„Windklau“: Windkraft-Parks in der Nordsee nehmen sich gegenseitig den Schwung weg

von AR Göhring

Die sogenannten Offshore-Anlagen, Windrad-Pulks vor der Küste, nehmen sich nach Berechnungen des Max-Planck-Institutes für Biogeochemie in Jena (u.a.) gegenseitig den Wind weg, wenn sie, wie nach aktueller Planung, zu eng nebeneinander gebaut werden.

Unser Sprecher Professor Horst-Joachim Lüdecke sagte es auf unserer Konferenz in München ganz deutlich, und das nicht zum ersten Mal: Ökostrom-Anlagen wie Windräder haben eine äußerst geringe Leistungsdichte, gemessen in Kilowatt pro Quadratmeter Erzeugungsfläche (Propeller-Laufkreis, PV-Fläche). Und das ist auch gut so: Würde der Wind in Jena deutlich stärker wehen und die Sonne deutlich stärker brennen, wäre es mit EIKE ganz schnell vorbei, weil unser Bürogebäude weggeblasen oder Dr. Thuß vor Hitze wegschmelzen würde.

Zum Vergleich: zentrale gegenüber dezentralen Anlagen, Werte in W/qm

Erdwärme: 0,03

Energiemais: 0,2

Solarkraft: 10 bis 15

Windkraft (Hessen): 45

Wasserkraft bei 6 m/s: 100.000

Kohle: 250.000

Uran-Kernkraft: 300.000

Um trotzdem genügend Leistung einzusammeln, müssen die vom Steuerzahler finanzierten Ökostromerzeuger ganze Landschaften mit ihren Windrädern und Solarpaneelen vollstellen. Daß die ausgedehnten Windradparks dabei die Natur schädigen, ist logische Konsequenz. Und daß die Anlagen bei zu großer Nähe um die geringe Energiemenge von Sonne und Wind konkurrieren, auch.

Da die Große Koalition Merkels Energiewende immer weiter treiben und alle Kern- und Kohlekraftwerke Deutschlands abreißen will, müssen immer mehr Windräder her, um die zentralen klassischen Lieferanten zu ersetzen. Das geht zwar nicht, weil die Leitungsinfrastruktur fehlt und das Netz bei über 50% dezentralen Ökostromwerken nicht mehr regelbar ist; aber egal, die meisten Bürger und Wähler wissen das nicht. Da außerdem der weitere Ausbau der Onshore-Windkraftanlagen an Land wegen des praktisch unüberwindbar gewordenen Widerstandes der Anwohner und Naturschützer kaum noch möglich ist, bleibt nur die Vermehrung der Windräder in der Nordsee.

Der Laie mag nun denken, daß die Deutsche Bucht groß genug ist, um dort Windparks für die ganze Nation zu errichten. Weit gefehlt: Man kann wegen der Strömung und der Beschaffenheit des Schelfbodens nicht überall Betonsäulen sicher verankern. Dann gibt es noch Schiffahrtsrouten, Fischgründe und viele bewohnte Urlaubsinseln, die rotorfrei oder -arm bleiben müssen. Ob Vogelflugrouten noch eine Rolle für die Genehmigung spielen, darf wegen der grundsätzlichen Naturfeindlichkeit der Windräder bezweifelt werden. (Es geht Klimarettern schließlich um den Zaster, und nicht um die Natur.)

Es kommt aber noch besser: Die Berliner taz, das schon rund vierzig Jahre alte Zentralorgan der Grünen, ist paradoxerweise sehr gut darin, Widersprüche der grünen Ideologie aufzudecken. Gerade berichtet das Blatt (bzw. die Internetzseite; die defizitäre Papierzeitung wird eingestellt) von einer Studie im Auftrag der Denkfabriken Agora Energiewende und Agora Verkehrswende, die unter anderem vom Max-Planck-Institut MPI für Biogeochemie in Jena, der Aussage eines Mitarbeiters in der Lokalpresse nach das MPI für Klimaschutz, durchgeführt wurde. Danach „klauen“ sich die Rotorparks in der Nordsee gegenseitig die Windkraft, wenn sie zu dicht stehen. Das hätten unsere Physiker von EIKE den Planern auch sagen können, aber wenn die politiknahen wissenschaftlichen Profiteure des Klimaschwindels es schon selber ausrechnen und zugeben, wird es vielleicht sogar umgesetzt. Und wenn das Problem in der taz steht, können die großkoalitionären Politiker es nicht so einfach ignorieren.

Oder doch? Daß zum Beispiel Akku-Autos energetischer Unfug, unsozial und naturschädlich sind, haben ARD/ZDF mit Harald Lesch deutlich gemacht. Trotzdem sattelt Volkswagen mit politischer Förderung bald komplett auf den fahrenden Elektroschrott um, und Annalena Baerbock preist im Sommer-Interview die fleißigen Kobolde in den Lithiumakkus.

Es wird also wahrscheinlich so laufen, daß das, was richtig Geld bringt (und unseren Wohlstand im Sinne einiger herostratischer Politiker wie Merkel zerstört), unter Vortäuschung falscher Tatsachen bis zum bitteren Ende durchgezogen wird, den Warnungen von Klimaschutzinstituten und der taz zum Trotz.

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5 Kommentare

  1. Die „Klimakatastrophen“-Keule darf alles erschlagen. Wir kommen gerade aus dem Norden von einem Kurzurlaub an der Boddenküste vor Rügen. Wenn man durch die Dörfer fährt, merkt man, wir haben in Dtl. andere Probleme als den Klimawandel. Einziger „Arbeitgeber“ an der Küste der Tourismus. Die Landflucht ist mit den Händen zu greifen. Auf den Feldern wird es demnächst gelb bis zum Horizont, Raps, wohin das Auge schaut. Biodiesel ist lukrativer als Nahrungsmittel. Silos, die Kühe ernährten, sind leer, lohnt nicht mehr. Der Arbeitgeber Landwirtschaft schafft es nicht mehr, die Einwohner zu ernähren u. das gleich im doppelten Sinne! „Mitfahrbänke“ neben Bushaltestellen versuchen das Nahverkehrsdilemma zu mildern u. man weiß nicht, ob man das gut finden soll o. nur lächerlich. Nährboden für radikale Gedanken u. gefrustete Abgehängte. Ganze Regionen in Dtl. werden vergessen. Dann kommen die Windradbauer u. Energie-Ernter u. locken mit hohen Pachten für ihre Subventionsmonster. Wohl dem, der ein Grundstück sein Eigen nennt. Was man ebenfalls sieht: Kraniche, Enten, Gänse riesige Vogelschwärme rasten auf den Weg gen Norden u. manövrieren sich durch die Windradparks. Was interessieren die mich schon, wenn die Welt mich vergessen hat! Der Dreiteiler „Unterleuten“ beschreibt das dahinter stehende Politikversagen ungewollt treffend. Auch wenn die wenigsten wissen, was dort zu DDR Zeiten u. danach wirklich abgegangen ist.

  2. Zu Windparks in der Nordsee: Mir fällt ergänzend noch etwas anderes ein: In der Nordsee fahren ja auch Öltanker. Was passiert, wenn diese havarieren und manövrierunfähig in einen solchen Windpark treiben? Die daraus resultierende Ölpest zu bekämpfen, dürfte wegen der Betonsockel ziemlich schwierig werden.

    Ist ein solches Szenario wirklich unmöglich?

    Chris Frey

    • Die Frage richten Sie bitte an das Havariekommando in Cuxhaven. Bereits vor dem Bau der Schifffahrtshindernisse, genannt „Offshore-Windparks“, ist Helgoland Gegenstand eines derartigen Szenarios gewesen, übrigens beinahe ganz konkret. Das Risiko einer Ölpest an der deutschen Nordseeküste hat sich in den letzten Jahren vervielfacht.
      Allerdings ist die „Klimakatastrophe“ natürlich viel schlimmer als die Kollateralschäden der „erneuerbaren“ Energien.

    • Herr Frey,
      das Scenario einer Tankerhavarie an einem Offshore-Windpark kann natürlich Realität werden; im Gegensatz zu einem Gau in einem deutschen KKW. Bei hohem Seegang haben die Schlepper fast keine Chance die Kollision zu vermeiden.

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