Klimaspaß mit EIKE: Wissenschaftler will gigantische Dämme quer durch die Nordsee bauen

Das Mose-Projekt vor Venedig. Bis heute nicht fertig. By Magistrato alle Acque di Venezia - Consorzio Venezia Nuova - http://www.salve.it/wiki/, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24448792

von AR Göhring

Die WELT berichtet, daß ein niederländischer „Wissenschaftler“ wegen der steigenden Meeresspiegel Mega-Schutzdämme quer durch die Nordsee bauen will – völlig ironiefrei. Die Leser und Kommentatoren haben trotzdem ihren Spaß.

Die ehemals konservativ-bürgerlichen Zeitungen FAZ, Welt, NZZ und so weiter wollen mit besonders unjournalistischen Artikeln offenbar auch noch den letzten Leser vergraulen. Können sie sich leisten, weil ja bald die GEZ vom Staatsfunk einspringen wird. In Axel Cäsar Springers Welt war vor kurzem zu lesen, daß ein niederländischer Wissenschaftler, Sjoerd Groeskamp (gesprochen Sjurd Gruskamp o.ä.) wegen der bald CO2-bedingt gewaltig anschwellenden Ozeane genauso gewaltige Staudämme quer durch die Nordsee zu bauen; knapp 500km zwischen Norwegen und Schottland, und 160 km zwischen Frankreich und England.

Der „wissenschaftliche“ Artikel dazu ist noch nicht heraus, soll aber im American Journal of Meteorology AJM erscheinen. Sein Argument?

„Wenn wir nichts tun, könnte dieser enorme Damm die einzige Lösung sein.“

Könnte auch von Luisa Neubauer stammen, der Satz. Vielleicht ist sie ja Ghostwriter beim AJM oder beim Königlich-Niederländischen Institut für Meeresforschung. Laut Autoren sei die Schnapsidee wirtschaftlich und technologisch realisierbar. Aber sicher, deswegen brauchen die Venezianer in ihrer 50.000-Einwohner-Stadt mit ihrem Mose-Damm ja auch so lange.

Wie EIKE-Leser wissen, steigen die Meeresspiegel keineswegs an, und es gibt auch keine drei Milliarden Hiroschima-Atombomben im Ozean.

Ernst gemeint ist die Idee sowieso nicht. Klimarettungs-Pläne dieser Kategorie sind grundsätzlich nur dazu da, die bekannten fünf Minuten Ruhm in den Medien zu erheischen. Aus Deutschland kennen wir noch von letztem Jahr die geniale Idee von PIK-Prof. Anders Levermann, das angeblich abschmelzende westliche Antarktika mit Tausenden Schneekanonen zu beschneien. Gut für einen kurzen Auftritt in der Tagesschau, und dann wird der Unfug sogleich vergessen.

Wenn EU-Politiker aber doch anfangen, die Finanzplanung für solche Gagaprojekte zu entwickeln, sollten wir unsererseits anfangen, uns Sorgen zu machen. Nordsee-Gigastaudämme würden Billionen kosten und den Schiffsverkehr verunmöglichen. Eigentlich wollen die Klima-Lyssenkos unsere Wirtschaft mit Windrädern und Atemluftsteuern ruinieren; aber wenn das nicht reicht, könnte man auch Milliarden Tonnen Stahlbeton vor Norwegen versenken.

  •                  –

Die Journalisten der Regierungspresse kritisieren die Pläne der politiknahen Pseudo-Wissenschaftler nicht, die Leser aber sehr wohl und machen sich über die Meldung lustig. Daher die Empfehlung: Lesen Sie die Kommentare! Hier ein paar Beispiele als Aperitif:

Hat schon jemand die Kirche gefragt? Nicht das „Das Meer teilen“ gegen das Urheberrecht verstösst. (2.Buch Mose Kapitel 14)

Man könnte ja auch stattdessen, Holland und die Norddeutsche Tiefebene untergraben, auf eine große Plattform stellen und bei Bedarf das Ganze zwei, drei Meter hochkurbeln. Würde bestimmt auch nicht sehr viel teurer werden. 😉

Als wäre der Küstenschutz nicht einfacher und billiger. Und als hätte Europa nicht 2000 Jahre Erfahrung damit. Manchmal glaube ich, bestimmte Leute gehen geradezu darauf aus, Menschen zu sog. „Klimawandelleugnern“ zu machen.

Ja haben wir denn schon den ersten April. Noch mehr Blödsinn geht wirklich nicht. Die Folgen wären unübersehbar. Der Mensch hat schon soviel kaputt gemacht. Lass die Natur mal machen. Anpassen heißt die Devise der Evulotion.

Ab „im Jahre 2500“ hab ich aufgehört zu lesen…
Gott was mischt sich der gute Herr Wissenschaftler in den Tee?

Oh, schön- das Narrativ wird wieder bedient. Btw: aufgestaute Wasser würde sich dann einen anderen Weg suchen… und der Schiffsverkehr würde auch massiv eingeschränkt. Unnötige Utopie…

Das Wasser, das vor diesen Mega-Dämmen gestaut wird, breitet sich dann wo aus ? Und das Wasser aus den Flüssen, die in die Nord- und Ostsee fließen, füllt dann nicht den „künstlichen Becken“ ? Wie tief ist die Nordsee an der Stelle wo der Damm hinkommen soll ? Wird das aufgeschüttet ? Beton-Mauer ? Welche Auswirkung hätte das auf den Golfstrom ? Helft mir mal…. irgendwie ist der Wurm drin.

Der Damm an der Südspitze Europas ist 1000x wichtiger

Besonders unseren holländischen Bauern finden das alles eine ganz tolle Idee. Man kann in demselben Aufwasch ganz Holland einen Meter aufschütten und damit brauchen die Bauern sich kaum mehr zu bücken.

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49 Kommentare

    • Danke. Scrollen Sie mal ganz nach unten. Der will wohl noch mehr Dämme rund um den Planeten bauen. Am besten find ich den japanischen Wall 🙂

  1. Heute nun endlich auch als Schlagzeile bei T- online… Der Wissenschaftler, der gerne auch mal Punk war, muss sich doch ins Fäustchen lachen ob der Deppen, die ihm seinen Posten verschafften und solche Studien BEZAHLEN.

  2. Die Holländer sind sicher die genialsten Wasserbaumeister auf der Welt. Der Abschlußdeich, der das Ijsselmeer von der Nordsee trennt und sichert ist ein beeindruckendes Bauwerk.
    Das Ijsselmeer und die Insel Texel entstanden übrigens mit der Allerheiligen Sturmflut 1170, der größten bislang verzeichneten Sturmflut an den friesischen Küsten und einigen weiteren Sturmfluten einige Jahre später. Und das ganz ohne CO2 Klimawandel!
    Die Idee mit dem Nordseedamm mit Einschluß der britischen Inselns erinnert tatsächlich an eine gigantische Erweiterung dieses Abschlussdammes. Das mit heutiger Technik realisieren zu wollen scheint mir aber doch größenwahnsinnig, da müsste nicht nur das Hirn gewaltig mitwachsen.
    Welche Folgen diese Realisierung hätte, darüber wurde wohl gar nicht nachgedacht. Der nächste Schritt wäre dann vermutlich die Eindämmung/Eindeichung des gesamten Atlantik. Die Holländer sollten sich lieber auf ihre altbewährte Methode aus den 70er Jahren besinnen, und zwar das überschüssige Wasser auf Ihre Tomaten ziehen, hat doch damals auch prima funktioniert. 😉

  3. Habt Ihr mal auf den Kalender geschaut? Wir haben zwar nicht nicht den ersten April, gehen aber auf den Höhepunkt der fünften Jahreszeit zu! Die Holländer ticken eben nur etwas anders in puncto Humor……….

  4. „Wenn EU-Politiker aber doch anfangen, die Finanzplanung für solche Gagaprojekte zu entwickeln, sollten wir unsererseits anfangen, uns Sorgen zu machen.“

    Mir macht die alleinige Existenz von „EU-Politikern“ schon Sorge

  5. Hat dieser Pseudowissenschaftler wirklich vor seine „Idee“ als Artikel in der Fachzeitschrift AJM unterzubringen?
    Für so eine Dummheit fehlt mir schlichtweg das Schimpfwort.

    Was ist, wenn AJM den Rotzwisch noch annimmt?
    Dann wissen wir zumindest wo sich die Klimasektenmitglieder in der Akademia verstecken.

    • Klimaquatsch wird schon lange von SCIENCE und NATURE verbreitet, siehe Michael E Mann. Also ist nichzts mehr sicher vor dem Unfug.

  6. Ich habe so das Gefühl. keine Idee kann blöd genug sein, um irgend einen Zusammenhang mit irgend einem anthropogenen Klimawandel herzustellen, und sei es nur, um irgend welche unmöglichen Folgen auch immer damit einzudämmen.
    Was denkt dieser Forscher eigentlich, wo das Wasser bleibt, von Verdunstung hat er wohl noch nie was gehört, ok, dauert lange, man möge sich mal in den Tiefen des Mittelmeeres umschauen, das auch schon einmal annähernd ausgetrocknet war, als die Verbindung zum Atlantik unterbunden war (Gibraltar).
    Aber nee, jede Menge laue Luft zu einem Un-Thema….

  7. Wo würde das Wasser wohl schneller steigen, innerhalb der Dämme oder außerhalb?
    Immrerhin speisen mehrere gewaltige europäische Ströme das dann abgesperrte „Binnengewässer“: Rhein, Elbe, Oder, Weichsel, Maas, Themse, usw., um nur einige größere zu nennen.

      • „Habe ich was verpasßt?“

        ja.
        Nämlich, das die Ostsee über den Öresund, den großen Belt, den kleinen Belt, das Kattegatt und das Skagerag (kommt vom Ort Skagen an der Nordspitze Jütlands) mit der Nordsee verbunden ist.
        Dass Ihnen nicht beigebracht wurde, dass es seit Anfang des 19.Jh durch ein Flutereigniss auch eine natürliche Verbindung zwischen Kattegatt und Nordsee über den Limford gibt, wäre allerdings verzeihlich, da diese für Großschiffe nicht geeignet ist.

      • Ja!
        Die Ostsee ist mit der Nordsee verbunden und sonst mit keinem anderen Teil des Atlantiks. Insofern staut man auch die Ostsee auf, wenn man die Nordsee eindämmt.

    • Ich hab das natürlich nicht im Detail nachgerechnet. Aber theoretisch gibt es dabei drei Möglichkeiten:

      1. Entweder die Verdunstung hält dem Zufluß zufällig genau die Waage. Dann bleibt der „Binnenpegel“ konstant.
      2. Wenn die Verdunstung aber überwiegt, dann sinkt der Pegel so lange, bis Balance besteht.
      3. Wenn aber der Zufluß überwiegt, dann geht der eingedämmte Bereich permanent über.

      Ich würde mal schätzen, daß der Fall 1 relativ unwahrscheinlich ist…

      • Die gehen von (wohl im Durchschnitt) 35.000 m³/s Niederschläge und 29.000 m³/s Flußeintrag aus, und nur 24.000 m³/s Verdunstung. Der Meeresspiegel würde daher im Inneren des Staubeckens um 0,9 m/a steigen …
        Ja, wie Herr Göhring richtig vermutete, Pumpwerke in den Dämmen. Am niederländischen Afsluitdijk gibt es wohl zwei Pumpstationen mit einer Leistung von 400 m³/s, in New Orleans eine mit 550 m³/s, sie rechnen also mit weniger als 100 Pumpstationen, um die 40.000 m³/s in den Atlantik zu drücken.
        Natürlich würde der Salzgehalt des eingeschlossenen Wassers sich in gut 100 Jahren um 90% reduzieren …

  8. Ich denke, dass es einige Mega Projekte gibt die Sinn machen.

    Schliessen der Meerenge von Gibraltar…Gewinnung von 50 – 100.000 MW Strom
    Kanal vom Roten zum Toten Meer, Gewinnung von ca. 1000 MW Strom
    Kanal zu Katarra Senke in Ägypten, Gewinnung von ca. 300 MW Strom plus feuchtere, fruchtbarere Landschaft.
    Schliessung der Meerengen der ostfriesischen Inseln zur Landgewinnung…Dieses Projekt wurde in den 1930er Jahren geplant.

    Was spräche gegen solche Megaprojekte?

    • Also die Schließung der Meerenge von Gibraltar und eine entsprechende Absenkung des Mittelmeers zur Energiegewinnung würde mit Sicherheit massive Klimaveränderungen verursachen durch das geschrumpfte Mittelmeer. Der Grundwasserhaushalt der Küstenregionen würde sich stark ändern, alle Häfen müssten völlig neu angelegt werden… Da sind 30 – 80 Kernkraftwerke sicher billiger und umweltfreundlicher. Über den Kanal zum toten Meer sowie die Katarra Senke könnte man zumindest nachdenken.

    • „Was spräche gegen solche Megaprojekte?“
      Ganz vorne wäre da der spitze Bleistift.
      Energiegewinnung geht billiger.
      Mammut‑Projekte sind sehr schwer in die Zukunft planbar. Naturgewalten/Plattentektonik wären da ein Thema – unberechenbar. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?
      Ich sehe nur Geldgier bei Menschen, die so etwas laut aussprechen.

    • Holger Narrog schrieb:

      „Ich denke, dass es einige Mega Projekte gibt die Sinn machen.“

      Vielleicht war eines davon das Great-Man-Made-River-Projekt in Libyen.
      Ich war 2000 dort und bekam einen kleinen Eindruck von den gewaltigen Dimensionen.
      Welche unerwünschten Langzeitwirkungen aufgetreten wären, war umstritten.
      Ist aber eh obsolet, nachdem die NATO das wohlhabenste Land Afrikas in das heutige Chaos gebombt hat.

      „Was spräche gegen solche Megaprojekte?“ Dass sie genauso dumm sind, wie eine „dekarbonisierte“ EU.

    • Gibraltar zu schließen wäre Wahnsinn, jedenfalls komplett geht gar nicht.
      Schiffsverkehr, wichtige Meereströmungen und Wasseraustausch fürs Mittelmeer würde unterbrochen, Mittelmeer würde versalzen. Desweiteren schließt sich die Meerenge sowieso, die beiden Kontinentalplatten bewegen sich weiter aufeinander zu, das ergäbe schöne Risse in den Betonbauwerken nach ein paar Jahren.

  9. Ist doch eine tolle Idee: Jeder Klima-Hysteriker wird mit Freude in die Hände spucken! Und wir sind sie eine Weile los! Überwachung, Motivation und ideologische Betreuung vor Ort übernimmt unser weibliches Climate Dream Team – woher dann die Motivation kommen soll? Gesinnung ist schließlich wichtiger! Agitation und Propaganda übernimmt eine erfahrene Fachfrau…

  10. Ich hoffe, dass Sjoerd Groeskamp zum „Projekt“ beim ICCE 2020 (icce2020.org) im nächsten September vorträgt. Dort versammeln sich erfahrene Küstenbauingenieure, die dem Herrn die Unmöglichkeit dieser Sache erklären können, wenn sie sich denn mit solch einem Blödsinn überhaupt abgeben.
    Ähnliches ist schon vor vielen Jahren für die nordfriesische Küste einschließlich Sylt vorgeschlagen und verworfen worden.

  11. Ich war mir an sich zu 100% sicher, dass der Herr Gruskamp osä. sich einen Fake erlaubt und mehr oder weniger seine Kollegen trollt… . Dann habe ich mir seine Website angesehen, er hat übrigens eine frei Stelle für eine Promotion… naja. Immerhin erwähnt er, dass er mit einem Kollegen Dr. Joakim Kjellsson auf einem deutschen Supercomputer Zirkulationsänderungen simuliert hat und knapp zwei Jahre für das entsprechende Paper gebraucht hat.
    Ist doch voll in Ordnung. So sieht ergebnisoffene Forschung eben aus; und wenn in Australien nix mehr zu forschen ist (Groeskampund war dort bis 2018) und/oder man im Heimatland ein Häusschen kaufen will und dort die Prioritäten an den Forschungseinrichtungen eben sind, wie sie sind, wird eben an so etwas geforscht. Von irgendwas muss man ja leben und mit Klimawandel und Meeresspiegelanstieg lebt es sich halt manchmal leichter…. oder so.

  12. Ich schlage vor, jedem Deppen der diesen Vorschlag gut findet, eine Schippe in Hand zu drücken und nach Spitzbergen zu schicken. Die können ja schon mal anfangen.

  13. Wieder ein Beispiel ,daß psychisch auffällige Personen in wissenschaftlichen Institutionen wichtige Positionen besetzen.Zumeist handelt es sich um das manisch-depressive Irresein.Wir kennen das ja vom PIK.

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