Ein Jahr ineffek­tiver Klima-Verrücktheit steht bevor

Hysterie: Viel Geschrei um nichts! Bild: Andrea Damm / pixelio.de

David Wojick
Im Jahre 2019 wurde das rapide Ansteigen von Klima-Hysterie verzeichnet, aber wie sagt man so schön: „Du hast noch gar nichts gesehen“ [You ain’t seen nuthin‘ yet]. Da diese Hysterie inzwischen fest etabliert und gut organisiert ist, kann man davon ausgehen, dass sie noch schriller und lauter daherkommt. Aber außer dem Lärm kann ich nicht erkennen, dass damit viel erreicht wird, solange die Skeptiker weiter am Drücker bleiben.

Das gilt besonders für die US-Präsidentschaftswahlen, was politisch gesehen bei Weitem das bedeutendste Ereignis der Welt in diesem Jahr 2020 sein dürfte. Viele Kandidaten der Demokraten werden versuchen, auf der Welle der Hysterie zum Sieg zu reiten. Ihr Sieg ist aber unwahrscheinlich.

So wie ich es sehe, bekommt man umso weniger Stimmen, je weiter man sich nach links bewegt, und bzgl. Klima stehen diese Leute sehr weit links. Meiner Ansicht nach ist der einzige brauchbare Kandidat Joe Biden, und er könnte nicht verrückt genug sein, um tatsächlich den Zuschlag zu bekommen. Schon gar nicht kann er Präsident Trump schlagen, so dass es an dieser Front eigentlich sehr gut aussieht.

Eine andere große Unbekannte ist, was die hysterischen Demonstranten tun werden. Noch größere Aufmärsche? Noch mehr Störungen? (Die Polizei hat sich jetzt Klebstoff-Löser zugelegt). Oder vielleicht auch etwas, das wir bisher noch nicht erlebt haben – hoffentlich nicht noch gewalttätiger. Ich bin sicher, dass unter den Insidern diesbezüglich ein wilder E-Mail-Austausch im Gange ist.

In dieser Hinsicht, werden die Hysteriker spezielle Kandidaten auf den Schild der Nominierung durch die Demokraten heben? Oder werden sie vielleicht aktiv in speziellen Angelegenheiten des Kongresses? Sie könnten sogar ihre eigene Partei gründen (Greta Thunberg kann nicht kandidieren, so ein Pech aber auch!). Politische Aktionen scheinen der logische nächste Schritt der Extremisten zu sein, welche die grüne Bewegung weiter destabilisieren könnten, wenn man berücksichtigt, dass die meisten politischen Aktivistengruppen eher moderat sind.

Es gibt aber noch eine Menge anderer Klima-Knackpunkte. Auf ihrem jüngsten Treffen scheiterte die EU mit einem noch ambitionierteren Reduktionsziel bis zum Jahre 2030 aufzuwarten, trotz des hysterischen Geschreis der EU-Führung eben dafür.

Das nächste Treffen zu diesem Thema ist im Juni anberaumt. Kein Zweifel, wir werden viel „Action Now!“-Aufmärsche und Demonstrationen erleben. Aber die Ambitionen auf der Ebene der einzelnen EU-Mitgliedsländer könnte ziemlich unterirdisch sein, und nur das zählt. Viele Länder verfehlen schon jetzt ihr 2020-Ziel, und es gibt immer mehr Anti-Maßnahmen-Demonstrationen, von Gelbwesten über Landwirte bis hin zu Kohle-Kumpels. Die politischen Führer fürchten sich hiervor schon etwas.

Die UN werden viele Semi-Gipfel abhalten auf dem Weg zum grandiosen COP26 in Glasgow, geplant für November. Angesichts der Ereignisse bei COP25 in Madrid werden wir vermutlich den progressiven Kollaps des gesamten UN-Klima-Maßnahmen-Prozesses erleben.

Der Fortschritt nach dem Paris-Abkommen der UN ist viel zu langsam und kompromittierend, um von den Action Now!-Hysterikern toleriert zu werden. Vor allem wird das so sein, falls sich die Action Now!-Hysterie im Jahre 2020 hochschaukelt, was sehr wahrscheinlich ist. Dass die den Entwicklungsländern versprochenen mythischen 100 Milliarden Dollar pro Jahr in Glasgow nicht auftauchen werden, wird den Kollaps verschlimmern.

Und dann geht aber in der Welt noch viel auf der nationalen Ebene vor sich. Besonders vielversprechend ist der rapide Aufstieg neuer populistischer Parteien, welche gegen die von den Action Now!-Radikalen geforderten drastischen Maßnahmen opponieren. Linksextreme Hysterie erzeugt normalerweise eine konservative Gegenreaktion. Warum sollte das jetzt anders sein? Wütendes Volk ist gefährlich.

Allerdings erwarte ich viele bedeutungslose, symbolische grüne Maßnahmen als Reaktion auf das hysterische Geschrei. Dazu zählen auch Deklarationen eines „Klima-Notstandes“ sowie sinnlose Versprechungen von Null-Emissionen bis zum Jahre 2050. Politiker, welche das Unmögliche versprechen, was in ferner Zukunft passieren soll, sind nicht schädlich. Daher deren Popularität.

Meine Einschätzung, die große Klimawandel-Debatte zu gewinnen ist, dass die Alarmisten keinen ernsthaften Schaden anrichten. Zwar erwarte ich ein eskalierendes Crescendo hysterischen Geschreis im Verlauf des Jahres 2020, doch der Grund dafür wird sein, dass meine Seite gewinnt und die Schreihälse verlieren.

So wie es im Moment aussieht, haben die Skeptiker im Jahre 2020 eine Chance, groß herauszukommen, aber nur, wenn wir den Druck aufrecht erhalten. You Ain’t seen nothing yet.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2019/12/26/a-year-of-ineffective-climate-madness-looms/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1. Wenn man anderen eine Grube gräbt… Lasst sie einfach an uns vorbei ziehen, die Schreihälse. Wo kein Wiederstand ist richted der Sturm nicht viel an. Gibt man ihnen genügent Strick hängen sie sich selbst. Einfach present sein mit Fakten, Geduld und Zuversicht, reicht schon. Danke EIKE und allen die uns den Weg Erhellen. Beste Wünsche fürs Neue Jahr!

  2. Es ist schwer zu beurteilen und schließlich muß man mittlerweile alles hinterfragen, was uns das ÖR an Politik zu bieten hat.
    Ob es nun der schon gefühlt ewig kurz vor der Amtsenthebung stehende Herr Trump ist oder Berichte über Terrorismus und Aktivismus ist, so ist man nach der Recherche gerne bereit deren Betitelungen zu tauschen.
    Und beim Klima gegenüber der Vergangenheit hat sich nur eines dramatisch verändert – Die Zahl der Bilder und Berichte hat katatrophal zugenommen.
    Bilder werden zudem perspektivisch in den gewünschten Blickwinkel gerückt. Alles zusammen verzerrt das Bild in unseren Köpfen und bei Themen die uns interessieren, wir also hinterfragen, sind wir in der fähig die Lage richtig einzuschätzen, doch schlucken viele trotz dieser Erfahrung andere Pillen unhinterfragt.
    Meine Informationen teile ich sehr in die Breite und so kommen immer wieder Sachen zurück wo ich nur den Kopf schütteln kann und die Sender dieser Faks wieder darauf aufmerksam machen muß. (Hirn einschalten / Fragen stellen / suchen = Wahrheit wiederfinden)

    Kurzum – was für ein Jahr wird es werden? In anbetracht das sich nur wenige das jetzige Ausmaß der Hype vorstellen konnten kann man wohl keine sichere Aussage treffen, außer das es interessant und spannend wird.
    Und täglich grüßt das Murmeltier auch bei MoMa (läuft bei mir gerade nebenher- selten denn meißt bin ich schon dabei mit V6 Benzin Power nen Anhänger durchs Land zu ziehen um Blumen zu düngen)

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

  3. Das mit der US-Präsidentschaftswahl als bedeutendstes Ereignis stimmt wahrscheinlich, sofern es nicht vom befürchteten Finanzcrash überholt wird. Man glaubt es eigentlich nicht, obwohl man bei den Grünroten hierzulande ja bestes Anschauungsmaterial hat, wie dumm Linke wirklich sind. Die glaubten doch tatsächlich, den POTUS mit solchen zusammengelogenen „Argumenten“ aus dem Amt werfen zu können. Der dreht aber den Spieß um, mit stichhaltigen Dossiers. Sogar die Schildkröte Lonesome George ist angezählt, und wenn der aus dem Verkehr gezogen wird, gerät auch in der EU und in Berlin einiges ins Rutschen. Hoffentlich.

  4. Gefällt mir und ich hoffe sehr, dass der Autor recht behält!! Was kann man tun, um dem vorhersehbaren Dummgeschrei auf der Straße von FFF &Co entgegenzuwirken? Ruhe bewahren ist schon mal gut! Diesen Ahnungslosen sowie den Regierungsverantwortlichen immer wieder ihre Dummheit vorzuhalten ist aber weiterhin notwendig! Was geht sonst noch? Sollte man der Klimaforschung noch stärker unter die Nase reiben, für welch unendlichen Schwachsinn sie verantwortlich ist? Gibt es noch nicht ausgeschöpfte juristische Möglichkeiten?

  5. Eigentlich leben wir doch seit 2019 in einer neuen Zeit: „Postwissenschaftliches Optimum“. Wir brauchen keine teuren und zeitaufwändigen Forschungen mehr zu betreiben, wir wissen sofort und ohne nachzuprüfen, was in 20-, 30-, 50 oder 100 Jahren passieren wird: wir fragen einfach das „Schwedische Orakel“
    Ich hab letztens eine Reportage gesehen, in der die Tagebücher Albert Einsteins neu analysiert wurden. Dabei hat man einen Beweis gefunden, daß Zeitreisen tatsächlich möglich sind. In einem der Tagebücher bereichtete Einstein über eine Zeitreise ins Jahr 2020, bei der er in Schweden ein leicht verschrobenes bezopftes Mädchen traf, welches Einstein die Mathematik, Physik, Geologie, Planetenlehre und ihr Wissen über das Klima und deren Zusammenhang mit der CO² Konzentration erklärte.
    Also, weg mit der Wissenschaft, einfach das Orakel von Schweden (böse Zungen nennen sie Grumpy Greta)fragen und schon ist die Welt gerettet.

    Ich lese gerade „Blackout“. Und wenn ich überlege, welche irren Gestalten bei Extinction Rebellions unterwegs sind, könnte dieses Buch recht schnell von der Realität überholt werden….

  6. In Deutschland wird sich die Hysterie weiter steigern, gleichzeitig wird sich am effektiven Verhalten nur wenig ändern, zumal die CO2-Steuer noch nicht gilt. In den USA ist der Wahlausgang ungewiss.

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