Die neue Ethik des „Arschkarten“ Ziehens: Perfide Manipulation in Klimawandel

Ulf Posé, Vorsitzender des Ethikrates im Senat der Wirtschaft, Bild WIKIPEDIA Von Markus Bullik - Markus Bullik, Fotograf, CC BY-SA 3.0, Ulf Posé

von Michael Klein
Die Klimawandel-Reaktionäre werden immer perfider.

Heute schreibt Ulf Posé Vorsitzender des Ethikbeirats der Unternehmen im Senat der Wirtschaft, in der WELT Folgendes:

„… Da wir nicht wirklich wissen, wer den Klimawandel verursacht, müssen wir Klimaschutz betreiben – völlig gleichgültig, ob wir der einen oder anderen Seite glauben. Denn wenn der Klimawandel nicht menschenverursacht ist (sollte sich das je herausstellen), war es nicht schlimm, die Klimaschutzmaßnahmen durchzuführen.

Sollte es jedoch so sein, dass der Klimawandel tatsächlich vom Menschen herbeigeführt wurde, dann wäre es sträflicher Leichtsinn, nichts zu unternehmen. Denn das Nichtstun hat Folgen, die dann später nicht mehr korrigiert werden können.

Es spielt letztlich keine Rolle, ob wir Befürworter oder Gegner des menschengemachten Klimawandels sind. Wenn wir nichts tun, haben wir die Arschkarte gezogen, falls sich herausstellen sollte, der Klimawandel ist menschenverursacht.“

Das ist die bislang perfideste Form von Manipulation, die uns untergekommen ist. Im Text, in dem u.a. Aristoteles missbraucht wird, wird zunächst und vollkommen überraschend, eingeräumt, dass man nicht wisse, ob Klimawandel von Menschen verursacht werde. Das ist nun ein völlig neuer Ton, der aufhorchen lässt, vor allem, wenn die Riege der Klimarealisten wie folgt beschrieben wird:

„Auf der anderen Seite gibt es rund 8000 Atmosphärenphysiker, die behaupten, dass ihre Messungen keinen oder zumindest nur einen verschwindend geringen Einfluss der Menschen auf den Klimawandel ergeben.“

Aus der Tatsache, dass es auf der einen Seite Leute gibt, die Klimamodelle entwerfen, behaupten, sie könnten das Klima vorhersagen und mit ihren Vorhersagen regelmäßig und sehr weit daneben liegen und der Tatsache, dass es „rund 8000 Atmosphärenphysiker“ also Wissenschaftler gibt, die auf Grundlage von HARTEN DATEN sagen, es gebe keinerlei Anhaltspunkt, der den Glauben an den menschengemachten Klimawandel stützen würde, macht Posé:

„Wie soll sich ein Mensch jetzt eine Meinung bilden? Kann er das überhaupt? Ja, das geht. Dazu sollte man sich als Erstes von dem Glauben verabschieden, die eine oder die andere Seite habe recht. Wir wissen es nicht.“

Relativismus ist immer der Anfang vom Ende. Nicht umsonst hat ihn Karl Raimund Popper mit einer Leidenschaft bekämpft, die man sehr gut im von Imre Lakatos und Alan Musgrave herausgegebenen Buch „Criticism and the Growth of Knowledge“ nachempfinden kann. Und damals ging es nur um einen eher bedingten Relativismus, wie er Thomas Kuhn vor der Intervention durch Sir Karl vorgeschwebt ist. Heute geht es um die Grundlage der Wissenschaft, denn Wissenschaft basiert auf der Überzeugung, dass man vielleicht, vielleicht auch nicht sicher wissen kann, was richtig, was wahr ist, dass man aber zu jedem Zeitpunkt mit der Methode der Wissenschaft feststellen kann, welche wissenschaftliche Aussage besser begründet ist als eine andere und – noch wichtiger: Welche wissenschaftliche Aussage mit den Fakten besser übereinstimmt als eine andere, welche Aussage am besten bewährt ist

Hat man, wie Posé schreibt, „8000 Atmosphärenphysiker“, die in ihren Daten keinerlei Hinweis auf einen nennenswerten anthropogenen Einfluss auf das Klima finden und steht diesen „8000 Atmosphärenphysiker“ ein Haufen von Personen gegenüber, die Annahmen machen, Modelle kalibrieren und regelmäßig einen Klimawandel vorhersagen, der mit der tatsächlichen Entwicklung überhaupt nicht in Einklang zu bringen ist, dann ist die Frage, wem man glauben soll, leicht zu beantworten.

Abweichung der durch Klimawandelmodelle vorhergesagten Temperaturentwicklung (rote Linie) von den tatsächlich gemessenen Temperaturen.

Stellen Sie sich vor, sie wollen Geld investieren. Sie gehen zur Bank und lassen sich unterschiedliche Investmentmodelle vorschlagen. Eines hat in der Vergangenheit regelmäßig eine Rendite von 5% erwirtschaftet, eines hat in der Vergangenheit keinerlei Rendite erwirtschaftet, verspricht ihnen aber, in Zukunft 20% Rendite zu erwirtschaften. Der Vorschlag von Posé, um diese Entscheidung unter Unsicherheit zu treffen, lautet: Wählen sie das 20% Rendite-Modell.

Jeder Ökonom, der mit rationalen Entscheidungsmodellen arbeitet, hat gerade Haarausfall.

Posé schlägt allen Ernstes vor, wir sollten den Klimamodellen, die in der Vergangenheit falsch waren, die mit keinerlei Beobachtungsdaten in Einklang zu bringen sind, die Vorhersagen machen, die falsch sind, und nur deshalb überhaupt etwas aussagen, weil sie von den Modellieren aufgrund der IST-Daten so kalibriert werden, dass sie zumindest mit der Gegenwart übereinstimmen, vertrauen und nicht den „8000 Atmosphärenphysikern“ und ihren harten Daten.

Er begründet dies damit, dass man sich besser auf der richtigen Seite irrt. Folge man den „8000 Atmosphärenphysikern“ und ihren Daten, und es stelle sich heraus, dass der Klimawandel menschengemacht sei, dann habe man, „die Arschkarte gezogen“, wie Posé es ausdrückt. Folge man den Klimamodell-Kaffeesatzlesern, und es stelle sich heraus, dass der Klimawandel nicht menschengemacht sei, dann sei dies verschmerzlich.

Ökonomen und Menschen mit gesundem Menschenverstand muss es angesichts einer solchen Rabulistik eiskalt den Rücken herunterlaufen.

Was Posé unterschlägt, bewusst oder unbewusst vergisst: Der Klimaschutz ist eine teure Angelegenheit. Er beeinträchtigt die Lebensqualität der Mehrheit der heute Lebenden und schafft für wenige der heute Lebenden eine goldene Verdienstmöglichkeit. Die al Gores dieser Welt, sie verdienen erheblich an der Erzählung vom menschengemachten Klimawandel.

Der Vorschlag dieses „Ethikers“, der Arschkarten zieht, besteht also darin, viel Geld auf Verdacht auszugeben. Er würde in der Tat, die 20% Rendite, das Versprechen der Rendite vorziehen. Nun ist Risikobereitschaft zuweilen eine gute Sache, in Fällen, in denen die Kosten des Risikos, das man einzugehen bereit ist, selbst getragen werden müssen, ist das auch kein Problem. Sollen die Kosten aber sozialisiert und die Leben von Milliarden von Menschen negativ beeinträchtigt werden, dann stellt sich die Risikofreude mancher doch in einem anderen Licht dar, vor allem wenn man den Taschenspielertrick bedenkt, den Posé anwendet:

Zusammenfassend dargestellt lautet er wie folgt:

Wenn wir viel Geld in Klimaschutz investieren und es stellt sich heraus, die Investitionen waren umsonst, dann macht das nichts, denn wenn wir kein Geld in Klimaschutz investieren und es stellt sich heraus, die Investitionen wären nötig gewesen, dann haben wir „die Arschkarte gezogen“.

Ergänzen wir die Kosten, die Posé unterschlägt, dann lautet die konditionale Aussage wie folgt (Die Opportunitätskosten, die sich daraus ergeben, dass Geld, das für Klimaschutz verschwendet wird, nicht für sinnvolle Investitionen zur Verfügung steht, berücksichtigen wir hier nicht einmal):

Wenn wir Menschen hohe Kosten auferlegen und ihnen ihr jetziges Dasein erschweren und es stellt sich heraus, die Beeinträchtigung ihres Lebens sei nicht notwendig gewesen, dann macht das nichts, denn wenn wir Menschen keine hohen Kosten auferlegen und ihr jetziges Dasein nicht erschweren und es stellt sich heraus, dass der Klimawandel menschengemacht ist, dann haben wir „die Arschkarte“ gezogen.

So formuliert, ergibt sich ein etwas anderes Bild, denn wenn man Menschen eine Beeinträchtigung ihres Lebensstils aufzwingen will, sie schlechter stellen will, um „das Klima zu retten“, dann kann man eine solche Entscheidung nur vertreten, vermitteln und vor allem ethisch begründen, wenn die Belege dafür, dass die Einschränkung der Lebensqualität für jetzt lebende Menschen notwendig ist, überwältigend sind. Das führt zurück zu den „8000 Atmosphärenphysikern“, die auf Grundlage von Daten sagen, eine Einschränkung der Lebensqualität jetzt lebender Menschen ist nicht notwendig und zu den Klimamodell-Phantasten, die sagen, eine Einschränkung sei notwendig, weil ihre Modelle, die noch nie richtig waren, für die Zukunft Furchtbares vorhersagen, wenn keine Einschränkungen erfolgen.

Nicht nur im Mittelalter gab es fahrende Händler, die von Markt zu Markt gezogen sind, und Wunder-Tinkturen vertrieben haben. Allen, die bereit sind, eine Einschränkung der eigenen Lebensqualität aufgrund von Klimawandel-Hochrechnungen in Kauf zu nehmen und die über die leichtgläubigen Menschen im Mittelalter lachen, sollte ihr Lachen nunmehr im Halse stecken bleiben.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier

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31 Kommentare

  1. In Einem könnte er doch Recht haben, nüzts nüt so schads nüd, bezogen strickt auf das Klima. Was die auch immer Beschliessen, weder nüzt es noch schaded es dem Klima. Aber wie der gute Chirurg sagt : Operation gelungen , Patient gestorben. Es geht doch hier nur um das Honorar und die Operation, der Patient ist Nebensache.

  2. Pose`, was ist denn das für ein merkwürdiger Vorsitzender des „Ethikbeirats“, mit seiner „Arschkarte“. Wohin sind wir verkommen in unserem Land, mit solchen Leuten da oben?
    Danke für die Übernahme des Artikels aus der WELT.
    Liesegang

  3. Man lernt immer wieder etwas dazu.Habe noch nie vom Senat der Wirtschaft gehört und noch weniger von seinem Ethikbeirat.Was der Senat tatsächlich macht bleibt ziemlich vage.Angeblich will er das Gemeinwohl fördern.Auf jeden Fall tummeln sich dort jede Menge Politiker,vermutlich zur Förderung des eigenen Wohls.2019 hat er sich anscheinend der Klimarettung verschrieben.Warum Firmen dort Mitglieder sind ,ist undurchsichtig.Auch die Finanzierung ist nicht erkennbar.Scheint eine Pfründenanstalt für diverse Politiker zu sein.
    Herr Posé ist ausgemachter Klimafachmann ,wie sein Werdegang auf Wikipedia verrät: Vom Discjokey zum Unternehmensberater.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ulf_Pos%C3%A9
    Als Ethikbeirat des Senats muß er halt auch einen Beitrag zu den Senatsschriften liefern sonst gibt´s keine Pfründe.
    In Finanzfragen würde ich mich nicht von ihm beraten lassen.

  4. Ich empfehle Herrn Pose eine Chemo samt Strahlentherapie. Es kann ja nicht schaden, sich vorab so gegen manches zu wappnen.

    • Zu M.Thiermann:
      Das wünsche ich ihm auch ! Vielleict hat er diese bereits hinter sich, denn ein normaler Mensch kann so viel Blödsinn gar nicht verbreiten ! Oder die Frage, was nimmt er denn für Medikamente ?

  5. Es passt alles so wunderbar zusammen. In Thomas Mann’s Zauberberg beginnen auch alle, kurz vor dem Ausbruch des 1. WKs, durchzudrehen an.

    – hüpfende schulschwänzende Kinder als politisches Leitparadigma,
    – erwachsene Entscheidungsträger dienen einer 16 jährigen Asperger-Schulschwänzerin Ehrendoktorate an und jetzt neu
    – Wissenschaftler führen ihre Gedankenketten und Begründungen in der Weise wie Zwangsgestörte denken und merken dies nicht einmal.

    Soviel auch Freud irrte, in einme Punkt hatte er sicher recht, Neurosen sind Realitätsverweigerung.

    Bevor hier jemand jetzt verzweifelt empfehle ich die Beschäftigung mit Akzeptanz- und Commitment Therapie 😉

    • zu F.Jäger:
      Sigmund Freud hätte hier ein Paradies von Patienten für seine Studien gefunden. Wer weiß was er da noch so alles entdeckt hätte. Es ist ein Narrenschiff !

  6. Blödland glänzt mit Gender-Lehrstühlen und Ethikkommissionen – beides weitestgehend überflüssig und nutzlos, und auf jeden Fall Fortschritts-behindernd! Derartigen Ethik-Kommissionen, in D in Überzahl vorhanden (ich weiß, unser Bundespräsident ist von unseren Ethikkommissionen sehr angetan, was ich als Bestätigung auffasse), haben wir auch zu verdanken, das wichtige Fortschritts- und Zukunftsgebiete auf Nimmerwiedersehen ins Ausland verschwunden sind. Eine herrliche Möglichkeit für diese Spezies von Ahnungslosen, trotz fachlicher Inkompetenz kräftigst mitmischen zu können. Nochmals: In Blödland wird Fortschritt durch Grün-Ideologie und überflüssige Ethikkommissionen zunehmend verhindert! Dazu passt, dass die Forschung möglichst nur noch ideologisch erwünschte Ergebnisse liefern soll! Dazu passt auch unser unendliches Gutmenschentum – nur noch Gutes auf und von deutschem Boden! Wer sollte in diesem Land noch Lust zu Innovationen verspüren??

    Zum Thema: Eine mehr als primitive Schlussfolgerung, dass bei angeblich vergleichbaren Ungewissheiten es nur den einen sicheren Weg gäbe. Die typische Schlussfolgerung eines ahnungslosen Schmalspurethikers. Die Bilanz sieht ganz anders aus:
    1) Das Risiko bei Nichtstun ist mehr als verschwindend gering. Zeit der Beobachtung bleibt reichhaltig. Insbesondere, wenn man die IPCC-Truppe endlich auf den Boden der Realität herunterholt und ihnen ihr bisheriges, nachgewiesenes, permanentes Komplettversagen (Alarmprognosen, Klimamodelle) endlich deutlichst vor Augen hält!
    2) Wenn wir uns kaputtanstrengen ist nicht nur der Nutzen mehr als ungewiss. Noch viel fraglicher ist, ob der absolut dominierende Rest der Welt überhaupt mitmacht. Wenn nicht, dann haben wir uns gleich zweimal umsonst kaputt gemacht! Schöne Ethik!

    Aber sowas überfordert offenbar das Hirn eines Schmalspur-Ethikrates!

    • Danke für diesen guten Kommentar.
      Leider bekommt der Mann sein Geld fürs schönreden und wir (die Bürger) dürfen das sinnlose Tun bezahlen.

    • Auch wenn ich mich wiederhole: Das Ziel ist die Zerstörung Deutschlands und seines Volkes ! Denn was außerhalb Deutschlands passiert darüber wird hier ja nicht einmal nachgedacht. Das Spiel läuft so, als wäre Deutschland der Planet Erde. Gehts noch ?

  7. Der Schreiberling hat einfach überhaupt keine gedankliche Flexibilität. Ich fände es z.B. schon schlimm, wenn wir jahrzehntelang gegen eine Erwärmung gekämpft haben, und es stellt sich heraus, dass wir die ganzen Fantasilliarden nicht nur verschwendet haben, sondern wir in Wirklichkeit sogar gegen eine Abkühlung hätten kämpfen müssen. Oder gegen einen Asteroiden, der auf uns zurast.

  8. Ja das ist so, als wenn man nachts auf einer Landstraße vor einer
    Kurve plötzlich eine Vollbremsung macht. die beste aller Ehefrauen fragt:
    „Warum machst du das“? Es könnte hinter der Kurve ein Mensch auf der Straße liegen, weiß man es? Um ein Menschenleben zu retten muß man alles tun.
    Ich fühl mich schuldig, weil ich nicht so handle, versuch mich aber zu bessern.
    Wo kommt das mit den 8000 Physikern her? Gibt es dazu belastbare Informationen?
    Im Internet finde ich leider nichts dazu.

  9. Wenn der Pfaffe den „Zehnten Teil“ bekommt, bringt das wahrscheinlich den Zahlenden auch nicht weiter – aber der Schwarzkittel hatte dadurch ein gutes Auskommen. Kann man machen, dann aber bitte freiwillig….

  10. Nachdem ich den gesamten Artikel von Herrn Ulf Posé gelesen habe, möchte ich Sie, sehr geehrter Herr Michael Klein fragen: Warum reagieren Sie mit einem derart agressiven Kommentar?
    Herr Posé stellt sich auf die Seite derjenigen, die an der Treibhausgas-These zweifeln. Er sagt schlicht und einfach: Wir haben keine wissenschaftliche Sicherheit über die Gründe der unbestrittenen globalen Erd-Erwärmung. Damit positioniert er sich im Lager der „Klimaskeptiker“ und widerspricht in aller Deutlichkeit der 99,9%-Sicherheits-These zur CO2-Erwärmung:
    „Auf der anderen Seite gibt es rund 8000 Atmosphärenphysiker, die behaupten, dass ihre Messungen keinen oder zumindest nur einen verschwindend geringen Einfluss der Menschen auf den Klimawandel ergeben.“
    In der Analyse ist Herr Posé demnach „Klimaskeptiker“ reinster Art.

    Und zu den Konsequenzen aus dieser rationalen Analyse-Position (Klimaskeptiker) gibt es keinen vernünftigen Grund zum polemischen Generalangriff („perfide“ etc.):
    Es gibt ein ganzes Bündel von CO2-emissionsmindernden und/oder umweltschützenden Maßnahmen, die der Erde und den Menschen ganz unabhängig von der tatsächlichen Bedeutung des anthropogenen CO2 für die Wärme auf der Erde sehr gut täten; beispielsweise
    – Hinwendung zur Kernenergie (Reaktoren der 5. Generation)
    – Veränderung von Architektur und Bautätigkeit zum Stopp ausufernder Wärmeinseln (Stopp der Albedo-Absenkung) (vgl. den heutigen, sehr verdienstvollen Artikel auf EIKE: von Herrn Josef Kowatsch: Die Deutschland­temperatur der letzten 32 Jahre)
    – Rückkehr zu einer Brandgefahren mindernden Waldbewirtschaftung
    – Abkehr von unkontrolliertem Brunnenbau (Grundwasserschonung) z. B. in Kalifornien, Südspanien usw.
    – vorsorglicher Damm- und Deichbau
    – „Verflüssigung“/“Ausdünnung“ des Straßenverkehrs zum Stauabbau in Stadt und Land
    – usw., usf.

    Dr. Dirk Beckerhoff

    • Ich fange mal vom Ende an :-). Ihre selbst vorgeschlagenen Umweltmassnahmen sind alle beachtenswert aber genau dies möchte Herr Pose gerade nicht vermitteln!
      Er möchte ein scheinbar skeptischer aber doch entschlossener Unterstützer der vorherrschenden Klima-Agenda sein (Aggressive E-Mobilität, Steuererhöhungen,CO2 Zertifikate,Einschränkung der Grundrechte uvm) und tut somit einer ehrlichen Analyse einen sehr schlechten Dienst. Aus einer solchen Haltung werden eben nicht Ihre unabhängig von der Klimafrage nützlichen Massnahmen auf vielen Ebenen angegangen!

    • @Dirk Dr. Beckerhoff
      Die Vorschläge sind ja alle gut, aber m.E. gibt es genügend Naturwissenschaft und erforschte Erdgeschichte, um CO2-emissionsmindernde Maßnahmen als – gelinde gesagt – unsinnig einzustufen.
      Ob man die Erdenergiebilanz durch Albedo-absenkende Maßnahmen beeinflussen kann, erscheint echt fraglich.
      Bei „umweltschützenden Maßnahmen“ sollte man sehr hellhörig sein. Was ist Umwelt? Gehört da nicht auch meine Familie, mein Wohnzimmer, mein Arbeitsplatz, meine Spielkonsole, mein Hund dazu? Na klar, die muß auch alle schützen/pflegen/lieben.

    • Wie begegnen wir den weitgehend ignorierten wahren Risiken für die Menscheit – mit mehr Wachstum oder mit weniger? … eines der Grundlagen-Interview mit Benjamin Friedman „Wachstum nützt der Moral“https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/interview-wachstum-nuetzt-der-moral/1551590.html

  11. „Da wir nicht wirklich wissen, ob es Marsmenschen gibt, die uns angreifen wollen, müssen wir uns vorbereiten – völlig gleichgültig ob wir der einen oder der anderen Seite glauben. Denn wenn es keine Marsmenschen gibt, wäre es nicht schlimm, sich vorzubereiten. Sollte es jedoch so sein, dass es solche Marsmenschen gibt, dann wäre es sträflicher Leichtsinn, nichts zu unternehmen. Denn das Nichtstun hat Folgen, die dann später nicht mehr korrigiert werden können.
    Es spielt letztlich keine Rolle, ob wir Befürworter oder Gegner des Marsmenschentheorie sind. Wenn wir nichts tun, haben wir die Arschkarte gezogen, falls sich herausstellen sollte, dass die Marsmenschen uns angreifen.“
    Also lasst uns weltweit Bunker bauen, überall laute Volksmusik abspielen und den Mars mit Atombomben platt machen!

  12. Man könnte ellenlang über eine derartige Demagogie schreiben, ich drück´s mal volstümlich aus:
    Der Mann hat´n Rad ab.

  13. Ich frage mich wirklich, wie solche Menschen an derartige Posten kommen?

    Wenn wir etwas gegen den Klimawandel unternehmen, ohne zu wissen, was passieren wird, haben wir zwei Dinge getan.

    Wir haben eine funktionierende Infrastruktur zerstört und damit vermutlich auch eine komplette Gesellschaftsstruktur.

    Und wir haben sehr viel Geld verschwendet, das besser eingesetzt worden wäre, sich an einen unvermeidlichen Klimawandel anzupassen.

    Ich versuche gerade verzweifelt einem sehr guten Freund klarzumachen, dass sich die Katastrophen auf dieser Erde seit menschengedenken nicht verändert haben, sondern es sind nur die Nachrichten darüber, die den Bürger in Geberlaune bringen sollen, damit er bereit ist höhere Steuern zu zahlen.

    • Die Politiker profitieren auch jenseits des Geldes von Katastrophen. Obama verdankte seine Wiederwahl dem Hurrikan Sandy, Gerhard Schröder profitierte von Überschwemmungen im Osten. Gerade bei den Deutschen scheint es starkes Bedürfnis nach Extremszenarien zu geben.

      • Putin und Russenlobbyist Schröder verdankte seine Wiederwahl trotz Stimmenverluste seinem Anti-Amerikanismus, der offenbar im Land von Hitler und Göbbels nach wie vor Wunder wirken kann als ob dadurch Deutschlands ganze Probleme mit einem Schlag gelöst werden könnten.

        • …die Weigerung, am Irak- Krieg teilzunehmen, ist also bereits Antiamerikanismus? Das sah zwar Rumsfeld ähnlich, aber spätestens seit Powells öffentlichem Eingeständnis, dass die Gründe für den Irakkrieg erlogen waren, erwies sich das als sehr gesunder Menschenverstand. Müsste in der Zwischenzeit zu Ihnen durchgedrungen sein…

          Und was soll die Choose mit „… im Land von Hitler und Göbbels“??
          Alle Deutschen sind Natsies, soll das doch heißen?
          Was ziehen Sie denn hier ab, Jaison?

      • Obama profitierte zwar nicht direkt von den Sturmschäden (eher hätte er an Ort und Stelle genau deswegen verhaftet werden müssen), aber Sie haben natürlich recht, schließlich werden die religiösen Themen von der Kirche zunehmend vernachlässigt.

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