Die Manipu­lation von Temperatur­daten ist der größte Wissen­schafts-Skandal jemals

Das „Verschwinden“ von arktischem Meereis (und der Eisbären) wurde zum Aushängeschild der Warmisten. Bild: Rosel Eckstein / pixelio.de

Christopher Booker
[Vorbemerkung des Übersetzers: Dieser Beitrag stammt zwar schon aus dem Jahr 2015, ist aber vor dem Hintergrund des derzeitige Hypes um St. Greta aktueller denn je.]
Neue Daten zeigen, dass das „Verschwinden“ von Polareis nicht die Folge einer Runaway-globalen Erwärmung ist.
Wenn zukünftige Generationen auf die Globale-Erwärmung-Angstmache der letzten 30 Jahre zurückblicken, wird sie nichts stärker schockieren als das Ausmaß, bis zu welchem offizielle Temperatur-Aufzeichnungen – auf denen die gesamte Panik letztendlich basiert – systematisch „adjustiert“ worden waren dahingehend, dass sie zeigen sollen, dass die Erde sich viel stärker erwärmt hat als die Originaldaten hergeben.

Vor zwei Wochen schrieb ich unter der Schlagzeile [übersetzt] „Wie wir durch falsche Daten bzgl.globaler Erwärmung ausgetrickst werden“ (hier) über Paul Homewood, der auf seinem Blog Notalotofpeopleknowthat die veröffentlichten Temperatur-Graphen an drei Wetterstationen in Paraguay verglichen hat mit den Temperaturwerten, die tatsächlich gemessen worden waren. In jedem einzelnen Fall wurde der tatsächliche Trend über 60 Jahre mit Daten dramatisch verfälscht, so dass ein Abkühlungstrend zu einem solchen gemacht wurde, der eine markante Erwärmung zeigt.

Das war nur das jüngste von vielen Beispielen einer Praxis, welche von Experten-Beobachtern auf der ganzen Welt schon lange erkannt worden ist – eine Praxis, die ein sehr großes Fragezeichen hinter die gesamten offiziellen Temperatur-Aufzeichnungen setzt.

Nach meinem letzten Artikel nahm Homewood eine ganze Reihe südamerikanischer Wetterstationen rund um die ersten drei unter die Lupe. In jedem einzelnen Fall fand er die gleichen verdächtigen Einbahn-„Adjustierungen“. Zunächst wurden diese vom Global Historical Climate Network (GHCN) der US-Regierung vorgenommen. Danach wurden sie noch von zwei Hauptquellen offizieller Aufzeichnungen verstärkt, nämlich vom Goddard Institute for Space Studies (Giss) und dem National Climate Data Center (NCDC). Diese zogen diese künstlichen Erwärmungstrends dann heran, um Temperaturen abzuschätzen in großen Regionen der Erde, aus denen es keine Messungen gibt. Und doch sind es ebendiese Aufzeichnungen, die Wissenschaftler und Politiker zur Grundlage für ihren Glauben an die „globale Erwärmung“ machen.

Homewood hat seine Aufmerksamkeit inzwischen auf die Wetterstationen rund um die Arktis gelenkt, und zwar auf das Gebiet zwischen Kanada (51°W) und dem zentralen Sibirien (87°E). Auch hier wurden in fast allen Fällen die gleichen Einbahn-Adjustierungen vorgenommen, und zwar so, dass eine Erwärmung herauskam, die mehr als 1 Grad Celsius über den gemessenen Werten lag. Dies hat niemanden mehr überrascht als Traust Jonsson, der lange Zeit verantwortlich war für die Klimaforschung am Met.-Office von Island (und mit dem Homewood sich ausgetauscht hat). Jonsson war erstaunt zu sehen, dass der neuen Version zufolge die „Meereis-Jahre“ um Island während der 1970er Jahre plötzlich vollständig „verschwunden“ waren. Damals hatte eine Periode extremer Abkühlung die Wirtschaft des Landes schwer beeinträchtigt.

Eines der ersten Beispiele dieser „Adjustierungen“ wurde im Jahre 2007 von Steve McIntyre aufgedeckt, als er eine von James Hansen im Jahre 1987 veröffentlichte Studie entdeckte, also von dem Wissenschaftler, der viele Jahre lang das GISS geleitet hatte (und später zu einem fanatischen Klima-Aktivisten geworden ist). Hansens Originalgraphik belegte Temperaturen in der Arktis, die um das Jahr 1940 die höchsten, bis heute nicht wieder aufgetretenen Daten zeigte. Aber wie Homewood in seinem Blogbeitrag aufdeckte, „verändern Temperatur-Adjustierungen die Historie der Arktis“. GISS hat sie umgekehrt. Arktische Temperaturen jener Zeit wurden so stark nach unten korrigiert, dass sie jetzt im Vergleich zu den Temperaturen der letzten 20 Jahre marginalisiert daherkommen.

Homewoods Interesse an der Arktis wurde vor allem geweckt durch das „Verschwinden“ des arktischen Eises (und der Eisbären), was zu einem so gewaltigen Aushängeschild für jene geworden ist, die versuchen, uns davon zu überzeugen, dass wir durch eine Runaway-globale Erwärmung bedroht werden. Aber er wählte jenen einzelnen Zeitraum in der Arktis, als das Eis wärmerem Wasser ausgesetzt war infolge zyklischer Änderungen einer großen Strömung im Atlantik. Diese erreichte gerade vor 75 Jahren ihren Höhepunkt, als sich das Eis der Arktis noch weiter zurückgezogen hatte als heute. Die Eisschmelze wird in keiner Weise durch steigende globale Temperaturen ausgelöst.

Von wesentlich größerer Bedeutung jedoch ist die Art und Weise, mit der diese umfassende Manipulation offizieller Temperatur-Aufzeichnungen – aus Gründen, die GHCN und GISS niemals plausibel benannt haben – zum Elefanten bei der größten und kostspieligsten Angsterzeugung geworden ist, die die Welt jemals gesehen hat. Hier zeigt sich wirklich der größte Wissenschafts-Skandal aller Zeiten.

Link: https://www.The-fiddling-with-temperature-data-is-the-biggest-science-scandal-ever.html

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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5 Kommentare

  1. Liebes EIKE-Team,
    dies ist glaube ich der dritte Beitrag zu diesem umstrittenen Artikel von Herrn Homewood über die notwendige Datenbearbeitung vor deren Verwendung in Computermodellen. Diese dient dem Ausgleich von statistischen Fehlern. Es wird WIEDER unterschlagen, dass es ebenso Datenpunkte gab, die durch die Datenhomogenisierung ABGEKÜHLT wurden, z.B. in der nördlichen Polarregion. Das scheint hier aber nicht zu interessieren. Wenn man sich die aus den „bösen Datenmanipulationen“ resultierenden Unterschiede in den Ergebnissen des Klimamodells anschaut, sind diese praktisch nicht sichtbar. Das kann man sich alles selber auf der GISS-Homepage anschauen! Mit Grafiken. Die Aufregung ist also vollkommen ungerechtfertigt und fußt auf einer selektiven Darstellung des Gesamtgeschehens!
    Entweder wurden hier grundsätzliche Sachverhalte nicht verstanden – was unwahrscheinlich erscheint, da entsprechende Kommentare unter früheren Zitierungen dieses Artikels hier standen – oder das ist bewusste Falschinformation! Eine Stellungnahme des Admins hierzu würde mich sehr interessieren!!!

  2. Unglaublich! Es sollte gegen diese kriminellen „Wissenschaftler“ Klage vor dem internationalen Gerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschheit erhoben werden.

  3. Das kennen wir Ossis irgendwo her.
    Planerfüllung lief ähnlich adJustiert.
    Die Abteilung meldet der Betriebsleitung / die meldet dem Kombinat / das meldet der Bezirksleitung / diese meldet dem ZK und die aktuelle Kamera dann uns, wobei die größte Leistung in der Informationskette entstanden ist oder am Ende das gewünschte Ergebnis zusammen geschummelt wurde.

    Mit freundlichem Gruß!
    Christian Möser
    Zimmerer

  4. Der Beitrag belegt, wie, von vielen Quellen bestätigt, Temperaturdaten manipuliert wurden. Welchen Daten kann man heute einigermaßen trauen? Seit den 1980er-Jahren gibt es zusätzlich satellitengestützte Temperaturmessungen im Mikrowellenbereich. Sie sollen zuverlässiger sein, stimmen aber, wie hier vor einiger Zeit berichtet wurde, mit den Bodenwerten nicht überein.

    Vielleicht ist es ja der Zugriff auf nicht-adjustierte Originaldaten, wenn, wie mehrfach in Videos vorgeführt wurde, das Temperaturminimum der kleinen Eiszeit von „Klimaexperten“ mit 15 Grad angegeben wird und somit um 0,2 Grad wärmer als im „bisher wärmsten“ Jahr 2016 mit 14,8 Grad…

    Bleiben die jüngsten Klima-Horrorszenarien des IPCC hier unkommentiert? Ich befasse mich zwar erst seit einem halben Jahr eingehender mit der „Klimakatastrophe“. Aber ich habe vollstes Verständnis, wenn sich EIKE-Mitarbeiter um die Kommentierung dieser stetig wiederkehrenden, durch nichts fundierten Katastrophen-Vorhersagen nicht gerade reißen. Letzteres ist wahrscheinlich genauso spannend, wie die Wahl zu haben, freiwillig ein Brechmittel einzunehmen…

    • Hallo Herr Dr. Ullrich,

      anders als bei den Pressestellen des Einheitsmeinungsbildungsverbandes, welche sowieso nur vorgebenes Material wiederkäuen, wird man hier bei EIKE ein par Tage für einen oder mehrere fundierte Beiträge brauchen.
      Da bin ich mir sehr sicher.

      Mit freundlichem Gruß!
      Christian Möser
      Zimmerer

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