Saubererer Planet? Fangen wir mit unseren schmutzigen Städten an!

SAN FRANCISCO, 23. März 2018: Obdachlose lungern auf den Straßen von San Francisco herum. Unterkünfte für sie zu finden ist eine der drängendsten Probleme der Stadt. Bild: CFACT

Peter Murphy
Einige Politiker der Nation, welche die glühendsten Gläubigen an einen katastrophalen, von Menschen verursachten Klimawandel sind, sind für die schmutzigsten Örtlichkeiten zuständig. Die gleichen Befürworter von ökonomisch und sozial verheerenden Lösungen bzgl. eines zukünftigen theoretischen Klimawandels herrschen heute über eine Obdachlosen- und Verschmutzungs-Krise vor der eigenen Haustür.
Diese Beamten setzen ihre Prioritäten rückwärts.

Falls wir wirklich dem Klimawandel mittels Neuordnung unserer Gesellschaft begegnen müssen – sollten wir dann nicht damit anfangen, die Straßen großer Städte zu reinigen? Sind diese doch geplagt durch chronische Heimatlosigkeit sowie Verwahrlosung, Drogenspritzen und anderen Schmutz.

Im Jahre 2018 waren fast 553.000 Menschen in den USA obdachlos, wie aus dem jüngsten Jahresbericht hierzu des Department of Housing and Urban Development der US-Regierung hervorgeht. Ein Drittel hiervon lebten an „ungeschützten Stellen“, d. h. auf der Straße, in Gassen oder leer stehenden Gebäuden, während die meisten in Notunterkünften oder Durchgangslagern hausten.

Fast 25% der heimatlosen Menschen leben in New York City und Los Angeles. Im bevölkerungsreichsten US-Staat, Kalifornien, befinden sich vier der sieben Stadtgebiete mit den meisten Heimatlosen.

Diese beiden US-Staaten werden regiert von Politikern, welche zu den eifrigsten Befürwortern einer extremen Umweltpolitik gehören, darunter der Gouverneur von Kalifornien Gavin Newsom sowie die Bürgermeister von Los Angeles und New York City, Eric Garcetti und Bill de Blasio.

Bürgermeister de Blasio ist ein entschiedener Befürworter eines nationalen New Green Deals und brachte eine New York City-Version im letzten Frühjahr erfolgreich auf den Weg. Aber er herrschte auch über zunehmende Obdachlosigkeit und beklagenswerte Bedingungen in öffentlichen Unterkünften, wie vom Rechnungsprüfer der Stadt dokumentiert.

Bürgermeister Garcetti hat gerade seine eigene Los Angeles-Version eines New Green Deal eingeführt, während die zunehmende Obdachlosen-Krise der Stadt zu Krankheiten* führte, von denen man dachte, dass sie längst verschwunden sind, darunter mindestens 124 Fälle von Typhus und Befürchtungen einer Wiederkehr der Beulenpest.

[*Der Link führt zum Guardian in UK, obwohl es sich um einen Vorgang in L. A. handelt! Anm. d. Übers.]

Während die Obdachlosen-Zahlen in L. A. steigen und sich seltene Krankheiten ausbreiten, wurde dem Bürgermeister eine „Climate Protection Award“ [etwa: eine ,Klimaschutz-Auszeichnung‘] verliehen, und zwar von der US-Konferenz von Bürgermeistern, abgehalten bei der Vergnügungsreise der Organisation nach Honolulu im vorigen Jahr.

Im vorigen Monat nahm Gouverneur Newsom am UN-Klimagipfel in New York teil und proklamierte, dass er „empört … und absolut gedemütigt sei „ob der Weigerung der Trump-Regierung, dem Klima-Alarmismus beizuspringen. Offenbar empfindet der Gouverneur keine solche Empörung oder Demütigung hinsichtlich der menschlichen Leiden durch Obdachlosigkeit, allgegenwärtigen Müll und Haufen menschlicher Exkremente in einigen der größten Wohngebiete seiner Stadt.

Das ist inzwischen so schlimm geworden, dass Beamte im Großraum Los Angeles in der vorigen Woche Gouverneur Newsom dringend aufforderten, einen „Notstand“ für das Gebiet auszurufen, um öffentliche Mittel aus dem Topf für Naturkatastrophen locker zu machen, mit welchen der Obdachlosigkeits-Krise begegnet werden soll.

Abschwächung und Lösung der Obdachlosen-Krise ist kompliziert, aber keineswegs unmöglich. Es bedarf starker Führung und intensiver Bemühungen, um die Myriaden von Ursachen anzugehen, welche zur Obdachlosigkeit beitragen, einschließlich die Opfer derselben von den Straßen zu bringen. Dies mag Schutzunterkünfte zu erweitern erforderlich machen, ebenso wie Möglichkeiten zur Drogenbehandlung und geistiger Gesundheit. Ebenso ist es erforderlich, die Lockerung der strafrechtlichen Sanktionen für „gewaltfreie“ Drogendealer rückgängig zu machen und die Gesetze gegen das Herumlungern durchzusetzen.

Um der Heimatlosigkeit effektiv zu begegnen, muss die Wohn-Kapazität erhöht werden, indem man restriktive Vorschriften bzgl. Raumordnung und Mietenkontrolle aufhebt. Letztere ist eine Abschreckung privater Bauherren, für bezahlbare Wohnungen zu sorgen. Diese Restriktionen, besonders die Mietenkontrolle, lassen baufällige Gebäude entstehen und erhöhen die Mieten für Bauwerke außerhalb derartiger Kontrollen. Nichtsdestotrotz haben sowohl New York als auch Kalifornien jüngst staatsweite Gesetze zur Mietenkontrolle verabschiedet, welche vermutlich den Hausbau behindern und die Obdachlosigkeit verschlimmern werden.

Die Lösung der Obdachlosigkeits-Krise in New York, Kalifornien und so vielen anderen Orten wäre eine echte Erleichterung für die Menschen, mit sofortiger Wirkung – nicht nur für die Obdachlosen, sondern auch für die Bewohner und Touristen, die jenen und auch den akkumulierten Bergen von Unrat aus dem Wege gehen.

Unglücklicherweise schwafeln viel zu viele Politiker viel lieber über Klima-Alarmismus und verkünden eine theoretische „existentielle Bedrohung“ des Planeten in ferner Zukunft. Dazu führen sie eine grandios unerwünschte und kontraproduktive Politik durch in Gestalt vieler rhetorischer und nichts sagender Versprechungen, die niemandem helfen – schon gar nicht den heutigen Obdachlosen, die täglich in den Straßen progressiver Städte ihr Leben fristen.

Autor: Peter Murphy , a CFACT analyst, has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the New York Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post and the Wall Street Journal

Link: https://www.cfact.org/2019/10/07/cleaner-planet-start-with-our-filthy-cities/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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6 Kommentare

  1. Allerdings passt nicht so ganz ins Bild, dass z.B. die Anzahl der Obdachloser seit 2010 um 13% abgenommen hat, und das obwohl immer mehr gegen den Klimawandel unternommen wird.

    Fachkreise gehen davon aus, dass primär der Wirtschaftsaufschwung an der Obdachlosensituation Schuld hat, da, wie hier in Deutschland, die Mieten in die Höhe schnellen und sich viele die höheren Mieten nicht leisten können. Schuld ist also nicht eine vermehrte Investition in Klimaschutz-Ziele, sondern die Gier von Immobilienmaklern.

    • Sehr geehrter Herr Schrage,
      also wegen des Wirtschaftsaufschwungs und der Gier der Immobileinmakler steigen die Mieten, die sich dann viele nicht mehr leisten können und schon sinkt die Anzahl der Odachlosen um 13%! Schön, dass Sie das erklärt haben! Von allein wäre ich da nie drauf gekommen!
      MfG

      • Wozu dann ein Artikel in dem der Anschein erweckt wird, dass der Kampf gegen Fossiles Verschwenden und für Umweltschutz die Ursache für die Probleme seien.

  2. Klimagedöns, Genderwahn, Nazigespenster pipapo sind im Grunde dringend erforderlich, um vom Versagen in allen elementar wichtigen Lebensbereichen abzulenken: panem et circenses. Fehlen noch die „Ave Caesar, morituri te salutant“.

  3. Die Diskussion über den Klimawandel, die von Politik und Medien eifrig betrieben wird, hat einen gewünschten Effekt: sie lenkt von unbequemen Themen, bei denen die Politik versagt hat, wie Obdachlosigkeit, Altersarmut, klaffender Wohlstandsschere und vor allem dem leidigen Flüchtlingsthema, ab. Dabei fällt auf, dass eine kritische Diskussion über die Ursachen von Klimaveränderungen nicht nur nicht zugelassen wird, sondern daß kritische Stimmen in die Nazi-Ecke , und wenn das nicht reicht, als psychisch gestört abgetan werden.
    Die Politik ahnt, daß es nicht gelungen ist, einen genügend großen Prozentsatz der Bevölkerung durch eine Unzahl unsäglicher Fernsehprogramme, verlogenem Rund-um-die-Uhr-Fußball und seltsame Computerspiele soweit wegzudämmern, daß sie nicht spüren, welch ein Schwindel hinter den Kulissen abläuft. Und Angst vor Machtverlust macht unberechenbar.
    Um nicht in die falsche Ecke gestellt zu werden, möchte ich anmerken, daß ich es seit meiner Jugend für wichtig, halte, mit den Ressourcen unseres Planeten sorgsam umzugehen, nutze seit vielen Jahren eine Bahncard 100, mache fast alle Besorgungen zu Fuß und benutze das Auto nur zu unvermeidbaren beruflichen Fahrten als Betriebsarzt verschiedener Firmen. Den Stromverbrauch meines Zweipersonenhaushaltes habe ich auf 1000 kW pro Jahr gesenkt.
    Um so mehr stoßen mich die champagnertrinkenden Wasserprediger in Politik und Medien ab .

  4. Wenn man sich mit der CO2- und Klima-Idiotie eingehender beschäftigt hat, ist man immer wieder fassungslos, wie die vielen Entscheidungsträger vor allem in der Politik tagein tagaus ohne eine Spur von Resthirn agieren können. Hüben wie drüben. Drüben haben sie wenigstens Trump.

    Allein die Tatsache, dass sich unsere Klima-Katastrophenpostillen („Klimaille“), die wesentliche Verantwortung für diesen größten Unfug der Neuzeit tragen, ständig über Trump aufregen (eine aus dem süddeutschen Raum ganz besonders), ist bereits für sich genommen ein zuverlässiges Qualitätsmerkmal!

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