Juli 2019 – war es der heißeste jemals?

Kip Hansen
Die Presse überschlug sich mal wieder mit Hysterie des Inhalts, dass der Juli 2019 der heißeste Juli jemals! gewesen ist: NOAA-Daten bestätigen, dass der Juli der heißeste Monat jemals war (hier) von Henry Fountain. Der Artikel war in der selten glaubwürdigen Rubrik Climate Fwd. der NYT erschienen. Anlass war eine Presseerklärung der NOAA: Juli 2019 war der heißeste jemals aufgezeichnete Monat auf dem Planeten (hier).

Die NOAA hat Milliarden Dollar der Steuerzahler ausgegeben, um Satelliten in den Orbit zu bringen zur Überwachung des Wetters und damit auch des Klimas auf der Erde. Bezahlt werden zwei verschiedene wissenschaftliche Institutionen, UAH und RSS, um globale Temperatur-Datensätze der Erdatmosphäre zu erstellen. Aber die NOAA ignoriert die Datensätze dieser beiden Gruppen notorisch, wenn es darum geht, den Klima-Katastrophismus voranzutreiben.

Jene, welche eine vollständige wissenschaftliche Erklärung lesen wollen, warum der Juli 2019 NICHT der heißeste jemals war, sollten den Beitrag von Dr. Roy Spencer vom 2. August anklicken (in deutscher Übersetzung hier).

All jenen, die es vorziehen, sich visuell damit zu befassen, zeige ich zwei Graphiken der beiden globalen Temperatur-Datensätze via Satelliten, welche die NOAA ignoriert, wenn sie „heißeste-Jemals“-Erklärungen abgibt. Zunächst die Graphik von Remote Sensing Systems:

Es ist interessant anzumerken, wie anders sich der visuelle Eindruck darstellt zwischen den jüngsten Daten und den weiter zurück liegenden Daten. In das obere Bild mit den „jüngsten“ Daten ist die Trendlinie des gesamten langzeitlichen Datensatzes eingezeichnet – und nicht die Trendlinie der jüngsten Daten. Nichtsdestotrotz ist aber offensichtlich, dass die Daten flach verlaufen (oder sogar einen Abwärtstrend aufweisen, wenn man am Höhepunkt des Jahres 2016 beginnt).

Als Erinnerung für all jene, die vergessen haben, welche Änderungen RSS bei den Berechnungen für 2016 vorgenommen hat (hier), hier die folgende Graphik (von Climate4you):

Die Visualisierungen der gleichen Daten vom National Space Science & Technology Center at The University of Alabama in Huntsville, allgemein bekannt als UAH, sehen so aus:

Nur damit klar wird, wovon wir reden: die untere Troposphäre ist der Teil der Atmosphäre, in welchem die meisten von uns leben. Die höchsten Berge der Erde sind fast 10.000 Meter hoch, genau die unteren 10 km der Troposphäre. Die Obergrenzen tropischer Gewitter können eine Höhe bis zu 12,5 km erreichen [bei besonders schweren Hagelunwettern in Mitteleuropa sind auch schon Obergrenzen um 17 km beobachtet worden, z. B. Ende Juni 2002! Anm. d. Übers.] Darunter, in der unteren Troposphäre kommt es zu den alltäglichen Wetterereignissen, den Winden, welche die Bäume bewegen sowie andere Wetter- und Klimaphänomene, welche fast alle Menschen immer wieder erleben. Bergsteiger wie ich, welche in den Sierras von Kalifornien oder in den Rocky Mountains die Gipfel erklommen haben, befanden sich an der Obergrenze der unteren Troposphäre.

Diese Graphik hilft ein wenig bei der Einschätzung:

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/16/july-2019-hottest-july-ever/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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8 Kommentare

    • Danke Herr Gäbler
      Wollen wir hoffen, dass es von von vielen angeschaut wird, anfangs hatte es täglich 20 000 Aufrufe. Noch einige Anmerkungen von mir zu Schluß,zu den „getürkten unwissenschaftlichen Versuchen“ zum Beweis der Klimasensitivität. Es ist nicht nur die unterschiedliche Bestrahlungsstärke, die im Versuch genannt wird, sondern es wird immer mit stark erhöhten CO2-Werten gearbeitet, die auf der Erde niemals vorkommen werden, selbst wenn alle C-haltigen Energieträger restlos aufgebraucht sein werden. Außerdem lassen sich all diese Versuche mit der Thermometeranordnung manipulieren. Anderer Ort heißt andere Temperaturanzeigen. Aber das wichtigste: Es werden bei allen Versuchen, die ich kenne, immer nur die ersten 10 Minuten, also die Aufheizzeiten betrachtet. Das ist ein grober grundsätzlicher Fehler. Grundsätzlich müssen bei den Parallelversuchen die Dauereinwirkungen betrachtet werden, also die Stunden und Tage nach der Aufheizzeit, und da müßte der CO2-Behälter dauerhaft höhere Temperaturen haben. Das ist nie der Fall. Fazit: All die falsch angesetzten Versuche messen irgendwas, aber niemals einen möglichen Treibhauseffekt.

  1. Wurde gestern sofort erledigt, aber noch keine Antwort.
    An den Indendanten des ZDF
    Sehr geehrter Herr Frey

    Betr. Wettervorhersage gestern, 19.08.2019 im ZDF-Heute-Journal.: Behauptung: heißester Juli
    Gestern wurde das Märchen des angeblichen heißesten Juli 2019 erneut im ZDF-Heute Journal verkündet, angeblich der wärmste globale Juli seit 1880, Quelle. Rahmstorff/NASA, stand auf der Angst einflößenden globalen Lügengrafik.
    Zur Wahrheit: 1880 gab es in der übergroßen Mehrheit der Festlandsflächen der Erde noch gar keine Wetterstationen, die Antarktis war noch noch nicht betreten und die Meere, das sind 71% der Erdoberfläche waren alle wetterstationenfrei, was sie zum größten Teil auch heute noch sind. In den USA wurde 1880 die Dale-Enterprise-Station als die 3. Wetterstation der Staaten eingerichtet
    Ich kenne keine einzige Wetterstation der Erde, bei welcher der Juli 2019 der wärmste innerhalb der eigenen Wetterstationshistorie gewesen wäre. (Grafik der Enterprise Station ab 1880, Juli 1880:76,3 F, 2019:76,05 F)
    Bitte unterbinden Sie zukünftig solche Fantasiegrafiken, die nur die Bevölkerung ängstigen und die Einschaltquoten erhöhen sollen. Als Realität hier die Grafik der Dale-Enterprise Station des Monates Juli seit 1880. Über dem Schnitt, aber nicht der heißeste Juli.

    Josef Kowatsch,
    aktiver Natur- und Umweltschützer

  2. der angeblich heißeste Juli: Bei keiner einzigen der fast 2000 DWD-Stationen war dies der heißeste Juli. Wir (Kämpfe/Kowatsch) haben noch englische Stationen, die deutsche Südpolstation und eine Wetterstation in Virginia auf dem Lande herangzogen: Ergebnis: Niente. Vielleicht sollte man uns wenigstens mal eine einzige Wetterstation, egal wo auf der Welt nennen, bei welcher dieser Juli 2019 der wärmste gewesen wäre. So lange kein Name mit Ortsangabe erscheint, sind die Behauptungen wiederum nur die reinsten Märchen.

    • Gestern wurde dieses Märchen erneut im ZDF-Heute Journal verkündet, der wärmste globale Juli seit 1881, Quelle. Rahmstorff/NASA, stand auf der Angst einflößenden globalen Lügengrafik.
      Zur Wahrheit: 1881 gab es in der Mehrheit der Festlands- Flächen der Erde noch gar keine Wetterstationen, die Antarktis war noch noch nicht betreten und die Meere, das sind 71% der Erdoberfläche waren alle wetterstationenfrei, was sie zum größten Teil auch heute noch sind. Warum wehren sich die Deutschen nicht gegen derartige dreiste Lügen?

  3. In der Ausgabe vom 06.08.2019 zitierte der Bonner General-Anzeiger in seiner Überschrift den von der EU betriebenen Copernicus-Dienst „Der Juli {2019} war der weltweit heißeste Monat“ und im Untertitel „EU: Behörde: Die vergangenen vier Jahre waren so warm wie nie zuvor seit Messungsbeginn.“ 

    Mir stehen nur die Archive des Deutschen Wetterdienstes zur Verfügung. Sie enthalten in den Julidaten der Jahre 2012, aufsteigend bis 2019 folgende Durchschnittstemperaturen in Grad Celsius: 17,4; 19,5; 19,2; 19,5; 18,6; 18,1; 20,2; 18,9; 

    Die Aufstellung zeigt, daß die Durchschnittstemperatur im Juli 2018 in DEUTSCHLAND die höchste der letzten 8 Jahre war, nicht jedoch die von 2019. 
    Erste Erkenntnis: Der Juli 2019 war bei weitem nicht der wärmste Julimonat. Der DWD hat das auch nicht behauptet, jedoch die Medien. Es gab lediglich eine Hitzewelle im Hochsommermonat Juli, mancherorts mit neuen Temperaturrekorden. Besonders um den 10 Juli herrschte aber derart kühles Wetter, dass die Freibäder verwaist waren.

    In der Öffentlichkeit ist der Eindruck entstanden, als wenn diese Hitze gleichbedeutend mit einer allgemeinen Erwärmung auf unserem Planeten Erde wäre. Doch das ist falsch.

    Die Erwärmung fand in großen Teilen Europas statt. In anderen, benachbarten Teilen war es kühler als sonst.

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