Im Würgegriff des hohen Luftdrucks – warum der Winter im Januar 2020 ausblieb

Sehr hoher Luftdruck: Stolze 1048 Hektopascal zeigte dieses Barometer am 20. Januar 2020 in Weimar an. Foto: Stefan Kämpfe

Stefan Kämpfe
Wie zu erwarten war, fiel auch der Januar deutlich zu mild aus. Dabei garantiert doch eigentlich ein sehr hoher Luftdruck im Winter Kälte. Aber in der Meteorologie gilt: Keine Regel ohne Ausnahme! Im Folgenden soll dieser milde Januar 2020 etwas näher betrachtet werden.

Fast ständig zu hoher Luftdruck – aber an der falschen Stelle

Während im Sommer Hochdruckwetter meist sonnig-warmes Wetter garantiert, bringt es im Winter trockene Kälte. Aber diese Regel gilt nur eingeschränkt. Denn sobald das Hoch dicht südwestlich, westlich oder nordwestlich von Deutschland liegt, strömt im Winter milde, im Sommer kühle, wolkenreiche Atlantik- oder Nordseeluft ein. Zwar jagte im Januar 2020 ein Winter-Hoch das nächste, aber sie befanden sich alle in der ungünstigen Position. Außerdem sorgten auch kurze Unterbrechungen durch West-, Südwest- und Nordwestlagen immer wieder für windige Phasen; da konnte sich die Luft nicht wirklich abkühlen. Ein weiterer Umstand muss noch erwähnt werden, denn im Winter gibt es zwei Arten von Hochdruckgebieten. Die dynamischen, hochreichend warmen hatten wir in diesem Januar; sie entstehen durch massive Warmluft-Advektion in höheren Luftschichten und können lediglich unterhalb einer mehr oder weniger kräftigen Inversion etwas Frost in bodennahen Luftschichten durch Ausstrahlung bringen. Die Kälte-Hochs, welche sich durch Ansammlung sehr kalter Luft in den unteren Luftschichten bilden, fehlten in diesem Januar, weil sich die troposphärischen Kältepole stets über Nordostkanada und in Nordasien befanden – viel zu weit entfernt von Mitteleuropa. Die folgenden Wetterkarten-Beispiele zeigen vier typische Wetterlagen-Situationen des Januars 2020:

Abbildungen 1a bis 1d: Mit einem Hochkern über Südwestdeutschland begann der Januar 2020 (1a, ganz oben). Am 5. Januar lag der Hochkern über Westeuropa (1b). Am 15. Januar reichte eine Hochdruckzone von Nordafrika bis zur Ukraine; eine milde, sonnige SW-Strömung erfasste Deutschland (1c). Am 20. Januar hatte sich ein extrem starkes Hoch über den Britischen Inseln entwickelt, das später unter Abschwächung südostwärts zog (1d, unten). Man erkennt an den gelb-roten Farbtönen der ersten drei Abbildungen das fast stets zu hohe Geopotential über West- und Mitteleuropa; die Kältepole (violett) sind weit entfernt. Quellen 1a bis 1c wetterzentrale.de, 1d Archiv wetter3.de

Es hätte auch anders kommen können

Im Januar 2017 dominierte ebenfalls hoher Luftdruck unser Wettergeschehen, doch mit zwei entscheidenden Unterschieden. Erstens wurden damals die Hochdruckphasen durch kurze Einbrüche arktischer Kaltluft unterbrochen, und zumindest zeitweise lag das Hochzentrum nur 300 bis 500 Kilometer weiter nördlich, so dass sich die Kaltluft, welche bevorzugt Süddeutschland traf, länger halten konnte; der Einfluss von Atlantik und Nordsee war unterbrochen:

Abbildung 2: Wetterkarte vom 17. Januar 2017. Schon eine Verschiebung der Hochdruckzone um wenige hundert Kilometer nordwärts reichte aus, und Deutschland lag an der kalten Südostflanke des Hochs, obwohl sich auch damals der troposphärische Kältepol weit entfernt über Grönland/Nordkanada befand.

Man erkennt aus diesem Vergleich der Januare 2017 und 2020, wie schon geringe Abweichungen in der Lage der Druckgebiete zu großen Temperaturunterschieden führen können – ein wesentlicher Grund, weshalb Langfrist- und Klimaprognosen oftmals scheitern.

Sehr milder Januar 2020 – doch nicht überall

Wer in diesem Januar die Wettermeldungen verfolgte, bemerkte ein deutliches Temperaturgefälle zwischen dem extrem milden Nordosten und einem besonders nachts oft frostigen Südwesten Deutschlands. Denn während vor allem nordöstlich der Mittelgebirge fast stets wolkenreiche Nordsee- oder Atlantikluft einströmte und selbst während der Hochdruckphasen auch ein gewisser Wind die Abkühlung bremste, sorgten im Süden und Südwesten, stets näher am Hochzentrum gelegen, oft klarer Himmel und Windstille für ideale Ausstrahlungsbedingungen – hier zeigte sich eindrucksvoll, dass die hohe CO2-Konzentration die winterliche Ausstrahlung nicht bremsen kann. In den süddeutschen Flussniederungen entwickelte sich mitunter Nebel und Hochnebel, der dort auch tagsüber stellenweise für Dauerfrost sorgte, während auf den Bergen mildes, klares, sonniges Wetter herrschte.

Abbildungen 3a und 3b: Temperaturabweichungen der ersten drei Januar-Wochen über Deutschland (Quelle: Bernd Hussing, oben, 3a) und Temperaturverteilung über Mitteleuropa am Morgen des 21.01.2020 (Quelle: wetterzentrale.de). Man erkennt die stärksten positiven Abweichungen mit über 5K nordöstlich der Elbe (violett hinterlegt), während sie in Süddeutschland nur 2 bis 4K erreichten. Südlich der Mittelgebirge herrschte oft leichter bis mäßiger Nachtfrost, je dunkelblauer die Farbe, desto kälter.

Der milde Januar 2020 – eine Folge der Klima-Erwärmung?

Wer sich ernsthaft mit Meteorologie befasst, wird den merklichen Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte in Deutschland nicht leugnen; doch ist er eine Folge der steigenden CO2-Konzentrationen? Das muss man bezweifeln, denn in den Wintern fand praktisch die gesamte Erwärmung bis zum Ende der 1980er Jahre statt; danach erwärmten sich Dank längerer Sonnenscheindauer und häufigerer Süd- und Südwestlagen besonders die Sommerhalbjahre stark, während im Januar, wie auch im Winter insgesamt, keine Erwärmung mehr zu beobachten war:

Abbildung 4: Keine Januar-Erwärmung mehr seit 1988 im Deutschland-Mittel, obwohl die CO2-Konzentration in diesem Zeitraum um gut 60ppm und damit so stark wie nie zuvor stieg. Der geringe Abkühlungstrend ist nicht signifikant.

Betrachtet man die deutschen Januartemperaturen seit dem regelmäßigen, flächendeckenden Aufzeichnungsbeginn (1881), so gab es sehr milde Monate gehäuft vor etwa 100 Jahren und in der Gegenwart:

Abbildung 5: Die Phasen gehäuft milder Januare wurden durch eine kältere Phase in der Mitte des 20. Jahrhunderts unterbrochen.

Und wer nun denkt, die gegenwärtige Nicht-Erwärmung im Januar sei auf Deutschland beschränkt, der irrt – auch in Zentralengland zeigt sich eine ähnliche Entwicklung, welche die spannende Frage aufwirft, ob die winterliche Klimaerwärmung seit gut 3 Jahrzehnten ausgereizt ist:

Abbildung 6: Keine Januar-Erwärmung auch in Zentralengland.

Weitere Aussichten: Warmjahr 2020?

Die Bauern-Regel „Januar milde, führt warmes Frühjahr und heißen Sommer im Schilde“ darf man nicht sprichwörtlich nehmen; dennoch hat sie einen wahren Kern. Dieser Januar wird auch eine überdurchschnittliche Höhenlage der 500-hPa-Fläche über Deutschland aufweisen, was in der Vergangenheit tendenziell, freilich bei großer Streuung, einen zu warmen Jahresrest (Mittel aus Februar bis Dezember) zur Folge hatte:

Abbildung 7: Je höher die 500hPa-Fläche im Januarmittel über Deutschland lag, desto milder fielen die folgenden elf Monate aus – freilich verbietet die hohe Streuung exakte Prognosen.

Und auch für den letzten Wintermonat, den Februar, sieht es, anders als 2018, momentan nicht nach tiefstem Winter aus; ein paar kältere Abschnitte sind freilich im Februar/März nicht völlig ausgeschlossen; doch zumindest für die erste Monatsdekade sehen die Mittelfrist-Modelle kaum Winter im Tiefland, und die Langfristmodelle sagen bei großer Unsicherheit einen merklich zu milden Februar vorher:

Abbildungen 8a und 8b: Mildes Westwetter um den 05.02. (oben) und ein in fast ganz Europa zu milder Februar 2020 (unten)? Bildquellen: NOAA

 

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26 Kommentare

  1. „Im Würgegriff des hohen Luftdrucks – warum der Winter im Januar 2020 ausblieb“

    Na so was, ist jetzt weltweit im Januar 2020 hoher Luftdruck ?
    Januar 2020 war weltweit heißester Januar in der Geschichte der Wetteraufzeichnung.
    Wieder mal ein Hinwies auf die Klimaerwärmung !

  2. Man kann auch die Bauer(n)regel so formulieren: Im Januar kein richtiger Winter, folgt kaltes Frühjahr dahinter./Der Januar soll voll Kälte krachen, wenn das Getreide soll richtig sacken. Eine andere Bauernweisheit aus meiner Tageszeitung besagt: Wenn der Januar ist sehr milde, führt er gutes Frühjahr und heißen Sommer im Schilde. Sind unterschiedliche Ansichten. Mal sehen. Bestätigen kann ich, daß wir in meiner nordostbayrischen Heimat bisher einen Hauch von Winter hatten mit Nachtfrost größtenteils und Tagestemperaruren meist knapp über Gefrierpunkt. Heute hatte es sogar geschneit-welch Wunder. Petrus zeigte etwas Einsehen mit uns westatlantikgeplagten Mitteleuropäern. Man bekam den Eindruck, daß dieser unter erhöhten Jagertee-Einfluß sich an den tanzenden Eisbären auf der Hudson Bay sich so daran ergötzte, daß dieser offensichtlich vergaß, mal interkontinentale polare Hochdruckluft westlich des Urals zu platzieren, um in den Genuß kalten sonnigen Russland-Hochdruckwetters zu kommen. War in den 1980ern die Regel!

  3. Wer sich mit dem Thema „Wetter“ tiefer befassen will, sollte mal auf Windywindy schauen. Man hat vdas globale Wetter vor sich, kann alle möglichen Details einblenden, und sich auch an die Drehrichtungen der Hoch- und Tiefdruckgebiete gewöhnen: „L“ steht in den Karten zwar für „Low-Pressure“, ist aber die ideale Eselsbrücke: „L“ steht auch für linksdrehend. Man kann die Windpfeile auch einblenden…
    Falls links erlaubt sind:
    https://www.windy.com/?45.645,9.324,4,i:pressure,m:e0Nagqw
    Einfach mal mit spielen!

  4. Der Januar war nicht zu mild, war schon gut so, kann auf den Frost verzichten, obwohl auch um 0° herum nicht kalt ist, aber Plus ist mir lieber. Nur der dauernde Nieselregen hat mich aufgeregt, es regnete auch, wenn es Tags zuvor nicht angesagt war.
    Und was schrieb die FAZ (man staune) 2007 : „Auch warme Winter sind hier keine geeigneten Zeugen. So herrschte etwa im Dezember 1907 ein ungewöhnlich laues Frühlingswetter, milde Luft und Regen brachten die Knospen zum Treiben. Und im Sommer 1904 herrschte in ganz Europa tropische Hitze, wodurch die Elbe bei Dresden fast vollständig austrocknete.“

    Mehr dazu hier, wie kritisch die FAZ (und auch die ARD)damals war.
    https://www.mmnews.de/vermischtes/137645-faz-klimadiktatur-droht

  5. „warum der Winter im Januar 2020 ausblieb“

    Mal wieder ein kleiner hinwies auf den Klimawandel.
    Auch der Januar 2018 ist sehr warm gewesen und der 7. wärmste Januar in den letzten ca. 138 Jahren so der DWD.

    Betrachtet man das gesamte Jahr so ist auf Platz 1, 2018
    auf Platz 2, 2014
    und auf Platz 3, 2019 und 135 Jahr sind kälter, wieder ein kleiner hinwies auf den Klimawandel.

    • Es wird wärmer, na und ? es wurde Zeit, nach der kühlen Periode bis ca. 1850 außerdem beruht Klimawandel auf einer anderen Definition wie eine bloße Erwärmung die wir haben. Vor 10 Jahren hieß es nämlich noch Klimaerwärmung, dann hat man Klimawandel draus gemacht und diess Jahr wurde es dann medial zur Erderhitzung.

      • „Es wird wärmer, na und ?“

        Ihnen ist aber bewusst das Eis bei Temperaturen über 0°C schmilzt ?
        Ihnen ist aber bewusst bei mehr flüssigen Wasser der Meeresspiegel ansteigt und die Landfläche kleiner wird ?
        Ihnen ist aber bewusst das die Menschen die jetzt da Leben sich wo anders niederlassen, auch bei uns ?
        Ihnen ist aber bewusst das die Menschen aufgrund der steigenden Temperaturen auch im Landesnieren sich auf den Weg machen und sich wo anders niederlassen, auch bei uns ?

  6. Herr Kämpfe, danke für diese sorgfältige Analyse. Aber eine Frage hätte ich. Sie beantworten die Frage: „Der milde Januar 2020 – eine Folge der Klima-Erwärmung?“

    Unabhängig von der Antwort, ich verstehe schon die Frage nicht (die in gleicher Weite je überall gestellt wird). Wenn Klima eine rückblickende Statistik des Wetters über dreißig Jahre ist, wie kann dann Klima(erwärmung oder abkühlung oder was auch immer) Wetter BEEINFLUSSEN? Prinzipiell kann dann doch nur Wetter Klima beeinflussen, aber niemals ungekehrt? Die Logik hinter dieser Frage verstehe ich grundsätzlich nicht. Vor dem Hintergrund der Definition von Klima und Wetter ist sie doch sinnlos, oder?

    Über Antworten würde ich mich freuen.

    • Sehr geehrte Frau Dr. Greil,
      das ist eine Frage der Wahrscheinlichkeit. Klima ist gemitteltes Wetter; in einem wärmeren Klima erhöht sich die Wahrscheinlichkeit des Auftretens wärmerer Tage, also mehr warmes Wetter.

    • Klimaerwärmung meint, dass ein mindestens 30-Jahresblock von gemittelten Temperaturen (weltweit/deutschlandweit) jeweils höher ist als der vorhergehende. In einem solchen Block kann es durchaus sein, dass ganze Jahre oder auch Monatsreihen stark vom Mittel abweichen (Wetter). Da die jeweiligen 30-Jahresblöcke wärmer werden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass auch die Monatsreihen ebenfalls (durchaus auch unterschiedlich stark) ansteigen. Es geht also niemals um Beeinflussung bzw. Abhängigkeiten sondern um steigende Wahrscheinlichkeiten. Der Trick bei Herrn Kämpfe liegt allerdings in seiner Auswahl der Jahre 1988 bis 2019 wo praktisch kein signifikanter Januar Temperaturanstieg erfolgt. Jeder andere 30 Jahresblock (z.B. 1980-2010) führt auch im Januar zu einem linearen Trend nach oben. Besonders deutlich ersichtlich ist der Trend nach oben auch für den Januar seit 1960. (Siehe Abb. 5). Daher auch der Hinweis von Hr. Kämpfe, dass niemand mehr den merklichen Temperaturanstieg in Deutschland leugnet. Er läßt sich ganz offensichtlich nicht mehr leugnen.

  7. Unglaublich.
    Der Januar hat noch fast 1 Woche vor sich, und schon wird hier Bilanz gezogen.
    Und dass der Winter im Januar ausblieb, ist eine sehr steile These.
    In den letzten Tagen ist es bei uns ziemlich kalt (um den Gefrierpunkt, auch tagsüber).
    Und wir hatten in der ersten Monatshälfte auch schon einige kalte Tage.

    • Sehr geehrter Herr Guthmann,
      wer nur durchschnittliche Meteorologie-Kenntnisse hat, kann anhand der Modelle absehen, dass aus diesem Januar nix richtig winterliches mehr wird. Ihre zutreffende Beobachtung, dass es auch kalte Tage gab (besonders in Süddeutschland) wird im Text unter „Sehr milder Januar- doch nicht überall“ gebührend erwähnt!

      • „… wird im Text unter „Sehr milder Januar- doch nicht überall“ gebührend erwähnt!“

        Was dann wohl Ihrer pauschalen Behauptung, „Warum der Winter im Januar 2020 ausblieb“ widerspricht.

  8. Richtig, lag am Hoch, dass südwestlich von uns lag. Hochs drehen sich auf der NH rechts herum und so brachte uns das Hoch warme Luft vom Atlantik, wo der Golfstrom das Wasser erwärmt. Das ist Wetter und nicht Klima. Wie man sieht funktioniert der Golftstrom und Nordatlantikstrom noch. Wir hatten hier bei uns sogar einen Hochdruckrekord für Januar.

  9. „Wer sich ernsthaft mit Meteorologie befasst, wird den merklichen Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte in Deutschland nicht leugnen“
    Wie steht es mit den Wärmeinseleffekten? Klang dies bei Herrn Kowatsch nicht anders? Auch Prof. Ewert (letzte EIKE-Konferenz) konnte bei seiner detaillierte Auswertung der Temperaturdaten keine Erwärmung in D feststellen. Wer hat nun recht?

    • Sehr geehrter Herr Dr. Ullrich,
      merklicher Temperaturanstieg wurde in D im Mittel (nicht im Januar!) durch längere Besonnung und geänderte Großwetterlagenhäufigkeiten verursacht. Auch die WI-Effekte spielen (jahreszeitlich aber schwankend) eine wichtige Rolle; sie
      verhinderten vermutlich eine stärkere Winter-Abkühlung etwas und befeuerten die Sommer-Erwärmung stark.

      • Wäre großflächig eine Schneedecke dazugekommen, hätten wir einen eher kalten Januar gehabt. Aber es fehlte Niederschlag zur Abkühlung.

      • Danke für die Ergänzungen!
        Auch der DWD spricht meines Wissens von einem deutlichen Temperaturanstieg, was dann unkommentiert im Wetterbericht der ARD als Beleg für die Klimaerwärmung wiedergegeben wird. Wobei ich vermute, dass der DWD Wärmeinseleffekte bisher nicht berücksichtigt, was auch gar nicht so einfach zu bewerkstelligen sein dürfte. Interessant auch die veränderte Sonnenscheindauer und Großwetterlagenhäufigkeit, was das Ganze doch relativiert. Auch im Alpenraum wurden die Sommer durch gestiegene Sonnenscheindauer offenbar deutlich wärmer, während sich beim Schnee nicht all zu viel geändert hat – die Tourismusbranche freut es!
        Also auch in D kein Grund, sich wegen des Klimawandels verrückt zu machen!

  10. Flugticketzuschlag, CO2 Steuer, Haus isolieren, E-Auto, kein Plastik und – bingo – wird das Wetter diese Kapriolen schon lassen, das Klima sich, bitteschön, linear verhalten wie … noch nie.

    • Das sind die typischen Argumente. Wärmstens … seit Wetteraufzeichnungen. Ich kenne nur Wenige, die bezweifeln, dass es wärmer ist, als 1850 o. 1980. Lange Messungen haben wir von Mittelengland. Alles davor sind Proxy Daten. Aber diese zeigen mit großem Vertrauen, dass es a) schon mehrfach in den letzten 10.000 Jahren ähnlich warm u. wärmer war, b) es schnellere Erwärmungs- u. Abkühlungszyklen gab c) diese ohne Einfluss des Menschen und CO2 stattfanden d) diese die Menschheitsgeschichte beeinflusst haben, aber nicht zum Untergang geführt haben.
      Genau das wird geleugnet, sonst müsste man die gesamte Politik u. Parteiprogramme ändern. Nicht Menschen in der Industrie würden ihre Jobs verlieren, sondern ….

  11. „Wer sich ernsthaft mit Meteorologie befasst, wird den merklichen Temperaturanstieg der letzten Jahrzehnte in Deutschland nicht leugnen; doch ist er eine Folge der steigenden CO2-Konzentrationen?“ Diese Frage sollte man mit einer lokalen Energiebilanz-Analyse beantworten können. Im Grunde genommen können alle lokalen Energie- und Strahlungsflüsse Messungen entnommen werden. Sippl et al. 2019 ‘Climate change now detectable from any single day of weather at global scale“ behaupten zwar dass dies nur auf globaler Ebene möglich ist. Die globalen Datensätze weisen große Lücken auf und konzentrieren sich für Land auf bewohnte Gebiete. Ich vermute dass der Beweis für die Ozeane (70% der Erd-Oberfläche) einfacher ist. Dies sagt dann aber nichts über den Erwärmung-Trend an Land aus.

    • Das klingt alles schön und gut, nur wenn wir warme Atlantik Luft bekommen können die Bilanzen letztendlich aussagen was sie wollen.
      War ja auch im Sommer nicht anders, als die Warmluft direkt aus der Sahara kam.

      • „Das klingt alles schön und gut, nur wenn wir warme Atlantik Luft bekommen können die Bilanzen letztendlich aussagen was sie wollen.“
        Das geht doch in die Bilanzen ein. Wenn dies nicht so wäre, wäre keine lokale Wettervorhersage möglich. Der Unterschied ist wohl dass die Genauigkeit bei Klima-Betrachtungen viel größer sein muß.

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