Szenen einer unglaublichen Heuchelei – Der brennende Amazonas

Der Regenwald im Amazonasbecken Bild Dieter Schütz / pixelio.de

von Michael Klein,
Googlen Sie nach Waldbrand oder wildfires im Englischen, und sie werden mit Beiträgen zum Amazonas, zum brennenden Regenwald, zur Katastrophe der verbrennenden Lunge der Erde / Welt, je nach Politdarsteller, zugeworfen.

Wie wir im letzten Post gezeigt haben, ist der Amazonas, der Regenwald NICHT die grüne Lunge der Erde, geschweige denn der Welt.

Er ist ein Vehikel, dessen sich Politdarsteller bedienen, entweder, weil sie Druck auf Brasilien und den, wie die Tagesschau schreibt „ultrarechten Präsidenten“ ausüben wollen, oder, was viel wahrscheinlicher ist, weil sie versuchen, sich zu inszenieren, als moralischer und guter Mensch, als Mensch, der sich kümmert, der bei den vielen Waldbränden an die Menschen, „die Menschen“ ist immer gut, denkt, die davon betroffen sind, und die Tiere und die Pflanzen und … der darunter leidet, dass es so heftig brennt, in Brasilien.

Die Heuchelei könnte nicht größer sein.

Wir stellen das Ausmaß der Heuchelei heute einmal in Abbildungen dar, Abbildungen von 2010 bis zum 23. August 2019. Die Abbildungen stammen entweder von globalfiredata.org oder von der NASA. Die Farbschattierungen auf den ersten fünf Abbildungen geben an, wie verheerend ein Feuer gewesen ist, je röter, um so weniger ist danach übrig.

Verbreitung von (Wald-)Bränden 2010

 

Verbreitung von (Wald-)Bränden 2011

Verbreitung von (Wald-)Bränden 2012


Verbreitung von (Wald-)Bränden 2013

Verbreitung von (Wald-)Bränden 2014

Wie man den ersten fünf Abbildungen entnehmen kann, waren Brände in jedem Jahr von 2010 bis 2014 in Zentralafrika häufiger als im Regenwald des Amazonas. Was hier brennt, kann man der folgenden Karte gut entnehmen: vornehmlich Wald.

Haben Sie davon gehört, das der afrikanische Regenwald brennt?

Haben Sie Heiko Maas jammern gehört, weil die grüne Lunge der Welt in Afrika brennt?

Können Sie sich auch nur an einen der Politdarsteller erinnern, die sich heute angeblich so große Sorgen um die Erde und „die Menschen“ machen, weil es am Amazonas, wie jedes Jahr zwischen Juni und September brennt, der sich über die verheerenden Brände in Zentralafrika Sorgen gemacht hat, um „die Menschen“, die Tiere, die Vegetation, die davon betroffen sind?

Wir nicht.

Nun könnte man einwenden, dass die diesjährigen Feuer im Amazonas-Gebiet eben eine außergewöhnliche Situation darstellen, weil soviel brennt, wie seit 2013 nicht mehr, wie es in den Pressemeldungen heißt. Es heißt so, weil es die MODIS-Daten der NASA, die Grundlage dieser Behauptung sind, erst seit effektiv 2013 gibt. Tatsächlich gab es vor 2013 heftigere Feuer im Regenwald des Amazonas. Die Jahre 2004 und 2005 waren besonders schlimm, passend zum El Nino der Jahre 2004 und 2005. Die derzeitigen Feuer sind also aus historischer Perspektive NICHTS Außergewöhnliches. Sie sind auch nicht die schlimmsten Feuer und die verbreitetsten und zahlreichsten Feuer, die es derzeit auf der Erde gibt.

Die meisten, intensivsten und schlimmsten Feuer gibt es, na wo?

Richtig: In Zentralafrika.

Die folgende Abbildung stammt von MODIS / NASA, sie zeigt die Brandherde für den 23. August 2019. Rote Punkte geben Brandherde an.

Die Heuchelei der Regenwald-Retter ist nicht mehr steigerbar.

Man kann sich eigentlich nur noch angewidert abwenden.

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier

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17 Kommentare

  1. Die gescheiterte Energiewende ersetzend, retten deutsche Politiker nun das Klima per Gesetz. Als nächstes Thema kommt die Rettung des Waldes auf die Tagesordnung.

    Von den 13,4 Milliarden ha unseres Festlandes sind leider 4,5 Milliarden ha (34%) bereits durch Wüsten, Gletscher und menschliches Ödland belegt. 5 Milliarden ha (37%) wurden erfolgreich in landwirtschaftliche Nutzflächen gewandelt. Auf 2,5 Milliarden ha (19%) wächst eingepflanzter Wirtschaftswald und 1,4 Millionen ha (10%) sind immer noch sog. Primärwald, wie auch der Regenwald in Brasilien. – So soll es bleiben, basta!

    Wenn da nur nicht die Weltbevölkerungsuhr https://countrymeters.info/de/World ticken würde. Eine jährliche Zunahme von 1.2% ließ die Weltbevölkerung seit dem Jahr 2000 über 7,7 Milliarden hinaus anwachsen. Nur wenn die Wachstumsrate bis zum Jahr 2100 um 90% auf 0,1% pro Jahr schrumpft wollen dann insgesamt 11.2 Milliarden – 3.5 Milliarden (45%) mehr – mit gutem Essen und Trinken zu ihrer Zufriedenheit wesentlich beitragen.

    Bleibt es bei der Struktur ihrer Nahrung und der gegenwärtigen Unter- und Überversorgung, würden allerdings 2,3 Milliarden ha Anbaufläche fehlen. Wenn sich gar auch noch „Bio“ durchsetzt und alle alten und neuen Bürger ihrer genetischen Prägung folgend weiterhin Fleisch verzehren, wäre die Fehlmenge noch größer. Selbst eine signifikante Intensivierung der Landwirtschaft kann diese Lücke nicht schließen.

    Doch da hilft die vorgenannte deutsche politische Lösung: Nach einem gesetzlichen Verbot weiterer Wandlung von Wald in landwirtschaftliche Nutzfläche, kann sich die Frau Schulze voll auf den Artenschutz mit dem besonderen Schwerpunkt – „Erhalt der Fledermäuse im Hambacher Forst“ – konzentrieren. – Bitte nicht verzagen! „Wir schaffen das“!

  2. Was ist,wenn es keine Urwälder mehr gibt? Es kann mit Sicherheit von „Klima-Beeinflussung der Menschen gesprochen werden.In Europa und Nordafrika muß aufgeforstet werden.
    Jeder Wald ist ein Filter.Wo ist die UN?Wenn dieser Verein nicht Kriege anstacheln und Waffengeschäfte befördern würde,dann wären Mittel da gegen Armut Ausbeutung und damit gegen Umweltverschandelung .(Siehe Müllhandel)Kein europäischen Politiker verschwendet dafür ein Gedanken.Aber immer auf andere zeigen und die wahren Ursachen verschweigen!!!!!!!!

    • Als in Europa soweit war hat man sich auf Kohle und Öl als Energieträger umgestellt und den Kontinent aufgeforstet. Dafür war auch eine gewisse Wohlstand nötig.
      Diese aufgeforstete Europa sehen Grüne fälschlicherweise als „Natur“. Den gibt es aber hier nur noch in kleinen Flecken. Wahrscheinlich wird es überall so laufen. Was übrig bleibt sind wunderschöne aber begrenzte Naturparks á la Serengeti oder Okavango Delta.

  3. Sicherlich haben das schon andere vor mir geschrieben:
    Der Regen- (und sonstiger) Wald ist CO2-neutral. Die Menge des produzierten Sauerstoffs ist gleich der Menge des verbrauchten Sauerstoffs. Es sei den, das Holz wird aus dem Wald herausgetragen, und irgendwo gelagert (am besten als Grillkohle, welche nicht von Bakterien angegriffen werden kann). Möbel kommen früher oder später auf die Deponie oder in die Müllverbrennung. Können also den Verbrauch von O2 nur hinauszögern.
    Wenn ich noch bedenke, dass bei jedem Waldbrand einige g (kg) Kohlenstoff entstehen, dann ist ein Waldbrand sogar positiv für die O2-Bilanz des Waldes.

  4. Ich habe gerade einen Bericht bei Wetteronline gelesen, mit dem Titel: Savannenbrände als Lebenselixier- Die guten Feuer 🔥 in Afrika.

  5. Zwei Neanderthaler sitzen in der Höhle mit dem Fell des Vorbesitzers und schimpfen ungeachtet des Bärenfells fröstelnd :
    Scheißwetter…seit d i e den Flitzebogen erfunden haben….
    Hans-Christoph Hacker
    Dipl. Ing. RWTH Architekt AKNW
    02845-4455 hans-christoph.h.@gnx.e

  6. Brennt den Rest noch nieder. Kein normaler Mensch braucht dortige Gestrüpp. Nahrungsmittel sind wichtiger denn je. Wegen den paar Quadratmetern und ein paar verlauster Viecher machen sich hier irgendwelche Ökopiraten in die Hosen. Die Menschen wollen günstige Nahrungsmittel und Rohstoffe. Man kann nicht jeden Grashalm beschriften und anbeten. Was soll der Unsinn ?

      • Vielleicht haben Sie es noch nicht gemerkt. Herr Bolsonaro ist durch eine legitime Wahl mit Mehrheitsbeschluss zum Präsidenten gewählt worden. Die Menschen in Brasilien haben eine richtige Wahl getroffen. Als Präsidentschaftskandidat hat er Ansagen gemacht, wie mit dem Regenwald zu verfahren ist. Das ist zu respektieren. Wenn die Menschen in Brasilien der Ansicht sind, man benötige mehr Feldflächen dann ist das so. Abholzung und Agrarwirtschaft verschafft Arbeit. Sollte dem Bergbau Waldfläche im Weg sein muss der Wald nunmal weichen. Das war und ist hier nicht anders wie in Brasilien. Wo ist da das Problem ? Die Menschen in Europa und Deutschland haben Rohstoffhunger. Na und !! Irgendwo muss das Aluminium ja herkommen für den GLC 350 e, wenn der Grüne Weltverbesserer samstags früh aus der Frankfurter Innenstand zum Biobauernhof fährt um 4 nicht gedüngte Möhren vom Feld zu kaufen oder nach Dubai fliegt um sich von der anstrengenden 20 Stundenwoche zu erholen. Nun vernehmt die frohe Kunde da zündet schon die nächste Lunde. Der Waldrapp, Papageientaucher, Gänsegeier sind weg aus Deutschland und die vermisst niemand außer ein paar ewig gestrige.

        • Falls Sie es nicht merken. Sie gehen auf verschiedene Dinge ein.
          Erstes die Behauptung das den Regenwald kein Mensch braucht. Mal abgesehen davon das diese Behauptung nicht im Ansatz mit Argumenten untermauern. Und Zweitens – Auf Kritik antworten sie mit demokratischen Gepflogenheiten. Dieses Vermischen und Verallgemeinern, dazu die gebrauchten „Strohmannargumente“ kennt man hauptsächlich von vernagtelten und ideologisch gefestigten Linken und Grünlingen. Oder sind sie einfach nur ein entsprechender Troll der seiner Arbeit nachkommt?

        • Sehr geehrter Herr Schmidt, es geht nicht um Fläche, um die Menschheit mit Nahrung zu versorgen, es geht um Gewinne, und sonst um nichts. Die demokratische Legitimerung eines Machthabers ist kein Freibrief für grundlagenvernichtendes Handeln. Ihrer Maxime folgend, muss man die Erde so lange ausbeuten, bis nichts mehr da ist. Irgendwann werden unsere Kinder und Kindeskinder sagen:“Hat damals eigentlich niemand den Mumm gehabt, diesen Deppen Einhalt zu gebieten?“ Wir haben nicht nur den Mumm nicht, wir haben auch noch Mitbüger, die das toll finden. Eigentlich unglaublich.

  7. In Südamerika wurde keine bis ins 20.Jahrhundert reichende Kolonialpolitik betrieben, während dies bis in die 60 Jahre des letzten Jahrhunderts auf Afrika zutraf. Ist das Schweigen zu Brandrodungen auf dem schwarzen Kontinent darum so ostentativ? Wird nur deshalb auf das Amazonasgebiet hngewiesen, weil man sich Hier nicht den Vorwurf der Oberlehrerhaftigkeit vorwerfen lassen muss,wenn die Stimme gegen die Waldverlichtung erhoben wird und man sich damit ein gutes Gewissen bestätigen kann? Während in Afrika, nicht einmal vorrangig von den Indigenen, die Forderung nach Wiedergutmachung, damaligen Unrechts, erhoben wird. Aber eine Einmischung, zum Umgang mit den Ressourcen, als neokolonialistisch gebrandtmarkt wird. Die totale Waldvernichtung,auf diesem südlich Europas gelegenen Kontinent, macht diesen Schritt,einer zur Korrektur aufrufenden Stellungnahme, aber um so nötiger und dringender.

  8. Guten Morgen in die Runde,

    Habe gerade einen schönen Beitrag dazu auf Epoche Times gefunden mit Video direkt aus dem Herzen der „Höllenfeuer“ Südamerika’s gefunden.
    Das zeigt umso mehr wie tief die Matrix in den Köpfen der kleinen Programme verwurzelt ist. Sie hüpfen, schreien und weinen was das Zeug hält und die großen Steuerungsprogramme, auch Treiberprogramme genannt Daten das System Tag für Tag ab.
    Ein Systemneustart wird kaum helfen. Eher der Wechsel auf ein neues Betriebssystem würde die Programme wertlos machen….

    Mit freundlichen Grüßen!
    Christian Möser
    Zimmerer

  9. Ja warum sollte es auch der Natur besser gehen als den Menschen.
    Menschenrechte werden auf gleicher Art und Weise auf der Welt vereidigt. Vor allem wenn’s um die schnöde Meinungsfreiheit geht, versucht man dem auf eine Meinung eingeschworenen Publikum die Unterdrückung der freien Meinung anderswo, vor allem da wo Regenten nicht auf Kurs des Impreriums laufen, unter die Nase zu reiben.
    Schlussendlich kann man sich, wie hier vortrefflich formuliert, bei dieser Heuchelei nur angewidert abwenden.
    Die Gefangenen der Matrix klatschen und demonstrieren, statt sich mit Spaten in der Hand mit einem Segelboot auf den Weg zu machen um in der nächsten Feuersaison vor Ort helfen zu können. Ja das würde nicht passen, denn Sie werden hier gebraucht um die Lüge oder Matrix als ganzes aufrecht zu erhalten.

    Mit freundlichem Gruß!
    Christian Möser
    Zimmerer

  10. Habe ich bereits heute morgen schon auf SPON gepostet (Angola und auch FAKE-Maps der NASA)- einfachste Art, die VEGETATIONS-Brände anzusehen, darunter größtenteils FELD-Brände (von Bauern gelegt, mit Sinn und Verstand), geht über „EarthWindMap“ (chem/co), live und Jahre zurückblickend 😉

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