Venedig und die Unwissenheit der Klima Angstmacher

Demmig; Venedig und seine größte Einnahmequelle - aber auch ein Problem

Jim Steele, WuWT
Venedig besteht aus hundert miteinander verbundenen Inseln und liegt im Zentrum der flachen Lagune von Venedig. Die Inselhöhen sind niedrig und können bei Stürmen leicht überflutet werden. Die große Flut von 1966 war die schlimmste, die jemals verzeichnet wurde. Seitdem arbeitet Venedig daran, die nächste unvermeidliche Flut abzuwenden. Die Regierung konnte die Überschwemmung von 2019 jedoch nicht verhindern, da ihre Hochwasserschutzprojekte mit Korruption und anderen Schwierigkeiten behaftet waren.

Venedig erlebt nun die zweitgrößte Flut seit 1966 und der Bürgermeister denkt an sein politisches Schicksal und machte sofort den Klimawandel dafür verantwortlich. Aber das ist eine Taktik, die heutzutage typisch für Politiker ist.
(In Kalifornien legte Ex-Gouverneur Jerry Brown ein Veto gegen geplante Abschaltungen des Stromnetzes ein. Kurz danach entzündeten Funken aus der maroden Stromleitung oder Schaltkästen einige der größten Waldbrände Kaliforniens, weshalb Brown natürlich den Klimawandel beschuldigte, seine politischen Misserfolge zu verschleiern.)

Wie in Abbildung 1 oben zu sehen, wird der Anstieg des Meeresspiegels in der Lagune von Venedig dadurch moduliert: wie viel Wasser gelangt aus der Adria über 3 Einlässe in die Lagune und wie schnell wird es wieder herausgespült. Um weitere Überschwemmungen zu verhindern, begann Venedig mit der Planung des Projekts MOSE: Errichtung von aufblasbaren Barrieren, die eingesetzt werden könnten, wenn die Wetterbedingungen drohende Zuflüsse aus der Adria vorhersagten. Hohe Zuflüsse aus der Adria werden von den starken Winden von Sirocco und Bora getrieben, die einen Anstieg des lokalen Meeresspiegels verursachen.

Der Untergrund [Boden], auf dem Venedig errichtet wurde, senkt sich ab, was die Verwundbarkeit erhöht. Während der geschätzte Anstieg des Meeresspiegels 1,4 Millimeter pro Jahr von 1930 bis 1970 beträgt,  sank Venedig mit einer Rate von 2,3 Millimetern pro Jahr, was größtenteils auf die Grundwassergewinnung zurückzuführen ist. Nachdem dieses Problem behoben wurde, verlangsamte sich die Sinkrate, aber Venedig sinkt weiterhin mit einer Rate von 1 Millimeter pro Jahr. Darüber hinaus hat sich aufgrund von Veränderungen im Lagunenbecken die Gezeitenamplitude geändert, was 20% des Anstiegs extremer Meeresspiegelereignisse ausmacht. Dieser Gezeiteneffekt beruhte hauptsächlich auf einer Änderung der Zuflüsse,  aufgrund des Ausbaggerns der Einlässe für den Schiffsverkehr und der Änderungen aus dem MOSE-Projekt.

Wie es für jede Katastrophe typisch geworden ist, machen die Medien sofort den „Klimawandel“ , schamlos und ohne Rücksicht auf andere Einflüsse für die Überschwemmungen verantwortlich. Andere, wie Dr. Marshall Shepherd, auf Forbes, versuchten, objektiver zu wirken, indem sie anerkannten, dass viele Faktoren zur Überschwemmung beigetragen hatten. Aber Shepherds eigentliche Absicht war es, dafür zu sorgen, dass die Menschen den Klimawandel zumindest teilweise weiterhin verantwortlich machen und dass Skeptiker voreingenommen sind, wenn sie sich nur auf Venedigs versinkendes Land konzentrieren. Die Argumente der Skeptiker enthalten jedoch noch viel mehr. Darüber hinaus hat Dr. Shepherd keine stützenden Belege zum Klimawandel für seine Behauptungen vorlegen können. Dies war jedoch zu erwarten.

Dogenpalast, Bildmontage WUWT

Wenn der Klimawandel wirklich eine bedeutende Rolle gespielt hätte, wäre zu erwarten gewesen,  dass sich die Überschwemmungen im Jahr 2019 im Vergleich zu den „natürlicheren Überschwemmungen“ im Jahr 1966 verschlimmern. Ein Vergleich der Überschwemmungen im Dogenpalast (siehe oben) lässt jedoch vermuten, dass die Überschwemmungen etwas geringfügiger ausfielen als 1966. Offizielle Messungen ergaben ebenfalls, dass der Hochwasserpegel in der Lagune von Venedig mit 74 Zoll (1,88 m) den Höchststand erreichte, womit der Rekord von 1966 von 76 Zoll (1,93 m) nicht erreicht wurde. Das Argument des Klimawandels wird weiter geschwächt, wenn man versteht, dass die Überschwemmung von 1966 bei Ebbe stattfand, im Gegensatz zu der Überschwemmung von 2019 bei extremer Flut. Darüber hinaus gibt es keine Korrelation mit der globalen Erwärmung, da die Überschwemmung im November 1966 stattfand, als Venedig die kältesten Temperaturen seit 1924 erlebte. Die jüngsten Temperaturen in Venedig liegen etwas unter den 1950er Jahren (Abbildung 2).

Die Lagune von Venedig liegt am nördlichsten Ende der Adria. Die Adria wird sowohl an der Ost- als auch an der Westgrenze von Bergen begrenzt. Diese Geographie erzeugt einen Trichtereffekt. Jeden Herbst beginnen sich die Sirocco-Winde zu verstärken. Diese Winde treiben warme Luft aus Afrika nach Norden, was wiederum das Wasser der Adria nach Norden in den „Trichter“ drückt. Das Endresultat ist, dass sich Meerwasser vor den 3 Einlässen ansammelt und die flache Lagune von Venedig überflutet. Stärkere Winde führen zu größeren Überschwemmungen. Und wenn die Winde stark genug sind, verhindern sie vorübergehend, dass Meerwasser aus den Lagunen austritt, wodurch der Meeresspiegel noch höher steigt.

Natürlich wäre es auch zu fragen, ob der Klimawandel einen zunehmenden Trend bei den Sirocco Winden verursacht hat. Aber es hat keinen Trend gegeben.

Wir sollten auch analysieren, inwieweit sich der Anstieg des Meeresspiegels auf Venedig ausgewirkt hat. Man kann mit Sicherheit behaupten, dass der Anstieg des Meeresspiegels seit 1900 etwa 100 Millimeter zur großen Überschwemmung von 1966 beitrug, da der Meeresspiegel zwischen 1900 und 1970 stetig anstieg. Zwischen 1970 und 2000 zeigt jedoch die Gezeitenanzeige von Venezia (Venedig) den Meeresspiegel, der bei 7150 Millimetern seinen Höhepunkt erreichte und dann in ein Plateau überging (Abbildung 3). Leider wurde diese Gezeitenanzeige dann an einem neuen Ort mit der Bezeichnung Venezia II installiert (umgezogen). Dort begann der Meeresspiegel in geringerer Höhe und stieg von 2001 bis 2010 wieder an, wobei er knapp 7150 Millimeter erreichte  (Abbildung 4).

Da verschiedene Teile Venedigs unterschiedlich schnell sinken, ist es schwierig zu wissen, inwieweit sich die neue Position des Gezeitenmessgeräts auf neue Schätzungen der Meeresspiegelveränderung ausgewirkt hat. Aufgrund der Unsicherheit, die durch das sinkende Land unterhalb von Venedig verursacht wird, vergleichen Forscher die Meeresspiegelentwicklung in Venedig in der Regel mit dem benachbarten Triest im äußersten Nordosten der Adria. Dort scheint das Land stabiler zu sein. Überraschenderweise ist der Meeresspiegel in Triest seit 2000 rückläufig (Abbildung 5). Es erscheint daher unmöglich, den Anstieg des Meeresspiegels in der Adria und der Überschwemmung von Venedig im Jahr 2019 den Klimawandel zuzuschreiben.

Es ist jedoch noch ein weiterer Faktor zu berücksichtigen. Die Winde in der nördlichen Adria bewirken, dass der Meeresspiegel über das nördliche Einzugsgebiet der Adria von Ost nach West pendelt. Wenn der Meeresspiegel in der Nähe von Triest sinkt, schwappt er häufig um die Lagune von Venedig herum. Dieser Anstieg des Meeresspiegels ist mit einem Anstieg des Meeresspiegels in der Lagune verbunden. Zumindest teilweise werden höhere Meeresspiegel in der Lagune von Venedig durch eine Ozeanschwingung angetrieben, die höhere Meeresspiegelstöße erzeugt. Und wenn diese Oszillation mit starken Sirocco-Winden zusammenfällt, sollte ein sinkendes Venedig mehr Überschwemmungen erwarten.

Im Gegensatz dazu ist unklar, welche Auswirkungen die globale Erwärmung hat. Vielleicht ist es vernachlässigbar. Leider hält dies die Medien nicht davon ab, die Bedrängnis in Venedig zu missbrauchen, um die Erzählung der Klimakrise voranzutreiben. Alarmisten behaupten weiterhin fälschlicherweise, dass jede Katastrophe mindestens teilweise durch die globale CO 2 -Erwärmung verursacht wurde. Traurigerweise, wie kluge Propagandisten wissen, werden die Leute anfangen, der Lüge zu glauben, wenn Sie häufig genug eine große Lügeerzählen.

 

Jim Steele ist emeritierter Direktor des Sierra Nevada Field Campus im US-Bundesstaat San Francisco und Autor von : Landscapes and Cycles: An Environmentalist’s Journey to Climate Skepticism

Landschaft und Zyklen: Ein Umweltschützer auf dem Weg zur Klimaskepsis

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2019/11/18/venice-and-unenlightened-climate-fear-mongering/

 

Ergänzung:

Venedig ist eine faszinierende Stadt, die beinahe ausschließlich durch Tourismus verdient. Da ist es natürlich eine große Versuchung, auch Kreuzfahrtschiffe im Hafen anlegen zu lassen. Genaue Liegegebühren habe ich für Venedig nicht gefunden, aufgrund von anderen teuren Häfen, darf aber angenommen werden, dass zwischen 50.000 bis 100.000 Euro je nach Größe fällig sind. Hinzu kommen die Ausgaben der Touristen in der Stadt, auch wenn diese – sofern schon eingecheckt, an Bord eine Vollverpflegung genießen. Venedig plant ab 2020 eine „Kurtaxe“ von 3 € (Nebensaison) über 6 € bis 10€ je Besucher / Passagier.

Demmig; Unterhaltung für die Besucher in Venedig

Weiterhin werden Küsten der Adria durch angeschwemmte Sedimente verflacht.  Anrollende Wellen erreichen dadurch mehr Höhe. Als Beispiel sei die Hafenstadt Ephesus am Ägäischen Meer im Westen Kleinasiens, der heutigen Türkei genannt, die ich selbst besucht hatte. Die Küstenlinie hat sich über die Jahrhunderte durch Sandablagerung, klimatische Veränderung und infolge von Erdbeben verschoben, sodass die Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts liegt. Ob das auch für  Venedig aufgrund der begrenzten Zufahrtsmöglichkeiten in die Lagune zutrifft, weiß ich nicht.

Irgendwo habe ich gelesen, dass zum Schutz von Venedig ein äußerer Damm, so wie die Holländer es vormachen, richtig wäre. Für die großen Schiffe könnte dann auch außerhalb ein Terminal gebaut werden.  In Singapur hat so etwas nur rund 6 Jahre gedauert.- Demmig

Venedig-Google Maps. Man sieht den geschlängelten Wasserweg, den die großen Schiffe nehmen müssen.

Insgesamt geben Kreuzfahrtpassagiere und Crews jährlich 155 Millionen Euro in Venedig aus – Tendenz steigend.

https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/venedig-sucht-eine-loesung-fuer-den-lukrativen-kreuzfahrttourismus-16224984.html

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12 Kommentare

  1. Liste von Hochwassern ab einer Höhe von 140 cm seit 1923:
    194 cm am 4. November 1966
    187 cm am 12. November 2019
    166 cm am 22. Dezember 1979
    158 cm am 1. Februar 1986
    156 cm am 29. Oktober 2008
    156 cm am 1. Dezember 2008
    154 cm am 15. November 2019
    151 cm am 12. November 1951
    150 cm am 17. November 2019
    149 cm am 11. November 2012
    148 cm am 29. Oktober 2018
    147 cm am 16. April 1936
    147 cm am 16. November 2002
    145 cm am 15. Oktober 1960
    144 cm am 3. November 1968
    144 cm am 6. November 2000
    144 cm am 23. Dezember 2009
    144 cm am 24. Dezember 2010
    144 cm am 13. November 2019
    143 cm am 1. November 2012
    143 cm am 11. Februar 2013
    142 cm am 8. Dezember 1992
    140 cm am 17. Februar 1979
    Was auffallend ist das bei 23 Hochwasserereignisse bereits 14 ab 2000 sind also über die Hälfte in den 19 Jahren der 2000er liegen und nur 9 in den 77 Jahren von 1923 bis 2000.

  2. Venedig veröffentlichte eine Studie [Ufficio Idrografico del Magistrato alle Acque, Venezia (1983). Il COMUNE MARINO a Venezia] aus der hervorgeht, dass die folgenden Menschengemachten Initiativen einen irreversiblen und katastrophalen Einfluss auf die Stadt haben könnten, nämlich der, in Zukunft der kommenden Hochwasser nicht mehr stand zuhalten:

    der Bau der Eisenbahnbrücke (1841/1846), das Venedig mit dem Land verbindet, weil ihre Stützpfeiler die natürliche Bewegung des Lagunenwassers verändern;
    die Umleitung des Flusses Brenta außerhalb des Chioggia-Beckens, der die 2,63 Hektar des Flussdeltas einst entwässerte, in dem es als sog. Ausdehnungsgefäße dienten und bei Flut zusätzliches Lagunenwasser aufnahm;
    der Bau von vor der Küste aufgestauten Pfeilern (Porto di Malamocco , 1820/72; Porto di S. Nicolò , 884/97; Porto di Chioggia , 1911/33), die die natürliche Bewegung des Wassers offensichtlich einschränken;
    der Bau der Ponte della Libertà (1931/33), das Venedig mit dem Land verbindet;
    der Bau der Riva dei Sette Martiri (1936/41), eine Erweiterung der Riva degli Schiavoni ;
    das Gebäude der künstlichen Insel Tronchetto als Auto- und Busterminal (17 Hektar, 1957/61):
    die Verdoppelung der Eisenbahnbrücke (1977).
    Die erste dokumentierte Beschreibung stammt von Giordani Soika, A. Supplemento al vol. XXVII. Die Chroniken beschreiben die Hochwasser in den Jahren 782, 840, 885 und 1102. Im Jahr 1110 zerstörte das Wasser nach einem heftigen Seesturm (oder möglicherweise einem Seebeben und dem anschließenden Tsunami) Metamauco (alter Name für Malamocco), Venedigs politisches Zentrum vollständig, bevor die Residenz des Dogen nach Rialto verlegt wurde.

    Chronisten berichten auch, dass in dem Jahr(en) 1240, 1268, 1280, 1282 und besonders am 20. Dezember 1283 “das Wasser, dass die Straßen überflutete höher war als ein Mann”…. Am 10. November 1442 soll das Wasser viermal nacheinander angestiegen sein.

    Also wie wir sehen, alles nichts neues!

  3. Guten Morgen in die Runde der Realisten,
    Am Samstag beim „Wetter vor acht“ (ARD) präsentierte der Herr Karsten Schwanke eine Grafik von Hochwasserlagen von 1870 bis heute, welche über 1 m über dem normalen lagen.
    Am Ende dann die kurze eindeutige Aussage: „hier sieht man eindrucksvoll den Klimawandel…“

    Daraufhin schrieb ich spontan eine kritische Mail an die Redaktion des ARD. Relativ kurz, direkt ohne genaue Fakten meiner Einschätzung aber mit klaren Worten. Ich warf Herrn Schwanke direkt vor, daß er wider besseren Wissens damit bewusst gelogen zu haben.
    Und ich staunte gestern nicht schlecht als im E-Mail Eingang bei „unbekannt“ der Name Karsten Schwanke stand.
    Er schrieb das es doch richtig wäre das der Meeresspiegel in den letzten 100 Jahren dort um 15 bis 20 cm gestiegen sei und versteht meine Aufregung nun ganz und garnicht.
    Jetzt hat er gestern in der Mittagspause eine kurze aber schon faktenbasierte Antwort bekommen und ich bin gespannt ob die Konversation weitergeht, die er ja mit einem „Zimmerer“ (so wie ich mich stets oute) also einem dummen baulümmel weitergeht oder nicht….

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

  4. Wie aus EIMERN hat es tagelang in der Region um Venedig diesmal geschüttet (EarthWindMap unter 3HPA gucken) – wurde mit keinem Wort irgendwo erwähnt !!! – P.S.: wird „EWM“ endlich mal verlinkt ?!? 😉

  5. Guten Tag Herr Demming,
    vielleicht hätten Sie die Fotos vom Dogenplatz lieber nicht einstellen sollen. Fotos im Internet sind ohnehin nicht sehr überzeugend. Auf den Fotos ist ein Höhenunterschied des Wasserstandes von mindestens 30 cm zu erkennen. Im nachfolgenden Text ist aber von nur 5 cm Höhenunterschied zwischen 1966 und 2019 die Rede. Die Fotos sind genauso unglaubwürdig wie die vom Eisbären auf der Eisscholle, welche die Alarmisten überall zeigen. Ich denke wir Klimarealisten sollten es besser machen als die „Anderen“.
    Mit besten Grüßen
    Micha

    • Sehr geehrter Herr Suske,
      Sicherlich haben Sie bemerkt, dass diese Bilder vom Originalbeitrag übernommen wurden. Meine Interessen liegen darin, den deutschsprachigen Lesern eine Information zu bieten. Ob dise Bilder nun gerade so genau auf den cm passen oder nicht, sei daher mal hinten angestellt.
      Wenn Sie bessere Bilder (copy frei) haben, stelle ich sie gerne ein.
      Beste Grüße

  6. Wir waren 1974 im Urlaub in Südtirol, da machten wir einen Tagesausflug nach Venedig , wir hatten als Reiseleiter einen Schullehrer und der , hatte uns bei der Führung durch die Lagunenstadt damals schon erklärt, dass man hier immer wieder mit Hochwasser rechnen muss und der Markusplatz schon des öffteren unter Wasser stand . Weil das Wasser immer wieder in Abständen in die Lagune gedrückt wird . Damals gab es noch kein Gerede über den ach so schlimmen Klimawandel und seine angeblichen Folgen .

  7. Diejenigen, die den schon lange bekannten Untergang Venedigs dem Klimawandel in die Schuhe schieben, müssen ja nicht unwissend sein.

  8. Der Sog der großen Kreuzfahrtschiffe schädigt auch den Untergrund von Venedig und die Uferbefestigungen und Gebäude. Die sacken dadurch auch ab. Und es ist immer so, wo ausgebaggert wird für große Schiffe, da laufen auch die Tidenhochwasser und Sturmfluten höher auf.

    Ein Beispiel, vor den Ausbaggerungen der Weser im 19 Jh. hatten wir in Bremen einen Tidenhub um die 1 Meter. Heute sind es nach etlichen Weser-Vertiefungen im 19., 20. und 21 Jh. um die 4 Meter Tiedenhub.

    Das ist an der Elbe in Hamburg und andernorts nicht anders.

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