Der Kreuzzug gegen das normale Leben

Wir werden zugedröhnt, wie wir zu leben haben. Bild: CFACT

CFACT
Der Kreuzzug gegen unseren Lebensstil setzt seinen Absinken auf neue Niveaus der Absurdität fort. Jüngste Beispiele dafür, die unsere Aufmerksamkeit erregten: Verbot von Helium-Ballonen und Drive-Ins bei Schnellrestaurants. Während keiner dieser Gedanken neu ist, repräsentieren sie aber doch die fortgesetzten Bemühungen extremistischer Politiker und Umweltgruppen, immer mehr Kontrolle über die Gesellschaft zu erlangen, Schritt für Schritt.
Wird das jemals nachlassen?

In New York State, welcher mit Kalifornien im Wettbewerb steht, das umweltlich extremste Nirwana auf der Erde zu sein, sind Gesetze erlassen worden, die verbieten, mehr als 25 Latex-Ballone innerhalb von 24 Stunden steigen zu lassen.

Mindestens fünf weitere US-Staaten verbieten Ballonaufstiege, darunter – dreimal darf geraten werden – Kalifornien.

Das Verbot derartiger Ballone wäre ein weiterer Schritt zum „Schutz unseres Planeten“, sagt einer der Befürworter des Gesetzes, primär in Gestalt des Schutzes von Vögeln, welche sich in den Schnüren verheddern oder das Latex fressen könnten.

Vögel zu schützen ist mit Sicherheit wünschenswert, aber ein Verbot von Ballonaufstiegen, so es sich überhaupt durchsetzen lässt, dürfte kaum die Auswirkungen von Windrädern kompensieren, die schon jetzt Vögel zu Tausenden töten. CFACT hat wiederholt während der letzten Jahre darüber berichtet, wie Windturbinen bis zu 39 Millionen Vögel jährlich töten. Diese Schande wurde ebenfalls seitens der Industrie und von Interessengruppen heruntergespielt, welche sich bemühen, Windenergie als eine Quelle erneuerbarer Energie immer mehr auszuweiten.

Opfer der Windturbinen werden nicht nur geflügelte Geschöpfe. Offshore-Windturbinen fordern ihren Tribut von Walen.

Die Regierung von New York State befindet sich mitten in der Förderung von Windenergie zur Stromerzeugung. Die Energiebehörde des Staates hat soeben einen Mega-Vertrag mit Sunrise Wind unterzeichnet, einen Offshore-Windpark vor der Küste von Long Island zu errichten.

Falls der Gesetzgeber in New York damit Erfolg hat, eine Handvoll Vögel davor zu retten, Latex-Ballone zu fressen, die anlässlich von Hochzeiten oder Kindergeburtstagen aufgelassen werden, dürfte den Vögeln kaum ein längeres Leben beschieden sein, werden sie doch geschreddert durch die wuchernden Windturbinen des Staates [unübersetzbares Wortspiel: Die Vögel werden sliced and diced. Anm. d. Übers.]

Während New York danach trachtet, dem Beispiel einer kleinen Anzahl von US-Staaten zu folgen und Ballone zu unterbinden, verbieten viele lokale Behörden in den gesamten USA Drive Ins an Schnellrestaurants, wobei die Stadt Minneapolis das jüngste Beispiel ist. Damit will man zweierlei erreichen: Verhinderung von Automobil-Emissionen und die Leute davon abzuhalten, Fast Food zu verzehren und Adipositas zu verhindern.

Forschungen aus dem Jahr 2015 bei Schnellrestaurants in Los Angeles enthüllten die Narretei derartiger Bemühungen, welche nicht die geringste Auswirkung auf die Gesundheit zeitigte. Mit oder ohne diese Einrichtungen nehmen die Menschen Fast Food zu sich, wenn sie das wollen, was besonders für Haushalte mit geringem Einkommen gilt, die nicht so oft ein teureres Restaurant aufsuchen. Das Fehlen würde außerdem ältere Personen und Menschen mit Behinderungen benachteiligen, für welche das Verlassen ihrer Autos mühsam ist.

Bevor man eine Politik umsetzt, welche Ältere, Behinderte oder Ärmere Kunden von Schnellrestaurants benachteiligen, sollten die Befürworter derartiger Verbote zumindest verpflichtet werden, die Vorteile dieser Verbote zu belegen. Natürlich können sie das nicht. Stattdessen verbreiten sie typischerweise gut klingende Klang-Häppchen über reduzierte Emissionen und Kampf gegen Fettleibigkeit, obwohl nichts dergleichen zu erkennen ist.

Unabhängig von Fakten oder Belegen, die Umwelt- und Fast-Food-Extremisten werden fortfahren den Amerikanern einzureden, wie sie leben sollen und wie nicht. Und das alles im Interesse ihrer Doktrin, die da lautet, die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu beenden, um die Erde nicht in ein paar Jahren, Jahrzehnten oder Jahrhunderten in Flammen aufgehen zu lassen.

Staaten und Behörden haben Papier-Belege, Plastikhalme, Styropor-Becher und -Behältnisse verboten – und nicht zu vergessen Plastiktüten. Hier wird es aber nicht aufhören. Der Green New Deal, gesponsert von so vielen nationalen und lokalen Politikern, ist darauf aus, eines Tages Verbrennungs-Motoren zu verbieten ebenso wie den Verbrauch von Öl, Gas und Kernkraft.

Dieser moralische Kreuzzug, um unsere Wahlmöglichkeiten als Verbraucher bzw. unseren Lebensstil zu beeinträchtigen, wird weitergehen auf immer höheren Ebenen. Das große Ziel dieser Bemühungen sind, wie so viel Anderes im Leben, Macht und Kontrolle. Der unstillbare Drang, andere zu kontrollieren mittels eines dummen Vorschlags nach dem Anderen wird niemals nachlassen – bis die Menschen rufen „es reicht!“. Dann hört es vielleicht auf.

[Nun ja, in Frankreich, Brasilien und Chile haben die Menschen bereits gerufen! Anm. d. Übers.]

Autor

CFACT, founded in 1985 by Craig Rucker and the late (truly great) David Rothbard, examines the relationship between human freedom, and issues of energy, environment, climate, economics, civil rights and more.

Link: https://www.cfact.org/2019/10/28/the-crusade-to-curb-ordinary-life/

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8 Kommentare

  1. Jo, der gute Nico Paech schiesst den Vogel ab: fußbetriebene Nähmaschinen in jeden Haushalt.
    Er hat allerdings nicht vorgeschlagen, an das Drehdingens an der Nähmaschine einen Dynamo anzubringen! Das würd es doch wirklich erst bringen!

  2. „Der Kreuzzug gegen das normale Leben“ ist eine der vielen Maßnahmen, eine weltweite Diktatur auf der Basis der Verdummung der Massen zu etablieren.

    Der verbliebene, selbständig denkende Mensch wird gezwungen, ständig gegen seine Überzeugung zu handeln. Begriffe wie „Rassismus“, „Hass“, „Nation“, „Antisemitismus“, „Vaterland“, „Heimat“, „Rechts“ und so weiter, werden nach Gusto definiert. Sie eignen sich hervorragend, den selbständigen Denker zu kriminalisieren. Auf ihn wartet ein ständig wachsendes Strafmaß.

    Glück auf
    Klaus Borgolte

    • Die Äußerungen des Professors sind nicht neu. Bereits vor 40 Jahren hat Josef Kirschner in seinem Buch „Die Kunst, ohne Überfluß glücklich zu leben“ fast identische Vorstellungen zum besten gegeben. Im Grunde geht es darum, nicht unbedingt in das Mittelalter zurückzufallen, sondern so zu leben, wie es in den 1950er-Jahren gang und gäbe war. Damals war diese Lebensweise aus der Not geboren. Der Generation, die das erlebt hat, traue ich durchaus zu, damit zurecht zu kommen. Ob die heutige Jugend das auch schafft? Oder vielleicht nur theoretisch? Spannende Zeiten !

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