Unsozial: Studie bestätigt, daß CO2-Steuer die Ärmeren trifft

Obdachloser. Par Eric Pouhier — own work by Eric Pouhier, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4211031

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung DIW aus Berlin hat in einer Studie untersucht, wie die geplante Klimaschutzsteuer sich auf die finanziellen Verhältnisse der verschiedenen Gehaltsgruppen auswirken wird. Die Geringverdiener werden demnach rund ein Prozent ihres Nettoeinkommens wegen höherer Preise weniger zur Verfügung haben.

Die mittlerweile um 100% erhöhten Strompreise bringen bekanntermaßen immer mehr Bürger, meist Familien, in finanzielle Bedrängnis; Stromabschaltungen wegen nicht bezahlter Rechnungen sind bei einheimischen Haushalten mittlerweile an der Tagesordnung. Die hohen Gehälter des überheblichen Grünwähler-Milieus erlauben den Befürwortern der Klimarettung trotz der hohen Energiepreise immer noch Fernreisen und Zweitautos, weil 500 oder Tausend Euro Mehrkosten im Jahr nicht wirklich stören. Darüber hinaus haben viele Ökobürger zusätzliches Einkommen durch Jobs in der Klima-abhängigen Industrie, Aktien, CO2-Zertifikatehandel und ähnliches.

Und nun kommt auch noch die Klimaabgabe als zweite Mehrwertsteuer auf alle Preise obendrauf. Die ärmeren Haushalte müssen dafür etwa ein Prozent ihres Nettoeinkommens berappen; Wohlhabendere nur etwa 0,4%. Dabei habe das DIW bereits Entlastungen wie Pendlerpauschale berücksichtigt. Ein Prozent, das klingt doch wenig. Zehn Euro bei Tausend Euro Nettogehalt. Wer aber Kinder hat, vermißt schon etwas. Man darf zudem nicht vergessen, daß andere Kosten immer mehr steigen werden; zum Beispiel der Strom- und Wasserpreis durch zunehmende „Ökologisierung“ unserer Energieversorgung. Bis 2030 soll bekanntlich der Anteil verteuerbarer Energien nominal auf 65% anwachsen (heute nom. 45%). Das geht nur mit höheren Abgaben; Windkraftanlagen sind viel teurer als Kohle- oder Kernkraftwerke.

Um die „Klimarettung“ durch das allseits verdammte Klimapaket des Kabinetts Merkel IV (klingt wie Hartz IV, oder?) sozial verträglicher zu gestalten, schlagen die Ökonomen des DIW vor, eine Klimaprämie pauschal an alle Bürger zu zahlen. Das Kabinett hatte diese Idee während der Beratungen verworfen. Kein Wunder, denn das sozialistische Juste Milieu will mit seinen diversen Weltrettungsphantasien Geld von der Plebs bekommen, und nicht selber zahlen. Würde ein genügend hohes Klimageld an alle Bürger ausgezahlt, wäre die CO2-Abgabe der Geringverdiener neutralisiert, und nur die Oberschicht-Sozialisten zahlen den Spaß. Das machen die natürlich nicht.

 

 

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9 Kommentare

  1. Also doch eine Klima-Steuer! Während ihre Bezeichnung ebenso, wie ihre Begründung auf tönernen Füßen steht, reiben sich die Profiteure dieser stetig steigenden Abzocke die Hände und planen schon die nächsten Tausend Windräder und ähnliche „alternative“ Lösungen für das selbst gemachte Problem ein.

    Und natürlich wird weiterhin alle Kraft für das Verteufeln von Kohle, Erdgas und Kernenergie als das absolut Böse aufgewendet. Eine Art Selbstzerstörungsprogramm, das man noch vor wenigen Jahren nicht für möglich gehalten, und seine Verkünder in die Nervenheilanstalt gesteckt hätte.

    So wird zielgerichtet die De-Industrialisierung unserer Heimat betrieben: Zunehmend wandern Betriebe und Unternehmen in’s Ausland ab: Also dorthin, wo man sich noch darüber im Klaren ist, welche Konsequenzen derlei Irrsinn hat.

    Aus den Erfahrungen, die man in Süd-Australien mit derlei Energie-„Wende“ bitter zur Kenntnis nehmen mußte, wird weder etwas gelernt, noch gestattet man, dass hierzulande Fachleute statt Polititker über solche existentielle Fragen entscheiden dürfen. Es erinnert an die Maschinen-Stürmerei in der Zeit der beginnenden Industrialisierung und kann nur noch als ein trauriges Armutszeugnis für das einstige Land der Dichter, Denker und Erfinder betrachtet werden.

    • Das nicht reibungslose Funktionieren einer Energiewende (ihrer Meinung nach in Australien) ist kein Beweis dafür, dass das ganze Konzept falsch ist. Mismanagement und Inkompetenz gibt es überall.

      Das eine CO2-Steuer automatisch zu einer De-Industrialisierung führt, ist Quatsch. Man muss sich nur Schweden ansehen. Seit 1991 gibt es dort eine CO2-Steuer, die heute 115€/t CO2 beträgt (das Zehnfache von dem was die Regierung plant!). Seitdem haben die CO2-Emissionen um 26% abgenommen, die Wirtschaftsleistung aber um 78% zugenommen. Man muss es nur richtig machen.

      • Eine CO2-Steuer haben wir in Deutschland doch schon lange:
        die Kfz.-Besteuerung erfolgt analog zum CO2-Ausstoß, die Mineralölsteuer, eine Erhöhung derselben wurde vor 20 Jahren mal als Öko-Steuer bezeichnet, richtet sich nach dem Verbrauch und damit nach dem CO2-Ausstoß.
        Ihre Darstellung von Einzelpositionen mag ja richtig sein, ich muss aber hier wiederholt darauf hinweisen, dass die ganze Problematik unter kybernetischen Gesichtspunkten zu betrachten ist. Bei Einhaltung dieser fällt Ihre Argumentation wie ein Kartenhaus zusammen.
        Schade!

      • Das ist nur Spinnerei mit Zahlen und sagt am Ende nichts über den Zustand der Bevölkerung. Z. B. hat sich die Inflationsrate verzehnfacht. So weit bekannt, geht es der Industrie an den Kragen. Sie verteidigen Ihre schräge Weltauffassung mit Argumenten, die an den Haaren herbeigezogen sind. CO₂ ist für das Wetter und auch für das Klima nicht relevant, das hat nichts mit irgendeinem Gedankengut oder einer Weltanschauung zu tun, egal wie krank.

      • „Das nicht reibungslose Funktionieren einer Energiewende (ihrer Meinung nach in Australien) ist kein Beweis dafür, dass das ganze Konzept falsch ist.“

        Die Ursache für das *nicht reibungslose Funktionieren* (Euphemismus) der Energiewende sind die Mißachtung von realen Gegebenheiten, die zuallererst in der Volatilität von Wind und Sonnenenergie zu suchen sind.

        Das Beispiel Schweden ist, auch wenn Ihre Zahlen stimmen sollten, nicht auf Deutschland übertragbar: Anteil Kernkraft an der Stromerzeugung hoch (und das bleibt der auch!), Anteil Wasserkraft (also *Erneuerbar*) von Haus aus hoch, er soll über 50% betragen. Das Land hat 10 Mio EW und ist 1/3 größer als D. Die Bevölkerungsdichte ist 1/10 von D. Biomasse (Holz) als Primärenergieträger spielt eine ganz andere Rolle als in D. Kann es dort auch.

        Wirtschaft: Herr Schrage, der Vorposter spricht von *Industrie* (De- Industrialisierung), Sie sprechen allgemein von *Wirtschaftsleistung* und meinen wahrscheinlich das BIP.
        Schwedens Industrie ist völlig anders strukturiert als in D, es dominieren wenige international tätige Konzerne, der sog. Mittelstand ist nicht so ausgeprägt wie in D. Der Beschäftigtenanteil in der Industrie soll nur noch bei 12% sein lt. Wiki (Dienstleistungssektor 86%, Landwirtschaft 2%)….. insofern könnte man sagen, dort ist vielleicht die Deindustriealisierung bereits Wirklichkeit??? 😉

  2. „Das geht nur mit höheren Abgaben; Windkraftanlagen sind viel teurer als Kohle- oder Kernkraftwerke.“

    Sie meinen Kohlekraftwerke, die mit seit Jahrzehnten subventionierter Steinkohle laufen, weil sie sonst nicht rentabel wären? Oder Braunkohlekraftwerke, die in diesem ersten halben Jahr mehrere hundert Millionen Euro miese gemacht haben?
    Und Atomkraftwerke, deren Baukosten sich versiebenfachen, 10 Jahre länger brauchen und ohne doppelt so hohen Abnahmepreise als der Markt zahlt niemand bauen will?

    „Würde ein genügend hohes Klimageld an alle Bürger ausgezahlt, wäre die CO2-Abgabe der Geringverdiener neutralisiert,“

    Was der Plan der Grünen war, jedoch von CDU/CSU und SPD verworfen wurde. Wenn, dann müssen Sie sich bei denen bedanken.

    • Als man 2011 die KKW abschaltete mussten notgedrungen alte ineffiziente Kohlekraft reaktiviert werden.
      Na ja, und wenn Kohlekraftwerke jetzt defizitär arbeiten, dann liegt das daran dass sie nicht durchlaufen können sondern immer wieder abschalten müssen weil die EEG Vorrang aben. Es würden etliche Kohle und Gaskraftwerke ihren Betrieb ganz einstellen, weil er defizitär ist, aber das ist gesetzlich nicht zulässig, weil sonst die Stromversorgung nicht gewährleistet ist.

    • „Sie meinen Kohlekraftwerke, die mit seit Jahrzehnten subventionierter Steinkohle laufen,… “

      In D. wird keine Steinkohle mehr gefördert, d.h., das Subventionsargument ist passe.
      Braunkohlekraftwerke arbeiten deshalb im Minus, weil der Markt durch den Einspeisevorrang willkürlich verzerrt wurde.

      Das Klimageld- Gelaber der Grünen hatten Sie wirklich ernst genommen? So wie die *Kugel Eis* des J. Trittin?

      Hinter die Ohren schreiben, Herr Schrage: Decarbonisierung bedeutet Deindustriealisierung. Deindustriealisierung bedeutet: Sozialstaat ade. Sozialstaat weg nebst Industrie weg bedeutet bittere Armut für schätzungsweise 90% der Bevölkerung. Vielleicht auch nur 85%.

  3. „Die ärmeren Haushalte müssen dafür etwa ein Prozent ihres Nettoeinkommens berappen; Wohlhabendere nur etwa 0,4%. “

    … und, was sagt die Milchmädchenrechnung? Jemand der 3000 Euro hat, bezahlt, bezogen auf das gleiche Produkt und sein Bruttogehalt, prozentual die Hälfte, wie der, der 1500 Euro hat. Das trifft auf jedes Produkt und jede Dienstleistung zu.

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