Fehler-Fort­pflanzung und die Zuver­lässigkeit von Projek­tionen der globalen Lufttem­peratur

Haben von Physik offenbar keine Ahnung: Klima-Modellierer. Bild: knipseline / pixelio.de

Pat Frank
Leser bei WUWT werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich seit sechs Jahren versucht habe, ein Manuskript mit obiger Überschrift zu veröffentlichen. Es durchlief die Begutachtung und wird jetzt veröffentlicht in Earth Science: Atmospheric Science. Die Studie weist nach, dass Klimamodelle keinerlei prognostischen Wert haben.

Bevor ich in die Materie einsteige, möchte ich meinen tief empfundenen Dank an Anthony Watts aussprechen, weil er unabhängigen Gedanken Stimme verleiht. So viele haben versucht, sie zu unterdrücken (Freiheits-Leugner?). Sein Geschenk an uns ist gar nicht hoch genug zu bewerten.

Die Studie ist frei zugänglich, und zwar hier. Die Supporting Information SI steht hier.

Ich möchte auch dem Herausgeber meines Manuskriptes Dr. Jing-Jia Luo meine Verehrung ausdrücken, welcher den Mut eines Wissenschaftlers bewiesen hatte – ein Niveau professioneller Integrität, die ich so oft schon vermisst habe während meines 6 Jahre langen Trips.

Dr. Luo benannte vier Begutachter, von denen drei keine Interessenkonflikte hatten durch Involvierung im Status Quo von AGW. Sie schrieben kritisch konstruktive Begutachtungen, welche das Manuskript zu verbessern halfen. Diesen Begutachtern bin ich sehr dankbar. Sie legten die leidenschaftliche Professionalität und Integrität an den Tag, was ich bei meinen Einreichungen zuvor kaum einmal erlebt hatte.

Ein kleiner Exkurs in den Stand der Praxis:

Jeder, der einen tiefen Tauchgang machen möchte, kann hier den gesamten Korpus an Bewertungen und Antworten für alle 13 vorherigen Einreichungen herunterladen (60 MB zip-Datei, Webroot virenfrei gescannt). Wählen Sie „kostenloser Download“, um Werbeeinbußen zu vermeiden.

Etwa 25 der vorigen 30 Begutachtungen wurden von Klima-Modellierern geschrieben. Man findet wiederholt Zurückweisungen des Manuskriptes seitens der Herausgeber auf der Grundlage objektiv inkompetenter negativer Begutachtungen. Über diese außerordentliche Realität habe ich bei WUWT hier und hier berichtet. Während meiner 30 Jahre von Veröffentlichungen im Bereich Chemie habe ich niemals eine so schändliche Verfahrensweise erlebt.

Nach meinen früheren Erfahrungen stellte ich hinsichtlich von Klima-Modellierern fest:

Sie unterscheiden nicht zwischen Genauigkeit und Präzision.

Sie verstehen nicht, dass beispielsweise eine ±15°C-Unsicherheit keine physische  Temperatur ist.

Sie verstanden nicht, dass die Ableitung einer ±15°C-Unsicherheit zur Aufbereitung einer projizierten Temperatur NICHT bedeutet, dass das Modell selbst rapide zwischen Eishaus- und Treibhaus-Bedingungen hin und her schwingt (das war wirklich ein tatsächlicher Einwand der Begutachter).

Für sie ist die „Standardfehlerfortpflanzung“ ein unbekannter Begriff

Sie verstanden nicht die Bedeutung oder die Auswirkung eines Kalibrierungs-Experimentes

Sie verstanden nicht das Konzept der instrumentellen oder Modell-Auflösung oder, dass dies empirische Grenzen hat

Sie verstanden überhaupt nicht, was eine physikalische Fehler-Analyse ist.

Sie verstanden nicht, dass ,±n‘ etwas anderes ist als ,+n‘.

Einige dieser Merkmale zeigen sich in ihren Studien. Ich habe nicht einen gesehen, der angemessen mit physikalischem Fehler, Modell-Kalibrierung oder den Auswirkungen eines physikalischen Fehlers in den Modellen umgeht hinsichtlich der Zuverlässigkeit eines projizierten Klimas.

Weitere sorgfältige Analysen sind bei WUWT hier, hier und hier erschienen.

In den Studien zu Klimamodellen geht es in den typischen Unsicherheits-Analysen um Präzision, nicht um Genauigkeit. Sie sind geeignet für Ingenieur-Modelle, welche Messgrößen reproduzieren können innerhalb ihrer Kalibrierungs-Grenzen. Sie sind nicht geeignet für physikalische Modelle, welche die Zukunft prophezeien oder für unbekannte Messgrößen.

Klimamodellierer haben nachweislich keine Erfahrung bzgl. des wissenschaftlichen Verfahrens. Sie sind nicht als Wissenschaftler ausgebildet worden. Sie sind keine Wissenschaftler. Sie sind nicht darin ausgebildet, die physikalische oder prognostische Zuverlässigkeit ihrer eigenen Modelle zu evaluieren. Sie legen nicht die Aufmerksamkeit für physikalische Argumentationen an den Tag, wie es die gute wissenschaftliche Praxis fordert. Sie stehen aktiv jedweder Demonstration dieser Diagnose feindlich gegenüber.

In ihren Händen ist die Klima-Modellierung zu einer Art eines subjektiven Narrativs geworden, und zwar ähnlich der kritischen Theorie der Pseudo-Wissenschaft, welche die akademischen Bereiche der Geisteswissenschaften und der Soziologie verzerrt und aktiv so viele soziale Konflikte gefördert hat. Nennen wir es die Critical Global Warming Theory. Subjektive Narrative nehmen an, was bewiesen werden soll (CO2-Emissionen gleichen direkt fühlbarer Wärme), deren Hypothesen haben das Gewicht von Beweisen (CO2 und Temperatur, sehen Sie?), und jede Studie singt das gleiche Lied (es ist schlimmer als wir dachten).

Subjektive Narrative und akademische kritische Theorien sind nachteilige Konstrukte. Sie stehen im Gegensatz zu Wissenschaft und Ratio. Während der letzten 31 Jahre hat die Klima-Modellierung diesen Status erreicht mit dessen Abstieg in nicht hinterfragte Hypothesen und Zirkelschlüssen.

Eine Zusammenfassung der Ergebnisse:

Die Studie zeigt, dass fortgeschrittene Klimamodelle die Lufttemperatur lediglich als eine bloße lineare Extrapolation vom Treibhausgas-Antrieb projizieren. Diese Tatsache ist inzwischen vielfach belegt, deren Hauptmasse sich in den SI findet. Eine einfache Gleichung, linear bzgl. des Antriebs, bildet erfolgreich die Temperatur-Projektionen von nahezu jedem Klimamodell nach. Willis Eschenbach hat das unabhängig hiervon schon früher entdeckt (hier).

Nachdem ihre Wirksamkeit bei der Nachbildung von Temperatur-Projektionen der GCMs gezeigt wurde, wird die lineare Gleichung herangezogen, um den systematischen Fehler der Klimamodelle mittels ihrer Temperatur-Projektionen fortzupflanzen.

[Original: … the linear equation is used to propagate the root-mean-square annual average long-wave cloud forcing systematic error …]

Die Unsicherheit der projizierten Temperatur beträgt ±1,8°C nach einem Jahr für eine Projektions-Anomalie von 0,6°C sowie ±18°C nach 100 Jahren für eine Projektions-Anomalie von 3,7°C. Der prognostische Gehalt der Projektionen beträgt Null.

Kurz gesagt, Klimamodelle können nicht zukünftige globale Lufttemperaturen prognostizieren – nicht für ein Jahr und nicht für 100 Jahre. Die Temperatur-Projektionen der Klimamodelle sind physikalisch bedeutungslos. Sie sagen überhaupt nichts aus über die Auswirkungen von CO2-Emissionen auf die globalen Temperaturen (falls es überhaupt irgendwelche Auswirkungen gibt).

Hier ein Beispiel, wie man sich das vorstellen muss:

Abbildung: Graphik a links: Blaue Punkte = vom GISS-Modell E2-H-p1 RCP8.5 projizierte Anomalien der Lufttemperatur. Rote Linie = lineare Nachbildung. Graphik b rechts: Wie a, jedoch mit einer grünen Einhüllenden, welche die physikalischen Unsicherheitsgrenzen in der GISS-Projektion zeigt infolge des modellierten langwelligen Wolkenantriebs-Faktors mit einem jährlichen Mittel von ±4 W/m2. Die Unsicherheitsgrenzen wurden ab dem Jahr 2006 berechnet.

Wäre die Unsicherheit ab dem ersten Projektions-Jahr berechnet worden, 1850, (nicht in der Abbildung gezeigt), wären die Unsicherheitsgrenzen viel breiter, obwohl die bekannten Temperaturen des 20. Jahrhunderts gut reproduziert werden. Der Grund hierfür ist, dass die dem Modell zugrunde liegende Physik nicht korrekt ist. Daher gibt es darin keinerlei physikalische Informationen über das Klima in den projizierten Temperaturen des 20. Jahrhunderts, obwohl diese statistisch nahe den Beobachtungen liegen (weil die Modelle entsprechend frisiert worden waren).

Physikalische Unsicherheitsgrenzen repräsentieren den Zustand physikalischen Wissens, nicht der statistischen Übereinstimmung. Die Projektion ist physikalisch bedeutungslos.

Die Unsicherheit infolge des jährlichen mittleren modellierten langwelligen Wolkenantriebs-Faktors allein (±4 W/m²) ist etwa ±114 mal größer als die jährliche mittlere Zunahme des CO2-Antriebs (etwa 0,035 W/m²). Eine vollständige Inventur der Modellfehler würde eine enorm viel größere Unsicherheit erzeugen. Klimamodelle sind daher absolut unfähig, die Auswirkungen des geringen Antriebs durch Treibhausgas-Emissionen aufzulösen.

Die unausweichliche Schlussfolgerung lautet, dass welche Auswirkungen CO2-Emissionen auch immer auf das Klima haben – sie können weder in der Vergangenheit noch heute erkannt werden.

Es scheint, dass Exxon das nicht wusste – nicht wisse konnte – genauso wenig wie jedermann sonst.

Jede einzelne modellierte Lufttemperatur-Projektion seit 1988 (und davor) ist physikalisch bedeutungslos. Auch ist jede Erkennungs- und Zuordnungs-Studie seitdem physikalisch bedeutungslos. Wenn es um CO2-Emissionen und Klima geht, weiß niemand, wovon sie geredet haben: nicht das IPCC, nicht Al Gore (das wussten wir schon) und nicht einmal die prominentesten Klima-Modellierer – und mit Sicherheit kein politischer Angeber.

Es gibt keine valide physikalische Theorie des Klimas, mittels welcher man prognostizieren kann, was CO2-Emissionen mit dem Klima machen, wenn überhaupt etwas. Diese Theorie existiert noch nicht.

Die Stefan-Boltzmann-Gleichung ist keine valide Theorie des Klimas, obwohl Leute, die es besser wissen müssten, dies glauben, einschließlich der NAS und jeder wissenschaftlichen Gesellschaft in den USA. Deren Verhalten diesbezüglich ist das atemberaubendste Aufgeben kritischen Denkens in der Wissenschaftshistorie.

Angesichts des Fehlens jedweder physikalisch validen kausalen Ableitung und des Umstands, dass das Klima multipel und rasch auf Änderungen des Energieflusses reagieren kann sowie des weiteren Umstands, dass sich derzeit nichts Ungewöhnliches im Klima zeigt, bleibt man ohne jede Ahnung zurück, wie viel Erwärmung, falls überhaupt eine, zusätzliches CO2 erzeugt hat oder erzeugen wird.

Aus der Perspektive physikalischer Wissenschaft ist es sehr vernünftig zu folgern, dass jedwede Auswirkung von CO2-Emissionen jenseits der gegenwärtigen Auflösung liegt, und es ist sogar vernünftig anzunehmen, dass jedwede mögliche Auswirkung so klein sein kann, dass sie innerhalb der natürlichen Variation gar nicht auffindbar ist. Nichts, was bzgl. des derzeitigen Klimas beobachtet wird, ist in irgendeiner Weise ungewöhnlich.

Die Analyse erbost das gesamte IPCC-Establishment. Sie macht das Endangerment Finding der US-Umweltbehörde (EPA) bedeutungslos und entfernt den Klima-Alarm aus dem US-Wahlkampf 2020. Es gibt keinerlei Beweis irgendeiner Art, dass CO2-Emissionen die globale mittlere Temperatur hat steigen lassen oder steigen lassen werden – falls diese Emissionen dazu überhaupt in der Lage sind.

Die Analyse hat keine Ecken und Kanten. Sie hätte bereits vor 30 Jahren durchgeführt werden sollen – wurde sie aber nicht.

All die düstere Bedeutung bzgl. der Eisschmelze in Grönland oder sich zurückziehender Gletscher von ihrer Höchstausdehnung während der Kleinen Eiszeit oder Änderungen des winterlichen Eises in der Arktis oder der Überflutungen in Bangladesh oder Kiribati oder der Eisbären ist verschwunden. Nichts davon kann vernünftigerweise oder physikalisch den Menschen oder deren CO2-Emissionen in die Schuhe geschoben werden.

Obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass die Studie definitiv ist, werden die in den herrschenden Alarm-Konsens Involvierten fast mit Sicherheit nicht zurückstecken. Es ist unwahrscheinlich, dass die Debatte hier zu Ende ist.

Schauen wir zum Schluss auf den in breiter Front angerichteten Schaden: Ich möchte schließen mit der Hinwendung zu der ethischen Konsequenz der Raserei um die globale Erwärmung. Bei näherem Hinsehen entdeckt man, dass Klimamodelle das Klima nicht modellieren können. Diese Tatsache wurde schon im Jahre 2001 klargestellt, und zwar in der Veröffentlichung von W. Soon, S. Baliunas, S. B. Idso, K. Y. Kondratyev, and E. S. Posmentier Modeling climatic effects of anthropogenic carbon dioxide emissions: unknowns and uncertainties. Climate Res. 18(3), 259-275. Sie steht hier.

In einer normal funktionierenden wissenschaftlichen Umgebung hätte jene Studie den Alarm bzgl. CO2-Emissionen beenden müssen. Dies war jedoch nicht der Fall.

Stattdessen wurde diese Studie verunglimpft und dann universal ignoriert. (Die Lektüre derselben im Jahre 2003 war es, die mich so aufregte. Es war sofort offensichtlich, dass Klimamodellierer unmöglich wissen konnten, was sie zu wissen behaupteten). Wahrscheinlich wird meiner Studie Ähnliches widerfahren: Verhöhnung gefolgt von deren Beerdigung.

Eines aber wissen wir mit Sicherheit: all der Wahn um CO2 und Klima war umsonst.

All die gequälten Erwachsenen; all die verzweifelnden jungen Menschen; all die sich zu Tränen ängstigenden Kinder an Schulen und die Tadel mittels Lektionen über den bevorstehenden Untergang und Tod und Zerstörung; der ganze soziale Streit und die sozialen Verrenkungen. All die Beschuldigungen, der charakterliche Rufmord, all die zerstörten Karrieren, all die winterlichen Todesfälle durch Energie-Armut, all die Männer, Frauen und Kinder, die weiterhin mit Rauch in Innenräumen leben müssen; all die verschwendeten Geldsummen, die verschandelten Landschaften, die zerschmetterten und verbrannten Vögel und Fledermäuse; all die von der Mittelklasse hin zu den reichen Subventions-Landwirten verschobenen Reichtümer – alles für nichts!

Man kann vieles verantwortlich machen, aber der Verrat an der Wissenschaft steht an oberster Stelle. Zu all dem wäre es nicht gekommen, wenn nicht jede einzelne wissenschaftliche Gesellschaft ihre Pflicht zur Gewissenhaftigkeit aufgegeben hätte.

Von der American Physical Society bis zur American Meteorological Association – sie alle haben ihre professionelle Integrität aufgegeben und damit auch ihre Verantwortung, echte Wissenschaft zu verteidigen und zu praktizieren. Absichtliche Missachtung? Wer weiß. Verrat an der Wissenschaft? Mit absoluter Sicherheit.

Wäre die American Physical Society bzgl. der Behauptungen über CO2 und Klima genauso kritisch gewesen wie bzgl. Palladium, Deuterium oder die kalte Fusion, wäre nichts dergleichen passiert. Aber das war sie nicht.

Der institutionelle Betrug hätte schlimmer nicht sein können; er war schlimmer als der Lyssenkoismus, weil es jetzt keinen Stalin gibt, der einem die Pistole unter die Nase hält. Alle waren freiwillig dabei.

Die Toten und Verletzten, die Ängste, die Streitereien, die fehlgeleiteten Ressourcen, die Angriffe auf die Ökologie – all das zu verhindern lag in ihren Händen. Sie haben es nicht getan und stehen daher jetzt in der Verantwortung für all das.

Meiner Ansicht nach sollte das Management jeder einzelnen wissenschaftlichen Gesellschaft in den USA in Schande zurücktreten. Jedes einzelne! Anfangen sollte man mit Marcia McNutt an der National Academy.

Dem IPCC sollten sämtliche Mittel gestrichen und es danach aufgelöst werden.

Und die US-Umweltbehörde (EPA)? Wer genau ist sie, die sie sich rigoros hätte engagieren müssen, es aber nicht getan hat? Im Licht der offensichtlich einstudierten Inkompetenz im Zentrum – sollte nicht die gesamten Befugnisse den Staaten zurückgegeben werden, wo sie hingehören?

Und in einer kleineren, aber nichtsdestotrotz realen Tragödie – wer sagt es der so zynisch missbrauchten Greta? Meine Vorstellung weigert sich, mir dieses Bild vor Augen zu führen.

Zusatz zur Vervollständigung der Diagnose: Es sind nicht nur die Klimamodelle.

Diejenigen, welche die globalen Temperaturaufzeichnungen durchführen, wissen noch nicht einmal um die Grenzen der Auflösung der historischen Instrumente, siehe hier oder hier.

Sie haben vollkommen die systematischen Messfehler ignoriert, welche die Temperaturaufzeichnung durchziehen und diese ungeeignet macht, um irgendetwas über das historische Klima daraus abzulesen, siehe hier, hier und hier.

Diese Probleme addieren sich noch zu denjenigen durch falsche Aufstell-Orte und durch die (Wärmeinsel) -UHI-Effekte.

Die Rekonstruktionen der Paläo-Temperatur aus Proxys, das dritte Standbein des Alarmismus‘, weist keinerlei Relation zur physikalischen Temperatur auf, siehe hier und hier.

Die gesamte AGW-Behauptung fußt auf Klimamodellen, welche nicht das Klima modellieren; auf klimatologisch nutzlosen Messungen der Lufttemperatur und auf Rekonstruktionen der Paläo-Temperatur, von denen nicht bekannt ist, dass sie die Temperatur rekonstruieren.

Das alles beruht auf falscher Präzision; eine Sachlage, die vollständig hier beschrieben wird – begutachtet und alles.

Klima-Alarmismus ist künstliche Pseudo-Wissenschaft und zwar von Anfang an; so gestaltet, dass es wie Wissenschaft aussieht, es aber nicht ist.

Keine einzige wissenschaftliche Organisation hat dies Pseudo-Wissenschaft genannt, obwohl ihre einzige Grundlage die Erhaltung der Integrität der Wissenschaft sein sollte.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/09/07/propagation-of-error-and-the-reliability-of-global-air-temperature-projections-mark-ii/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

————————————–

Bemerkung des Übersetzers: Autor Pat Frank spricht hier nur die wissenschaftlichen Institutionen an. Aber sind nicht auch diese wie eine Hammelherde getrieben – durch grünlinke Politiker in allen Parteien und vor allem durch die Medien? Sind es nicht die Politiker, welche Geld für Wissenschaft bewilligen müssen – und den Hebel ansetzen? Sagte nicht jemand in den Anfängen des ganzen Schwindels „jeder von uns Wissenschaftlern muss für sich selbst entscheiden, ob er lieber ehrlich oder lieber effektiv sein will“. Gilt das nicht auch für wissenschaftliche Gesellschaften?

Auch Wissenschaftler sind Menschen, und zwar vielfach solche, die auf diese Gelder angewiesen sind. Kann man ihnen anlasten, dass sie eben lieber effektiv sein wollen, wenn man ihnen das Geld so freigebig hinterherwirft?

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29 Kommentare

  1. Aus dem oben zitierten Blog von Pat Brown geht hervor, dass sich der Autor der Studie, aus der die hier diskutierte Fehlerabschätzung stammt, dagegen verweht, diesem Faktor einen Zeitraum zuzuordnen. Dies geht auch aus der Einheit W/m2 hervor, die offensichtlich keine Zeit beinhaltet. Für eine zeitabhängige Fehlerabschätzung wäre die Einheit entsprechend W/m2/Zeiteinheit.Die Verwendung dieser Fehlerabschätzung macht also schon aus mathematischen Überlegungen keinen Sinn. Die Einheiten stimmen einfach nicht. Daher ist das Ergebnis dieser Studie auch Nonsens. Die Gegenargumentation von Herrn Frank wirkt auf mich eher dreist als schlüssig.

  2. Analysen wie die vom Autor sind zweifellos wichtig und erhellend. Allerdings gibt es eine wesentlich wichtigere Frage in Klimamodellen als die Fehlerfortpflanzung, nämlich die Frage, wie wird das Verhalten von CO2 modelliert? Ob überhaupt bzw. wie stark der Einfluß von CO2-Menge bewertet wird, davon hängt in erster Linie das Ergebnis ab. Daher werden alle Modelle, die mit CO2 zwangsweise Erwärmung verknüpfen, immer Erwärmung ausspucken.

  3. Roy Spencer, der auch schon „Gast“ bei Eike-Konferenzen war, kommentierte auf WUWT das Papier wie folgt:

    Roy W. Spencer
    September 8, 2019 at 5:52 am

    I doubt that anyone here has actually read the whole paper and understands it. I don’t believe the author has demonstrated what he thinks he has demonstrated. I’d be glad to be shown otherwise.

    Er kündigte in einem zweiten Kommentar einen Artikel zu seiner Sicht an. Der ist jetzt da, falls es jemanden interessiert: Critique of “Propagation of Error and the Reliability of Global Air Temperature Predictions”

  4. Auch bei Tageslicht: Die ausführliche Diskussion übersteigt leider über weite Strecken meinen Erfahrungshorizont, sowohl bei der Fehlertheorie als auch bei der Klimamodellierung. Trotzdem habe ich den Eindruck, dass Pat Brown seine Position sehr gut zu verteidigen weiß. Und dass eine Fehlerangabe 4 W/m2/Jahr möglich ist, leuchtet mir prinzipiell auch ein. So ähnlich wie 3 Autounfälle/Jahr, obwohl der Autounfall per se auch keine zeitabhängige Größe ist. Und natürlich ist Wurzel(4) = +- 2. War auch in Bayern schon immer so.

    Weil ich ahne, wer sich hinter „Admin“ verbirgt, habe ich ziemliches Vertrauen in seine Urteilsfähigkeit gerade auf diesem Gebiet! Nachdem der IPCC uns schon seit Jahrzehnten mit Fehlprognosen in Angst und Schrecken versetzt, hielte sich der Schaden jedenfalls in Grenzen, wenn Pat Brown recht hätte…

  5. Ich habe mir gestern, es war zwar schon spät, über den Beitrag den Kopf zerbrochen. Letzterer ist unglaublich bedeutend, denn seine Schlussfolgerungen sind gewaltig. Aber irgendwie reicht mein Physik- und Mathevorrat nicht aus, um ganz durchzusteigen. Erst mal vielen Dank, dass ich über die „Treiber“-Ansätze etwas dazu gelernt habe.

    Braucht man „Projektionen“, weil man eine Prognose (betrifft bekanntlich die Zukunft) mit einer real existierenden Situation, nämlich die Gegenwart, beginnen lassen muss? Weil sonst jede Berechnung irgendeines zukünftigen Zeitpunkts mit zugehörigen Parameterannahmen vollständig in der Luft hängt? Schließt sich hier der Kreis mit der (sinngemäßen) Aussage eines früheren IPCC-Berichtes, wonach das multidimensionale System Klima so komplex und chaotisch sei, dass es prinzipiell nicht prognostizierbar sei?

    Und was ich beiläufig noch gelernt habe, dass wir heute schon ganz selbstverständlich mit atmosphärischen CO2-Konzentrationen leben, die noch vor 20 oder 30 Jahren als beunruhigende Zukunftsvision galten – und eine Trendwende beim Anstieg ist noch nicht in Sicht. Es scheint sich immer mehr zu bestätigen, dass der Einfluss des CO2 auf die mittlere Erdtemperatur, wenn überhaupt, nur gering ist.

    • Dr. Roland Ullrich schrieb am 10. September 2019 um 9:10

      Ich habe mir gestern, es war zwar schon spät, über den Beitrag den Kopf zerbrochen. Letzterer ist unglaublich bedeutend, denn seine Schlussfolgerungen sind gewaltig. Aber irgendwie reicht mein Physik- und Mathevorrat nicht aus, um ganz durchzusteigen.

      Sie könnten in die verlinkten Reviews der letzten 6 Jahre schauen und prüfen, ob diese Kritiken gültig sind. Oder sie könnten andere Artikel dazu lesen, die auf Probleme in dem Papier hinweisen. Vielleicht hat das ja einen Grund, dass das niemand veröffentlichen wollte (13 Journale), bis er ein Open Acces Journal gefunden hat.

          • Wie ernst zu nehmen ist die Behauptung vom Verfasser dieser Einwände Nick Stokes, dass eine Quadratwurzel nur ein positives Resultat haben kann? Ich lernte mal, das 2 x 2 = 4 ist, (ich glaube es war in der 8. oder 9. Klasse) aber auch -2 x -2 = 4, also muss die Quadratwurzel aus 4 das Ergebnis haben ± 2.
            Überdies lässt sich Nick Stokes darin über den Bezug der Fehler auf ein Jahr aus. Da die Modelle – wie sie Pat Frank untersucht hat- bei jedem Zeitinkrement, das sie abarbeiten, auf das Ergebnis des vorigen Zeitinkrements beziehen (müssen), summiert sich der Gesamt-Fehler immer weiter auf, und zwar mit jedem weiteren Zeitinkrement, mit der Wurzel aus der Summe ihrer Quadrate. Und zwar mit ± !! als Ergebnis. Was soll daran falsch sein. So geht nun mal Algebra und so geht nun mal Fehlerfortpflanzung.

          • Admin schrieb am 10. September 2019 um 13:54

            Wie ernst zu nehmen ist die Behauptung vom Verfasser dieser Einwände Nick Stokes, dass eine Quadratwurzel nur ein positives Resultat haben kann? Ich lernte mal, das 2 x 2 = 4 ist, (ich glaube es war in der 8. oder 9. Klasse) aber auch -2 x -2 = 4, also muss die Quadratwurzel aus 4 das Ergebnis haben ± 2.

            Es geht nicht um eine Quadratwurzel, sondern um die Standardabweichung (root mean square im englischen). Da beim Bilden des Wertes die Werte erst quadriert, dann gemittelt und dann die Wurzel gezogen wird, ist der Wert positiv. Nick Stokes ist immer noch offen für Referenzen auf Fachartikel, die diesen Wert nicht als positiven Wert angeben. (Bitte nicht Verwechseln mit der Angabe eines Konfidenzintervalls …)

          • Es geht nicht um die Standard-Abweichung, sondern um das Fehlerfortpflanzungsgesetz, das vorsieht, dass die Summe der Quadrate (damit werden die alle positiv, egal ob vorher negativ oder positiv ) der Fehler gebildet und daraus die Quadratwurzel gezogen wird. Und die hat nun mal zwei Lösungen, eine positive und eine negative. Auch wenn es Ihnen oder Nick Stokes nicht gefällt.

          • Admin schrieb:

            „Wie ernst zu nehmen ist die Behauptung vom Verfasser dieser Einwände Nick Stokes, dass eine Quadratwurzel nur ein positives Resultat haben kann? Ich lernte mal, das 2 x 2 = 4 ist, (ich glaube es war in der 8. oder 9. Klasse) aber auch -2 x -2 = 4, also muss die Quadratwurzel aus 4 das Ergebnis haben ± 2.“

            Sie verwechseln die Definition der Quadratwurzel mit den Lösungen einer quadratischen Gleichung.

            Ich habe in Klasse 8 oder 9 gelernt, dass die sqrt(n) die nichtnegative Zahl ist, die mit sich selbst multipliziert n ergibt.

            Also: sqrt(4)=+2 und nichts anderes.

            Die Lösungen der quadratischen Gleichung x^2=n sind für n>0 dann sqrt(n) und – sqrt(n), wobei sqrt(n) selbst natürlich positiv sind.
            x^2=4 hat also die Lösungen +sqrt(4) und -sqrt(4) mit sqrt(4)=+2

            MfG

          • Na, das ist aber schön. Bei mir und jedem anderen ist die Wurzel aus 4 ± 2. Deswegen hat auch eine quadratische Gleichung zwei Lösungen. Schon vergessen?
            Überdies geht das an der Problemstellung vorbei, da ging es um die Frage ob die mittlere Unsicherheit der Wolken von ± 4 W/m2 über 20 Jahre auf 20 Jahre oder auf 1 Jahr bezogen werden darf. Wenn das der Durchschnitt war, dann ist die der zwanzig Jahres Durchschnitt identisch mit dem gemittelten Ø pro Jahr.

          • Ich hoffe, das es jetzt im richtigen Thread landet. Also ich hätte eben auch Stein und Bei geschworen, das die Quadratwurzel immer zwei Lösungen hat. Aber man kann nachlesen, das dem nicht so ist (z.B. bei Wikipedia). In meinem mittlerweile recht alten Schultafelwerk findet sich dabei folgende Definition:
            n’te Wurzel aus a (für a größer gleich Null, n Element der natürlichen Zahlen und n größer gleich 1) ist diejenige nichtnegative reelle Zahl b für die gilt b hoch n gleich a!

          • Muss ich mir angucken.
            Doch schon im ersten Beispiel macht der Autor einen Fehler, indem er unterstellt, dass die Unsicherheit der 3 fünf Einheiten Schritte einer Gausschen Verteilungskurve folgt, also eine Standard-Abweichung Sigma darstellt.
            Tut mir leid, aber mit der Realität hat das nichts zu tun, denn ob das so ist, oder nicht, kann man nur durch Messung herausfinden. Vielleicht löst er diese falsche Unterstellung später auf, das sehe ich, wenn ich mir das ganze Video angeschaut habe.

          • @ Gregor Mendel

            Dann handelt es sich offensichtlich um eine Verschwörung aller Taschenrechnerhersteller. Ich habe darauf verzichtet, aus einem Mathematiklehrwerk aus meiner Unizeit zu zitieren, man wird dem keinen Glauben schenken wollen.

          • @Thomas Mann

            Aber wenn ±2 stimmt dann reicht ein einziger Taschenrechner! Mathematik ist keine Mehrheitsentscheidung!

  6. Die Regierung hat jede Sorgfaltspflicht missen lassen. Merkel in ihrem Ehrgeiz auf vielleicht höhere UN-Weihen lief jeder UN-Initiative blind hinterher. Russen und Chinesen reiben sich die Hände. Ohne Abrechnung auch mit unseren Politikern darf das nicht enden.

  7. Die Darstellungen im Text haben leider nicht ausgewiesen,das es ganz einfache „Erpressungen“gegen die freie Wissenschaft gibt!Es geht um Unsummen ,um Posten,um Fördergelder und „Anerkennung“.Kein Geld=keine Wissenschaft.Riesen Gewinne auf Kosten des Steuerzahler und grüne Machtansprüche (Posten) werden vom “ gemeinen Volk“ nicht erkannt.So ist die gesamte Klimawissenschaft erfunden und massenhaft ausgebaut worden,um genau diesen Zustand (Panik und
    Plündern) durchzusetzen.Wann beginnt die Panik und die Deutschen gehen auf die Straße ,wenn Energiewirtschaft und damit die ganze Wirtschaft den Bach runter geht!?Wenn es nicht mehr zu retten gibt??

  8. Oh, doch! Ich denke, das kann man verlangen. Man muss es sogar! Ebenso, wie (früher freilich) immer gefordert wurde, sich für Demokratie einzusetzen, mitzumachen. Denn Kurzsichtigkeit hilft auch den Duckmäusern nicht. Das hat gerade deutsche Geschichte ausreichend bewiesen. Wo also sind die 300 Spartaner? Oder christlich gewendet, wo ist der eine Gerechte in Sodom?

  9. BREAKING NEWS (unter der Hand, direkt aus USA)
    ———————————————-
    TRUMP wartet „gierig“ auf das schriftliche Urteil Mann vs Ball
    er will sich persönlich darum kümmern, diesen Hockeystick Betrüger strafrechtlich zu vernichten. Da sind wohl noch diverse Rechnungen offen…

    DAS WIRD LUSTIG!!! Lehne zurück & geniessen 😉

    • Genau!
      Der ganze Klimaschwindel steht und fällt doch mit dem Betrug von M. Manns Hockeystick.
      Das geht ja wohl auch aus dem Artikel deutlich hervor.
      Solange die Klimamodelle nicht die Klimaschwankungen der letzten 10.000 Jahre erklären können, sind sie nicht das Schwarze unter dem Fingernagel wert.
      Und diese Klimaunterschiede sind ja weltweit nicht nur durch Proxys, sondern auch durch schriftliche Zeugnisse belegt!
      Zum Beispiel Felsbilder in der Sahara…

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