Der Sonntagsfahrer:  Streetscooter – die nackte Kanone der Post

von Dirk Maxeiner
Endlich habe ich den Beweis. Es gibt ihn doch, den lieben Gott. Das ist die erste gute Nachricht. Und die zweite lautet: Er hört auf mich.

Vor allem aber sind Sie, liebe Leser, in guter Gesellschaft, denn der Herrgott liest Achgut.com. So schrieb ich in dieser Kolumne ziemlich genau vor einem Jahr:

Ich habe mich entschlossen, den Herrgott auf meine Seite zu ziehen. Zu diesem Zweck werde ich mich in das kleine Kirchlein mit dem Zwiebelturm begeben, das direkt gegenüber meiner Wohnstatt in den bayrischblauen Himmel ragt. Dort werde ich auf einer harten Bank Platz nehmen, hinauf in das barocke Gewölbe zu den Engeln blicken und Fürbitte für die wirklich Beladenen und Verdammten leisten.

Es folgten fünf Fürbitten von denen die vierte lautete:

„Oh Herr, stehe den Zustellern der Post bei, die einem elektrischen Streetscooter ausgeliefert sind.“

Im Alltag, so begründete ich meine Bitte bei der letzten Instanz, blieben Streetscooter mitten in der Pampa auf der Strecke liegen. Zusteller müssten mehr auf den Ladestand der Batterie achten als auf ihre Arbeit, aus Sorge darum, ob sie es noch bis nach Hause schaffen. An manchen Tagen sei es fürchterlich kalt in den Dingern, weil der Heizungsventilator nicht angestellt werden könne, wenn man nicht liegenbleiben wolle.

Und nun, hallelulj, Luja, sog i, hat der Herr meine Fürbitte erhört. Die Medien vermeldeten Anfang der Woche:

„Die Deutsche Post wird die Produktion ihrer Streetscooter-Elektrotransporter im Laufe des Jahres einstellen“.

Damit hat Posthäuptling Frank Appel den Streetscooter  in die letzten Ladegründe geschickt, wo er zusammen mit ähnlichen Projekten in Frieden ruht.

Er sagte, dass die kleinen Elektrofahrzeuge im Jahr 2019 rund 100 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet hätten. Das Aus für die Produktion sei daher „die logische Konsequenz“. Das Erstaunliche an dieser logischen Konsequenz ist lediglich, dass sie dem Postchef erst jetzt dämmerte. Frank Appel liest ganz offenbar nicht achgut.com, sondern hat sich entschlossen, im tiefen Tal der Ahnungslosen zu verharren. Also beispielsweise den Spiegel zu lesen. Dort wurden noch im Oktober wunderbare Durchhalteparolen formuliert: „Mit dem Elektrolaster Street Scooter hat die Deutsche Post die Autobranche vorgeführt.“

Auf die Ladeanzeige starren, wie das Kaninchen auf die Schlange

Die selektive Wahrnehmung im Führer-Tipi von Häuptling gelbe Post ist nachvollziehbar, der Schamane hat in solchen Sachen immer die Deutungshoheit. Bei der Lektüre des Sonntagsfahrers hätte sich Appel hingegen schon im Herbst vergangenen Jahres in stiller Verzweiflung vom Dache seines Streetscooters stürzen müssen. Seherisch wurden diese güldenen Worte formuliert:

„Die Post glaubte, mehr vom Auto zu verstehen als mental so beschränkte Firmen wie Daimler oder Volkswagen. Also wurde man 2010 Hersteller des Streetscooter, das ist  ein elektrischer Transporter für das kleine Paket zwischendurch. Die Medien überschlugen sich vor Begeisterung [Siehe Chronik unten] über die gelben Visionäre, die Postboten aber bekamen mit der Reichweiten-Angst zu tun. Sie starrten auf die Ladeanzeige, wie das Kaninchen auf die Schlange, und bekamen kalte Füße, weil die Heizung zu viel Strom verbrauchte. Inzwischen dämmert es, dass der Streetscooter zwar kein Benzin verbrennt, dafür aber Geld. Für 2019 ist von einem signifikanten zweistelligen Millionenbetrag die Rede, der umweltfreundlich in Rauch aufgeht.„Mindestens in den nächsten beiden Jahren setzen wir das fort“, sagt Postchef Frank Appel, das Ganze sei eine sehr gute Story.

Und dann erfuhren die Leser von Achgut.com auch vorab das absehbare Ende dieser Dienstfahrt:

„So etwas nennt man neue deutsche Unternehmensführung. Man kann sie mit dem sozialistischen Motto „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ beschreiben oder auch mit einem jüdischen Witz: Moische sitzt im falschen Zug und ein Mitreisender fragt: ‚Warum steigst Du nicht aus und kehrst um?‘. Darauf Moische: ‚Ich sitze im falschen Zug und mit jeder Station wird die Rückreise länger.‘ “

Nun ist Frank Appel aus dem falschen Zug ausgestiegen und steht ohne Heizung und mit kalten Füssen in der Provinz, ähnlich einem Streetscooter mit leergefahrener Batterie. Die „sehr gute Story“ ist jetzt nicht mehr ganz so sehr gut, hat aber einen erhöhten Unterhaltungswert. Dafür sorgt der Mitbegründer des Elektrotransporter-Herstellers, Professor Günther Schuh, der ist nämlich traurig. Und er hat auch eine ganz einfache Erklärung für das Laster-Desaster: „Hier waren Erfinder und total begeisterte 500 Leute am Werk. Die wollten die Welt retten. Sie sind einfach an den falschen Partner gekommen“.

So komische Leute, die rechnen können

Die Rettung der Welt ist in der Tat erstrebenswert, man sollte es aber vielleicht mit einem Ford Transit versuchen, da kommt man weiter. Besonders, wenn man in der realen Welt unterwegs ist, mit Physik und Kunden und so. Das sind so komische Leute, die rechnen können. Ein Streetscooter ist nämlich ungefähr doppelt so teuer wie zum Beispiel ein Ford Transit. Der hat zudem eine niedrige Ladekante, eine funktionierende Heizung, fährt autobahntaugliche 160 km/h und hat eine Reichweite von weit über 500 Kilometern.

Eine Leserbriefschreiberin, die offenbar vom  Fach stammt, führt unter diesem Beitrag in Die WELT noch ein paar weitere bei der Rettung des Planeten hinderliche Details an: „Wenn sich bei dem Scooter der Spareffekt über die Lebensdauer einstellt, sollte man bedenken, dass Nutzfahrzeuge zum überwiegenden Teil über drei Jahre geleast und dann gegen ein neues Fahrzeug getauscht werden. Der Anreiz für Firmen, auf Elektro umzusteigen, dürfte somit gegen Null tendieren“.

Also da liegt kein Segen drauf: Für die Streetscooter-Erfinder ist die Post der falsche Partner. Für die Kunden ist der Streetscooter der falsche Partner. Für die Weltrettung ist totale Begeisterung der falsche Partner. „Quel bordel“ würde der Franzose sagen.

So liefert das wahre Leben immer wieder wunderschöne Methaphern für den Segensreichtum von Geschäftsideen, die letztlich durch staatliche Interventionen zustande kommen. Ein Kamel ist ein Pferd, das von einem Ausschuß unter Leitung von Peter Altmaier entworfen wurde und der Streetscooter ist ein Formel 1 für den großen Preis von Hobbitland.  „Wir schaffen das Unmögliche nicht, weil wir es erst gar nicht versuchen“, sagt Streetscooter Mitbegründer Günther Schuh und fährt damit in der musikalischen Spur von Richard Wagner: „Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun“. Ich fürchte da hilft nur Elvis Presley weiter, der die Sache schon 1952 richtig stellte: „Return to sender, adress unknown“.

Die Geschichte des Streetscooters hat eine Menge Pointen und es wäre eine Schande, wenn diese verloren gingen. Achgut.com-Leser R.R. hat deshalb eine wunderbare Chronik der Berichterstattung in den deutschen Medien zusammengestellt, die ich unseren Lesern nicht vorenthalten möchte. Sie zeigt exemplarisch die mediale Erregungskurve solcher Projekte. Sie haben meistens englische Namen als Ausweis globaler Visionitis, etwa Cargo-Lifter, Desertec, Solarvalley oder Solarworld und wollen stets das Unmögliche möglich machen, ein Versuch dem allerdings nur sehr vorübergehend Erfolg beschieden ist.

Es beginnt mit hoffnungsstarkem Größenwahn und Deutschlands Vorreiterrolle. Beim Streetscooter wurde – Vorsicht Todeskuss – sogar verlautet, dass die Kanzlerin ein Fan des Projektes sei. Das ganze sei „mehr als ein gutes Geschäft“ und man prüfe die „globale Expansion„. In dieser Phase befindet sich derzeit beispielsweise das Projekt einer Tesla-Fabrik in Brandenburg. Später nähert man sich allmählich den Mühen der Ebene, und die Durchhalteparolen häufen sich. Das war bei Streetscooter gut zu beobachten. „Winterprobleme beim Elektro-Transporter Streetscooter“ heißt es schon mal. Oder ganz schlicht: „E-Laster schreibt rote Zahlen“ Dies ist übrigens die Phase, die – Gottsseibeiuns –, derzeit auch die Energiewende erreicht hat, die voller Begeisterung das Unmögliche möglich machen soll.  Schließlich brennt es lichterloh, und die Visionäre entweichen durch die kalte Küche. Die Suche nach Schuldigen fördert die üblichen Verdächtigen und Feinde zutage: den Kapitalismus, die Skeptiker und – wie im Sozialismus – die vier Jahreszeiten, besonders den Winter.

Streetscooter chronologisch:

22.07.2015

Handelsblatt

ELEKTROAUTO STREETSCOOTER

Deutsche Post auf Teslas Spuren

Die Deutsche Post produziert seit Jahresbeginn hunderte Elektrofahrzeuge in Eigenregie. Warum die gelben Kastenwagen sich mehr und mehr als gutes Geschäft entpuppen – und sogar die Kanzlerin ein Fan ist.

Von Bert Fröndhoff, Christoph Schlautmann

04.04.2016

Start für Elektroauto StreetScooter: Deutsche Post geht unter die Autobauer

Konkurrenz für Tesla und Co.? Eher weniger. Aber ein großer Schritt für die umweltfreundliche Zustellung von Paketen und Briefen. Die Deutsche Post will ihr Elektroauto StreetScooter schon bald in größeren Stückzahlen produzieren.

26.04.2016

Welt

Mit diesem Elektroauto geht die Post ab

Von Heiko Zwirner

12.04.2017

Streetscooter: Deutsche Post verkauft ihr Elektroauto jetzt an alle

Die Deutsche Post will ihren Elektrotransporter Streetscooter jetzt an alle verkaufen. Die Produktionskapazitäten sollen bis Jahresende verdoppelt werden, eine globale Expansion wird geprüft.

15.04.2017

Handelsblatt

KLEINWAGEN E.GO LIFE

Der zweite Streich der Streetscooter-Erfinder

Der Streetscooter der Post schickt sich an, der erfolgreichste Elektrolieferwagen des Landes zu werden. Seine Erfinder planen den nächsten Coup: einen elektrischen Kleinwagen, der selbst manchen Porsche stehen lässt.

Von Lukas Bay

29.05.2017

Manager Magazin

Wird Aachen Elektroauto-Mekka – oder doch „Silizium-Sachsen“?

Von Wilfried Eckl-Dorna

09.08.2017

StreetScooter: Deutsche Post will 100.000 Elektro-Transporter pro Jahr bauen

10. 08.2017

Süddeutsche Zeitung

Elektromobilität: Paketboten fahren Elektroauto – und sind glücklich damit

Von Steve Przybilla

17.08.2017

Focus

Streetscooter für DHLStille Post mit weniger Abgasen: Deutsche Post baut mit Ford neue E-Transporter

27.09.2017

Frankfurter Allgemeine

ELEKTROAUTOS: Post baut zweite Street-Scooter-Fabrik in NRW

27.11.2017

Frankfurter Allgemeine

EIN PROFESSOR MACHT ES VOR: So einfach geht Elektroauto

VON ANNA STEINER

20.12.2017

heise online

Elektroautos: Streetscooter der Deutschen Post bekommen Feinstaubpartikelfilter

Auch Elektroautos emittieren Feinstaub. Die Deutsche Post will dennoch erreichen, dass ihre Elektrolieferwagen emissionsneutral fahren.

Von Andreas Wilkens

Die Elektro-Lieferwagen der Deutschen Post DHL sollen künftig möglicherweise „völlig emissionsfrei“ fahren. Dafür sollen die Streetscooter genannten Fahrzeuge mit einem Feinstaubpartikelfilter von Mann+Hummel ausgerüstet werden.

02.01.2018

Elektroauto-News

Winterprobleme beim Elektro-Transporter Streetscooter

04.01.2018

E-MOBILITÄT

Die StreetScooter der Deutschen Post werden umgebaut

Rund 200 Kilogramm leichter als ein Nissan e-NV200, eine Reichweite von maximal 80 Kilometern und ein eiserner Wille, die gesteckten Klimaziele realisieren zu wollen. Erfahren Sie hier, wie die Deutsche Post ihre Screetscooter erneuert.

Von LUKAS KLAMERT

09.04.2018

heise online

Elektroautos: Ford-Händler bieten StreetScooter an

Die Elektrolieferwagen der Modelle Work und Work L der Post-Tochter StreetScooter sind nun auch bei deutschen Ford-Händlern erhältlich. Die übernehmen neben dem Vertrieb auch den Service.

28.05.2018

Handelsblatt

Post liefert 200 Streetscooter an britische Milchmänner

Milk & More versorgt jede Woche mehr als 500.000 Haushalte in Großbritannien. Bald kommt dabei auch der Streetscooter der Post zum Einsatz.

Von Christoph Schlautmann

30.05.2018

heise online

Elektroautos: StreetScooter eröffnet zweiten Produktionsstandort

Mit dem neuen Produktionsstandort in Düren verdoppelt die Post-Tochter ihre Kapazität auf jährlich 20.000 Fahrzeuge.

Von Andreas Wilkens

02.10.2018

Deutsche Post jetzt mit über 8000 Elektroauto-Transportern von StreetScooter

10. 12.2018

ELEKTROAUTO:

Die Post darf den Streetscooter in Großserie bauen

05.02.2019

Post-Tochter Streetscooter soll 2019 deutlich wachsen

07.03.2019

Deutsche Post will in diesem Jahr 6000 neue StreetScooter einflotten

21.03.2019

Manager Magazin

Nach Brand rund 460 Streetscooter zurückgerufen

Deutsche Post überprüft Streetscooter – Lieferung verbrannt

Zwei Elektro-Lieferwagen vom Typ Streetscooter gerieten in Brand. Um Schlimmeres zu verhindern, zog die Post daraufhin zeitweise rund 460 der selbstproduzierten E-Fahrzeuge aus dem Verkehr. Auslöser der Brände seien offenbar fehlerhafte Verschweißungen im Bereich der Batterien gewesen…

28.03.2019

500 Elektro-Transporter: StreetScooter erhält Großauftrag aus Japan

30.08.2019

Focus

Elektro-Transporter

Post feiert 10.000. Streetscooter – doch der E-Transporter ist kein Erfolg

Die Deutsche Post DHL kommt bei der Elektrifizierung ihrer Transporterflotte schrittweise voran. Doch Experten bezweifeln, dass der spartanische E-Transporter ohne Subventionen überlebensfähig wäre.

20 Prozent der Flotte elektrifiziert

Post-Vorstand Tobias Meyer sagte, sein Unternehmen sei „klarer Marktführer in der grünen Logistik“ – man meine es ernst „mit unserem ambitionierten Null-Emissionen-Ziel bis 2050“. Die Post hat derzeit nach eigenen Angaben 13.500 Elektro-Ladesäulen und damit das größte private Ladesäulennetz hierzulande. Lobende Töne gab es auch aus der Politik: NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) sagte bei dem Termin in Köln, der Streetscooter sei „eine einzigartige Erfolgsgeschichte für die Elektromobilität in Nordrhein-Westfalen“.

Ohne Subventionen wohl nicht überlebensfähig

Unter Experten gibt es Zweifel, dass der Streetscooter ohne interne Subventionen am Markt bestehen könnte. Das Fahrzeug sei technisch sehr simpel gehalten, sagt Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. „Die Reichweite ist überschaubar, und die Herstellung in der Manufakturarbeit dürfte sehr teuer sein.“ Der Professor verwies auf die aus seiner Sicht insgesamt niedrigen Zulassungszahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA). „Das ist nach meiner Einschätzung alles andere als eine Erfolgsgeschichte für die Post.“

10.10.2019

Spiegel

E-Laster schreibt rote Zahlen

Post motzt StreetScooter auf – um ihn endlich loszuwerden

Mit dem Elektrolaster StreetScooter hat die Deutsche Post die Autobranche vorgeführt. Trotzdem würde der Konzern die Tochterfirma lieber heute als morgen loswerden. Der Grund sind die Geschäftszahlen.

Als er auf den Markt kam, war der StreetScooter eine Sensation: Weil die Deutsche Post – bislang nur bedingt für mutige Innovationen bekannt – keinen Autohersteller fand, der ihr neue Elektrolieferwagen hätte bauen wollen, entwickelte sie einfach selbst einen (Lesen Sie hier die Erlebnisse der Gründer mit der Autobranche: „Die hielten mich für jemanden von Jugend forscht“)

Inzwischen gehören die gelben E-Laster bereits in vielen Großstädten zum Stadtbild. Der StreetScooter hat auch andere Abnehmer als die Post gefunden, Kleinunternehmer und Handwerker zum Beispiel. Die Post hat angekündigt, eine Fertigung in China aufbauen zu wollen, auch die USA sind im Gespräch. Bis 2021 soll die Serienproduktion bis zu 100.000 Fahrzeuge pro Jahr erreichen.

23.12.2019

Mdr AKTUELL

BRANDGEFAHR DURCH BATTERIEN

Brände bei Elektroautos sind Problem für Feuerwehren

Anfang 2019 sorgten brennende Elektro-Transporter der Deutschen Post für Schlagzeilen. Viel Kritik kam damals von Feuerwehrverbänden, die sich für solche Fälle nicht gerüstet sahen. Was hat sich inzwischen getan?

Von Danny Voigtländer

31.12.2019

Forschungsprojekt erprobt mit E-Transportern intelligente Netzintegration von E-Mobilität

9.01.2020

mdr AKTUELL

ELEKTROFAHRZEUG

Dritter Streetscooter der Post in Brand geraten

Erneut ist ein Streetscooter der Deutschen Post in Brand geraten. Anders als bei zwei Fällen im Herbst 2018 schließt das Unternehmen als Hersteller und Betreiber der E-Fahrzeuge diesmal den Akku als Ursache aus.

Herausforderung für Feuerwehren

Grundsätzlich gilt, dass jede Antriebsart die Feuerwehr bei einem Brand vor eigene Herausforderungen stellt. Bei Elektrofahrzeugen bereitet vor allem die Stromquelle Probleme. „Wenn der Akku einmal brennt, ist der Kräfte-Mittel-Aufwand mindestens vier- bis fünfmal höher als bei einem normalen Pkw-Brand“, sagt Marco Föhlisch von der Feuerwehr Teuchern. Ein zweiter Punkt sind die Substanzen, die aus den Akkus austreten, zum Beispiel die aggressive Flusssäure. Höher ist auch die Wahrscheinlichkeit einer Wiederentzündung. Da aber immer mehr E-Fahrzeuge auf die Straße kommen, müssen sich Einsatzkräfte verstärkt auf neue Brandszenarien einstellen.

von Friedemann Zweyner

10.01.2020

Focus

Elektroauto brennt bei der Post: Es war bereits der dritte Zwischenfall

In Herne im Ruhrgebiet brannte ein E-Transporter der Post völlig aus. Es gab bereits mehrere Zwischenfälle dieser Art, Ursache waren Produktionsfehler bei der Batterie. Zum Brandrisiko bei E-Autos machen die meisten Experten eine klare Aussage.

Auf dem Gelände der Hauptpost in Herne brannte Anfang Januar ein Lieferfahrzeug mit Elektromotor ab. Verletzt wurde dabei niemand, wie die Polizei in Bochum mitteilte. Da das Fahrzeug nah einem Gebäude stand, zerbarsten durch die starke Hitzeentwicklung auch die Fensterscheiben des Hauses.

Post baut Mitarbeitern eigenes Auto, doch die haben Angst einzusteigen.

Streetscooter will mit Chinesen kooperieren

Im September 2019 wurde dann bekannt, dass es eine Kooperation mit China geben soll. Zusammen mit dem dortigen Automobilhersteller Chery plant die Post einen angepassten Elektrolieferwagen speziell für China und möglicherweise weitere Länder. Laut der Absichtserklärung ist ab 2021 in China eine Serienproduktion von bis zu 100.000 E-Fahrzeugen pro Jahr geplant.

11.02.2020

StreetScooter hat scheinbar größere Probleme als bisher geahnt

StreetScooter im täglichen Verkehr nicht einsatzfähig

12.02.2020

Mindener Tageblatt

Wo laufen sie denn?

Gelbe StreetScooter stehen häufig still

Derzeit haben offensichtlich alle StreetScooter der Deutschen Post in Minden einen Boxenstopp an der Ringstraße/Ecke Rodenbecker Straße nötig

Von Jürgen Langenkämper

28.02.2020

Verkauf geplatzt: Post will StreetScooter-Fertigung einstellen

Die Deutsche Post will die Produktion der Elektro-Lieferwagen bei ihrer Tochter StreetScooter noch in diesem Jahr einstellen. Wie der Konzern nun mitteilte, wird nicht mehr nach einem Käufer für die Elektroauto-Sparte gesucht. Dabei stand ein Verkauf an den chinesischen OEM Chery offenbar kurz vor dem Abschluss.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur DPA sagte ein Postsprecher: „Neubestellungen wird es keine mehr geben.“ Die bestellten Fahrzeuge würden noch produziert, die Auslieferungen würden sich voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr ziehen, so der Sprecher.

28.02.2020

Nicht ganz überraschend: Deutsche Post stellt 2020 den Streetscooter ein

Noch dieses Jahr wird die Deutsche Post die Produktion der Elektrofahrzeug-Marke Streetscooter einstellen. Ganz überraschend kommt diese Unternehmensentscheidung allerdings nicht.

„Neubestellungen wird es keine mehr geben“, sagte ein Sprecher der Post am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Die Auslieferung von Fahrzeugen werde sich voraussichtlich noch bis ins nächste Jahr hinziehen. Man wolle die Sondierungen für einen Käufer nicht mehr weiterverfolgen, teilte der Konzern außerdem mit. Über Monate hinweg hatte die Post versucht, potenzielle Interessenten zu finden.

Streetscooter hatte viele Probleme

Der Elektro-Transporter der Post war ein guter Werbeträger für ein Unternehmen, das mit seiner riesigen Zahl von Dieseltransportern zur Abgas-Belastung und Verstauung in deutschen Städten beiträgt. Der Streetscooter ermöglicht einen zumindest lokal emissionsfreien Verteiler-Verkehr. Doch das an der Universität Aachen entwickelte Fahrzeug wurde für die Post eher zur Last: Geringe Praxisreichweiten, Probleme im Betrieb und sogar Akku-Brände verhagelten die Erfolgsstory

02.03.20

Post hat „Vorwand“ gesucht Scharfe Kritik wegen Aus für Elektro-Streetscooter

– Düsseldorf –

Nach dem Aus für den Streetscooter hat der Mitbegründer des Elektrotransporter-Herstellers, Günther Schuh, die Deutsche Post scharf kritisiert. Man habe „Amateure eingesetzt, jegliche Verbesserung verboten und auf eine Gelegenheit gewartet, das Geschäft unter einem Vorwand einzustellen“, schreibt der Aachener Professor in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“ vom Montag. „Streetscooter wurde weder eine ausreichende Finanzierung noch ein realistischer Zugang zum Kapitalmarkt gewährt“, kritisiert Schuh. Das Ende des E-Autos sei ein Armutszeugnis für die Post und für Deutschland.

2010 hatte Schuh den Elektrotransporter mit seinen Studenten der RWTH Aachen erfunden und gemeinsam mit Achim Kampker Streetscooter gegründet. 2014 wurde das Start-up von der Deutschen Post-Tochter DHL übernommen.

04.03.2020

WDR

Streetscooter – 800 Arbeitsplätze im Raum Aachen in Gefahr

Die Nachricht traf die Betroffenen in der Region Aachen völlig unvorbereitet: Letzte Woche Freitag (28.2.2020) hat die Deutsche Post das Aus für den Streetscooter bekannt gegeben. Nur noch bis Jahresende soll der Elektro-Lieferwagen gebaut werden. Ein Verkauf des Tochter-Unternehmens wurde ausgeschlossen.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

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28 Kommentare

  1. Wenn schon bekloppt, dann auch richtig, denken sich die Gewerkschaften. Der IGM Chef macht da keine Ausnahme; „Welt“ Interview:
    ////
    WELT: Hat der Industriestandort Deutschland seine beste Zeit hinter sich?

    Hofmann: Nein. Wer, außer der deutschen Industrie, könnte denn den Beweis antreten, dass Klimaschutz und Wohlstand für den Einzelnen und die Gesellschaft kein Widerspruch sind? Und wenn wir hier erfolgreich sind, hat dies eine enorme Ausstrahlungskraft auf den Rest der Welt. Damit das gelingen kann, braucht die Industrie allerdings endlich verlässliche Rahmenbedingungen und eine konsistente Politik.
    ////
    „Ausstrahlungskraft auf den Rest der Welt“. Was raucht der Mann?? Ach ja, die Realität kommt so daher:
    https://www.waz.de/wirtschaft/caterpillar-schliesst-drei-nrw-werke-mit-1200-mitarbeitern-id228623185.html
    Der US-Konzern Caterpillar schließt drei NRW-Werke mit 1200 Mitarbeitern. Betroffen sind Dortmund, Lünen und Wuppertal. Belegschaft überrascht.
    ////
    Nach der „Dekarbonisierung“ braucht man eben diese Maschinen nicht mehr. Wir schaffen das, auch mit Hilfe der Gewerkschaften….

  2. Wie schön für Herrn Maxeiner, wenn er sich so sehr über das Scheitern eines der wenigen Zukunftsprojekte in Deutschland freuen kann. Natürlich stellt sich immer wieder die Frage was besser ist: Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor oder mit E-Antrieb. Ziemlich sicher sind die Verbrenner in fast allen Belangen überlegen. Nur im speziellen Fall der Zustellung, mit etlichen Halten, Anfahren, Platzbedarf, geringem Aktionsradius und der Frage der Haltbarkeit könnte ich mir gut vorstellen, dass E-Fahrzeuge die Nase vorn haben. Für die“ letzte Meile“ sind sie hinsichtlich der Emissionen vor Ort ganz sicher unschlagbar. Ich finde es schade wenn solch ein Ansatz aufgegeben wird. Was ich aber viel schlimmer finde, bei aller Kritik und Schadenfreude über die Deutsche Post und der offenen Freude von Herrn Maxeiner und seinem Dank an den Herrgott: Denken Sie, Herr Maxeiner, eigentlich auch schon mal an die 7-800 Mitarbeiter, die jetzt arbeitslos sind uns sich Sorgen machen wie sie ihre Familien ernähren sollen? Da hört dann offensichtlich die Frömmigkeit und Nächstenliebe des Autors auf. Nun kann man natürlich sagen: selber Schuld. Wer dort anfängt. Kennen Sie die Situation vor Ort und die Arbeitsmarktlage? Ist ein Job bei einem DAX-Riesen nicht was besonders gutes? Lieber Herr Maxeiner, auch wenn sie in vielen Punkten Recht haben: hinterher wissen es fast alle besser. Kommen Sie einfach mal runter von ihrem hohen Ross und wenn Sie schon den lieben Gott bemühen, dann bitte so wie es ein echter Christ macht, nämlich mit Respekt,Verständnis und Empathie für Betroffene.

    • Sie sollten den Boten nicht wegen der Botschaft prügeln! Nicht Herr Maxeiner muss sich Gedanken wegen der absehbar arbeitslosen Menschen machen sondern die Verantwortlichen in Politik und Medien die den Atavismus der E-Mobilität als „Zukunftstechnologie“ ausrufen – dazu zähle ich auch Sie! Und nein, Ihre Ausrede „hinterher weiß man es immer besser“ ist nur eine sinnfreie Schutzbehauptung, jeder Mensch mit entsprechenden MINT Kompetenzen kann schon vorher wissen wie so etwas ausgeht! Also kommen Sie vom Moralin-Ross herunter und lassen in Zukunft die Technik von Technikern und nicht von grünen Betschwestern und -brüdern gestalten….

    • Jeder grüne Arbeitsplatz zerstört 2-3 Arbeitsplätze woanders, verehrter Herr @Theodor Heinrich.

      Gegeben, es ist beweisbar, und es wurde bereits bewiesen: Haben Sie kein Mitleid mit den über 1.600-2.400 Arbeitern, die arbeitslos sind, weil diese grünen Gauner durch Betrug den Vorzug bekamen?

      Oder wieviele Arbeitsplätze werden durch den Mindestlohn zerstört? Wollen Sie ein nagelneues verkommenes Lehrbeispiel aus Spanien? Wie die gleichen Dummköpfe wie hier, Arbeitsplätze en masse ZERSTÖREN? Und sich dann über diejenigen, die den Beruf aufgeben müssen, sich halb totlachen?

      Ich kenne die christlichen Werte sehr viel genauer als Sie.

      Kein Linker, kein Grüner versteht etwas von kluger Wirtschaft. Und noch bis vor kurzem haben sowohl Linke und Grüne auf christliche Werte mit Verachtung herabgeschaut. Wo ist denn der Respekt und Achtung der Grünen gegenüber den Nächsten?

      Niemand zerstört soviele Arbeitsplätze wie die skrupellose Merkel und ihre naiven, verzogenen, faschistoiden Grünen, Herr Heinrich.

      Wenn es Frau Merkel jemals um Arbeitsplätze gegangen wäre, (was versteht diese Frau schon davon? NICHTS!!), wäre die Energiewende bereits abgewickelt worden und zurück genommen. Wir alle wären in dieser Form nicht hier.

      Aber, hier mit christlichen Werten, diese grünen Verbrecher und Gauner wie Merkel & Grünen zu verteidigen, schlägt jedem Faß den Boden aus. Das geht gar nicht. Dann haben Sei das Wichtigste in Ihrem Leben bis heute nicht verstanden.

      Und in keinem Text ist bis heute festgehalten, Gott wäre lieb. Das ist ein sehr großer Irrtum. So reden nur Protestanten. Typisch. Kein Ahnung haben, aber viel träumen.

  3. alles ist relativ:
    „So etwas nennt man neue deutsche Unternehmensführung. Man kann sie mit dem sozialistischen Motto „Vorwärts immer, rückwärts nimmer“ beschreiben oder auch mit einem jüdischen Witz: Moische sitzt im falschen Zug und ein Mitreisender fragt: ‚Warum steigst Du nicht aus und kehrst um?‘. Darauf Moische: ‚Ich sitze im falschen Zug und mit jeder Station wird die Rückreise länger.‘ “
    Na, ja, die ewige Bundeskanzlerin hat es da einfacher: WIR SCHAFFEN ES…

  4. In der sozialistischen DDR-Wirkschft gab es sechs Prinzipien, nach denen gearbeitet wurde:

    1. Begeisterung
    2. Ernüchterung
    3. Bestürzung
    4. Suche nach den Schuldigen
    5. Bestrafung der Unschuldigen
    6. Auszeichnung der Unbeteiligten

    Bei 3 scheinen wir schon zu sein …..

  5. Der Streetscooter-Gründer Schuh sagt eigentlich nur, dass die Post zu blöd war, aus seinem schlechten Konzept ein besseres zu machen. Der Rückkauf ist für Schuh eine Option, weil in Dumm‑Deutschland durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Steuerzahler die Kosten übernimmt, die Schulden trägt und ihm einen satten Gewinn angedeihen lässt. Das ist die, nur in Deutschland funktionierende, Salto‑Rückwärts‑Innovation. So etwas muss doch unterstützt werden oder ist der Steuerzahler wirklich so dumm und will mit aller Gewalt nicht arm werden. Wer arm wird, rettet doch das Klima, denn arm werden reicht ja schon und das kann jeder, ganz ohne Mühe.

  6. Und jetzt haben wir noch einigermaßen „angenehme“ Winter in den letzten Jahren gehabt….mal schauen, wenn die Winter jetzt wieder „richtige“ Winter werden….dann geht nicht nur den Batterieautos die Energie aus sondern auch unserer Stromversorgung….dann wird es erst richtig „gemütlig“ in unseren ach so wohligen Grün-Sozialistischen Linken Merkel Deutschland.
    Der Mangel und die Armut des Sozialismus/Kommunismus rückt in Deutschland immer mehr voran.

  7. Es geht nicht um die Weltenrettung. Es geht eher darum, vorhandene Industriestrukturen zu zerschlagen u. gut bezahlte Jobs gleich mit, denn die machen Bürger unabhängig u. somit schwerer lenkbar. Dem Diesel wurden die NOX genommen u. der Feinstaub… ach ja, dann haben wir ja noch das böse CO2. Na ein Glück. Und da können uns keine Techniker, Ärzte u. dergleichen Datenheinis reinfunken. Das CO2 den Weltuntergang besiegelt, ist beschlossene Sache. In folgendem Video von Plus-Minus wird die neuste Version des Diesels unter die Lupe genommen u. man lässt einen Journalsiten sagen: „…An Feinstaubtagen müssten wir unseren modernen Diesel aus der Garage holen u. durch die Stadt fahren…“ Kommentar aus dem OFF: „Moderne Diesel als fahrende Feinstaubfilter. Kritikern des Selbstzünders bleibt bei dieser Vorstellung vielleicht die Luft weg!“

    • Soweit ich mich erinnere, geht es beim Diesel um Stickstoffdioxid (NO₂). Trotzdem es niemals zu einer, auch nur annähernd, schädlichen Konzentration kommen kann, wird dagegen AdBlue eingesetzt. Nur um irgendwelchen Jüngern, die aus Zerstörungssucht oder falsch verstandenem Umwelt- wie auch Gesundheitswahn diesen Unfug verlangen, muss diese Sünde nicht begangen werden. Es ist der falsche Weg. Gebt dem Dieselmotor, der gut entwickelt ist, einen Abgasfilter (Ruß) und es ist gut! AdBlue muss verboten werden!

      • Sie müssen sich darüber im Klaren sein, daß naturwissenschaftlich komplett ungebildeten Mediziner die Täter sind.
        Was die Dieselabgase betrifft, so ist es recht einfach die bei entsprechender Größe der Dieselrußpartikel die komplett zu entfernen. Und das würde auch keine der gefährlichen Minipartikel erzeugen. Alledrdings wäre dann der Wirkungsgrad der Dieselmotoren etwas geringer. Und das darf nicht sein. Und da die sog. „Grünen“ einen mieserablen naturwissenschaftlichen Bildungsstand haben, wird nix Vernünftiges gemacht.
        Und wer einen Blick auf die letzte Version der Uraltkonstruktion B737 wirft, der kann feststellen, daß da mit dem Gigantdurchmesser der beiden Triebwerke kompletter Quatsch fabriziert wurde. Und witzigerweise passen rein theoretisch ebensoviele Passagiere in den am Boden stehenden Flieger, wie in die Uraltkonstruktion.

      • Den Grünen ist die Harmlosigkeit von Stickstoffdioxyde bestens bekannt.

        Fakten sind das letzte, was die Grünen interessiert, denen gehts ausschließlich um Pöstchen und Pensionen, durch ihre Demoerfahrung bei AKW`s,S21 und Greta beherrschen sie die Klaviatur der Bürgerverarschung, ihre Hauptwaffen gegen das dumme Volk sind Gefälligkeitsgutachten und ihre durch und durch verlogene Leitmedien.

  8. Der „Professor“ hat aber schon den nächsten Gaul am Start:
    https://www.aachener-zeitung.de/nrw-region/deutschlands-erster-flugtaxi-landeplatz-direkt-in-aachen_aid-37800557
    Von dort aus soll in Kürze der erste Prototyp des sogenannten Silent Air Taxi abheben, das derzeit von Professor Günther Schuh an der RWTH Aachen entwickelt wird.
    ///
    Wetten dass unsere grünen Volksverräter auch noch eine weitere Milliarde EURO auf dieses Pferd setzen. Ist ja nicht ihr Geld und es dient ja der „guten Sache“. Wie sagte der Uniper-Chef gestern bei „Welt“, es geht sich nicht um Ökonomie sondern um „Haltung“. Und darin macht den Deutschen keiner was vor…..

    • Also warum nicht, wenn sich diese interessante, vielleicht wirklich zukunftsträchtige Entwicklung am Markt durchsetzt? Auch der Autopilot samt Kollisionsvermeidung wäre sicherlich einfacher zu realisieren als auf der Straße. Von der Verkehrsentlastung ganz zu schweigen…
      Was hier fehlt, sind die Verbrauchsdaten. Das Ding braucht dummerweise bereits ordentlich Energie, um überhaupt oben zu bleiben. Auch das Gewicht geht dann im Vergleich zum Auto erst recht ein. Daher auch Hybrid- und kein reiner Elektroantrieb.
      Trotzdem, falls praktikabel, ich wäre ein Fan!
      Auch hier wäre es von Vorteil, wenn letztlich der Markt entscheidet und der Staat sich auf Sicherheit (TÜV?) etc. beschränkt.

    • „Wetten, dass unsere grünen Volksverräter …“
      Das würden die auch für fliegende Pferde ohne Verdauungsorgane ausgeben, oder besser, ausgeben lassen.

  9. Gott sei Dank sind immer die anderen Schuld.

    Da möchte man die Leute doch in den Arm nehmen und ihnen sagen dass alles wieder gut wird…

  10. Ja, ich habe davon gelesen.
    Bei ntv ist man der Meinung, die böse Post hat ein vielversprechendes startup zersägt.
    https://www.n-tv.de/wirtschaft/kommentare/Eine-bittere-Lehre-fuer-Startups-article21616738.html
    Und der Gründer will, zu geeigneten Konditionen zurückkaufen.
    https://www.automobilwoche.de/article/20200309/NACHRICHTEN/200309926/wir-sprechen-jetzt-streetscooter-gruender-will-unternehmen-von-deutscher-post-zurueckkaufen

    Ich sehe das skeptisch. Wenn überhaupt, dann ist das Konzept für Anbieter wie die Post eine Alternative. Planbare Strecken, extrem viele Haltepunkte.
    Ein klassisches Fahrzeug leidet da enorm auf der Kupplung und den Bremsen – weshalb man ja auch keinen gebrauchten Transporter kauft.

    Im Zusammenspiel mit der Energiewende werden wir wohl eher wieder Rollkutscher erleben, als Elektroscooter. Das Lastenfahrrad wurde ja bereits wieder entdeckt. Allerdings sind die Wiederentdecker nicht bereit selbst damit zu arbeiten. Dieser Luxusdienst der Weltenrettung bleibt den Anderen vorbehalten.

  11. Der alte Kapitalismus, weil noch nicht gänzlich abgeschafft, hat doch noch Vorteile: Was sich betriebswirtschaftlich nicht rechnet, wird (heute noch) eingestellt! Gegen dieses vernünftige Konzept hilft dann nur noch das Nonplusultra an grünem Ideenreichtum: Die grüne Öko-Diktatur! Dann werden solche Projekte solange weitergeführt, wie es Annalena, Anton und all die grünen Weltverbesserer bestimmen! Für die Weltrettung zahlen wir dann alle freudig noch mehr! So wie die Trettin’sche Eiskugel für den Strom. Denn das grüne Paradies winkt!

    • War halt noch nicht per Gesetz in Stein gemeiselt, sonst würde weiter produziert. Da hat es die Windrad-Solar- und Faulgas-Lobby geschickter gemacht. Das ist in Gesetz gegossen und der Michel hat zu zahlen.
      Hat also nichts mit Kapitalismus zu tun, sondern nur mit Dummheit bei der Weltenrettung!

  12. Bei uns fährt jetzt gar ein neuer Groß-E-Transporter von DHL rum.

    Wird wohl dann auch nicht mehr lange fahren. Will nicht wissen, was der gekostet hat?

  13. Numerischer Analphabetismus: Das Elend mit den Nullen. Besonders in der Politik. Denn alle Deutsche Klimabeeinflussungspolitik bewegt sich hinter den Kommastellen der Klimaorakelwissenschaft die immer noch den rein Menschgemachten CO2 Klima Einfluß Nachweis schuldig ist .

  14. Ich freue mich sehr für Sie Herr Maxeiner. Erhörte Gebete beeindrucken mich schon fast mein ganzes Leben. Ich muß leider feststellen, daß mir Ihr Zugang zu Gottes Gehörgang nicht immer gelungen ist. Also unbedingt weiter machen.
    Der Artikel ist lesenswert; vor allem die Aufzählung der Berichte über wieder ein Totalversagen medial hochgeputschter Zweifelsprojekte; Klasse. Sobald der Staat sich in Projekte einmischt, die unternehmerisches Denken voraussetzen, folgt die Pleite auf dem Fuße. Teure Fehlentscheidungen gibt es genug; darauß lernen: Fehlanzeige. Wenn links-grün verpeilte Politiker etwas besonders loben oder bezuschussen ist die Pleite schon mit am Start. Daß Herr Professor aus Aachen enttäuscht ist kann ich verstehen; war ich als Kind auch, wenn mein Holztrecker kaputt war. Nur mein Spielzeug war deutlich preiswerter und dafür wurde nicht die gesamte Bevölkerung in Bürgschaft genommen. Und nun Tesla in Brandenburg? Hat Mister Mask sich nicht über die gerade in Brandenburg hochgejubelten Großpleiteprojekte informiert? Oder geht es mal wieder um abzufassende Subventionen? Wie hat sich eigentlich Tesla bisher so an der Börse entwickelt? Ich hab schon wieder so viele Fragen…

  15. Sie haben meistens englische Namen als Ausweis globaler Visionitis, etwa Cargo-Lifter, Desertec, Solarvalley oder Solarworld und wollen stets das Unmögliche möglich machen, ein Versuch dem allerdings nur sehr vorübergehend Erfolg beschieden ist.
    Wenigstens Growian fehlt noch in der Liste. 😀

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