Wissenschaftler geteilter Meinung bzgl. der Auswirkungen des solaren Minimums auf die Temperatur

Abbildung: Die Sonne versorgt die Erde permanent mit Strahlung, tritt aber 2020 in eine „ruhige“ Phase. Bild: Julien Christ / pixelio.de

The Sun
[Vorbemerkung des Übersetzers
: Mit diesem Beitrag unterstreicht die Sun, ein britisches Mainstream-Boulevardblatt, eigentlich nur, wohin die Reise geht – auch wenn es auf den ersten Blick nicht danach aussieht. – Ende Vorbemerkung]
Der Erde könnten frostiges Wetter und beißende Schneestürme während der nächsten 30 Jahre bevorstehen, hält doch ein ominöses „solares Minimum“ den Planeten im Griff. Glücklicherweise ist aber nicht alles doom and gloom – anderen Experten zufolge wird ein Grand Solar Minimum (GSM) kaum Auswirkungen auf unser Klima haben.

Die Kältewellen – verursacht durch das Eintreten der Sonne in einen natürlichen „Ruhezustand“ – drohen Nahrungsmittel verknappen zu lassen, wenn die Temperaturen weltweit sinken, sagen Experten.

Die Erde steht vor einem solaren Minimum: also vor einer ruhigen Phase, in welcher die Sonne weniger Energie – oder Wärme – auf unseren Planeten abstrahlt als normal. Der NASA zufolge wird die Sonne im Jahre 2020 ihre geringste Aktivität seit 200 Jahren aufweisen.

Dies könnte zu einem Rückgang der mittleren Temperatur um bis zu 1°C führen während einer 12 Monate anhaltenden Kältewelle. Das sagt die Expertin Valentina Zharkova von der Northumbria University. Das mag nach nicht viel klingen, aber ein ganzes Grad ist sehr signifikant hinsichtlich der mittleren globalen Temperatur.

„Die Sonne nähert sich einer Periode des Ruhezustands“, sagte Prof. Zharkova, die schon viele Studien zu solaren Minima veröffentlicht hat. „Weniger Sonnenflecken bilden sich auf der Sonnenoberfläche, und weniger Energie und Strahlung wird Richtung Planeten und die Erde emittiert“.

Solare Minima sind Teil des natürlichen Lebenszyklus‘ der Sonne und kommen alle 11 Jahre vor. Allerdings verspricht das Minimum 2020 ein besonders tiefes zu werden, markiert es doch den Beginn eines seltenen Ereignisses, das bekannt ist unter der Bezeichnung Grand Solar Minimum. Dabei wird noch weniger Energie zur Erde emittiert als sonst. Dazu kommt es nur etwa alle 400 Jahre oder so. Die meisten Auswirkungen werden harmlos sein.

Allerdings, so warnt Prof. Zharkova, könnten Kältewellen und nasse Sommer andauern, bis die Sonnenaktivität ab dem Jahr 2053 allgemein wieder zunimmt. Sie verwies auf jüngste Kältewellen in Kanada und Island als Beleg, dass das GSM bereits erste Auswirkungen zeigt.

„Der Temperaturrückgang wird zu kaltem Wetter auf der Erde führen – nasse und kühle Sommer, kalte und nasse Winter. Wir werden vermutlich Frostperioden des Ausmaßes wie derzeit schon in Kanada erleben, wo die Temperatur bereits jetzt wiederholt bis -50°C gesunken ist. Aber das ist nur der Beginn eines GSM, und während der nächsten 33 Jahre kommt da noch mehr“.

Das letzte GSM mit Auswirkungen auf die Erde war das Maunder-Minimum von 1645 bis 1715. Während dieser Periode sank die Helligkeit der Sonne, und die Temperaturen sanken auf der ganzen Erde, wie die NASA schreibt.

Die brutalen Kalt-Dekaden könnten zum Zufrieren berühmter Wasserwege führen wie der Themse und der Fleets in Amsterdam – was heutzutage kaum einmal vorkommt.

Die NASA-Beobachtungen der Sonnenaktivität zeigen, dass sich unser Planet bis zum Jahr 2025 in den Fängen ähnlicher Kältewellen befinden könnte. Prof. Zharkova: „Wir können nur hoffen, dass die Mini-Eiszeit nicht so schlimm wird wie während des Maunder-Minimums. Dies würde nämlich die Ernteerträge in den Mittleren Breiten dramatisch verringern, weil Gemüse und Obst nicht genug Zeit bleiben könnte, um richtig zu reifen.

Damit kann es zu einem Nahrungsmittel-Defizit für Menschen und Tiere kommen, so wie es während der vergangenen Jahre schon der Fall war, als Schnee in Spanien und Griechenland im April und Mai die Gemüsefelder heimsuchte und es in UK zu einer Verknappung von Gemüse und Obst gekommen war“. Soweit Prof. Zharkova.

Abbildung: Es wird erwartet, dass immer weniger [oder gar keine] Sonnenflecken auf der Oberfläche unseres Sterns erscheinen. Bild: SDO/HMI www.spaceweather.com

Glücklicherweise ist aber nicht alles doom and gloom. Andere Experten glauben, dass GSMs sich kaum auf unser Klima auswirken. Kältewellen wie während des Maunder-Minimums wurden wahrscheinlich durch verschiedene Faktoren ausgelöst, darunter Aschewolken einer Reihe von gewaltigen Vulkanausbrüchen.

„Wir erwarten außerdem, dass die globale Erwärmung die Temperaturen während der kommenden Jahrzehnte steigen lässt. Es ist daher unwahrscheinlich, dass das bevorstehende GSM irgendwelche Auswirkungen auf die globalen Temperaturen hat“, sagt Prof. Owens von der Reading University. „Folglich wird es möglicherweise keine wahrnehmbare Auswirkung auf das globale Klima geben“.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/scientists-divided-over-impact-of-solar-minimum-on-global-temperatures/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Kommentar des Übersetzers: Der letzte Satz ist recht erhellend. Da CO2 nachgewiesenermaßen überhaupt keinen Einfluss auf das Wetter (Klima) hat oder sogar abkühlend wirkt, kann man die Gegenmeinung also getrost in die Tonne treten. Und was bleibt dann übrig?

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24 Kommentare

  1. Achtung!
    Es gibt mehrere Zyklen!Nicht nur den 11 Jahres Zyklus.
    Und diese können sich dazu natürlich auch noch mal überschneiden.

  2. Ist die Welt auf einen allenfalls grösseren Einbruch im Breich Agrargüterproduktion verbereitet?
    Eine Frage die kaum grosse Beachtung findet. Na ja es ist nun einmal
    so, ein voller Bauch beruhigt naturgegeben das Hirn sehr schnell.
    Sicher das ganze ist aktuell angesichts voller Suppermärkte
    kein Thema. DAS könnte sich auch wieder sehr schnell ändern.
    Agrargüter sind teilweise nur eher Kurzfristig lagerfähig.
    Da wird gerade von Seite der Grünen Klimaaktifisten oft sehr schnell in Richtung Tierischer Nahrungsmittelproduktion ,, geschossen,, und
    dabei ausgeklammert das dies auch eine erhebliche Reserve und Pufferfunktion beinhaltet.Sehr viele Pflanzliche Agrargüter eigenen sich für die Menschliche und Tierernährung.Glücklich wer bei geringeren Pflanzenerträgen durch Reduktion der Tierhaltung die benötigten Kalorien über eine Ernährungsumstellung auffangen kann.
    Innzwischen sind viele zu viele Agrarböden teilweise übernutzt.
    Neu aktivierbare Flächen sind entweder nicht oder nur mit sehr viel Aufwand aktivierbar. Zu allem ,,Übel,, wird auch noch eine fast verdoppelung der aktuellen Weltbevölkerung prognostiziert.
    Das kann die oben erwähnten aktuell noch gegebenen Reservemöglichkeiten sehr schnell absorbieren.
    Ist denn ein tatsächlicher oder herbeigeredeter Klimawandel das grosse Menschheitsproblem???
    Ein Blick auf den Globus zeigt, die besten Agrarflächen liegen
    nicht in der Equatorregion sondern in der Mitte der Nordhalbkugel.
    Ergo eine erhebliche Abkühlung würde die Agrarproduktion erheblich
    in Mittleidenschaft ziehen. Na ja das in den Regionen mit den Potentiell schlechten Agrarproduktionsvoraussetzungen die höchsten Bevölkerungszunahmen zu verzeichnen sind, ist da wohl auch nicht
    so ermutigend für die zukünftige Entwicklung.
    Was haben die Ausführungen auf einer Klimaseite verloren???
    1. Die Klimafrage ist eng mit der Agrarproduktion verknüpft.
    2. Verstellt die teilweise eher dümmliche Klimadebatte nicht
    den Blick und die Wahrnehmung deutlich brisanterer, gewichtigerer
    Probleme, die vor allem die Zukunft betreffen und voraussehbar
    deutlich mehr beeinflussen und bestimmen?

  3. Es ist die Große Transformation der Gesellschaft, mit der die Grünen inzwischen die praktische Vernunft aushebeln, um ihre feuchten Träume vom globalen Kommunismus doch noch irgendwie durchzusetzen. Prominentes Opfer derzeit – die (unsägliche) Kanzlerin.
    Währenddessen schläft der Michel weiter und Grün-Wählen scheint ‚in‘ zu sein. Möge ein gütiges Schicksal diesem Grünen Spuk beizeiten ein Ende bereiten und die Rückbesinnung auf die Notwendigkeit einer ideologiefreien Wissenschaft überhand nehmen!

  4. In sciencefiles.org wird eine Hypothese vorgestellt, die einen Zusammenhang zwischen Solarminimum und erhöhter Vulkanaktivität bestimmter Vulkane behauptet. Wenn dem so wäre würde die höhere Wolkenbildung während des Minimums noch eine Verstärkung durch höhere Vulkanaktivität mit entsprechender Filterung bzw. Blockade wärmenden Sonnenlichtes bewirken. Bis dahin sind vermutlich die meisten Solarmodule schon Schrott, die pöhsen Kraftwerke abgeschaltet und Merkel in Chile.

  5. Ich habe zwar keinen Kommentar, aber ‚mal eine Frage:
    Hohe Sonnenaktivität bedeutet doch viel Sonnenflecken. Damit steigt wohl der Partikelstrom zur Erde an, die Sonnenflecken selbst sind aber dunkler als die „normale“ Sonnenscheibe. Nach Stephan-Boltzmann müsste dann eine aktive Sonne weniger Strahlungsenergie zur Erde senden als eine inaktive. Kann man mir helfen?

    • ‚Bauer; das schmale sichtbare Lichtspektrum hat hier eine vernachlässigbare Größe im Fleckenbereich, wo diese „kühleren“ Gebiete im Vergleich zur Umgebung eine höhere Aktivität der Umwälzung sichtbar werden läßt. dadurch kommt mehr Energie aus der tieferen Schicht (100.000Grad) an Oberfläche(5-6000grad). die virusfreie Korona kann bis 1-2 Mio grad haben und ist aufgrund der stärkeren elektromagnetischen Verwerfungen auch größer als bei ruhiger sonne. hier der link zur Bedeutung der dunklen Flecken und der Umgebung auf TSI Änderung: ab min 30, rest aber ganze video sehr sehenswert ! ttps://www.youtube.com/watch?v=KazGXAqgkds

  6. Der Beitrag enthält eine Grafik mit einer, auf der x-Achse aufsitzenden blauen Linie und der Beschriftung Maunder Minimum und Modern Maximum. Was die y-Werte anzeigen, ist mir unklar. Kann mir jemand Aufschluss geben, eventuell mit einer Quellangabe?

    • @Eberhard Freitag: Meines Wissens die Sonnenfleckenhäufigkeit als Maß für die Sonnenintensität.
      @Chris Frey: Die CO2-Gläubigen gehen von einer Klimaerwärmung aus, was dann der solaren Abkühlung entgegenwirken sollte. Vielleicht erfahren wir ja bald, wer recht hat. Interessant die Hinweise von Zharkova auf mögliche Frühzeichen der Abkühlung! Für die Grünen steht so oder so fest: CO2 kann eben Hitzetod und Eiszeit gleichzeitig!

      • Absolut richtig Herr Ulrich. CO2 kann beides. Die Winter wurden in den letzten 32 Jahren kälter in Deutschland und die Sommer wärmer. Und genauso bewirkte CO2 auf den Monat Dezember eine Erwärmung und gleich darauf im Januar eine Abkühlung seit 1988. Ein Teufelkerl dieses anthropogene CO2.

  7. “ wird ein Grand Solar Minimum (GSM) kaum Auswirkungen auf unser Klima haben “
    Und was zwischen 1600 und 1700 in der Zeit fast ohne Sonnenflecken?

    Ich staune immer wieder was da angebliche Wissenschaftler publizieren. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern mit nem Segelflieger ohne Wolkenberührung die 3000 Meter in einem Rutsch von 250 m geschafft zu haben, im letzten Jahrhundert.
    In diesem Jahrhundert während der letzten 15 Jahre konnte ich noch nicht mal die 2000m Grenze überschreiten.
    Wettermäßig hat sich demgemäß viel verändert. Es fehlt die trockene Kontinentalluft im Sommer. Woran das wohl liegt?

    • Und als Segelflieger konnte man am späten Nachmittag, wenn die Sonnenstrahlung schwächer wurde, noch den Wärmeinseleffekt am Stadtrand nutzen, um Höhe zu gewinnen.

    • „Wir erwarten außerdem, dass die globale Erwärmung die Temperaturen während der kommenden Jahrzehnte steigen lässt.“
      Wir erwarten heißt doch nix anderes als wir glauben wie Priester … .
      Einen Beweis dafür haben die angeblichen Wissenschaftler nicht. Jemand, der sowas äußert wird von mir nicht als Wissenschaftler akzeptiert.
      Die Rundfrunkfritzen haben für Hamburg nen Orkan vorhergesagt. Nur hat die mittlere Windgeschwindigkeit in 50 m Höhe die 15m/sec gerade mal überschritten. 50 bis 60 km/h Windgeschwindigkeit sind aber kein Orkan.
      Ich hab aber trotzdem mein Auto außerhalb der Bäume geparkt. Inzwischen sorgen die Grünen dafür, daß die Bäume nicht mehr gepflegt werden und die Äste brüchig werden. Diverse U-Bahnen crashten an Ästen und die Strecken mußten von denen befreit werden. Umwelt- und Klimaschutz nennen das die kommunistischen Grünen.

      • „Ich hab aber trotzdem mein Auto außerhalb der Bäume geparkt.“
        Und das war auch richtig, denn es sind trotz der relativ geringen Windgeschwindigkeiten, sichtbar untere Wettermast Hamburg, viele Äste von oben runter gekommen. Die Stadt spart daran die einmal jährlich zu überprüfen.
        Sind ja Grüne mit dabei. Und wie es aussieht werden die höhere Anteile in der nächsten Regierung bekommen. Die SPD ist bei 30% – X angekommen.

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