Australien : Ein neues „Pearl Harbor“ )*

Waldbrand ; Foto: christiaaane ; pixelio

Wolfgang Kaufmann (Red. PAZ)*
Wie Umweltschützer die Buschbrände instrumentalisieren und teilweise sogar zu verantworten haben

Im Jahre 2016 veröffentlichte die US-amerikanische Psychologin und Gründerin der Nichtregierungsorganisation „The Climate Mobilization“, Margaret Klein Salamon, ihre Denkschrift „Wie man die Öffentlichkeit in den Notfallmodus führt. Eine neue Strategie für die Klimabewegung“. Darin fragte sie unter anderem, ob es nicht gut wäre, wenn „ein katastrophales Ereignis“ eintreten würde, „das als Katalysator dient – ein neues Pearl Harbor“. Zur Erinnerung: Der japanische Angriff auf die US-Marinebasis auf Hawaii im Dezember 1941 bot der Roosevelt-Regierung den willkommenen Anlass zum Eintritt in den Zweiten Weltkrieg und führte zum schlagartigen Verstummen all derer, welche die USA aus dem Konflikt heraushalten wollten. Nun sehnen sogenannte Klima-Aktivisten wie Klein Salamon also etwas ähnlich Dramatisches herbei, um die „Leugner“ des Klimawandels mundtot machen zu können.

Große Hoffnungen setzten sie dabei in die Buschbrände in Australien, die im Juni 2019 aufflammten und sich dann ab Oktober verstärkten, bis am 20. Januar 2020 starke Regenfälle zur deutlichen Entspannung der Lage führten. Die Klima-Aktivisten betonten unablässig, die „beispiellosen Mega-Feuer“ seien eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. Zugleich wetterte Greta Thunberg mit Blick auf den „klimaskeptischen“ australischen Premierminister Scott Morrison: „Wie ist es möglich, dass nicht mal solche Katastrophen die Politiker zum Handeln bringen?“

Dabei eignen sich die Flammen auf dem Fünften Kontinent in keiner Weise dazu, als „Klima-Pearl-Harbor“ zu dienen. Zum Ersten gibt es in Australien schon seit Jahrmillionen regelmäßig große Buschfeuer – ausgelöst durch Blitzschläge. Deshalb hat sich die Tier- und Pflanzenwelt auch weitestgehend daran angepasst.

Zum Zweiten pflegen die australischen Ureinwohner den Brauch, die dichte Vegetation anzuzünden, um besser jagen und umherstreifen zu können.

Zum Dritten sind die aktuellen Brände, bei denen 33 Menschen starben, nicht schlimmer als andere. 2019/20 gab es sogar deutlich weniger Opfer als in den Jahren 1926, 1939, 1983 und 2009. Damals waren zwischen 60 und 173 Tote zu beklagen.

Doch damit nicht genug:

Auch die mit der Klimabewegung verbundenen Umweltschützer tragen Verantwortung für das Feuer-Inferno. Nach den verheerenden Buschbränden in Victoria vom Januar 1939 gab eine Royal Commission unter der Leitung von Richter Leonard Edward Bishop Stretton zahlreiche Empfehlungen heraus, wie sich solche Katastrophen in Zukunft verhindern ließen. Insbesondere wurden die rigorose Entfernung von Tot- und Unterholz aus den Wäldern sowie das Anlegen von Feuerschneisen angeraten. Und so hielt man es zunächst auch. Deshalb verliefen die 16 großen Buschfeuer der folgenden Jahrzehnte allesamt relativ glimpflich.

Dann allerdings begannen Umweltschützer gegen die „Eingriffe in die natürlichen Wälder“ mobil zu machen. Daraufhin unterblieben diese immer öfter. Die Quittung hierfür bekamen die Australier bei den Bränden von 1983 bis heute.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung;  14. Februar 2020, S.7; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor Wolfgang Kaufmann  für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :   https://www.preussische-allgemeine.de/

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11 Kommentare

  1. Es braucht vielmehr eine Katalyse für selbstständiges, kritisches Denken und Neugier, statt Volksverdummung durch linksgrüne Hofberichterstatter und Klimahysterieprofiteure.

  2. Was den Bewuchs angeht habe ich gehört, dass auch mit Eukalyptusbäumen „aufgeforstete“ Flächen besonders rasch und intensiv brenen. Was auch den Tod von vielen Koalas erklärt. Die Bärchen fressen ja praktisch nur Blätter der Eukalyptusbäume.

  3. Wahrscheinlich betet unsere Klima-Weltuntergangs-Kanzlerin zusammen mit den Alarmisten im PIK tagtäglich für den Eintritt einer leibhaftigen Klima-Katastrophe, damit zum ersten Mal eine Klima-Prognose der „besten aller Klimaforschungen“ endlich zutrifft! Schließlich sind wir „Klimawandelleugner“ nur von „emotionaler Faktizität“ gelenkt, wie die Kanzlerin zu wissen glaubt, und das wäre dann der finale Beweis dafür!
    Aber vielleicht glaubt sie selbst gar nicht mehr daran. Nach dem Motto, die Geister die ich rief… 2004 wusste sie bereits, wenn die Anleger einsteigen, dann ist der Zug nicht mehr zu stoppen und jetzt haben wir die Malaise!
    Bei Greta wächst vielleicht noch das Hirn und es kommt irgendwann die Erleuchtung. Ansonsten sind wir in Europa mit unserem weiblichen Klima-Trio Infernale gesegnet – und ja richtig, Luisa und Frau Schulze nicht vergessen! Die sind schließlich auch dem großen Klima-Guru Schellnhuber verfallen – oder tun sie nur so?

  4. Was mir aufgefallen ist: laut einigen Aussagen in anderen Medien wurden die Einheimischen weniger durch Verbote als eher durch unpassende Witterung (zu trocken)
    daran gehindert, das Unterholz durch das traditionelle Brandroden zu vernichten.

    Was wiederum doch ein wenig auf den Klimawechsel zurück zu führen ist. Wenn das stimmt sollte das in der Berichterstattung auch erwähnt werden.

    • Es bestimmt wegen der Trockenheit gerade so viel geregnet.
      Die meisten un-zeitlichen Buschfeuer sind gerade durch unwahrscheinlich viel Trockenheitsregen gelöscht worden. Man braucht gar nicht fragen wie die Buschfeuer nach einer solchen Regenkur hätten brennen sollen, wenn sie nicht vorher schon angezündet worden wären.

      Einen Klimawechsel hat es in keinem der Gebiete gegeben. Das ist alles trockenes, teilweise Wuestenklima mit immer wiederkehrenden Überschwemmungen und Starkregenereignissen. Daran hat sich offensichtlich nichts geändert.

  5. Hier ging durch die Medien, das 85% der Buschbrände durch Brandstifter verursacht wurden und es sich bei den Tätern um auffällig viele Jugendliche handelt. Spekulationen machen die Runde das Friday for future dahinter steckt um einen „Pearl harbour“ Effekt zu erzeugen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt..

    Die deutschen Medien behaupteten es hätte die höchsten Temperaturen wegen des Klimawandels gegeben und willfährige Institute hatten gleich die richtigen Statistiken zur Hand. Die höchste Temperatur in NSW lagen bei 46 Grad C. Die Zeitungen glaubten dass nicht und suchten in den Archiven, und fanden auf der Ausgabe vom 10.Januar 1939 auf der Titelseite die bis heute gültige. Rekordtemperatur und von genau 50 Grad C.

    Frank Abels,
    Perth WA
    AUSTRALIA

    • Die Zeitungen glaubten dass nicht und suchten in den Archiven, und fanden auf der Ausgabe vom 10.Januar 1939 auf der Titelseite die bis heute gültige. Rekordtemperatur und von genau 50 Grad C.

      Da scheinen ja Teile der Presse noch zu funktionieren, da kann man hier nur von träumen !

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