100 % Ökostrom für das Hahn-Meitner-Institut – oder, wie man klaren Betrug mittels Milchmädchen­rechnung dem Steuerzahler aufdrückt.

von Michael Limburg
jeden Tag erreichen uns E-Mails von betroffenene Bürgern, die den täglichen Irrsinn der unter dem Titel „Klimaschutz“ und Energiewende täglich in diesem Lande abläuft, benennen, manchmal persiflieren, oft auch sich echauffierend darüber entrüsten. Letzteres besonders dann wenn klarer Betrug nicht nur zum Normalfall erklärt , sondern auch noch als Wohltat dargestellt wird. So auch die Lachnummer die das Hahn-Meitner Insitut (HZB) dank seiner „Energiemamagerin“ den Kollegen zumutet und die Rechnung an den Steuerzahler weiter reicht.

Sehr geehrter Herr Liebe,

besten Dank für Ihre Information über den Ökostrombezug des Hahn-Meitner-Instituts aus Skandinavien Sicher wird es sich dabei um „reinen“ (oder „sauberen“) Wasserkraftstrom aus Norwegen handeln (doch nicht etwa um den so „gefährlichen“ Atiomstrom aus Schweden!). Dabei besteht allerdings die „Gefahr“, das dieses schöne Land seinen Status als „Klima-Primus“ verliert! Wenn sie ihren gesamten Wasserkraftstrom verkaufen, werden sie wahrscheinlich Kohlestrom (PFUI!) für ihren Eigenverbrauch einsetzen müssen!

Werden sich die Norweger/Skandinavier trotzdem nach wie vor nur geringe CO2-Emissionen anrechnen lassen – und die Deutschen lassen sich ebenfalls niedrige Emissionenen anrechnen, weil sie ja Ökostrom aus Skandinavien einsetzen? Ist ja auch nur ein kleiner Betrug, den keiner bemerkt…

Für mich ist das alles sehr interessant, weil ich in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung genau dieses Thema vor zwei Jahren angeschnitten habe. Es gab viel Zustimmung – und großes Schweigen von den Verantwortlichen für dieses Betrug. Lesen Sie den Beitrag in der Anlage! Ufer, Tappert Interview Ökostrom für Leipziger Verkehrsbetriebe. LVZ 120218

Mit freundlichen Grüßen

Dietmar Ufer

Dr. rer. oec., Ing. Dietmar Ufer

Grünewaldstr. 1

04103 Leipzig

(Klimanotstandszone)

E-Mail: Ufer-L@t-online.de

 

—–Original-Nachricht—–

Sehr geehrter Herr Dr. Ufer,
ihre Beiträge zu verschiedenen Themen finde ich immer sehr Interessant. Besonders gefiel mir der Disput über den Ökostrom. Etwas ähnliches kann ich hier zum besten geben. Ich arbeitete im Hahn-Meitner-Institut in Berlin-Wannsee (heute HZB) und bekomme deren Informationszeitung „Lichtblick“ zugeschickt. In einer Ausgabe wurde mitgeteilt, dass das Institut zu 100% Ökostrom aus Skandinavien beziehen wird. Das interessierte mich natürlich wie das technisch realisiert wird. Aber lesen sie bitte selbst.
Sowas kann man nur Volksverdummung nennen.
Mit freundlichen Grüßen
Dietmar Liebe

 

Kommentar der EIKE Redaktion:

Auszug aus dem „Lichtblick-Artikel“(Teaserbild oben)
Die Energiemanagerin Carina Hanke schreibt u.a. darin: „Dadurch erhöhte sich der Arbeits-Preis pro Kilowattstunde leicht um 2 Cent“.
Bei den Mengen, die das HZB verbraucht, dürfte es sich um eine satte Preiserhöhung von ca. 10 % handeln. Zu Lasten des Steuerzahlers versteht sich.
Denn das HZB zahlt eh eine separate Anschlussgebühr für ihre satten 57 GWh p.a. Verbrauch (57.000.000 kWh) -Tendenz steigend- und dazu einen niedrigeren Industriearbeitspreis.

Bezogen auf ihren Verbrauch erhöhte sich dadurch die Rechnung des HZB mal eben um 0,02 € x 57*10^6 = 1,14 Mio €! Tendenz steigend wie oben angemerkt wird.

Das ist die leichte Arbeitspreiserhöhung.
Frau Hanke vermeidet eine einfache Dreisatzrechnung, wohl um ihre Leser nicht zu überfordern, dafür geht sie aber ins Volle mit ihrer Propaganda. Und von Öko-Strombezug aus Skaninavien ist im „Bekennerschreiben“ der Frau Hanke an den Frager auch keine Rede mehr. Nur vom „normalen Strommix“ (wie auch anders), aber „eingesparten“ 17.400 t CO2. Die müssen dann wohl vom Himmels fallen. Im Normalsprech des Normalbürgers nennt man ein solches Vorgehen „Etikettenschwindel“ oder offiziell Betrug. Eigentlich überall ein Fall für den Staatsanwalt. Nur nicht im EU-Deutschland.
So einfach kann „Klimaschutz“ sein.

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29 Kommentare

  1. Strommix Deutschland, Gestern den 25.01.2020 um 18:00 in Gigawatt.

    78,577 GW Gesamter Strombedarf
    davon „Grüner Ökostrom“:
    3,725 GW Wind ( Land)
    2,809 GW Wind ( See )
    1,751 GW Wassekraft
    0,0 GW Solarstrom
    5,649 GW Biomasse ( Silomais aus Biogasanlagen)
    Summe: 13,934 Ökostrom
    Somit 18 % Ökostrom

    Die Restlichen 82 % stammen( NOCH ) aus Gas,Braun/Steinkole, Kernkraft ect.

    Meine eigene PV Anlage erzeugte auch kein Strom, und der Windpark in Sichtweite erzeugte auch kaum Strom.

    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/16.01.2020/23.01.2020/

  2. Herr Dr. Buer hat ein schönes Video zum grünen Strom = Blutstrom gemacht

    Dr. Friedrich Buer: Windkrafträder – unzumutbare Belastung für Mensch & Tier? 21.06.2015

    https://www.youtube.com/watch?v=FF6mK2Xjkdg

    Windräder als Vogelmordanlagen, Fledermaus-Killer, Eiswerfer, Verursacher von krankmachendem Infraschall, Vernichter von Immobilienwert und Frieden der Dorfgemeinschaft und Burgergesellschaft – Folgen einer verbecherischen Politik und Ökodiktatur der Öko-Gangster, Gauner und Ganoven, einer Verschleuderung der Steuergelder, öffentlichen Finanzen, der Haushaltsmittel der Kommunen und Klingelbeutel-Einnahmen der pseudo-christlichen Kirchen (Beispiel: Von der durchgeknallten und dem Öko-Gaiaismus der Holy Chruch Of Global Warming huldigenden Kirchenleitung verspekulierte Millionenverluste des Evang.-Luth. Dekanats München) – alles im Namen einer von unchristlichen, geradezu satanistischen Ökoterroristen in den Kirchen mißbrauchten „Bewahrung der Schöpfung“ und eines vom BUND und BN (Hubert Weiger und andere Ökoenergie-Lobbyisten im angeblichen Naturschutz!) vergewaltigten Naturschutzes. Skandalöse Zerstörung von Tierwelt, Heimat, Umwelt und Schöpfung – verkauft als Klimaschutz durch perverse Pseudo-Naturschützer mit Abholzung in Naturschutzgebieten, satanische Antichristen der Ökoreligion, Volksverräterpolitik käuflicher Wissenschaftler und Abgeordneter vom Gemeinderat über Kreisrat, Landtag bis zum Bundestag und Bundesrat, gleichgeschalteter Medien in Presse und TV sowie gewissenloser gewerblicher Abzocker. „Grüner Strom ist blutiger Strom!“ Widerstand ist Bürgerpflicht!

  3. Es gibt überhaupt keinen Öko-Strom (der Begriff ist nicht geschützt) und der nicht so intelligente grüne Ökostrom-Bezieher kauft in Wirklichkeit den letzten Dreck, der zu Lasten und mit unglaublichen Qualen (viele Anwohner von Windrädern beschreiben die Dauerbeschallung als Folter und Mord) der Landbevölkerung abgerungen wird.

    Wir haben per heute 1120 Bürgerinitiativen gegen Windkraft, hier die Quelle:
    https://www.windwahn.com/karte-der-buergerinitiativen/

    und etwa 8.000.000 – 24.000.000 (also vierundzwanzig Millionen) Schallopfer im Land, Quelle:
    https://www.windwahn.com/2019/05/11/windraeder-haeufig-ursache-fuer-schlafstoerungen-und-mehr/

  4. Otto Hahn und Lise Meitner – Schreck in der Abendstunde, aber gotsseidank sind die im HZB schon entsorgt (ähnlich beim KIT in Karlsruhe) und der Schwefelgestank ist dank der furchtlosen Akademiker weg, uff!

  5. Schade, das der Link ( Ufer-Tappert-Interview-Ökostrom-für-Leipziger-Verkehrsbetriebe.-LVZ-120218.pdf ) nicht funktioniert.

    Hätte ich gerne mal gelesen – vielleicht gibt es ja noch eine Alternative!?

  6. Die norwegische Stromerzeugung betrug im Jahr 2019 133,4 TWh und der Verbrauch 133,5 TWh. Im Sommer wurde viel Strom über die existierenden Stromkabel in die nordischen Länder und die Niederlande exportiert, im Winter mehr Strom importiert.

    Seit 1960 gibt es immer wieder Jahre, in denen die norwegische Stromproduktion nicht ausreicht, um den Verbrauch im Land zu decken. Die Besonderheit in diesem Jahr bestehe darin, dass neben Strom aus Wasserkraft viel Windkraft erzeugt wurde. Ohne diese Windenergie müsste noch mehr Strom importiert werden.
    Aus der offiziellen norwegischen Energiebilanz. Also, macht euch keine Sorgen wegen Atomstrom aus Schweden. Bringt gar nichts. War gerade in Norwegen. Über 50% der Neuzulassungen im PKW-bereich sind E-Autos. Infrastruktur hervorragend ausgebaut. Sie haben halt das Geld. Das wir auch hätten, wenn wir wollten.

    • Nun ja,die Feststellung “ …die haben halt das Geld …. trifft ins Schwarze. Von wem und und durch was hat dieses knapp 6 Mio Bürger starke Land. Genau, durch den Verkauf von Öl und Gas an die Umweltverschmutzer. Norwegen hat keine nennenswerte Industrie im Vergleich zu Deutschland. Der Großteil des Staatshaushalt incl. Renten und Gesundheitssystem wird durch den Verkauf fossiler Energie finanziert. Anders ausgedrückt: Norwegen hat eines der größten Pro-Kopf-Einkommen nur aufgrund seiner Bodenschätze.
      Norwegen stellt sich als Vorreiter in Sachen Umweltschutz dar und wird von den Ökologisten auch so gefeiert. Konsequenterweise muss Norwegen sagen: Wir, die Vorreiter der CO2 Vermeidung durch Wasserkraft und E-Mobilität, liefern keine dreckige Energie mehr. Ich bin mal gespannt, wie lange die finanziellen Reserven reichen, den finanziellen Status der reichen Norweger zu halten.
      Um nochmal bei Norwegen zu bleiben. Die haben viele Wasserkraftwerke und nur wenige Pumpspeicherwerke. Die Vorstellung, wir liefern im Sommer den Norwegern unseren dann massenhaft vorhandenen Solarstrom und dafür wird die Leistung der Wasserkraftwerke gedrosselt …. bis sie überlaufen…weil ja immer wieder Wasser nachfließt, sonst wäre es ja kein Wasserkraftwerk 🙂 Und im Winter, wenn wir den Strom wieder haben möchten(jetzt kommen zu dem schon bezahlten Preis nochmal die Speicherkosten und die Leitungsverluste on top,) …..dann haben die Norweger ein Problem. Aber halt, wird der Ökologist einwerfen, wir wollen ja nicht die ganze Kapazität der gerade mal 5,6 Mio Einwohner haben, sondern nur einen Teil (kurzer Einwurf: Es gibt auch noch andere europäische Interessenten an diesem Denkmodell). Wenn es denn nur ein Teil ist; über welche Mengen denkt unsere politische und wissenschaftliche Führungsriege nach; so 4-5% ?
      Man kann sich vieles schönreden.

    • 1. Die E-Autos in Norge sind stark subventioniert, auf Kolben-Autos liegen heftige Luxussteuern
      2. Der Strom ist billig
      3. Die Nebenkosten Wohnen sind günstig
      4. Norweger verdienen das Doppelte in gleichen Berufen u. gut in nahezu jedem Job, von dem man in Dtl. 3 bräuchte
      5. Der Staat könnte jedem Bürger 48.000€ auszahlen, von diesem Vermögen fördert er alleine von den Zinsen zahlreiche Projekte
      6. Das Vermögen kommt woher? Fossile Bodenschätze!
      7. Jede Überstunden wird mit 100% vergütet
      8. Wohneigentum wird stark gefördert
      Ich glaube, hier werden Äpfel mit Grünkohl verglichen

  7. Ich habe mich früher auch über dieses Verdummung aufgeregt, bin aber mittlerweile soweit, dass ich es für Gut heiße, weil die Grünen dies alles glauben.

    Zu den Fakten: Norwegen ist ein Ländchen mit 5,3 Mio Einwohner und sehr viel Wasserkraft. Der Stromverbrauch ist sehr hoch. Die mittägliche Spitzenlast liegt bei 20GW (bei uns 90GW also ca. 4-facher Bedarf pro Kopf). Die Fiktion ist ja, dass die Norweger uns den Kohle-und Atomstrom abnehmen und wir dafür ihren Wasserkraftstrom erhalten (kostet halt was). Da sich beides ja die Waage hält, heben sich die Energieströme auf. Das dieses Modell funktioniert, kann auch bei den ENTSOE-Statistiken verifiziert werden. Es findet Netto so gut wie kein Energiefluss statt!

    Wahrscheinlich können wir auch zumindest zeitweise etwas mehr sauberen Strom beziehen und diesen dann solange im Netz speichern bis die Sonne wieder scheint.

    Jeder normal denkende Mensch erkennt den Schwindel, nur die Grünen-anhänger Freuen sich, dass sie so günstig Grünstrom beziehen können. Was sie in der Haltung bestärkt, dass dieses üble Geschwätz der Klimaleugner über die hohen Kosten für Erneuerbare purer Unsinn ist.

    Ich befürchte nur, dass irgend jemand mal nachrechnet, um wie viele Megawattstunden es wirklich geht, und dass diese in Norwegen nie produziert worden sein können. Dann kommt Greta und hält uns die Klimasünden vor und fährt auch keine Bundesbahn mehr, da 0%-CO2 ein großer Schwindel ist.

    • Wahrscheinlich können wir auch zumindest zeitweise etwas mehr sauberen Strom beziehen und diesen dann solange im Netz speichern bis die Sonne wieder scheint.

      Mein Strom ist blitzsauber. Er kommt aus der Steckdose, und gerade jetzt wohl aus Jänschwalde. Jedenfalls nutzen wir ihn sogar um unsere Wäsche mit seiner Hilfe zu waschen, und zu trocknen. Ja, wir kochen und braten sogar mit diesem Strom. Mit schmutzigem Strom würden wir das niemals tun.
      Ist das bei Ihnen anders?

  8. Ach, dass ist doch nichts neues, den Deutschen kann man Heizdecken für 400 € verkaufen, für 19,99 € im Monat umsonst telefonieren wird auch gerne gebucht, da ist der Ökostrom aus Norwegen (für die 400 € Heizdecke) doch ein Muss; wer will denn schon Kohlestrom haben, der macht am Ende noch Dreck vor der Steckdose. Wir schaffen das….

    • Ändert aber nichts. Man sehe sich unten stehende Diskussion zwischen mir und zwei „Ökostromkunden“ an. Die Gesinnung zählt, und nur die Gesinnung. Wer Norwegischen Ökostrom bestellt hat schon seinen Beitrag geleistet, die physischen Stromflüsse versteht eh niemand. „Wenn der Taler in dem Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt“, funktioniert heute mit „Ökostrom“. Das Theaterstück ändert sich nicht über die Jahrhunderte, nur die Kulissen wechseln. Heute spielt der Betrug vor der Öko-Kulisse. Wir schaffen das….

  9. „Wenn sie ihren gesamten Wasserkraftstrom verkaufen, werden sie wahrscheinlich Kohlestrom (PFUI!) für ihren Eigenverbrauch einsetzen müssen!
    Werden sich die Norweger/Skandinavier trotzdem nach wie vor nur geringe CO2-Emissionen anrechnen lassen – und die Deutschen lassen sich ebenfalls niedrige Emissionenen anrechnen, weil sie ja Ökostrom aus Skandinavien einsetzen? Ist ja auch nur ein kleiner Betrug, den keiner bemerkt…“

    Kleiner Tippfehler: Das „Werden“ am Satzanfang soll vermutlich ein „Während“ sein.

    Zum Inhalt:
    Das geht eigentlich nicht. Es ist klar geregelt, dass die Emissionen dem Land zugerechnet werden, in dem der Kohlestrom produziert wird. Unabhängig davon, ob dieser Strom im Lande verbleibt oder exportiert wird. Doppelte Buchungen sind also unmöglich.

    Übrigens gibt es im Festland-Norwegen überhaupt keine Kohlekraftwerke. Norwegens einziges Kohlekraftwerk befindet sich auf Spitzbergen und liefert gerade mal 12 MW elektrische Leistung.

    • Ja, für Grünstrom gilt die Physik, aber auch die Marktwirtschaft.

      Aus ihrem Link:
      „Für allen Grünstrom gilt ohnehin die Physik, und die bedingt, dass aus der heimischen Steckdose immer der Strom vom nächstgelegenen Erzeuger fließt. Wer vom Küchenfenster auf ein Kohlekraftwerk schaut, bekommt dessen Strom auch dann, wenn ein 100-Prozent-Ökotarif auf der Rechnung steht.“

      Was nachgefragt wird, wird produziert (so weit es geht, schon klar, siehe Graustrom). Wenn Sie kohleverstromungslastigen Strom abonniert haben, dass sind das ihre Emissionen, auch wenn nach den Gesetzen der Elektrizität der Strom meist aus dem benachbarten Windpark kommt. Unabhängig davon, was aus der Steckdose nun konkret kommt, gilt: Jeder ist für das verantwortlich, was er bestellt hat. Man kann nicht Kohlestrom nachfragen und damit produzieren lassen und die Emissionen dann jenen anrechnen, die in unmittelbarer Nähe des Kohlekraftwerks wohnen.

      Die Physik regelt die Verteilung des Stroms, für die Frage der Verantwortung und die Anrechnung des produzierten Stroms liefern Physik-Lehrbücher keine Antworten.

      • Sie bewegen sich schon im Reich des Narrativs. Es ist also nur wichtig „was man bestellt“, auch wenn die physikalische Realität diese „Bestellung“ ad absurdum führt, es zählt die Gesinnung, nur darin liegt die eigene Verantwortung. Es genügt also Norwegischen „Ökostrom“ zu bestellen um seiner Verantwortung gerecht zu werden – auch wenn es physikalisch unmöglich ist dass jemals ein Energiefluß aus Norwegen zustande kommen kann. Sie trennen hier auf obzöne Weise die „Verantwortung“, sprich die Gesinnung von der Physik, also der Realität. Es spielte keine Rolle ob eine Frau tatsächlich den Hagel herbei gehext hatte, die Physik der Atmosphäre regelte den Niederschlag, auf die Verantwortung der Wetterhexen liefern Physik-Lehrbücher keine Antworten. Sie muss brennen, die Hexe. Wir schaffen das.

        • Mal ein Beispiel, Herr Pesch:

          Person A ordert ein T-Shirt, welches in Deutschland produziert wird. Person B ordert ein identisches T-Shirt, welches durch Kinderarbeit in Bangladesch produziert wurde. Im Lagerhaus sind alle T-Shirts durchmischt worden, der Zufall entscheidet, welches Person A und Person B nun erhält.

          Wer trägt die Verantwortung für das T-Shirt aus Kinderarbeit? Der, der bestellt hat? Oder der, der das betreffende T-Shirt schließlich erhält? Ich denke, da gibt es nichts, worüber man diskutieren müsse.

          PS:
          Der Strom von Lichblick wird bei deutschen Wasserkraftwerken eingekauft, siehe https://www.lichtblick.de/privatkunden/oekostrom/wasserkraft-stromquellen/

          @ Karsten Leibner
          Ihr alter Herr wusste sicherlich noch, wie man Elektromeister schreibt…

          • Ihr falsches Beispiel macht Ihr Narrativ auch nicht besser. Man kann physische Güter (T-Shirt) nicht mit Energieflüssen in Stromnetzen vergleichen. Letztere sind den durch Ohm und Kirchhoff formulierten Naturgesetzen unterworfen und von daher prinzipiell nicht mit Warenströmen aus materiellen Gütern vergleichbar. Für Sie gibt es nichts zu diskutieren weil Sie keinerlei Ahnung von den physikalisch-technischen Grundlage der Stromwirtschaft haben. Es ist genau diese tiefe Ahnungslosigkeit der politisch relevanten Mehrheit in der Gesellschaft die das Narrativ des „Ökostrombezugs“ am Leben hält. Dass Sie das nicht verstehen, macht ja nichts, aber bitte versuchen Sie nicht Ihre Gesinnungtat als Baustein einer „Energiewende“ hin zu stellen. Se sind nichts als ein naiver Gutmensch der glaubt „Ökostrom“ zu generieren; Sie generieren nur Gewinne an Stellen die Sie gar nicht überblicken.

        • @Gerald Pesch
          „Es genügt also Norwegischen „Ökostrom“ zu bestellen um seiner Verantwortung gerecht zu werden – auch wenn es physikalisch unmöglich ist dass jemals ein Energiefluß aus Norwegen zustande kommen kann.“

          Ich zahle in Norwegen einen 50€ Geldschein bei Western Union ein und mein Bruder holt sich in Passau von Western Union einen 50€ Geldschein ab, ist das physikalisch der selbe Geldschein ?

          Entscheiden ist doch das jemand in Norwegen die 50€ eingezahlt hat die 50kWh in das Netz „eingezahlt hat“ das es jemand 50€ entnehmen kann oder die 50kWh entnehmen kann in Passau.

          • Aber nur wenn es einen funktionierenden „Datenstrom“ zwischen Western Union Norwegen und Western Union Passau gibt, ansonsten bekommt ihr Bruder in Passau genau Null ausgezahlt. Es gibt aber keine physischen Lastflüsse zwischen Norwegen und Deutschen „Ökostromkunden“. Geld ist nichts als ein virtueller Datensatz, Elektrische Energie muss aber in der realen Welt vom Erzeuger zum Verbraucher fließen, und das wird niemals der Erzeuger in Norwegen und der Verbraucher in Deutschland sein…..

      • Ich frage mal, was die Kaffeemaschine gerade anfordert!
        Wenn das mein alter Herr im Himmel liest, fällt er von der Wolke. Er war Elektro Meister.

  10. Die Bundesbahn fährt angeblich mit 100% Ökostrom, was eine erwiesene Lüge ist. Dennoch findet sich niemand, der diesen Betrug anzeigt oder wenigstens abmahnt.
    Hoffnungslos.

    • Ich habe die Deutsche Bahn bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass sie die offensichtlich falsche Propaganda lassen soll, da ich als Kunde eine Leistung bezahle und keinen betrügerischen Hinweis auf der Bahncard, zumal in Deutschland nicht alle Bahnstrecken elektrifiziert sind und natürlich mit Dieselantrieb gefahren werden muss. Jeder Idiot ohne tiefergreifende Kenntnisse kann diesen offensichtlichen Betrug einfach nur jeden Tag feststellen, wenn er sich auf den Bahnhof begibt.

  11. Wir haben es ja! Dazu passend: Gestern waren wir auf einer Werbverkaufsveranstaltung einer Projektiererfirma für Windräder. Konnten nichts handfestes präsentieren, aber die „Bürger“ sollen sich doch an geplanten WKA 1000 m von ihren Wohnungen beteiligen. Für manche war neu, dass 10H in bayern nicht gleich 10H ist.
    Ganz interessant waren die Aussagen von mehrern Mitarbeitern der Wasserkraftwerke an Donau und Lech, wieso denn Windräder gebaut werden sollen, wo doch bei ihnen immer öfter das Wasser nur durchlaufen muss und kein Strom mehr produziert werden darf. Energie aus vorhandenen Laufkraftwerken wird nicht genutzt. Der Verbraucher darf aber zahlen. Irrsinn der Energiewende, wie alles was grüne Politik ist!

  12. Die meisten Journalisten und Karrieristen predigen heute halt rotgrün. Selbst die „Klimafachleute“ beim Deutschen Alpenverein schreiben über „Kipppunkte“, wie ich neulich gelesen habe und was mich postwendend zu einer Leserzuschrift animierte. Diese Spezies wusste schon immer, wo es lang geht und was gewünscht wird…

    • Hallo Herr Dr. Ullrich,

      lange schon lese ich mit Vergnügen Ihre Kommentare hier. Thema Alpenverein: Mein Vater, seit mehr als 60(!) Jahren dort Mitglied, wollte just wegen dieses Artikels dort austreten. Wir sind gespannt, ob die Ihre Leserzuschrift veröffentlichen oder ob Sie Antwort erhalten! – Apropos Alpen, kennen Sie die Videos von Günther Aigner von Zukunft Skisport? Lohnen sich!

      Herzliche Grüße, Liselotte Kornstaedt

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