Jetzt offiziell: Wir befinden uns in einem „tiefen“ solaren Minimum

Normal in letzter Zeit: keine Sonnenflecken mehr. Bild: EIKE

Anthony Watts
Sonnenflecken: neuer Rekord im Weltraum-Zeitalter
: Der Sonnenphysiker Dr. Tony Phillips schreibt in einer E-Mail: Das solare Minimum ist jetzt offiziell ein „tiefes“. In diesem Jahr 2019 wurde soeben ein neuer Rekord aufgestellt, nämlich die Anzahl von Tagen ohne Sonnenflecken. Außerdem prognostiziert ein Gremium von Wissenschaftlern unter der Leitung von NOAA und NASA, dass das solare Minimum sich sogar noch weiter vertiefen könnte und sein Minimum erst im April 2020 erreicht.

Das solare Minimum wird tatsächlich immer tiefer. Am vergangenen Wochenende wurde der bisherige Rekord sonnenfleckenfreier Tage im Weltraum-Zeitalter gebrochen. Bisher zeigte sich die Sonne im Jahre 2019 an über 270 Tagen fleckenfrei, darunter die letzten 33 Tage hintereinander [Stand: 16.12.2019]. Seit Beginn des Weltraum-Zeitalters gab es in keinem einzigen anderen Jahr so viele derartige Tage.

Der bisherige Rekordhalter war das Jahr 2008, als die Sonne 268 Tage lang fleckenfrei war. Dazu war es im epochalen Solaren Minimum 2008-2009 gekommen, dem bisherigen tiefsten solaren Minimum des Weltraum-Zeitalters. Inzwischen hat dieses Jahr 2019 diesen Spitzenplatz eingenommen.

Ein solares Minimum ist ein normaler Bestandteil des 11-jährigen Sonnenfleckenzyklus‘. Die letzten beiden Minima (2008-2009 und 2018-2019) waren lang und tief, was sie zu Minima einer „Jahrhundert-Klasse“ machte. Will man ein Jahr mit noch mehr sonnenfleckenfreien Tagen finden, muss man bis 1913 zurückgehen, als 311 derartige Tage registriert worden waren.

Vorige Woche hat das Sonnenzyklus-Prognose-Gremium von NOAA/NASA eine neue Vorhersage ausgegeben. Auf der Grundlage mehrerer Prognoseverfahren kamen sie zu dem Ergebnis, dass das gegenwärtige solare Minimum erst im April 2020 seinen tiefsten Punkt erreichen wird (±6 Monate), gefolgt von einem neuen solaren Maximum im Juli 2025. Dies bedeutet, dass wenige oder gar keine Sonnenflecken sowie geringe Sonnenaktivität noch eine ganze Weile andauern werden.

Solare Minima verändern definitiv den Charakter von Weltraumwetter. Solare Flares und geomagnetische Stürme nehmen ab, was das Auftreten von Polarlichtern in höheren Breiten abnehmen lässt. Das Weltraumwetter „beruhigt“ sich. Andererseits intensiviert sich die kosmische Strahlung. Das sich abschwächende solare Magnetfeld gestattet mehr Partikeln aus den Tiefen des Weltalls den Eintritt in das Sonnensystem, was das Strahlungsniveau in der Erdatmosphäre enorm verstärkt. Tatsächlich wird genau das bereits beobachtet, erreichte doch die kosmische Strahlung in der Atmosphäre jüngst ein 5-Jahre-Maximum, was schon bald einen anderen entsprechenden Rekord des Weltraumzeitalters brechen dürfte. Man sollte darüber nachdenken, wenn man demnächst ein Flugzeug besteigt.

Quelle: Dr. Tony Phillips, Spaceweather.com

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/12/16/its-official-we-are-in-a-deep-solar-minimum/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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19 Kommentare

  1. Der 25ste Zyklus wird nochmals niedriger sein als der vorherige. Die Darstellung entspricht nicht den soliden Berechnungen. Einfach mal hier nachschauen:
    *****://www.google.com/search?q=Sonnenzyklus+25+Vorhersage&client=firefox-b-e&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=bO2Zm6z9GoRCDM%253A%252CdXcMdUx5kGmkEM%252C_&vet=1&usg=AI4_-kRazqDy_TrA0MQpxPTUrH1z50zsdA&sa=X&ved=2ahUKEwi4h6qfycnmAhVD-aQKHfHWAekQ9QEwAnoECAoQBg#imgrc=bO2Zm6z9GoRCDM:&vet=1
    mit ***** = https

  2. Lieber Herr Schimmelpfennig! Wie recht sie doch haben. Bitte arbeiten sie doch ein Konzept zur Optimierung der Sonnenfleckendichte aus. Finanzielle Unterstützung für dieses gewiss förderungswürdige Projekt gäbe es allerdings nur, wenn sie die Beeinflussung der Sonnenaktivitäten durch menschlich verursachtes CO2 in den Mittelpunkt ihrer Studien stellen würden.

    • …Danke, Bruder im Geiste! Es ist sooo deprimierend – meine 4 Enkelkinder werden sicher irgendwann fragen „…Opa, warum habt Ihr nix gemacht???“

  3. Nimmt die nächsten Jahre die Sonnenaktivität wieder zu wird es noch ungemütlich auf der Erde und der CO2 Anstieg verstärkt die Auswirkungen der Sonnenaktivität noch.

    • Lieber Herr Horcher
      Der CO2-Anstieg verstärkt gar nichts, das ist ein erfundener Effekt, der keinen Versuchsbeweis hat, ähnlich wie die Behautung der unbefleckten Empfängnis Mariens. Aber der Einfluss der Sonnenaktivität samt kosmischer Strahlung dürfte auch nicht so hoch sein wie theoretisch vorhergesagt. Bisher spüren wir in Mitteleuropa gar nichts davon. Herr Prof Lüning „die kalte Sonne“, mit dem ich in einem intensiven Diskussionsaustausch stehe, vertröstet mich immer, so wie in einer mail vor einer Stunde: „.. Es ist nur eine Frage der Zeit, dass die schwache Sonnen ihren Weg über die Ozeanzyklen in die Temperaturen findet. Sorry, es wird kälter, früher oder später…“ Meine Antwort: Das erwartete Kälterwerden würde dann sowieso vom menschengemachten Wärmeinseleffekt bei den Messstationen egalisiert. Die Elektronik unserer Heizungen heizt das Kälterwerden bei den Messstationen wieder weg.

  4. So sehr ich auch das warme Wetter liebe,kann ich denoch eine gewiße Schadenfreude nicht verbergen, wenn anstatt der Hitzewelle, wahrscheinlich, eine Kältewelle auf uns zukommt. Leider wird die Konsequenz daraus nicht von Allen erkannt werden, da sie,womöglich,nicht wie ein Paukenschlag eintreten und somit die Klimavorhersagen Lügen strafen würde. Die Zeitspanne zwischen Ursache und Auswirkung gibt noch genug Raum für weitere, vermutete und wohl angestrebte Deindustrialisierung. Das abkassieren, für den Klimaschutz, wird auch bei unter 14°C, globaler Mitteltemperatur, weitergehen.Diese Temperatur würde dann, als eine Maßnahmefolge der anthropogenen CO2 Reduzierung, gefeiert.

    • @ S. Bernd
      Auch wenn Deutschland seine komplette Wirtschaft plattmacht – der Rest der Welt macht da nicht mit. Also selbst wenn Deutschland seine CO2-Emissionnen nahezu auf Null runterfährt, der weltweite CO2-Ausstoß wird weiter steigen.

  5. Nimmt man hinzu, dass, wie hier schon mal berichtet wurde, die Temperaturen etwa um 25 Jahre verzögert folgen, dann sollte es jetzt nach dem letzten ElNino-Temperatur-Peak in 2016 in den kommenden Jahren wieder abwärts gehen! Sofern, was ich annehme, CO2 nur eine marginale Rolle spielt. Ich bin gespannt…
    Zur Veranschaulichung der zeitlichen Verzögerung: Das alljährliche Temperaturmaximum auf der Erde folgt der Sonneneinstrahlung etwa einen Monat verzögert. Bei einem längerem (langsameren) Solarzyklus, z.B. 250 Jahre, reicht die Zeit aus, um deutlich tiefere Schichten an Land und in den Ozeanen zu erwärmen/abzukühlen, entsprechend länger ist die zeitliche Phasenverschiebung zwischen Solar- und Temperaturzyklen.

  6. „Seit Beginn des Weltraum-Zeitalters gab es in keinem einzigen anderen Jahr so viele derartige Tage.“

    Na dann ist doch alles klar, Ursache ist der menschgemachte Klimawandel.

    • Wie recht Sie doch haben – und auch Herr Schimmelpfennig. Den solaren Wandel kriegen wir doch genauso in den Griff wie den Klimawandel, da wir mittels der CO2-Steuer das Wetter verändern und damit das KLIMA. Da sollte uns doch die Einwirkung auf die Aktivität der Sonne leicht fallen. Vorschlag: solare Abgabe-/Steuer, Solarfinanz, solare Aktivierungserneuerungsenergie.
      Dafür sind Germanisten/-innen oder Kunst-/niederrheinische Molkereihistorikerinnen in den entsprechenden Ämtern doch sicher total befähigt, hier einen schlagkräftigen Begriff zu finden; notfalls nimmt man eine Beratungsfirma nach althergebrachten Muster aus den diversen Ministerien.

      • Sonnenfleckenaktivitätskontrollgremium der Bundesregierung–JETZT!!
        Allmachtsphantasterer-innen können auch das. Übrigens: Das schöne lange Wort anfangs stammt nicht von mir, daß hat schon mal ein Kommentator hier auf EIKE so ähnlich vorgeschlagen. Sehr weitsichtig der Mann. Wo steckt eigentlich die Parolengeberin der Bundesgrünen Regierung? Die unheimliche Greta? Noch im Zug?
        Ich Schelm habe schon wieder nur Fragen…

    • Warum nicht auch „Hollywood“ um Rat fragen. Ganz nach „Armageddon“ und Amerika rettet mal wieder die Welt vor dem Untergang dürfte es doch, natürlich mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet, kein Problem sein das Massezentrum unseres Sonnensystemes passend zurechtzurücken…..

  7. Da wäre es doch nur konsequent, eine optimale Sonnenfleckendichte festzulegen und in die Klimakirche als Ziel einzubinden. Dann heisst das Ziel eben nicht einfach „unter 2°C Erderwärmung“ zu bleiben sondern auch das Sonnenfleckenoptimum einzuhalten!

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