Der Mittelstand in Zeiten der Energiewende – ein Beispiel aus Jena

Vacom-GmbH in Großlöbichau mit Scheddach-Photovoltaik, eigenes Werk Ute Bergner

von AR Göhring

EIKE-Leser wissen, daß das Stromnetz Deutschlands seit Jahren immer instabiler wird, weil der Flatterstrom der Wind- und Solarkraftanlagen einfach ungeeignet für einen hochmodernen Industriestaat ist. Wir sprachen mit einer mittelständischen Unternehmerin aus Jena, Dr. Ute Bergner von Vacom, einem führenden Hersteller für Vakuumtechnik. Die Physikerin ist FDP-Politikerin und zog gerade für ihre Partei in den Landtag von Thüringen ein.

Es mehren sich Nachrichten, daß die Netzagentur immer häufiger energie-intensiven Produzenten, zum Beispiel Aluminiumhütten, den Strom abdreht, wenn die Frequenz des Netzes zu weit unter 50 Hertz zu fallen droht. Man klemmt bei Energiemangel wohl lieber die Fabriken ab als die Städte und Ortschaften, weil dort Wähler wohnen, die bei einem Stromausfall zu viel sehr unruhig werden könnten.

Wie sieht es bei den mittelständischen Industrien aus, die mittelgroßen Energiebedarf haben?

ARG: Frau Dr. Bergner, mittelständische Unternehmen, die viel elektrischen Strom brauchen, berichten zunehmend von Stromausfällen, die sie dem instabiler werdenden Netz Deutschlands zuschreiben. Wie ist die Situation in ihrem Unternehmen, Vacom?

UB: Wir sind noch nicht von Stromabschaltungen betroffen gewesen, die aufgrund von Netzinstabilitäten erfolgt sind.

Unsere Stromausfälle waren meist durch mechanische Störungen im Trassensystem bedingt (umgefallener Baum zerreißt Oberleitung etc.). Mittlerweile sind wir auch redundant angebunden. Wir hatten im letzten Jahr einen Stromausfall.

ARG: Viele Unternehmen wollen „klimafreundlicher“ und nachhaltiger werden beim Energieverbrauch, oder zumindest unabhängig(er) vom öffentlichen Netz. Wie ist die Planung bei Ihnen?

UB: Wir bei Vacom haben schon viel in Photovoltaik-Technologie investiert und investieren weiter. Unsere jüngste Investition erzeugt so viel Strom, wie ein Vier-Personen-Haushalt im statistischen Mittel in 20 Jahren verbraucht. 80% des erzeugten PV-Stroms verbrauchen wir selbst. Wir nutzen schon Erdwärmespeicher sowohl als Tiefenbohrung als auch als Flächenspeicher. Es ist weder ausreichend noch vom Wirkungsgrad her effizient. Momentan fehlt es in der Tat noch an geeigneten Speichermedien, um wirklich unabhängig vom öffentlichen Netz werden zu können.

Photovoltaikdach, eigenes Werk Ute Bergner

ARG: Die großen Medien, aber auch viele Bürger sehen den menschgemachten Klimawandel als alternativlose Theorie an. Welche Maßnahmen zum Schutz der Natur würden Sie als Unternehmerin und Politikerin favorisieren?

UB: Im menschengemachten Klimawandel wird CO2 als Hauptursache gesehen. Ausgehend von den Hauptsätzen in der Physik sehe ich CO2 nicht als Schadstoff, sondern als Rohstoff. Deshalb sehe ich 3 wichtige Schritte, um einen ausgeglichenen CO2-Haushalt in der Atmosphäre sicherzustellen:

  1. CO2 in den Kreislauf bringen, anstatt in die Atmosphäre abzublasen
  2. Anteil der Energiegewinnung aus der Sonnenenergie erhöhen, da die Sonne die einzige externe Energiequelle ist, die unseren Planeten speist
  3. Die Energie sollte dort erzeugt werden, wo sie gebraucht wird, um zum Beispiel Übertragungsverluste zu minimieren.

CO2 in den Kreislauf bringen wir z.B. durch Bäume, die große CO2-Absorber sind. Ein Hektar Wald in unseren Breiten absorbiert im Jahr durchschnittlich 13t CO2. In Thüringen mit einer Waldfläche von 550.000 ha sind das 7,15 Mio. t CO2/Jahr. Wir müssen uns aber auch bewußt sein, dass die Bäume diese Menge CO2 zum Leben brauchen. Da in Thüringen nur 34% der Fläche bewaldet ist, sollte über eine Ausdehnung der Waldflächen nachgedacht werden.

Aber auch Bäume an den Stellen der CO2-Entstehung sind wirkungsvoll – machen wir unsere Straßen zu Alleen. Wir brauchen auch mehr Bäume in unseren Lebensräumen. Deshalb habe ich eine Baumpflanzaktion gestartet – www.thueringenpflanzt.de .

Die Energiegewinnung aus fossilen Materialien muss zurückgefahren werden bzw. das entstehende CO2 gezielt als Rohstoff genutzt werden, wie bei dem jüngst in Indien in Betrieb genommenen Kohlekraftwerk.

Moderne Photovoltaik–Anlagen verfügen über eine hohe Leistungsfähigkeit. Mit unserer neuen bifacialen PV-Anlage haben wir in sieben Monaten 434.000 kWh produziert und damit gegenüber Stromerzeugung aus fossilen Ressourcen 189 t CO2-Ausstoß vermieden. Es wäre sogar wirtschaftlich sehr interessant, wenn nicht auf den eigengenutzten regenerativen Strom EEG-Umlage abgeführt werden müßte. Diese Abgabe erhöht die Amortisationszeit der Investition um 50%. Durch wachsende Bürokratie werden die Investitionen in PV-Anlagen noch unattraktiver gemacht, da neuerdings von den Netzbetreibern bürokratische Zertifizierungen verlangt werden, deren Kosten im fünfstelligen Bereich liegen.

Aus meiner Sicht liegt die Zukunft in vielen kleinen dezentralen Stromnetzen. Hierfür brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen, für die ich mich im Ausschuss Umwelt und Energie im Thüringer Landtag einsetzen werde. Es bedarf aber auch der Beschleunigung des Fortschritts bei Speichermedien, damit sie schnellstmöglich nutzbar werden.

ARG: Kritiker der Energiewende und den anhängenden Klimaschutzmaßnahmen warnen vor einer Art „grünen Planwirtschaft“, da die Windradparks und Solaranlagen marktwirtschaftlich untragbar seien und nur durch steuerfinanzierte lebenslange Subvention errichtet und betrieben werden könnten. Ähnlich sieht es bei den Elektro-Autos aus, die nur durch steuerliche Anreize in großer Zahl abgesetzt werden könnten. Teilen Sie die Befürchtungen dieser Kritiker?

UB: Windparks und Solaranlagen sind nicht so uneffektiv, wie es ihnen nachgesagt wird. Die Vergütung bei Windkrafträdern liegt heute bei 5 – 8 ct./kWh.

Bei unserer PV-Anlage läge der Preis bei einer Abschreibung über zehn Jahre bei 4,1 ct/kWh, wären da nicht die vielen Abgaben und Steuern. Wir dürfen nicht vergessen, dass 55,1 % des Strompreises Steuern, Abgaben und Umlagen sind. Damit steht sich die Politik bei der erfolgreichen Energiewende selbst im Weg.

ARG: Wir danken für das Gespräch!

  • –     –

Das Familienunternehmen VACOM-Vakuum Komponenten & Messtechnik GmbH hat seinen Sitz in Großlöbichau bei Jena und gehört seit über 25 Jahren mit derzeit etwa 250 Mitarbeitern zu den führenden europäischen Anbietern für Vakuumtechnik.

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Liebe Leser und Kommentatoren, leider haben im Kommentarbereich nicht wenige Dr. Bergner persönlich attackiert mit Begriffen „typisch Frau, Physikerin“ und so weiter. Dr. Bergner ist NICHT Angela Merkel und kann auch nichts für die Energiewende – im Gegenteil, sie muß selber mit dem zunehmend instabilen Netz kämpfen.
Daher die Bitte: Kritisieren Sie REIN inhaltlich, wenn Sie wollen, aber unterlassen Sie persönliche Adjektive und jede Äußerungen ad personam! EIKE ist ist kein Klima-Alarmisten-Blog, auf dem jeder „Abweichler“ persönlich diffamiert und beschimpft werden kann. ARG

 

 

 

 

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78 Kommentare

  1. Das Solarkraftanlagen bei der Stromversorgung eine wichtige Rolle spielen werden ist doch klar.
    Man muss nur den Preisverfall den bei den Anlagenpreisen und den Preisanstieg bei Netzstrom betrachten.
    Firmen und Bundesbürger beginnen gerade den Solarstrom als Komponente zum Netzstrom zu erschließen.

  2. Die Firma Vacom-GmbH mach das was Tausende von Firmen machen und noch machen werden und Millionen von Privatpersonen, sich teilweise mit extrem günstigen Strom von der eigenen Solaranlage versorgen.
    Jede Strom-Preiserhöhung der Stadtwerke, E.on, RWE usw wird diesen Entwicklung noch verstecken.
    Das begreift selbst der einfältigste.

  3. @Paul Jung 24. Dezember 2019 um 19:32
    Die „Einspeisevergütung“ beträgt derzeit knapp 10 ct und nicht 5! (Wer bezahlt die???) Der „Thüringer Solarrechner“ ist leider völlig umgestrickt worden (hatte ich leider nicht bemerkt…), der alte war wahrscheinlich zu konkret und der Schwachsinn „PV“ ökonomisch gesehen zu offensichtlich und zu leicht erkennbar.

    Ihr präsentiertes Zahlenwerk stotzt nur so von Fehlern. Wo können Sie in D 1000 kWh / kWp und Jahr „ernten“? Ich komme bei recht idealen Bedingungen auf knapp über 800. Die Gestehungskosten liegen real wohl auch erheblich höher, denn der Aufbau einer PV ist wohl doch erheblich mehr als das Material. Aber so denken eben Leute, die wahrscheinlich 10 linke Dauem haben und nur die grünen Hurra-Parolen nachplappern können.

    Tja, und das Hauptproblem haben Sie wohl auch noch nicht erkannt: Es gibt keinen Speicher, den Sie im Sommer füllen können, damit Sie im Winter Strom haben, weder für daheim noch für D, von den Kosten, von denen Sie anscheinend mangels technischem Verstandes keinen blassen Schimmer haben, ganz zu schweigen …..

    • @Ulrich Tengler
      „Die „Einspeisevergütung“ beträgt derzeit knapp 10 ct und nicht 5! (Wer bezahlt die???)“

      Die 10 Cent bekommen die Kleinanlagen aber die haben kein Interesse Solarstrom einzuspeisen die verbrauchen oder speichern den Strom lieber selber da Netzstrom ja Kosten von ca. 30 Cent verursacht.

      Die wo die 5 Cent bekommen sind die großen PV-Anlagen also die wo sich auch mit Kohle und Kernkraftwerken messen müssen.

      Bezahlt werden die 5 oder auch 10 Cent von den schlauen Stromkunden die sich noch zu 100% auf Netzstrom verlassen.
      Beim neuen Kernkraftwerk sind das bereits ca. 12 Cent/kWh für die Engländer die der schlaue Stromkunde bezahlt der auf 100% Netzstrom setzt.

      ————————

      @Ulrich Tengler
      „Ihr präsentiertes Zahlenwerk stotzt nur so von Fehlern. Wo können Sie in D 1000 kWh / kWp und Jahr „ernten“?“

      Der Deutschland Durchschnitt liegt 2018 bei eingespeisten PV-Strom je kWp bei 1037 kWh/kWp.

      Berechnung/Zahlen/Text bei EIKE gefunden:
      2018 haben alle PV-Anlagen in Deutschland ca. 45,75 TWh an Strom in das Netz eingespeist.
      https://www.energy-charts.de/energy_de.htm?source=all-sources&period=annual&year=2018

      Die PV-Anlagen haben ja auch noch zusätzlich jede Menge an Eigenstrom für die Anlagen Besitzer bereitgestellt, das ist in den ca. 45,75 TWh nicht enthalten.
      Auch ist der PV-Strom der aufgrund der EEG-Regelung das manche PV-Anlagen nur max. 70% der Nennleistung einspeisen dürfen fehlen da bei den 45,75 TWh.

      Im Jahr 2018 sind ca. 44,12 GWp am PV-Leistung installiert.
      https://www.energy-charts.de/power_inst_de.htm

      45,75 TWh / 44,12 GWp = 1037 kWh/kWp wurden in das Netz eingespeist in 2018.

  4. Ich kann im Zusammenhang mit „erneuerbarer Energie“ das Wort wirtschaftlich nicht mehr hören. Wer in seinem „Kleinkleckersdorf-Denken“ sämtliche verfügbaren Subventionen abgreift und dann davon spricht, das sei für ihn wirtschaftlich, hat von Wirtschaft nichts verstanden und sollte sich schämen. Hier wird Wirtschaft mit Planwirtschaft verwechselt. Lasst uns doch schlicht eine einfache Nagelprobe machen: der Einspeisevorrang für die „erneuerbare Energie“ wird unverzüglich abgeschafft. In kürzester Zeit wird man dann sehen, was wirtschaftlich überlebensfähig ist.

    • Hallo Herr Reinhold Schmidt,
      baut sich heute einer eine Solaranlage auf und nutze den PV-Strom selben, also er verzichtet auf die EEG Vergütung so kostet den das kWh Solarstrom so um die 6 bis 7 Cent/kWh.
      Netzstrom kostet ca. 30 Cent mit steigender Tendenz, dumm wer da nicht Solarstrom nutzt wenn der verrohenden ist.
      In kürzester Zeit wird man dann sehen, was PV-Strom wirtschaftlich ist.

      • Genau, vor allem aber sofort vom Netz abklemmen, dann sparen Sie auch noch den Netzstrom bei Dunkelheit und treiben für die anderen den Netzstrom in die Höhe! Mit Verlaub, auf Sie scheint genau das zuzutreffen, was @Stefan Steger 23. Dezember 2019 um 12:08 geschrieben hat. Wer für die heutigen und steigenden Strompreise verantwortlich ist, scheint Ihnen völlig abzugehen ….

        • Netzstrom kostet ca. 30 Cent mit steigender Tendenz,
          Solarstrom kostet 6 bis 7 Cent was ist zu machen ?
          Netz abklemmen ? Falsche Antwort
          Sonaranlage errichten ?

          • Wie kommen Sie auf diesen Preis von Solarstrom? Mal abgesehen von dem versorgungstechnischen Blödsinn von PV: „Besuchen“ Sie mal den „Solarrechner-Thüringen“ im Netz und spielen Sie mal verschiedene Scenarien durch, verschiedene Finanzierungen, ….. mit und ohne Speicher. Früheste Amortisation nach 17 – 20 Jahren, und das nur mit massiver Förderung durch staatliche Steuergeldverbrennung! Ansonsten erst am Sankt-Nimmerleins-Tag, also nie. Und immer unter der Voraussetzung, dass „unterwegs“ nix passiert! Jede Störung oder notwendige Reparatur versaut diese Kalkulation.

            Diese „Kalkulationshilfe“ ist überraschend realistisch für eine „staatliche“ Quelle. Nun verraten Sie uns mal, wie Sie auf 6 – 7 Cent kommen, zumal die PV-Anlage nach 15 – 20 Jahren „rum“ ist, also neu wieder investiert werden müßte!

            Ich als „Prepper“ habe eine kleine Insel-PV mit 250 Wp mit Speicher für die kommenden Notzeiten (Blackout). In „Friedenszeiten“ speise ich über einen Mikroinverter ein. Ich habe interessehalber auch Mestechnik verbaut. Ende Januar läuft die Einspeisung ein Jahr. Ertrag bisher: 205 kWh. Wird bis Ende Januar vielleivht noch ein wenig einstelligen Zuwachs geben. Nur aus den Materialkosten heraus (ohne Speichertechnik!) ergibt sich somit ein Break-Even von ca. 8 Jahren! Die kWp-Kosten sind mit größeren Anlagen durchaus vergleichbar und ich streite auch nicht um 10 oder 20%, aber Ihre Preise von 6 oder 7 ct sind ganz einfach schwachsinnig und zeugen von tiefster Unkenntnis oder aber tiefster ideologischer Verbohrtheit, sorry ……

          • @Ulrich Tengler
            „Nun verraten Sie uns mal, wie Sie auf 6 – 7 Cent kommen, zumal die PV-Anlage nach 15 – 20 Jahren „rum“ ist, also neu wieder investiert werden müßte!“

            Durchschnittlicher, mengengewichteter Zuschlagswert 4,9 ct/kWh
            https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/Ausschreibungen/Solaranlagen/BeendeteAusschreibungen/BeendeteAusschreibungen_node.html

            Herr Tengler,
            im Oktober 2019 wird im EEG für Solarstrom ca. 5 Cent bezahlt bei den neuen größeren PV-Anlagen das ist doch weniger als 6-7 Cent oder nicht ?

            Und wie ist das bei PV- Kleinlagen auf dem eigen Dach ?

            Herstellungskosten der PV-Anlage unter 1000€ je kWp Leistung.
            https://t1p.de/nfwl
            (Materialkosten 636€/kWp incl. MwSt und Versand)
            Jahresertrag ca. 1000kWh/kWp

            1000€ / (1000kWh /20 Jahre) = 5 Cent/kWh

            Kommt mal eine Reparatur/Wartung um die Ecke ist man bei 6 bis 7 Cent/kWh.
            Und das beste daran ist das die PV-Anlage nach 20 Jahren die Stromherstellung nicht einstellt.

            So Herr Tengler,
            den Privatmann kostet das kWp PV-Anlagen im Materialeinkauf um die 640€ und ein kWp erzeugt Strom für 300€ wenn man Netzstrom vermeidet, was sollte man manchen ?
            Weiterhin auf 100% Netzstrom setzen und das EEG-System unterstützen ?

  5. Mir hat jemand geschrieben, unterirdischen würden 143 Kubikkilometer leer, die man mit Power to Gas füllen könnte u. dann bei Dunkelflaute jede Menge (er sprach von 3 Jahren) Reserven da wären. Wenn das stimmt u. wir erzeugen mit EE Gas, erhalten die WKA u. PV Betreiber die Förderung u. Uns kostet es die EEG Umlage?! Wir verlieren nach Verstromung des Gases 2/3 der eingesetzten Energie. Und zahlen für diesen Strom dann wieder alle Förderung etc.?!

  6. Das ist bereits absehbar das Solarstrom eine der wichtigsten Stromquellen für die Menschheit wird.
    Geringe Baukosten und schnelle Realisierung kein Brennstoffeinkauf keine Schadstoffbelastung beim betrieb und fast überall verfügbar auf der Welt sind mal die wichtigsten Eckpunkte.

    • Hallo Hr. Meier,

      PV spielt im Winter in Deutschland bei 2-4% Anteil eine eher bescheidene Rolle (siehe auch ARD-Text Seite 189).

      Gruss D. Sauerwald

      • Hallo Herr Sauerwald,
        ist Deutschland „die Menschheit“ ?
        Wir sind nur 1% der gesamten Menschheit.
        Wir in Deutschland und auch die gesamte Menschheit sehen erst am Anfang beim Umbau der Stromversorgung der Energieversorgung.

        Was verändert sich gerade in der Welt im Stromsektor?

        Das Niedrigstes Gebot (10/2019) bei Dubais 900 Megawatt
        Photovoltaik-Ausschreibung liegt bei 1,53 Cent pro Kilowattstunde.
        Das Angebot stammt offenbar vom saudi-arabischen Energiekonzern ACWA Power.
        Das zweitniedrigste Angebot liegt umgerechnet knapp bei 1,59 Cent pro Kilowattstunde.

        Bei kWh Preisen von um die 2 Cent kann kein Kehrkraftwerk oder Kohlekraftwerk mithalten.

        In Deutschland liegen die EEG-Photovoltaik-Ausschreibung bei um die 5 Cent kann da ein anderer Kraftwerksneubau mithalten ?

        • Manchmal wünsche ich mir, dass solche Aussagen Schmerzen verursachen sollten.
          Amazon macht in Dubai einen Spezialversand mit DHL auf, der den Strom bedarfsgerecht nach Deutschland bringt.

        • Hallo Hr. Meier,

          selbst dann, wenn PV nichts kostet, habe ich, wenn es dunkel ist, keinen Strom. Da ist mir das Hemd (ich) einfach näher, als die Jacke (Dubai).

          Gruss D. Sauerwald

        • Ohne Speicher für den PV–Strom können die Menschen in DUBAI nachts(und das geht da so täglich von 18–6 Uhr) auch nicht deren Klimaanlage betreiben!
          Doch es sind gute Angebote um sich mittags das Essen zu kochen.

          • @Gerald Pesch 24. Dezember 2019 um 10:59

            … schön, dass dort die installierte Leistung zu den Kraftwerken aufgelistet ist,
            dann kann man direkt das Aufkommen von Wasserdampf, dem Treibhausgas Nr.1 einfach mal berechnen –
            :
            – macht grob 48 mrd. kg Wasserdampf
            , also etwa 82 Kubikkilometer Wasserdampf pro Jahr!
            na, wenn das mal nicht das Wetter gleich beeinflusst :–)

            Frohes Fest!

  7. Bleibt noch zu ergänzen: Auch Physiker lieben technische Spielereien und wenn sie sich dann auch noch rechnen und modern sind! Ein Hagelschlag wie bei uns im Sommer mit teilweise zerdebberten Solarpaneelen wird schon nicht passieren. Spätestens dann bräuchte man wieder das ungeliebte und altmodische Netz! Eigene Speicher würden dann die Spielzeugeisenbahn perfekt machen – rechnen müssen sie sich natürlich!
    Fragen der Netzstabilität oder gar die komplizierte CO2-Geschichte überlässt man dann lieber den Kollegen von der anderen Fakultät, schließlich hat man ja noch die Firma und nicht soviel Zeit wie wir hier – dann lieber bei der FDP und im Landtag bei den richtigen Weichenstellungen nach Kräften mitwirken!
    Außerdem ist es schön, wenn man sich gleich an 2 Narrativen ergötzen kann: „Es rechnet sich“ und „Weltrettung“ …

  8. Betriebswirtschaftlich denkende Menschen haben verstanden das Solarstrom Preiswert ist.
    Das man für die Nutzung von Solarstrom keinen Stromspeicher braucht in der Firma oder im Haus.

    Wer Richtung Notstromversorgung, Black-out Abwehr was machen möchte braucht einen Stromspeicher kostet aber auch nichts, bezahlen die übrigen Stromkunden.

  9. Ich finde es hervorragend, dass es auf EIKE immer wieder Berichte gibt, die zu Widerspruch und Aufregung führen.
    Daumen nach oben!
    Ein gewisser Herr Rahmsdorf kann sowas ja gar nicht ab!

  10. @Georg Köhler
    „ Ein Gaskraftwerk ist nicht klimaschädlich und CO2 sowieso nicht.“

    Nur dumm das die Produktionskosten von Gas- und Dampfkraftwerken (GuD-Kraftwerke) zwischen 7,7 und 9,9 Cent pro Kilowattstunde liegen und es kommt noch die volle EEG Umlage dazu.

    Bei der PV-Anlage liegt die Firma bei 4,1 ct/kWh.

    • Hallo Herr Peter Hocher,
      beim Gaskraftwerk ist nicht nur EEG fällig auch werden Kosten für die Freisetzung von fossilen CO2 noch kommen die heute keiner abschätzen kann.
      In der Schweiz und in Schweden sind die bei um die 100€/t bereits angekommen.

    • Der Vorteil von steuer- bzw. regelbaren Kraftwerken liegt jedoch darin, dass sie dann Strom bereitstellen, wann er gebraucht wird; die geringen Überschüsse haben sich bislang in Pumpspeicherwerken verwerten lassen.
      Photovoltaik produziert nur bei natürlichem Dargebot, was öfters nicht mit dem Bedarf zsammen geht. Dadurch sind Leitungs- und Spreicherkosten sehr hoch, diese müssen den Erzeugungskosten zugestellt werden.
      Bislang sind praktisch k e i n e weiteren Speicher gebaut worden, Versuche scheiterten am Widerstand der Bevölkerung und an den Investitionskosten.
      Deswegen muss ein größerer Teil des Stroms aus Wind und Sonne unter Kosten abgegeben werden oder „abgeregelt“, d. h. die Anlagen abgestellt, jedoch bezahlt werden.
      Dann fehlt immer noch der Strom, der einen Stromausfall zur Zeiten mangelnden Dargebots liefert; d. h. es müssen Einspringkraftwerke bereitstehen. Die Kosten hierführ sind ebenfalls Wind und Sonnenstrom zuzuschlagen, da sie durch diese verursacht werden. Ich bin mir sicher, dass damit die Kosten über denen von Kohle & Gaskw. liegen–leider. Dies hält viele davon ab, im Größeren Stil PV zu bauen.
      Mal sehen, wie sich die Anlagen in Marokko bewähren, d. h. in das Stromnetz einfügen lassen, so dass das Dargebot stabil bleibt

      • „Mal sehen, wie sich die Anlagen in Marokko bewähren, d. h. in das Stromnetz einfügen lassen, so dass das Dargebot stabil bleibt“

        Marokko ist schlecht wegen des vielen Sandes.
        Ich warte auf den ersten Vollpfosten, der vorschlägt den deutschen Strombedarf von Nigeria aus zu decken.

  11. Zitat der FDP-Politikerin: „ Da in Thüringen nur 34% der Fläche bewaldet ist, sollte über eine Ausdehnung der Waldflächen nachgedacht werden.“

    Ja, schafft die Landwirtschaft ab und lasst auf deren Flächen Wälder wachsen (auf welchen Flächen kann denn sonst der Wald ausgedehnt werden. Vielleicht kann man auch noch Sportplätze aufforsten, oder hierfür Fabrikgebäude abreißen?).
    Lebensmittel können wir doch auch aus China importieren. Dann brauchen wir uns auch keine Sorgen zu machen, wie gesund die sind, weil wir nicht erfahren wie sie produziert werden.

  12. Wenn ich höre, „wir erzeugen so viel Strom wie ein x Personen Haushalt“, frage ich mich, ob diese Menschen, über den für sich erhofften Gewinn hinaus, denken können. Machbar ist das ganze doch nur, wegen der Kraftwerke, die noch das Netz stabil halten können. Wenn dann noch, wegen des erhofften Gewinns, der Anschein erweckt wird die Welt zu retten, gehe ich davon aus, wenn es ein denkender Mensch sagt, dass der betrügen will.

  13. Bäume, auch Alleebäume pflanzen und die Sonne nutzen, das sind die denkbar einfachsten und preisgünstigsten Lösungen um der zunehmenden Wärme, besonders in den Städten, zu begegnen. Sonnenstrom in Jena für 4,1 Ct/KWh, das ist doch mal eine Ansage, von einer Dame die sich mit Wirtschaftlichkeit gut auskennt.

      • Ich kenne die „Dame“, bisher nicht persönlich, hatte aber mit der Firma mal zu tun bei einem Projekt, das diese Firma dann aus mir nicht so recht nachvollziehbaren Gründen hat „einschlafen“ lassen (… oder doch nachvollziehbar, wenn man die „Förderlandschaft“ mit in Betracht zieht ….)… Die mögen auf dem Gebiet der Vakuumtechnik durchaus nicht schlecht sein, aber wenn eine Chefin eines sich durchaus entwickelnden mittelständischen Unternehmen Zeit hat, in den Landdtag zu gehen, dann kommen mir ganz ernsthafte Zweifel, erst recht bezüglich der für einen Techniker sehr befremdlichen Ausagen einer Physikerein in diesem „Interview“. Wenn diese Dame ihre Aussagen wirklich so meint, wie sie es gesagt hat, dann kann sie einem fachlich nur leid tun. Mit solchen Leuten wird sich die FDP nicht über 5% halten können …..

        • Dr. Bergner hat das Szepter an ihren Sohn übergeben und ist nun hauptberuflich Abgeordnete.
          Außerdem brauchen wir unbedingt mehr Unternehmer in der Politik, und keine durchgehend von Steuergeld finanzierten Parteisoldaten (Bafög, wiss. Mitarbeiter, Beamte….).

          • „Außerdem brauchen wir unbedingt mehr Unternehmer in der Politik“

            Richtig!
            Aber ein wenig Sachverstand würde auch nicht schaden.
            Und das Abgreifen von Subventionen in einer Planwirtschaft hat auch nur wenig unternehmerische Elemente…

          • Was würden Sie als Kapitalist in der Planwirtschaft machen? Dr. Bergner erzählte mir, daß ihr die Denkmalpflege auf den Pelz rückte, weil im Baugebiet prähistorische Artefakte gefunden wurde. Das Amt wollte großzügig für richtig viel Geld ewig buddeln, auf Firmenkosten, versteht sich. Die Unternehmerin zeigte ihnen, wie man viel schneller für viel weniger dasselbe Ergebnis erzielte.
            Und die PV-Anlage hat Vacom installiert, um weniger abhängig vom volatilen Netz zu werden. Da der Staat die Wertschöpfer plündert, ist es OK, wenn die Industrie etwas zurückbekommt.

    • Die preisgünstigste Art, sich mit Salat zu versorgen, ist ein Schrebergarten.
      Im Winter gehen wir halt zu Aldi, weil an Salatspeichern noch geforscht wird…

      • Sehr geehrter Herr Dehren,
        es gibt natürlich auch welche die sich ganzjährig beim ALDI mit Salat versorgen.
        Andere Menschen nehme das „Salat“ Angebot von ALDI eben nicht ständig in Anspruch.

    • Die Uni Freiburg hat in einer Forschung auch festgestellt, dass es im Schatten von Bäumen kühler ist denn auserhalb–ein echter Nutzen, Grün, Natur, Schatten und ev. Holz, wenn nur dafür gesorgt wird, dass die Wurzeln auch gute Erde (und nicht nur Straßenbaukies) sowie Wasser erhalten (statt alles in den ‚Vorfluter‘ abzuleiten, wo es weiter abwärts Überschwemmungen fördert und nicht die tiefere Bodenschicht nässt.

  14. Für die Menschen und Firmen ist Solarstrom die preiswerteste Stromquelle das ist doch kein Geheimnis und der Rest muss aus dem Stromnetz zukauft werden.
    Dumm wer diese Option nicht nutzt.

  15. De Fragen gehen eigenlich an den Interviewer:
    Herr Göring, wieso gehen Sie auf die vielen laienhaften Behauptungen von Frau Bergner nicht ein?
    Da kommt eine Physikerin in den Landtag und erzählt über Energiegewinnung wie ein Milchmädchen, und Sie fragen nicht? Beispiele: Punkte 1-3. CO2 in den Kreislauf bringen? Woher dafür den energet. Mehraufwand? Entropiezuwachs scheint ein Fremdwort
    zu sein. Erlaubt Energiedichte der Sonne eine Komplettversorgung? Energie sollte da erzeugt werden, wo sie gebraucht wird? Wenn eine Physikerin Energie erzeugt, wird es suspekt. In den 30-ziger Jahren lieferten die Saaletalsperren den Strom für Jena, war das falsch? Will Vacom eigentlich zukünftig immer noch im Winterhalbjahr produzieren? Was will Frau Bergner konkret für die Entwicklung eines Wunderspeichers tun? Das wären doch EIKE-Würdige Fragen gewesen.
    Nachtrag: Frau Bergner, es soll in anderen Bundesändern sogar Kernkraftwerke geben. Haben Sie davon auch schon gehört?

    • Frau Bergner ist nicht Rahmstorf. Im Interview ging es um die sicht der Unternehmer. Was die dezentralen kleinen Netze angeht, finde ich die Sicht von Prof. Alt besser: großes Netz, zentrale KKW. Synergieeffekte.

    • Andreas Geisenheiner schreibt am 21. Dezember 2019 um 17:54
      „Frau Bergner, es soll in anderen Bundesändern sogar Kernkraftwerke geben. Haben Sie davon auch schon gehört?“

      Haben Sie davon auch schon gehört das bereits in einigen Tage mit dem Kernkraftwerk
      Philippsburg Schluss ist ?

      Haben Sie davon auch schon gehört das am 31.12.2022 mit allen Kernkraftwerken in Deutschland Schluss ist aber die PV-Anlage von der Firma Vacom immer noch Strom liefert ?

      • „… aber die PV-Anlage von der Firma Vacom immer noch Strom liefert“

        Und in Zukunft evtl. ein Blockheizkraftwerk im Winter ausreichend Strom und Wärme liefert, effizient und ohne sinnlose Wärmeverschwendung.

        • @ Herrn Tarantik: Dezentrale Kraftwerke/ Netze sind immer ineffizienter als große, da Synergieeffekte fehlen. Fernwärme ausgenommen, da stimmts wieder.

      • „Haben Sie davon auch schon gehört das am 31.12.2022 mit allen Kernkraftwerken in Deutschland Schluss ist aber die PV-Anlage von der Firma Vacom immer noch Strom liefert ?“

        Joo.
        Es sei denn, Blödland wird mal von anderen Deppen regiert, die dann Photovoltaik verbieten um Hamsterräder „wirtschaftlich“ zu machen.

          • Ich finde jede Stromerzeugungsart gut, die zu einer bestimmten Zeit eine bestimmte Menge Energie bereitstellen kann, die Landschaft/Natur nicht großflächig verschandelt und im Markt von sich aus wettbewerbsfähig ist.
            Wind und solar können diese Anforderungen nicht erfüllen.
            Bei Kohle denk ich mir immer: laß sie mal liegen, vielleicht braucht man sie mal für was anderes.
            Was bleibt dann?

          • zu Wirkner Peter:
            Bei den KKW ist es sicher am schlimmsten mit ehrlichen Gestehungskosten, wo wirklich alles hinein gerechnet wird, was Kosten verursacht um 1 kWh Strom herzustellen.Ich sehe, es ist egal ob Gas-, Sonne- oder Wind Enegie genutzt wird, es wird vertuscht, gemauschelt und getrickst, denn die Politik hat immer Recht und ist bei jeder kWh dabei und kassiert. Aber es ist sicher, wenn jemand seinen Strom-Eigenbedarf selber produzieren kann, wie vielleicht ein Bergbauer, der seinen vorbei fließenden Bach nutzt, dann hat er sicher sehr schnell Probleme mit der Behörde. Waru ist denn bei der Energie alles so problematisch ? Weil wir es hier mit einer fast 100 %-igen Planwirtschaft zu tun haben und das ist bei allem so, wo der Staat seinen Rüssel drinnen hat. Aber die rot/grün/dunkelroten träumen ja von solchen zuständen. Es ist eben das Gegenteil von Marktwirtschaft.

          • @Wolfgang Pietsch
            „Bei den KKW ist es sicher am schlimmsten mit ehrlichen Gestehungskosten, wo wirklich alles hinein gerechnet wird, was Kosten verursacht um 1 kWh Strom herzustellen.“

            Und weshalb muss dann der Steuerzahler beim AKW Greifswald über 6.000.000.000€ bezahlen wenn doch alle Kosten im kWh Strom bei AKW eingepreist sind ?

            Und weshalb muss dann der Steuerzahler beim Atommülllager Asse um die 4.000.000.000€ bezahlen wenn doch alle Kosten im kWh Strom bei AKW eingepreist sind ?

            usw.

          • Vor allem „usw.“

            Folgende Fragen sind zu beantworten:
            Wem gehört das?
            Unter welchen vertraglichen Randbedingungen wurde investiert?
            Sind diese Verträge von der Politik eingehalten worden?

            Und da paßt auch noch ein „usw.“

      • @ Werner Mueller: Vollkommen ok, ich habe ja auch nicht behauptet, dass Frau Bergner die einzige ist, die von Versorgungssicherheit keine Ahnung hat. Trinken Sie mit ihr mal eine Tasse Tee nach Weihnachten und vergessen Sie nicht, genügend Kerzen mitzunehmen.

  16. Aus meiner Sicht liegt die Zukunft in vielen kleinen dezentralen Stromnetzen. Hierfür brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen, für die ich mich im Ausschuss Umwelt und Energie im Thüringer Landtag einsetzen werde. Es bedarf aber auch der Beschleunigung des Fortschritts bei Speichermedien, damit sie schnellstmöglich nutzbar werden.
    /////
    Was ist die Frau? Physikerin? Viele kleine dezentrale Stromnetze…Fortschritt bei Speichermedien…. Scheint irgendwie eine Deutsche Krankheit zu sein dass die Kombination Frau + Physikerin + Politikerin zu einem neuronalen Systemzusammenbruch führt. Fehlt nur noch „wir schaffen das“….

    • Warum sollte die Dame eine Kombination von Solar- und Blockheizkraft ignorieren, wenn sie damit preisgünstiger fährt, einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten kann und deshalb nicht die Produktion ins Ausland verlagern muß?

      • Ich muss mich da korrigieren, der konstatierte neuronale Systemzusammenbruch beschränkt sich natürlich nicht nur auf die o.g. Personen, der Personenkreis ist wesentlich grösser, die politisch relevante Mehrheit ist ja die Schnittmenge. Ein stromgeführtes Blockheizkraftwerk macht wirtschaftlich nur Sinn bei einer kontinuierlichen Wärmesenke die nicht aus dem Kamin besteht…. Das sehe ich jetzt bei einer Firma für Vakkumtechnik weniger, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Wenn man natürlich, so wie Sie, Wirtschaftlichkeit über die Subventionspolitik definiert rechnet sich ja alles was man subventioniert. Womit wir wieder beim neuronale Systemzusammenbruch wären. Wir schaffen das….

    • „Frau + Physikerin + Politikerin zu einem neuronalen Systemzusammenbruch“
      … Merkel weiß genau, was sie tut, und es ist ihr gleich. Nun sind sie halt da/tot/energiearm/Herastratos.
      Solche Sätze auf Dr. Bergner zu münzen, ist unfair und unverschämt. Nicht noch mal, sonst lösch ich. Bei Merkel dürfen Sie, da kann man gar nicht genug bei all den Schäden..

      • „Kleine dezentrale Stromnetze“ unterliegen genau den selben, durch Ohm und Kirchhof formulierten, physikalischen Gesetzen wie die „grossen“; Das müsste die Dame als Physikerin wissen! Eine funktionierende Netzstabilität ist auch im kleinen Maßstab mit fluktuierenden Einspeisern prinzipiell unmöglich. Was die „Beschleunigung des Fortschritts bei Speichermedien“ angeht, so gilt auch hier dass ich von einer Physikerin erwarten kann dass sie weiß das „Strom“ ein leitungsgeführtes elektromagnetisches Feld zur Energieübertragung ist, und elektromagnetische Felder per se nicht „speicherbar“ sind. „Stromspeicher“ im EVU Maßstab sind physikalischer Nonsens da physikalisch als Konzept gar nicht darstellbar. Wenn die Dame aber genau diese, physikalisch völlig unhaltbaren Begriffe, aus dem Zauberkasten der politischen Meinungsmache aus der Klima- und Energiepolitik verwendet, steht es den Kritikern auch zu sie entsprechend zu kritisieren.
        Sie können meine Beiträge löschen, Sie können aber niemals die Elektrotechnik den Vorstellungen des „Ausschuss Umwelt und Energie im Thüringer Landtag“ unterwerfen.

          • Ich gebs zu: Wir sind bestochen worden! Erst von der Ölindustrie aus USA (Trump), dann von der Kernkraftindustrie, jetzt vom Mittelstand aus der Region. Ich schreibe alles für jeden, der zahlt. Kann man mal sehen, wie dumm die PIK-Leute sind, daß die mich nicht schmieren. Sonst hätte ich längst den Klimanotstand ausgerufen!
            Wer noch bessere Verschwörungstheorien auf Lager hat, immer her damit! 🙂

  17. Was ist an diesem Interview „kritisches“?
    Die Unternehmerin ist sicher intelligent, engagiert, erfolgreich, vielseitig und FDP-Mitglied und Politikerin im Landtag.
    Kritik an Ökostrom oder der Klimawandelindustrie kann ich aber nicht im Ansatz erkennen. Nur, dass sie genug Geld hat, um daran zu partizipieren. Eine Reflexion dazu sehe ich jedoch nicht.
    Obwohl promovierte Physikerin, fabuliert sie – typisch Politikerin, die jegliches Wissen vergisst – ihren Wunschspeicher
    „Momentan fehlt es in der Tat noch an geeigneten Speichermedien, um wirklich unabhängig vom öffentlichen Netz werden zu können“
    Ihre Lösung ist ein reiner Wunschzettel an das Christkind: Es bedarf aber auch der Beschleunigung des Fortschritts bei Speichermedien, damit sie schnellstmöglich nutzbar werden.
    Zum Versorgungsnetz fabuliert sie genau das Gleiche, wie der Freie Wähler-Chef, Huber Eiwanger (Landwirt). Ich wünsch mir was, weiß, dass es nicht geht, aber damit es trotzdem „kommt“, bedingungslos subventionieren: „Aus meiner Sicht liegt die Zukunft in vielen kleinen dezentralen Stromnetzen. Hierfür brauchen wir entsprechende Rahmenbedingungen, für die ich mich im Ausschuss Umwelt und Energie im Thüringer Landtag einsetzen werde. Es bedarf aber auch der Beschleunigung des Fortschritts bei Speichermedien, damit sie schnellstmöglich nutzbar werden.“
    Auf die konkrete Frage zum Sinn und Problemen der Ökoenergie antwortet sie nicht, sondern weicht aus: „Windparks und Solaranlagen sind nicht so uneffektiv, wie es ihnen nachgesagt wird“
    Man erkennt: Für diese Frau macht alles Sinn, was ihr Vorteile bringt. Ihr Solarstrom würde ihr noch mehr Vorteile bringen, wenn er nicht besteuert würde. Also bitte weg mit der Steuer. Soll die Bevorratung und Zuleitung ihrer Grundlastversorgung doch bitte der gemeine Strombezieher über seine Steuerlast bezahlen.

    • „80% des erzeugten PV-Stroms verbrauchen wir selbst.“ Ohne Eigenverbrauchs-EEG-Umlage würde sich betrieblich auch ein zusätzliches stromgeführtes Blockheizkaftwerk rentieren und energiewirtschaftlich zur Versorgungssicherheit beitragen. Flexible Kraftwerke decken einen anderen wirtschaftlichen Bereich ab als hochpreisige Speicher für die Spitzenlast. Die Kosten bestimmen den Mix.

  18. Alles mitnehmen, was das EEG hergibt und für das Image ist es auch gut! So machen anscheinend viele ihren Frieden mit der Energiewende und gelten gleichzeitig als modern und innovationsfähig, was gut zum Firmenimage passt. (Nicht solche Nörgler wie wir hier…) Wer mit Erdwärme heizen kann, ist auch gut dran, er spart sich viel CO2-Steuer. Fehlen leider nur noch wirtschaftliche Stromspeicher, um sich von den überteuerten Strompreisen gänzlich abkoppeln zu können…
    Kein kritisches Wort zu CO2, das würde der Firma nur schaden. So folgt die Dame im Firmeninteresse wohl recht erfolgreich dem Zeitgeist.

    • Diese Unternehmerin investiert auch nur in neue Energieerzeugungstechniken wenn sie dafür Gelder vom Staat bekommt. Sie hat keinen Grund sich damit zu brüsten. Die Einzelhandelskauffrau, die Friseurin und die Arzthelferin mit ihren 1.100 EUR Nettogehalt finanzieren diese Sachen mit ihren Steuerabgaben zwangsweise mit. So funktioniert die Kapitalumschichtung von unten nach oben perfekt.

      • „Die Einzelhandelskauffrau, die Friseurin und die Arzthelferin mit ihren 1.100 EUR Nettogehalt finanzieren diese Sachen mit ihren Steuerabgaben zwangsweise mit.“

        Nur mit Jährlich 13.200€ bezahlt die Einzelhandelskauffrau, die Friseurin und die Arzthelferin praktisch keine Lohnsteuer.

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