Kernenergie: Der Weg in die Zukunft

Wichtiges Buch: Kernenergie, Der Weg in die Zukunft Von Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke

Ein Bericht von Lutz Niemann über ein wichtiges Buch
In Deutschland herrscht in allen öffentlichen Medien meist Schweigen über die Kernenergie, und wenn es in den öffentlichen Medien dennoch einmal passiert, wird meist über Gefahren berichtet und die Bedeutung der Kernkraft für die Energieversorgung der Menschheit falsch dargestellt. Nur in privaten Medien wie hier bei EIKE wird darüber gesprochen.

Den Menschen in Deutschland wird vorgegaukelt, dass es mit der Kernenergie weltweit bergab geht, das ist falsch, wie hier dargestellt (Quelle: atw, International Journal for Nuclear Power):

In den letzten gut 10 Jahren hat weltweit die Anzahl der KKW-Neubauten von ca. 20 auf ca. 60 zugenommen. Die meisten Neubauten befinden sich in Fernost, aber es stiegen auch viele Länder ganz neu in die Kerntechnik ein. Nur Deutschland steigt aus. Wie kann das geschehen, es gibt da einen Widerspruch: Entweder liegt die ganze Welt falsch mit ihrer Einschätzung zur Kernkraft, oder Deutschland liegt falsch.

Das Buch von Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke gibt Einblick in das komplizierte Thema. Ich will hier für das Buch werben. Eine Zusammenfassung des Inhalts kann ich nicht geben, dazu ist das Thema Kernenergie zu umfangreich. Es sollen einige wichtige Punkte angesprochen werden und diesen einige weitere Gedanken hinzugefügt werden.

Über die Energiedichte

Es gibt bei der Energie drei große Gruppen hinsichtlich ihrer Energiedichte: Wind, Sonne – Kohle, Öl, Gas – Kernspaltungsenergie. Die Energiedichte verhält sich so, wie im Folgenden dargestellt:

Im Mittelalter lebten die Menschen von Wind- und Wasserkraft und durch die Energiespeicher, die mit Hilfe der Sonne gefüllt worden sind, also im wesentlichen Holz. Mit Entdeckung der fossilen Energieträger Kohle, Öl, Gas und deren 1000-fach höhere Energiedichte konnten entsprechend mehr Menschen leben, und das mit höherem Wohlstand. Einen Millionenfachen Sprung nach vorn brachte im 20-sten Jahrhundert die Entdeckung der Kernspaltung. Nun will Deutschland den ganzen Weg wieder zurückgehen, und der Weg wurde mit großer Mehrheit gewählt, wie es die Wahlergebnisse zeigen. Um das zu erreichen, muß der Wohlstand und die Anzahl der Menschen auf ein Milliardstel zurück geschraubt werden — auf welche Weise soll das geschehen???

Über die Reichweite der Energiequellen

Die Kernspaltung von Uran und Thorium könnte die Menschen viele Millionen Jahre mit Energie versorgen, wenn sie dazu den vollständigen Brennstoffkreislauf mit dem Schnellen Brüter und ständiger Wiederaufarbeitung wählen würde. Wind und Sonne bieten dieselbe Reichweite, aber nur für ein Milliardstel weniger Menschen – eine Illusion, die Zahl der Menschen zu reduzieren.

Deutschland wollte früher einmal den Weg des vollständigen Brennstoffkreislaufes gehen, der Brüter in Kalkar war zu 95% fertig und mit dem Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage war begonnen. Dann kam das politische AUS. Heute ist Russland führend beim Schnellen Brüter: Ein doppelt so großer Natrium-Brüter wie in Kalkar mit 600 MWe läuft dort in Beloyarsk schon ca. 39 Jahre, ohne dass Greenpeace oder andere NGO’s protestieren. Der Brüter BN-800 (mit 800 MWe) ist seit 2016 in Betrieb. Russland hat heute die Technologieführerschaft bei Schnellen Reaktoren und gilt als fortschrittlichstes Land der Erde.

Die Energiequellen Kohle, Öl, Gas sind endlich, sie reichen vielleicht einige Jahrhunderte, vielleicht auch 1000 Jahre – niemand kann das heute wissen. Aber wenn diese Zeit vergangen ist, gibt es die Kernspaltungsenergie immer noch viele Millionen Jahre. Daher gilt:

Kernenergie ist die Energiequelle der Zukunft

Es ist zu bedenken: Kohle, ÖL, Gas sind für viele Anwendungen unerlässlich, das sind die chemischen Anwendungen, zum Beispiel die Herstellung von Eisen aus Erz, oder Verbrennungsmotoren für Mobilität. Heute ersetzen Dieselmotoren die Hafermotoren in der Landwirtschaft heute, wie es in meiner Jugendzeit der Fall war.

Mobilität wird man niemals mit einer Maschine und Antrieb durch Kernspaltungsmotor machen können: Ein Kernspaltungsreaktor mit 100kW Leistung hätte in 2 Meter Entfernung eine Gamma-Ortsdosisleistung von rund 10 000 Sievert pro Stunde, also in drei Sekunden eine tödliche Gamma-Dosis. Eine >100 Tonnen schwere Abschirmung der Strahlung wäre erforderlich.

Es ist daher wichtig, die Ressourcen Kohle, ÖL, Gas für die Ernährung der Menschen zu erhalten. Anstatt mit Öl zu heizen, könnte man mit Kernkraftstrom heizen, wie es vielfach in Frankreich geschieht. Das würde Öl sparen und in vielleicht 1000 Jahren – wenn das Öl zur Neige geht – zusätzlich Menschen das Leben auf der Erde ermöglichen.

Dazu eine grobe Abschätzung: Wenn in Deutschland ein großes KKW abgeschaltet wird, dann fehlen im Jahr 10 Mrd. kWh Strom. Diese werden ersetzt durch zusätzliches Verbrennen von Kohle mit 30 Mrd. kWh Primärenergieinhalt, denn mit Sonne und Wind geht der Ersatz nicht. Mit 30 Mrd. kWh Primärenergie könnte man die Nahrung von 30 Mill. Menschen für ein ganzes Jahr erzeugen (nach Klaus Heinloth, „Die Energiefrage“), oder auch für 300 000 Menschen ein ganzes Leben lang die Nahrung erzeugen. — Die Abschaltung von KKW’s ist ethisch nicht vertretbar, darüber sollte geredet werden.

Über die Gefahren der Kernenergie

Kernkraftwerke haben im Vergleich mit anderen Kraftwerken ein zusätzliches Gefahrenpotential, das ist die Strahlung aus dem Atomkern. Diese Strahlung kann Moleküle zerstören und damit Lebewesen schädigen. Kernstrahlung ist gleichbedeutend mit der Röntgen-Strahlung, die schon Jahre vor der Kernspaltung entdeckt worden ist. Es gibt
1) die deterministische Wirkung, das ist die Strahlenkrankheit die zum Tod führen kann, und
2) die stochastische Wirkung, d.h. es kann mit nachgewiesener Wahrscheinlichkeit Krebs entstehen.

Beides hat dazu geführt, dass vom Gesetzgeber Grenzwerte eingeführt wurden. Das begann schon um 1934, als man die Dosisabhängigkeit bei Schäden durch Strahlung noch gar nicht richtig kannte. Mit Entwicklung immer besserer Messgeräte wurden die Grenzen immer weiter herab gesetzt, so dass heute Strahlung etwas Ähnliches geworden sind wie die Hexen im Mittelalter, nämlich immer GEFÄHRLICH.

Es gibt bei westlichen Reaktoren inzwischen >17 000 Reaktorbetriebsjahre, ohne daß ein Mensch einen gesundheitlichen Schaden durch das spezielle Risiko der Strahlung erlitten hätte.

Beim Fukushima-Unfall wurde niemand durch Radioaktivität geschädigt. Nur durch die Evakuierungen gab es etwa 150 bis 600 Strahlenschutzopfer (DER SPIEGEL), weil Patienten evakuiert und so deren ärztliche Versorgung abgebrochen wurde.

Beim Tschernobyl-Unfall gab es unter den ca. 140 Strahlenkranken 28 Todesfälle. Auch dort wird es infolge der Evakuierungen – es waren etwa doppelt so viele wie in Fukushima – eine hohe Zahl von Strahlenschutzopfern gegeben haben – niemand weiß es.

Gern wird verschwiegen, daß es allein in Deutschland 8 Radon-Heilbäder gibt, wo die Patienten durch die Strahlung des Radons Heilung von Beschwerden suchen und auch finden. Strahlung ist NICHT generell gefährlich, wie es die Gesetzgebung suggeriert.

Die Strahlenschutzgesetzgebung ist der folgenreichste wissenschaftliche Irrtum der Menschheit. Dazu gibt es Zahlen. Allerdings wird in deutschen Lehrbüchern zu „Strahlung und Gesundheit“ darüber geschwiegen, es müssen englischsprachige Bücher heran gezogen werden.

Über die Endlagerung

Da die Energiedichte bei der Kernspaltungsenergie millionenfach höher ist als bei Kohle, Öl, Gas, beträgt die Menge der Abfälle nur noch ein Millionstel. Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke haben vorgerechnet: Der wirkliche Abfall bewegt sich im Bereich von etwa 100 Gramm, also einer Tafel Schokolade pro Menschenleben bei den Verhältnissen in Deutschlands, wie es vor dem beschlossenen Ausstieg einmal gewesen ist.

Es gibt KEIN Endlagerproblem, es handelt sich um ein von der Politik geschaffenes Scheinproblem.

Zusammenfassung der wichtigsten Aussagen

  • Zum Leben auf der Erde ist Energie erforderlich. Die Vorräte für die Kernspaltung von Uran und Thorium reichen für viele Millionen Jahre.
  • Die gegen die Kernenergie vorgebrachten Einwendungen wie Gefährlichkeit und ungelösten Endlagerung halten einer Prüfung nicht stand.

Die Zukunft gehört der Kernenergie, auch Deutschland sollte sich auf den Weg der Vernunft zurück begeben. Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke geben die Begründungen.

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65 Kommentare

  1. Hier gab es doch gestern noch einen Artikel mit der Überschrift:
    „Klima-Magazin Spektrum jetzt für Kernkraftwerke“

    Warum ist der denn verschwunden?

  2. Es ist schon beachtlich: So wie es einen Artikel zur Kernkraft gibt, äußern sich im Kommentarbereich alle Leser mit Dunning-Kruger-Effekt!

    • Bei einfachen wirtschaftlichen Entscheidungen ist der Dunning-Kruger-Effekt irrelevant. Bei einem homogenen Gut werden Entscheidungen eindeutig über den Preis gefällt. Beispiel Mehl: ein Paket kostet 10€, das zweite 1€. Alle werden das Paket für 1€ kaufen. Strom in Hinkley Point C wird zehnmal so teuer sein wie Strom aus dem zuletzt in Dubai ausgeschriebenen Solarkraftwerk. Und immer noch 3 mal so teuer wie das ohne EEG Vergütung zu errichtende Solarkraftwerk von EnBW mit 186 GW.
      Und natürlich: Kernkraft muss immer mit flexibler Gaskraft kombiniert werden, um die Mittagsspitze abzudecken. Solarkraft muss immer (in ca. derselben Größenordnung) mit flexibler Gaskraft kombiniert werden, um den geringeren Nachtstrom abzudecken. Und natürlich gibt es noch viele andere Kombinationsmöglichkeiten, um die nur monokausal Denkenden zu beruhigen.

      • Herr Tarantik, darin dass man die Entscheidung „eindeutig“ über den Preis fällt sehe ich durchaus den Dunning-Kruger Effekt. Erst bei vermehrter Sachkenntnis tragen andere Argumente zur Entscheidung bei. Aber letztlich sind alle unsere Entscheidungen emotional, da niemand umfassen informiert ist. Zweifelsfrei sind die Argumente zur Kernkraft nach Jahrzehnten der Gehirnwäsche nur noch emotional.

        • Entscheidungen werden sich ändern, wenn die Preise steigen! Es werden trendgemäß immer die Güter gekauft, die billiger werden, ganz besonders ausgeprägt ist dies bei homogenen Gütern.

          • Nein, überall in Deutschland kaufen die Leute „erneuerbaren Strom“, und der ist am teuersten. DEUTSCHLAND WIRD ERNEUERBAR ist das Motto.
            Auch ich habe eine Steckdose, da steht dran „ERNEUERBAR“. Nur meinen Rechner, mit dem ich die EIKE-Seite anschaue, der hängt an einer Steckdose mit dem Schild „KERNSTROM“.

      • Ein monokausal Denkender beruhigt monokausal Denkende. Na, da brat‘ mir doch einen einen Storch. Der Rudi hat’s einfach drauf. Dumm geboren, nix dazu gelernt, könnte man auch sagen, sage ich aber nicht.

      • Herr Tarantik,
        Sie sind eindeutig ein Fall für „Dunning-Kruger“, denn wer wie Sie die Stromversorgung auf den Strompreis ab Kraftwerksklemme reduziert und somit als „homogenes Gut“ bezeichnet, hat davon weniger als Null Ahnung.

        • Strom ist für den Endverbraucher und den Stromhändler eindeutig ein homogenes Gut. Für die Sicherheit der Stromversorgung, die Sie wohl meinen, sind die Netzbetreiber zuständig. Diese saubere Trennung von Produkt und Transport wurde durch das Unbundling erreicht. Es gibt also wenig Sinn, heute mit der Denkweise der 70er Jahre zu argumentieren. Gleichwohl ist die Sicherheit der Stromversorgung wichtig (siehe SAID Index), aber nicht Thema bei homogenen Gütern.

          • Jo! Für den Endverbraucher und Stromhändler! Der erste kennt i.A. den Unterschied zwischen Energie und Leistung nicht und der zweite handelt mit irgendwelchen Strommengen und Zahlen – also technisch auch eher eine Null.
            Die Denkweise der 70er gilt aber auch heute noch, denn die Gesetze der Stromversorgung sind seit dem unverändert.
            Der SAIDI sagt nur etwas über ungeplante Unterbrechungen, die auf atmosphärische Einwirkungen, Einwirkungen Dritter, Zuständigkeit des Netzbetreibers und aus anderen Netzen rückwirkende Störungen zurückzuführen sind, aus. Von EE steht da Nix drin, also ein angekündigter ubnd ggf. vertraglich vereinbarter Lastabwurf wegen EE hätte beim SAIDI Nichts verloren.

    • Ja, U. Langer,
      einige Leser kennen sich aus, aber wirklich nur einige. Das Thema ist eben schwierig.
      Die Schweigespirale wirkt, denn die Leute glauben das, was im Fernsehen kommt (z.B. Harald Lesch beim Klima). Das Fernsehen genießt die größte Glaubwürdigkeit bei vielen Menschen, das hatte vor langer Zeit schon Frau Prof. Elisabeth Nölle-Neumann heraus gefunden. Diese kluge und fleißge Frau hatte zusammen mit Prof. Heinz-Maier Leibnitz (Erbauer vom Atom-Ei in Garching) ein gutes Buch geschrieben zu dem, was in Deutschland so passiert: „Zweifel am Verstand“. Ich habe das Buch gerade wieder hervor geholt, um es ein zweites Mal zu lesen.

    • U.Langer,
      musste erst mal nachschlagen, was der Dunning Kruger Effekt ist (man lernt ja nie aus…).
      Da fällt mir folgendes Zitat ein:
      André Gide über Wahrheit:
      Vertrauen Sie denen, die nach der Wahrheit suchen, und misstrauen sie denen, die sie gefunden haben.

    • „äußern sich im Kommentarbereich alle Leser mit Dunning-Kruger-Effekt!“

      Ja Ja, Herr U. Langer eine typische Antwort von einem, der keine Argumente hat!

  3. Fakt ist jedenfalls, dass sich der CO2–Ausstoß gegen über vor Gaskraftwerke als Ersatz für KKW erhöhen wird. Ade Deutschlands Klimaziele per Verringerung des CO2–Ausstoß.
    Man kann eigentlich nur noch drüber lachen: Buahahahahaaa

    • „Fakt ist jedenfalls, dass sich der CO2–Ausstoß gegen über vor Gaskraftwerke als Ersatz für KKW erhöhen wird.“

      Fakt ist jedenfalls, dass man die AKW TWh Mengen nicht 1 zu 1 mit Gaskraftwerken erzeugen möchte.

      Fakt ist jedenfalls, nun mal das Gaskraftwerke beim CO2 nur die hälfe haben von Kohlekraftwerken so über den Daumen gepeilt.

      Fakt ist jedenfalls, nun mal das Gaskraftwerke schnell und Preisgünstig beim Bau sind.

      Fakt ist jedenfalls, nun mal das Gaskraftwerke in Zukunft nur noch die Lücke der Dunkelflaute ausgleicht und je nach Ausbau der erneuerbaren das auch sehr wenige TWh im Jahr sein können.
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressekonferenzen/DE/2018/PK_06_03_2018/abbildung2_becker.jpg?__blob=poster&v=4

      Abbildung 4:
      https://www.dwd.de/DE/presse/pressekonferenzen/DE/2018/PK_06_03_2018/rede_becker.pdf?__blob=publicationFile&v=2

      • „Fakt ist jedenfalls, nun mal das Gaskraftwerke beim CO2 nur die hälfe haben von Kohlekraftwerken so über den Daumen gepeilt.“

        … aber dafür eine Menge mehr Wasserdampf aus der Reaktion: CH4 + 2 O2 gleich CO2 + 2 H2O
        … und Wasserdampf soll ja eine Wesentlich höhere Klimasensivität haben als CO2.

        Aber egal, der Spuk um den angeblich Menschengemachten Treibhauseffekt trifft die Realität eh nicht, weil die Vorgänge in der Atmosphäre ebendie Erde kühler halten als sie es ohne diese Atmosphäre wäre!
        Siehe Oberflächentemperatur des Mondes verglichen mit der Temperatur von Wasseroberflächen, heissesten Temperaturen der Erde.

        Menschengemachter Klimawandel ist Spökes!

        • „… aber dafür eine Menge mehr Wasserdampf aus der Reaktion: CH4 + 2 O2 gleich CO2 + 2 H2O
          … und Wasserdampf soll ja eine Wesentlich höhere Klimasensivität haben als CO2.“

          Herr Neulen, Holger,
          deshalb sind ja auch Kernkraftwerk gestorben da diese für 1 kWh Strom bereits 2 kWh Energie als Wasserdampf abgeben, Sie verstehen ?

  4. „Da die Energiedichte bei der Kernspaltungsenergie millionenfach höher ist als bei Kohle, Öl, Gas, beträgt die Menge der Abfälle nur noch ein Millionstel.“

    Das ist so nicht haltbar, denn um eine hohe Energiedichte zu erreichen, muss das Uran erst stark aufkonzentriert werden (Uranerze enthalten mitunter nur 0,03% Uran, im Meerwasser, das von einigen als zukünftige Uranressoruce in Betracht gezogen wird, sogar nur 3 mg/m3.

    Irgendwie ist es unredlich, mit der hohen Energiedichte von Kernbrennstoffen zu prahlen, wenn diese erst vorab stark konzentriert werden müssen.

    Im Vergleich dazu hat Sonnenenergie zwar eine relativ geringe Dichte, kann aber einmal in Strom umgewandelt, für beliebige Zwecke genutzt werden. Mit Uran kann man letzten Endes nur Wasser heiß machen.

    • @Martin Lötz
      Die Energiedichte von Kernbrennstoffen kann man doch im wirtschaftlichen Kontext vergessen.
      Da werden über Jahrzehnte rissige Summen im Milliardenbereich an € vorgehalten bis mal der erste Strom kommt.
      Bei Solar reichten 1000€ und ein oder auch zwei Tage bis der erste Strom kommt und das an so gut wie jeden bewohnten Punkt der Erde.

      • Nein, Herr Tennler,
        Sie haben eine wichtige Tatsache noch nicht verstanden. Der GRund, warum es mit Solar nicht geht, ist die Tatsache, daß abends die Sonne unter geht, wenn wir das Licht einschalten wollen.
        Erst wenn in Deutschland das Licht ausgeht,
        wird den Deutschen vielleicht ein Licht aufgehen.

        • „Der GRund, warum es mit Solar nicht geht, ist die Tatsache, daß abends die Sonne unter geht, wenn wir das Licht einschalten wollen.“

          Herr Lutz Niemann,
          der Grund weshalb Kernkraft nicht geht ist das der Stromverbrauch in der Nacht geringer ist als am Tag und die Liefermengen am Tag zu großen teilen wegfallen bei Leuten und Firmen die auf PV Unterstützung setzten, verstanden ?

          • Und weil der Stromverbrauch in der Nacht geringer ist und die KKW’s dennoch liefern, werden die Leitungen verstopft von dem vielen Strom.

          • Guten Morgen Herr Lutz Niemann,
            Richtig erkannt Strom ist genügend vorhanden vor allen in der Nacht auch ohne Solarstrom.
            Das Problem sind doch die Verbrauchsspitzen am Tag so zwischen 11:00 Uhr bis 13:00 Uhr und da kommt auch von den Solaranlagen das Tagesmaximum.

  5. Was ist mit Thorium, dieses Thema sollte man sich mal widmen – natürlich wird jedes andere Thema das eine Alternative darstellt in den Medien nicht erwünscht. Wo käme man den hin wenn man keine Angst haben müsste.

    • @Georg Köhler
      „Was ist mit Thorium“

      Der Thoriumreaktor ist doch die Lachnummer im Perfektion.
      Bei EIKE findet man von den Thorium-Fachleuten (Dr. Armin Huke) kleiner 0,1 Cent/kWh Herstellungskosten für Strom beim Thoriumreaktor langfristig.
      Das hat Herr Dr. Armin Hukeer auch auf der 9. Internationale Konferenz über Klima und Energie von EIKE erzählt.
      Nur sind das bei 8000 Volllaststunden und gering angesetzten 5 Milliarden € Baukosten je GW bereits 625 Jahre bis nur die Baukosten rein kommen, noch ohne Zinsen ohne Personalkosten ohne Wartung und Reparaturen usw.

      Wer solche Fachleute hat ………………

      • Oh je, Herr Tennler,
        Sie scheinen jeden Blödsinn hier zum besten zu geben: „0,1ct/kWh bei Thorium“.
        Biblis hat den Strom für 2,2ct/kWh ins Netz eingespeist, das ist ein Faktor von 20 höher.
        Mit dem Faktor 20 werden aus ihren 625 Jahren dann schnell 31 Jahre, das könnte so in etwa die Realität sein.

        • @Lutz Niemann
          „Biblis hat den Strom für 2,2ct/kWh ins Netz eingespeist, das ist ein Faktor von 20 höher.“

          Herr Lutz Niemann auch verstrahlt ?
          Am 1. April 2011 gab RWE bekannt, dass sie gegen die Anordnung zur dreimonatige Stilllegung zur Wahrung der Interessen der Anteilseigner eine Klage vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) eingereicht habe. Es sei von einem entgangenen Gewinn von etwa 1 Million Euro pro Tag Stillstand auszugehen in Biblis, wofür Entschädigung verlangt werde.
          Block B befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits in einer planmäßigen Revision, so dass er nicht vom Netz genommen werden musste.
          Der Blok A hat eine Nettoleistung von 1.167.000kW * 24 Stunden = 28.000.000 kWh am Tag.

          1.000.000 € / 28.000.000 kWh = 3,6ct/kWh ist nur der Gewinn und Sie Herr Lutz Niemann schreiben „Biblis hat den Strom für 2,2ct/kWh ins Netz eingespeist“

          Herr Lutz Niemann,
          2011 lag der Börsenstrompreis bei um die 5 – 5,5 ct/kWh und das hat auch das AKW-Biblis genommen.

      • Mit dem Rechnen hat man es hier des öfteren nicht so.

        Ein 1GW-Block erzeugt in der Stunde 1 Mio kWh, das macht bei 8000 Stunden 8 Mrd. kWh pro Jahr. Die jährlichen Ereugungskosten belaufen sich damit (bei 0,1 ct/kWh) auf 8 Mio EU. Bei 30 Jahren Laufzeit fallen 240 Mio Erzeugungskosten an.

        Zusammen mit 5 Mrd. Baukosten macht das 5,240 Mrd Gesamtkosten für 2.4e+11 kWh und damit resultierende Kosten von 2,18 ct/KWh. Bei 50 Jahren Laufzeit sinken die Kosten auf 1,35 ct/kWh.

        • Nur mal so am Rande erwähnt Herr Marius Fischbach,
          zu den Herstellungskosten je kWh Strom gehören auch die Baukosten und noch so einiges anders an laufenden Kosten und Herr Dr. Armin Huke bringt unter 0,1 Cent/kWh Strom sollen beim Thoriumreaktor ausreichen, nur Verwunderung.

          Herr Dr. Armin Huke, schreibt

          Ergebnis: Absacken der Strompreise:
          mittelfristig: <1 Cent pro kWh
          langfristig: <0,1 Cent pro kWh
          "

  6. „Die Energiequellen Kohle, Öl, Gas sind endlich, sie reichen vielleicht einige Jahrhunderte, vielleicht auch 1000 Jahre – niemand kann das heute wissen.“

    Doch, kann man…
    Erdöl noch etwa 35-40 Jahre, (55 wenn man unkonventionelles dazurechnet)
    Erdgas etwa 55 Jahre
    Kohle 120-260 Jahre

    „Der wirkliche Abfall bewegt sich im Bereich von etwa 100 Gramm, also einer Tafel Schokolade pro Menschenleben“

    Pro Jahr entstehen 450t abgebrannter Brennelemente, bei 83mio Menschen macht das, 5,4g. Seltsam, ich dachte Menschen in Deutschland leben länger als 18,5 Jahre…. Sagen Sie…. wieviel wiegt eigentlich so ein Atomkraftwerk, dass verstrahlt abgerissen und ebenfalls entsorgt werden muss?

    • Ja klar, Herr Schrage, das ganze Atomkraftwerk ist verstrahlt, Kühlturm, Betonhülle, Reaktorgebäude, Verwaltungsgebäude, alles total verstrahlt.
      In Deutschland ist man mittlerweile so bekloppt, dass man den Erdaushub eines Leitungsgrabens per Bodengutachten freigeben muss, um ihn wieder verfüllen zu können. Er könnte ja verstrahlt sein. Wer ist in diesem Land eigentlich nicht geistig verstrahlt ?

    • @ Rico Schrage
      1. Nein, kann man NICHT!!
      2. Das einzige Problem sind Menschen wie Sie, die Mangel künstlich erzeugen.

      3. Ich schlage Ihnen folgendes vor. Kommen Sie doch in 50 Jahren wieder und dann reden wir noch mal. Okay? Merken Sie wie albern Ihre Behauptung ist?

      4. Endliche Ressourcen existieren nicht.

      • Welche fachliche Qualifikation ermöglicht Ihnen sagen zu können, was hunderte/tausende Fachleute angeblich nicht können? Obwohl sie es jeden Tag tun und das die Wirtschaft nicht anzweifeln?

  7. Es gibt keinen Grund zur Eile.

    Wir müssen, in kurzer/nächster Zeit, keine KKW erstellen. Es ist genügend Zeit um weiterzuforschen und zu entwickeln. Nur so können immer modernere, bessere KKW erstellt werden.
    Bis dahin leisten die bewährten, guten und erprobten Rohstoffe noch gute Dienste und sie werden, wenn sie nicht mehr benötigt werden, den kommenden Generationen zur Verfügung stehen.

    Auf Wetter und Klima hat die Entwicklung keinen Einfluss, aber wir können uns, schon in naher Zukunft, unterstützt durch immer reichlich vorhandene Energie, auf alle kommenden Situationen einstellen.

  8. „Kernenergie Der Weg in die Zukunft“ ist doch vollkommener Quatsch.
    Bei der Kernkraft ist das MWh einfach zu teuer im Vergleich zu den Erneuerbaren.
    Nun die Versorgungssicherheit kann man mit Gaskraftwerke wesentlich günstiger und schneller sicherstellen.
    Betrachtet man England und den AKW-Neubau kann das nur 6 bis 7% von Strombedarf bei Dunkelflaute in England abdecken.
    Nimmt man das Geld vom AKW Hinkley Point C und baut Gaskraftwerke als Absicherung sind das um die 70% bis 80% die vom englischen Strombedarf kurzfristig und kurzzeitig abgedeckt werden können in der Dunkelflaute.
    Investitionskosten für ein neues Gaskraftwerk werden mit 800 €/kW angegeben.
    Bei Hinkley Point C sind das um die 9000 €/kW.
    Wobei ja nicht zwingend gesagt ist das Hinkley Point C auch in jeder Dunkelflaute einsatzbereit ist.
    Habe die Engländer z.B. 50 Gaskraftwerke spielt es keine Rolle wen da 2 oder 4 in Revision sind bei der Dunkelflaute.

    • „Investitionskosten für ein neues Gaskraftwerk werden mit 800 €/kW angegeben. Bei Hinkley Point C sind das um die 9000 €/kW.“
      Es kommt nicht allein auf die Investitionskosten an. Es zählt die gesamte Laufzeit. Über den gesamten Zeitraum gerechnet gibt es keine Alternative zum KKW.

      • @Bernhard Bühner,

        „Über den gesamten Zeitraum gerechnet gibt es keine Alternative zum KKW.“

        Irrtum! Die KKWs selbst sind keine Alternative. Nach über 60 Jahren massivster staatlicher Subventionierung und zig unerfüllten Versprechen („too cheap to meter“) steht die KE mittelfristig vor dem Aus.

        300 der 449 in Betrieb befindlichen Anlagen sind inzwischen 30 – 50 Jahre alt: https://pris.iaea.org/PRIS/WorldStatistics/OperationalByAge.aspx

        Sie zu ersetzen reicht nicht einmal der jetzige Neubau aus. Die Stromproduktion aus KKWs wird also in den nächsten Jahren rückläufig sein und der relative Anteil, der einmal bei 17% lag und heute einstellig ist, wird auch laufend kleiner werden. Das ist schon gar nicht mehr zu verhindern.

        Interessant ist außerdem noch, wo KKWs gebaut werden und vor allem, wo nicht: https://world-nuclear.org/information-library/facts-and-figures/world-nuclear-power-reactors-and-uranium-requireme.aspx

        Vier Länder bauen zurzeit erstmals KKWs, in weiteren 10, die schon welche besitzen, wird meist mäßig neu gebaut und 21 Länder, die heute noch KKws besitzen, haben keine Neubauten. Deutschland, Belgien, Holland, Spanien, Schweden, Frankreich(?) planen den endgültigen Ausstieg. Nach dem nächsten größeren Störfall werden weitere Länder folgen.

        • Missmanagement ist kein Argument gegen diese Technologie.

          Die Politik denkt einfach zu kurz, weil anfangs Kapital in die Hand genommen werden muss, dieses aber lieber für Unfug veruntreut.
          Das ist ein Verbrechen, das Sie offensichtlich unterstützen.
          Weiterentwicklungen werden hier nicht beachtet und Länder, die gut von den KKW profitieren, haben vergessen frühzeitig zu investieren. „Freunde“, wie die Franzosen, sind sich offensichtlich sicher, dass die dummen Deutschen deren Zukunft finanziell gestalten.
          In Frankreich werden die Lichter aus gehen und das Gleiche wird in Deutschland angestrebt, was offensichtlich ist.

          • @B. Bühner,

            „In Frankreich werden die Lichter aus gehen und das Gleiche wird in Deutschland angestrebt, was offensichtlich ist.“

            Ja, wenn die Franzosen weiter an ihren veralteten KKWs festhalten, könnten dort durchaus die Lichter ausgehen. Bei uns wird das nicht passieren, weil wir genügend Ingenieure haben, die die zukünftige Stromversorgung technisch im Griff behalten werden.

            Zu Fragen ist doch wohl, warum ausgerechnet die Franzosen, die weltweit mit Abstand den höchsten Atomstromanteil haben, mit Ausnahme des finanzillen Milliardengrabs Flamanville, nicht ein einziges weiteres KKW in Planung haben. Sieht so aus, als wollten die mittelfristig aus der KE aussteigen, denn ihre KKW-Flotte ist schon mächtig in die Jahre gekommen. Das jüngste KKW ist 1999 ans Netz gegangen, seitdem ist Sense und wird notwendigerweise auch bis mindestens 2030 so bleiben. Die meisten KKWs sind in den 80er Jahren in Betrieb genommen worden, also schon 30 bis 40 Jahre alt: https://pris.iaea.org/pris/CountryStatistics/CountryDetails.aspx?current=FR

        • EDF-Kernkraftwerk Flamanville wird noch teurer, jetzt 12.400.000.000 €
          https://www.energate-messenger.de/news/195799/edf-kernkraftwerk-flamanville-wird-noch-teurer
          Frankreich und die Stromversorgung stehen mit dem Rücken zur Wand sind praktisch „Schachmatt“.

          Betrachten wir mal Photovoltaik für 12,4 Milliarden €.
          12.400.000.000 € / 900€/kWp = 13.777.777kWp = 14,1TWh Strom im Jahr mit Photovoltaik.
          Die 1.600MW vom Kernkraftwerk Flamanville-3 schafft im Jahr bei 6500 Volllaststunden auch nur 10,4TWh.

          (6300 Volllaststunden sind der Durchschnitt in Frankreich bei den AKW)
          (1025 Volllaststunden sind der Durchschnitt aller Photovoltaikanlagen in Deutschland)

    • @Christian Tennler

      Zitat: „[…]
      Bei der Kernkraft ist das MWh einfach zu teuer im Vergleich zu den Erneuerbaren.
      […]“

      Und genau solche Aussagen sind glühender Unsinn, wenn Sie ein wenig logisch denken würden und könnten. Die Frage ist bei EIKE schon so oft beantwortet worden. Kernkraft ist superbillig, wenn man alles korrekt durchrechnet. Sie tun das nicht. Sie vergleichen Dinge, die man so nicht vergleichen KANN!!

      Der Faktor Unsicherheit bei den sog. „Erneuerbaren“ (irreführender Begriff) ist zigtausend Mal teurer, als bei der SICHEREN KERNKRAFT.

      Andere Fachleute werden Ihnen das noch detaillierter unter die Nase halten können. Sie werden an den Details dann ersticken und weglaufen.

      Eine Frage an Sie: wieso sind die Energiepreise gestiegen, seit der Energiewende? Vor der Energiewende waren die Preise niedriger. Jetzt sind sie höher. Gibt Ihnen das nicht zu denken? Geht Ihnen kein Licht auf?

      Ich möchte für mich und unser Land sichere billige Energie, aus der Kernkraft und aus der Kohle.

    • Oh je, Herr Tennler,
      Sie habe eine wichtige Tatsache schon wieder nicht verstanden.
      Der Vorteil der Kernkraft ist es, daß sie immer zu verfügung steht, wenn Strom gebraucht wird. Das ist bei den sogenannten „Erneuerbaren“ nicht der Fall. Ich sagte doch schon, die Sonne geht abends unter und im Winter gibt es fast keine Sonne – schauen Sie doch mal aus dem Fensten, abends wird es dunkel, jetzt immer früher.

  9. Die wirkliche Lösung der Zukunftsenergieversorgung ist die Kernfussion. Die Mittel der Bundesregierung die für Wendelstein 7-X bereitgestellt werden ist lausig. Die bisherige Kernenrgie durch Kernzerfall ist eine Brückentechnologie. Wenn die Stromversorgungssicherheit mit der Brückentechnolgie kein Thema mehr ist, muss die Kohlestromtechnologie beendet werden. Nicht wegen Greta, sondern weil Carbonium für die Stoffwirtschaft der Folgegenerationen benötigt wird.

    • Aus heutiger Sicht:
      Die Kernfusion wird es niemals geben.
      Zurzeit ist dieses eine Geldvernichtungsmaschinerie, unterstützt von Gläubigen, die Zuwendungen zu würdigen wissen, zum Schutze des Klimas, was Unfug ist.

      • In China und Südkorea werden bis etwa 2050 die ersten 1000MW Fusionskraftwerke ans Netz gehen!
        „Aus heutiger Sicht:“ Ich habe keine Zeit und Lust über Tage und Wochen ihr Unwissen (vulgo Dummeit) zu bekämpfen.
        Sie könnten z.B. sich aus den Tagungsberichten des SOFE (Symposium on Fusion Engineering) schlauer zu machen. Läuft im 2-jährigen Turnus, 2013 beispielsweise in SanFrancisco, dort wurden die chinesischen und koreanischen Programme vorgestellt.
        Gute Nacht Herr Bühner, schlafen Sie weiter gut mit den vielen deutschen Ahnungslosen. 🙂 Herr Lüdecke beispielsweise, hält Kernfusion auch für eine Schimäre.

        • Damit kein Missverständnis aufkommt, Lüdeckes Buch über Kernspaltung ist großartig. Es ist außerordentlich informativ und hat mir die Augen über die verschiedenen in D praktisch unbekannten möglichen Reaktortypen geöffnet. Nur leider sehe ich keine Möglichkeit auch nur eine dieser Varianten bei unseren verblendeten Mitbürgern zum Einsatz zu bringen.
          Vielleicht hätte Kernfusion eine Chance vorher fertig entwickelt zu sein.

    • @H.-P. Pfeiffer,

      „Die wirkliche Lösung der Zukunftsenergieversorgung ist die Kernfussion.“

      Die Zukunft beginnt jetzt, aber selbst die größten Optimisten unter den Fusionsfachleuten rechnen nicht damit, dass vor Mitte des Jahrhunderts irgendwo ein Fusionsreaktor den kommerziellen Betrieb aufnehmen wird. Wobei „kommerziell“ ein Euphemismus ist, denn Fusion wird sich niemals betriebswirtschaftlich rechnen können.

      Die Zukunft sieht m. E. u. a. so aus: In den Ländern des Südens wird man mithilfe des dort spottbilligen Solarstroms Wasserstoff erzeugen und exportieren. Und manche Industrieländer werden dann statt heute Öl und Erdgas Wasserstoff importieren. Darüber hinaus werden zahlreiche, umweltverträgliche Techniken die noch verbleibenden Nischen füllen.

      Eine überschlägige Rechnung ergibt nämlich, dass man bei nur 10% Wirkungsgrad auf 0,5% der Erdoberfläche für 8 Milliarden Menschen so viel Strom in kWh erzeugen kann, wie ein Bundesbürger heute an Energie insgesamt umsetzt (ca. 50.000 kWh/a).

      • „Eine überschlägige Rechnung ergibt nämlich, dass man bei nur 10 % Wirkungsgrad auf 0,5 % der Erdoberfläche für 8 Milliarden Menschen so viel Strom in kWh erzeugen kann, wie ein Bundesbürger heute an Energie insgesamt umsetzt (ca. 50.000 kWh/a).“
        Diese Fantasterei beflügelt Ihre Fantasie? So ein unüberlegter, unausgegorener und nicht realisierbarer Unfug, ist PIK‑Rechnerei pur, würde die Betreiber steinreich machen und die Bevölkerung in den betroffenen Ländern verarmen (Subventionsbetrug zur Rettung des Klimas).

      • Hallo Herr Martin Lötz,
        zumindest einer der die Zukunft realistisch einschätzt.
        Das ist klar das aus dem Äquatorgürtel in einigen Jahrzehnten Energie in welcher Form auch immer exportiert wir, so wie Heute Energie das Rohöl aus aller Herren Länder nach Europa kommt.
        Das mit der Kernkraft hat sich erledigt bei Solar ist das kWh für unter 7 Cent zu bekommen in Dunkeldeutschland.

  10. Mit Strom lassen sich Öl, Gas, Kohle herstellen. Sparsamkeit ist daher unnötig. Eher könnte ich mir vorstellen, dass wir das CO2 in Öl, Gas, Kohle eines Tages zum Geoengineering benötigen werden, um einen bestimmten CO2-Gehalt in der Luft einzustellen.

    • „Mit Strom lassen sich Öl, Gas, Kohle herstellen. Sparsamkeit ist daher unnötig.“
      Sparsamkeit ist daher unnötig, dass denken auch die Leute mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

  11. Die Zukunft gehört nur dem Respekt und der Achtung, vor dem Nächsten, welches am Besten nur in einer intakten Familie gedeihen kann.

    Kaum einer hier tut wissen, wie sehr Kant, Immanuel Kant, das Denken verengt hat, den Menschen der Torheit überlassen hat.

    Das Problem unserer Zeit ist dieses: man stellt Regeln auf, die man nicht einhält. Genau das, tat auch Kant.

    Physiker haben es einfach. Der Gegenstand der Physik erlaubt gewisse Prognosen, aber nur im materiellen Raum. Die Faszination hierfür ist auch Teil des Problems.

    Über den geistigen Kampf des Menschen versteht der Physiker nichts. Hier laufen noch Gestalten herum, die die Hexen in höchsten Tönen verteidigen. Dabei würde jede gründliche und saubere Recherche eindeutig und unangreifbar folgendes zu Tage fördern: die Hexe, alle Hexen sind auf Seiten der Klimabekloppten, des Todeskults. Und Hexen gibt es auch heute noch. Und es sind die Gleichen wie damals. Jede Internetrecherche oder Bibliotheksrecherche fördert das zutage.

    Das ist das Dilemma der meisten Physiker.

    Wer das verstanden hat, kann daran gehen, die Probleme aus der Welt zu schaffen, erkennt dann, das dann der Weg frei wäre, für die Kernenergie, nicht mehr versperrt.

    Hardware und Software unterscheiden sich, auf fatale Weise. Die meisten Physiker haben das bis heute nicht verstanden. Wie Thomas, im Neuen Testament. Der Verstand führt in die Irre, letzlich. Popper, der kritische Rationalist, hat das sehr gut bewiesen. Popper ist sehr viel mehr, als nur Falsifikation.

    Ich bin für Kernenergie.

    Das Problem der heutigen Physik ist: man bricht die eigenen Regeln, die man zuvor aufstellte. Die heutige Physik kann sehr wenig von dem beweisen, was sie gerne würde. Und Beweisführungen werden an unseren Unis nicht mehr gelehrt.

  12. Der Niedergang der Kernkraft ist seit Jahren im Gange.
    Die Strommengen am weltweiten Strommix sind bei der Kernkraft von einst ca. 17% auf ca. 10% gefallen.
    https://www.dw.com/image/40470899_105.png

    Die einzigen die weltweit bei der Kraftwerksleistung kräftig zu legen sind Wind und Solarkraftwerke.
    https://www.dw.com/image/43041194_105.png

    Im Jahr 2019 ist bis heute nur eine einzige Kernkraftwerksbaustelle neu gestartet.
    https://pris.iaea.org/PRIS/

    Auch der Neubau von einem AKW ist „Russisch Roulette“ mit 6 Patronen in der 6 Schuss-Trommel.
    Erst wurde wieder bekanntgegeben das beim AKW Flamanville-3 sich die Baukosten erhöhen von ca. 3,3 Mrd. EUR auf 12,4 Mrd. EUR, so sehen Erfolgsgeschichten aus und die Fertigstellung sollte ca. 2012 sein und jetzt nicht vor 2022.
    http://www.world-nuclear-news.org/Articles/EDF-warns-of-added-costs-of-Flamanville-EPR-weld-r

    • 12,4 Mrd. Euro erscheinen billig im Hinblick auf die Förderungen, die durch unser EEG den flukturierenden *Erneuerbaren* zukommen.
      Mit knapp einem Drittel der letztjährigen deutschen EEG- Kosten wäre dieses KKW bezahlt.

      • @Hagen Müller
        „Mit knapp einem Drittel der letztjährigen deutschen EEG- Kosten wäre dieses KKW bezahlt.“

        1. Einem Drittel der letztjährigen deutschen EEG- Kosten sehen ~73TWh EE-Strom gegenüber. Das neue KKW schlaft aber nur ~10TWh im Jahr.

        2. Nur die Erneuern liefen bereits Strom und das KKW noch nicht.

        3. Bein KKW bleibt es ja nicht nur bei den Baukosten die auf den Strompreis noch drauf kommen bis die MWh im Stromnetz landet. Da kommt noch Personal da kommt noch die Wartung da kommt noch die Endlagerung da kommen noch Zinsen da kommt noch der Gewinn usw.
        Beim EEG ist das alles mit drinnen im kWh Preis, nicht nur die Baukosten!

        • „Einem Drittel der letztjährigen deutschen EEG- Kosten sehen ~73TWh EE-Strom gegenüber. Das neue KKW schlaft aber nur ~10TWh im Jahr.“

          Von den „~73TWh EE-Strom“ werden etwa 90% ins Ausland verklappt, teilweise noch gegen Bezahlung einer „Entsorgungsgebühr.

          Kann nachgelesen werden im Bericht des Fraunhofer ISE über die Stromproduktion von 2013, entsprechende Berichte über die tag- und stundengenaue Stromproduktion aus Wind und Sonne und alle anderen Erzeugungsarten gibt es auch für die Folgejahre.

          http://www.ise.fraunhofer.de/de/downloads/pdf-files/aktuelles/stromproduktion-aus-solar-und-windenergie-2013.pdf

          Exporte (Verklappung ins Ausland) sind immer dann hoch wenn im Sommerhalbjahr vormittags viel Sonne vorhanden ist. Im Winter sind die Exporte besonders an Tagen mit hoher Windstromproduktion hoch.

          Die 73TWh verringern sich also auf etwa 5-7TWh, die in D verbraucht werden.
          Die starke „Verbesserung“ der Netzinstabilität mit gleichzeitiger „Verbesserung“ des Blackoutrisikos gibts noch gratis dazu.

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