Alle gute Nachrichten werden sie über alle Maßen deprimieren

Ohne fossile Treibstoffe undenkbar: Wohlstand für alle! Bild: Thorben Wengert / pixelio.de

H. Sterling Burnett
Im Gegensatz zum Geschrei der radikalen Protestierer von Extinction Rebellion, die da hinaus posaunen „klar ist, dass wir vor einem beispiellosen globalen Notfall stehen … einer Lage auf Leben und Tod, die in unseren Händen liegt“ , oder von falsch informierten Teenagern wie Greta Thunberg, welche glaubt, dass die Zivilisation ihr ihre Zukunft „geraubt“ hat, war das 21. Jahrhundert bisher das beste jemals für die Menschheit.

Der englische Wissenschaftsjournalist Matt Ridley, Ph.D., schreibt im Spectator, dass die zweite Dekade des 21. Jahrhunderts die beste jemals für die Menschheit war, wenn es um den Lebensstandard geht, trotz einer angeblichen katastrophalen Erwärmung. Ridley weist darauf hin, dass zur Zeit seiner Geburt im Jahre 1958 60% der Weltbevölkerung in Armut lebte. Im Verlauf der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts fiel dieser Anteil erstmals unter 10%. Ridley schreibt weiter: „die globale Ungleichheit ist drastisch gesunken, weil Afrika und Asien ein stärkeres Wirtschaftswachstum verzeichnen als Europa und Nordamerika; die Kindersterblichkeit hat ein rekordniedriges Niveau erreicht; Hunger in großem Maßstab ist praktisch kein Thema mehr; Malaria, Kinderlähmung und Herzkrankheiten nehmen allesamt ab“.

Das sind alles gute Nachrichten, die auch sehr gut einer Veröffentlichung wert sind – würde man jedenfalls denken.

„Hinsichtlich unserer Nutzung des Planeten werden wir immer nachhaltiger“, fährt Ridley fort und erklärt, dass wir kontinuierlich immer weniger Rohstoffe und Ressourcen verbrauchen, um Güter zu produzieren und Dienstleistungen zu erbringen.

Historisch gibt es keine Korrelation zwischen dem Gehalt an Kohlendioxid in der Atmosphäre und der Temperatur der Erde, aber sämtliche Forschungen zeigen konsistent eine direkte Verbindung zwischen dem Wohlstand eines Landes und einer prosperierenden Bevölkerung.

Menschen in wohlhabenderen Gesellschaften sind allgemein gesünder und leben länger, weniger Kinder sterben früh, und die allgemeine Ungleichheit nimmt ab. Die Bevölkerung ist im Allgemeinen auch besser gebildet und besser in der Lage, sich auf Naturkatastrophen vorzubereiten und auf diese zu reagieren als es in ärmeren Gesellschaften der Fall ist. Und der Eckpfeiler zunehmenden Wohlstands und abnehmender Armut und Not während des 20. und zu Beginn des 21. Jahrhunderts war die Erzeugung und der Verbrauch fossiler Treibstoffe.

Fossile Treibstoffe sind die Grundlage moderner Landwirtschaft. Sie treiben die Traktoren und Lastwagen an, die für den Ackerbau erforderlich sind. Und sie sind auch das Fundament moderner Medizin, durch welche die Kindersterblichkeit reduziert und die Lebensspannen verlängert wurden. Medikamente, Instrumente und Ausrüstung in der Medizin sind ohne fossile Treibstoffe nicht zu haben.

Krankenhäuser sind heute 24 Stunden am Tag an 7 Tagen der Woche in Betrieb. Sie können ohne Kohle, Erdgas und Öl nicht funktionieren. Andere Studien haben gezeigt, dass Todesfälle durch Extremwetter im Verlauf des vorigen Jahrhunderts mehr und mehr gesunken sind, während gleichzeitig der Verbrauch fossiler Treibstoffe zugenommen und sich das Klima etwas erwärmt hat.

44 Prozent der Weltbevölkerung lebten im Jahre 1981 in absoluter Armut. Dieser Anteil sank bis zum Jahr 2015 unter 10 Prozent. Außerdem hat den UN zufolge die Anzahl der Menschen, die permanent unter Hunger leiden, seit 1990 um 2 Milliarden abgenommen. Noch mehr fällt ins Gewicht, dass jetzt pro Person 17 Prozent mehr Nahrungsmittel zur Verfügung stehen als vor 30 Jahren – und all das während einer Periode eines vermeintlich gefährlichen Klimawandels infolge menschlicher Kohlendioxid-Emissionen.

Anstatt der Jugend einzutrichtern, dass die Welt in 10, 12 oder 20 Jahren untergeht – man kann sich das von den Klimaalarmisten propagierte Verfallsdatum aussuchen – sollten wir das mit Fakten prall gefüllte Buch von Alex Epstein mit dem Titel The Moral Case for Fossil Fuels auf die Liste der schulischen Pflichtlektüre setzen. Epstein schreibt treffend:

Klima ist heutzutage nicht mehr die primäre Ursache für Todesfälle, und zwar zum großen Teil dank fossiler Treibstoffe … Nicht nur, dass wir das Große Ganze ignorieren, indem wir den Kampf gegen den Klimawandel zum Fixpunkt unserer Kultur machen, sondern wir „bekämpfen“ den Klimawandel mit eben der Waffe, welche eben dieses Klima dutzendfach weniger gefährlich gemacht hat. Die populäre Klimadiskussion ist rückwärts gerichtet. Dabei betrachtet man den Menschen als eine destruktive Kraft hinsichtlich der Klima-Lebensqualität; als jemanden, der das Klima gefährlich macht wegen des Verbrauchs fossiler Treibstoffe. Tatsächlich ist aber das genaue Gegenteil der Fall: wir machen ein sicheres Klima nicht gefährlich, sondern wir machen Klimagefahren immer sicherer.

Falls nur mehr Menschen dem Thema Klima mit einem offeneren Geist begegnen würden und ehrlich die vielfachen Belege untersuchen, welche zeigen, dass sich die Welt verbessert, könnte es weniger Proteste und mehr Fortschritt geben hinsichtlich wirklich wichtiger Ziele wie etwa dem Ende von Hunger, dem Kampf gegen Krankheiten und dem Vorantreiben von Freiheit.

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a senior fellow on energy and the environment at The Heartland Institute, a nonpartisan, nonprofit research center headquartered in Arlington Heights, Illinois.

Link: https://spectator.org/misguided-youth-protesters-have-it-wrong-the-world-is-actually-getting-better-and-better/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

[Hinweis: Der Autor ist im Original an einigen Stellen sehr langatmig geworden. Diese Passagen sind etwas gekürzt übersetzt.]

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3 Kommentare

  1. Ums Himmels Willen, bitte keine solchen schlechten good news für die chronisch deprimierten Millennials. Ja nicht ihre apokalyptische Prophezeiungs-Blase platzen lassen …!

    Sogar die United Nations durften (vor ein paar Jahren noch) optimistisch kommentieren:

    „The MDGs (Millennium Development Goals) helped to lift more than one billion people out of extreme poverty, to make inroads against hunger, to enable more girls to attend school than ever before and to protect our planet.“

    Aus https://www.un.org/millenniumgoals/2015_MDG_Report/pdf/MDG%202015%20rev%20(July%201).pdf

  2. „Krankenhäuser sind heute 24 Stunden am Tag an 7 Tagen der Woche in Betrieb. „. Das war schon immer so, seit es Krankenhäuser gibt. Generell haben die Menschen, also auch die Schwestern, Pfleger und Ärzte früher länger gearbeitet als jetzt. Noch 1960 hatten wir in D die Sechstagewoche.

    • Das ist richtig. Aber erst durch die „Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit“ von Strom ist ein Krankenhaus zu jeder Zeit voll einsatzfähig. Deshalb steht auch auf jedem Krankenhausgelände ein Diesel-Notstromaggregat.

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