HGÜ A – Nord: Die Windstromverbindung von Emden bis nach Philippsburg

Bild: Autor (siehe Beitrag)

Bernd Kehrmann, Dipl. Ing.
Der Energiewende geschuldet sind in der Nordsee mehrere Windparks gebaut worden. Dieser Strom soll jetzt durch Seekabel zum Festland geschickt werden und ins Verbundnetz eingespeist werden. Der Wechselstrom in unserem Verbundnetz wird überwiegend durch Generatoren erzeugt. Hierbei wird durch die Drehbewegungen der Generatoren ein sauberer Sinus mit 50 Hz erzeugt. Alle anderen Stromerzeuger müssen sich dann genau an diesem Sinus orientieren. D.h. Phase, Amplitude u.s.w. müssen identisch mit dem Sinus der Grundlastkraftwerke sein.

OFF Shore Windanlagen in Richtung Nordsee – Foto Bernd Kehrmann

Das Problem ist nur, dass man Wechselstrom nur mit großen Verlusten durch Kabel transportieren kann. Ab ca. 40 km sind die Verluste ( kapazitäre Verluste ) dann so groß, dass sich eine Übertragung des Windstroms zum Festland nicht mehr rechnet. Wählt man jedoch eine Übertagung mit Gleichstrom, fallen diese Verluste nicht an. Hierbei wird der erzeugte Windstrom auf See durch einen Konverter in Gleichstrom umgewandelt, um ihn später auf Land wieder in Wechselstrom umzuwandeln. Das Problem ist nur, das bei der Umwandlung von Gleichstrom in Wechselstrom nicht unerhebliche Oberschwingungen entstehen. Hierbei entstehen bei voller Leistung regelmäßig Brände im Konverter. Selbst Angela Merkel, als studierte Physikerin, spricht hier von Oberschwingungen, die man schwer kontrollieren kann.

Im Moment hilft man sich, in dem man nur geringe Mengen des Windstroms zu diesem Konverter an Land schickt. Das heißt, bei viel Wind werden einzelne Windanlagen einfach abgeschaltet. Die Investoren des Windparks werden hier auch für den nicht erzeugten Windstrom bezahlt. Der Dumme ist hier der einzelne Stromkunde, bei dem die Stromrechnung immer höher wird.

Eine Dauerlösung kann dieses Verfahren aber nicht sein. Das gilt besonders für den Fall, dass man im Rahmen der Energiewende weiterhin auf Offshore Windstrom setzt.

Hier hätte man eigentlich klüger sein können. Schon 2017 hatte man enorme Probleme, den Windstrom aus der Nordsee mittels eines Konverters ins Verbundnetz einzuspeisen. Der damals zuständige Minister Gabriel veranlasste darauf hin, den Windstrom über ein 623 km langes Kabel bis nach Norwegen zu leiten. Sein Argument war, in Norwegen gibt es riesige Wasserspeicher. Dort könnte man den Windstrom dann zwischenspeichern, um ihn dann bei Bedarf wieder nach Deutschland zu leiten. Die Stromtrasse Nordlink war geboren.

Konverterhalle, Enden-Ost, von hier soll die HGÜ A – Nord bis Kaarst verlaufen, Foto: Bernd Kehrmann

Das es in Norwegen aber gar keine Speicherseen gibt, verschwieg er vorsichtshalber. Dort gibt es wegen der nördlichen Lage eine Reihe von hochgelegenen Süßwasserseen, die sich im Winter mit Wasser füllen und ausschließlich der Trinkwasserversorgung dienen.

Sicherlich wird mit dem Trinkwasser aus diesen hoch gelegenen Seen auch Strom erzeugt, in dem man das Wasser über Generatoren nach unten leitet. Aber für eine Speicherung von Strom benötigt man einen Ober- und einen Untersee. Über die enormen Stromverluste, die bei einer zwei mal 623 km Leitung und der notwendigen Konverter entstehen und den Strom dann fast unbezahlbar machen, schwieg er vorsichtshalber.

Da man heute mit der Übertragung des Windstroms an Land wieder die gleichen Probleme hat, erinnert man sich gerne an die Finte Gabriels. Nur jetzt versucht man den unsauberen Windstrom über 600 km lange Leitungen bis in den Süden zu schicken, in der Hoffnung, dass durch die Kabelverluste dort so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme mittels eines Konverters ins Verbundnetz einspeisen kann.

Der Energiewende geschuldet sind in der Nordsee mehrere Windparks gebaut worden. Dieser Strom soll jetzt durch Seekabel zum Festland geschickt werden und ins Verbundnetz eingespeist werden.

Geplant sind drei große HGÜ Trassen ( Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung ) von der Küste bis weit in den Süden. Durch NRW ist die HGÜ A–Nord durch Amprion geplant. Diese Trasse soll von einem Konverter südlich von Bremen, durch Niedersachsen und NRW bis nach Kaarst am linken Niederrhein verlaufen.

Von Kaarst ist dann eine Weiterleitung des Windstroms als Freileitung über Hochspannungsmaste bis nach Baden-Württemberg geplant, um dann das nach der 2022 geplanten Abschaltung des KKW Philippsburg, zu ersetzen. Bei einer weiteren Erdverlegung befürchtet man wohl enorme Proteste der Anwohner.

Lageplan des noch im Bau befindeten Konverters Emden Ost, Foto Bernd Kehrmann

Hier ist wohl die gleiche Hoffnung wie bei der Nordlink, dass in Philippsburg so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme ins Verbundnetz einspeisen kann. Das man mit volatilem Windstrom gar kein Kraftwerk, das in der Grundlast läuft ersetzen kann, verschweigt man. Das Beispiel des Ministers Gabriel hat man wohl noch gut in Erinnerung.

Die HGÜ A – Nord soll ca. 327 km durch Niedersachsen und dann 296 km durch NRW verlaufen. Wenn man hier von einer verlustarmen Übertragung spricht, ist das Unsinn. Bei einer Übertragungsspannung von nur 320 KV hat man bei einer Leitungslänge von 600 km wohl die Hoffnung, dass in Philippsburg nur noch so wenig Strom ankommt, dass man ihn ohne Probleme durch den Konverter in das dortige Verbundnetz einspeisen kann. Das durch diese Maßnahme eine weitere Strompreiserhöhung zu erwarten ist, spielt hier keine Rolle. Die Energiewende gilt es zu retten, koste es was es wolle.

Der für die Stromtrasse A-Nord zuständige Netzbetreiber Amprion hat für die Verlegung der HGÜ- Kabel in NRW einen Korridor mit einer Länge von 296 km und einer Breite von 1 km beantragt. Auf dieser Trasse sollen die HGÜ Kabel in einer Breite von 24 m verlegt werden. Zusätzlich ist eine Versorgungsstrasse vorgesehen. Eine spätere Bewirtschaftung dieses 30 m breiten Streifens ist nicht möglich. Den betroffenen Landwirten wurde auf vielen Veranstaltungen hier eine großzügige Entschädigung für entgangene Ernteverluste versprochen.

Diese Trasse soll von Niedersachsen über das Münsterland nördlich von Hamminkeln bei Rees den Rhein queren und dann vorbei an Kalkar, Uedem, Xanten nach Kempen verlaufen und westlich von Krefeld schließlich bei Osterath/ Kaarst am linken Niederrhein enden. Dort soll ein Doppelkonverter errichtet werden. Die Größe eines Konverters wird mit einer Grundfläche von ca. 180m x 80m und einer Höhe von 25m angegeben. Zusätzlich zu den 2 notwendigen Konverterhallen ist eine aufwendige Schaltanlage mit den notwendigen.Leistungstransformatoren vorgesehen. Nach Besichtigung der Konverterhallen östlich von Emden wird hier eine Fläche von der Größe mehrere Fußballfelder vorgesehen, die durch einen hohen Sicherheitszaun geschützt sein wird.

Die extrem hohe Strahlung in den Hallen verbietet ein Betreten im laufenden Betrieb. Es ist davon auszugehen, dass die Leistungstransformatoren im Betrieb einen enormen Lärmpegel verursachen. Eine Unterbringung dieser Trafos in einer Halle ist wegen der enormen Hitzeentwicklung nicht möglich bzw.vorgesehen. Auf der 24 m breiten Kabeltrasse sollen die HGÜ Kabel in einer Tiefe von 1,20m bis 2,00m verlegt werden. Die einzelnen Kabelabschnitte müssen in einem Muffenhaus miteinander verbunden werden.

Je nach Gewicht der einzelnen Kabelabschnitte müssen diese Muffenhäuser in Abständen von 800m bis 1000m errichtet werden. Es ist davon auszugehen das diese Muffenhäuser aus Stahlbeton und mit stählernen Türen ausgestattet werden. Diese Muffenhäuser müssen wegen der nicht unerheblichen Wärmeentwicklung im Normbetrieb mit einer Klimaanlage ausgestattet sein. Ein Eindringen von Grundwasser muss auf jeden Fall vermieden werden.

Die Kabel im Erdreich zwischen den Muffenhäusern erreichen im Normbetrieb eine Temperatur von 70 Grad Celsius. Hier ist eine Austrocknung der Böden in diesem Bereich zu befürchten. Bei hohem Grundwasserstand, was ja am Niederrhein oft vorkommt, ist eine enorme Änderung der Bodenkultur zu befürchten. Heimische in der Erde lebende Tiere werden hiervon besonders betroffen sein.

Der beantragte Streifen mit einer Breite von 1 km wird für die Lagerung des Aushubs und der Lagerung des notwendigen Materials wie Kabeltrommeln, Material für die Muffenhäuser und weiteres Installationsmaterial benötigt.

Bei der Anlieferung der Kabeltrommeln sind Tieflader notwendig, die weit über 50 t transportieren können und wohl auch müssen. Die Größe der Kabeltrommeln und somit das Gewicht ist direkt abhängig von den Zufahrten. Hier ist besonders die Belastung der einzelnen Brücken zu berücksichtigen und die Höhe der Unterführungen.

Mit diesen Maßnahmen sind nicht unerhebliche Bodenverdichtungen verbunden. In wie weit das später auf den Ertrag der Bewirtschaftung Einfluss hat, muss noch festgestellt werden. Den betroffenen Landwirten ist bei den Infoveranstaltungen eine großzügige Entschädigung für Ernteverluste zugesagt worden.

Die Kosten für die ca. 300 km langen Leitung wird mit über zwei Milliarden Euro angegeben, wobei die notwendigen drei Konverterhallen nocheinmal mit 1,5 Milliarden Euro veranschlagt werden.

Die HGÜ soll 2025 in Betrieb gehen und das Kernkraftwerk Philippsburg ersetzen, dass nach dem Beschluss der Regierung dann vom Netz gehen soll. Wie ein Kernkraftwerk, dass in der Grundlast 24 Stunden läuft, durch volatilen Windstrom ersetzt werden kann, sollte noch geklärt werden.

Bernd Kehrmann, Dip. Ing., Elektrische Netze, Kraftwerkstechnik

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49 Kommentare

  1. Toll, dass es noch Techniker gibt, die sich keinen Maulkorb umlegen lassen und den grünen Unsinn von Muttis Politik offenlegen! Mutti hat in Ihrer Dienstzeit so ziemlich alles ruiniert. Die CDU, die Strompreise, insbesondere für Rentner und Geringverdiener, die Energiesicherheit in Deutschland, die Konten deutscher Sparer und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutsch und in Europa durch ihren gesetzwidrigen Alleingang in der Asylpolitik. Letztes „Highlight“ war ihre Mauschelei mit Macron. Deutschland darf von der Leyen nach Brüssel schicken und dafür bekommt Frankreich Lagarde als neue EZB-Chefin, die weiterhin die Schuldenpolitik der Südländer stützen und zuschauen wird, wie die Target-Salden bei der EZB die 1000 Milliarden-Grenze zu Lasten Deutschlands überschreiten werden, was Deutschland nie zurückerhalten wird.
    Und der durchschnittliche Rentner in Deutschland wird weiterhin mit 1000 Euro im Monat hinkommen müssen. Und den Kaufkraftverfall des Euros hat er auch zu verkraften (Wäre der Euro die versprochene harte Währung, wäre die Kaufkraft eines Euros heute gut 20 % höher, Sprit würde also nur etwa 1 Euro pro Liter kosten und Babynahrung aus der Schweiz oder Elektronik oder Autos aus Fernost wären auch entsprechend günstiger).
    Die vermurkste Energiewende werden unsere Bürger sicher auch noch verkraften. Ist ja alternativlos. Und: Wir schaffen das. Oder???

  2. Wer mal einige Bilder sehen möchte von Giganto Transformatoren, Mit Gerät gefüllten Hallen und Umspannwerke gebe das unten stehende in die Google suche ein.
    Das Größte steht wohl gegenwärtig bei den alle Menschenrechtsanwälte, über 100 in der letzten Zeit, einsperrenden Rotchinesen. Wo auch sonst!

    High Voltage – DC – Transmission china transformer station picture

    • Hallo Herr Kraut,
      an weitere Information bin ich schon interessier. Nur bei einer Veröffentlichung sollten wir bei COPYRIGHT schon sehr vorsichtig sein. Vielleicht können Sie mir diese Bilder dann auch auf einen anderen Weg zukommen lassen.

  3. Hier kommentieren ja nur ausgewiesene Laien!
    Bitte schicken sie doch den Artikel an Herrn Grünen-MdB Hofreiter zwecks Begutachtung und Widerlegung!
    Ich warte gespannt!

  4. Das sagt unser Strafgesetzbuch:

    Strafgesetzbuch (StGB)
    § 316b Störung öffentlicher Betriebe
    (1) Wer den Betrieb

    1.
    von Unternehmen oder Anlagen, die der öffentlichen Versorgung mit Postdienstleistungen oder dem öffentlichen Verkehr dienen,
    2.
    einer der öffentlichen Versorgung mit Wasser, Licht, Wärme oder Kraft dienenden Anlage oder eines für die Versorgung der Bevölkerung lebenswichtigen Unternehmens oder
    3.
    einer der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit dienenden Einrichtung oder Anlage

    dadurch verhindert oder stört, daß er eine dem Betrieb dienende Sache zerstört, beschädigt, beseitigt, verändert oder unbrauchbar macht oder die für den Betrieb bestimmte elektrische Kraft entzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
    (2) Der Versuch ist strafbar.
    (3) In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter durch die Tat die Versorgung der Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern, insbesondere mit Wasser, Licht, Wärme oder Kraft, beeinträchtigt.

  5. Lustig wird es erst, wenn man eine HGÜ notabschalten will bzw. muß. Das ist nämlich so gut wie unmöglich. Vergleichbar mit dem Versuch, einen inneren Kurzschluß eines Tesla-Akkubrandes zu löschen.

    • Herr Strasser,
      dazu wird auf der Drehstromseite abgeschaltet, an allen(!) Enden der HGÜ.
      Damit wird allseitig die Energiezufuhr unterbrochen.

  6. Wenn jemand Lust bekommt und sich den Konverter östlich von Bremerhaven anschauen will, ist das gar nicht so einfach. Dieser wurde auf einem weitläufigen Gelände auf dem auch ein Umspannwerk steht errichtet.
    Google Maps hat diesen Bereich bereits unkenntlich gemacht. Aber wenn man auf das Arial tippt, kommt links noch der Hinweis :
    Umspannwerk Emden/Ost
    26725
    Wykhoffweg

    P.S: Vorsicht aber bei Herzschrittmacher. Nicht zu nahe heran gehen.

    • Es gibt doch einige gravierende Einsprüche – auf die Sie, Herr Kehrmann, nur mit der Gefahr für „Herzschrittmacher“ eingehen, nicht jedoch, ob Ihre Darlegungen hinsichtlich der Konverter – was ist z.B. mit der „hohen Strahlung? – und der, wenn es zutrifft, damit total irrsinnigen Technologie stimmen? Ich habe auch keinen anderen Elektrofachmann in dieser Diskussion bislang mitbekommen, der die massiven Einwendungen ebenfalls mit technischen/physikalischen Argumenten widerlegt hätte.
      Bitte, auch an EIKE, sind die Darlegungen wirklich qualifiziert/abgesichert? Es gibt dermaßen heftigen Widerspruch bis hin zur Disqualifizierung des Herrn Kehrmann – was nun ist akzeptabel? Die Darlegung oder die Disqualifizierung? Da erwarte ich schon als fachlich Unterbemittelter eine Stellungnahme!

      • Es ist bekannt, dass man einen Konverter wegen der hohen Strahlung im Betrieb nicht betreten kann. Die Strahlung ist sogar so hoch, dass wichtige Schaltbefehle nur durch Lichtwellenleiter erfolgen. Sicherlich verhindert eine metallische Abschirmung, dass wenig Strahlung nach außen dringt. Nur wenn an allen Eingängen des großen Geländes ein Betreten mit Herzschrittmacher untersagt wird, gibt das schon zu denken.
        Aber vielleicht ist mal aus diesem Kreis ein ‚Spezialist‘ bereit mit einem Messgerät mal nach Emden Ost zu fahren. Das Ergebnis würde mich interessieren.

  7. Das „Windstrom“ Richtung BW transportiert werden soll, ist Propagandasprech. Man hofft wohl, damit den Widerstand gegen den Trassenbau zu minimieren. Ausserdem sollen sicherlich die Probleme, die im Atomausstieg zu suchen sind, nicht gar so offensichtlich werden.

    Im Wesentlichen wird der Kohlestrom aus dem Rheinischen Revier geliefert werden. Sonst gehen in BW die Lichter aus. Ich schrieb das schon vor zig Monaten.

  8. Sehr geehrter Herr Kehrmann,
    was die Holländer können sollte auch für uns kein Problem sein.Wir sind ja eine große Familie.
    http://tinyurl.com/tenpvdf
    Die Leitung und die Infrastruktur steht.Ab 2020 wird der Traum Wirklichkeit.
    https://www.tennet.eu/de/unser-netz/internationale-verbindungen/nordlink/

    Aktuell überschlagen sich die Ereignisse zu diesem Thema.Was gestern noch richtig war ist heute Schnee von gestern.
    Man darf sich nicht wundern,wenn Journalisten dumme Fragen stellen,müssen Sie damit rechnen „dumme“ Antworten zu bekommen.

    Norwegen hat momentan eine Eigenproduktion von ca.20000 MW elektrische Leistung aus Wasserkraftwerken.
    Denen ist egal ob da noch 1500 MW über eine Gleichspannungstrasse kommen.
    Wenn die dann komfortabel im Lastfolgebetrieb angeboten wird,um so besser.
    Das Märchen mit den Speicherseen und PSW war gestern.Heute ist Cloud angesagt.

    Die HGÜ A-Nord ist ein Versuchsballon.Ob der jemals fliegt,wer weiß das schon heute?

  9. Sehr geehrter Herr Kehrmann, ich habe 2 Fragen an Sie. 1. Glauben Sie den technischen Unsinn selber den Sie schreiben? 2. Wenn Sie Diplom Ingenieur sind, haben Sie den Abschluss geschenkt bekommen, denn so viel technische Inkompetenz wie ich in Ihren Artikeln lesen, lassen mich nur den Kopf schütteln.
    Nur ein paar Sachen:
    Ein Konverter ist ein Bauteil, das kleiner ist als ein Trafo.
    Der Trafo wird über Schalleinhausungen gedämpft – er ist dann nicht mehr laut. Daneben können sie sich unterhalten.
    Erdkabelverbindungen werden auf Anfrage der Bürger gebaut, da keiner Freileitungen möchte.
    Die Konverterhallen existieren damit keiner in den Sperrbereich der elektrischen Felder läuft oder warum denken sie sind Freileitungsmasten so hoch?
    Muffenhäuser werden nach dem Setzen der Kabelmuffe wieder abgebaut.
    Usw…
    Nachdem ich mehrere ihrer Artikel gelesen habe, spreche ich ihnen jedes technische Verständnis für HGÜ Anlagen ab. Und falls sie sich für meine Kompetenz interessieren, ich konzipierte solche Anlagen seit Jahren beruflich.

    • Fahren Sie einfach mal nach Emden. Wenn Sie sich Mühe machen, werden sie die Konverterhallen finden. Die gesamte Fläche ist weitläufig mit einem hohen Zaun gesichert. An den wenigen Eingangtoren stehen Schilder, die bei Herzschrittmacher ein Weitergehen untersagt. Und das ca.100m vor den Hallen!

      Die Hallen sind geschätzte 25m hoch und 150m breit. In den Hallen müssen wegen der enormen Strahlung wichtige Befehle durch Lichwellen übertragen werden. Jetzt wollen Sie die Hallen im Betrieb betreten?
      Bei den Trafos die direkt an die Hallen stehen, spricht man von einer Geräuschentwicklung, die mit einem startenden Düsenjet zu vergleichen sind.

      Bei den Erdkabeln streut man der Bevölkerung Sand in die Augen. Der von Amprion beantragte Streifen ist 1000m breit. Auf diesem Streifen wird der Erdaushub und das gesamt benötigte Material gelagert. Die LKW’s die die HGÜ Kabel vor Ort bringen, wiegen mit Zugmaschine und Trailer über 100t. Hier sind Bodenverdichtung einfach nicht zu vermeiden.

      Der eigentliche Bereich der Kabelverlegung wird mit ca. 30m Breite geschätzt. Die Kabel werden im Lastbetrieb über 80 Grad heiss. In wie weit sich das auf die Bodenkultur auswickt, weiß kein Mensch.

      Sie wollen die Muffenhäuser später wieder abbauen? Dann würde mich interessieren, wie Sie in einem Störungsfall dann den Fehler finden wollen. Im schlimmsten Fall werden Sie dann Wochen suchen müssen.

      Den Bürgern wird hier bewusst Sand in die Augen gestreut, nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn.

      • Ich möchte mich den Hinweisen von „Natascha“ anschließen und ergänzen, auch die Aussage zur Speicherung von elektrischer Energie in Form von Wasser erfordere ein Ober- und Unterbecken, ist in Bezug auf Norwegen (gilt auch für Schweiz und Österreich) unzutreffend. Schon seit Jahrzehnten spielt Norwegen eine große Rolle zum Ausgleich von Über- und Unterkapazitäten im europäischen Verbundnetz, indem zeitweilige Leistungsüber-/unterkapazitäten in Deutschland oder Dänemark nach Norwegen transferiert werden. Durch Drosseln/Steigern der dortigen Produktion erfolgt eine indirekte Speicherung der gelieferten elektrischen Energie über die Variation der Wasserstände in den Zulaufseen. Hierfür gibt es in Norwegen riesige Kapazitäten, die auch in der Lage wären große Mengen Windenergieerzeugung auszugleichen. Auf Strahlung hinzuweisen, wenn es um niederfrequente elektrische und magnetische Felder geht (nicht zu verwechseln mit elektromagnetischen Feldern), möchte man wohl eher ein Narrativ bedienen, als einen objektiven Beitrag zu liefern. Herzschrittmacher sind in vielen elektrotechnischen Anlagen untersagt, sogar in Anlagen die nur mit wenigen Volt arbeiten. Konverteranlagen werden seit vielen Jahrzehnten zwischen dem europäischen Festland und Norwegen bzw. Schweden betrieben. Das diese häufig abbrennen ist unzutreffend. Auch die Darstellungen zur Kabellegung, Nutzung der Gelände, Betrieb der Kabelanlagen, Fehlerortung usw. stellen in keiner Weise die technische Machbarkeit in Frage und sind problemlos lösbar. Ob es energiewirtschaftlich sinnvoll ist, bleibt natürlich fraglich. Fachleute sollten nicht die Technik schlecht machen, nur weil das Konzept möglicherweise falsch. Sonst stellt man die eigene Fachkompetenz in Frage.
        Die Unkenntlichmachung von Anlagen z.B. bei Googlemaps ist eine gesetzliche Vorgabe zum Schutze wichtiger Infrastruktur. Unabhängig von der Einstellung, die man zur Nutzung der Offshore Windenergie hat, handelt es sich um zu schützende Infrastruktureinrichtung. Auch Kernkraftwerke sind von außen gesichert, nicht weil es gefährlich ist sie zu betreten, sondern weil es wichtige Infrastruktureinrichtungen sind.

    • Natascha konzipieren Sie Klingeltrafos und Wechselrichter von 12V auf 220V? Dann sind Ihre Anmerkungen eventuell noch zu akzeptieren. Aber Höchstspannungen und Kilo Ampere sind für Sie eine Hausnummer zu groß.

  10. Wieder einer dieser ewig langen EIKE-Artikel, die den Verdacht wecken, dass der Autor sein Thema nicht im Griff hat.

  11. Ich verstehe die Warmduscher in den Firmenvorständen nicht, die gelangweilt zugucken, wie das Land zugrunde geht. Warum schaltet man nicht mal paar Kohlekraftwerke ab, wegen CO2 oder unklarer technischer Störungen, genauso Kernkraftwerke, wegen Atom oder weil ein Pissoir für Frauen eingerichtet wird, eine Schraube beim Garderobenhaken rostet o.ä. Störfälle?

  12. Herr „Dipl. Ing.“ Kehrmann, VOR Veröffentlichung eines Artikels sollten Sie sich doch bitte sorgfältiger bzw. überhaupt informieren!

    Ich greife beispielhaft nur einen Punkt raus:
    „Wie ein Kernkraftwerk, das in der Grundlast 24 Stunden läuft, durch volatilen Windstrom ersetzt werden kann, sollte noch geklärt werden“.

    ?

    Zum Abschnitt Osterath – Philippsburg schreibt Amprion z. B.: https://www.amprion.net/Netzausbau/Aktuelle-Projekte/Ultranet/

    MULTI-TERMINAL-GLEICHSTROMLEITUNG BIS NACH EMDEN
    Die Technologie macht es möglich, dass wir die Gleichstromleitungen Ultranet und A-Nord im Rheinland miteinander verknüpfen können. Aus der reinen Punkt-zu-Punkt-Verbindung entsteht so eine Anlage zur Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) mit drei Netzverknüpfungen – in Baden-Württemberg im Süden, in Nordrhein-Westfalen im Westen und im Norden Niedersachsens. Experten nennen das ein „Multi-Terminal“-Netz. Es ist besonders flexibel und leistungsfähig: Wir können damit sowohl Windstrom aus dem Norden in den Süden transportieren als auch Sonnenstrom von Süden nach Westen und konventionell erzeugten Strom von Westen nach Süden.

    TECHNIK: UMRÜSTUNG BESTEHENDER MASTEN
    Ultranet sieht aus wie jede andere Hochspannungsleitung. Trotzdem ist es etwas vollkommen Neues: Erstmalig wird Gleich- und Wechselstrom gemeinsam auf einem Mast übertragen. Wir haben diese Möglichkeit intensiv untersucht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Betrieb technisch sicher möglich ist. Bis auf wenige Kilometer kann Ultranet auf Masten schon bestehender Stromtrassen umgesetzt werden. In einigen Abschnitten werden dafür nur die Isolatoren, die die Leiterseile tragen, umgerüstet.

    (Also dort fasr ausschließlich KEINE Kabel-Erdtrassen)

    Weitere Auskünfte erteilt: Joëlle Bouillon, Projektkommunikation, Mail Joelle.Bouillon@amprion.net

    PS: Im Übrigen bitte ich um Beantwortung der Fragen von @Thomas Kirst
    14. November 2019 um 17:45 an.

    • Wenn in der Nordsee kein Wind weht, was ja auch mal vorkommen soll, wird halt kein Strom poduziert. Wie wollen Sie dann den Bereich, den Philippsburg bisher versorgt hat, beliefern ( Gaskraftwerk und mit Gas aus der UDSSR ) ?

      Grundsätzlich ist ja unser Stromnetz so aufgebaut, dass man versucht, die Stromerzeuger immer nah an die Verbraucher zu errichten. Den Strom jetzt über 100te km von der Nordsee in den Süden zu leiten, ist einfach techischer Unsinn.

      Bei einer Spannung von 320kV DC von einer verlustarmen Übertragung zu sprechen ist ebenfalls Unsinn. Schauen Sie einfach mal nach China mit was für eine Spannung die ihre HGÜ’s betreiben.

      Klar kann man HGÜ Leitungen auch über Masten verlegen. Südlich von der Schaltanlage Osterath wird das ja bereits gemacht. Aber dann erklären Sie der Bevölkerung auch, dass Philippsburg dann nicht durch Windstrom sondern durch Kohlestrom aus dem kölner Braunkohlerevier ersetetzt wird.

    • Herr Weber,
      damit haben Sie aber immer noch nicht beantwortet, wie volatiler Strom aus den EE ein grundlastfähiges KKW ersetzen kann; da mag das Multiterminalnetz noch so flexibel sein: Kein Wind kein Strom! Sind Sie „Dipl.-Ing.“?

  13. Und wieder die Ursache allen Übels: der von unseren Grün-Deppen verordnete CO2-Wahnsinn! Danke für den Beitrag – leider ist alles noch trübsinniger als bisher schon bekannt. Ich ahne die ultimative Perfektlösung: Maulkorb wegen „Hetze im Internet“! Oder am besten gleich den Strom abdrehen, was dann quasi automatisch geschieht – dank kooperativem Netz! Die DDR hat es beispielgebend vorgemacht: Anstelle von Problemlösung Kritikverbot und Staatspropaganda! Und unsere Medien haben die Rolle von rotgrünen Staatspropaganda-Medien in vorauseilendem Gehorsam schon lange übernommen!

  14. Wer gibt den Politikern denn so viel Macht? Einfach gewählt werden und schon kann Mann/frau regieren nach eigenem Parteigetreuen Gutdünken. Warum Protestieren die Wissenschaftlichen Fachkräfte nicht? Ist es so schlimm beschert um unsere Ökonomie dass solche unnötige Arbeitsbschaffungprogrämmer für unsere Uniabsolventen organisiert werden müssen? Das hat man von der Chancengleichheit, alle in die Uni und danach gut Verdienen wollen, ohne die Hände schmutzig zu machen. Weisheit wird da wohl nicht gelehrt.

  15. Hallo Herr Kehrmann,
    1. In Ihrem Artikel v. 8. März 2019 auf diesem Blog gab‘ es noch Pumpspeicher in Norwegen.
    2. Könnten Sie die Verluste dieser HGÜ quantifizieren? Ihre Aussagen sind dann doch belastbarer.
    3. Haben Sie Kenntnisse, warum Erdkabel verlegt werden und keine Freiluftleitungen?
    4. Was ist bei der HGÜ-A problematisch im Vergleich zu den vielen sich im Betrieb befindlichen HGÜ (Nord- und Ostsee, Quebec, China, USA, Neuseeland, …)?
    Grüße T.K.

    • Als die HGÜ nach Norwegen gebaut wurde, sprach man noch ( Gabriel ) von Stromspeicher. Man wollte einfach nicht wahr haben, dass man den unsauberen Strom nicht einfach ins deutsche Stromnetz einspeisen konnte. Das wäre ja schon damals eine Bankrotterklärung der deutschen Energiewende gewesen.

  16. Wenn man in BW mit konstanter Boshaftigkeit über Jahrzehnte vorwiegend grün wählt hat man es verdient, zuerst in der Grünen Wirklichkeit zu landen: nach der Abschaltung nur diesen Strom zu Verfügung zu bekommen, der mangels Wind nicht erzeugt wird, nirgends gespeichert ist und wie treffend dargestellt nicht transportiert wird.

    Gute Nacht!

  17. „Die HGÜ soll 2025 in Betrieb gehen und das Kernkraftwerk Philippsburg ersetzen …“

    Habe ich etwas verpasst? Philippsburg solll doch schon Ende des laufenden Jahres vom Netz gehen.

  18. „Wie ein Kernkraftwerk, dass in der Grundlast 24 Stunden läuft, durch volatilen Windstrom ersetzt werden kann, sollte noch geklärt werden.“

    Joo!
    Und wer „klärt“ es?
    Unsere Parlamentsdeppen???

  19. ….
    Die HGÜ soll 2025 in Betrieb gehen und das Kernkraftwerk Philippsburg ersetzen, dass nach dem Beschluss der Regierung dann vom Netz gehen soll. Wie ein Kernkraftwerk, dass in der Grundlast 24 Stunden läuft, durch volatilen Windstrom ersetzt werden kann, sollte noch geklärt werden.
    ….
    Ein Schildbürgerstreich! Es gibt diesen ominösen „Windstrom“ gar nicht, wovon sich jeder hier überzeugen kann:
    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/11.11.2019/14.11.2019/
    Das Märchen vom nackten Kaiser wird Realität, Deutschland schaltet seine KKW ab und niemand zeigt auf den nackten „Windstrom-Kaiser“ der doch den bösen Atomstrom ersetzen soll. Unglaublich in welchem Maße dieses Land links/grün verblödet….

  20. Und wenn kein Wind weht, dann sitzt Baden-Württemberg im Dunkeln. Die Bayern haben wenigsten noch die Tschechen mit ihrem Kernkraftwerk…das mehr und mehr ausgebaut wird um Bayern mit zu versorgen. In Banden-Württemberg will man dagegen sogar Fessenheim abschalten und die Schweiz zu einen Kernkraft Freien Land machen. Gute Nacht BW…Gute Nacht Deutschland..zu Quacksalber Land des grünsozialistischen Mangel und Armut!

  21. Zitat: „Die extrem hohe Strahlung in den Hallen verbietet ein Betreten im laufenden Betrieb.“
    Was denn für Strahlung bitteschön? Oder sind magnetische Wechselfelder gemeint?

    • In der Wikipedia heißt es zu Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung: „Der Innenraum einer HGÜ-Stromrichterhalle mit dem Wechselrichter ist im Regelfall wegen der elektromagnetischen Verträglichkeit komplett metallisch vom Außenbereich geschirmt und kann wegen der hohen Feldstärken und Gefährdungen durch Stromschläge im Betrieb nicht betreten werden.“ Ich denke aber, die elektrischen und magnetischen Felder werden nicht das wirkliche Problem sein. Eher dürfte man Angst vor Stromschlägen haben. So sinngemäß kann man das jedenfalls beim Bundesamt für Strahlenschutz nachlesen.

    • Fahren Sie einfach mal zu dem Gelände in Emden Ost. Auf dem Gelände werden Sie schon ca. 100m vor dem Konverter gewarnt, wenn Sie einen Herzschrittmacher wegen hoher Strahlung nicht weiter zu gehen.

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