Naturschützer verklagen die US-Regierung, um die Tötung von Vögeln durch Windkraft zu stoppen

Quelle STT, Vögel und Offshore Windpark minden_80090372-1024x576

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Das Schweigen traditioneller Naturschutzverbände gegen das grassierende Vogelschlachten der Windindustrie ist ohrenbetäubend.
[Genauso wie in Deutschland, wobei bei den beginnenden Kommunal-Wahlkämpfen in Bayern ausgerechnet die Grünen stark auf Artenschutz und „Rettet die Bienen“ setzen. – der Übersetzer]

Es gab einmal eine Zeit, in der zottelige Baumumarmer, härene Hemden und Sandale tragend, in einem Straßengraben sterben würden, nur um die anderen Kreaturen Gottes vor Schaden zu bewahren. Das war natürlich, bevor die industrielle Windenergie in Sicht kam. Gruppen wie der Sierra Club und die britische Royal Society for the Protection of Birds waren allesamt „Feuer und Schwefel“, wo immer „Big Business“ unsere Vogelwelt bedrohte. Außer, wenn das betreffende „Big Business“ stark subventioniert ist und chaotischen Windstrom intermittiert. Schließlich geht es darum, den Planeten zu retten…

Es ist also eine seltene und schöne Sache, wenn sich doch noch ein paar Naturschutzgruppen finden.

Um das unvermeidliche Abschlachten von Millionen Vögeln entlang der Großen Seen hinweg zu verhindern, haben das American Bird Conservancy (ABC) und das Black Swamp Bird Observatory (BSBO) ein Verfahren gegen das US-Energieministerium und das Army Corps of Engineers eingeleitet.

 

Vogelschutzverbände erheben Klage vor dem Bundesgericht gegen das „Icebreaker Wind Project“
Pressemitteilung zum amerikanischen Vogelschutz vom 11. Dezember 2019

Die American Bird Conservancy (ABC) und das Black Swamp Bird Observatory (BSBO) haben heute beim Bundesgericht Klage gegen das US-Energieministerium und das US Army Corps of Engineers eingereicht (Fall 1: 19-cv-03694 ). Die Klage konzentriert sich auf die Nichteinhaltung des National Environmental Policy Act (NEPA) bzw. des Clean Water Act durch die Agenturen bei der Bewertung der Umweltauswirkungen und der mit dem Icebreaker Wind-Projekt verbundenen Alternativen. „Icebreaker“ wäre in Lake Erie, vor der Küste von Cleveland, Ohio, die erste Anlage in einem Binnensee.

Der Bau von WKAs vor dem Uferbereich würde ein erhebliches Kollisionsrisiko für die enorme Anzahl von Vögeln darstellen, die das ganze Jahr über in diesem Gebiet leben, darunter große Konzentrationen von Singvögeln und Eistaucher, weltweit bedeutende Populationen von  Rotbrust-Mergansern [Mittelsäger] und andere Wasservögel. Darüber hinaus könnten der Bau und der erhöhte Schiffsverkehr im Zusammenhang mit dem Projekt die von diesen Arten genutzten Gewässer verschmutzen. Trotzdem haben die Agenturen die Umweltauswirkungen und sinnvollen Alternativen, die die Auswirkungen des Projekts verringern würden, nicht angemessen bewertet.

„Wir bedauern, dass rechtliche Schritte unser einzige Möglichkeit sind„, sagte Mike Parr, Präsident von ABC. „Die Agenturen kümmerten sich bei diesem Projekt nicht um die sorgfältige Bewertung, die es nach den geltenden Umweltgesetzen erfordert. Darüber hinaus subventionieren amerikanische Steuergelder mehr als ein Drittel der Projektkosten – ein norwegisches Unternehmen arbeitet jedoch mit dem gemeinnützigen Projektrealisierer  LEEDCo zusammen. Warum subventionieren US-Steuergelder dies überhaupt? Zugvögel sind ein allgemeines Gut des amerikanischen Volkes. Die Regierung hat die Pflicht, diese vor internationalen Geschäftsinteressen mehr zu schützen.“

Bei einer Realisierung wäre Icebreaker die erste Offshore-Windanlage in den Great Lakes und die zweite in den USA. Der ausgewählte Standort, das Zentralbecken des Eriesees, befindet sich in einem von der Audubon Society als Global Important Bird Area bezeichneten  Gebiet, in dem jährlich Millionen von Vögeln leben. Radaruntersuchungen, die vom US-amerikanischen Fisch- und Wildtierdienst (USFWS) durchgeführt wurden, haben eine große Anzahl von Zugvögeln und Fledermäusen in der Nähe der Küste der Great Lakes , einschließlich des Südufers des Eriesees, registriert. Viele Vögel flogen in Höhenlagen, die sich im vom Rotor überstrichenen Bereich von Windkraftanlagen befanden, wodurch diese Vögel anfällig für kollisionsbedingte Todesfälle und Verletzungen werden.

Der Kirtland’s Warbler [Michiganwaldsänger]  ist eine solche Art. Nach mehr als 50 Jahren auf der Liste der gefährdeten Arten, wurde diese Art soeben in die Liste der Erfolge aufgenommen. „Viele Agenturen, NGOs und andere Partner haben jahrzehntelang daran gearbeitet, dass sich die Kirtland Warbler vom Aussterben erholen“, sagte Joel Merriman, Direktor der Bird-Smart Wind Energy-  eine Gruppe in der ABC. „Wir möchten nicht, dass dies durch ein unzureichend geprüftes Energieprojekt untergraben wird.“

Trotz ernsthafter Bedenken hinsichtlich des Risikos der durch Windkraftanlagen verursachten Tötungen und anderer Auswirkungen auf Vögel hat sich der Icebreaker-Vorschlag im letzten Jahrzehnt weiterentwickelt. Unter anderem hätte dieses Präzedenzfallprojekt anhand einer umfassenden Umwelteinflusserklärung (EIS) bewertet werden müssen, um der NEPA zu entsprechen. USFWS – die Behörde mit gesetzlicher Zuständigkeit und wissenschaftlichem Fachwissen über US-Vogelpopulationen –  empfahl die Entwicklung eines EIS, wurde jedoch ignoriert.

„Vorhandene Daten des Ohio Department of Natural Resources zeigen, dass dieses Gebiet für eine große Anzahl von Vögeln wichtig ist“, sagte Kimberly Kaufman, Executive Director von BSBO. „Die unzureichenden Angaben, die der Antragsteller zur Verfügung stellt, unterschätzen das Risiko. Dies unterstreicht die Bedeutung einer umfassenderen Bewertung der Umweltauswirkungen. “

Icebreaker ist ein Demonstrationsprojekt. Die Überprüfung und Genehmigung wird als Richtwert für  Hunderte, möglicherweise Tausende weiterer Windparks angesehen, die voraussichtlich in den kommenden Jahrzehnten für die Großen Seen vorgeschlagen werden. Eine solide kumulative Folgenabschätzung ist erforderlich, um die wahrscheinlichen Auswirkungen dieses größeren Entwicklungsumfangs zu bewerten. Dies würde einer ähnlichen Regulierung folgen, die kürzlich für Offshore-Windkraftanlagen an der Ostküste festgelegt wurde.

Mit der Beschwerde soll erreicht werden, dass das US-Energieministerium eine Umweltauswirkung und eine umfassende Folgenabschätzung durchführt und dass beide Behörden eine rechtlich angemessene Analyse der Alternativen durchführen.

„Die im September veröffentlichten Daten zeigten, dass  Nordamerika bereits rund 29 Prozent seiner Vogelpopulation verloren hat“, sagte Parr. „Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Vögel bei Geschäftsentscheidungen routinemäßig ignoriert werden. Da Vögel ein öffentliches Gut sind und Steuergelder in diesem Fall für ein privates Unternehmen verwendet werden, sollten die Agenturen hier einen viel besseren Job machen. “

 

American Bird Conservancy und Black Swamp Bird Observatory werden von der im öffentlichen Interesse liegenden Umweltkanzlei  Eubanks & Associates, LLC vertreten .

American Bird Conservancy

https://stopthesethings.com/2020/01/11/bird-battle-conservationists-sue-us-government-to-stop-wind-power-bird-slaughter/

Übersetzt durch Andreas Demmig

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6 Kommentare

  1. Die Naturschutzverbände stecken in einem Dilemma. Sie haben sich fast alle dem AGW als alles vernichtende Katastrophe verschrieben u. bekommen seitdem aus allen Richtungen Geld. Fast täglich hört man in den sog. „Nachrichten“ neben „Experten“, „Umweltverbände, Naturschutzverbände“. Diese machen die Fake News quasi wahr. Entweder wollen o. dürfen die Aktivisten die Folgen der radikalen Energiewende nicht wissen. Wenn über 100.000 WKA in Dtl. stehen, überleben nur noch Laufvögel und flugunfähige Insekten. Mal davon abgesehen, ob wir Menschen das alle überleben nach Blackouts. Fragt sich, welches Disaster größer wird: das Wetter bei Klimavariationen oder die „Energiewende ins Nichts“ (Prof.Sinn)

  2. Dorthin führt also dieser gigantische CO2-Irrsinn samt kompletter Menschheits-Verblödung! Warum bringt man nicht endlich Oberalarmisten, Wahrheitsverdreher und Klimapanik-Profiteure wie Al Gore vor Gericht? Und verleiht ihm stattdessen zusammen mit diesem unsäglichen Alarmisten-Verdummungs-Verein IPCC sogar den Friedensnobelpreis – letzterer erwiesenermaßen die sichere Garantie für total abwegige Fehlentscheidungen?

    • Jassir Arafat und Barack Obama haben ebenfalls den politischen Friedensnobelpreis bekommen. Bringt immerhin ordentlich Knete.

  3. In den USA würde ich für ganz besonders den Weißkopfseeadler öffentlich hervorheben. Und in in Deutschland: Von wem und wie wurde das dröhnende Schweigen der „Vogelschützer“ belohnt (die sonst wegen jedem Mückenschiß am Rad drehen)?

  4. Besten Dank für diesen Bericht aus den USA.

    Er ergänzt sich gut mit dem Beitrag von Justus Lex vor wenigen Tagen („Die Windrad-Beschlüsse des VGH Baden-Württemberg“, dort Punkt 3 „Ausblick, Was kann man tun“), der die rechtliche Situation in Deutschland erklärt: Auch bei uns sollten viel mehr Naturschutzverbände gegen Windkraftanlagen Widerspruch einlegen und dann klagen!

    Übergeordnete Initiativen wie Venunftkraft e.V. sollten auf die Suche gehen und Naturschutzverbände gezielt mobilisieren. Gibt es hier bei EIKE Leute oder Leser, die Verbindungen haben? Bitte verbreiten Sie den Beitrag von Justus Lex und weisen Sie gezielt auf Punkt 3 („Was kann man tun“) hin.

  5. Sehr gut, diese Nachricht, ein Tag zum Feiern!

    Das ist genau das, was ich in meinem Kommentar gestern (20.01.2020) zu „Erneuerbare Energie hat bedeutende Schattenseiten“ gemeint habe.

    Kraftwerke wie z.B. Windkraftanlagen sollten nur genehmigt werden, wenn der Umwelt/Tierschutz beachtet wird. Punkt aus. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, warum hält sich keiner daran?

    Ich möchte nicht wissen, welches tiefrote Massaker jeden Tag in den Offshore-Anlagen abläuft.

    Etwas Farbenlehre:
    Blutrot + grün = braun = Ökofaschismus!
    Der reformierte Umwelt-/Tierschutz (z.B. ohne co2-Unfug) hat eine neue Farbe, und die ist BLAU.

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