Wird der Westen die Kernenergie-Dominanz an Russland abtreten?

In Deutschland Auslaufmodell, in Russland aber mächtig im Aufwind: Kernkraft! Bild: gabriele Planthaber / pixelio.de

Duggan Flanakin
Als sie und Senator Ed Markey vor einem Jahr den Green New Deal einführten, erwähnte die soeben gewählte Repräsentantin Alexandria Ocasio-Cortez nicht die Kernenergie als Teil der Zukunft. Später räumte sie ein, dass sie immer noch „offen wäre“ für die Entwicklung neuer Kernkraft-Technologien, während sie darauf bestand, ältere Kraftwerke zu schließen.

Aber seitdem hat sie Senator Bernie Sanders unterstützt, zu dessen Wahlprogramm ein Moratorium der Erneuerung von Lizenzen bzgl. Kernkraftwerken gehört – und der sagt, dass „wir aufhören müssen, neue Kernkraftwerke zu bauen und eine Lösung finden müssen für unser bestehendes Problem von Atommüll“.

Wahr ist, dass während die USA heutzutage sogar führend sind mit fast einhundert operationellen Kernkraft-Einrichtungen die Kernkraft kontrovers bleibt. Sollte eine von Sanders geführte US-Regierung dem deutschen Beispiel folgen, wo man führend ist bei der Aussonderung bestehender Kernkraftwerke ohne für Ersatz zu sorgen, könnte ein neuer Weltführer bzgl. Kernkraft sehr schnell die Bühne betreten.

Auch in China, das dafür bekannt ist Myriaden neuer Kohlekraftwerke zu bauen, ist man nicht untätig geblieben. In einem Artikel aus dem Jahr 2017 liest man, dass in China 38 Kernkraftwerke bereits operationell sind und weitere 19 im Bau. Dies macht China zur „sich am schnellsten entwickelnden Macht bzgl. Kernkraft weltweit“.

Aber es ist Russland, von wo in letzter Zeit der lauteste Lärm bzgl. Kernkraft zu vernehmen ist. Im Juli vorigen Jahres ging Präsident Putin in die Offensive gegen die Anti-Wachstum-Technokraten und Andere, welche Wind und Solar als Energiequellen der Zukunft favorisieren und die darauf bestehen, dass es „unmöglich und sinnlos ist zu versuchen, den menschlichen Fortschritt aufzuhalten“.

Auf einer Rede vor dem 2. Global Manufacturing and Industrialization Summit in Yekaterinburg in Russland proklamierte Putin stattdessen, dass „super-effiziente Ingenieurs- und Herstellungs-Lösungen dabei helfen werden, ein Gleichgewicht zwischen der Biosphäre (der Bereich Natur) und der Technosphäre (der Bereich kreative Vernunft) zu etablieren. Die Kernfusion wie in unserer Sonne ist ein Beispiel derartiger naturartiger Technologien“.

Putin pries die Arbeit des Kurchatov-Instituts in Russland, wo man bereits ein Projekt eines fission-fusion hybrid reactors auf den Weg gebracht hat, welcher noch in diesem Jahr operationell werden soll. Dessen Rolle soll die Steuerung der fortgeschrittenen Wissenschaft als kreative Kraft für das International Thermonuclear Experimental Reactor (ITER)-Programm in Frankreich sein. Das erste Plasma soll im Jahre 2025 online gehen.

Caroline Delbert erklärt, dass der russische fission-fusion hybrid reactor mit Thorium betrieben werde, welches viel weniger reaktionsfreudig als Uran und auch viel mehr als Rohstoff vorhanden ist. Sein „bodenständiges“ Design, bestätigt Delbert, verkürzt die Zeit bis zur Inbetriebnahme.

Russlands Kernkraft-Initiativen reichen weit über die Grenzen des Landes hinaus. Am 8. Februar verkündete der indische Botschafter in Russland, dass Russland während der nächsten zwei Jahrzehnte 20 weitere Kernkraftwerke in Indien errichten wird, aufbauend auf einer 18 Jahre langen Kooperation bzgl. Kernkraft zwischen den beiden Ländern.

Russland und Indien helfen auch Bangladesh bei der Konstruktion seines ersten Kernkraftwerkes und dürften ihre Zusammenarbeit noch ausbauen. Der indische Botschafter: „Russland hat bereits Abkommen in diesem Bereich mit einer Anzahl afrikanischer Länder. Äthiopien ist eines davon, und auch im Nahen Osten gehören einige Länder dazu. Es werden russische Projekte sein, aber mit indischer Kooperation“.

Derweil befinden sich die USA, große Gebiete Westeuropas und Japan nach Fukushima im besten Falle in einem Interessenkonflikt hinsichtlich der Rolle der Kernkraft bzgl. zuverlässiger und bezahlbarer Energie vor dem Hintergrund einer rasant steigenden Nachfrage. Einige EU-Staaten sind vehement gegen Kernkraft und haben ihre Strommärkte entsprechend den populistischen Forderungen bzgl. Wind und Solar umstrukturiert. Im nächsten Jahrzehnt wird es vermutlich eine Abnahme der Kapazität von Kernkraft geben, und nur in Frankreich, Finnland und der Slowakei werden neue Kernkraftwerke gebaut.

Aber trotz allem gibt es einige hoffnungsvolle Anzeichen, dass der Westen am Beginn einer neuen Ära der Kernkraft steht:

TerraPower verkündete eine Zusammenarbeit mit GE Hitachi Nuclear Energy, um den Versatile Test Reactor für das US-Energieministerium zu entwickeln und zu konstruieren.

● Das Princeton Plasma Physics Laboratory verkündete Pläne zur Wiederaufnahme des National Spherical Torus Experiment (NSTX) tokamak-Reaktors, die weitere Verpflichtung bzgl. ITER und den Bau eines kleineren und billigeren Prototyps eines Kraftwerkes.

● Ein Konsortium unter Führung von Rolls-Royce plant, 17 „revolutionäre Mini-Kernkraftwerke“ zu bauen und damit die acht alternden großskaligen Kernkraftwerke in UK zu ersetzen. Massenproduktion in neuen Fabriken kann zu kürzeren Bauzeiten und niedrigeren Kosten führen.

Wird der Westen dem offensichtlichen Eifer des Baus von Kernkraftwerken der neuen Art folgen? Vielleicht nicht. Der kanadische Journalist Matthew Ehret argumentiert, dass der Westen seit 50 Jahren dominiert wird durch eine neue „Wissenschaft der Begrenzungen“, welche als die größte Bedrohung der Menschheit ebendiese ansieht.

Ebenso beklagt Pieter Cleppe von Open Europe: „Während viele Befürworter von Erneuerbaren und Batterie-Technologien darauf verweisen, wie zukünftige technologische Entwicklungen die derzeit noch vorhandenen Schwächen ausmerzen werden, gehen nur sehr Wenige von technologischen Fortschritten der Kernkraft-Technologie aus. Im Gegenteil, Innovationen werden augenblicklich als gefährlich gebrandmarkt und gar nicht erst zugelassen“.

Westler sollten dem Geschäftsmann und Kernkraft-Befürworter Kazi Zahin Hasan aus Bangladesh zuhören, wenn er sagt: „Moderne Städte brauchen kontinuierlich Energie. Solar und Wind können dies ohne teure Batterie-Technologie nicht erreichen, doch genau diese zu kaufen war bisher noch kein Unternehmen und keine Stadt willens. Daher gibt es bis auf den heutigen Tag keine einzige große Stadt, die trotz Investitionen in Höhe von Milliarden Dollar ausschließlich durch Wind oder Solar mit Energie versorgt wird“.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2020/02/13/will-the-west-cede-nuclear-energy-dominance-to-russia/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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37 Kommentare

  1. „Gerd Müller fordert von der EU-Kommission ein Programm für den Ausbau erneuerbarer Energien in Afrika.“ steht im Handelsblatt. Unglaublich, jetzt werden schon die ärmsten Länder zu diesem grünen co2-Unfug genötigt. So soll der Wasserstoff über Elektrolyse mit Hilfe der Windmühlen erzeugt werden. Transportiert mit Hochdrucktanks oder verflüssigt, wie seinerseits bei der Mondrakete, wo Kosten keine Rolle gespielt haben.

    Geht’s noch?

    Die Entwicklungsländer haben KEIN Geld und brauchen daher eine KOSTENGÜNSTIGE und SICHERE Energieversorgung!

    Lösung: saubere Kohle/Gas/Öl-Kraftwerke oder eben diese „revolutionären Mini-Kernkraftwerke“, wenn der Preis stimmt.

    • Siemens hat Winräder nach Afrika verkauft: Nach Ägypten 125 Windräder für 262 Mill. EURO. Dann weitere Windräder nach West-Sahara (besetzt von Marokko) und nach Mexiko. Natürlich sind das alles arme Länder – von welchem Geld werden die Windräder bezahlt? Ich vermute, daß die Windräder von der Entwicklungshilfe bezahlt werden, die von Deutschland an diese armen Länder gegeben wird.
      Das nennt man gern Kreislaufwirtschaft.

      • Man sieht also, dass unsere Politik nur korrupt sein kann, weil sie den bedürftigen Menschen Schrott andreht. Schrott, mit dem weder Wohlstand noch Industrie entstehen kann, denn dafür bedarf es einer sicheren, konstanten Energieversorgung.

      • Vor Ort tun sich noch ganz andere Probleme auf: Man muss in einem Wüstengebiet mal denen, die am Tag mit im ø 5 Liter Wasser auskommen müssen, erklären, dass jetzt 1000te m³ Wasser mit nahezu Trinkwasserqualität zu Beton für die Fundamente gemischt werden. Und überhaupt müssen solche Mengen vor Ort erst mal verfügbar sein, neben noch anderen logistischen und technischen Voraussetzungen.

        Ebenso, dass es nicht, wie von den Lokalfürsten gewünscht, funktionieren wird, dass paar hundert Arbeiter Zement und Sand evtl. zweifelhafter Herkunft in Schubkarren von Hand mischen und in die Fundamentschalungen füllen können….

        Am Ende hocken die Einheimischen an ner Schotterpiste und gucken von weitem zu, wie Wasser in Mengen verbraucht wird und wie Fahrmischer mit ausländischen (Billig)Fahrern riesige Batzen Beton ins Erdreich füllen… die verstehn die Welt nicht mehr…

        • „Vor Ort tun sich noch ganz andere Probleme auf: Man muss in einem Wüstengebiet mal denen, die am Tag mit im ø 5 Liter Wasser auskommen müssen, erklären, dass jetzt 1000te m³ Wasser mit nahezu Trinkwasserqualität zu Beton für die Fundamente gemischt werden.“

          Herr Hagen Müller,
          bringen Sie doch mal Bitte eine Quellenangabe zu dem ø 5 Liter Wasser am Tag und den 1000te m³ Wasser mit nahezu Trinkwasserqualität für Beton.

          Der Wasserzementwert w/z ist nach DIN 206-1 geregelt und beträgt für bewehrte Betone zwischen 0,45 und 0,75 also auf 1kg Zement ca. 0,5kg Wasser.
          In einem m³ Beton sind ca. 300kg Zement, 0,15m³ Wasser je m³ Beton.
          Sie sprechen von 1000te m³ Wasser sind also mehr als 2000m³ Wasser.
          2000m³ / 0,15 = ca. 13.000m³ Beton.

          • Ja, und? Windkraft mit irgendwelcher Relevanz benötigt schon paar Turbinen, mit 13000m³ Beton können Sie ca. 10 Stück E 126 gründen.

            Baun Sie doch mal einen ganzen Windpark. Oder reden Sie mit einem, der an solchen Planungen beteiligt und vor Ort z. B. in Marokko etwas abseits war…ich hatte die Gelegenheit.

          • Herr Hagen Müller,
            bringen Sie doch mal Bitte eine Quellenangabe zu dem ø 5 Liter Wasser am Tag (in Ägypten wo ja auch die 125 Windräder errichtet werden) und den 1000te m³ Wasser mit nahezu Trinkwasserqualität für Beton.

            „Baun Sie doch mal einen ganzen Windpark.“

            Das ist doch kein Problem da werden einfach mehr an Fundamenten gegossen.

            „mit 13000m³ Beton können Sie ca. 10 Stück E 126 gründen.“

            Die E-16 hat eine Nennleistung von 3,5MW
            https://www.enercon.de/produkte/ep-3/e-126-ep3//
            Einspeisetarife für Windenergie in Ägypten gehen von 2500 (7,96 US$ Cent/kWh) bis 5000 Vollaststunden (4,00 US$ Cent/kWh) Stand 2018.

            In Ägypten kommen die auf um die 3000 Vollaststunden sind ca. 10.000.000 kWh je Windkraftanlage im Jahr.
            Bei der Kohleverstromung braucht man da ca. 52.000 Tonnen Steinkohle über die 20 Jahre aber nur 2000 Tonnen Beton und 31m³ Wasser sind beim Windrad verbaut.
            Herr Hagen Müller,
            was wird nur für die Kühlung beim Kohlekraftwerk oder Atomkraftwerk bei 200.000.000 kWh Strom benötigt ?

            Mit 10.000.000KWh Windrad-Strom im Jahr kann man auch Meerwasser entsalzen.
            Je nach Salzkonzentration muss aufgrund des hohen Drucks auch in optimalen Anlagen mit einem Energieaufwand zwischen 2 und 4 kWh pro Kubikmeter Trinkwasser gerechnet werden.
            10.000.000kWh / 3 kWh pro m³ Trinkwasser = ca. 3.333.3333 m³ Trinkwasser im Jahr und für den Beton werden nur ca. 31 m³ an Wasser einmalig gebraucht.

      • Die Vergütungsberechnung basiert dabei nicht auf die Anzahl der Volllaststunden so wie ÄGYPTEN üblich, sondern auf die abgegebene Strommenge.
        Für das 250MW große Projekt wurde ein Stromabnahmepreis von 3,83 USD-Cent/kWh festgelegt.
        Für 3,83 USD-Cent/kWh kann kein neues Kohlekraftwerk oder neues Kernkraftwerk das kWh verkaufen.

        Der Windpark befindet sich in Ras Gharib am Golf von Suez und ist der erste Windpark, der im Rahmen eines BOO-Programms ausgeschrieben wurde. Er ist Teil der Bemühungen der ägyptischen Regierung, den Anteil erneuerbarer Energien am Energiemix mit einer angestrebten Windkraftkapazität von 7 GW bis 2022 zu erhöhen.

        Die angedachten Kernkraftwerke lassen noch auf sich warten in ÄGYPTEN.

    • Den afrikanischen Staaten werden Kredite für Stromerzeugung aus Kohle und Kernkraft seit langen verweigert. Das ist mit ein Grund warum die nicht auf die Füße kommen. Sie werden angehalten Wind und Sonne als Hauptenergiequellen zu nutzen. Die sind aber zu teuer und ineffektiv. Deswegen gibt es ja auch ein 100 Mrd. Dolar Programm um Afrika Geld zu geben sich diese teure „Technik“ anzuschaffen. Mal sehen bis wann diese 100 Mrd. zusammenkommen.
      Denn wenn diese unterentwickelten Staaten sich mit Hilfe von Energie, womöglich noch mit billiger fossiler Energie entwickeln wollen, dann würde der CO2 Gehalt weiter stark ? steigen (so die Theorie). Dem können die Industriestaaten nicht zustimmen. Anscheinend glauben die doch daran.
      Russland hat sich jetzt der afrikanischen Staaten angenommen und mit 12 Staaten Abkommen über die Erstellung von Kernkraft geschlossen. Weitere sollen folgen.
      Ich denke das kann man Unterstützung nennen die hilft.

      HighTech Land Deutschland verkauft dann LowTech Wind und Sonnenenergie. Darauf werden dann die Afrikaner fliegen und uns um den Hals fallen, wenn sie es bisher noch nicht gemacht haben.
      Wind und Solartechnik hat nämlich China auch und das mindestens genauso gut aber günstiger.

      • „Wind und Solartechnik hat nämlich China auch und das mindestens genauso gut aber günstiger.“
        Anektode: „Ich bin Mitte der 2000-er aus dem Windpark ausgesteigen, hab verkauft. Gott sei Dank. Immer mehr Probleme mit den Lagerungen. Von Scha..er. naja, Enercon hat dann umgebaut. Jetzt sind China- lager drin. Die gehen.“

  2. Mal schauen, wieviele Jahrzehnte es noch dauert, bis auch Blödland endlich aufwacht. Aber anscheinend braucht es starke Figuren in der Regierung, die nicht jeden Blödsinn mitmachen, der vom Mainstream und von der Straße gefordert wird.

  3. Emirate geben grünes Licht für Inbetriebnahme von erstem Atomkraftwerk.
    Der erste Block von 4 mit insgesamt 5.600 MW Leistung.

      • „Wir habe bereits 2020 und der erste Block ist immer noch nicht in Betrieb.“

        Die haben auch keine ganz so große Eile. Die sind nämlich nicht so dämlich, in den nächsten Jahren ihre anderen Kraftwerke abschalten zu wollen/ zu müssen.

        • „Die haben auch keine ganz so große Eile.“

          Herr Hagen Müller,
          Ihnen ist aber klar das sich eine Baustelle die sich um Jahre verzögert auch immer teurer wird !

          Sie haben auch bereits mitbekommen das beim Kernkraftwerk Barakah bereits ca. 5500 US$/kW ausgelaufen sind und man in den Vereinigte Arabische Emirate bereits Solarkraftwerke für um die 800 US$/kW errichtet hat.

          • Vor allem habe ich mitbekommen, dass die bisherigen Wüsten- Solarprojekte zumindest in Spanien und USA allergrößte Probleme hatten. Liefern die noch?

          • Hallo Herr Hagen Müller,
            das AKW in der Wüste noch den Vereinigte Arabische Emirate liefert doch immer noch keinen Strom und die Solarprojekte bereits oder nicht ?

            Haben nicht in den USA die AKW allergrößte Probleme das sich 2019 zwei in die „ewigen Jagdgründe“ verabschiedet haben ?
            THREE MILE ISLAND-1 und PILGRIM-1

            Auch zwei AKW-Baustellen in USA haben sich verabschiedet, Virgil C. Summer-2 und Virgil C. Summer-3

            VC Summer Kernkraftwerks Bauruinen kostet SC Einwohner Milliarden.
            Den Strom Kunden von South Carolina Electric & Gas wurden bereits 2,3 Milliarden US-Dollar für zwei unfertige Atomreaktoren in Rechnung gestellt.
            Quellenangabe:
            https://www.postandcourier.com/news/v-c-summer-nuclear-cancellation-costs-sc-residents-billions/article_5e47be44-f711-11e8-b849-7fd4061473e5.html

    • Warum stellen die sich wohl dies „Alttechnik“ Kernkraft hin und nicht die „moderne innovative“ Wind- und Photovoltaiktechnik, wo sie doch so viel Küstenlinien haben und so viel Sonne

    • Herr Günter Dehren,
      am 18. Februar 2020 verkünden Sie das die Emirate grünes Licht für Inbetriebnahme von erstem Atomkraftwerk geben.
      Nur ist am 25.07.2020 auch noch nicht von einer Inbetriebnahme zu sehen,
      gut einige PV-Großanlagen haben seit dem 18. Februar 2020 den Betrieb aufgenommen aber kein Atomkraftwerk.

  4. „Wird der Westen die Kernenergie-Dominanz an Russland abtreten? “
    Die Frage ist überflüssig.Das ist längst geschehen.ITER und TOKAMAK hat wohl mit Kernenergie im herkömmlichen Sinne nichts zu tun.Bei der Kernfusion wird wohl nur Unsummen verbraten ohne realistisches Ergebnis und viele Fachkräfte von ernsthafteren Tätigkeiten abgehalten.

  5. Den Green New Deal haben soviel ich weiss sogar ALLE ihre Parteikollegen abgelehnt.Weiss jetzt aber nicht mehr in welcher Kammer das war oder wie das dort heisst.Kein Wunder denn das wäre Genozid.Aber als Politker kann man vieles fordern…

    • Es ist einiges in Entwicklung und die Verzögerungen sind deshalb sinnvoll. So wie es momentan geplant ist, sind in zehn Jahren mindestens 40 Blöcke mehr am Netz, nur in China. Was wollen Sie mit Ihrer Auflistung suggerieren?

      • Herr Bühner,
        die Auflistung suggeriert nichts die zeigt auf das es mit den 40 neuen AKW in China nichts wird in den nächsten 10 Jahren.
        Es haben sich in nur wenigen Jahren die AKW Baustellen ca. halbiert.

        • Sie sprechen von der Vergangenheit. Die Entwicklungen tragen bald ihre Früchte. Das ganze hat zu Verzögerungen geführt, weil keiner die ganz alte Technologie zum Einsatz bringen will. Sie vertreten den Rückschritt und wollen wieder Windmühlen.

        • Ich will Ihnen auch was zeigen: Winkraft- Zubau Deutschland
          2017: 5300 MW
          2018: 2400 MW
          2019: 981 MW (netto, weil auch Altanlagen abgebaut wurden)

          „Die Verbände verwiesen auf Schätzungen, wonach der jährliche Zubau …..5000 Megawatt betragen müsse, um das Ziel …zu erreichen, den Anteil erneuerbarer Energien…bis 2030 auf 65 Prozent zu erhöhen. “
          „…2020 erwarten… zwar wieder einen leichten Zuwachs, der aber mit …1400 bis 1800 Megawatt..“
          (die ersten Ausschreibungen waren, glaub ich, schon ernüchternt).

          Vielleicht stellt Rolls Royce in paar Jahren paar Klein- KKW bei uns hin. oder wir bitten den Putin, die *Akademik Lomonossow* in Rostok auf Rede zu legen. Die könnte dann in die Windstromleitungen gleich offshore einspeisen…

          • Hagen Müller schreibt am 21. Februar 2020 um 16:47
            „Ich will Ihnen auch was zeigen: Winkraft- Zubau Deutschland
            2017: 5300 MW
            2018: 2400 MW
            2019: 981 MW (netto, weil auch Altanlagen abgebaut wurden)“

            Ich will Ihnen auch was zeigen
            Der netto Winkraft- Zubau Deutschland ist nicht 2019: 981 MW sondern über +2000MW.
            Quellenangabe:
            https://www.energy-charts.de/power_inst_de.htm?year=2019&period=annual&type=inc_dec

            Der netto AKW- Zubau ist 2019: -1400MW
            Der netto Kohle- Zubau ist 2019: -1100MW

            Kernkraft und Kohle schrumpft und Windkraft legt zu.

  6. Die Russen und Chinesen lachen sich sicherlich heimlich ins Fäustchen in Anbetracht der deutschen Energiepolitik. Ich schäme mich wirklich für diese unfähige Regierung, den Altparteien und den regierungstreuen „Qualitätsmedien“.

    Einfach nur lächerlich, diese „Welten-Retter“, wenn sie im Bundestag über ihre schwachsinnige Energiewende schwafeln, und dann noch glauben, das würde alles funktionieren.

    • Nein sie lachen sich nicht ins Fäusstchen. Sie fördern diese Situation massiv. Diese Umweltschutzstiftung die gegen Diesel geklagt hat – was meinen Sie wer da alles dahinter sein kann? Auch Toyota oder andere…

      Deutsche sind nur provinziell und naiv zu glauben das dies alles voneinander unabhängig passiert.

      Moruf Gabila

      • Hinter der DUH stecken vor allem US-Sponsoren und ein wenig Toyota. Und ja,in erheblichem Umfang auch deutsche Staatsorgane. Einflüsse aus Russland oder China sind derzeit nicht bekannt. Oder haben Sie entsprechende Beweise.

  7. Rußland ist schon längst führend in der KE-Industrie. Und da ist die Zukunft der Schnelle Brüter mit dem geschlossenen Brennstoffkreislauf. Der Schnelle Brüter mit 600 MW läuft in Rußland seit mehr als 35 Jahren, derjenige mit 800 MW läuft seit einigen Jahren (hier bei EIKE wurde berichtet). Mit Schnellen Reaktoren kann die Menschheit viele Millionen Jahre mit Strom versorgt werden – wenn sie es denn will. Deutschland wollte das auch einmal mit Kalkar, heute will es Deutschland nicht mehr und es lieben mit Sonne und Wind versuchen („Die Sonne schickt keine Rechnung“ (Franz Alt) und „Wind bläst kostenlos“ (Inge Niedek)).
    China hat Verträge mit Rußland geschlossen, um diese Technik von Rußland übernehmen zu können.
    Die USA haben unter Carter der KE viele Steine in den Weg gelegt.
    Irgendwann wird sich wohl zeigen, wie mit List der Sozialismus den Kapitalismus besiegt – Deutschland hilft dazu unter der Führung der CDU mit der Entscheidung vom 15.3.2011, alle gehorchten dieser unsinnigen Entscheidung (wie kürzlich erneut bei einer Wahl eines MP).

    • Lutz Niemann schreit am 18. Februar 2020 um 18:18
      „Der Schnelle Brüter mit 600 MW läuft in Rußland seit mehr als 35 Jahren, derjenige mit 800 MW läuft seit einigen Jahren“

      Der BN-600 hat 2018 (die Zahlen für 2019 sind noch nicht veröffentlicht) gerade mal 6800 Volllastsunden.
      https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/ReactorDetails.aspx?current=484

      Der BN-800 hat 2018 (die Zahlen für 2019 sind noch nicht veröffentlicht) gerade mal 5400 Volllastsunden.
      https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/ReactorDetails.aspx?current=451

      In Russland sind auch nur 4 Kernkraftwerke in Bau.
      https://pris.iaea.org/PRIS/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=RU
      Eines davon auch bereits 10 Jahre im April 2020.

      • Lieber Hr. Mueller,
        das sind beim BN 600 78 % Nutzungsgrad und selbst beim BN 800, der neu entwickelt wurde (über die dadurch verursachten Verzögerungen haben Sie sich hier ja oft und lange das Maul zerrissen) und daher sicherlich auch noch in der Erprobungsphase sein dürfte, immerhin 62 %. Das bringen weder Windmühlen noch die von Ihnen so geliebten Solarpaneele.
        Mfg

      • Ihre Häme ist nicht angebracht.
        Sie bescheinigen, dass schon in der Probezeit Wirkungsgrade erreicht werden, die mit der von Ihnen bevorzugten, korrupten und in kriminellster Weise eingeführten Technik, niemals, auch nicht im Ansatz, erreicht werden können.
        Ich frage mich immer wieder, wie und womit Menschen Ihres Schlages infiziert sein müssen, um das beste, billigste, zuverlässigste und naheliegendste abzulehnen.
        Menschen wie Sie, kommen sie in die Entscheidungsebene, können ganze Volkswirtschaften zerstören und führen, allein durch das Manipulieren der dümmsten, jede Gemeinschaft in den Ruin.

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