Nach medialem Lithium-Fiasko: Regierung will jetzt „klimaneutralen“ Wasserstoff

Elektrolysemaschine. By DOE - http://www.hydrogen.energy.gov/pdfs/review08/pd_10_hamden.pdf, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5297538

von AR Göhring

Wirtschaftsminister Peter Altmaier plant eine „Nationale Strategie Wasserstoff“: Elektrolyse im industriellen Maßstab, natürlich klimaneutral. Was heißt das?

Nachdem selbst Klimaprofessor Harald Lesch im ZDF über den unsozialen und öko-katastrophalen Abbau von Lithium aufgeklärt hat, gilt die Akkumulator-Mobilität in seinen Kreisen als verbrannt. Sogar kleine Leschs im Jenaer Klimapavillon schworen dem Glauben ans Goldene Kalb Lithium-Batterie schon ab. Altmaier schließt sich den Quantitätsmedien, wie es sich für einen Minister eines Merkel-Kabinetts gehört, natürlich an. Früher sprach er von „Nische“, mittlerweile sieht er die H2-Technologie als zentralen Baustein zur Klimarettung an.

Als Alternative promoviert der Klimaprof nun via Terra X die Wasserstofftechnologie als neuen Heilsbringer. Es gab hier auf der EIKE-Seite ja bereits heiße Diskussionen im Kommentarbereich zum Thema. Einige Fachkundige finden die H2-Brennzelle gut, andere wie ich zweifeln daran. Kürzlich sprach ich mit einem Nachbarn darüber, einem Maschinenbauingenieur, der darauf hinwies, daß die Betankung mit Wasserstoff ähnlich schnell ginge wie beim Methan-Tank. Aber wie will man den Wasserstoff zur Tankstelle bringen, und welcher Aufwand müßte getrieben werden? Das extrem energiereiche Knallgas ist viel explosiver als Methan und erfordert eine regelrechte „Panzerung“ der Tanksäule. Bei Esso bei mir um die Ecke kann man schon aus Platzgründen sicher keine zusätzliche H2-Technik einbauen. Und es gibt ja schon mehrere Starkstrom-Säulen im Umfeld von EIKE. Energiewende-Chaos, geboren aus der Tageslaune einer Kanzlerin, wie Dushan Wegner es so schön formuliert…..

Was will der in der Wirtschaft nicht gerade als kompetent bekannte Minister Altmaier nun mit seiner Wasserstoff-Inititiative?

Grüner Wasserstoff solle „inländisch in industriellem Maßstab baldmöglichst produziert werden“, heißt es in einem Papier mit 33 Seiten aus dem Wirtschaftsministerium. Zweck: Nutzung im Verkehr, in der Industrie, in Gebäuden und zur Stromerzeugung. In Gebäuden??? Mir schwant Übles…. Möchten Sie über einer Wasserstoffleitung wohnen?

Altmaiers H2-Papier wurde übrigens, man ahnt es schon, wohl von den Profiteuren der Energiewendeindustrie, bzw. deren Lobbyisten, mitformuliert; außerdem wird es von den Grünen, der FDP, und teils von der SPD unterstützt. Wir erinnern uns an die Windkraftindustrie, die Altmaier schon die Pistole auf die Brust setzte.

Was will das Wirtschaftsministerium technisch erreichen? Aus Strom (von Windkraftanlagen etc.) soll mittels Elektrolyse Wasser chemisch gespalten werden:

2 H2O → 2 H2 + O2. Das gewonnene Wasserstoffgas soll in Brennzellen und in der Chemieindustrie eingesetzt werden, oder soll zu Methangas oder „E-Fuels“ verarbeitet werden. Werbeslogan „POWER TO X“. Aha, man will den Wasserstoff als Energiespeicher nutzen, weil selbst Altmaier & Co. gemerkt haben, daß man mit dem Zappelstrom der Windräder und Solarpaneele nichts anfangen kann. Sollen dann die Elektrolysewerke nur arbeiten, wenn gerade einmal genügend Strom geliefert wird? Richten die Mitarbeiter der Werke ihre Arbeitszeit dann nach der Wettervorhersage aus? Werden sie müssen. Bei Dunkelflaute ist Kurzarbeit angesagt. Und die Wetterfrösche können halbwegs sichere Prognosen nur für maximal zehn Tage leisten, wenn überhaupt.

Man sieht: Altmaier und die Energiewende-Industrie umschiffen wieder einmal umständlich die zentrale (und seit 100 Jahren altbekannte) Erkenntnis, daß wir Menschen im Gegensatz zur Natur mit unserer Metall-Halbleiter-Kunstoff-Technologie Energie NICHT effizient speichern können. Ohne organische Moleküle wie Triazyl-Glyzerin (Fett) oder Zellulose geht es nun einmal nicht. Punkt. Verdammte Thermodynamik, verdammte universale Naturgesetze! Da die Wärmelehre oder die Kirchhoffschen Regeln („das Netz ist der Speicher“) in der Bevölkerung aber, auch bedingt durch den gezielten Bildungsabbau, kaum bekannt sind, lassen sich die Leser und Zuschauer von Relotius online und Klimaschau mal wieder zu 97%, oder gar zu 99,64% täuschen.

Dabei geben die Medien sogar zu, daß der Wirkungsgrad der Wasserstofftechnologie lausig ist. Die Energieverluste der Elektrolyse und E-Fuel-Herstellung sind heftig und nicht im Ansatz mit der Raffinierung und Verbrennung fossiler Energieträger zu vergleichen. Auf jeden Fall werden die Profiteure einmal wieder kräftig Kasse machen, bis die nächste „Wundertechnologie“ gefunden wird.

Was macht die in Deutschland ansässige Industrie, deren Ingenieure und Physiker die Thermodynamik in- und auswendig kennen? Wehrt sie sich? Nein, sie machen wie die Automobilindustrie den Kotau vor den Ahnungslosen. Siemens, General Electric Power und MAN kündigten an, sie wollten ihre Gasturbinen fit machen für „erneuerbare Gase aus klimaneutralen Quellen“. Siemens ist zudem Marktführer in der Elektrolysebranche. Will da jemand Subventionen abgreifen und verlegt dann diskret seine Produktion ins ideologie-sichere Ausland? Die Autokonzerne bauen ja schon Großfabriken in Russland.

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46 Kommentare

  1. Guten Abend, ganz Ehrlich, ich finde es unfair, ein 16 jaehriges Maedchen, welches eine Vision verfolgt, die ich im uebrigen auch nicht teile, derart zu beschimpfen . Ich lese EIKE wirklich gerne und unterstuetze die Arbeit, aber es wird immer wieder auf der emotonalen Ebene gelaestert, das gehoert sich nicht fuer ein wissenschaftliches Portal. Gretha Thunberg hat schon so viel mehr erreicht, als andere in Ihrem Alter, sie hat allerdings aéuch professionellen Background . Desweiteren bin ich ueberzeugt, dass sie ausgenutzt wird. Kurzum , ich wuensche mir objektive Faktendarlegung , denn Emotionen machen angreifbar .
    Gruss Milan Viethen

    • Ein 70 l Fahrzeugtank kostet auch 500 €. 70 x 11 kWh = 770 kWh Speichervolumen für 500 €. Macht 0,65 €/kWh. Müssen aber noch viele Monate vergehen ehe die Akkus das Niveau erreichen…

      • „Ein 70 l Fahrzeugtank kostet auch 500 €.“

        Das Problem sind doch nicht die Kosten für den Fahrzeugtank sondern für die 70 l Kraftstoff.
        Die 70 l muss ich immer an der Tanke kaufen.
        Solarstrom haben so manche im Überfluss.

        • „Solarstrom haben so manche im Überfluss.“

          Joo!
          Dann sollen die mit Akku und Strom fahren und den Rest der Bevölkerung in Ruhe lassen!

  2. Eine Firma wagt sich schon mal vor. Natürlich keine deutsche.
    Hier bei auto motor & sport wurde der Toyota Mirai eingehend getestet (Dauer 30 min.) )mein Lieblingsmagazin vor 50 Jahren.)
    Höchst interessant. Kosten momentan noch sehr hoch in der Anschaffung und in den H2 Kosten. Aber selber ansehen.

  3. Treffen sich 2 Bienen. Fragt die eine, warum haben wir eine Königin, aber keine Regierung? Antwortet die andere, weil wir Honig und keinen Mist produzieren.

    Mist in unvorstellbarer Größe produziert unsere Regierung.

      • Sorry. Es handelt sich um einen modifizierten Stromerzeuger, der auf HHO umgerüstet ist. Start mit externem Vorrat, dann autarker Betrieb mit selbst produziertem HHO und Overunity zum Betrieb einer 4ooWattlampe. Ich war dreimal vor Ort und habe die Anlage in Betrieb gesehen. Im Büro 14. Stock, ohne jegliche Abgase.

  4. „Wirtschaftsminister Peter Altmaier plant eine „Nationale Strategie Wasserstoff“: Elektrolyse im industriellen Maßstab, natürlich klimaneutral. Was heißt das?“

    Was das heißt?
    Eigentlich nur, daß den hunderten von Milliarde € für die alberne Energiewende nun noch weitere hunderte Milliarden zum Fenster hinaus geworfen werden sollen.
    Was heißt es noch?
    Daß Blödland von Vollidioten regiert wird – aber das wußte man eh schon…

  5. Na ja, der nächste Schildbürgerstreich. Die Wandlungskette Elektrolyse ==> H ==> Strom hat einen Wirkungsgrad von ~33%. D.h. die Kosten jeder eingestellten kWh Windstrom multipliziert sich alleine durch diesen Wirkungsgrad x3 – ohne Anlage-, Kapital- und Betriebskosten! Zudem gibt es den benötigten Windstrom noch nicht einmal ansatzweise:
    https://www.agora-energiewende.de/service/agorameter/chart/power_generation/23.09.2019/26.09.2019/
    Die nächste „Energie-Wunderwaffe“ ist also auch nur ein weiterer Rohrkrepierer der Chaosregierung Merkel. Wir schaffen das….

  6. Und jetzt ist wie vor 20 Jahren Wasserstoff im Gespräch. Da wurde in München nahe der Theresienwiese (Oktooberfest) vom „Deutschen Museum“ mit Jean Pütz ein Konzept von BMW vorgestellt. Allerdins war der Motor ein Verbrennungsmotor. Da gibt es eventuell mit den Stickoxiden Probleme wie beim Diesel.

    Warum sucht man eigentlich nicht nach „stabileren“ Energieerzeugungen als dem „Zappelstrom“?

  7. Mitte der 60er Jahre arbeitete ich als Werkstudent und später frisch gebackener Dipl. Phys. in einer Arbeitsgruppe des damaligen AEG Forschungszentrums, die die großtechnischen Möglichkeiten abklopfen sollte, die Abhängigkeit vom krisengefährdeten nahöstlichen Öl zu reduzieren durch Einsatz der Brennstoffzelle im Straßenverkehr – vornehmlich für den LKW Antrieb.

    Die grundlegenden pysiko-chemikalischen Naturgesetze haben sich (noch:-) nicht geändert. Von graduellen materialtechnischen Fortschritten abgesehen sehe ich keine Änderungen bei der Überwindung der Hindernisse, die damals zur Einstellung des Projekts als in der rauhen Wirklichkeit – technisch wie auch wirtschaftlich – nicht überlebensfähige Alternative.

    Die alleinige aber entscheidende Änderung, die seit damals tatsächlich eintrat, ist die aberwitzige Hybris in den Köpfen der politischen ‘Eliten‘, die nach der (sinngemäßen) Devise Merkels entscheiden:

    „Wir lassen uns unseren politischen Willen doch nicht durch Sachzwänge begrenzen“.

    Damit glaubt man anscheinend allen Ernstes, sowohl ökonomische wie auch naturgesetzliche „Sachzwänge“ außer Kraft setzen zu können. Diesem Aberglauben wird das gleiche katastrophale Ende beschert werden, das wir in der jüngsten Geschichte mehrfach beobachten mußten.

    Daß die eigentlichen Verursacher dieser Katastrophen dabei wie das sprichwörtliche Fett in der Suppe auch dann wieder oben schwimmen werden – that’s life!

    Rainer Facius

  8. Hallo Herr Göring,

    In Gedenken meines Thermodynamik-Professors möchte ich Sie ein klein wenig korrigieren:

    “ …der Wirkungsgrad der Wasserstofftechnologie lausig ist. Die Energieverluste der Elektrolyse und E-Fuel-Herstellung sind heftig und nicht im Ansatz mit der Raffinierung und Verbrennung fossiler Energieträger zu vergleichen.“

    Richtig wäre nicht „Wirkungsgrad“ sondern Primärenergie-Ausnutzungsgrad.

    Ganz einfach, für jeden verständlich kann man das H2-Grundproblem so ausdrücken: „Im Öl und Gas ist die Energie zum Fahren schon enthalten, wenn diese aus der Erde gefördert werden, im Wasserstoff muss man sie erst reinstecken. Daher kann H2 nie die Wirtschaftlichkeit von Diesel erreichen“

    Von der Primärenergie werden beim Verbrenner 40% in Bewegung umgewandelt.
    Bei der Brennstoffzelle:
    1. Im ersten Schritt wird im Schnitt 40% Primärenergie in Strom umgewandelt.
    2. Bei der Elektrolyse geht noch mal die mindestens Hälfte verloren, es bleiben 20% Primärenergie üblich.
    3. Die Brennstoffzelle hat einen Wirkungsgrad von 50%, es bleiben noch 10% Primärenergie übrig.
    4. Die Brennstoffzelle treibt nicht das Auto an, sondern ein Elektromotor mit 90% WG.
    Also nur 9% der Primärenergie (Verbrennung im Kraftwerk), wird schlußendlich in Bewegung umgewandelt.

    Das Ganze läßt sich nicht überlisten, auch wenn man den Wirkungsgrad von einigen Prozessen um paar Prozente verbessern könnte. Das Grundproblem bleibt: Je mehr Prozesse der Energieumwandlung, um so mehr Verluste von Primärenergie. Alles andere als direkte Verbrennung im Auto ist thermodynamisch gesehen Energieverschwendung.

    Grüne Milchmädchen mit Physikverweigerung sehen nur kostenlosen Wind gleich kostenloses Fahren. Wenn überhaupt, dann vergleicht man den Wikungsgrad der Brennstoffzelle mit dem des Verbrenners und läßt die restlichen Prozesse unter den tisch fallen.

    P.S. Es gibt wohl Verfahren H2 aus Gas herzustellen, ohne den Umweg über Strom. Die Energiebilanz ist ein Tick besser, das Grundproblem bleibt.

    • Wärmelehre möchte man heutzutage jedem Studenten zwangsverordnen, egal, welches Fach. 4 SWS ein Semester lang. Wer nicht besteht, muß arbeiten gehen. Aber nicht als Berufsdemonstrant.

    • Hallo Herr Georgiev,

      sehr schön in der Summe zusammengestelt. Ich schrieb hier schonmal das die Entwicklung dieser Technologien eher einer alchemistischen Arbeitsweise gleicht, welche uns vorgaukeln will Energie zu gewinnen, aber an Perpezuomobilen der 3.Art arbeitet. Bei der 3. Art handelt es sich um den Subventionszustrom der für den Betrieb der vorgegaulkelten Energiegewinnung unerlässlich ist und bleiben wird.
      Leider sitzen die Profitöre dieses Schwachsinnes nicht irgendwo mit einem Spinnrad und einem Haufen Stroh im Keller und versuchen Gold zu spinnen. Nein bekommen die Goldbarren bekommen sie zugeworfen und vekaufen uns mit hauchdünnem Blattgold belegte grüne Paläste. Aber den Berufsdemonstranten fällt es genauso wenig auf wie den Studienabbrechern der grünen Idealisten, welche zunehmend in allen „scheindemokratischen“ Vereinen Deutschlands tätig sind und gerade zur Beschaffung der Goldbarren dabei sind, Maßnahmen in die Wege zu leiten.
      Ich befürchte das, daß in der Groko beschlossenne lange nicht das wird was es wird. Wenn die Dummen die Hohlen weiter unter Druck setzen kann nichts sinnvolles am Ende herauskommen.
      Man kann nur an jeden, der weder dumm noch hohl ist, in diesem Lande appelieren gegen diese Zirkusshow aufzustehen und die Stimme zu erheben. Doch leider haben zu wenige den A…. in der Hose, gegen diese Meinungsdiktatur auch nur irgendwas persöhnliches auf´s Spiel zu setzen.
      Gut ich als Zimmerer (Holzgrobmotoriker) nun nicht, werde ich doch von den Dummen und Hohlen nur für einen noch dümmeren Baulümmel gehalten.

      Mit freundlichem Gruß!
      Christian Möser
      Zimmerer

  9. Dummheit hoch drei ist das mit Wasserstoff …
    Bereits mit dem Gas Methan hat man erhebliche Kompressionsspeichermöglichkeiten, Mit Wasserstoff lassen sich Drücke nur von 200 bar in Stahlbehältern erreichen. Also in einem 80 Liter PKW-Tankvolumen nur 16000 Liter Wasserstoff unter Normaldruck. Bei 90 g Masse pro Liter sind das gerade mal 7,2 kg Wasserstoff. Das wären 48 kWh Energie. 1 Liter Benzin hat übrigens 9,2 kWh pro Liter. Im Tank also das 10fache dessen, was mit Wasserstoff möglich ist. Wobei nicht vergessen werden werden darf, daß die Kompression des H2 zusätzlich Energie kostet.
    Aber man sollte nie übersehen, daß unsere Schüler seit mehr als 30 Jahren mieserabel in Physik und Chemie ausgebildet werden. Die wissen derartige Grundfakten nicht.
    Deshalb glauben die ja auch an Windmühlen als KLimaretter. In Wirklichkeit sind das Umweltschädlinge höchsten Ranges. An der Spitze eine 16jährige Göre mit ererbtem Gehirnschaden.

    • Sehr geehrter Herr Heinzow!

      Irgendwas scheint in der Rechnung nicht zu stimmen.
      Bei Linde habe ich mir Datenblätter zu Wasserstoff heruntergeladen.
      Als Beispiel eine Flasche 10 l, Fülldruck 200 bar.
      Linde gibt an, das ergibt 1780 Liter Wasserstoff bei 1 bar.
      1 m³ Wasserstoff wiegt bei denen (15 °C 1 bar) 84,1 Gramm.

      Rechnen wir mal!
      Ein Tank 80 l fasst somit 14,24 m³ Wasserstoff bei 1 bar.
      Diese 14,24 m³ ergeben recht genau 1,2 kg, Sie gaben 7,2 kg an.
      Auch schreibt Linde, 1 kg Wasserstoff hat einen Brennwert von 39,41 kWh.
      1,2 kg mal 39,41 kWh gleich 47,3 kWh.
      Beim Endergebnis kommen wir praktisch auf den gleichen Wert.

      Abitur machte ich vor gut 30 Jahren, Hauptprüfungsfächer waren Mathe und Physik.

  10. Öko Wasserstoff durch Windanlagen ist genauso ein Hasenkram wie Lithium Batterien. CO2 neutralen Wasserstoff gibt es nur mit Atomkraft. Da sind genügend saubere Alternativen zum Leicht und Schwerwasserreaktor vorhanden.
    Wenn ich allerdings die ahnungslosen Besserwisser schreiben sehe, die behaupten, Wasserstoff wäre supergefährlich, würde überall durchschlüpfen und könnte nicht transportiert werden, dann kann ich nur verzweifelt mit dem Kopf schütteln. Diese Techniken werden seit 50 Jahren angewandt. Sicher und zuverlässig. H2 Druckbehälter stehen in so gut wie jedem Chemielabor und alle Hydrierbetriebe in NRW bekommen ihren Wasserstoff seit Jahrzehnten aus Marl über eine Ringleitung.
    Wasserstoff und Kernkraft, so wie die Japaner es machen, ist der richtige Weg für eine sichere Energieversorgung in der Zukunft.

  11. Was passiert denn danach mit dem Wasserstoff? Daraus wird Wasserdampf, der in die Luft gelangt. Wir haben dann mehr Wolken und somit gegenüber CO2 viel mehr Einfluss auf das Klima. Wenn die Experten vom CO2 als Klimawandelursache überzeugt sind, müssten die im ersten Schritt die Verwendung von Wasserstoff verbieten.

    Heute wird alles nur gedreht, aber dafür gibt es mehr Steuern und Gebühren.

    • Ähnlich verhält es sich übrigens bei der Verbrennung von Erdgas, welches ja wohl künftig verstärkt im Backup-Bereich zum Einsatz kommen soll. Erdgas ist eine Kohlen-Wasserstoff-Verbindung. Bei der Verbrennung werden große Mengen H2O-Gas mit der doppelten Wärmekapazität von CO2 in die Atmosphäre geblasen.

    • Dann gibt es bald guten und bösen Wasserdampf.
      Noch darf das wabrige Weiße, was den Schornsteinen und vor allem den Kühltürmen entweicht, von den Klimajungern, für hoch konzentriertes Killergas Kohlenstoffdioxid gehalten werden. Doch wer weiß, wer weiß…..

      Mit freundlichen Grüßen!
      Chistian Möser
      Zimmerer

  12. „Haben einen Weg gefunden, Wasserstoff an eine nichtexplosive und nichttoxische Trägerflüssigkeit zu binden und bei Bedarf wieder freizusetzen.

    Die Trägersubstanz bleibt als „flüssige Pfandflasche“ erhalten und kann jederzeit neu beladen werden. Die sogenannte LOHC-Technologie (liquid organic hydrogen carrier) ermöglicht damit die effiziente und völlig gefahrlose Speicherung von Wasserstoff“
    https://www.fau.de/2018/09/header/gezaehmter-wasserstoff/

    • Interesante Ansätze genau so Matallhybridspeicher.
      Die H2 Ablenkung und Augenwischerei ist nicht neu. Ende 90-iger wurde damit der EV-1 kannibalisiert.
      Ausser, das die Technologie schon auf der Elektrolyse Seite komplett unwirtschaftlich ist sind viel Aspekte vor allem für den Mobilen Ansatz k.o. Kriterien.
      1. Mobil ausser Schiffe, Grosse Bau Maschinen und Züge kaum für Rekuperation geeignet.
      2. Pipelines gefährlich und unwirtschaftlich wegen ständiger Kühlung des flüssigen H2.

      Als stationäre Rückgewinnung des Windkraft und Solar Überschusses möglich. Eher eine Nischen Lösung. Dann ist Wasser hochpumpen mit Turbinen Ansatz wirtschaftlicher und bei weitem nicht so gefährlich.
      LG Toni

      PS: Gas, Öl, Kohle bei der Voraussetzung einer sauberer und kontrollierten Emissionen (Ruß, Staub, Schwefel, CO/ kein CO2) ist zur Zeit das billigste, sicherste vor allem stabilste Energie Gewinnung.
      Über andere Ansätze (thorium flüssigsalzreaktor, Solar über 50% Wirkungsgrad-Grad)kann man Grundlagenforschung betreiben aber vor dem Einsatz wirtschaftlich und richtig kalkulieren.

    • „Die Trägersubstanz bleibt als „flüssige Pfandflasche“ erhalten und kann jederzeit neu beladen werden. Die sogenannte LOHC-Technologie (liquid organic hydrogen carrier) ermöglicht damit die effiziente und völlig gefahrlose Speicherung von Wasserstoff“ – sagen die Profiteure in Erlangen.
      Hallo, Gehirn anschalten, diese Substanzen altern wie auch die für die Freisetzung von H2 nötigen Katalysatoren. Und von Elektroosmose haben die Protagonisten dort eh noch nichts gehört.

    • @ Mike Ehrlich
      Ich habe die FAU Verlautbarung hinter dem link gelesen. Was auffällt ist der Umstand, daß an keiner Stelle auf das Erfolgsgeheinis von Diesel und Benzin eingegangen wird: der gravimetrische und volumetrische Wirkungsgrad! Wie sieht das aus mit dieser „Pfandflasche“, wie groß ist sie, was wiegt sie und wie weit kann man damit fahren? Ohne deutliche Verbesserung im Vergleich mit H2 Druck- oder Kryogenen Läsungen wird sich das nicht durchsetzen.

    • Wieder ein Prozess, welcher wohl unweigerlich mit Verlusten verbunden sein wird.
      Ich würde idealisierte Hohlkörper empfehlen, vielleicht lässt es da Gewinnbringend zurückbringen.
      Die Pfandflasche aber bitteschön nicht aus polymeren, auch wenn die schön leicht wären.
      Oder zumindestens polymere Verbindungen mit Lücke als Angriffspunkt für biologische Verwertung (sogenanntes Biokunststoff).
      Jede natürlich vorkommende Kohlenwasserstoffverbindung ist biologisch abbaubar. Erst in der Weiterverarbeitung durch den Menschen entstehen unteilbare Verbindungen, solange man sie nicht, in Verbrennungsprozessen mit dem agressiven Sauerstoff in Verbindung bringt, jedenfalls.

      MfG
      Christian Möser

  13. Das zeigt uns wieder mal, dass wir an der Regierung Leute haben, die von der Materie absolut keine Ahnung haben. Wir haben Redner aber keine Fachleute oder Wissenschaftler. Wenn man schon denkt, dass Wissenschaft eine Mehrheitsbeschaffung ist, dann disqualifizieren sie sich alle von alleine. Je mehr Widerstand sich zeigt, umso mehr steigt die Konsens mit 97%. Nun haben wir 99 % bald vermutlich „103 % der Wissenschaftler sind sich einig.“ wird es heissen.
    Der Beruf als Berufspolitiker, der nur darauf getrimmt wurde gute Reden zu schwingen, sollte endgültig abgeschafft werden. Unsere Gesellschaft braucht diese Menschen nicht. Wir brauchen Menschen, die mit Wissen ausgestattet sind und nicht die kunstvoll reden können.

    • Herr Salk, Politiker sind nicht nur Redner sondern Schauspieler, also Künstler. Das hat schon vor über 100 Jahren der alte Bismarck gesagt:
      „Die Bürokratie ist es, an der wir alle kranken.
      Die Politik ist keine Wissenschaft, wie viele der Herren Professoren sich einbilden, sondern eine Kunst. Politik ist die Kunst des Möglichen.“

      Aber nicht nur das. Die wollen Geld für die eigene Tasche. Ach, geht doch nicht. In der Tasche ist nicht genug Platz. Die wollen es für den eigenen Keller, um dort das Geld umzuschaufeln. Das ist dann Sport.

    • Unsere Jugend wird seit 30 Jahren auch im „Osten“ darauf getrimmt sich darstellen zu müssen, um in der Ellenbogengesellschaft des „Westens“ gute Chancen zu haben, statt Ehrfurcht vor der Natur und seinen Gesetzen. Was soll da rauskommen? Die besten Darsteller landen am Rednerpult und die Dümmsten rennen mit vertrockneten Stöckern vorm Brandenburger Tor herum.
      Vor 30 Jahren hätten die nichtmal welche gefunden, als die Russen und wir als Bengels alles trockene am Ufer zum Angellagerfeuer brauchten und der Umgang mit Monokulturen in der Forstwirtschaft noch verantwortungsvoll war (Gut Chemiekeule war auch angesagt). Heute zählt hier mehr die reine Ernte mit Havesta-robotern, am liebsten für Hackschnitzelbioenergiekraftwerke.

      Mit freundlichen Grüßen!
      Christian Möser
      Zimmerer

  14. „Wird die Energie knapp?

    Das Abschalten der sieben Kraftwerke wird die Energieversorgung nicht beeinträchtigen. Deutschland hat in den vergangenen Jahren sehr viel mehr Strom produziert, als im eigenen Land benötigt wurde. Große Mengen Strom wurden exportiert. Darüber hinaus bestehen erhebliche Leistungsreserven, die mehr als doppelt so hoch sind wie die Gesamtleistung der jetzt vom Netz gehenden Kernkraftwerke.

    Selbst bei einem stundenweisen Spitzenbedarf reicht die nationale Kraftwerkskapazität zur Versorgung aus. “
    ————–
    https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/bundesregierung-beschliesst-ausstieg-aus-der-kernkraft-bis-2022-457246
    ————————
    „Stuttgart (energate) – Der Übertragungsnetzbetreiber Transnet BW hat den Zuschlag für den Bau eines Kraftwerkes zur Netzstabilisierung an den Mutterkonzern EnBW vergeben. Der Energieversorger soll am Standort Marbach ein mit Öl betriebenes Kraftwerk bauen. Die Entscheidung dürfte für Stirnrunzeln sorgen, nicht nur weil die Anlage mit Öl befeuert wird, sondern auch weil Transnet BW als 100-prozentige Tochter von EnBW den eigenen Mutterkonzern mit dem Bau beauftragt hat. Das Kraftwerk mit 300 MW Leistung ist Teil der besonderen netztechnischen Betriebsmittel nach Paragraf 11 Abs. 3 EnWG, die die Netzbetreiber ausschreiben dürfen. Die Anlagen mit insgesamt 1.200 MW sollen im Süden die Netzstabilität auch nach dem Ausstieg aus der Kernenergie absichern, solange die Übertragungsnetze vom Norden aus quer durch die Republik noch nicht fertiggestellt sind.“
    ———————
    https://www.energate-messenger.de/news/194347/transnet-bw-laesst-oelkraftwerk-bauen?fbclid=IwAR3hvSnsHyerkqm8Lmf2Le_H7IM30T5Bza6QWpwUPT_X6vkRtj9sJbqBd-8
    —————-
    Absurdistan läßt grüssen!!!
    Öl statt Kernkraft – toll!!!

    • Was nützt ein Netz in dem es nichts zu transportieren gibt? Sie können ja mal bei einschlägigen Wetterportalen nach den Windverhältnissen der letzten Monate, bei negativer NAO schauen, und nach den Tagen suchen an denen bei voll eletrifizierter Fortbewegung die Ochsenkarren in Bayern auf den Höfen stehen bleiben könnten.

      MfG
      Christian Möser

  15. Aktionismus, amateurhafte Energiepolitik, Taubheit gegenüber unabhängiger Wissenschaft, sture, dumme, Ideologisierung, Machtgier der Politiker und Geldgier der Energielobby und unqualifizierter Fanatismus führt zum konkurrenzlosen Chaos in der deutschen Energie _ Planwirtschaft. Kein Land dieser Welt handelt wohl auf diesem Gebiet kopfloser und dümmer, als Deutschland.

    • @VonRupp…“Aktionismus, amateurhafte Energiepolitik….“ ich habe versucht noch einige Absurditäten hinzuzufügen um festzustellen, das Du sie alle aufgeführt hast.
      Leider aber das ist der Zustand der deutschen Energie Politik.
      Wäre der algemein Bildungsgrad der deutschen Politiker und Abgeordneter höher hätte man vielleicht eine kleine Chance die Energieversorgung nicht vor die Wand zu fahren.
      LG Toni

  16. Daß manche regelmäßig Schnapsideen haben – geschenkt. Aber irgendwie fehlt mir bei dieser Spielgruppe im Sprengstofflager doch jemand (10. Klasse genügt), der für paar Euro vorher drüberguckt und dann einen Spaziergang mit den „Verantwortlichen“ macht, Tee kocht, Musik – irgendwas Beruhigendes oder notfalls den Arzt holt.

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