Fridays-for-future: Schüler unter Druck – wer nicht mitmacht, wird mitunter angeprangert

By Eric. E. Castro - https://www.flickr.com/photos/ecastro/14629567894/in/photolist-ohLmRd-qJ7hPW-BVcQbQ, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52735462

von AR Göhring

Angesichts des viral verbreiteten Videos vom blockierten und verspotteten SUV-Fahrer in Frankfurt drängt sich der Eindruck auf, daß der Greta- und Klimahype unabhängig vom Inhalt allmählich zu einer kleinen Kulturrevolution à la Mao ausartet. China haben ja bereits einige unter Demokratiefeindlichkeits-Verdacht stehende Politiker mehr oder minder offen zum Vorbild erklärt.

Der kritische Youtuber Charles Krüger hatte es in seinen bei uns verlinkten Videos bereits angedeutet: Schüler mit Ego-non-Attitüde werden mitunter sogar von Lehrern (!) genötigt, zur Klimademo am Freitag zu gehen.

Die Berliner Zeitung beschrieb kürzlich den Fall eines Elfjährigen, der lieber zur Klavierstunde (Bildung!) gehen wollte als zur Hüpfdemo. Eigentlich war es den Schülern freigestellt, aber die Lehrerin prangerte den Jungen vor der ganzen Klasse an und stellte ihn als unverantwortlichen Morallosen hin. Zur Erinnerung: Elf Jahre – das ist die 6. Klasse des Gymnasiums oder der Grundschule!

„Wenn Dir Deine Zukunft egal ist, dann brauchst Du natürlich nicht hinzugehen. Mir ist meine Zukunft jedenfalls nicht egal.“

Wenn der Junge cool war, hat er gesagt, mir ist Deine und meine Zukunft egal. Oder, ohne negative Psychologie, mir ist meine Zukunft nicht egal, deswegen gehe ich zum Unterricht. Es fällt sowieso derart viel aus; wenn wir jetzt noch freitags schwänzen, lernen wir gar nichts mehr. Gut, welcher Junge ist mit elf derart kaltschnäuzig. Die Lehrerin war daher im Vorteil.

Ähnlich gelagert sind Fälle von Angestellten von Firmen, deren Chef „frei“ gibt. Heißt, wenn alle mitgehen, muß der Dissident auch, ganz unfrei. Welche Firmen verdienen eigentlich so viel, daß sie wegen Klimahüpfen schließen? Vermutlich etwas aus dem Nutzlos-Sektor wie Klimaberatung etc.

Im Artikel erinnert der Autor an das Buch (bzw. den Film) Die Welle, das vermutlich jedem deutschen Schüler mit 16 schon einmal um die Ohren gehauen wurde. Natürlich nur, weil darin vor dem Faschismus und seinen Methoden gewarnt wird. Daß die Methodik auch mit linken Inhalten ganz proper funktioniert, wird meist verschwiegen, aber durch die pseudogrüne FFF-Welle präzise bewiesen. Im Buch wird gezeigt, daß die vermeintlich guten Inhalte den Welle-Teilnehmern die moralische „Rechtfertigung“ geben, das Übelste ihrer Natur herauszulassen. Interessant in diesem Zusammenhang auch das Stanford-Experiment von Philip Zimbardo et al., das aus abgebrochen werden musste, um Straftaten der Probanden zu verhindern.

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6 Kommentare

  1. Solche Übergriffe von Lehrern sind ein klarer Rechtsbruch. Die jeweiligen Länder Schulgesetze untersagen solche Manipulationen eindeutig. Diese Lehrerin gehört augenblicklich vom Dienst suspendiert. Sie ist moralisch und ethisch nicht fähig, Kinder zu unterrichten.

  2. Da ist auch das Milgram Experiment zu nennen. Die Kinder werden zu willfähigen Marionetten konditioniert, die ihren „Experten“ folgen und nichts hinterfragen. Die sagen dann immer, unsere „Experten“/ Führer sagen das und so wollen wir das und die Politik soll dem folgen. Kennen wir irgendwie aus der Geschichte. Der Unterricht fällt aber vermutlich auch aus.

    • Das war in der DDR genauso. Ich hatte nie Bock darauf, nach der Schule an diesen dämlichen FDJ-Nachmittagen teilzunehmen, die sowieso nur die sozialistische Haltung festigen sollten. Mich hat es einfach nicht angesprochen, Wandzeitungen über den bösen Kapitalismus anzufertigen oder völlig dumme Lieder zur Gitarre zu singen. Nicht einmal die ansonsten recht gut schmeckende und kostenlose rote Fassbrause konnte mich jemals locken. Ich wollte raus, raus in die Natur. Also war ich so oft „krank“, dass es schon auffiel. Sonst in der Klasse akzeptiert, wurde ich hier von den Lehrern als Außenseiter eingestuft, der kein Interesse an Normen und Werten unserer sozialistischen Republik hat. Das fand natürlich auch seinen Eintrag in jedem Jahreszeugnis. Shit happens … mir war das egal. Insgeheim haben die anderen mich aber bewundert, dass ich mir getraue, diesen Blödsinn nicht mitzumachen. Ich hatte auch nie einen Hehl daraus gemacht, was ich davon halte. Heute denke ich mir, war die Tür in Bautzen oder Hohenschönhausen für mich schon ein Stück weit offen. — Und heute ist es doch genauso. Solange du mitläufst, solange du dich bereits als Kind schon der vorgegebenen Haltung unterordnest, hast du nichts zu befürchten. Wehe aber du schwimmst gegen den Strom. Nichtsdestotrotz sollte jedes Kind, jeder Jugendliche offen seine Meinung dazu sagen und vorallem dabei bleiben. Nichts ist schlimmer, als sich von etwas vereinnahmen zu lassen, was man selbst nicht will.

      • Ich kann mich erinnern, daß wir als Schüler mitten in Dresden am Altmarkt in FDJ-Hemden mi der Gitarre in der Hand Friedenslieder gesungen haben, um gegen den Vietnamkrieg demonstrieren. Ich finde das heute auch noch richtig und gut.

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