Claudia Kemfert, Chefideologin der Energiewende – „MOLEKÜLSTAU IM NETZ“

Prof. Dr. Claudia Kemfert, Bild Screenshot ARD Anne Will am 17.11.19

von Frank Hennig
Sie ist die „Miss Energiewende“, ihre Chefideologin, das Gesicht des Mainstreams und die Wanderpredigerin zur Vermittlung unerschütterlichen Glaubens an das Ökoparadies aus Wind und Sonne: Claudia Kemfert, eine politische Wissenschaftlerin mit Schwerpunkt Marketing und Politikbeeinflussung.

Immer wenn unsere Tendenzmedien ein seriös erscheinendes Statement zur unaufhaltsam voranschreitenden erfolgreichen Energiewende brauchen, findet der Mikrofon haltende investigative Journalist Frau Professor Kemfert vom DIW. Hier kann er sicher sein vor Überraschungen, denn sie erzählt mediengerecht zuverlässig stets dasselbe mit der Kernbotschaft: Wir müssen aus der Kohle raus. Mit der Zuverlässigkeit der immer gleichen eingelegten CD und fast unabhängig davon, wie die Frage lautete. Variiert wird das Ganze dann bezüglich des aktuellen Themas, etwa Atomausstieg oder Nordstream 2.

Hilfreich ist dabei ihr mediales Geschick, ihr seriöses Auftreten wie auch die Erscheinung. Der Frau mit dem stets akkuraten Kragen würde man jede Fotovoltaikanlage abkaufen, sie wirkt ausgeglichen, unaufgeregt und voller Selbstgewissheit. Unvorstellbar, dass sie den Zweifel kennt, mit Sicherheit nicht den Selbstzweifel. Für Talkshows ist sie im Besitz einer Dauerkarte. Ein passendes Bild fürs Printmedium findet sich immer, ihre Homepage hält in den Kategorien „Porträts, Vorträge, Büro, Gespräch, Unterwegs“ insgesamt 100 Fotos bereit. Was soll`s, eitel ist jeder, der eine weniger, die andere mehr.

Einige ihrer Thesen sind so steil, dass man sie nicht ernst nehmen kann. In einem Beitrag in „Capital“ schreibt sie über Mythen der Energiewende. Strom werde billiger durch den weiteren Ausbau der Erneuerbaren, Atom- und Kohlestrom verstopfe die Netze und die Kosten der EEG-Umlage seien keine Subventionen, sondern Investitionen. Dumm nur, dass etliche dieser Investitionen schon gestrandet sind. Ein großer Teil der mit Hilfe des EEG erzielten Gewinne und Dividenden sind über den Atlantik oder anderweitig verschwunden. Glückskinder dank EEG wie Solarkönig Asbeck (ehemals Solarworld) oder Windfürst Wobben (Enercon) haben mit einem Teil dieser „Investitionen“ eigene Konten bedient, die nun einige Milliarden Euro schwer sind.

Frau Kemfert gehört zu den wohl am besten verdrahteten Personen im großen Netz der Energiewende-Klima-Wissenschafts-Politik-Bürokratie. Arbeitsergebnisse sind unter anderem Streitschriften wie „Kampf um Strom“ oder „Das fossile Imperium schlägt zurück“, so als sei der Umbau des Energiesystems ein Krieg. Solche Titel passen eher zu taz-Artikeln, Groschenromanen oder zur Inhaltsangabe von „Frontal 21“.

Die Kommentare bei Amazon zum letztgenannten Buch zeigen die Enttäuschung der Leser: „Endlose Wiederholungen, die Formulierung kommt gefühlt 200 mal daher“, schreibt ein Leser. „Ich hatte an keiner Stelle den Eindruck, ein von einer Wissenschaftlerin geschriebenes Buch zu lesen“, so ein anderer. Unterm Strich durchschnittlich drei schlappe Sterne. Ein Buch mit dem Fachtitel

„Makroökonomische Wirkungen umweltökonomischer Instrumente: Eine Untersuchung der Substitutionseffekte anhand ausgewählter volkswirtschaftlicher Modelle für Deutschland“

ist auch zu haben, neu für 72,95 Euro bei Amazon. Gebraucht schon ab 2,88. Sternebewertungen gibt es hier nicht, der Leserkreis hält sich offenbar in Grenzen (Amazon-Bestseller-Rang Nr. 3.045.343). Erstaunlich, dass sie dennoch als „bekannteste Wissenschaftlerin für Energie- und Klimaökonomie“ bezeichnet wird. „Bekannteste“ heißt nun nicht „Beste“, aber ihre optimale Selbstvermarktung und ihr Netzwerken zeigen Wirkung.

Kennzeichnend für ihre Beiträge, sowohl schriftlich als auch verbal, ist die fast gänzliche Abwesenheit von Zahlen. In schönster Prosa wärmt sie im Wesentlichen die bekannten Positionen auf. Schon wenn man die Formulierungen etwas lüftet und die passenden Zahlen hervorkramt, wird klar, dass hinter der Fassade wenig ist. Ihre These (im DLF-Interview vom 25.1.2018), die Schwankungen der Wind- und Solareinspeisung könnten durch Biomasse- und Wasserkraftanlagen kompensiert werden, steht zum Beispiel auf sehr schmaler Basis – im wahrsten Sinne des Wortes. Wie man mit etwa 10.000 Bio- und Wassermegawatt Schwankungen von über 50.000 Megawatt aus Wind und Sonne ausgleichen will, ist schleierhaft.Wenn sie schon Zahlen nennt, hat sie eben oft auch noch Pech. 2011 sagte sie für 2020 eine EEG-Umlage von 3,64 Cent pro Kilowattstunde voraus (1, Quellen am Textende), worüber wir uns heute bei aktuell 6,756 Cent pro Kilowattstunde natürlich freuen würden.

2012 verkündete sie in der „Sächsischen Zeitung“, dass die Kilowattstunde Strom 2030 insgesamt nur 1,1 Cent mehr als heute (2012) kosten werde (2). Das wären etwa 27 Cent. Warten wir mal ab. Wir werden das blonde Wunder dieser Voraussage hoffentlich noch erleben. Ebenso fragwürdig ihre Aussage, dass erhöhte Systemkosten nicht gravierend sein würden (3). In der „Märkischen Allgemeinen“ teilte sie 2012 mit, dass der technologische Fortschritt die erforderliche Netzstabilität gewährleistet und eine Speicherung ermöglichen werde (4). Die Netzstabilität ist tatsächlich durch erhebliche Fortschritte vor allem bei der Regelung konventioneller Kraftwerke gesichert, aber von Speichern ist weit und breit nichts zu sehen.

Für Detailprobleme ist sie nicht zu haben. „Der Anteil der Atomenergie kann und wird problemlos durch erneuerbare Energien ersetzt werden.“ (5) Offenbar ist das nicht so einfach, wie man gegenwärtig in Baden-Württemberg sieht, wo ein grüner Umweltminister besorgte Bürger damit beruhigt, dass die Versorgungssicherheit durch Importe gesichert werden kann. Für das Gesamtjahr 2019 hatte Frankreich mit Deutschland einen annähernd ausgeglichenen Stromaustauschsaldo. Was von dort kommt, ist zu 70 Prozent Atomstrom.

Zum kürzlich vereinbarten Kohleausstieg sagt sie im Interview ebenso auf die Frage, ob der Wegfall der Kohlekapazitäten durch den Ausbau der Erneuerbaren kurzfristig kompensiert werden könnte: „Ja, das kann er, aber nur, wenn der Ausbau (der Erneuerbaren) nicht weiter abgewürgt . . .“ und so weiter im interessenkompatiblen Sprech der grünen Subventionswirtschaft.

Auch ihre Prognose zur Entwicklung der Arbeitsplätze bei den „Erneuerbaren“ ging daneben. 2013 erwartete sie 100.000 neue Stellen, stattdessen sind es etwa 60.000 weniger geworden. Wenn es der Energiewende dient, ist sie auch politisch flexibel. Als 2012 nicht ins Amt gelangte Schattenministerin des virtuellen CDU-Ministerpräsidenten Röttgen in NRW wechselte sie 2013 zu Schäfer-Gümbels Hessen-SPD, um Energiewendebeauftragte zu werden. Auch darüber ging die Geschichte folgenlos hinweg.Noch 2013 beklagte sie, dass der Netzausbau verschleppt würde und erklärte physikalisch beeindruckend in der Zeit, Netzausbau sei notwendig, sonst gäbe es „Molekülstau im Netz“. Da fällt jedem Fachelektriker die Werkzeugtasche aus der Hand. So wie Netze nicht verstopfen können, fließen da auch keine Moleküle, aber es wirft ein Licht auf die fachliche Kompetenz der Beraterin, die als einzige Disziplin die Wirtschaftswissenschaften studierte, sich aber als Expertin für alles versteht. Im festen Glauben eigener Unfehlbarkeit urteilt sie auch über andere Fachgebiete und weiß zum Beispiel, dass sich der Klimawandel leicht berechnen lassen würde. „Wenn der CO2-Gehalt um 25 Prozent steigt, dann hat das eine Erwärmung von 2 Grad zur Folge“. Wozu brauchen wir dann Tausende von Klimawissenschaftlern?

Heute erklärt sie, man brauche den Netzausbau in dieser Form nicht, weil da auch Kohlestrom fließe. Ausgerechnet die Netzbetreiber würden um Rat gefragt. Ja, wer denn sonst? Sie würden mit jedem Netzmeter Geld verdienen – das ist schlimm. Sie spricht von Traumrenditen und erwähnt nicht, dass die Renditen der Netzbetreiber staatlich reguliert sind. Traumrenditen fährt man wohl eher auf dem Feld der Politikberatung ein. Sie stellt den Netzausbau in Frage mit Blick auf eine vorgebliche Dezentralisierung, die zwar Einspeisung, aber keine Versorgungssicherheit bringt. Gleichzeitig fordert sie Speicher und Elektromobilität und fokussiert die gesamte Energiewende auf den Strom. Allerdings bekommt sie beim Thema Netzausbau Gegenwind aus dem eigenen Lager. Sowohl Greenpeace als auch der windkraftbegeisterte niedersächsische Umweltminister Olaf Lies (SPD) und der hessischen Wirtschaftsminister Tarek Al Wazir (Grüne) sehen den Netzausbau als dringend an. Frau Kemfert indes teilt ihre Meinung mit den Windkraftbetreibern, die auch dann Geld verdienen, wenn der Strom nicht abtransportiert werden kann.

Kemfert spricht sich gegen den Emissionshandel aus und beklagt dessen Wirkungslosigkeit. Nachdem „Agora-Energiewende“, Partner im Geiste, nun die CO2-Reduzierung 2019 als direkte Folge des Emissionshandels sieht, platzt ihr Argument, die „Erneuerbaren“ seien die Ursache. So wenig wie 2019 wurde seit Jahren nicht mehr von diesen zugebaut.

Auch zum Kernkraft-Ausstieg zeigt sie sich flexibel. Nach Fukushima verkündete sie noch: „Wenn man nun überstürzt rasch und unüberlegt aus der Kernenergie aussteigt, droht die Gefahr, dass man jede Menge neue Kohlekraftwerke baut und damit die Klimaziele in Gefahr geraten“. Im „Kampf um Strom“ schreibt sie später: „Es gibt keinen Grund zur Panik wegen der abgeschalteten Meiler.“

Manches muss man auch nur überzeugend behaupten. So sagte sie dem WDR, die windkritischen Bürgerinitiativen würden teilweise von fossilen Industrien bezahlt, was nicht beweisbar sein dürfte. Dass Ökoenergiefirmen hingegen die Reisekosten für Demonstranten in den Hambacher Forst übernahmen, gilt als sicher.

Ihren Titel als Professorin erlangte sie ohne Habilitation über eine Juniorprofessur an der Berliner Humboldt-Uni. Dort schied sie „unter nicht ganz glücklichen Umständen“ aus, es habe in der Professorenschaft große Vorbehalte gegen sie gegeben, so die FAZ. In Akademikerkreisen ist es eher unüblich, Differenzen nach außen zu tragen. Wenn es doch jemand tut, wie der Oldenburger Professor Wolfgang Pfaffenberger, der obendrein ihr Doktorvater war, muss der Unmut groß sein. „Die Geschwindigkeit, in der sie Thesen zu wichtigen Themen geändert hat, hat mich schon verwundert“, sagte er über sein ehemaliges Ziehkind.

Es reicht jedenfalls, um Beratung zu machen „an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Politik“ bis hinauf zum ehemaligen Kommissionspräsidenten Barroso, wobei die Wissenschaft in den Hintergrund tritt gegenüber ihren Botschaften zu Klimaschutz und Erneuerbaren. Fachliche Neutralität kann von ihr nicht erwartet werden. Bei der Nachbesetzung im Sachverständigenrat der Wirtschaftsweisen kommt sie wohl nicht in Frage, weil bekanntermaßen zum linken Lager gehörend. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass ihre wissenschaftliche Arbeit politisch stark eingefärbt ist.

Erstaunlich zu registrieren ist, wie zeitpunktgerecht ihre Studien, meist gemeinsam mit dem DIW, veröffentlicht werden. Während der Arbeit der „Kommission für Strukturwandel, Wachstum und Beschäftigung“ (meist als „Kohlekommission“ bezeichnet), wurde deutlich, wie schwierig das Arbeitsfeld ist. Es schalteten sich einige Länderministerpräsidenten ein. Passgenau erschien die DIW-Studie „Erfolgreicher Klimaschutz durch zügigen Kohleausstieg in Deutschland und Nordrhein-Westfalen“. Als im Sommer 2019 einige hochrangige Manager den Finger hoben mit der Anregung, über den Atomausstieg neu nachzudenken, folgte umgehend im DIW-Wochenbericht 30 das Ergebnis einer entsprechenden Untersuchung: „Zu teuer und gefährlich: Atomkraft ist keine Option für eine klimafreundliche Energieversorgung“. Schon die Verwendung des Laien-Begriffs „Atomkraft“ macht hellhörig und provoziert die Frage, wie wissenschaftlich diese Analyse ist. Der Inhalt könnte auch in einer Kampfbroschüre von Greenpeace stehen. Atomkraft emittiere „lebensgefährliche radioaktive Strahlen“, steht geschrieben, so als hätte man das am Kraftwerkszaun nachgemessen. Das ist schlicht Unfug. Verschiedene weitere krude Annahmen und Thesen wurden danach von Fachleuten beantwortet.Kaum vorstellbar, dass rein zufällig just zu diesen Zeitpunkten das Licht der Erkenntnis die Flure im DIW erleuchtete. Es ist eher zu vermuten, dass neben den staatlichen Finanzspritzen auch die Ökoindustrie regelmäßig Aufträge für Gutachten ans DIW schickt. Denn die Ergebnisse und Empfehlungen entsprechen exakt den Forderungen dieses Komplexes der Subventionswirtschaft. Im Gleichschritt mit Wind- und Solarlobby kämpfen Kemfert und das DIW tapfer gegen Atom- und Kohlekraft wie auch gegen Erdgas und Nordstream 2. Die „Brückentechnologie Gaskraftwerke“ hatte Kemfert 2012 noch befürwortet6.

Eine maßgebliche Rolle spielt sie im Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU). Dieses alle vier Jahre vom Bundesumweltministerium berufene Gremium soll die Regierung beraten, wissenschaftlich und neutral. Mit der Berufung von Frau Kemfert sitzt seit 2016 eine politische Wissenschaftlerin im Rat, die Begründungen für die Regierungslinie liefern kann. Obwohl der Rat direkten Draht zur Regierung hat, initiierte er „offene Briefe“ mit Forderungen an diese. Dies ist kein adäquates Arbeitsmittel unter anerkannten Gremien.

Mit dem Sondergutachten zum „Öko-Veto“ gab der Rat die beratende Stimme auf und forderte die Mitwirkung nicht legitimierten Personals an der Gesetzgebung. Harmonisch und im politischen Gleichschritt schien es im Gremium allerdings nicht zuzugehen. Das abweichende Votum eines Mitglieds wird im Bericht verschämt hinten auf Seite 209 abgedruckt, es taucht in der Zusammenfassung nicht auf. Selbst ein Gericht (7) beschäftigt sich jetzt mit der Arbeit des SRU.

Bald werden die Mitglieder des neuen Rates berufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass Kemfert wieder dabei sein wird, ist hoch, ihr werden exzellente Beziehungen zum BMU auf verschiedenen Ebenen nachgesagt. Sie wird weiter die Klaviatur der Energiewende-Begleitwissenschaft spielen, mehr polit-medial denn wissenschaftlich.
Sie wird das Aushängeschild des Energiewende-Establishments bleiben und erwartungsgerecht und flexibel das Watt ihr Volt des Öko-Industrie-Komplexes bedienen. Trockene unpolitische Zahlenknechte waren gestern. Es geht um die Rettung der Welt und Geld. „Für die wirtschaftspolitische Beratung ist im Zweifel die Story wichtiger als die Genauigkeit“, heißt es beim DIW (8).

Man darf gespannt sein, was Frau Kemfert zum absehbaren Scheitern des Energiewende-Experiments sagen wird. Mit einiger Sicherheit wird das fossile Imperium schuld sein. Weitere Gründe wird sie flexibel finden.


1 Wochenbericht DIW 6/2011
2 Sächsische Zeitung 4.7.2012
3 Wochenbericht DIW 41/2019
4 MAZ v. 24.2.2012
5 Magazin der Hans-Böckler-Stiftung) 1+2/2012
6 Magazin der Hans-Böckler-Stiftung) 1+2/2012
7 Handelsblatt, 13.11.2019, „Streit im Umweltrat geht vor Gericht“
8 „Nur Pi mal Daumen“, Welt“ v. 19.12.2009, S.12

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

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35 Kommentare

  1. Für Detailprobleme ist sie nicht zu haben. Als ich unmittelbar nach ihrem Vortrag bei „INFRANEU“ in Berlin über das mir bereit gestellte Mikrofon zwei kurze konkrete Fragen an sie richtete, gab sie keine Antwort, packte ihre Handtasche und verließ – zum Erstaunen des moderierenden Prof. Dr . Flämig – sofort die Veranstaltung mit der Bemerkung, sie müsse jetzt dringend weg.
    Jürgen F. Matthes M.A.

  2. Alles krankt an den Speicherkapazitäten.
    Es geht nicht darum, ob wir übers Jahr saldiert gerechnet genug Strom „hätten“ – oder gar „Überschüsse“ – als ob es um Kartoffeln ginge.
    Wir brauchen ihn permanent “ just in time“ – Überschuss ist just in time Abfall, Ausschuss, wenn er nicht gespeichert werden kann.
    Und diese Speicherkapazitäten haben wir nicht und werden sie in absehbarer Zukunft auch nicht haben.
    Das ist in diesen Kreisen – nicht mal in der Bundesregierung (!!!!!) angekommen, obwohl es alle mal in der Schule gelernt hätten haben sollen.
    Aber dann kommen ja sogar noch Scharlatane und erklären das Netz zum Speicher.
    Man könne ja Gefriertruhen und Kühlschränke und Elektroautos „inteligent“ laden. Und dann köönen Sie regelmäßig den Inhalt ihrer Gefriertruhe in die Tonne hauen, weil sie vom inteligenten Netz, mangels Masse, übergangen wurden. Einzig die Elektroautos könnten als Speicher dienen, wenn sie über ihre Ladestation angezapft werden könnten.
    Die Protagonisten dieser Ideen sollten lieber die Drogen wechseln – das ist nicht gesund.

    • Riesige Speicherkapazitäten sind definitiv heute noch nicht nötig. Es genügen die reichlich vorhandenen und teilweise ungenutzten Spitzen- und Mittellastkraftwerke, die eben schon immer nötig waren um große Nachfrageschwankungen (Tag-Nacht,Sommer-Winter,Wochenende-Werktag) auszugleichen. Der Markt wird zeigen ob und wann wir mehr Spitzenlastkraftwerke oder eben Speicher benötigen.

      • Sie meinen, wir werden schon sehen wenns nicht funktioniert, dann war ihre Meinung eben falsch und oh Wunder wir brauchen keine Grundlast mehr wenn nichts mehr geht.

        Im Gegensatz zu der derzeitig noch existierenden Grundversorgung mit den Notwendigen Spitzenkraftwerken und der noptwendigen Speicherung, brauche sie bei den UNvorhersehbaren weitaus groessere Speicher. Nachts schein die Sonne nicht, und wie versorgen sie die Republik ohne Wind, ohne Sonnen bei geleichbleibenden Verbrauch OHNE Speicher???

        Sonne und Wind sind nicht Grundlastfaehig. Wer etwas anders behauptet hat nicht verstanden wie Sonne und Wind Energie produzieren.

        • Sonne, Wind und Gaskraftwerke (Spitzenlast, Mittellast) können exakt eine beliebig schwankende Nachfrage bedienen. Das kann sogar Italien, das keine Kernkraft und nur geringe Kohlekraft hat.

          • „Sonne, Wind und Gaskraftwerke (Spitzenlast, Mittellast) können exakt eine beliebig schwankende Nachfrage bedienen“

            gesicherte Leistung Sonne = 0 GW
            gesicherte Leistung Wind bei z. Z. 53 GW installiert= 0,5 GW
            gesicherte leistung Biogas = ca. 4GW
            geischerte Leistung Wasserkraft = 4 GW

            Installierte Leistung Gaskraftwerke = 28 GW

            Summe gesicherte Leistung (ohne Kohle und Kernkraft) = 36,5 GW

            Spitzenbedarf D. = 85 GW

            Ich sehe hier eine gewisse Differenz. Nehmen Sie in Deutschland übliche Planungs- Genehmigungs- und Bauzeiten an… dann wissen Sie, dass sich diese Situation auch in 10 Jahren nicht geändert haben wird.

      • „Der Markt wird zeigen ob und wann wir mehr Spitzenlastkraftwerke oder eben Speicher“

        man kann natürlich, wie Sie, auf *den Markt* verweisen und abwarten. Nur ist dieser zur Unkenntlichkeit verzerrt. EEG, Trennung Erzeuger/netz, entgeldmäßige Behandlung von Speichern als Verbraucher UND Erzeuger, Einspeisevorrang, 4000 verschiedene Fördermodelle über alle *EE* und zig politische Vorgaben….

        Es gibt eine einzige Frage, die schon heute gestellt und beantwortet werden MÜSSTE:

        Wollen wir ein Stromnetz, bei dem die Erzeugung nach der Netzlast gesteuert wird, oder wollen wir eines, bei dem der Verbrauch der Erzeugung folgen muss?

        Der Markt auf Verbraucherseite würde eindeutig die erste Variante bevorzugen. Die EE- und *Klima*- Protagonisten bzw. Nutznießer reden uns die zweite Variante als umsetzbar ein.
        Die erste Variante bedeutet, das 100% EE und *carbon free* ohne kreative Buchhaltung unmöglich ist. Die zweite Variante bedeutet das definitive Ende des Industriestandortes Deutschland.

        PS: z. Z. wird in Energieversorgerkreisen darüber diskutiert, den Übergang zu Variante 2 (also Verbrauch nach Angebotssituation) mittels „Verbraucheranreizen“ schmackhafter zu machen. Grobe Vorstellungen: Evtl. Zugestehen einer bestimmten Leistungsaufnahme zu *Normaltarifen*, darüber hinausgehende beantragte Leistung zu teureren Tarifen. Verbrauch von *Zufallsstrom* aus den Erneuerbaren dann mit Abschlag… Quasi eine uns als *smart* verkaufte Art der Rationierung (deshalb das Framing smarte Netze, Smartmeter…).

        Kostentechnisch wird das ein Gau, Energiearmut die Regel. Wir werden unser Land in 10 Jahren nicht mehr wiedererkennen.
        Das Wetter wird übrigens weitermachen wie bisher, Sommer werden heiss sein, wenn aus der Sahara Luft einströmt. Flüsse werden über die Ufer treten, wenn eine gescheite Vb- Wetterlage sich einstellt. Usw.

        • Dass es weiterhin Spitzen- und Mittellastkraftwerke geben wird, das scheint konsequent ignoriert zu werden. Dass der Markt immer ein Korrektiv bilden wird, setzt dynamisches Denken voraus. Dass die Netzbetreiber und die gesamte Energiewirtschaft so dumm ist, wie Sie es allen Menschen unterstellen ist sehr unwahrscheinlich.

  3. Vorausgesetzt, Frau Claudia Kemfert ist Herr ihrer Sinne, muss anhand ihrer Äußerungen festgestellt werden, dass sie auf dem falschen Platz sitzt.
    Frau Kemfert nimmt diesen Platz aber ganz bewusst in Anspruch, will sie doch somit ihre Überzeugung durchsetzen.
    Ihr Umfeld in Betracht gezogen, vertritt diese Frau eine Ideologie, der sie offensichtlich nicht nur blind folgt, sondern von der sie absolut überzeugt ist. So kommt es, dass C. K. blind und mit sicherer Rückendeckung Unfug erzählt, eine überhebliche Position annimmt und resistent für die Realität ist. Frau Claudia Kemfert hat offensichtlich genug Befugnis, ungeachtet des Schadens und der Wahrheit, ihrem Auftrag, der nicht im Sinne der Öffentlichkeit liegt, nachzukommen.
    Dieses macht die Frau mit voller Überzeugung, Herzblut und auch zum eigenen Wohle.
    In ihrer Überzeugung ist der Frau jedes Mittel recht, was es dann einfach macht, jegliche Fakten mit einem verdrehen der Augen zu übergehen.

  4. In der „guten alten Zeit“ war es zumindest an der Technischen Hochschule, an der ich studierte, undenkbar, daß jemand ohne Praxiserfahrung in der Industrie Professor in einer technischen Fachrichtung wurde. Seit Jahre wurde dieses ehemals grundlegende System offenbar in etlichen Bereichen gekippt. Man kann also als praxisferne/r Studierstubengelehrte oder -gelehrter, natürlich immer in engem Karriere fördernden Kontakt zur Politik, über Dinge urteilen, von denen man keine Ahnung hat bzw. nicht annähernd in der Lage ist, die Folgen der eigenen Expertisen abzuschätzen. Die Hauptsache ist, man folgt einer von „oben“ vorgegebenen Linie. Man nennt diese Damen und Herren nicht umsonst Gefälligkeitswissenschaftler. Sie ruinieren massiv den einstmals guten Ruf deutscher (darf man dieses Wort noch in den Mund nehmen?) Wissenschaft.

    • Sie beschreiben nichts anderes als die Ursünde. Nur verstehen Sie es (vielleicht) nicht. Sie bestätigen die Existenz der Ursünde, der Sünde.

      Ein System, das NUR AUS IHRER SUBJEKTIVEN SICHT, „perfekt“ war, oder einen „guten Ruf“ besaß (relatives Urteil, ohne wissenschaftliche Bedeutung) wurde durch die Lüge zerstört.

      Das geschah mit sehr vielen System, spätestens seit den 1960er Jahren.

      Aber, warum war das, was Sie so bewundern, nicht so gut, oder schon im Verfallmodus? Weil man den aufkommenden Gegner, den Kommunismus, NICHT ernst nahm. Man diese Leute, die heute das Sagen haben, überheblich unterschätzt und diese nicht bekämpfte, wie man gekonnt hätte, wäre man so gut, wie Sie sagen.

      Denn, es geht hier immer noch, nur um einen geistigen Kampf. Es geht nicht um Materie, sondern um Geist. Nur Geist vermag zu lügen.

      Außerdem hat das, was Sie so bewundern, dem Menschen seinen Sinn im Leben beraubt. Und Sie haben NICHT verstanden, dass das fatal sein wird und muß.

      Wer hat sich selbst heute, intensiv, mit den kriminellen STASI-Methoden, die schon uralt sind, auseinander gesetzt und wäre in der Lage, einen kleinen Vortrag zu halten? Das lohnt sich ungemein. Und der Spezialist auf diesem Gebiet wird bis heute verachtet. Man verachtet also die Exzellenz. Das ist keine gute Basis, für Ihre Wissenschaft.

      Nichts geschieht von ungefähr. NICHTS!!

  5. Was soll man zu Frau Kemfert noch sagen? Keine Kinder und Mitglied des Club of Rome, die für Geburtenkontrollen eintreten.

    Aber auch ohne Kinder pulvert sie das mehrfache an CO2 raus wie ich.

    • “Was soll man zu Frau Kemfert noch sagen?“
      „Nur Idioten ändern sich nicht.´´
      Otto Schyli, der heute die deutsche Energiewende für idiotisch hält und es deshalb wagt, die Weiterentwicklung des Dual Fluid Reaktor- Konzeptes zu befürworten.
      Erinnert er sich daran, in der Walldorfschule mal gelernt zu haben, dass 1 dividiert durch Null UNENDLICH ergibt und deshalb bei Windstille selbst zigtausend WKA kein einziges Kohle- oder Atomkraftwerk ersetzen können?
      „Die Einsicht in das Gesetz von Ursache und Wirkung führt uns automatisch zur Erkenntnis der wahren Natur der Dinge.´´

      • zu: 1 dividiert durch Null u. bei Windstille selbst zigtausend WKA

        Gute Idee, die 1 steht für Verbraucher, zu denen PV & WK anbetende Foren-Trolle ja nicht gehören wollen, die Null für Lieferung (…) von Phantomstrom bezahlt aus harten Steuern u. Abgaben. Diese Gleichung werde ich in Alltagsgeprächen verwenden.

  6. Sie ist Mitglied im Club of Rome, wie Hr. Latif o. Fr. Göpel vom WBGU.
    CoR = Rockefeller Foundation
    Der IPCC wurde als Ableger der UNEP gegründet. Wer war Maurice Strong?
    „… is a Canadian billionaire, oilman and right hand man to the Rothschilds… a Senior Advisor to the UN Secretary General and for the Rockerfellar/Rothschilds Trusts. He is the director of the International Union for the Convervation of Nature, Senior Advisor the World Bank, Chairman of the Earth Council, Chairman of the World Resources Institute, and founder of the UN Environment Programme (UNEP), and an Honorary Board Member of the David Suzuki Foundation.
    IPCC= Rockefeller Foundation/ Rothschilds/ Weltbank …
    Verschwörungstheorie? Nein. Kann jeder überall nachlesen.
    Soviel dazu, dass Skeptiker von den „Fossilen“ gesponsert werden. Sie sponsern eher die Meinungsmache, das es so sein soll. Fr.Kemfert ist eine Vertreterin dieses Konglomerates. Sicher nicht die hellste Kerze auf der Torte der Alarmisten.
    Solange wir, die Bürger, diesen Kuchen essen, ist es zu verschmerzen.
    Das weiß sie auch u. spielt ihre Rolle!

    • Die Rockefellers führen mindestens seit 2003 „Krieg“ gegen ExxonMobil (die wiedervereinigten Standard Oils von New Jersey und New York, das eigentliche Herzstück des alten Rockefeller-Öl-Imperiums – Standard Oil wurde 1911 vom amerikanischen Staat in 34 Einzelteile zerschlagen. Die übrigen Reste der „Baby Standards“ sind Chevron (Standard Oil of California) und Amoco (Standard Oil of Indiana) – jetzt eine Tochterfirma von BP).
      Damals brachte Neva Rockefeller Goodwin, eine Tochter von David Rockefeller, dem CEO der ChaseManhattan Bank für mehr als 20 Jahre, eine Resolution auf der Hauptversammlung ein, die forderte, daß Exxon den Einfluß des Klimawandels auf das künftige Geschäft erforschen sollte. 2008 brachten ein Dutzend Rockefeller drei derartige Resolutionen ein. 2013 gab der Rockefeller Family Fund 550.000 $ an die Columbia-Universität, um zu erforschen, ob Exxon Wissen über angebliche Klimaschädlichkeit seines Geschäfts gehabt und verschwiegen hätte. Zur selben Zeit begann auch InsideClimateNews, die im Wesentlichen vom Rockefeller Brothers Fund finanziert werden, dieselbe Frage zu untersuchen.
      2016 hat der Rockefeller Brothers Fund sich von seinen ExxonMobil-Aktien getrennt.
      Im 21. Jahrhundert sind die Rockefellers nicht mehr „fossile Energie“ …

  7. Es ist schon erstaunlich, da existiert ein Stromversoegungsnetz mit sehr hohem technischem Niveau dank deutscher Ingenieurskunst und dann kommen Frau Merkel, Herr Trettin und Frau Kemfert als Spitzen-Super-Experten und wissen aber auch alles besser! Wir könnten uns die gesamte naturwissenschaftliche Ausbildung an den UNIs sparen!

  8. Molekülstau ist gut. Verstopfung im Netz auch. Der geschätzte Holger Douglas schrieb bei Eike jüngst über zum Bersten gefüllte Stromleitungen. So wird Energie gewendet bis sie platzt.

  9. Die sog. „Juniorprofessur“ wurde seinerzeit von den Sozen und den „Grünen“ genau zu dem Zweck eingeführt, um wenig intelligente aber politisch um so ideologischere Leute wie bspw. Frau Kemfert in den Professoren-Status zu heben. Heute haben wir den Salat: Was Frau Kemfert an Unsinn von sich gibt, ist eine Schande für die Wissenschaft. Die Medien verbreiten den Unsinn, und die Leute glauben es à la „Ja, wenn es doch der Kleber gesagt hat …“. Mir fallen da noch andere Kaliber ein, wie Karl Lauterbach, den ich ebenfalls als eine Schande für die „Wissenschaft“ bzw. vom dem, was in unserem grün-linken Land davon noch übrig ist, halte. Wie konnte so jemand Professor werden. Unfassbar! Die Liste ließe sich beliebig fortführen bis hin zu den außeruniversitären Forschungsinstitutionen. Allen diesen Leuten ist gemein, dass sie nicht sehr intelligent sind und als Links-Grüne einen unbändigen tiefen Hass auf Andersdenkende haben. Gerade die Sozen und die „Grünen“ sind auch noch überzeugt, mit ihrem tiefen Hass etwas Gutes zu tun.

    Und die Deutschen wählen auch noch die ganzen Linksparteien, wozu zumindest ich auch die Merkel-CDU zähle, das muss ich wohl nicht verstehen. Wer solche Mitbürger hat, benötigt keine Feinde mehr!

  10. Welch Glück für Frau Kempfert, dass Dummheit und Dreistigkeit ihr nicht weh tun, sonst würde sie ununterbrochen schreien. Für andere wirkt es aber wie Körperverletzung. Wie kann so eine Dumpfnudel solch einen Posten bekleiden und soviel Publizität haben? Liegt es an einer ebenso blöden Bevölkerung?

  11. An Claudia Kemfert hätte ich als Elektro-Amateur nur eine einzige Frage:

    „Frau Kemfert, wie funktioniert eigentlich ein deutsches Stromnetz ohne Grundlastfähigkeit in einem europäischen Verbundsystem?“

    Sollen wir wetten, dass die Antwort von Frau Kemfert noch amateurhafter sein wird als die Frage!
    Versteht diese „Strom-Expertin“ diese Frage überhaupt?

      • Danke Herr Scholzen,

        aus dem Link: „…Sonst käme ja heraus, dass für unsere sichere Energieversorgung die Dynamik und Flexibilität von erneuerbaren Energien viel sinnvoller und nützlicher ist als die Behäbigkeit fossiler Kraftwerke, die ohne Unterlass laufen, weil es zu lange dauert, sie nach Bedarf runter- und wieder hochzufahren…“
        „Das muss man sich mal im Kopp zergenen lassen.“ – Wie ein früherer Kollege von mir scherzhaft zu sagen pflegte.

      • Das Problem: Sie darf diesen offensichtlichen Stuß, sehr schön erkennbar an triefender Polemik, unwidersprochen selbst im *capital* absondern. Da muss man sich nicht mehr wundern.

  12. Schon erstaunlich, welche Karrieren heute möglich sind. Was sind ihre Motive? Grün-Ideologie? Stromlinienförmige Anpassung an Regierungspolitik? Karrieretrieb? Was ist echt? Wichtigste Eigenschaft: Völlige Immunität gegen fachliche Kritik, Selbstzweifel kennt die Dame keine.
    Ich befürchte, sie wird es noch weit bringen. Es sei denn, der Klima-Hype kracht vorher zusammen…

  13. Mich beschleicht die fürchterliche Ahnung, dass Frauen in höchsten Positionen tatsächlich noch unverschämter dilettieren können als Männer! Gut , dass wir darüber gesprochen haben.

  14. Hmm ,die gute Frau Prof. ist doch blond ? Nach allen bisherigen Aussagen hat sie sich für das Amt der Bundeskanzlerin qualifiziert.

    • Unser @T. Heinzow hat mit dieser Frau zusammen gearbeitet.

      Da sage einer noch einmal, er hätte etwas gegen Frauen. Tzetze.

      Frau Kemfert ist ein As.

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