Furchtbar: Unser Strandurlaub fällt bald dem Klimawandel zum Opfer!

Von © Günter Seggebäing, CC BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69070229

von AR Göhring

NATURE CLIMATE CHANGE hat wieder zugeschlagen: Jetzt wird dort – höchst wissenschaftlich natürlich – gewarnt, daß unser Bade-Urlaub in Holland wegen des Klimakollaps ins Wasser fallen wird, ganz wörtlich sogar.

Kürzlich berichteten wir darüber, daß ein niederländischer Ozeanograph allen Ernstes gewaltige Staudämme in die Nordsee klotzen will, um die hitzebedingt steigenden Meeresspiegel von Hollands Küsten fernzuhalten. Nun deckt das renommierte Wissenschaftsmagazin Nature, Abteilung Climate Change, auf, warum: Der Mann will damit den Badeurlaub deutscher Touristen retten! Hätte ich nicht gedacht, sonst sind unsere Nachbarn auf uns *„Moffen“ ja nicht so gut zu sprechen, deutschem Strand-Territorialverhalten mit Sandburg und Nationalflagge, und Merkels herostratischer Politik sei Dank.

Der geneigte Leser mag nun denken, ist mir doch egal, flieg ich halt nach Mallorca oder den Seychellen zum Baden. Nützt aber nix, denn da fallen die Traumstände auch unter Wasser. Ein Wissenschaftler-Team der Europäischen Kommission in Ispra, Italien, hat anhand von Veränderungen der weltweiten Küstenlinien im Zeitraum von 1984 bis 2015 „berechnet“, welche Strände bis 2050 beziehungsweise bis 2100 verschwinden werden. Als weitere Grundlage für ihre „Prognose“ (doch keine Berechnung?) dienten, das war zu erwarten, zwei Szenarien des UN-Weltklimarates, IPCC, der unfehlbaren Zentralinstanz in Sachen Klimakatastrophe. In dem einen Szenario steigt die weltweite Mitteltemperatur um 2,6°Celsius, im anderen um 4,8°. Im ersten Fall könnte 2100 das Wasser 21,7 bis 171,1 Meter weiter ins Land reichen; im zweiten Fall sogar bis 246,9 Meter. Alles globale Mittelwerte, daher die krummen Zahlen und breiten Wertebereiche. Seltsamerweise sollen die anschwellenden Meere dabei nicht zu 100%, sondern nur zu 70-86% für die gefluteten Badestrände verantwortlich sein. Gefühlt also wahrscheinlich.

Damit der Grund für die Badekatastrophe nicht unerwähnt bleibt, meinen die EU-Forscher, daß eine moderate Reduktion der menschlichen CO2-Emissionen die Qualitätsminderung des teuren Strandurlaubs um immerhin 40% bewirken kann. Na, wenn das mal keine Motivation für die Desindustrialisierung Deutschlands ist! Wenn bei uns laufend der Strom ausfällt, ist man ja auch lieber auf Malle am Strand. Da ist es immer schön warm und abends lange hell.

Die EU-Forscher haben dem frustrierten Climate Change-Leser im Artikel aber auch etwas Positives mitzuteilen: Trotz gewaltig steigender Meeresspiegel werden in Nord-Brasilien und Ostasien wahrscheinlich die Strände wachsen. Der Klimawandel-geplagte Tourist hat also eine Notfallstrategie: Versinkt der geliebte Badestrand in Noordwijk, fliegt man halt nach Phuket oder Ipanema.

Wie unter dem Welt-Artikel über die Mega-Staudämme in der Nordsee wurde auch hier fleißig und vernünftig, aber auch amüsiert, kommentiert. Ein paar Beispiele:

Das Bild zeigt Norderney. Dort sind vermutlich Touristen zu sehen. Sie stehen neben einer Buhne, die Steine dort sind ein Küstenschutzbauwerk eben die Buhne. Ohne diese Buhne könnten die Touristen dort seit über 100 Jahren nicht stehen, wäre von der Nordsee überspült.
Ich bin dort geboren, meine Mutter hat an der dortigen Forschungsstelle für Insel- und Küstenschutz gearbeitet. Die Free-TV und ostfriesischen Inseln wandern von West nach Ost und werden nur mit massiven Bauwerken daran gehindert. Alles lange bekannt. Als Schüler 1963 habe ich darüber meine Jahresarbeit geschrieben.

Bei einer Erwärmung von 4,9 Grad sind verschwindende Sandstrände ganz sicher unser geringstes Problem.

Ah, so wehrt sich die Natur gegen de deutsche Abzocke mit Strandbenutzungsgebühren. Finde ich prima, den Sumpf mal trocken zu legen.

Aha, könnten also nur. Die Überschrift suggeriert ja eine feststehende Tatsachen.
Ich finde es immer wieder faszinierend, dass manche Leute Prognosen auf 80 Jahre im Voraus erstellen können.
Welche Prognosen von 1940 das Jahr 2020 betreffend sind eigentlich eingetreten?

Dann liegt Hamburg endlich am Meer, wie schön.

Ich bin mir sicher, die Natur wird neue Sandstrände schaffen. Wenn das Meer es erstmal bis nach Brandenburg geschafft hat, werden mehr Sandstrände vorhanden sein als vorher.

* „Moffe“ = ndl. pejorativ für „Deutscher“. Unsere Schweizer und österreichischen Leser sind damit natürlich nicht gemeint. Aber die sagen ja auch Piefke oder Schwobe zu uns Saupreißn …..

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24 Kommentare

  1. Küste ist immer dort, wo das Wasser auf das Land trifft. Wenn das Wasser steigt verschiebt sich die Küste landeinwärts. Einen küstenfreien Übergang zwischen Meer und Land kann es nicht geben. Es ist also für die Existenz einer Küste unerheblich wo das Meer auf das Land trifft. Wäre der Bereich in dem das Meer auf das Land trifft nur zufällig dort, wo die Küste ist, müsste es ja auch an anderen Stellen Küsten geben. Oder es müsste küstenfreie Übergänge vom Meer zum Land geben. Wie sollte das aber aussehen?

  2. Es muß nicht Holland sein oder Mallorca.
    Bei einer Temperatursteigerung um- wieviel?- 8 Grad genieße ich doch lieber die gewaltigen Naturstrände auf Kamtschatka oder den Kurilen oder ich relaxe an den sonnendurchglühten Steilküsten der Westantarktis. Nach Amsterdam fahre ich dann eher mal zum Tauchen oder Wasserskifahren.
    Ich sehe das als eine Win- Win-Situation.

  3. Was zeigt das denn?
    Doch das, was schon (spätestens!) seit der Hitlerzeit bekannt ist: >>Die Ungebildetheit der Journalisten ist grenzenlos<<

  4. Gut, dass um 1850 mit der Industrialisierung und der vermehrten Verbrennung von Kohle die nächste Eiszeit abgewendet wurde.
    Man stelle sich mal vor, man hätte den Vorstoß der Gletscher in die Täler nicht gestoppt.
    Der Spaß am Baden in Nord und Ostsee wäre uns sowieso vergangen.
    So kann man es auch sehen, wenn man an die erwärmende Wirkung von CO2 glaubt.

  5. Ist doch egal, was 2100 mit den Stränden passiert ist, in 12 Jahren ist doch eh das Leben hier dem Emde geweiht 😀

  6. Gaga, völlig gaga!
    https://www.welt.de/vermischtes/article205821455/Mega-Daemme-koennten-25-Millionen-Europaeer-vor-der-Flut-retten.html
    http://archive.fo/Waxbz
    https://www.fr.de/bilder/2020/02/20/13551370/314167841-wir_damm_nordsee_2020-GZ38q94Yza6.jpg
    Wo regnet es mehr? Wo bringen die Flüsse mehr? Was machen? Rauspumpen? Golfstrom von Frankreich fernhalten? Biotope trennen? Schiffahrt? Schleusen? Fischtreppen?
    Der Wahnsinn läuft Amok — und keiner lacht.

    Carsten

    Konsens ist Nonsens

    • Sie haben das System nicht verstanden. Natürlich wird der Damm nie gebaut, aber es kann daran „geforscht“ werden. Und das bedeutet die betroffenen „Forscher“ werden dafür bezahlt daran zu „forschen“. Von etwas muss man ja leben bzw. die nächste Fernreise zahlen können….

  7. „Das Bild zeigt Norderney.“ Nö. Ohne nachzuschauen sehe ich, dass das nicht an/ in der Nordsee ist, sondern an der Ostsee.
    Und wenn ich nachschaue, sehe ich, dass da ‚Rehberge, Born am Darß‘ steht.

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