Während NOAA/NASA behaupten, 2019 sei das „zweitwärmste Jahr jemals“ gewesen, …

Anomalien? In der Natur gang und gäbe wie bei dieser Tomate! Bild: Steuermann / pixelio.de

… zeigen andere Daten, dass 2019 in den USA kühler als 2005 ausgefallen war.
Anthony Watts
[Vorbemerkung: sämtliche Temperaturangaben und -differenzen im Original sind in Grad Fahrenheit genannt, werden aber in dieser Übersetzung gleich in Grad Celsius umgerechnet angegeben. – Ende Vorbemerkung]
Heute kam von der American Meteorological Society (AMS) anlässlich des Rummels um das 100-jährige Bestehen dieser Gesellschaft eine Presseerklärung des Inhalts, dass der NOAA sowie NASA GISS zufolge das Jahr 2019 laut deren Klimadaten das zweitwärmste Jahr jemals gewesen sei.

Deren Präsentation, die das angeblich belegen soll, steht hier (PDF).

Meiner Ansicht nach ist die Presseerklärung von NOAA/NASA (nebst deren Diashow) inkonsistent. So können sie sich nicht einmal auf einen allgemeinen Referenz-Zeitraum für Vergleiche einigen. Einige Graphiken beziehen sich auf die Periode 1951 bis 1980, andere auf den Zeitraum 1981 bis 2010, um Anomalie-Plots zu erstellen. NOAA und NASA sind es der Öffentlichkeit schuldig, Klimadaten mit einem konsistenten Basiszeitraum zu präsentieren, widrigenfalls es sich nur um schlampige Wissenschaft handelt. NASA GISS hat sich permanent geweigert, den Basiszeitraum 1951 bis 1980 zu aktualisieren, wie es die NOAA getan hat, nämlich auf den Zeitraum 1981 bis 2010. Stur wie ein Panzer lehnt GISS eine solche Aktualisierung ab, obwohl sie wiederholt darob verurteilt worden ist.

Jener Zeitraum von 1951 bis 1980 war rein zufällig der kühlste Zeitraum im 20. Jahrhundert. Zieht man diesen Zeitraum also als Referenzperiode heran, kommt in den NASA GISS-Plots eine deutlich vergrößerte Erwärmung heraus. Die meisten Laien werden dem niemals auf die Schliche kommen. Ein einfacher Vergleich der beiden Graphiken zeigt die Differenz in den Spitzenwerten:

Quelle: NASA GISS
Quelle: NOAA NCEI

Die Differenz zwischen den beiden Analysen beträgt bei NOAA 0,95°C und bei NASA GISS 0,98°C.

Dabei wird zwischen einigen Jahren überhaupt nicht separiert:

Man fragt sich, ob NOAA/NASA die Temperatur der Erde überhaupt auf ein Hundertstel Grad genau messen kann. Meiner Erfahrung nach ist das nicht der Fall.

Damit man mich nicht der Haarspalterei beschuldigt, behalte man im Gedächtnis, dass während des letzten Dekaden-Übergangs die NASA Folgendes zum Jahr 2009 und zur Dekade 2000 bis 2009 gesagt hatte:

NASA-Forschung: letzte Dekade war die wärmste jemals, 2009 eines der wärmsten Jahre

Das vergangene Jahr war um einen Bruchteil eines Grades kühler als 2005, dem wärmsten Jahr jemals, mit dem Jahr 2009 gleich einer Anzahl anderer Jahre – 1998, 2002, 2003, 2006 und 2007 – als dem zweitwärmsten Jahr.

Während der letzten drei Jahrzehnte zeigt die Temperaturaufzeichnung des GISS einen Aufwärtstrend von 0,2°C pro Dekade. Insgesamt sind die Temperaturen seit dem Jahr 1880 um etwa 0,8°C gestiegen.

Das ist eine wichtige Zahl, die man sich merken muss“, sagt der GISS-Klimatologe Gavin Schmidt. „Die Differenz zwischen dem zweit- und dem sechstwärmsten Jahr ist trivial, weil die bekannte Unsicherheit bei Temperaturmessungen größer ist als einige der Differenzen zwischen den wärmsten Jahren“.

Quelle: https://www.nasa.gov/home/hqnews/2010/jan/HQ_10-017_Warmest_temps.html

Aha! Geringe Bruchteile von einem Grad spielen keine Rolle, wenn es darum geht, Behauptungen bzgl. Klima aufzustellen.

Aber in diesem Jahr sagt Dr. Schmidt:

Im Jahre 2015 wurde die 1-Grad-Celsius-Marke überschritten, und es sieht nicht so aus, als würde es wieder zurückgehen. Das zeigt, dass das, was vor sich geht, persistent ist und nicht eine Schwankung aufgrund irgendwelcher Wetterphänomene: wir wissen dass die langzeitlichen Trends getrieben werden von den zunehmenden Treibhausgasen in der Atmosphäre“.

Quelle: https://www.nasa.gov/press-release/nasa-noaa-analyses-reveal-2019-second-warmest-year-on-record

So viel bzgl. der Bedenken hinsichtlich „Unsicherheit“ und „trivialer“ Differenzen der Temperatur. Interessanterweise wissen die meisten Menschen das zwar nicht, aber NASA GISS ist keine wahrhaft unabhängige Analyse. Man zieht GHCN-Daten hera, die von NOAA NCEI aufbereitet worden waren. NASA GISS verwendet die gleichen Daten, doch kommen die Daten dort auf magische Weise etwas wärmer heraus, was es ihnen gestattet, diese Art Behauptungen Jahr für Jahr aufzustellen hinsichtlich des „wärmsten Jahres jemals“.

Da wir nun schon mal beim Thema Datensätze und geringe Temperaturdifferenzen sind, folgen hier ein paar unbequeme Daten, von denen niemals die Rede ist.

Das US Climate Reference Network (USCRN) verfügt über die qualitativ besten Daten des Planeten, aber dennoch werden diese Daten niemals in den NOAA/NASA-Presseerklärungen angeführt. Entsprechend im Jahre 2005 beauftragt hält man dort die genauesten, unverzerrten und nicht adjustierten Daten jedweder Klima-Datensätze.

Das USCRN weist keinerlei Verzerrungen auf, und es besteht kein Bedarf an Adjustierungen, was diesen Datensatz meiner Ansicht nach zur Grundwahrheit bzgl. Klimawandel macht.

In der folgenden Graphik aus den zusammenhängenden 48 US-Staaten [US48], aktualisiert bis zum Jahr 2019, zeigt sich, dass das Jahr 2019 um etwa 0,42°C kühler war als das Anfangsjahr des Datensatzes 2005:

Quelle: NOAA’s live online data plotter

Obige Daten sind nicht von mir geplottet und auch in keiner Weise adjustiert worden. Es sind zu 100% NOAA-Daten, und die Tatsache, dass das Jahr 2019 in den US48 kühler war als das Jahr 2005 ist unbestreitbar. Die zwei großen Spitzen hängen mit El Nino-Ereignissen zusammen, welche nicht nur die USA, sondern die ganze Welt erwärmt haben.

Nun sind die USA nicht die ganze Welt, und der Datensatz ist kürzer als die geforderten 30 Jahre bzgl. Klimadaten. Das aus der Graphik hervorgehende Fehlen jeder Erwärmung in den US48 seit 2005 zeigt, dass die von der NOAA und der NASA verwendeten Daten des antiquierten Global Historical Climate Network (GHCN) Warm-Verzerrungen aufweisen infolge Verstädterung und Adjustierungen der Daten. Das habe ich schon in einer früheren Arbeit von mir hier beschrieben.

Man stelle sich vor, es gäbe auf der ganzen Welt ein so hoch qualitatives und modernes Temperatur-Aufzeichnungsnetzwerk wie in den USA. Streit bzgl. Datenqualität, Adjustierungen, UHI, Zeit der Messung sowie vieler anderer Kleinigkeiten, welche die Daten beeinflussen und verzerren, würde verschwinden.

Aber noch etwas anderes ist hier interessant. Sämtliche Temperaturgraphiken, um den Klimawandel zu belegen, sind sehr stark vergrößert. Damit sollen Variationen von einem Grad oder weniger deutlich hervortreten. Unglücklicherweise ängstigen diese Vergrößerungen die Bevölkerung oftmals, wird doch damit bei ihr der Eindruck erweckt, es handele sich um „massive“ Temperaturanstiege.

Glücklicherweise gestattet der NOAA-Online-Plotter die Adjustierung der vertikalen Achse, und wenn man diese bzgl. Klimadaten so adjustiert, dass sie zum menschlichen Temperaturempfinden passen, sieht alles schon viel weniger alarmierend aus.

Hier folgen einige Vorher-Nachher-Beispiele, wobei die „Nachher“-Plots der menschlichen Erfahrung bzgl. Temperatur angepasst sind, die typischerweise von -18°C bis 38°C reicht. Die Null-Linie in diesem Anomalie-Plots geht von einer mittleren globalen Temperatur von 14,7°C aus:

US Climate Reference Network:

Contiguous USA Climate Divisions (GHCN/COOP) Network (old style weather stations):

Quelle: NOAA online data plotter

NASA GISS for the world (Land and ocean temperature):

Quelle: NASA 2020 Press release

Auf einmal sieht der „Klimawandel“ viel weniger ängstigend aus, wenn man die Temperaturänderung in der Größenordnung der menschlichen Erfahrung darstellt.

Aktualisierung

Für all jene, die nach einer Replikation fragen, folgen hier die USCRN-Daten von 2005 bis 2019, unabhängig zusammengestellt in einer Präsentation über die kontinentalen 48 US-Staaten (CONUS), aber mit einer anderen Referenzperiode. Das hat Dr. Mark Albright von der University of Washington getan und mir per E-Mail zugesandt.

Quelle: https://atmos.uw.edu/marka/crn.2016/usa48/usa48.crn.2005-2019.png

Dr. Albright schreibt:

Ich bezog mich auf den Referenzzeitraum 2002* bis 2018, um „normale“ oder klimatologische Werte an jedem CRN-Messpunkt zu bestimmen. Ich habe nicht versucht, diese auf 1981 bis 2010 zu adjustieren. Ich glaube, dass NCEI diese Art der Adjustierung bei den CRN-Daten vornimmt. Ich habe Adjustierungen so gering wie möglich gehalten, was ziemlich identisch ist mit gar keinen Adjustierungen.

*Das Anfangsjahr variiert eigentlich von 2002 bis 2008, abhängig davon, wann der Messpunkt eingerichtet worden ist.

Übrigens, am 3. Januar 2020 plottete ich auch die Daten aus Kalifornien im Zeitraum 2009 bis 2019. Man kann den großen Temperaturrückgang seit 2014 erkennen (hier).

Und an der Pazifikküste [Pacific Northwest] zeigt sich ein starker Rückgang seit dem Temperatur-Spitzenwert des Jahres 2015 (hier).

Am interessantesten ist hier zu beachten, dass wegen der unterschiedlichen Referenz-Zeiträume und des anderen Verfahrens von Albright die Spitzenwerte niedriger sind als die Spitzen in der NOAA USCRN-Graphik.

Beispiel: Das Jahr 2012

Der Spitzenwert [der Abweichung] bei NOAA beträgt 1,4°C, bei Albright 0,9°C.

Die Wahl von Referenzzeiträumen und die Verfahren zur Erzeugung derselben spielt eine Rolle, vor allem wenn es um ein einzelnes Jahr geht, welches das „heißeste jemals“ gewesen sein soll. Wenn eine Anomaliedaten präsentierende Gruppe ihre eigene Referenzperiode nebst des Verfahrens zur Erstellung derselben wählt, können sie essentiell die Spitzen-Amplitude größer oder kleiner machen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/01/15/while-noaa-nasa-claims-2019-as-the-second-warmest-year-ever-other-data-shows-2019-cooler-than-2005-for-usa/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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20 Kommentare

  1. Nach Meinung mehrerer Forscher sind Windmühlen Ursache für Trockenheit und höhere Temperaturen.

    https://philosophia-perennis.com/2020/01/26/wenn-klimaschutz-zum-klimakiller-wird/

    Für das Wissenschaftsportal „scinexx.de“ hatten deutsche Wissenschaftler errechnet, dass die 1300 auf See und 29 200 (Stand 2018) an Land installierten Windenergieanlagen in Deutschland bereits einen zusätzlichen Temperaturanstieg von 0,27 Grad Celsius innerhalb der vergangenen fünf Jahre bewirkt haben.

    Mit 210,73 Gigawatt ist China das Land mit der größten installierten Windenergieleistung weltweit (Stand 2018). Es folgen die USA mit 96,52 und Deutschland. Bereits vor zehn Jahren meldeten chinesische Physiker und Meteorologen Forschungsbedarf zur Windenergie an.
    Am 12. November 2010 publizierte die „South China Morning Post“ (Hongkong) einen denkwürdigen Artikel. „12 Kilometer nördlich der Huitengliang-Windfarm in Xilinhot, Innere Mongolei, beobachtete der Hirte Siqinbateer ein seltsames Phänomen auf seiner Weide, das selbst Meteorologen verwirrt. ‚Der Erdboden erwärmt sich schnell wie ein Ofen, und nicht ein Tropfen Regen fällt‘, sagte er während der Regensaison

  2. Ich kenne alle diese Klimamodelle nicht. Ich weiß nur, dass ich bei meinen Wanderungen, hier in Vorarlberg und in der Schweiz, dort, wo ich vor 20 Jahren noch einen Eispickel benötigt habe, noch lange gehen kann, um Eis zu sehen. Ich weiß nur, dass ich bei meinen Besuchen in Norwegen und meinen Kontakten mit Freunden auf Grönland völlig andere Landschaften vorfinde, als vor noch 10 Jahren. Ob der Mensch dran Schuld hat? Ich persönlich vermute ja, aber auch wenn wir es nicht genau wissen, sollten wir doch alles tun, um einen weiteren Anstieg zu verhindern. Das sind wir den nächsten Generationen schuldig.

    • Ich persönlich vermute ja, aber auch wenn wir es nicht genau wissen, sollten wir doch alles tun, um einen weiteren Anstieg zu verhindern. Das sind wir den nächsten Generationen schuldig.

      Was verstehen Sie unter „alles“?

    • „Ich persönlich vermute ja, aber auch wenn wir es nicht genau wissen, sollten wir doch alles tun, um einen weiteren Anstieg zu verhindern. Das sind wir den nächsten Generationen schuldig.“

      Das habe ich früher auch mal gedacht (im Zweifel lieber zu viel tun). Bis ich begriffen habe, dass wir mit dem „alles/zu viel tun“ in jedem Fall die Lebensgrundlagen unserer Kinder zerstören, nämlich eine funktionierende Wirtschaft, die überhaupt erst die Grundlagen für irgendwelche weiteren Handlungsmöglichkeiten schafft.
      Also: Im Zweifel lieber zu wenig tun. Ein Klimawandel mit (möglicherweise) menschgemachtem Anteil lässt sich besser überleben als die (sichere) Zerstörung unserer gesamten Energieversorgung.
      (Und wo sollen wir dann das Geld hernehmen, um, wie oft gefordert, noch den Entwicklungsländern bei CO2-Vermeidung zu helfen?)

    • „Das sind wir den nächsten Generationen schuldig.“

      Wir sind den nächsten Generationen eine gesunde und intakte Umwelt, worauf der Mensch nur ganz begrenzt Einfluss hat und ein Leben in Wohlstand schuldig, was sehr viele XXXXXlöcher verhindern wollen.

      Ich gehe davon aus, dass Sie die hochgradig verbrecherische CO₂‑Lüge, mit der nur massiver Schaden angerichtet wird, wie jeder ganz aktuell sehen kann, als Lösung vorschlagen wollen.
      Ob mit Gletschern oder ohne Gletscher, das ist unwesentlich für die „nächsten Generationen“.
      Nur Verbrecher geben vor, auf das Verhalten der Gletscher einwirken zu können.
      Der Trend führt anscheinend wieder zum Wachstum, was ganz sicher nichts mit der ganzen Klimabetrügerei zu tun hat.

    • Warum wollen Sie einen Temperaturanstieg verhindern? Warmzeiten waren für alle Lebewesen stets positiv.Nicht umsonst werden sie von den Historikern Klimaoptima genannt.Gönnen Sie Ihren Nachfahren kein besseres Klima ?

  3. Es ist völlig absurd nur kurze Zeiträume zur Bewertung der Temperaturvariabilitäten auf der Erde zu nehmen. Und man muß auch sicherstellen daß die Temperaturen nicht während der Vergangenheit fabriziert wurden, wie das mit denen der Ozeane der Fall ist, wo Wassermassen aus der Tiefe z.B. nach 400 Jahren wieder nach oben kommen.
    Deshalb sind nur innerkontinentale Temperaturmessungen nutzbar.
    Und unbeeinflußte und vollständige Daten gibt es nur von den USA. Vor allen Dingen sind die Meßgeräte da außerhalb von Orten hingestellt.
    Und siehe da: Da wird es seit 1950 kälter. Und wärmer wurde es da seit 1880 bis ca. 1930. Aber das ist ja nix Neues. Daß mit diesen Periodizitäten gibt es schon sehr lange. Nur läßt man in Europa und Asien die Menschen nicht gratis an die Meßdaten ran. Nur die US-Daten kosten nix. Allerdings sind die Daten nicht korrigiert und da kommt es schon mal oft vor daß TMAX und TMIN vertauscht sind und sonstige Fehler vorhanden sind.
    Nur eins ist da klar: TMAX geht seit 1950 im Mittleren Westen nach unten. Nix mit „Klimaerwärmung“.

  4. Die ganzen Diskussionen um ein paar zehntel Grad hin oder her mögen wissenschaftlich reizvoll sein, sind aber für den heutigen „Klimawahnsinn“ völlig irrelevant. Damit spielt man der Klimakrisenmafia nur in die Karten. Tatsache ist, dass sich das Klima der Erde schon immer gewandelt hat, ganz ohne Einfluss von Menschen. Mal war z.B. Deutschland nahezu von Gletschern bedeckt, mal von tropischen Meeren überflutet. Die entscheidende Frage ist doch, gibt es derzeit einen menschlichen Einfluss auf das Klima durch menschengemachtes CO2. Dazu werden allerdings von den Protagonisten nur ein paar Korrelationen gehypt, weil alle möglichen Klimakrisengewinnler (Staaten, Politiker, Firmen und Einzelpersonen) sich davon einen riesigen finanziellen Gewinn und Macht versprechen. Eine Kausalität konnte bisher empirisch nicht aufgezeigt werden. Wie wäre es denn, wenn man mal ein paar andere Korrelationen untersucht:
    – seit in Deutschland die Storchpopulation gestiegen ist, gibt es immer mehr Extremwetterlagen, also tötet die Störche,
    – seit der Bevölkerungsexplosion der Erde seit 1900 (über 6 Milliarden mehr) hat sich allein durch die Abwärme dieser zusätzlichen Menschen die Lufttemperatur erhöht, also schafft die Menschen ab.
    Mit ein wenig kreativem Denken könnte man noch viele solcher idiotischen Korrelationen finden. Also hört auf, über ein paar zehntel Grad zu spekulieren, sondern hinterfragt die völlig unbewiesene Behauptung eines sogenannten Treibhauseffekts für die gesamte Erde auf Grund von CO2 und die völlig unwissenschaftliche Verwendung einer Korrelation als Kausalität.

  5. Ob es sinnvoll ist ,daß sich EIKE mit der Diskussion um 100stel Grade beschäftigt wage ich zu bezweifeln.Sie lenken vom Thema ab.Es düfte unbestritten sein ,daß sich die Atmosphäre seit dem Ende der kleinen Eiszeit um ca. 1 grad erwärmt hat.Leider wird immer wieder vergessen ,daß sich die Temperatur in der kleinen Eiszeit reduziert hat.Genaue Zahlen kenne ich nicht ,vermutlich sind diese auch nicht verifizierbar mangels Meßergebnissen.Wir nehmen hilfsweise 1 grad an.Die negativen Folgen sind bekannt : Krieg,Hungersnöte ,Pestepidemie.Die Bevölkerung im heiligen römischen Reich hat sich nach dem 30 jährigen Krieg von 16 Mio auf 3 Mio reduziert.Seit 1900 hat sich die Weltbevölkerung von 1 Mrd auf heute 7,5 Mrd erhöht.
    Die bisherige Erwärmung war also keine Katastrophe sondern ein Segen. Ich bin ziemlich sicher daß sich zwischen Bevölkerungszahl und Temperatur für diesen Zeitraum eine positive Korrelation mathematisch ergibt.Ich habe mir diese Mühe gespart aber vielleicht kann EIKE das nachholen.
    Nach UN Berechnungen wird die Weltbevölkerung 2050 über 10 Mrd liegen sofern Prinz Philip nicht als tödliches Virus – wie er selbst wünscht- wiedergeboren wird.
    Computermodelle können Entwicklungen nur voraussagen ,wenn alle Variablen mit den richtigen Zusammenhängen eingebaut sind.Beim Klima fehlt bereits die wichtigste Variable nämlich die Sonneneinstrahlung .Diese bestimmt die Erdtemperatur.Ohne Sonne – 273 grd.Über die Variation der Sonneneinstrahlung ist wenig bekannt ,aber 0,3% Änderung bedeutet ca. 1 grd Temperaturänderung. 0,3% Einstrahlungsänderung zu messen dürfte bereits eine ziemliche Herausforderung darstellen.
    Alle Computermodelle sind solange Makulatur als nicht alle wichtigen Variablen
    im richtigen Zusammenhang eingebaut sind.
    Es wäre sehr erfreulich wenn Forschung in die Ursachen der bereits bekannten mehr oder weniger periodischen Klimaschwankungen und deren Hintergründe investiert würde.Von Regierungsseite ist da nichts zu erwarten,denn das wäre kontraproduktiv zu den Zielen der Regierung.
    Aber vielleicht finden sich echte Philantropen die dafür die Mittel aufbringen wollen.Der „Philantrop“ Soros gibt Milliarden aus um Kultur und Zivilisation zu zerstören.EIKE könnte doch mal einen Aufruf starten.Kostet nichts.

  6. Sich die Bezugszeiträume beliebig auszuwählen ist m.M. nach nicht Zeichen „schlampiger Wissenschaft“ (erster Absatz des Beitrages), sondern ganz klar ein Zeichen von permanenter Betrugsabsicht. Man weiß, welche Botschaft verbreitet werden soll und sucht sich das bestgeeignetste „Zeitfenster“, um die Botschaft „wissenschaftlich“ zu erhärten. Siehe MBH98 und MBH99 von Mann Bradley Hughes mit ihrer Hockeystick Kurve. Etwas anderes als Betrugsabsicht zu unterstellen wäre naiv. Die methodische Änderung der Principle Copmponent Analysis war kein Versehen angesichts der Möglichkeiten, sich im Netz darüber schlau zu machen.

    • Stephan Bujnoch schrieb am 23. Januar 2020 um 16:48:

      Sich die Bezugszeiträume beliebig auszuwählen ist m.M. nach nicht Zeichen „schlampiger Wissenschaft“ (erster Absatz des Beitrages), sondern ganz klar ein Zeichen von permanenter Betrugsabsicht. Man weiß, welche Botschaft verbreitet werden soll und sucht sich das bestgeeignetste „Zeitfenster“, um die Botschaft „wissenschaftlich“ zu erhärten.

      Bei den Temperaturreihen, bei denen sich die Bezugszeiträume (oder die Arbeiten, auf die Bezug genommen wurde), gingen die Anomalien oder die Temperaturwerte nach unten. Welche Botschaft sollte damit erhärtet werden?

      Das hat eher zu Verwirrungen geführt, siehe z.B. das nicht enden wollende Missverständnis beim Klimamanifest Heiligenrothe, das aus dem Wechsel des Bezugswertes von 15°C auf 14°C resultiert …

  7. Dr. Roland Ullrich schrieb am 23. Januar 2020 um 11:54:

    Mit Sicherheit sind die USCRN-Daten sehr viel glaubwürdiger! Und sie beschreiben immerhin die große Kontinentalfläche der USA, wo doch angeblich die Landtemperaturen auf der Nordhalbkugel die Alarmisten mit den höchsten Anstiegen entzücken… Und was für komplett andere Ergebnisse zeigen die USCRN-Daten!

    In den Kommentaren zum Artikel auf WUWT gab es einen Link auf einen Vergleich zwischen USCRN, Climdiv und USHCN. Ein Blick darauf lohnt sich. Bitte vorher tippen, welche der drei Reihen am höchsten liegt …

    • Ok, da gibt es für die USA eine Übereinstimmung, wobei ich den organisatorischen Hintergrund der genannten Datensätze nicht kenne. Warum verschwindet USCRN und wird von den anderen abgelöst? Gleitender Übergang? Ketzerisch: Hatten die bisherigen USCRN-Temperaturen nicht den gewünschten Verlauf und übernehmen jetzt andere? Interessant aber, dass variable Maßstabsänderung dort gleich mit angeboten werden – macht zumindest einen guten Eindruck.
      Überzeugt haben mich die Angaben des Autors zu der Verlässlichkeit der Daten und die Tatsache, dass man skeptisch gegenüber globalen Mittelungen mit all den „Adjustierungen“ und „geheimnisvollen“ Anstiegen sein muss, die zudem nachträglich immer steiler werden. Bereits für Deutschland werden solche Unterschiede sehr deutlich, abhängig von Wärmeinseleffekten und wer sich gerade für welchen Zeitraum und für welche Orte die Temperaturen heraussucht.

      • Dr. Roland Ullrich schrieb am 23. Januar 2020 um 15:35:

        Ok, da gibt es für die USA eine Übereinstimmung, wobei ich den organisatorischen Hintergrund der genannten Datensätze nicht kenne. Warum verschwindet USCRN und wird von den anderen abgelöst?

        Wie kommen Sie darauf, dass das US Climate Reference Network verschwindet? Das ist doch extra eingerichtet worden, weil man sich der Problem der anderen Stationen bewusst war…
        (Es gibt inzwischen auch Bestrebungen, sowas weltweit einzurichten: The World Meteorological Organisation will build the greatest global climate change network)

        • „The World Meteorological Organisation will build the greatest global climate change network)“.
          Allein der Titel ist Unsinn. Eine Wetter-Station misst niemals den Klimawandel, sondern relevante Parameter wie Sonnenscheindauer, Luft-, Boden-Temperatur, Niederschläge usw. Ein möglicher Klimawandel ergibt sich aus langen Messreihen (mindestens 60 Jahre). Schauen Sie sich einmal die Verteilung der Wetterstationen auf unserem Planeten an. Sie stehen da, wo die Menschen wohnen und sind deshalb extrem ungleich verteilt. Die Zukunft sehe ich daher in Satelliten basierten Messungen. Solche Wetter-Stationen sind nur eine „Beruhigungspille“ wie die „deutsche Energiewende“.

        • @Marvin Müller, in Ihrer Adresse, auf die ich mich bezog, steht: National USHCN monthly temperature updates have been discontinued. The official CONUS temperature record is now based upon nClimDiv. USHCN data for January 1895 to August 2014 will remain available for historical comparison.
          Es war jetzt mein Fehler, dass ich „USCRN“ gelesen habe – die Ablösung ist also anders herum. Unabhängig davon ist aber interessant, dass es Temperaturdaten für die USA gibt, die erheblich von den globalen Daten abweichen!

  8. Die Temperatur-Anomalie-Reihen von NOAA und NASAGISS sind nicht unabhängig voneinander, da sich beide auf die Datensätze von GHCNv4 und ERSSTv5 beziehen. GHCNv4 und ERSSTv5 geben übrigens Temperaturen an und werden am Anfang des Monats veröffentlicht. Warum NOAA und NASAGISS 14 Tage benötigen um daraus ihre Anomalien zu berechnen bleibt mir ein Rätsel. Warum werden die Ergebnisse der Zeitreihen von UAHLT und CERES Skintemperaturen nicht in die Analyse mit einbezogen? Dieses Artikel ist „Cherry picking“.

  9. Prima! Die ganze Fragwürdigkeit der publizierten Temperaturaufzeichnungen wird hier bestens verdeutlicht! Es war zu erwarten, dass der verzögerte Rückgang der Temperaturdaten seit dem letzten ElNino-Hoch von der Alarmisten-Mafia ausgeschlachtet wird! Nur allzu berechtigt aber die Frage: Mit was für Temperaturdaten??? Ein absolut beschämendes Thema, dass unbedingt kritisch verfolgt werden muss! Nach aller Erfahrung schrecken die Klima-Alarmisten vor nichts, aber auch rein gar nichts zurück um den Klimawahnsinn um jeden Preis und ununterbrochen mit allen Mitteln anzuheizen!
    Mit Sicherheit sind die USCRN-Daten sehr viel glaubwürdiger! Und sie beschreiben immerhin die große Kontinentalfläche der USA, wo doch angeblich die Landtemperaturen auf der Nordhalbkugel die Alarmisten mit den höchsten Anstiegen entzücken… Und was für komplett andere Ergebnisse zeigen die USCRN-Daten!
    Wäre interessant, was in Russland – wenn überhaupt – gemessen wird! Soviel ich weiß, grassiert dort noch nicht der Klimawahnsinn! Vielleicht nutzt Putin die Gelegenheit, um die westlichen Klima-Deppen so richtig vorzuführen!
    Auch die Darstellung in einem dem irdischen Leben angemessenen Temperaturmaßstab ist sinn- und verdienstvoll! Die tatsächlichen Pipifax-Temperaturvariationen verdeutlichen den ganzen Irrsinn und die totale Klima-Verblödung, der wir systematisch tagein tagaus ausgesetzt sind!

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