglichen – beides zeigt einen Hockey-Stick – also ist CO2 der Haupttreiber, damit seien die Modelle validiert– The Science is settled

 

[20:08] In 2003 wurde durch Steve McIntyre und Ross McKitrick nachgewiesen, dass der Hockey-Stick falsch ist.

Das IPCC führt seine Argumentation in 2007 unter Benutzung der falschen Hockes-Stick Kurve weiter. Jedoch war die Glaubwürdigkeit gegen Dr.Mann so groß, dass diese nicht mehr ignoriert werden konnten.

In 2013, AR 5 hat das IPCC den Hockey-Stick aufgegeben und diese neue Grafik eingeführt

Das IPCC zeigt nun Rekonstruierte Temperaturen unterschiedlicher Quellen vs. Modelle.

[21:56] Zum Vergleich nutzen wir die Temperatur Rekonstruktion der letzten 2000 Jahre.  Ljungqvist F.C. 2010. Man sieht zyklische Warm- und Kaltzeiten. – keinen Hockey-Stick.

[22:43] Die Modelle zeigen die Mittelalterliche Warmzeit (MWP) NICHT.

Wenn der Mechanismus der MWP nicht verstanden ist, kann auch die heutige Erwärmung nach der Kleinen Eiszeit nicht verstanden worden sein!

Die Modelle geben weder die Warmzeiten noch die Eiszeit korrekt wieder!

[24:38] Auch im Vergleich der letzten 10.000 Jahre (eine Studie von 2014) zeigen die Modelle keine Korrelation.

 

Vergleich der Temperaturzyklen unterschiedlicher Gebiete

[25:09] Dies ist eine Studie von 2004, Alley R.B. und zeigt den Verlauf von 10.000 Jahren in Grönland, nach den Untersuchungen von Eisbohrkernen.

Man kann neun Wärmeperioden erkennen, alle bemerkenswert wärmer als heute! Es ist von verschiedenen Quellen bestätigt, das die Wikinger auf Grönland Wein und Tomaten anbauen konnten.

Auch in der Untersuchung der Temperaturen in den Alpen, lassen sich vorstehende Wärmeperioden erkennen. Deutlich ist, ein 1000jähriger Zyklus.

Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass auch die Erwärmung seit 1700 natürliche Ursachen hat.

Die Tatsache, dass die Modelle die Zyklen nicht reproduzieren, bestätigt, dass diese Modelle die natürlichen Ursachen nicht kennen und daher auch nicht reproduzieren können – weder für die Historie noch für die Zukunft.

[27:37] Nur die Solaren Zyklen kennen einen 1000 jährigen Zyklus, der sehr gut mit den Temperaturaufzeichnungen korreliert.

Auch über 10.000 Jahre korreliert der Sonnenzyklus sehr gut mit den Temperaturzyklen. Dies lässt den Schluss  zu: die Sonne ist der Haupttreiber des Klimas

 

Die Solare Aktivität ist variabler

Wie oben beschrieben und auch oft in der Literatur angenommen, wird der Einfluss der Sonnen als vernachlässigbar angenommen, da es nur geringe Abweichungen um einen Mittelwert gibt / gäbe.

Prof. Scafetta et. al. haben  auf dem Gebiet der Sonnenforschung eine peer-reviewed Studie herausgegeben.

Gefundene Links

Modeling Quiet Solar Luminosity Variability from TSI Satellite Measurements and Proxy Models during 1980–2018

https://www.mdpi.com/2072-4292/11/21/2569/htm

Modeling Quiet Solar Luminosity Variability from TSI Satellite Measurements and Proxy Models During 1980–2018

https://ntrs.nasa.gov/search.jsp?R=20190033296

[28:30] In der Studie kommen die Wissenschaftler zu dem Schluss, dass auch in „stillen Zeiten“, d.h. in Zeiten geringer Anzahl von Sonnenflecken, die Solare Aktivität weitaus mehr variiert (rote Linie), als bisher angenommen. (grüne Linie, in oberer Grafik)

[Anerkannt  sind die Milanković-Zyklen – langperiodische Veränderungen der auf der Erde eintreffenden Sonnenstrahlung über die jährliche Schwankungsbreite hinaus, Link Uni Bremen]

Diese Variation der Solaren Aktivität korreliert sehr gut mit vorhandenen Temperaturdaten in Mittel-England. (untere Grafik) – Damit lässt sich gut 50% der Erwärmung 1850 – 1900 erklären.

 

Natürliche Klimazyklen

Das Klima / Wetter auf der Erde wird von vielen Zyklen beeinflusst.

Das beginnt z.B. mit Tag/Nacht, den Mondzyklus, und geht über den Jahreszeiten  zu den Zyklen in unseren Sonnensystem bis hin zu galaktischen Zyklen [Forschungen Svensmark und Shaviv]

Nur die Zyklen  des astronomischen Forcings werden teilweise durch die Klimamodelle berücksichtigt – alle andere wird nicht berücksichtigt!

Als ein weiteres Beispiel wurde ein starke Kohärenz des Sonnenzyklus mit dem Monsun im Oman festgestellt.

 

Der wichtige 60-jährige Zyklus

Die Erwärmung 1940 in der Arktis und im Nordatlantik wird von den Modellen nicht dargestellt. Auch die Variationen der Temperaturaufzeichnungen von Grönland finden sich nicht bei den Modellen wieder.

Sogar im Meeresspiegel (unten rechts) lässt sich ein 60-jähriger Zyklus erkennen. Gleiches gilt auch für die beobachteten Trends der Hurrikane im Nordatlantischem Ozean, die gerne „dem Menschen“ angelastet werden.

Anlässlich seiner Präsentation bei der Umweltbehörde EPA, USA In 2009 schätzte Prof. Scafetta den zukünftigen Verlauf  der Globalen Temperatur (mit 20 & 60jährigen Zyklen) , weit unterhalb der IPCC Prognose. ZehnJahre später brachte El Nino höhere Temperaturspitzen als er dachte, aber immer noch unterhalb des IPCC. Die Modelle errechnen den Temperaturanstieg um den Faktor zwei zu hoch. Letzteres gilt auch für den behaupteten Hot Spot in der Troposphere. [40:13] Auch für die Trends Jahre 1922 – 1941; 1980 – 1999 und 2000 – 2016 kennen die Klimamodelle nur Erwärmung, keine Abkühlung,denn der CO2-Anteil ist stetig gestiegen.

[41:37] Die Oszillationen über die Jahre 9, 10-12, 20 und 60 werden von den Modellen nur zufällig mal punktweise getroffen

[42:47] Vergleicht historische Temperaturaufzeichnungen ab 1880 mit den Modellen. Bei einigen Modellergebnissen leben wir noch immer in der kleinen Eiszeit.

Danach vergleicht Prof. Scafetta die unterschiedlichen Zyklen des Klimasystems  1900 – 1960 mit den Zyklen der Sonne,  Alle Zyklen die wir im Sonnensystem finden, können auch im Klima gefunden werden. Im Vergleich mit dem (seinem) Solar Astronomical Model,  kommt er für die Projektion der globalen Erwärmung bis 2100 nur auf einen Bruchteil der Werte des IPCC, kein Grund für Alarmismus.

 

Kalibrierung der Modelle

Um die Diskrepanz der Modelle mit den beobachteten Daten zu verbessern, kamen die Modellierer auf die Idee, diese zu kalibrieren. [46:22]

Der Einfluss des CO2 wurde halbiert [equilibrium (Gleichgewicht) bei Verdoppelung, rangierte von 1,5°C bis 4,5°C seit 1979]

Prof. Scafetta hebt eine Aussage des IPCC von 2017 hervor [rechte Hälfte,  verkürzt]:  Während die Modelle den oberen Bereich der berechneten Temperatur bevorzugen, favorisieren viele Studien den unteren Bereich.

Damit geben die Leitwissenschaftler des IPCC zu, das die Modelle die Realität nicht widerspiegeln. [48:44]. Die unterschiedlichen Modelle geben für die Klimasensitivität Werte zwischen knapp 2°C bis neuerdings sogar 6°C an und widersprechen sich damit. Welches Modell  ist korrekt? In der Realität kann dieser Wert nicht gleichzeitig 2° und 6° sein.

Die freien Parameter des CMPI6 Modells wurden angepasst, um die Erwärmung zu zeigen, übertreiben jedoch sowohl beim

Einfluss der Vulkane wie auch bei der CO2-Sensitivität (ECS).

Also wurde das Tuning von Klimamodellen erweitert, die freien Parameter werden geändert. Es gibt drei Möglichkeiten, die auf Schätzungen und try-and-error beruhen. Die Sensitivität z.B. von 7° auf 3°, Einfluss der Ozeanwärme, Einflüsse der anderen Aerosole.

[52:12) Hier ist das Ergebnis nach dem Tuning – immer noch nicht besser.

 

Fazit:

Die Modelle sind nicht validiert und stecken voller Fehler. Daher sind auch die Projektionen in die Zukunft nicht zuverlässig.

Die empirischen Daten weisen auf eine große, natürliche Variabilität hin,  angetrieben durch Solare / astronomische Forcings.  Diese Einflüsse und eine offensichtlich wesentlich geringen ECS Sensitivität bei CO2-Verdoppelung sollte weiter untersucht werden.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit

Nachfragen zum Vortrag

Was ist die Globale Ausgangstemperatur in Absolutwerten?

  • Darin bestehen große Unsicherheiten, die auch in den Berichten der Arbeitsgruppe(n) des IPCC genannt werden.
  • Leider werden diese Erkenntnisse / Erläuterungen nicht in die Zusammenfassung für Politiker und Entscheidungsträger aufgenommen. Man will keine Unsicherheiten entstehen lassen, da dies von den Akteuren / Profiteuren nicht gewünscht ist.
  • Die Berichte der Arbeitsgruppen sind oft sehr umfangreich, [500 Seiten und mehr], die „kaum einer“ liest.

[Hinweis: Auf der Eike Seite gibt es die Anzeige für das Buch von Donna Laframboise „Von einem Jugendstraftäter, der mit dem besten Klimaexperten der Welt verwechselt wurde“. Obwohl vor ein paar Jahren bereits erschienen und die Namen einiger Beteiligter sich geändert haben,  ist der Inhalt noch immer sehr aktuell. Die Diskrepanz der „Zusammenfassung für Politiker und Entscheidungsträger“ durch eine Gruppe von Aktivisten im IPCC gegenüber den eigentlichen Berichten der wissenschaftlichen Gruppen noch immer sehr ausgeprägt.]

Wieso soll die Erde bei einer Temperaturerhöhung um 1,5°C außer Kontrolle geraten?

  • Das IPCC selbst, gebraucht diese Argumente nicht, wie z.B. „die Erde verbrennt;“ und anderes. Die Risiken werden sehr differenziert geschätzt. Siehe [1:30]
  • Die Klimabewegten und auch die Freitags-Kinder lesen keine IPCC Berichte der Wissenschaftler, sie werden von den Aktivisten indoktriniert.

 

Zusammengestellt und übersetzt durch Andreas Demmig

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13 Kommentare

  1. Ich möchte auf den Vortrag von Prof. Scaffeta nochmals zurück kommen.

    Zwei Dinge finde ich (für mich) daran bemerkenswert:
    Zum einen, die von ihm angeführte Grafik der Natürlichen Klimazyklen – die von lokalen Einflüssen bis hin zu galaktischen Einflüssen reicht.

    Zum anderen, seine Studien über die „quiet solar luminosity“ – von denen ich zu wenig verstehe. Nur soviel: Wenn die Sonne während „ruhiger Zeiten“ trotzdem noch immer so dynamisch aktiv ist – dann braucht es beinahe keine weiteren Antriebe mehr, um die großen Zusammenhänge des Klimas (- Wetters) zu erklären.

    Es gibt doch bestimmt unter unseren Lesern einige, die dazu etwas schreiben können!?

    • zu: Scaffeta & quiet solar luminosity

      Das sind i.W. Modellrechnungen (m.W. pur aus Satellitendaten), mit so einer Methode kennt sich kaum ein EIKE Forist aus /grin

    • @Andreas Demmig
      Zitat: Wenn die Sonne während „ruhiger Zeiten“ trotzdem noch immer so dynamisch aktiv ist – dann braucht es beinahe keine weiteren Antriebe mehr, um die großen Zusammenhänge des Klimas (-Wetters) zu erklären.

      Nein, das ist ein Trugschluß. Die TSI der Sonne ist der zweit-wichtigste Faktor, der wichtigste Faktor ist und bleibt die sphärische (planetare) Albedo der Erde. All solche Betrachtungen bringen aber nur etwas, wenn man auch eine Sensitivitäts- und Stabilitätsanalyse der Parameter (Einflussgrößen) vom System durchführt. Das scheinen aber die meisten vollkommen zu ignorieren. Nur mit einer Sensitivitätsanalyse kann man bestimmen, welche Änderung zum Beispiel der Oberflächentemperatur mit der TSI-Änderung verknüpft ist.

      Die Sensitivität für eine TSI-Änderung der solaren Strahlung beträgt dS = 5,55 W/m^2, dies führt zu einer Effektivtemperaturänderung von 1K der Oberfläche. Die Sensitivität der Änderung der planetaren (sphärischen) Albedo der Erde für die solare Strahlung beträgt dA = 0,0029 1/K, d.h., eine Albedoänderung von 0,0029 erzeugt eine Effektivtemperaturänderung der Oberfläche von 1K.

      + Werte der Solarkonstante und Albedo der einzelnen Missionen:
      1978-1993, Solar Maximum Mission (SMM/ACRIM1) – Orbit 510km: S = 1367.51 +/- 0.65 w/m^2 ; planetare Albedo = 0,298
      1984-2003, Earth Radiation Budget Satellite (ERBS,UARS/ACRIM2) – Orbit 580km: S = 1365.4 +/- 0.6 w/m^2 ; planetare Albedo = 0,296
      2003, Solar Radiation and Climate Experiment (SORCE/TIM,ACRIM3) – Orbit 645km: S = 1361.3 +/- 0.4 w/m^2 ; planetare Albedo = 0,29

      Die TSI-Änderung über die Jahre beträgt somit rund -6 W/m^2, damit würde die Effektivtemperatur der Oberfläche um 1K sinken. Im gleichen Zeitraum hat sich aber die Albedo um 0,008 reduziert, d.h., aufgrund der Albedo-Senkung steigt die Effektivtemperatur der Oberfläche um 2,7K.

      Das macht in Summe eine Effektivtemperaturerhöhung der Oberfläche um 1,7K. Von dieser Effektivtemperaturerhöhung wird ungefähr die Hälfte in den Weltmeeren gespeichert.

      Zu: „quiet solar luminosity or high solar luminosity“
      Schauen Sie mal auf diese Web-Seite, da ist das ein bißchen besser beschrieben und dargestellt. Unten finden Sie bei „TSI Movies“ über ein Jahr normierte TSI Werte (TSI_1AU) mit der solaren Aktivität. Einfach den FTP Link anklicken.

      https://spot.colorado.edu/~koppg/TSI

      Mfg
      Werner Holtz

      • Sehr geehrter Herr Werner Holtz,
        Danke für den Link.

        In seinem Vortrag ist Prof. Scaffeta nicht sehr lange auf seine Studie [28:30] (und sein Buch) dazu eingegangen. Er vergleicht dann die Variation der Solaren Aktivität mit vorhandenen Temperaturdaten in Mittel-England, was seiner Meinung nach 50% von letzteren erklären könnte.

      • @Andreas Demmig

        Ich persönlich würde solchen „TSI Composite“ oder „Historical Extrapolations of Solar Irradiances“ nicht über den Weg trauen. Ein einfacher Grund, man kann nicht auf der Basis der „Sunspot Number“ und der „Solar Activity“ die TSI extrapolieren. Dazu gibt es ein Dokument, welches im Rahmen der ERBE/MERBE Missionen erarbeitet wurde und ständig aktualisiert wird. Leider ist das Dokument nicht frei verfügbar.

        — Auszug
        The instantaneous solar irradiance, which will be needed below to analyze the radiation budget, can be written as follows:

        E_Sun(t)=E_Sun(avg)*[d_Sun(avg)/d_Sun(t)]^2 + E_sunspot(t) + E_random(t)

        where d_Sun(t) is the Earth–Sun distance at time t, and d_Sun(avg) is the mean Earth–Sun distance (1 astronomical unit, AU, or 1.4956*10^11 m). By inspection, E_sunspot(t), the 11-year cycle of the TSI, varies smoothly with sunspot number between about ±0.75 W/m^2, and E_random(t) varies randomly between, perhaps, ±1.5 W/m^2, depending on sunspot activity. The latter is due to various processes in the Sun’s photosphere.

        As the science progresses, and as the accuracy of the instruments improve, these final two terms will be included.

        Zu deutsch: Man hat eine allgemeine Variabilität in der TSI von bis zu ±2.25 W/m^2 unter Berücksichtigung der „Sunspot Number“ und der „Solar Activity“. Jetzt macht man es sich einfach, man nimmt nur die letzten beiden Zyklen (SORCE/TIM und ACRIM3) und extrapoliert auf dieser Grundlage die TSI bis ins 17.Jahrhundert.

        Na schönen Dank auch – Ich halte das für grob fahrlässig.

        Eine allgemeine TSI-Variabilität von ±2.25 W/m^2 würde zu einer Effektivtemperaturänderung der Oberfläche von ±0.4K führen. Berücksichtigt man dabei noch, das ungefähr die Hälfte dieser Änderung in den Weltmeeren gespeichert oder freigesetzt wird, bleib nicht mehr viel übrig. Betrachten Sie sich mal alle „Historical TSI Reconstruction“, da springt ihnen diese allgemeine TSI-Variabilität von ±2.25 W/m^2 direkt ins Auge.

        Mfg
        Werner Holtz

  2. Ich habe mir die Mühe gemacht die Entgegnungen von Rypdal und Rypdal einschl. des Kommentars von Scafetta dazu zu lesen ohne sie als Laie richtig verstehen und bewerten zu können. Es wäre deshalb gut, wenn ich bei EIKE dazu eine verständliche Zusammenfassung lesen könnte um in der täglichen Auseinandersetzung mit den Klimagläubigen Nägel mit Köpfen machen zu können. Ist das möglich?

  3. Ich habe bei der Behauptung die Wikinger hätten auf Grönland erwiesenermaßen Wein und Tomaten angebaut aufgehört zu lesen. Dass sie Wein angebaut haben, halte ich für sehr unwahrscheinlich, denn selbst unter den Bedingungen der mittelalterlichen Warmzeit lag Grönland ganz am Rand jener Zone, in der Ackerbau möglich war. Dass aber Tomaten angebaut wurden, ist nur noch lächerlich. Die Tomate wurde im Laufe des 16. Jahrhundert aus Mittelamerika nach Europa eingeführt. Da war die Wikingersiedlung auf Grönland bereits untergegangen.

    • Der Bischof von Trondheim hatte seinerzeit seinen eigenen Weingarten. Auf jeden Fall sind in einem DE-Atlas 1 : 100000 im Bereich Magdeburg – Oder/Ostsee, der nordostdeutschen Tiefebene, wo ein Hügel über 30 Meter ein Ereignis ist, fast 50 „Weinberge“ eingezeichnet. Dazu die Weinmeisterhöhe in Berlin.
      Nachkommastellen bei Experten interessieren mich nur in einem Fall: 0,04 % CO2 in der Luft. Damit bricht das ganze Gelärme zusammen.

  4. Es würde mich interessieren, nach welchen Kriterien die Kommentare zur Veröffentlichung ausgewählt werden. Bin schon mehrfach nicht berücksichtigt worden. Hatte dabei weder „Haß noch Hetze
    “ im Text.

  5. Die Ausführungen von Prof. Nicola Scarfetta sind interessant genug, um hier die (verständlichere) Übersetzung zum Vortrag nochmals lesen zu können! Auf jeden Fall hilfreich!

  6. Das ist ja eine Wahnsinnsarbeit, Herr Kollege! Tausend Dank dafür! Wer einmal versucht hat, so etwas auch zu machen, wird schnell merken, wie aufwädnig das ist.

    Chris Frey, Übersetzer

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