Haferburgs Rückblick 2019: Das Energie-Harakiri

Kröte im Glas - nicht gekocht; Helmut Fischer / pixelio.de

von Manfred Haferburg
Am 31.12.2019 geht das Kernkraftwerk Philippsburg 2 für immer vom Netz. Es war eines der modernsten und bestgepflegten KKWs der Welt und produzierte zuverlässig und sicher Strom für den industriereichen, aber windarmen Süden Deutschlands.

Ich schätze seinen Zeitwert auf drei Milliarden Euro, die sind nun futsch. Wann ein Blackout kommt, weiß niemand, weder ich noch die Regierung. Er wird nun ein bisschen wahrscheinlicher. Beim Warten auf den Blackout fühlt man sich wie in „Warten auf Godot“.

Was außerhalb Deutschlands für Kopfschütteln sorgt, ist innenpolitisch ein Sieg auf der ganzen Linie. Die Mehrheit der Bürger, die Medien und selbst der größte Teil der politischen Opposition sind auf Klima- und Weltuntergang eingestimmt. Die Sojalatte-Adabeis der grünen Stadtbiotope sind am meisten begeistert. „Was soll uns die alberne Demokratie, wenn doch die Hütte brennt und wir alle morgen sterben müssen?“ Um die acht Jahre, die uns nur noch zur Weltrettung bleiben, ist es allerdings sehr still geworden. Klugerweise hat die Politik deshalb den Weltuntergang vom Jahr 2100 aufs Jahr 2050 vorverlegt. Das ist dringlich genug zum Motivieren, aber auch weit genug weg zum Überprüfen.

Die Politiker sind von Demonstrationen gegen ihre Politik begeistert

Im Mai 2018 kündigte Greta Thunberg an, für ein Jahr mit der Schule auszusetzen, weil sich Klima-Aktivismus und Schulbesuch angeblich nicht vereinbaren ließen. Nach ein paar Monaten schwappte die Schulschwänz-Bewegung auf andere Länder über und die hüpfende „Klimajugend“ entstand. Besonders hoch wurde in Deutschland gehüpft. „Wer nicht hüpft ist ein Nazi, hey, hey“. Die deutsche Politik sah ihre Chance gekommen und war begeistert ob der Demonstrationen gegen ihre Politik.

Gäbe es den Klimawandel nicht, die Politik hätte ihn erfinden müssen. Das mit dem CO2 ist genial: Man sieht es nicht, man riecht es nicht, man hört es nicht. Diesem „Nichts“ eine Lebensgefährlichkeit anzudichten, ist nachgerade hochbegabt. Es wird ein „unsichtbarer Notstand“ herbeifantasiert. Damit kann man jegliche Aushebelung der Demokratie und jegliche Steuer-Abzocke begründen. Die CO2-Steuer ist eine Art Universalsteuer, die nahezu alle Aspekte des menschlichen Lebens mit einem Preisschild versieht. Und das Beste ist: Die Höhe der Steuer legt der Staat quasi nach Belieben fest.

Manchmal wünschte ich mir, dass der liebe Gott den Hüpfern fürs Klima ihren Wunsch nach 180 Euro „Abgabe“ pro Tonne CO2 umgehend erfüllt hätte. Das wären dann ein Plus von 60 Cent pro Liter Diesel und für jede SUV-Tankfüllung der Helikopter-Mutti würden zusätzlich fünfzig Euro fällig. Vielleicht müssten die Kids ja dann tatsächlich mal umweltfreundlich mit dem Fahrrad zur Klimademo fahren.

Energiepolitik der gekochten Frösche

Kennen Sie das Syndrom vom gekochten Frosch? Fangen Sie einen Frosch. Setzen Sie Wasser auf den Herd und erwärmen es auf 75 Grad. Dann setzen Sie den Frosch in das heiße Wasser. Mit einem gewaltigen Satz wird er herausspringen und Sie haben sich der Tierquälerei schuldig gemacht.

Fangen Sie noch einen Frosch. Setzen Sie einen Topf kaltes Wasser auf den Herd und den Frosch hinein. Nun schalten Sie die Herdplatte ein und erwärmen langsam das Wasser. Der Frosch wird ruhig sitzen bleiben, obwohl ihm zunehmend ungemütlicher wird. Am Ende können Sie das arme Tier kochen, ohne dass es einen Versuch der Selbstbefreiung unternimmt. Sie haben sich erneut der Tierquälerei schuldig gemacht.

Lassen Sie das Experiment lieber bleiben und glauben Sie an das Phänomen. Denn das existiert wirklich – und nicht nur bei Fröschen. Es wird in großem Stil beim Umgang der Politik mit den Wählern angewandt. Warum wundert sich eigentlich niemand, warum der CO2-Preis jedes Jahr um 10 Euro steigen soll? Was hat das mit dem Klima zu tun? Es hat etwas mit der Leidensfähigkeit der Steuerzahler zu tun. Die Politik testet die Protestgrenze beim Frösche-Kochen.

Nach der Steuererhöhung ist vor der Steuererhöhung

Wenn es wirklich um den Klimawandel ginge, dann könnte die Politik nicht irgendwelche GroKo-Kompromisse einer CO2-Bepreisung aushandeln, sondern würde die effizienteste CO2-Vermeidung fördern, nämlich die Nachrüstung alter Dritte-Welt-Kohlekraftwerke. Der CO2-Preis-Kuhhandel in der Politik will lediglich austesten, wie schnell man das Wasser mit den Fröschen drin erhitzen kann. Am Anfang kostet der Tank voll fünf Euro mehr. Das hält man noch aus. Aber es kommen jährlich weitere fünf Euro dazu. Nach zehn Jahren sind es dann womöglich 50 Euro. Da muss man dann durch, als Lurch.

Die CO2-Abgabe ist die erste Steuer, deren jährliche Erhöhung von Anfang an geplant ist. Und die Frösche kommen trotzdem nicht auf die Idee, ihre gelben Westen anzuziehen.

Auch wenn es „Abgabe“ und nicht Steuer heißt: Die CO2-„Bepreisung“ ist die brutalste Steuererhöhung seit der Einführung der Mehrwertsteuer. Wie sagte Volker Bouffier von der CDU nach dem (fast) Allparteienbeschluss zur CO2-Abzocke? „Wir wollen den Menschen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben. Wir wollen sie mitnehmen.“

Was heißt das denn? Für den, der zahlen muss, ist es egal, ob Steuer oder Abgabe. Er wird in beiden Fällen geschröpft. Er kann nicht kontrollieren, wie seine „Abgabe“ vom Staat verwendet wird.

Es geht beim „Mitnehmen“ um das Überschreiten der finanziellen Schmerzgrenze. Das „Mitnehmen“ ist ein Verarmungsprogramm. Das „Mitnehmen“ wird bei den Bürgern sicher nicht zum Umsteigen auf die teuren Alternativen führen, wenn es überhaupt welche gibt. Und da liegt die Crux: Erst wenn der Bürger die Schmerzgrenze spürt, dann ist er „mitgenommen“. Ein Normalo kann sich dann das unerwünschte Verhalten schlicht nicht mehr leisten. Doch dann ist der Frosch bereits gekocht.

Freie Fahrt für reiche Bürger

Doch selbst denen, die alles brav mitmachen, wird das Portemonnaie systematisch entleert. Die erhöhten Kraftstoffpreise werden Handwerker, Dienstleister und Unternehmen natürlich auf ihre Preise aufschlagen. Alles wird für den Endverbraucher teurer – und zwar auch für die, die nach der Definition des Umweltministeriums „klimafreundlich“ auf Autofahren oder Flugreisen verzichten. Wenn sich die vielen kleinen Leute das Autofahren nicht mehr leisten können, wird das Ergebnis sein, dass es mehr Platz auf den verstopften Straßen gibt: freie Fahrt für reiche Bürger. Freie Fahrt nämlich für die, denen der hohe Spritpreis nichts ausmacht. Und das sind viele Grünenwähler und alle Politiker.

Bundestagspräsident Schäuble meint, dass es den Klimaschutz nicht zum Nulltarif gibt, und predigt Verzicht. „Wir werden unser Leben verändern müssen.“ Als Beispiel nannte er den Massentourismus. „Sicher ist es ein großes Glück, einfach mal auf die Malediven zu fliegen oder Venedig zu besuchen. Aber künftig sollten wir von diesem Glück sparsameren Gebrauch machen.“ Gilt das auch für Paketboten und Reinigungskräfte, für unterbezahlte Wachmänner und Altenpfleger? Mir ist nicht bekannt geworden, dass viele Deutsche außerhalb der Schäuble-Blase „einfach mal auf die Malediven fliegen“ könnten. Mit seinem „wir“ meint Schäuble die kleinen Leute – die müssen ihr Leben ändern.

Es dürfte, historisch gesehen, das erste Mal in der Geschichte Deutschlands der Fall sein, dass die Verschlechterung der Lebensbedingungen der Bevölkerung offizielles Regierungsziel ist.

Veggie-Day durchs Portemonnaie

Im Gegensatz zu Frankreich ist der Volksaufstand gegen die CO2-Abzocke in Deutschland bisher ausgeblieben. Man dreht daher probeweise das Gas unter dem Froschkochtopf hoch. Jetzt haben die Grünen Blut geleckt, Geduld war noch nie ihre Tugend. Schon werden Forderungen nach einer Fleischsteuer laut.

Die TAZ zitiert aus einem Beschluss der Bundesdelegiertenkonferenz von Mitte November:

Zu den Sektoren, die bislang nicht durch den europäischen Emissionshandel erfasst werden, gehört auch die Landwirtschaft. Wir führen die Bepreisung von Klimagasen daher auch für landwirtschaftliche Produkte ein, angefangen mit tierischen Lebensmitteln“.

Auch die Landwirtschaft muss ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Deshalb sollte sie auch in die Bepreisung von Klimagasen miteinbezogen werden. Ein höherer Preis für besonders treibhausgasintensive Produkte soll den Konsum reduzieren und so das Klima entlasten. Eine Steuer oder Abgabe auf Fleisch und Milch löst keine Panik mehr aus.

Veggie-Day durchs Portemonnaie – Drops gelutscht, Frosch gekocht.

Natürlich wittert auch das Europäische Bürokratiemonster seine Chance und will einen ordentlichen Schluck aus der CO2-Pulle nehmen. Eine Billion Euro Steuergeld will eine größenwahnsinnige grüne Dealerin dazu verwenden, Europa bis 2050 „klimaneutral“ zu machen. Das klappt sicherlich. Ursula von der Leyen betrieb ja schon bei der Bundeswehr eine sehr erfolgreiche Politik.

Die EU-Energiebesteuerungsrichtlinie soll überarbeitet werden, um sie an die Klimaziele anzupassen. Generell sei anzustreben, in Steuerangelegenheiten künftig keine einstimmigen Beschlüsse im Kreis der EU-Mitgliedstaaten mehr fassen zu müssen. Dann können endlich solche hochkarätigen Politiker wie Jan, Ska und Terry (den Clip muss man gesehen haben) alleine darüber entscheiden, mit wieviel Milliarden der deutsche Steuerzahler die Stilllegung von Kohlekraftwerken in Polen fördert.

Verbietet uns endlich etwas

Es ist epochemachend – das gab es noch nie in der Geschichte eines Staates: Bürger gehen für Steuererhöhungen auf die Straße und fordern vom Staat: Verbietet uns endlich etwas.

Und folgerichtig: Zum Jahresbeginn 2020 steigt der Strompreis in Deutschland unverdrossen weiter. Der Durchschnitt der Teuerung beträgt 5,5 Prozent. Für einen Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden sind das Mehrkosten von 69 Euro im Jahr. Ab 2020 wird aber die CO2-Abgabe eingeführt, dann steigt der Strompreis noch weiter an. Die Regierung verspricht, im Jahre 2021 die EEG-Umlage zu senken. Ganz vergessen hat die Regierung, zu erwähnen, dass die „Erneuerbaren“ weiterhin ungebremst ausgebaut werden sollen, was bisher schon zu exorbitanten Preissteigerungen führte. Somit wird die Senkung der EEG-Umlage um 5,5 Milliarden Euro in den Mehrkosten durch die Weiterführung der Energiewende verpuffen, wie vor ein paar Jahren Altmaiers Strompreisbremse völlig wirkungslos verpufft ist. Für die meisten Haushalte in Deutschland wird es unter dem Strich teurer werden. Und das ist in gewisser Hinsicht auch so beabsichtigt. Strom sparen, weil man ihn sich nicht mehr leisten kann.

2020 wird ein Rekordjahr für Deutschland. Mit den jüngsten Strompreiserhöhungen hat Deutschland Dänemark überholt und ist nun Strompreis-Weltmeister. Jetzt geht Deutschland in die Aufholjagd gegen Belgien um die höchsten Steuern und Abgabenlast. Doch keine Sorge, der Sieg ist den Deutschen sicher, da die jährliche Erhöhung der CO2-Abgabe schon fest eingeplant ist.

Im Jahr 2020 wird eine Allparteien-Koalition – natürlich die ganz Bösen ausgenommen – den Bürgern all ihre sehnlichsten Wünsche erfüllen. Deutschland wird nicht nur zum Vorreiter bei der Energiewende, Agrarwende und Verkehrswende, sondern auch zum Vorreiter der Verbote: Zuckersteuer, Inlandflug- und SUV-Verbot.

Auch ein Weichmacherverbot in Sexspielzeugen dürfte beim deutschen Wähler gut ankommen – gelobt sei, was hart macht.

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier

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24 Kommentare

  1. Meine zusätzlichen vier Strophen zum „Anti-Merkel-Sommerhit“ des Jahres 2018, der von YouTube wie durch ein Wunder noch NICHT gelöscht wurde, lauten wie folgt:

    Du heuchelst Klimahysterie
    und wendest unsre Energie!
    Gehst aus Kernkraft und Kohle raus,
    drum geh’n hier bald die Lichter aus.
    Strom, Heizen, Sprit teuer wie nie:
    Da sackt der Wohlstand in die Knie.
    Die Industrie verläßt das Land,
    so fahr’n wir vor die Wand!

    Refrain:
    Angie, warum hast du uns das angetan? usw.

    Dein Wind- und Sonnen-Flatterstrom
    ist wahrlich nicht der Weg nach Rom.
    Windrad-verspargelt ist das Land,
    der Strompreis außer Rand und Band!
    Das Leitungsnetz wird instabil,
    denn Ökostrom fließt volatil!
    So hat uns bald dahingerafft
    die Klima-Planwirtschaft.

    Refrain

    Schulstreik fürs Klima ist grad Trumpf
    im linksgrünen Chaotensumpf.
    Da gibt auch Angie keine Ruh‘,
    sie jubelt den Schulschwänzern zu!
    Befeuert noch in ihrem Wahn
    Klein-Gretas Klima-Taliban!
    Deutsche, setzt endlich euch zur Wehr:
    Bekämpft die „Grünen Khmer“!

    Refrain

    Blackouts in Multi-Kultistan,
    das kommt vom irren Klimawahn!
    Wir atmen nicht mehr kostenfrei,
    wir blechen jetzt fürs CO2!
    Aus ist der Ofen, leer der Tank:
    Der Klima-Tyrannei sei Dank!
    Das, Angie, hast du fein gemacht!
    Tschüss, Deutschland! Gute Nacht!

    Refrain

    Soviel in aller Kürze zum neuen deutschen Irrsinn…

  2. Je schneller desto besser!
    Fragt doch so richtig keiner der Politiker nach den wahren Ursachen des menschengemachten Klimawandels. So sei es doch Wasserdampf der die Atmosphäre halt so richtig anheizt.
    #
    Der größte Teil des Treibhauseffekts wird mit einem Anteil von ca. 36–70 % (ohne Berücksichtigung der Effekte der Wolken) durch Wasserdampf in der Atmosphäre verursacht.
    #
    gemäß der Wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt#Atmosph%C3%A4rischer_Treibhauseffekt
    … oder soll man dann der Wiki nicht so sein Vertrauen schenken?

    So oder so wird zum Darstellen von 10 GWel aus Erdgas etwa die doppelte Menge an Wasserdampf in die Atmosphäre geblasen als gegenüber dem Darstellen mit Braunkohle.

    … geht’s halt eben schneller mit dem Harakiri!

  3. Im Jahre 2018 wurde zwar „nur“ 296.000 Haushalten der Strom abgestellt, und damit 10 Prozent weniger als im Jahr davor, aber knapp 5 Millionen Mal wurde eine Sperrung angedroht und beinahe eine Million Mal sogar schon beauftragt. Die Sperrung von Gasanschlüssen wurde 1,2 Millionen mal angedroht und 33.000 Mal ausgeführt.

    In Deutschland gab es im Jahre 2018 laut Statistik 41,378 Millionen Haushalte. Fast jedem 8. davon wurde also rechnerisch eine Stromsperre angedroht, eine Gassperre etwa jedem 35. Das sagt viel über die tatsächliche soziale Lage in Deutschland.

    Haferburg stellt korrekt fest, dass mit der angekündigten CO2-Bepreisung in Form des sogenannten Klimapaketes wohl zum ersten Mal in der deutschen Geschichte eine Regierung die Verschlechterung der Lebensbedingungen der Bevölkerung zum offiziellen Regierungsziel gemacht hätte. Hätten wir hier eine direkte Demokratie oder würden den Artikel 20 unseres Grundgesetzes ernst nehmen, erschiene mir eine Volksabstimmung über das Teeren und Federn der Verantwortlichen als angemessen.

  4. „Für einen Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden sind das Mehrkosten von 69 Euro im Jahr.“

    Da sollte man sich über legen ob man nicht sich einige kWh von der Sonne besorgt.
    Wenn man berücksichtigt das 1m² Solarmodul nur 60€ kostet und
    die Mehrkosten für Strom 69 Euro im Jahr sind.
    Das 1m² von einer Solaranlage liefert bereits 165 kWh und das jährlich.
    165kWh * 0,31€/kWh (Netzstrom) = 51€ Netzstromkosten Reduzierung in nur einem Jahr.
    https://www.ebay.de/itm/274016194253

    „Der Durchschnitt der Teuerung beträgt 5,5 Prozent.“

    Es führt kein Weg daran vorbei sich Strommengen selber zu beschaffen das ist vollkommen klar.
    Mit den Solaranlagen haben die Bürger und Betriebe das sehr preisgünstig zu realisieren.
    Und bei preisgünstig werden bei Solarstrom Preise zwischen 6 bis 8 Cent/kWh aufgerufen bei heutigen PV-Anlagen.

    • So so, sie beschaffen sich also Solarstrom für 6 bis 8 Cent, gehen wohl mit dem Beutel einkaufen an der Strombörse und holen sich den Strom mit dem niedrigsten Preis.

      Ich dachte man sollte lachen über die Story, dass die Schildbürger Licht mit Römern hoch tragen, offensichtlich ist diesen Niveau bei Einigen angekommen…

      Sie müssen zu Kenntnis nehmen, dass ohne die Schwankungen ausgleichende ausgleichende Kraftwerkstrom im Netzt jedes Solarmodul gar nichts liefern würde. Es ist für den Betreiber so preiswert, weil durch die Vorrangeinspeisung mit garantierten hohen Preis die Differenz über die EEG Umlage vom Rest der Bevölkerung finanziert wird.

      Es ist also so billig, weil alle, die sich es nicht leisten können oder wie ich nicht auf Kosten der Allgemeinheit leben wollen, kräftig für die paar Sonnen-Barone mitzahlen.

      Also hören sie auf Werbung für „billigen Sonnenstrom“ hier zu machen.

  5. Es ist mir egal, ob die Frösche heraushüpfen, wenn die Wassertemperatur zu hoch wird. Sie tun es und sind damit schlauer, als so mancher Bundesbürger. Es macht mich betroffen, wie einfach es ist, die breite Masse mit simplen Mitteln wieder zu manipulieren. Und die sich für besonders clever halten, lassen sich am besten framen. Das hätte ich ehrlich gesagt, so nicht erwartet. Gerade die haben mir immer gesagt, dass sie sich das in der DDR nicht hätten gefallen lassen. Wenn man denen sagt, dass man sie gerade von vorne bis hinten verarscht, weisen sie das weit von sich. Klar sie sind ja clever…

  6. Tja, es ist die Realität. Wenn die Wähler das mitmachen, wird die Daumenschraube immer weiter angezogen. Selbst Noch-Solardachinhaber werden irgendwann am immer teureren Stromnetz beteiligt werden. Ebenso wie die E-Mobilisten: Der Staat wird ungerne zukünftig auf die horrenden Benzin- und Dieselsteuern verzichten – nur 1/6 davon geht in den Straßenbau. Ich bin seinerzeit den Modernisierungsvorgaben gefolgt und auf Brennwert-Ölheizung umgestiegen. Hat zwar unterm Strich nichts gebracht (die fehlende „Verlust“-Wärme in den Kaminwänden musste durch höhere Vorlauftemperaturen ausgeglichen werden), dafür bin ich jetzt bei der Heizölsteuer voll dabei…
    Noch glaube ich, dass irgendwann die Vernunft einsetzt, wenn es den Geldbeutel trifft!
    Man lernt ja immer dazu: Von unseren Klima-Weltuntergangs-beseelten Damen an der Spitze weiß ich es ja schon, auch, dass ein Blackrock-Merz das hohe Lied der Klimaprofiteure singen muss, aber dass der alte Schäuble jetzt auch schon in den Chor der Klima-Idioten einstimmt, das nimmt mir die letzten Zweifel. Ich ziehe jedenfalls bei der nächsten Wahl ganz klar die Konsequenzen aus dieser gigantischen CO2-Verblödung!

  7. Große Katastrophe kommt auf uns zu, Klimaexpeten sagen voraus, gerade gelesen :
    Nur noch drei Tage und das zweite Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts ist zu Ende. Es sind auch nur noch drei Tage bis die im Jahre 2004 vorhergesagten Klimakatastrophen eintreffen müssen. Damals kam nämlich ein Bericht von „Klimaexperten“ heraus, der in den Medien weit verbreitet wurde in dem stand, die Folgen des vom Menschen verursachten Klimawandels werden bis 2020 Meeresspiegelanstieg, Nahrungsmittel- und Wasserknappheit bewirken, was zu „umweltgetriebenen Konfliktkonstellationen“ führt, „die in Gewalt bis hin zum Krieg münden können.“

    Und wieder der Spiegel vorndran :
    Über eine Studie, die Präsident George W. Bush vorgelegt wurde, berichtete Der Spiegel am 22. Februar 2004:

    „Das Szenario ist ebenso bedrohlich wie realistisch: Der Golfstrom, der wie eine riesige Warmwasserheizung Milliarden Liter von Tropen-Wasser in den Norden pumpt, verliert an Kraft, ändert seine Richtung und kollabiert plötzlich ganz. Eisige Winde brausen über Nordeuropa hinweg, verheerende Stürme und Fluten verwüsten die Küsten. Die Wälder sterben ab, die Ebenen an Nord- und Ostsee gefrieren zur Tundra.

    Die dramatischen Klimaänderungen bringen Menschen und Regierungen in Not. Öl wird knapp, die friedenssichernden Bündnisse erodieren. Blutige Konflikte brechen aus, Kriege um Rohstoffe und Nahrung verwüsten die Kontinente. Innerhalb weniger Jahre gerät die Welt an den Rand der totalen Anarchie.“

    mehr auf :
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/12/vorhersage-2004-weltuntergang-bis-2020.html

    „eisige Winde …“demnach müsste es also kälter werden und nicht wärmer, tz, tz, tz ???

    • Können wir uns darauf einigen, dass mit Beginn des neuen Jahres das letzte Jahr des 2. Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts gerade erst beginnt? Oder wird jetzt die Mathematik ähnlich der Physik auch der Mehrheitsmeinung geopfert? (Ein Kind ist 10 Jahre, wenn es das 10. Lebensjahr vollendet hat, eben eine Dekade.)

      • aber natürlich,
        ich hab den Text auch nur abgeschrieben, (werd mich doch mit solchen Kleinigkeiten nicht aufhalten, so ein Deutscher bin ich nicht,) deswegen auch der link zum Nachlesen.
        Wichtig war für mich die doch gewaltige Katastrophenmeldung aus der Vergangenheit, die ja – falls sie Wirklichkeit werden sollte – doch schon langsam erkennbar werden sollte.
        Aber ein Jahr – hin oder her – haben wir ja noch, oder ?
        Allerdings sollen da die Katastrophen erst beginnen,ab 2020, so wie ich das lese.

        Aber wenn ich mit dem Jahr 2000, 1.1.2000, beginne, sind es bis zum 31.12.2019 20 Jahre. Oder ihre Sichtweise : geboren am 1.1.2000, 0:01 Uhr dann bin ich am 31.12.2019 23:59 Uhr noch 19 und Sekunden später 20 Jahre. (da beginnt aber schon das 21. Jahr)
        Wollen Sie jetzt wirklich mit Sekunden rumhandeln ? Ich denke Ihr Gegenbeispiel mit dem Kind ist zu oberflächlich.
        Oder noch andersrum : eine Klimaperiode geht nach Definition 30 Jahre. Die letzte ging von 1961 bis 1990. Die folgende von 1991 bis 2020. Warum wohl ? Nachrechnen.

        • Hallo, an alle,

          bitte beachten: es gibt nicht den Zeitraum 0 bis 0,99 Jahre. Es heißt immer, Jahreszahl n. Chr. Geburt! Das heißt, 2020 Jahre sind erst Sylvester 2021 voll.

          Gruss und guten Rutsch, D. Sauerwald

        • Vielleicht besorgen Sie sich einfach einmal einen alten Abakus (Kugelrechner) und schieben mal hintereinander 10 Kugeln von rechts nach links. Und tatsächlich, Sie müssen 10 Kugeln schieben, um eine Dekade zu erhalten. Nicht 9!

          Aber die erschreckende Schulbildung haben wir ja schon mit dem Neujahr nach Silvester 1999 kennen gelernt. Da hat auch für viele das neue Jahrtausend 1 Jahr zu früh begonnen und nicht erst nach Vollendung des Jahres 2000 und mit Beginn des Jahres 2001.

          Die Lehre daraus? => Wie so oft im Leben, die Nullen haben das Sagen!

          Wir reden hier übrigens über eine Differenz von 31.536.000 Sekunden oder 365 Tagen. (Muss man für Mathematik Deutscher sein?)

          • Ich hab mich den Fingern gerechnet, ohne Abakus,
            und – Pech gehabt – habe eine naturwissenschaftliche gymnasiale Schulausbildung. Ihre Rechenkünste scheinen mir genauso erschreckend wie ihre Interpretationsfäigkeit.
            Und der Hang zur Besserwisserei. Sie wollen sich wirklich, ebenso wie Herr Sauerwald, um Sekunden und Minuten streiten wie lange ein Jahr dauert. Gibt es für die Jahreslänge etwa auch ein DIN ??

            Es ging in meinem Kommentar um die gar erschrecklichen Vorhersagen zur Klimaentwicklung. Nicht gecheckt, nicht so wichtig. Aber wie man 20 Jahre genau definiert und zählt ist wchtiger wie das Klima.
            Dann ist also die Definition für Klima, 30 Jahre, auch falsch, dann sind das nur 29 von z.B. 1961 bis 1990 ?
            Sie haben die Fähigkeit Beispiele zu bringen, die am Thema vorbeigehen.
            Vielleicht gibt es auf der Volkshochschule einen Kurs für Abakus.

  8. Keine erfreulichen Meldungen für 2020 ff., aber leider Realität. Wir werden kaum mehr Zeit haben uns zu wundern, denn der Tsunami ist im Anmarsch.

  9. Mittlerweile stehen hier in Bremen auch E-Roller rum, um die Energiewende im Verkehr zu beschleunigen. Werden per Kleintransporter hier durch die Stadt gefahren und stehen überall im Weg rum. Zu Silvester kann man damit bestimmt viel Spaß haben. Oder einfach mit Böllern sprengen. Die Akkus brennen gut.

    Die Dinger verursachen mehr CO2 und nicht weniger, da vor allen Fußgänger damit fahren, anstatt zu Fuß zu gehen. Alles was sich Grüne ausdenken geht eh als Schuss nach hinten los.

  10. Die Landwirte gehen schon auf die Straße. Letzte Woche war hier Treckerdemo mit 20 Treckern, die von Borgfeld in die Stadt gefahren sind und dort den Verkehr blockiert haben. Dort wo die Grünwähler wohnen.

  11. Herr Wachsmann, wenn Sie schon etwas verlinken, dann sollten Sie mehr lesen als nur die Schlagzeile.

    Aus Artikel und Kommentar geht hervor, dass beim langsamen erhitzen die Tiere zu spät reagieren und letztendlich sterben, also inhaltlich stimmt die Geschichte absolut.

    Ob der Frosch halbtot rausspringt um im Kühlen zu sterben oder unbeweglich auf den Tod wartet ist unerheblich.

    Die Deutschen sind Frösche im heissen Wasser.

    • Herr Georgiev,
      ich sehe den Kern der erzählten Mär darin, dass die Frosche gar nicht reagieren würden, was so eben nicht stimmt.
      Wenn Sie die von mir verlinkten Texte lesen, sehen sie, dass die Frösche sehr wohl versuchen zu entkommen.
      Damit stimmt die Geschichte nicht absolut, höchstens in Teilen, wenn man so wie Sie sagt, die Frösche reagieren aber zu spät. Diese Deutung der Geschichte kann man haben, ich halte sie für nur bedingt überzeugend.

      Danke für Ihren Beitrag, die restlichen Kommentatoren haben sich anscheinend in der Adresse vertan.

      P.S.: Wenn die Geschichte wahr wäre, wäre sie eine super Metapher, gerade auch für die Deutschen. Ich widerspreche da ja gar nicht; es hat mich nur niemand dazu befragt, es wurden ja direkt die Klischees abgearbeitet …

      • Inhalt und Ergebnis des Froschexperiments ist, dass das Nervensystem der Frösche nur bei größeren Temperaturdifferenzen (Sprung ins heiße Wasser) richtig reagieren, bei langsamen Steigerung im Gegensatz zu höheren Tierarten versagen. Ob der Frosch bei Sterben zappelt oder nicht ändert die Aussage des Experiments nicht.

        Die grünen Khmer und ihre Fans, die das ganze Volk der Dichter und Denker in Geiselhaft genommen und und zum Volk der dummen Frösche verwandelt haben, haben den Deutschen das Denken in Zusammenhänge, nach Ursache und Wirkung, nach Sinn und Inhalt gründlich aus den Hirnen entfernt. Man soll sich nur an Formulierungen aufgeilen „Der Frosch zappelt doch, also Mythos!), oder an Schlagzeilen „Die Sonne schickt keine Rechnung“

        Es ist kein Zufall, dass die letzten Denker, die auch hier kommunizieren, meist den älteren Generationen zugehören und und prozentual überdurchschnittlich aus dem Osten kommen. In der DDR wurde das Denken gefördert, heute das Nachplappern.

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